Archiv der Kategorie: Dormagen

Schulalltag während Corona

Wir begleiten Schüler*innen und Lehrer*innen an einem Tag am Leibniz-Gymnasium Dormagen während Corona

Von Paulina Meske, Klasse 8, Leibniz-Gymnasium Dormagen

Freitag, 6:30 Uhr. Das ist die Zeit, zu der die meisten Schüler*innen, die auf die weiterführende Schule gehen, aufstehen müssen, sich fertig machen und in den überfüllten Bus quetschen. Das alles ist normal, doch wie sieht es mit Corona aus? Auch in der Schule verfolgt uns das Virus überall hin, ob wir wollen oder nicht.

Um 8:00 Uhr klingelt es, der Schulhof ist mittlerweile ziemlich voll und auch in den Treppenhäusern fängt nun das Gedrängel an. Jedoch nicht für alle, manche haben zu dieser Zeit auch Sport – draußen oder mittlerweile auch drinnen. Nicht nur die kalten Wintertemperaturen vertreiben die Lust daran, Sport zu machen, sondern auch das dauerhafte Tragen einer Maske drinnen. Nach dem Sportunterricht müssen sich die Mädchen und Jungen in den Sporthallen umziehen, natürlich mit Sichtschutz. Dennoch lassen viele ihre Sportsachen an, da sie es vermeiden sich mit Schülern aus anderen Klassen umzuziehen, was auch verständlich ist.

In den Pausen hat jede Stufe ihren eigenen Bereich, was sinnvoll erscheint, aber auch nur wirksam ist, wenn sich jeder daran hält. Glücklicherweise hat nun auch wieder die Cafeteria auf, was für viele Schüler eine große Freude ist, falls sie ihr Essen vergessen haben. Trotz der langen Schlange, da sich nur drei Personen gleichzeitig in dem Raum aufhalten dürfen, gehen viele in den Pausen dort hin.

Nach der Pause geht es in die Klassenräume, wo viele Lehrer schon auf ihre Schüler warten, damit diese sich nicht auf den Fluren aufhalten müssen. Das Lüften ist hier ein größeres Problem als die Maske. „Die Maske finde ich gar nicht so schlimm, dennoch muss man laut reden, was oft anstrengend ist. Das Lüften ist dagegen vor allem jetzt in dieser kalten Jahreszeit besonders schlimm“, so eine Schülerin aus der 8c.

Jetzt läuft die letzte Stunde an diesem Freitag in der 8 Klasse. Plötzlich ertönt der Schulgong und man kann die Stimme des Direktors hören: „Ab jetzt gibt es Präsenzunterricht ab Klasse 8, allen Kindern der Klassen 5 bis 7 ist es freigestellt, ob sie kommen“.

Große Freude oder Pustekuchen? „Klar ich bin froh, ich hatte jedes Mal schon ein bisschen Panik als ich auf meine Warn-App geguckt habe, ob das Feld rot ist. Aber jetzt sehe ich meine Freunde nicht mehr und die restlichen Arbeiten finden auch nicht statt, die für viele vielleicht noch eine Chance waren, besser zu werden“, so eine Schülerin. Es kommt trotz Präsenzunterricht viel Stress auf, vor allem bei leistungsschwächeren Schüler*innen, die sich unter Druck gesetzt fühlen. Am Ende des Schultages muss man dann nur noch seine Hausaufgaben erledigen. Hobbys stehen jetzt nicht mehr auf dem Plan, jetzt wird nur noch entspannt.

Auch für die Lehrer*innen ist diese Situation nicht einfach. In der Schule sind es die vielen Vertretungsstunden, die für die Lehrer*innen sehr anstrengend sind. Auch in den Pausen Diskussionen mit Schüler*innen über die Masken zu führen, steht nicht gerade auf dem Wunschzettel der Lehrer*innen. Nach der Schule oder am Wochenende haben die Lehrer*innen noch lange nicht frei, denn dann kommt noch das rechtzeitige Hochladen der Aufgaben für die Schüler, die in Quarantäne sind, sowie das Korrigieren von deren Aufgaben. Also sammeln sich neben dem Haufen von Klassenarbeiten der Kinder aus dem Präsenzunterricht auch die Aufgaben der Kinder in Quarantäne an.

Man kann also sagen, dass es sowohl für Lehrer*innen als auch Schüler*innen eine schwierige, stressige, anstrengende, aber auch vor allem einschränkende Situation ist, die viel Zeit raubt. Der Distanzunterricht ab Montag stellt dann wieder eine neue Herausforderung dar.

