Archiv der Kategorie: Neuss

Sternsingen trotz Corona
: Die Sternsinger in Holzheim gehen neue Wege

Von Lea Krause und Mia Holländer, Klasse 8c, Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg, Neuss

Jedes Jahr gehen Kinder als Sternsinger verkleidet durch die Straßen und sammeln Geld für gute Zwecke. Doch durch die neuen Corona-Schutzregeln, die das Klingeln, das Singen und das Annehmen von Spenden untersagen, war dieses Jahr alles anders.
Am 09.01.2021 verteilten 43 Sternsinger in Holzheim gemeinsam mit ihren Begleitern Segenspakete in die Briefkästen der Einwohner der Stadt. Die Segenspakete enthielten Informationen zum Sternsingen, zum diesjährigen Beispielland Ukraine, einen Segensaufkleber, selbstgemalte Bilder und Informationen zur Spendenaktion, die in diesem Jahr ausschließlich online ablief. Die Spendenaktion dauerte zwei Monate. Zwar wurde weniger Geld als in den Jahren zuvor gesammelt, doch jeder Cent zählt für Kinder in der Ukraine.
Die Einwohner Holzheims freuten sich sehr, so auch eine 81jährige Einwohnerin: „Ich bin so glücklich, dass die Aktion nicht ausgefallen ist. Jedes Jahr freue ich mich riesig, wenn die Sternsinger mich besuchen und den Segen 20*C+B+M+21 mit der Kreide, die vorher in der Kirche gesegnet wurde, an meine Hauswand schreiben. Auch wenn ich den Segensaufkleber dieses Jahr selbst an meine Tür kleben musste, bin ich sehr dankbar, dass es so viele Menschen gibt, die dies ermöglicht haben.“ Auch die Sternsinger waren stolz darauf, dass sie die Holzheimer in diesem besonderen Jahr glücklich machen konnten. Natürlich hoffen alle, dass der Segen im nächsten Jahr wieder persönlich überbracht werden kann.

Sollte das Schuljahr wegen Corona wiederholt werden?

Von Jule, Kim, Pauline und Annika aus der Klasse 8c, Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg, Neuss

Kommentar zu einem Vorschlag des Familienverbandes NRW

Petra Windeck, Geschäftsführerin des Familienverbandes NRW, wurde im WDR deutlich und sagte: „Wir bleiben an dieser Stelle alle stehen, und hören auf von den Eltern zu verlangen, als Lehrer zu fungieren. Alle bleiben sitzen!“ Windeck macht den radikalen Vorschlag, aufgrund der Corona-Pandemie, alle Schülerinnen und Schüler dieses Schuljahr wiederholen zu lassen.

In vielen Familien gilt die Pandemie als „Stresstest“, da Home-Office und Home-Schooling vereint werden müssen. Lernschwache Schüler hätten eine Chance ihre schulische Leistung zu verbessern, wenn sie das Jahr wiederholen würden. Allerdings sprechen viele Fakten auch gegen diesen radikalen Vorschlag. So müssten auch Schüler, denen der Online-Unterricht keine Probleme bereitet, sitzen bleiben. Dazu kommt, dass Schüler, die zurzeit ihr letztes Schuljahr absolvieren, ihre Planungen wie ein Studium oder eine Ausbildung verschieben müssten. Außerdem gäbe es dann im kommenden Schuljahr doppelt so viele Erstklässler, da Kindergartenkinder nachrücken und die jetzigen Erstklässler wiederholen müssten. Grundschulen haben jedoch gar nicht die Möglichkeiten einen weiteren Jahrgang aufzunehmen. Die aktuellen achten Klassen müssten sogar zwei Jahre länger zur Schule gehen, weil sie der letzte Jahrgang mit G8 sind. Der Lehrerverband befürchtet, die Lernmotivation könnte beim Sitzenbleiben sinken. Schüler sollten die Möglichkeit haben, in Absprache mit den Lehrern das Schuljahr freiwillig zu wiederholen. Für die schwächeren Schüler könnten in den Ferien außerdem Lerngruppen zum Nachholen angeboten werden. Wir finden, dass nicht alle Mühen und Anstrengungen der Schüler im Coronajahr umsonst gewesen sein sollten.

