Trainer für Mädchenteams gesucht – Beim FC Britannia gibt’s Kämpfer

Der Fußballverein FC Britannia sei mit seinen 300 Sportlern einer der erfolgreichsten in Solingen, sagt Jürgen Krug, zweiter Jugendleiter des FC Britannia. Und der Verein werde immer größer.

Denn immer mehr Mitspieler bringen Freunde und deren Freunde mit, die auch gerne Fußball spielen und in einem Verein tätig sein möchten. Die 35 Trainer sind mit ihren Mannschaften sehr zufrieden, da diese für einen Sieg kämpfen und nicht aufgeben, auch wenn es manchmal Niederlagen gibt.

Beim Training werden die Lücken der Mannschaften trainiert ­ damit sie beim nächsten Mal nicht dieselben Fehler machen. Jeden Samstag und Sonntag sind interessante Spiele zu sehen.

Karl-Heinz Schütte, Trainer der U-15 Mädchenmannschaft möchte eine neue Jugend U-13 Mädchenmannschaft eröffnen, deswegen sucht er einen Trainer oder eine Trainerin für die neue U-13 Mädchenmannschaft.

Elvan Sevindik, Vanessa Wähler, Solingen, Geschw.-Scholl-Gesamtschule Ohligs

Warum Sportunterricht wichtig ist – Rennen statt Rechnen

Wenn der Mathe-Unterricht ständig ausfällt, sind die Eltern auf der Palme. Und beim Sportunterricht? Wenn der ausfällt, interessiert das kaum jemanden. Zu Unrecht, findet der angehende Sportlehrer

Stephan Hierholzer. Er sagt: „Auch Sport ist wichtig.” Argumente dafür hat er viele.

Stephan Hierholzer (34) ist Referendar an der August-Dicke-Schule.

Finden Sie, dass zu wenig Sport an deutschen Schulen unterrichtet wird?

Hierholzer Ja, es findet nicht der vorgeschriebene Sportunterricht (drei Stunden) statt, viele Klassen haben nur zwei Sportstunden in der Woche. Das liegt an einem Mangel an Sportlehrern. Außerdem lässt der Stundenplan nicht genug Zeit für mehr Stunden.

Würden Sie vorschlagen, anderen Unterricht ausfallen zu lassen und dafür mehr Sport einzuführen?

Hierholzer Das würde nicht klappen, jeder Lehrer hält seinen Unterricht für den wichtigsten. Noch mehr Unterricht einzuführen wäre auch nicht gut, da die Schüler schon sehr viele Unterrichtsstunden haben. Irgendwann ist es zu viel. Andererseits ist Sport das wirklich einzige Bewegungsfach, und Bewegung ist gerade für junge Menschen sehr wichtig.

Wie viele Stunden würden Sie vorschlagen?

Hierholzer Meine Traumschule hätte täglich zwei Stunden Sport. In einem Interview habe ich von einem Sportgymnasium in Berlin gelesen. Die Klassenräume waren in Pavillons im Wald, jedes Mal, wenn man den Raum wechseln musste, liefen die Kinder ein Stück durch den Wald und hatten mehr Bewegung.

Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in mehr Sportunterricht?

Hierholzer Viele Schüler haben Probleme, lange still zu sitzen. Der Bewegungsdrang ist groß ­ und diesem sollte man nachgeben. Das ist ein großer Vorteil. Nachteile gibt es wenige, wenn kein anderer Unterricht zu kurz kommt. Nur Schüler, die gar keinen Spaß am Sport haben, für die ist es von Nachteil, dass sie immer wieder zu Sachen gezwungen werden, zu denen sie keine Lust haben.

Wie würden Sie diese Schüler motivieren?

Hierholzer Motivieren kann sich meiner Meinung nach ein Mensch nur selbst, aber man kann versuchen, sein Interesse für Sport zu wecken. Im Sport sollte es einen Einblick in viele Bewegungsarten geben ­ sei es Zirkussport, Tanzen oder Leichtathletik, sodass Schüler an einzelnen Dingen ihren Spaß finden.

Wie finden Sie die Idee der Sportschulen oder die Einrichtung von Sportklassen?

