Archiv der Kategorie: Mönchengladbach

Feuerwerk an Silvester – inzwischen überholt?

Was ist wichtiger: Der Tradition des Feuerwerks nachzugehen oder Verbote im Namen der Umwelt und der Tiere auszusprechen?

Von Lenya Albertz, Klasse 8a, Gymnasium an der Gartenstraße Mönchengladbach

Warum zünden wir Raketen an Silvester?
Das Knallen an Silvester ist eine uralte Tradition. Silvester gibt es erst seit 434 Jahren. Damals fand die Gregorianische Kalenderreform statt, die den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember verlegte, dem Todestag von Papst Silvester I. Doch der Brauch, an diesem Tag so viel Krach zu machen, geht nicht auf die christliche Tradition zurück, sondern stammt aus der Zeit der Germanen. Dort glaubten die Menschen an den bösen Kriegsgott Wotan, der nach ihrer Überzeugung sein Unwesen in den Wintermonaten trieb. Vor allem in der Nacht des 31. Dezembers richtete er demnach besonders viel Unheil an. Deshalb zündeten die Germanen viele Holzräder an, um den Geist mit viel Licht und Krach zu vertreiben. Im Mittelalter nutzten die Menschen Töpfe und Rasseln, bis diese durch Pauken und Trompeten ersetzt wurden. Die Jäger begannen das Jahr traditionell mit Schüssen aus ihren Gewehren. Die ersten Feuerwerke wurden dann bei Hofe in die Luft geschossen.

Wie gefährlich können Raketen für Tier, Mensch und Umwelt sein?
„Die Luftqualität verschlechtert sich in der Silvesternacht rapide“, sagt Martin Ittershagen vom Umweltbundesamt. Die Raketen führen zu Spitzenwerten beim Feinstaub und vermüllen die Landschaft, so dass Tiere die übriggebliebenen Plastikteile mit Futter verwechseln können.

Allein in der Silvesternacht gelangen 5.000 Tonnen Feinstaub in die Luft. Der Ruß, der bei der Verbrennung der Raketen entsteht, ist tagsüber klimaschädlich. Die dunklen Partikel absorbieren die Sonnenstrahlen. Eine gute Nachricht ist, dass die Klimafolgen des Silvesterspaßes verhältnismäßig gering ausfallen, obwohl die entstehenden Substanzen CO2 und Ruß das Klima potentiell aufheizen können. Meist sind die Rußpartikel morgens auf den Boden gesunken. Der Chemiker Frank Drewnick vom Max-Planck-Institut hat beim Messen in der Silvesternacht viel Sulfat in der Luft gefunden. Sulfat gilt als eher abkühlend. Dadurch werden die Klimafolgen auf ein Nullsummenspiel gebracht.

Die Luftverschmutzung ist in der Silvesternacht das größte Problem, da sie zu Gesundheitsgefährdungen führen kann. Der Feinstaub gelangt in die Lunge und kann so zu Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen führen.

Sollte man ein Verbot für Raketen an Silvester einführen?
Es ist schwierig zu sagen, ob man ein Verbot einführen sollte oder nicht. Es gibt Menschen, die die Tradition der Raketen an Silvester weiterführen möchten. Vielleicht glauben sie an böse Geister und meinen, diese verscheuchen zu müssen. Es gibt aber auch Menschen, die sagen, sie möchten es den Tieren zuliebe lieber lassen. Für diese sind die Folgen der Silvesternacht eine schlimme Qual. Man kann es hier wohl keinem wirklich recht machen.

Es könnten aber die Menschen, die ein oder mehrere Haustiere besitzen, auf das Zünden von Raketen verzichten oder es zumindest reduzieren. Man könnte statt 15 nur noch drei oder vier Raketen zünden.

Außerdem wird mit dem Kauf der Raketen sehr viel Geld verschwendet, das man lieber an Hilfsorganisationen hätte spenden können. Insgesamt werden in Deutschland jährlich 120 Millionen Euro für den Kauf von Feuerwerkskörpern ausgegeben. Doch letzten Endes liegt die Entscheidung bei jedem Einzelnen selbst.