Schulalltag in der Corona-Pandemie

Wie gehen Schüler mit der Pandemie um? Welche Maßnahmen werden getroffen?

Von Pauline Hopen, Klasse 8a, Gymnasium Norf

Zurzeit ist das Corona-Virus überall. Seit dem Beginn des neuen Schuljahres sind auch die Schulen wieder geöffnet, allerdings müssen sich die Schüler ein paar Maßnahmen unterziehen. Diese aktuellen Maßnahmen empfinden die meisten Schüler am Gymnasium Norf zwar nicht mehr als Qual, dennoch hätten fast alle lieber Homeschooling. An die Masken im Unterricht sind die Schüler mittlerweile gewöhnt, auch der Abstand und das Einbahnstraßensystem sind für die Schüler kein Problem, der spätere Schulbeginn kommt den Schülern sogar entgegen und das Desinfizieren der Tische erscheint effektiv, doch über die offenen Fenster beschweren sich die Schüler regelmäßig. Sara Alina Savas, Klasse acht, erläutert ihre Meinung über die aktuelle Lage: „Das Einbahnstraßen-Verfahren finde ich unnötig, ebenso wie das Durchlüften, da wir regelmäßig Atempausen bekommen. Aber das Desinfizieren der Tische ist sinnvoll, die Masken jedoch nur nervig!“ Lea Wegner, ebenso achte Klasse, sagt, dass Homeschooling als Schutzmaßnahme am besten sei, da die Schüler in der Klasse viel zu dicht zusammen säßen.

Ein anderer Nachteil ist, dass die Fahrradständer während der Pandemie immer voller geworden sind, weil nicht mehr so viele Schüler mit dem Bus fahren können. Die Lehrer haben es da etwas einfacher, sie müssen während des Unterrichts keine Maske tragen und sich auch nicht wirklich an das Einbahnstraßensystem halten, was viele Schüler ungerecht finden. Der Schulstoff ist auch nach wie vor der gleiche, das einzige was sich in Schulen geändert hat, ist das Zusammenleben mit anderen Schülern: Da auch keine Klassen gemischt werden dürfen, sehen sich die Schüler verschiedener Klassen nur in den Pausen.

Auch beim Sportunterricht hat sich einiges verändert, die Turnhallen werden zwar noch genutzt, aber nur für höchstens zwei Klassen, der Rest muss in den Kellerräumen Unterricht machen oder in die Turnhalle der Grundschule gehen. In der Turnhalle müssen sich dann die Jungen umziehen, während die Mädchen in zwei Umkleiden aufgeteilt werden.
Auf die Sitzordnung wird auch geachtet, in jedem Raum hat jeder seinen festen Platz und Sitzpartner.

Zu all diesen Regeln äußert sich Ulrike Hopen, Lehrerin einer Hauptschule in Düsseldorf: „Ich finde das alles angemessen, die Leute müssen beschützt werden, was nur funktioniert, wenn diese Regeln eingehalten werden. Allerdings wäre es meiner Meinung nach effektiver die Schulen für absehbare Zeit komplett zu schließen, um die Ansteckungsgefahr weiter zu verringern.
Doch auch wenn viele, strenge Regeln gelten freuen sich die meisten Schüler, dass sie überhaupt noch irgendwie etwas lernen können und nicht in Quarantäne sind.

Wie gehen Schüler*innen mit der Pandemie um?

Nicht nur Masken, kalte Klassenräume und Abstand sind täglich Teil im Leben der Jugendlichen. Aber wie genau erleben sie ihren Schulalltag?

Maya Zahr, Klasse 8, Gymnasium Norf

Neuss: Die Schule beginnt für die Schüler*innen des Gymnasium Norf um 8:15 Uhr. Die Uhrzeit wurde geändert, damit es in den Bussen nicht so voll ist und sich die Schüler der Gesamtschule nicht mit denen des Gymnasiums vermischen. So werden weitere Infektionsketten vermieden.
Sobald die Schüler*innen das Schulgelände betreten, müssen die Masken getragen werden. Seit den neuen Corona-Regeln, die seit Anfang November gelten, dürfen wir die Maske nur in sogenannten „Atem-Pausen“ abnehmen. Im Unterricht kann das zwar anstrengend sein, ist aber unbedingt notwendig, um das Virus einzudämmen.

