Archiv der Kategorie: Ratingen

Trend: Warum immer mehr Jugendliche zu Replika-Schuhen greifen

Von Jui Jan Yeh und Sebastian Cyrol, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

Die Produktpalette von Firmen, die Replikas anbieten, erstreckt sich über verschiedenste Dinge, von Uhren bis hin zu Kleidung. Dieser Bericht wirft einen Blick auf die Faszination und Kontroversen, die mit der Verbreitung von gefälschten Produkten einhergehen, die den Originalen extrem ähneln.

In die Welt der Replikas tauchen immer mehr Jugendliche ein, denn hier gibt es verlockende Alternative zu teuren Originalschuhen. Der 13-jährige Bastian ist der Meinung, dass diese Fälschungen eine vergleichbare Qualität zu den Originalen aufweisen, jedoch zu einem deutlich günstigeren Preis erhältlich sind. Er selber ist von seinen Replika-Schuhen begeistert und lobt, dass diese erschwinglichen Optionen Jugendlichen ermöglichen, dem Trend zu folgen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Dieses Argument ist auch stärker als vermeintliche ethische Bedenken, die beim Kauf eines gefälschten Produktes entstehen.

Unter den zahlreichen Replikanten-Verkäufern ragt „PandaBuy“ als ein populärer Anbieter heraus. PandaBuy bietet Fälschungen verschiedener Produkte an, von Staubsaugern bis hin zu Schuhen. Die Tatsache, dass dieses vielfältige Sortiment angeboten wird, verdeutlicht die Bandbreite der Replikanten-Kultur und wirft gleichzeitig Fragen zur Legalität auf.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Handel mit Replikas, einschließlich PandaBuys breitem Angebot, illegal ist. Die Herstellung und der Verkauf gefälschter Produkte verstoßen gegen Urheberrechte und Markenrechte.

Die Produktion von Replika-Schuhen erfolgt oft in Ländern mit niedrigen Produktionskosten wie China, Vietnam oder anderen asiatischen Ländern. Die Arbeitsbedingungen können in dieser Branche problematisch sein. Oftmals sind die Arbeiterinnen und Arbeiter niedrig bezahlt, haben lange Arbeitszeiten und arbeiten in Umgebungen, die nicht den besten Sicherheitsstandards entsprechen. Diese ethischen und rechtlichen Aspekte zeigen die negativen Seiten des Replika-Konsums, denen sowohl Käufer als auch Verkäufer ausgesetzt sind.

Die Tatsache, dass viele Jugendliche aber trotz bedenklicher Aspekte zu gefälschten Produkten greifen, wirft die Frage auf, ob Original-Markenprodukte ihren Preis wert sind.

Der spannende Berufsalltag eines Rechtsanwalts – eine Reportage

von Joel Gosch, Klasse 8c, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Am 27. April 2023 habe ich ein Praktikum bei meinem Vater und Rechtsanwalt Nelson Barranco Heitmann gemacht. Dabei habe ich ihn durch seinen Berufsalltag begleitet.

Der Morgen
Für ihn ging es aus dem Bett um etwa 7 Uhr morgens. Der Tag startet mit einer Tasse heißer Tee. Heute steht für den Anwalt folgender Rechtsstreit im Landgericht Düsseldorf an: Herr D. gegen Frau H.

„Der Herr D. hätte seine Miete für Januar bis September 2019 nicht gezahlt. Der Vermieter war damals eine jetzt verstorbene Rechtsanwältin, Frau B. Die Lebensgefährtin übernahm dann die Immobilien, aber auch ihre hohen Schulden. Dann fiel der Frau H. auf, dass Herr D. wie gesagt keine Miete gezahlt hätte. Sie fordert die Miete von jeweils 600€ sowie Nebenkosten für die Wohnung in Düsseldorf“, erklärte mir der Rechtsanwalt. Anschließend erzählte er die Geschichte von der Frau B.: „Sie war in einer kritischen Situation. Sie brauchte schnelles Geld, sie hatte kein Zugriff auf ihr Bankkonto. Daraufhin bat sie den Herrn, die Miete in bar zu zahlen. Es gibt ebenfalls eine Zeugin, die Sekretärin der Vermieterin. Sie kümmerte sich um die Buchhaltung. Bei der Zahlung ging der Herr zu der verstorbenen Rechtsanwältin in die Kanzlei und übergab ihr das Geld. Eine Quittung lehnte er ab, was ein Fehler war. Als die Übergabe vorbei war, fragte die Sekretärin jedes Mal nach, ob er die Miete gezahlt hatte. Das hat er“.