Festival Alte Musik Knechtsteden – Beziehungsdrama in Knechtsteden

„Und die Moral von der Geschicht‘: Auf Frauen reinzufallen lohnt sich nicht!“ Das stellt Pimpinone, ein alter und reicher Mann im dreiteiligen Intermezzo „Pimpinone oder Die ungleiche Heirat“ von Georg Philipp Telemann fest.

Die von der Kammerzofe durch ihre Heirat mit Pimpinone zur Herrin des Hauses aufgestiegene Vespetta führt den überrumpelten Ehemann in Telemanns Mini-Oper gründlich hinters Licht. Am Dienstag, 22. September, trafen Pimpinone, gespielt und gesungen vom griechischen Bassbariton Christos Pelekanos, und das Dienstmädchen Vespetta, dargestellt von der Sopranistin Hannah Morrison, im Rahmen des Festivals Alte Musik Knechtsteden aufeinander. Begleitet wurde das ungleiche Paar vom „kleinen Konzert“ dirigiert von Hermann Max, dem künstlerischen Leiter des Festivals.

Hannah Morrison sang mit leichtem und ansprechendem Sopran, legte aber viel Energie in Mimik und Gestik, was die Emotionen ihrer Rolle passend unterstrich. Glänzen konnte der gefühlsbetonte Bassbariton Pelekanos mit der Arie „Ich weiß wie man redet“. Er ahmte mit hoher und schneller Stimme Vespetta nach und setzte dem Geplapper seine dunkle Bass-Stimme entgegen.

Nachdem sich am Ende des dritten Intermezzos das streitende Paar im Duett „Wilde Hummel, böser Engel“ alles an den Kopf geworfen hatte, was sich in Beziehungen so anstauen kann, bedankte sich das Publikum bei den Darstellern, dem „kleinen Konzert“ und Hermann Max mit tosenden Applaus für einen bunten und unterhaltsamen Abend.

Anna Grasbon, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Festival Alte Musik Knechtsteden – Stimmen, die unter die Haut gehen

Für emotionale Momente sorgte der Männerchor der Rheinischen Kantorei, geleitet von Edzard Burchards, in der Klosterbasilika in Knechtsteden. Ohne instrumentale Begleitung füllten die kräftigen Männerstimmen die Basilika, deren Akustik zu einem guten Sound beitrug.

Doch die Männerchöre von Mendelssohn, Meyerbeer und Zelter waren erst der Auftakt, der Höhepunkt folgte nach der Pause mit Telemanns Stück Pimpinone, in dem es um die kluge und schöne Vespetta geht, die den reichen aber naiven Pimpinone umgarnt.

Die Vorstellung war emotional, imposant und voller Leidenschaft, nur einzelne Passagen waren etwas langatmig. Da die Aufführung vor Humor nur so strotzte, war Pimpinone ein stimmungsvoller Ausklang dieses Konzerts.

Linda Renneke, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Festival Alte Musik Knechtsteden – Spritzig, beißend, sehenswert

Ein lachendes Publikum, das sich gut unterhalten fühlte, war beim Festival Alte Musik Knechtsteden zu sehen.

Nachdem die Zuhörer vor der Pause durch den Männerchor der Rheinischen Kantorei mit Stücken von Mendelssohn Bartholdy, Meyerbeeer und Zelter eingestimmt wurden (besonders die Anspielungen auf erhöhten Alkoholkonsum und ein unbeschwertes Leben sorgten für Schmunzeln), ließen sie sich in der zweiten Hälfte von der Oper „Pimpinone“ von G. F.Telemann mitreißen. Sie erlebten eine kecke, witzige, aber auch streckenweise tragische Geschichte über ein armes, aber hübsches Kammermädchen (Vespetta), das den wohlhabenden, in die Jahre gekommenen Pimpinone verführt und dazu bringt, sie zu heiraten.

Nach der Arie des Pimpinone, in der er die nach der Hochzeit herausfordernde Vespetta nachäfft, brach das Publikum in begeisterten Applaus aus. Kein Wunder, dass die Oper bei der Uraufführung 1724 „wie eine Bombe“ (O-Ton Dirigent Hermann Max) einschlug. In dieser spritzigen, beißenden, spottgetränkten Komödie ist es einfach unmöglich, ruhig zu bleiben. Beim nicht enden wollenden Schlussapplaus stand ein großer Teil des Publikums auf und zeigte so seine Begeisterung über den gelungenen Auftritt!

Miriam Meuser, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Festival Alte Musik Knechtsteden – Erzählungen am Cembalo

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ – unter diesem Motto stand das neue Aufführungs-Konzept von Hermann Max. Beim Konzert im Kreismuseum Zons wurde der ungewöhnliche Plan in die Tat umgesetzt, Cembalomusik mit aus Höreindrücken gewonnenen Bildern zu verbinden.