Wenn Schüler den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten, werden sie von den Lehrern darauf hingewiesen. Außerdem werden vor jeder Stunde, die man in einem neuen Raum verbringt, die Tische desinfiziert. Genauso müssen wir die Hände beim Betreten des Gebäudes desinfizieren. Wenn im Musikunterricht mit kleineren Instrumenten gearbeitet werden soll, müssen diese ebenfalls desinfiziert werden.

In den Klassenräumen sind die Fenster durchgehend geöffnet, weshalb die Schüler*innen sich warme Kleidung mitbringen sollten. Trotz der ganzen Regeln sind wir froh, in die Schule gehen zu können und unsere Freunde zu sehen, anstatt zu Hause zu sitzen und nur virtuellen Unterricht machen zu können. Es ist schwierig, alle Regeln einzuhalten, aber wir geben unser Bestes um andere zu schützen.

Plastik ist überall

Sie können klitzeklein wie die Fusselchen eines Radiergummis sein, die beim Radieren entstehen – oder so groß wie ein LKW-Anhänger … Kunststoffe.

Von Azra Nebahat Saygili, 8c, Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Neuss

Egal wo wir sind, was wir machen oder wie wir es machen: Er ist immer dabei, der aus kleinen chemischen Bausteinen bestehende Kunststoff. Der Kunststoff wird meist aus den nicht erneuerbaren Rohstoffen Erdöl, Kohle oder Erdgas gewonnen. Seit 1990 wurden ungefähr 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert, das entspricht dem Gewicht von 80.000.000 Blauwalen.

Nur 2,5 Milliarden Tonnen Plastik befinden sich noch im Einsatz und ungefähr 5 Milliarden Tonnen liegen auf dem Müll oder sind verbrannt worden. Mittlerweile schwimmt eine Plastiksuppe, so groß wie ganz Mitteleuropa, im Meer. Was für Schaden Plastik für die Natur und für den Menschen haben kann, ist uns beim Produzieren und Konsumieren gar nicht bewusst. Bis eine Plastikverpackung, zum Beispiel die einer Chipstüte, abgebaut wird, kann es bis zu 80 Jahren dauern.

Die Reise einer Chipstüte

Wir begleiten eine Chipstüte: In diesen Tagen kann es dazu kommen, dass eine stürmische Wolke aufzieht und ein kräftiger Wind die Tüte in die Nähe des Rheins weht. Nach einigen Monaten hat die Chipstüte vielleicht nicht mehr die Gestalt einer Tüte, jedoch ist sie immer noch da und wartet darauf, mit einem leichten Wind in den Rhein zu gelangen und von dort aus ihre Reise zu beginnen. Denn wenn sie erst einmal im Wasser ist, fängt ihre Reise erst richtig an: Es geht zum Mittelrhein und von dort aus in den Niederrhein. Aufgrund des Wetters muss sie leider stoppen, doch nach mehreren Tagen wehen starke Winde und begleiten die Chipstüte weiter. Nachdem unsere Tüte auch den Deltarhein überwunden hat, erreicht sie ihr Ziel und zwar die Nordsee. So gelangt eine erstmals harmlos erscheinende Chipstüte in das Meer.

Und wie groß die Schäden von Plastik im Meer sein können, ist leider nicht allen Menschen bewusst. Immer wieder verschlucken Tiere Plastikteile, da sie die kleinen Teilchen für Nahrung halten. Vor allem Wassertiere sind von diesen Fällen schwer betroffen. Vor einigen Jahren untersuchte die US-Meeresbiologin Miriam Goldstein kleine Krebse namens Seepocken. Es stellte sich heraus, dass jeder dritte der kleinen Krebse Plastikteilchen im Körper mit sich trug. Immer wieder finden Wissenschaftler in Meerestieren Mikroplastik, so auch in Muscheln und in Garnelen.

Somit gelangt das Plastik unserer Chipstüte, durch das Essen von Meeresgerichten, nach langer Odyssee wieder zu uns, und zwar direkt in unseren Körper.