Hierholzer Ich finden dieses etwas schwierig. Meiner Meinung nach sollten alle Klassen jeden Tag Sportunterricht haben. Was ich nicht mag, ist, dass es an Sportschulen oft leistungsorientierte Klassen sind. Für mich ist ein guter Sportler nicht unbedingt ein Olympiasieger, sondern jemand der Spaß am Sport hat und diesen mit anderen teilt.

Also sollte an den Schulen mehr Sport unterrichtet werden?

Hierholzer Ja. Ich finde, es sollten vier Stunden Sport pro Woche sein. Wenn weniger als das Soll von drei Stunden unterrichtet wird, müsste es eigentlich einen Elternprotest geben. Diesen gäbe es sicher, wenn Englisch oder Mat

Nadine Werner, Sophie Mutter, Solingen, August-Dicke-Gymnasium

Internationale Schulen in NRW – Nicht nur für Reiche und Reisende

In NRW gibt es seit 2005 sechs durch das Schulministerium anerkannte allgemeinbildende internationale Schulen.

Sie befinden sich in Duisburg, Neuss, Heiligenhaus (nahe Düsseldorf), Köln, Aachen und Bonn. Bei einer internationalen Schule handelt es sich um eine Schule, die sich vor allem an Schüler richtet, die sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, sodass diese trotzdem die Möglichkeit haben, einen Abschluss zu machen.

Doch auch deutsche Schüler haben die Möglichkeit, solch eine Schule zu besuchen. Alle Schüler, die auf eine internationale Schule gehen möchten, benötigen eine Ausnahmegenehmigung durch ein örtlich zuständiges Schulamt. Damit nicht nur Kinder, deren Eltern wohlhabend sind, die Schule besuchen können, wird sichergestellt, dass jede Schule ein Stipendienprogramm hat.

In der Regel wird an internationalen Schulen auf Englisch unterrichtet. Die Bildungsziele, Lehrpläne und Abschlüsse sind nach dem angelsächsischen System ausgerichtet. Nach zwölf Jahren erlangen die Schüler einer internationalen Schule einen international anerkannten Abschluss, der auch den Hochschulzugang gewährt.

Nathalie Hartmann, Meltem Dogan, Laura Michallek, Lisa Bethke, Solingen, Gymnasium Schwertstraße

Wenig Brutalität an der Hauptschule Central – „Hey, wir sind eine gewaltfreie Schule!“

Gewalttaten an Schulen, Amokläufe und deren Androhungen ­ das alles gibt es immer öfter. Jugendliche finden Gewalt cool, selbst in ihren Elternhäusern wird Gewalt ausgeübt und zeigt ihnen auf, dass es „Macht” zu haben bedeutet, wenn jemand Angst vor dem anderen hat.

Meistens gibt es einen Anführer, der andere dazu anhält, sich an Schwächeren zu vergreifen. Die Hauptschule Central ist bekannt dafür, dass dort im Vergleich wenig Gewalt ausgeübt wird. Trotzdem (oder gerade deswegen) wurde ein Projekt zur Gewaltprävention durchgeführt, das Gewaltverherrlichung entgegenwirken soll.

Drei Tage lang setzte sich jede Klasse mit dem Gewaltbegriff auseinander und entwickelte ein Logo zur Förderung des Schulklimas. Eine Projektgruppe, bestehend aus Lehrern und Eltern, hat eine Liste erstellt, die Gewalttaten verhindern soll ­ zum Beispiel durch härtere Strafen. Das Sozialverhalten ändert sich nicht von heute auf morgen ­ doch nun hört man auf dem Schulhof öfter den Satz: „Hey, wir sind eine gewaltfreie Schule, lass das sein.”

Öznur Ayten, Selin Gülbahar, Maurice Haarmann, Sonia Kalaitzidou, Dilara Kartal, Solingen, Städt. Gem.-Hauptschule Central

So arbeitet ein Pathologe – (K)ein Job für Aufschneider

US-amerikanischen Krimiserien wie CSI Miami vermitteln ein falsches Bild vom Beruf des Pathologen. Peter Schmiegelow, Chefarzt der Pathologie im Städtischen Krankenhaus, verriet, was in seinem Institut wirklich passiert.