Dabei wurden Interpretationen von Christine Schornsheim am Cembalo mit Sprachbeiträgen von Max kombiniert. Max errang mühelos den Titel des ausführlichsten Redners und trug leider seinen Teil dazu bei, den Abend etwas länger erscheinen zu lassen als er war. Frau Schornsheim gelang es, durch ein paar Anekdoten die Stimmung aufzulockern. Sie spielte hingebungsvoll und energisch einige Stücke von Bach und Couperin. Couperins Stücke hörten sich leider für junge Ohren eher schrill und unmelodisch an. Für den treuen Fan der Cembalomusik sicherlich ein Ohrenschmaus, für jeden anderen ein etwas langatmiges Konzert, das ruhig in der Pause hätte enden können.

Carlotta Willms, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Festival Alte Musik Knechtsteden – Pimpinone überzeugt auf ganzer Linie

Ein Abend, zwei Teile, zwei Stunden, eine großartige Kulisse und ein großer Erfolg. Im Rahmen des „Festival Alte Musik“ wurden in der Knechtstedener Basilika „Pimpinone“ von Georg Philipp Telemann und Männerchöre von Felix Mendelsohn Bartholdy, Giacomo Meyerbeer und Carl Friedrich Zelter aufgeführt.

Die A cappella-Werke wurden von den Männerstimmen der Rheinischen Kantorei unter Leitung von Edzard Burchards dargeboten. Während Mendelssohns Werke zu Beginn noch eher verhalten emotional wirkten, überzeugte der Chor unter Mithilfe der klangreichen Akustik der Basilika spätestens mit dem Stück „An Mozart“ von Meyerbeer. Thomas Höft führte als moderner und durchaus humorvoller Moderator durch das Programm und bezog viele Themen auf heutige Situationen.

Im zweiten Teil führte das Kleine Konzert unter der Leitung von Hermann Max zusammen mit Sopranistin Hannah Morrison und Bassbariton Christos Pelekanos Telemanns Intermezzi „Pimipinone“ auf. Pimpinone ist ein alter reicher Herr, der von Vespetta, seinem Dienstmädchen, erst geheiratet und dann hintergangen wird. Dem sehr lustigen Stück war einfach zu folgen. Besonders herauszuheben ist eine Arie des Pimpinone, in welcher der sonst sehr tiefe Bass seine geliebte Vespetta nachäfft und virtuos zwischen hohen und tiefen Tönen wechseln muss. Pelekanos meisterte diese Aufgabe mit Bravour und wurde mit großem Applaus belohnt. Am Ende war das Publikum begeistert und applaudierte minutenlang.

Leon Manitz, Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Tolle Zusammenarbeit der Artisten krönte Parade – Zirkus-Parade „Raphael“ begeistert Zuschauer

Am 10. April fand im Raphaelshaus Dormagen, einem Jugendhilfezentrum, die erste Zirkusparade seit Bestehen des Kinderzirkusses „Raphael“ statt. Bei schönstem Wetter zogen die Artisten, Kamele, Zuschauer und der Direktor des Raphaelshauses über das Gelände.

Vor der Turnhalle startete die Aufführung mit einer rasanten Parcoursnummer aufgeführt von den Schülern der Kurt-Hahn-Gruppe. Die Artisten sprangen über hohe Kästen und Blöcke. Sie wurden belohnt durch schallenden Applaus. Und weiter ging es mit einer abwechslungsreichen Diabloaufführung von den Schülern der Otmar-Alt-Gruppe. Integriert in die Nummer waren auch zwei Einradfahrer.
Anschließend stapften Kamele, Musiker und Artisten bei bestem Wetter über das Gelände. Pünktlich um 11.20 Uhr am Gutshof angekommen, gab es auch schon die nächste Aufführung von der Helen-Keller-Gruppe. Die Mädchen der Kick-Off-Gruppe präsentierten den Zuschauern Tricks mit einem Hula Hoop-Reifen, einem Ring, den man mit der Hüfte in Bewegung halten kann. Kombiniert mit Rola Bola und mehreren Wave-Boards war die Zirkusvorstellung schön anzusehen.
Außerdem waren Jongleure, Devil-Stick-Künstler, Seiltänzer und einer Samba-Truppe zu bestaunen. Die Zuschauer bekamen noch einen Rückwärtssalto zum Abschluss geboten.