Wenn ein Verbot eingeführt wird, wäre es besser, Hinweise auf den Verpackungen der Raketen anzugeben. Dann können auch keine Missverständnisse passieren, wie in der Silvesternacht vom 31. Dezember 2019. Dort wurden 5 Himmelslaternen mit schlimmen Folgen angezündet, weil den Benutzern nicht bewusst war, dass dies seit 2009 in NRW verboten ist.

 

Jumanji kehrt zurück

Fans sind überrascht und freuen sich auf den nächsten Teil der bekannten und gelungenen Filmreihe „Jumanji“. Jake Kasdan, der Regisseur des Films „Jumanji: Willkommen im Dschungel“,  kehrt zurück.

Von Lisa Laumen, Klasse 8b, Gymnasium an der Gartenstraße

Die Neuverfilmung des ersten Teils mit Dwayne Johnson, Jack Black und Kevin Hart erschien am 21.12.2017 im Kino. Davor wurde am 22.02.1996 der erste Teil mit Robin Williams, Jonathan Hyde und Kirsten Dunst veröffentlicht. Doch es wurde erst 2017 eine Neuverfilmung produziert. Die Mischung aus Fantasy und Action brachte den Produzenten ein begeistertes Publikum. Der Film von 2017 spielte über 962,1 Millionen USD ein. Nach 11 Jahren wurde dann die Neuverfilmung veröffentlicht. Diese handelt von vier Teenagern, die alle am gleichen Tag aus verschiedenen Gründen nachsitzen müssen. Sie müssen einen Kellerraum der Brantford High School ausräumen, doch dies wird ihnen schnell zu langweilig. Plötzlich entdeckt die Hauptperson namens Spencer einen veralteten Computer. Daraufhin sind die Teenager sich sicher, dass sie das unbekannte Spiel „Jumanji“ spielen. Jeder nimmt sich einen Controller, woraufhin alle einen Spiel-Charakter zugewiesen bekommen. Anschließend werden sie ins Spiel hineingezogen und jeder ist die Person, die er oder sie ausgewählt hat. Im Dschungel, in dem sie sich nun befinden, müssen sie vier Level mit den gegebenen Stärken und Schwächen der ausgewählten Personen bewältigen. Dies schaffen sie trotz vieler gefährlicher Abenteuer.

Die Besonderheit des Films ist die Mischung aus Fantasy, Action, Abenteuer und Comedy, die viele Fans zu Recht begeistert. Die vielen Spezialeffekte spielen eine große Rolle im Film, weshalb die Macher eine Auszeichnung gewonnen haben. Insgesamt gewann der Film zwei Auszeichnungen von Nickelodeon Kids´ Choice Award, außerdem für die Kategorie „Best Family Feature-Action-Adventure“. Die Fans freuen sich jetzt schon auf den wahrscheinlich gelungenen zweiten Teil, der am 12.12.2019 in den Kinos erscheint. Dort spielen die gleichen Schauspieler vom ersten Teil mit. Man kann sich nach dem erfolgreichen ersten Teil auf den zweiten Teil „Jumanji: The Next Level“ freuen.

Schaf Herbert (c) MonRo Ranch

Die MonRo-Ranch in Mönchengladbach: Ein Gnadenhof für alle Tiere

Waschbären, Ziegen, Pferde, Katzen, Schweine – All dies und mehr beherbergt die MonRo-Ranch. Mit Tatkraft, Eifer und viel Tierliebe kümmern sich die Ehrenämtler um die Tiere des Gladbacher Lebenshofs.

Von Sarah Meinhardt und Marlene Schüren, Klasse 8.1, Gesamtschule Hardt

Zurzeit genießen 75 Tiere die Pflege auf der Ranch auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern. Ein Lebenshof, auch Gnadenhof oder Tierasyl genannt, ist eine Auffangstelle für verschiedenste Tiere, zum Beispiel Haustiere und Wildtiere, bei der diese zur Pflege und gegebenenfalls zur Vermittlung sind.