Es riecht nach Desinfektionsmittel, und das Innere des Gebäudes wirkt unpersönlich. Wir befinden uns in der Pathologie des Städtischen Krankenhauses in Solingen. Wir treffen Peter Schmiegelow, den Chefarzt des Instituts. Er führt uns durch die Räume wie den Obduktionsraum und das Labor. In diesem Labor wird uns eine Gallenblase beim Auseinandernehmen gezeigt. Außerdem zeigt uns der engagierte Arzt sein Büro, in dem auch das Mikroskop steht, durch das wir durchschauen dürfen.

Um Pathologe zu werden, studiert man an der Universität Medizin, nachdem man das Abitur abgeschlossen hat, erzählt der Arzt. Während des Studiums lerne man alle Organe des Menschen kennen, um danach sein Wissen an einer Leiche mit dem Anatomiekurs (genannt „Schnibbelkurs” so Schmiegelow) zu beweisen.

Ein Pathologe sei jedoch nicht das, was sich die meisten Menschen unter diesem Beruf vorstellen. Seine Hauptaufgabe sei nicht das Obduzieren, also das Öffnen von Leichen zur Feststellung der Todesursache: 99 Prozent der Aufgaben eines Pathologen bestünden darin, die Krankheit des Patienten mit Hilfe eines Mikroskops und eines Computerbildschirms herauszufinden. So zeigen sich beispielsweise Tumore, diverse Formen von Krebs oder organische Veränderungen.

Für das Auswerten der Mikroskopergebnisse und das Obduzieren benötigt der Pathologe durchschnittlich einen ganzen Tag. Auch die Arbeit von Pathologen in US-amerikanischen Krimiserien wie CSI Miami oder CSI New York entsprächen nicht dem Berufsbild eines Pathologen, sondern eher dem des Gerichtsmediziners, sagt Schmiegelow. Ein Pathologe arbeite beispielsweise nicht mit chemischen Beweismitteln an Toten. Allerdings stimmten die medizinischen Geräte aus den Fernsehserien mit denen aus dem pathologischen Institut überein. Jetzt wissen wir: CSI findet nicht im Städtischen Klinikum Solingens statt.

Liv Tomcin, Jana Czychy, Solingen, August-Dicke-Gymnasium

Viel Spaß beim Karneval – Obstnetze für heißen Samba

Mit heißen Samba-Rhythmen, lateinamerikanischen Trommeln, selbstgebasteltem Wagen und Kostümen hat die Hauptschule Central voriges Jahr beim Rosenmontagszug in der Solinger Innenstadt den ersten Preis errungen.

Dieses Jahr ist die Schule wieder dabei. Damit das nicht so teuer wird, basteln Lehrer und Schüler mit Müll. „Die Schüler lernen, dass auch aus Wertlosem etwas entstehen kann”, sagt Kunstlehrer Michael Kogel.

Nämlich: farbenfrohe Sambakostüme aus Tüten, Obstnetzen und Co. Vielleicht winkt ja erneut eine Platzierung ­ diesmal unter ökologischen Gesichtspunkten?

Lina Mergola, Rosalba Mirasola, Rosaria Laterza, Solingen, Städt. Gem.-Hauptschule Central

Umstellung der Fahrpläne – Nicht pünktlich zur Arbeit

Die Arbeiter im Industriegebiet Dycker Feld beschweren sich über die neuen Busfahrpläne: Es sei unmöglich, morgens pünktlich zur Arbeit zu kommen, wenn man auf die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadtwerke Solingen zurückgreifen müsse.

Die neuen Busfahrpläne seien nicht kompatibel mit den Bedürfnissen der Bevölkerung Solingens und Umgebung. Sascha Fey (26), ein Betroffener aus Solingen: „Da ich im Industriegebiet Dycker Feld in Solingen-Gräfrath arbeite, habe ich seit den neuen Busfahrplänen Schwierigkeiten, pünktlich um 6 Uhr zur Arbeit zu kommen. Da manche meiner Arbeitskollegen und ich auf den Bus angewiesen sind, finden wir die neue Regelung nicht tragbar für die arbeitende Bevölkerung, da immer gefordert wird, man sollte auf Bus und Bahn umsteigen, der Umwelt zuliebe.“

Stefan Kraljevic (10e), Tobias Kleinau, Solingen, Städt. Gesamtschule Solingen

Der andere Weg zum Traumjob – Unser Lehrer, der Seiteneinsteiger

Macht Schule Spaß? „Ja, klar, mit Euch schon!”, sagt Herr Horstkorte, ein Lehrer der Schule Krahenhöhe.