Dustin W, 5, Raphaelshaus Dormagen

Parade führte über Gelände des „Raphaelsdorfes“ – Circus Parade im Raphaelshaus

Am 10. April um 11 Uhr fand eine witzig spritzige Circus Parade im Raphaelshaus statt. Der gesamte Umzug dauerte bis 11.40 Uhr. 

Es gab drei Hauptstationen, die angelaufen wurden. Die ersten drei Gruppen traten vor der Turnhalle auf und bestanden aus einer Klasse der Stammschule, die einen Seiltanz aufführten, sowie der Otmar-Alt-Gruppe, die eine bunte Diabolonummer eingeübt hatte. Die Kurt-Hahn-Gruppe baute vor der Turnhalle eine kleine Parcouring- Station auf. Diese bestand aus einer großen Matte und zwei Höckern. Die sechs Jungen überwanden die Hindernisse mit kleinen Tricks. So nutzten sie verschiedene Sprünge dazu. Es gab noch viele andere Gruppen, die an Station 2, dem Gutshof, sowie Station 3, vor dem Haupthaus, ihre Fähigkeiten vorzeigten. Mit verschiedenen Diabolonummern, Rola-Bola- und Einradeinlagen sowie Tricks mit dem Devil Stick und noch vielen anderen Kunststücken gelang ihnen dies spielend.

Fabian B., 8, Raphaelshaus Dormagen

Jugendliche zeigen großes Zirkustalent – Die große Circusparade im Raphaelshaus

Die Jugendhilfeeinrichtung „Raphaelshaus“ in Dormagen präsentierte am 10. April 2014 eine Circusparade.

Sie gingen, begleitet von den Rhythmen der Sambakapelle, mit Sack und Pack und verschiedenen Zirkusinstrumenten über das Raphaelsgelände. Sie legten immer wieder kleine Stopps ein, um zu zeigen, was sie können. Dabei boten die Jungen und Mädchen Akrobatik- sowie Jonglagenummern, Einradfahren, Stelzenlaufen, Hula Hoop und Diabolo-Einlagen an. Auch Präsentationen von Devil Sticks und Rola Bola fehlten nicht. Auftritte von Hunden und sogar Kamelen begeisterten das Publikum restlos. Die Zuschauer spendeten immer wieder kräftigen Applaus und jubelten bei jedem Salto. So ging ein gelungener Tag für die Kinder und Jugendlichen zu Ende.
Aber das soll noch nicht alles gewesen sein. Denn am 27. und 28. September 2014 soll es auf dem Michaelismarkt in der Dormagener Innenstadt, auf der großen Wiese zwischen dem historischen und dem neuen Rathaus, eine einstündige öffentliche Aufführung der Zirkusgruppen des Raphaelshauses geben. Im Anschluss daran können interessierte Besucher an Workshops teilnehmen und verschiedene Zirkusinstrumente selber ausprobieren.

Daniel P., 7, Raphaelshaus Dormagen

Bunter Zirkus auf dem Gelände des Raphaelshauses – Circus Parade im Raphaelshaus

Schon seit Wochen bereiteten sich Gruppen und Schulklassen des Raphaelshauses auf die Circusparade vor. Sie alle traten an mit Musik, Akrobatik, Jonglage, Diabolos und vielem mehr.

Natürlich waren auch unsere Vierbeiner dabei: die Kamele. Die Veranstaltung fand am 10. April ab 11 Uhr auf dem Gelände des Raphaelshauses statt. Die Parade startete an der Turnhalle. Dort traten drei Gruppen auf: die KHG (Kurt-Hahn-Gruppe), die OAG (Otmar-Alt-Gruppe) und eine Grundschulklasse der Stammschule. Die nächste Station war der Gutshof, an dem die HKG (Helen-Keller-Gruppe) sowie die Zirkusklasse der Raphaelsschule ihr Können zeigten. Am Haupthaus ging es noch rasanter zu:
Die „Zwerge“ aus der INTAG (integrative Tagesgruppe) zeigten ihre Künste beim Devil-Stick-Spielen. Und zum Schluss führte uns die Zirkusklasse ein Diabolostück vor. In dieser Gruppe wird ein Junge, der großes Jonglagetalent hat, besonders gefördert. Sein Name ist Metehan, und er schafft es, mit zwei Diabolos zu spielen.
Parcours, die Zirkusnummer, die die KHG vorgeführt hat, macht sehr viel Spaß. Dabei springt man über Hindernisse oder macht zum Beispiel Vorwärts-Saltos. Mit einem kleinen „Telefonspiel“  zeigte die KHG dabei auch ihre lustige Seite. Das war ein schöner Zirkustag im Raphaelshaus!

Szymon S., 5, Raphaelshaus Dormagen