Finanziert durch Spenden

Bereits im Jahr 2005 gründete das Ehepaar Kremers die zu Beginn als Pferdeschutzhof vorgesehene Ranch. Aber schnell entwickelte sie sich zu einer Anlaufstelle auch für andere hilfsbedürftige Tiere und wurde so zu einem Gnadenhof.

Auch ihren ungewöhnlichen Namen verdankt die Ranch diesen Menschen. Er setzt sich aus den Vornamen der Gründer, Monika und Roman, zusammen. Leider verstarb Monika Kremers bereits im Jahr 2013 und Roman Kremers im Jahr 2017.

Der gesamte Hof finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Diese bekommt das MonRo Ranch-Team aus Spendenaufrufen, Sommer- und Herbstfesten, gerichtlich verordneten Strafgeldern. Außerdem wird auf der Homepage und auf Facebook zum Spenden aufgerufen. Förderprojekte und die Besucher tragen ebenso einen Teil bei.

Seit dem 1. Juni 2019 ist die Ranch ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Petra Jansen und Michael Geneschen sind die Vorsitzenden des neu gegründeten Die MonRo Ranch e.V. und leiten so den Lebenshof.

Getragen von Ehrenamtlichen

Anja Langlitz ist Kassenwartin des Vereins und arbeitet seit zweieinhalb Jahren auf dem Hof. „Eigentlich wollte ich nur eine Spende abgeben, doch da dies auch meine Lebenseinstellung ist, bin ich hier hängen geblieben“, berichtet sie. „Ich helfe ausschließlich samstags und sonntags, da ich berufstätig bin. Allerdings erledige ich unter der Woche zusätzlich die Buchhaltung, weil ich im Vorstand sitze.“

Bei unserem Besuch gab es ein großes Thema: Auf der A61 hatte ein Lkw Dieselöl verloren, das in die Niers gekommen war und dort den Lebensraum vieler Wasservögel für eine Zeit verseucht hat. Jutta Olbricht, ein Mitglied des Die MonRo Ranch e.V., kümmerte sich gerade vor Ort um die Vögel, deren Gefieder durch Öl verschmutzt war.

Für Besucher ist die MonRo Ranch jeden Samstag und Sonntag zwischen 12 und 16 Uhr geöffnet. Dieses Angebot nehmen je nach Wetterlage unterschiedlich viele Leute wahr. Manchmal kommt niemand vorbei; manchmal sind es bis zu 30 Personen.

Schüleraustausch: Vom Ruhrgebiet nach London

Ende März, Anfang April dieses Jahres begab sich eien achte Klasse aus Hardt auf einen Schüleraustausch. Hier die Eindrücke.

Von Rebecca Richter, Luise Laumen und Judith Henle, Klasse 8.4, Gesamtschule Hardt

Vom 29.03. bis zum 05.04. nahm die Klasse 8.4 der Gesamtschule Hardt an einem Schüleraustausch teil. Die deutschen Schülerinnen und Schüler flogen für eine Woche nach London und wurden dort direkt herzlich von ihren Austauschpartnern begrüßt.

Die Klasse wurde auf zwei verschiedene Schulen aufgeteilt. Neun Schüler besuchten die William-Perkin-School und sechszehn Schüler die Twyfort-High.

Am Freitag, Samstag und Sonntag wurden Aktivitäten mit den Austauschfamilien unternommen. Am Montag sahen sich alle zu den gemeinsamen Klassenaktivitäten wieder.

Die Klasse besuchte viele verschiedene Sehenswürdigkeiten in London, wie zum Beispiel den Buckingham Palace, den Nullmeridian in Greenwich, Skygarden und noch viel Weitere.