Plastik ist also eine Gefahr für alle Lebewesen und wir Menschen tragen daran die Schuld, denn wir sind es, die tonnenweise Plastik herstellen. Und auch wenn wir glauben, wir würden unseren Plastikmüll fachgerecht entsorgen, landet trotzdem ein großer Teil in der freien Natur. Um dies zu vermeiden, können wir alle mithelfen, indem wir versuchen, so wenig Plastik wie möglich zu verbrauchen.

Macht mal was anderes als all die anderen

Habt ihr nicht mal Lust, etwas Neues auszuprobieren? Vielleicht eine neue Sportart? Etwas anderes als Fußball, Ballett, Basketball oder Turnen. Wie wäre es mit etwas, das niemand sonst aus deiner Klasse macht? Badminton oder Cheerleading zum Beispiel.

Von Patricia Flachs und Felicia Sommerfeld, 8e, Gymnasium Marienberg Neuss

Vielleicht denkt ihr jetzt „Och… nee…“ Aber gebt dem Sport eine Chance und lest es euch wenigstens durch. Es ist nämlich viel mehr, als nur einen Ball mit einem Schläger zu treffen oder ein wenig mit Puscheln zu wedeln.

Badminton

Badminton ist schon ein sehr alter Sport und um einiges anspruchsvoller, als man denkt. Beim Badminton geht es hauptsächlich um Ausdauer, Koordination und Geschicklichkeit. Etwas Vergleichbares wie Badminton gibt es schon seit mehr als 2000 Jahren, es gab nur andere Namen dafür und als Material wurde häufig Holz benutzt. Damals trug es den englischen Namen „Battledore and Shuttlecock“. Im Französischen wurde der Sport „Jeu de volant“ genannt. In der Barockzeit war Badminton eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des höfischen Adels und der Rekord aus dem Jahre 1830 beläuft sich auf 2117 Schläge für einen Ballwechsel.

Den heutigen Namen verdankt das Spiel dem englischen Landsitz des Duke of Beaufort aus der Grafschaft des Gloucestershire. Auf dem Landsitz Badminton House wurde 1872 das Spiel als „Poona“ vorgestellt. 1893 wurde dann in England der erste Badmintonverband gegründet. 1899 fanden die ersten „All England Championships“ statt. 1902 wurde in Deutschland der erste Badmintonsportverein auf dem europäischen Festland gegründet. Die ersten deutschen Meisterschaften fanden am 17. und 18. Januar 1953 in Wiesbaden statt.

Aber jetzt genug der Geschichte, denn wir widmen uns jetzt mal ein wenig dem Ablauf. Ein Training kann zum Beispiel so aussehen: Man beginnt damit, dass man sich einläuft oder ein Aufwärmspiel spielt. Danach macht man ein paar Dehnübungen und dann schnappt sich jeder einen Ball und versucht so gut wie möglich ihn hochzuhalten. Dann sucht sich jeder einen Partner und spielt sich ein. Wenn jeder aufgewärmt ist, wird entweder ein Parcour in Auftrag gegeben oder man wird je nach Übungsbedarf in verschiedene Gruppen aufgeteilt und bekommt Aufgaben. Wenn dann alles erledigt ist, kann man frei spielen.

Cheerleading

Beim Cheerleading jedoch geht es ganz anders zu. Cheerleading ist ein vielfältiger Sport aus Akrobatik, Tanz und Turnen. Auch Cheerleading ist schon sehr alt. Dieser Sport kommt aus den USA und wurde 1898 gegründet. Ursprünglich waren nur Männer Cheerleader.

Es werden menschliche Pyramiden gebaut, die Stunts heißen. Dabei gibt es eine Main- und eine Side Base, die sich gegenüber stehen und den Flyer. Nach einem Wurf fangen sie den Flyer meist in Liegeposition wieder auf. Die Back, auch Backspot, steht hinter dem Stunt und hilft dem Flyer in den Stunt. Außerdem erleichtert sie die Bases, indem sie den Flyer an den Fußgelenken fasst. Durch Counten koordiniert sie den Stunt und nach dem Werfen fängt sie den Flyer meistens unter den Armen.