Er hat einen anderen Werdegang als andere Lehrer, ist erst seit fünf Jahren einer und seit dem Sommer an unserer Schule. Eigentlich ist er Diplombiologe. Als er in seinem Bereich keine Arbeit fand, arbeitete er fünf Jahre in einem Lager.

Dann erfuhr er, dass er als Seiteneinstieger auch Lehrer werden könnte. Eine Alternative? Er wäre gerne Biologe gewesen, arbeite aber auch gerne als Lehrer, sagt er.

Ali Tendik, Kürsat Kiran, Solingen, Schulverein Krahenhähe

Beurteilungen der anderen Art – Der Sinn von Kopfnoten

Sie sind wieder da: Die Kopfnoten aus Zeiten unserer Eltern und Großeltern, die schon früher für die meisten Schüler mehr peinlich als erfreulich waren.

Zunächst erscheint es sinnvoll, sich über ein Zeugnisses ein Bild über die Person, über das Arbeits- und Sozialverhalten zu machen. Im Einzelnen werden schließlich Tugenden beurteilt, die für die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis von großer Bedeutung sind. Auf der anderen Seite sind aber auch bisher alle Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Sorgfalt, selbstständiges Arbeiten und Teamfähigkeit in die Notengebung, nämlich über die mündliche Note im jeweiligen Fach, eingeflossen.

Worin liegt der Sinn der neuen Regelung? Genügt es nicht, wenn ein Schüler mit nicht ausreichenden Leistungen in einem Fach einen Denkzettel bekommt? Zukünftig bekommt er noch einen auffälligen Negativstempel verpasst.

Und ist es nicht selbstverständlich, dass gute Noten in einem Fach auch nur bei einem guten Arbeits- und Sozialverhalten zu rechtfertigen sind? Negative oder auch positive Doppelbeurteilungen sind zu erwarten. Die Gefahr ist: Arbeitgeber werden sich die Noten im Einzelnen nicht mehr ansehen, wenn ein Zeugnis schon mit Daumen nach unten losgeht.

Tobias Scholz, Solingen, August-Dicke-Gymnasium

Die Uhr auf dem Dach der Sparkasse – So tickt die Klingenstadt

Wer kennt sie nicht, die überdimensionale Uhr auf dem Dach der

Stadt-Sparkasse? Tag für Tag dreht sie sich und ist schon fast zu einem

Wahrzeichen für viele Solinger geworden.

Angebracht wurde die Uhr anlässlich des 600-jährigen Bestehens der Stadt Solingen. Schüler, die beim „Zeitung in der Schule”-Projekt mitmachen, erhalten die Chance, die Uhr aus nächster Nähe zu betrachten.

Im Foyer der Hauptstelle der Solinger Stadt-Sparkasse werden sie freundlich von zwei Sparkassen-Mitarbeitern begrüßt. Mit dem Aufzug geht es hoch in den fünften Stock, dann noch eine Treppe hinauf, bis sie sich schließlich in 26 Meter Höhe auf dem Dach der Sparkasse befinden. Trotz leichter Bewölkung ist der Ausblick dort unglaublich. „Bei gutem Wetter und klarer Sicht kann man sogar den Kölner Dom und die Spitze des Düsseldorfer Fernsehturms erkennen”, erklärt einer der Begleiter. Aber das ist nicht das einzig Beeindruckende.

Direkt vor der Gruppe befindet sich die imposante Uhr, die von Nahem noch größer wirkt als von unten. Das Ziffernblatt misst vier mal vier Meter, und die Uhr hat eine Gesamthöhe von sieben Metern. Seit 1974 rotiert die Uhr nun schon und musste bis jetzt nur wenige Reparaturen über sich ergehen lassen. Sogar bei starkem Wind bleibt der Vier-Tonnen-Koloss stehen.

Die Schüler machen noch schnell ein paar Fotos vor der riesigen Uhr und treten dann den Rückweg an. Nachdem sie die luftigen Höhen verlassen haben und sich wieder auf sicherem Boden befinden, steht für sie fest: Diese Erfahrung war einmalig, aber nur etwas für Schwindelfreie.

Corinna Brauner, Solingen, Gymnasium Schwertstraße