Die Schülerinnen und Schüler nahmen sehr viel aus diesem Austausch mit. Unserer Meinung nach sollte jede Schule einen Austausch anbieten. Er war eine sehr bereichernde Erfahrung, da sich die Englischkenntnisse verbesserten und neue Freundschaften geknüpft worden sind.

Der „Eine-Welt-Kiosk“ in Rheydt

Die evangelische Kirchengemeinde Rheydt betreibt einen „Eine-Welt-Kiosk“, in dem fair gehandelte Lebensmittel verkauft werden.

Von Dana Haberhauer, 8a, Hugo-Junkers-Gymnasium Mönchengladbach

Der Wille etwas zu bewirken, weckte mein Interesse und nach einigen Gesprächen und Informationen traf ich die Entscheidung, Teil des Teams vom „Eine-Welt-Kiosk“ zu werden. Der freundliche Vikar der evangelischen Kirchengemeinde Rheydt, Nico Ballmann, bezog mich herzlich in das Team ein und auf Anhieb fühlte ich mich nützlich und dazugehörig.

Das Projekt für den guten Zweck ist nur ein ganz kleiner Teil eines weltweit über-greifenden Interesses, die Türen zum fairen Handel zu öffnen, Kleinbauernfamilien zu unterstützen und Kinderarbeit zu unterbinden.

In dem „Eine-Welt-Kiosk“ gibt es qualitativ hochwertigen Produkten, die alle fair gehandelt (Fairtrade) sind und teilweise auch biologisch angebaut. Es gibt zum Beispiel mit Schokolade überzogene Mangos von den Philippinen, Rotwein aus Afrika, Tee, Kekse und andere Leckereien aus aller Welt.

Mit jedem Kauf eines Produkte kommen die Engagierten hinter dem Kiosk dem Ziel näher, die Arbeitsumstände vieler Bauern zu verbessern und arbeitenden Kinder eine Perspektive zu geben.

Mit der Sparkasse in den Heide-Park

Der S-Club ist das Zusatzangebot, was junge Menschen bei der Stadtsparkasse erhalten, wenn sie dort ein Konto eröffnen.

Von Lina Busch, 8a, Hugo Junkers Gymnasium Mönchengladbach

Seit 1988 können Jugendliche ab 12 bis 21 Jahren für nur einen Euro im Monat Mitglied im S-Club der Stadtsparkassen werden. Jedes Mitglied bekommt ein eigenes Konto, einschließlich einer Kontokarte und einer S-Clubkarte.

In jeder Sparkassenfiliale erhält man ein Anmeldeformular, das bei nicht volljährigen Jugendlichen auch von den Eltern unterschrieben werden muss. Nach dem Ausfüllen kann man das Formular mit der Post an die Stadtsparkasse senden oder direkt in der Filiale abgegeben.

Der S-Club plant dann für seine Mitglieder Veranstaltungen und Aktivitäten. Es werden zum Beispiel Ausflüge zum Phantasialand oder zum Heide Park Soltau organisiert, die nicht viel kosten. So können auch Familien mit wenig Einkommen, ihren Kinder solche Ausflüge ermöglichen. „Ich findet es super, dass der S-Club so tolle Fahrten anbietet“, erklärt die 15-jährige Charlotte, „so kann ich mit meinen Freunden zusammen Freizeitparks besuchen und wir haben echt eine Menge Spaß zusammen.“

Neben Ausflügen werden auch Kurse angeboten, die die Mitglieder besuchen können. Mögliche Kurse sind der Erste-Hilfe-Kurs oder auch der Babysitter-Kurs. Am Ende eines jeden Kurses bekommt man eine Bescheinigung darüber, dass man an dem Kurs teilgenommen hat und entsprechende Kenntnisse besitzt. Außerdem gibt es mit der S-Clubkarteeinige Vergünstigungen, zum Beispiel im Kino Coment Cine Centers. Dort kosten die Plätze mit S-Clubkarte im Parkett nur 5 Euro und in der Loge nur 6 Euro.

Um immer zu wissen, welche Kurse gerade angeboten werden oder welche Ausflüge demnächst stattfinden, bekommt jedes Mitglied alle zwei Monate eine S-Club-Zeitung.