Eine der wichtigsten Positionen ist der Flyer. Er wird gehoben und geworfen und vollführt einen Stunt und in der Luft verschiedene Motions und Figuren. Manchmal gibt es noch eine Front. Er oder sie steht vorne und hilft, indem sie zum Beispiel die Beine des Flyers nach einem Wurf mitfängt. Beim Stunten gibt es Stuntgroups, die aus mindestens zwei und maximal fünf Personen bestehen. Manchmal setzt man auch mehrere Stuntgroups zusammen, das ergibt dann eine Pyramide. Die Anzahl der Teilnehmer ist unbegrenzt.

Wenn die Bases sich an den Handgelenken fassen, sodass eine Art Korb entsteht, der Flyer sich reinstellt und dann in die Luft geworfen wird, nennt man das Basket. Der Flyer vollführt in der Luft verschiedene Figuren, zum Beispiel einen Toe Tuch.

Dann gibt es natürlich noch das Tumblen. Dabei macht man Elemente aus dem Bodenturnen, wie zum Beispiel Radschlag, Handstand und Flick Flack, die ebenfalls in die Choreo eingefügt werden.

Bei einer guten Routine, also der Choreo, die man auf Meisterschaften zeigt, dürfen aber auch die Jumps nicht fehlen. Jumps sind Sprünge, die in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgeführt werden, auch hier gibt es wieder den Toe Touch, aber auch noch viel mehr. Je schwieriger ein Jump ist, umso mehr Punkte bekommt man auf Meisterschaften. Die Jumps können einzeln für sich, direkt vor dem Tumbling oder auch im Cheerdance ausgeführt werden. Es gibt Teams, die speziell auf den Dance (Tanz) ausgerichtet sind.

Und was natürlich nicht fehlen darf, sind die Props, die Requisiten. Es gibt natürlich die Pompons, aber auch Fahnen, Schilder und Pappmegafone und noch vieles mehr.

Beim Cheerleading kommt es auf Körperspannung und Ausdauer an, aber auch auf Teamzusammenhalt, Konzentration, Disziplin und auf das Interesse an verschiedenen Sportarten.

Wer jetzt noch denkt, dass Cheerleading einfach nur ein wenig Wedeln mit Puscheln ist, kann es ja selbst mal ausprobieren.

Wir Schüler wollen gesund essen

Zwei- bis dreimal in der Woche essen die Schülerinnen des Gymnasium Marienberg in der Schulmensa. Das Essen schmeckt ihnen aber nicht.

Von Sarah Dicks und Franka Alms, 8e, Gymnasium Marienberg Neuss

Seit der Einführung des Langtages (ein langer Tag ersetzt die späten Stunden an anderen Tagen der Woche) an den meisten Schulen in NRW essen viele Schülerinnen und Schüler zwei- bis dreimal in der Woche in der Schulmensa. Allerdings ist das Essen oft schon relativ kalt und teilweise einfach nicht nahrhaft genug. Für Kinder, die bis nachmittags in der Schule lernen, reichen ein trockenes Stück Fleisch und ein paar labbrige Pommes nicht aus.

In den kurzen Pausen holt man sich auch gerne mal einen kleinen Snack. Wenn dann aber der Obstbecher viel teurer ist als die Süßigkeiten, neigt man wohl eher zu etwas Ungesundem.

Wir Schüler wünschen uns etwas Gesundes zu einem fairen Preis auf unseren Tellern. Es wäre wünschenswert, wenn die Betreiber der Schulkantinen sich dies zu Herzen nehmen und uns ein ausgewogenes Essen anbieten würden.

Gestapelt mit dem Bus zur Schule

Um zu ihrer Schule zu kommen, müssen die Schülerinnen des Gymnasium Marienberg alle mit einem Bus fahren. In dem ist es dann viel zu voll.

Von Annika Servaes und Mona Bodem, 8e, Gymnasium Marienberg

Glehn/Neuss – Es ist Montagmorgen, 7.30 Uhr. Ich stehe mit meiner Freundin an der Bushaltestelle in Glehn und sehe endlich die Scheinwerfer des Busses auf uns zukommen. Schon wieder zehn Minuten Verspätung. Wir steigen ein und setzen uns so hin, dass wir unseren Freundinnen noch Plätze freihalten können, denn wir wissen, dass ab der nächsten Haltestelle alle Sitzplätze besetzt sein werden. Ein „Entschuldigung, darf ich mich hier hinsetzen?“, unterbricht unser Gespräch. Da weiß ich: Unsere Freunde müssen schon wieder stehen.