Das Bienensterben geht weiter

Seit Beginn der Bienendokumentation geht die Zahl der Bienen zurück. Was können wir tun?

Von Benjamin Konrad, 8a, Hugo-Junkers-Gymnasium Mönchengladbach

Bienen sind enorm wichtig für die Welt und ihre Bewohner. Das sagte schon Albert Einstein. „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr“, war seine Aussage. Auch wenn die Situation durch andere bestäubende Insekten wie Schmetterlinge und Fliegen nicht ganz so drastisch ist, müsste der Mensch sein Leben extrem ändern und an einigen Stellen reduzieren.

Die weltweite Population der Bienen war schon seit dem Beginn der Bienendokumentation Ende des 19. Jahrhunderts rückläufig und nun geht sie schon eine gewisse Zeit lang jährlich mehr als zehn Prozent zurück. Es gibt viele Gründe. Als Mensch kann man allerdings auch auf bestimmte Dinge achten, um dem Bienensterben entgegen zu wirken.

Die Probleme der Bienen sind verschiedene, viele aber stammen vom Menschen. Die Milbe (Varroa destructor) zum Beispiel: Ursprünglich aus dem asiatischen Raum befällt sie Bienenstöcke und saugt Bienen und anderen Insekten das Blut aus. Danach leg sie Eier in die Waben der Bienen und so sind die Bienen wehrlos.

Auch die konventionelle Landwirtschaft trägt einen großen Teil zum Bienensterben bei, da die Insektizide auf den Feldern ebenfalls viele Bienen töteten. Monokulturen, die heute auf fast jedem Feld anzutreffen sind, haben schon lange andere Blühpflanzen vertrieben und bedeuteten: keine Nahrung für suchende Bienen. Normalerweise leben einige Bienen in totem Holz, das sich über Jahre in sämtlichen Wäldern ansammelt, wenn man es denn lassen würde. Doch dieses Totholz wird durch die heutige Forstwirtschaft aus den Wäldern entfernt und bietet den Bienen wieder einen Lebensraum weniger. Während die Biene also rasant weniger wird, sind ihre natürlichen Feinde nicht vom Aussterben bedroht und vermehren sich eher noch.

In den Privatgärten vieler Menschen konnten Bienen lange Zeit gut leben und überleben, doch es würden immer wieder bienenschädliche Unkrautvernichter eingesetzt, die den Bienen auch dort keine Chance lassen würden, berichteten einige Experten.

Zum Vergleich: Im Jahre 1990 lebten noch 1,1 Millionen Honigbienenvölker in Deutschland. 2015 waren es nur noch 700.000. Von den 560 Wildbienenarten in Deutschland sind mehr als die Hälfte stark bedroht. Es wurden 555 Bienenarten auf ihre Gefährdung geprüft: 38 Arten galten als „ausgestorben oder verschollen“, 25 Arten als „vom Aussterben bedroht“, 24 als „extrem selten“, 81 Arten als „stark gefährdet“ und 88 Bienenarten als „gefährdet“. Als „Gefährdet in unbekannten Ausmaß“ galten ebenso 33 Arten.

Wie könnte man Bienen denn unterstützten, fragen sich dann viele. Bei dem Kauf von Bio-Waren vermeidet man schädliche Insektizide und oft auch Monokulturen. Außerdem fördert man so im besten Fall die ökologische, bedürfnisorientierte Bienenhaltung. Auch könnte man, egal ob großer Garten oder kleiner Balkon, Insektenhotels und Nisthilfen aufstellen, raten Experten. Wenn anders geholfen werden wolle, seien Pflanzen, die für Bienen besonders attraktiv seien, genauso hilfreich. Schachtelbrettblumen, Lavendel oder Kornblumen zum Beispiel können den Bienen sehr helfen.

Eine Liste mit weiteren Blütenpflanzen, die sich gut als Bienenweiden (Pflanzen, die mit viel Nektar und Blütenpollen Nahrungsgrundlage für Bienen und Bestäuber bieten) eignen, gibt es unter provieh.de/bee-with-me. An einem Beispiel erkennt man die Ausmaße des Bienensterbens schnell:In großen Teilen Chinas mussten Obstbauern ihre Plantagen mit der Hand bestäuben, da keine Bienen mehr existierten. Dies dauerte nicht nur bedeutend länger, sondern kostete einige Bauern sogar ihre Existenz.

Hockey in Mönchengladbach

Alles begann mit einem Probetraining in der Schule. Nun spiele ich seit zwei Jahren begeistert Hockey.

Von Diana Bagin, 8a, Hugo-Junkers-Gymnasium

In der fünften Klasse gab es ein Probetraining, bei dem der Trainer uns beim Spielen zusah. Später wurde uns mitgeteilt, wer alles in die Hockey AG kommen durfte. So begann das Ganze und ich habe mich seitdem auf jedes Training sehr gefreut. Im Winter spielen wir in der Sporthalle unserer Schule und im Sommer spielen wir im Grenzlandstadion.

Beim Hockey entscheidet die Technik, die Geschicklichkeit und die Kreativität und nicht die Kraft oder Muskeln. Hockey können sowohl Jungs als auch Mädchen ausüben, was mich gleich an dieser Sportart begeistert hat. So muss niemand auf Klischees achten. Schön ist außerdem auch, dass der Sport das Gemeinschaftsgefühl stärkt und den Teamgeist fördert.

Max geht ebenfalls auf das Hugo-Junkers-Gymnasium. Er spielte schon vor der AG Feldhockey. Im Herbst 2011 nahm ihn ein Freund mit zum Training und er lernte dort sofort viele neue Freunde kennen. Besonders mag er die Hockey Camps, die beim Rheydter Hockey Club durchgeführt werden. Er erinnert sich immer wieder gerne an den Moment, als er und sein Team vor sechs Jahren Zweiter bei einem Turnier wurden.

In Mönchengladbach wird viel Hockey gespielt. Die Herren-Hockeymannschaft des GHTC holte sich 1996 den Pokal des Deutschen Hockeybundes. Im folgenden Jahr holten sie sich sogar den Europapokal aus England. Es gibt ein sehr schönes Hockeystadion in Mönchengladbach, das leider zu wenig benutzt wird. Aber es fanden in dieser Stadt auch schon große Turniere statt und dieses Jahr wird es wieder eins geben.

Bombenentschärfung in Gladbach

Noch immer liegen viele Blindgänger in der Region. So werden sie unschädlich gemacht.

Von Simon Breuer, 8b, Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach

Es ist Montag, 19.00 Uhr. Anders als sonst ist der Gladbacher Hauptbahnhof menschenleer. Die Polizei evakuiert das Gebiet rund um den Bahnhof. Doch was ist der Grund? Nach Auswertung alter Luftbilder und einer gezielten Suche wurde Tage zuvor in einer nahe gelegenen Baugrube eine alte Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, die nach dem Aufprall nicht explodierte und nun entschärft werden soll. Dazu müssen 12.000 Menschen im Umkreis von 300 Metern um den Fundort die Häuser verlassen.

Es ist 20.00 Uhr, die Evakuierung ist abgeschlossen. Nun können endlich die Experten vom Kampfmittelräumdienst mit ihrer lebensgefährlichen Arbeit beginnen. Nur Dirk Putzer, ein Entschärfer mit 25 Jahren Berufserfahrung, und ein jüngerer Kollege begeben sich in die hell erleuchtete Baugrube. Die Bombe befindet sich in einer ungünstigen Lage, senkrecht im Boden in 4,50 Meter Tiefe, unter dem Fundament des benachbarten Hauses beziehungsweise genau auf der Grundstücksgrenze. Die Aufschrift auf der Bombe (500 LB/AN M 64) ist noch gut lesbar und lässt Dirk Putzer schnell erkennen, dass es sich um eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe mit Heckzünder handelt, in welcher sich 125 Kilogramm Sprengstoff befinden. Eine direkte Sicht auf den Zünder ist in dieser Lage nicht möglich. Daher muss die Bombe erst einmal vorsichtig auf die Seite verlagert werden. Dirk Putzer erklärte dazu später: „Eine Verlagerung einer bezünderten Bombe sollte man auch nur in Ausnahmefällen vornehmen – so wie hier in Mönchengladbach.“