So ist das fast jeden Morgen in der Linie 864. Nach einer halben Stunde steigen wir an der Schule aus und können endlich unsere Freunde begrüßen. „Zum Glück ist der Bus an der Franz-Heinz-Hohenschutzstraße vorbeigefahren. Es tut mir zwar für die Leute leid, aber wir haben uns echt schon gestapelt“, meint Lisa. „Und nach der Schule wird es noch schlimmer“, antworte ich, „Da müssen wir erst wieder 20 Minuten warten, bis der Bus kommt, und dann passen wir an der ersten Haltestelle schon kaum noch in den Bus rein.“

Ein ganz normaler Montag für uns Marienbergerinnen, aber geht es nicht auch anders? Wir haben einen Bus für zwei Schulen, andere drei Busse für eine Schule. Das kann doch nicht sein! Alle wollen, dass mehr Leute mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, aber wie soll das funktionieren, wenn nicht mal jetzt genug Platz ist?

Es geht auch dich etwas an

Niemand ist davor gefeit, Vorurteile zu haben. Nicht alle sind sich aber dessen bewusst. Doch das sollte man.

Von Hannah Gums und Julia Wirtz, 8e, Gymnasium Marienberg Neuss

Sie wird im Kreis herumgeschupst. Jemand reißt an ihren Haaren, ein anderer brüllt ihr Beschimpfungen ins Ohr …

Kommt dir diese Situation bekannt vor? Sie könnte sich auf jedem x-beliebigen Schulhof, der Sportumkleide, einem Spielplatz zutragen. Mobbing ist mittlerweile leider weit verbreitet, immer häufiger müssen Menschen auf Grund ihres Aussehens leiden. Und manchmal ertappt man sich auch dabei selber, wie man über das Aussehen eines anderen Menschen ein Urteil über denjenigen fällt. Meist reicht es ja schon im Bus oder auf der Straße abends einer anders aussehenden Person zu begegnen. Wenn man sich zu ihr umdreht und ihr kritische Blicke zuwirft.

Wie würdest du dich an selber Stelle fühlen? Kommt es denn nicht vor allem auf die inneren Werte an? Niemand kann sich einfach frei von Vorurteilen machen, aber es ist wichtig, dass man diese kritisch hinterfragt und auch in Frage stellt! Darüber sollte jeder einmal nachdenken.

Die Nummer für Jugendliche

Im Interview mit einem Mitarbeiter haben die Schülerinnen und Schüler erfahren, wer sich an die „Nummer gegen Kummer“ wenden kann und wie die Mitarbeiter geschult werden.

Von Johanna Peters, Klara Giesen, Fenja Frommen und Charlotte Feld, 8e, Gymnasium Marienberg Neuss

Viele Kinder und Jugendliche  haben Probleme, über die sie zuhause nicht sprechen können oder wollen. Damit die Betroffenen mit ihren Nöten und Sorgen nicht alleine bleiben, gibt es Hilfsangebote wie die „Nummer gegen Kummer“. Wir wollten Näheres wissen und haben deshalb mit einem Mitarbeiter der telefonischen Beratungsstelle ein Interview geführt und einiges dabei herausgefunden. Zum Beispiel das hier: Beraterinnen und Berater müssen für den Job mindestens 16 Jahre alt sein. Nach oben ist dem Alter keine Grenze gesetzt.

Mit welchen Problemen kann man zu Ihnen kommen?
Man kann mit jeder Art von Problemen zu uns kommen.

Was tun Sie, wenn sie merken, dass der Anrufer in großer Gefahr schwebt?
Da der Anruf anonym ist, kann ich nicht direkt etwas tun, aber ich kann ihn oder sie beruhigen und versuchen sie auf andere Gedanken zu bringen.

Braucht man für ihren Tätigkeit eine Ausbildung?
Ja, die Leute, die hier arbeiten, haben ein halbes Jahr eine Ausbildung gemacht.

Und wie ist es mit der Schweigepflicht?
Die Schweigepflicht muss konsequent eingehalten werden.