Auch mehr als 73 Jahren nach Ende des zweiten Weltkrieges stellen solche Blindgänger eine tödliche Gefahr dar. „Da wir aber gut ausgebildet wurden, ist die Gefahr gering, aber dennoch präsent. Wir haben Respekt, sind aber nicht nervös,“ sagt Dirk Putzer. Die Bombe liegt jetzt auf der Seite. Nun kann der Zünder begutachtet werden. Es handelt sich um einen Aufprallzünder. Es gibt auch Bomben mit Langzeitzünder, deren Entschärfung unmöglich ist.

Dirk Putzer und sein Kollege haben Glück, der Aufprallzünder befindet sich in einem guten Zustand. Wäre er beschädigt oder verrostet, müsste die Bombe ebenso wie solche mit Langzeitzünder kontrolliert vor Ort gesprengt werden. Mit einer einfachen Rohrzange kann Dirk Putzer den Zünder entfernen und den Blindgänger unschädlich machen.

Nach 35 Minuten ist die Arbeit getan, alle atmen auf. Es wird Entwarnung gegeben. Die Menschen kehren in die Häuser zurück. Der Bahnhof und sein Vorplatz füllen sich langsam wieder. Zum Abtransport wird die jetzt harmlose Bombe in ein Fahrzeug des Kampfmittelräumdienstes geladen.

Doch nicht jede Entschärfung läuft so reibungslos wie diese. Im Juni 2010 kamen in Göttingen drei Entschärfer durch eine Bombe mit Langzeitzünder ums Leben. Im zweiten Weltkrieg wurden circa 700.000 Tonnen Bomben auf Städte in Nordrhein-Westfalen abgeworfen. Dies entspricht fast der Hälfte aller auf Deutschland abgeworfenen Bomben. Man geht davon aus, dass zwischen 10 bis 30 Prozent dieser Bomben nicht detoniert sind. 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen 217 Bomben entschärft, die je mindestens 50 Kilogramm wogen. Es ist davon auszugehen, dass Dirk Putzer und seine Kollegen noch viele viele Jahre mit Bomben zu tun haben werden.

Magischer Escape Room

Harry Potter ist auch zwanzig Jahre nach dem Erscheinen des ersten Buches noch im Trend. Escape Rooms ebenfalls. In Krefeld verbinden sich die beiden Phänomene und ziehen zahlreiche Besucher in ihren Bann. Aber lohnt sich ein Besuch?

Von Oliver Hollaus, 8b, Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach

KREFELD. Ein heruntergekommenes Gebäude mit einem Möbelgeschäft, der Eingang ins Abenteuer ist schwer zu finden. Endlich ein kleiner Hinweis am Klingelschild: „Unter Verschluss“ – hier kann man, wenn man das abschreckende Treppenhaus überwunden hat, eintauchen in die magische Welt des wohl bekanntesten Zauberschülers der Literatur.

Die „Harry Potter“ Bücher der englischen Autorin J. K. Rowling inspirieren seit April 2018 zwei Themenräume im Krefelder Escape Room „Unter Verschluss“ an der Friedrichstraße. Hier vereinen sich zwei Bereiche, die viele Menschen im Moment ansprechen, nämlich die magischen Abenteuer Harry Potters – der aus lizenzrechtlichen Gründen zwar nicht namentlich erwähnt werden darf, aber durch viele Accessoires allgegenwärtig ist – und der Spaß am Lösen von Rätseln auf der gespielten Flucht aus einem abgeschlossenen Raum.

Escape Games als kleine Abenteuer

Escape Rooms erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Aber was muss man sich überhaupt darunter vorstellen und was macht ihren Reiz aus? Escape Rooms sind Freizeitaktivitäten, bei denen eine Gruppe in einen Raum „eingesperrt“ wird und dort 60 Minuten Zeit hat Rätsel zu lösen, um zu entkommen oder eine Aufgabe zu erfüllen. Gelingt dies, ist das Spiel gewonnen. Im Vordergrund stehen dabei Teamwork, Kommunikation, Kreativität und logisches Denken. Die Gruppen werden dabei meist in ganz neue Welten versetzt. In Krefeld zum Beispiel in die Zauberschule Hogwarts oder auf eine Pirateninsel. Die Kombination aus Spannung und Gruppenerlebnis hat inzwischen eine große Fangemeinde. Ob als Familienausflug, Event zum Junggesellenabschied oder zur Stärkung des Teamgeists in Schulklassen oder unter Kollegen – in vielen größeren Städten gibt es heute Escape Rooms zu den unterschiedlichsten Themen.

Harry-Potter-Fans und Liebhaber der Escape Games werden bei „Unter Verschluss“ auf die Suche nach einem magischen Ring oder in die Winkelgasse, die hier „Wilbursgasse“ heißt, geschickt und müssen in beiden Fällen die Welt der Zauberer retten.

Ein Familienerlebnis der besonderen Art

„Meine Kinder lieben die Harry-Potter-Welt, deshalb wollten wir das Abenteuer gemeinsam wagen“, erzählt Robert Hollaus. Der 36-jährige Familienvater ist begeistert von den Erlebnissen bei „Unter Verschluss“. Er ergänzt: „Heute sind wir schon das zweite Mal hier. Im Herbst haben wir die „Schule der Magie“ erfolgreich gelöst – beinahe in letzter Sekunde.“ Und jedes Familienmitglied habe mit seinen Ideen und seinem Können zum Erfolg beigetragen. „Das war ein richtig gutes Gefühl“, resümiert der Grevenbroicher.

Der Familie hat eine Mitarbeiterin des Escape Rooms, die den Spielverlauf über eine Kamera beobachtet hat, wenn es gar nicht weiter ging, bei der Lösung der Rätsel mit kleinen Tipps geholfen. Diese erscheinen auf einem kleinen Monitor über der Tür. Der neunjährige Jonas Hollaus bemängelt allerdings: „Häufig kamen die Tipps erst dann, wenn wir die Situation gerade schon selbst gemeistert hatten.“ Das schreiben auch Besucher in den Bewertungen im Internet. Hier wird auch angemerkt, dass anders als Fotos auf Facebook und Co. zeigen, keine vollständigen Kostüme zur Verfügung gestellt werden und – ein absolutes No-Go in anderen Escape Rooms – die Mitarbeiter zum Teil zum Helfen in den Raum kommen. Das störe den Spielverlauf erheblich, weil das plötzliche Öffnen der Tür die Spieler aus ihrer Phantasiewelt reiße, schreibt ein Besucher auf Facebook.

Dem Spaß der Familie Hollaus tat dies insgesamt keinen Abbruch. Auch „Wilbursgasse“ haben sie inzwischen gemeistert. Im November 2018 wurde der Raum „Schule der Magie: Ring“ durch „Schule der Magie: Dunkles Geheimnis“ ersetzt. Die Grevenbroicher haben bereits einen Termin dort gebucht. Denn man muss schnell sein, die Themenräume sind zumindest an den Wochenenden bereits bis ins Frühjahr hinein ausgebucht. Doch es gibt Hoffnung: Eine Mitarbeiterin verrät den Wiederholungstätern beim Abschied: „Unser Piratenraum wird wegen der großen Nachfrage auch zum Harry Potter Raum umgebaut.“ Das Thema des neuen Raumes bleibt allerdings bis April 2019 ein magisches Geheimnis.