Dazu erwähnt er noch: „Jedoch war der erste Richter einer anderen Meinung. Nachzufragen, statt etwas selbst zu sehen, sei etwas komplett anderes. Die Klägerin fordert weiterhin, dass er die Miete zahlt. Im Mietvertrag steht, die Miete soll an dieses Konto überwiesen werden. Später wurde dann mündlich vereinbart, die Miete in bar zu zahlen. Ohne Quittung kann der Kläger nicht beweisen, dass er diese bereits gezahlt hat. Es gibt zwar eine Quittung von der Abrechnung der Nebenkosten, diese wurde aber scheinbar ignoriert“. Die Sitzung wurde dauerhaft verschoben aufgrund von der Corona-Pandemie bis zum 27.04.2023 um 10:45 Uhr. Wenn mal keine Sitzung im Kalender ansteht, beginnt der Tag entspannt und ruhig. Nach etwas Zeit würde er sich dann auf seinen Chefsessel setzen und anfangen, zu arbeiten.

Zum Amt- und Landgericht Düsseldorf
Der Rechtsanwalt machte sich dann fertig für die Sitzung. Nach einer heißen Dusche zog er dann sein frisch gebügeltes Hemd mit Krawatte an und darüber einen grauen Pulli und eine beige Jacke sowie eine blaue Jeans und klassische, schwarze Schuhe. Mit sich führte Herr Heitmann eine kaktusgrüne Aktentasche.

Oft nutzt er der Umwelt zuliebe das abgeschlossene Fahrrad um die Ecke der Haustür, manchmal aber auch das Auto. Der Anwalt entschied sich, mit einem BMW-4er-Cabrio zum Landesgericht zu fahren. Herr Heitmann kennt seinen Weg auswendig und umgeht einige Ampeln, wobei er wie ein Profi fuhr. „Noch nie habe ich selbst einen Unfall gebaut“, gab der Rechtsanwalt an. Im Auto fand man noch einige Papiere in einer blauen Mappe. Im Radio wurde Rockmusik abgespielt. Sein Auto parkt er immer in der Tiefgarage des Landgerichts. Dort muss er immer ein Ticket ziehen, freies Parken bekommt er nicht.

„Heute sieht es voll aus“, sagte der Anwalt beim Einparken. Eilig ging es raus aus dem Parkhaus zum Hauptausgang der Tiefgarage und anschließend zum Erdgeschoss mit dem Aufzug. Am Eingang des Amts- und Landgericht Düsseldorf ist eine lange Schlange, an dem der Anwalt vorbei ging. Mit seinem Anwaltsausweis kommt er ohne Security-Check durch, jedoch kontrolliert ein Justizbeamter den Ausweis. Ich muss Schlange stehen, konnte aber noch zu einer kürzeren Schlange ausweichen. Kontrolliert wird dort etwa wie am Flughafen. Man legt all seine Sachen sowie seine Jacke in einen Scanner und man läuft durch den Metalldetektor. Dazu wird man von einem Justizbeamten beobachtet. Als ich den Security-Check bestand, ging er direkt zu den Aufzügen und wir fuhren in die zweite Etage. „Während der Corona-Pandemie war es hier leer“, sagte er. „Hier ist anscheinend wieder normaler Betrieb“.

In fünf Minuten war der Beginn der Sitzung geplant. Vor jedem Saal sieht man eine digitale Tafel mit den ganzen Terminen. Viele davon sind öffentlich und jeder kann darein spazieren. Auf der Tafel stand: „Herr Michael D. mit Rechtsanwalt Nelson Barranco Heitmann gegen Frau Antje H. mit Rechtsanwältin Dr. Heike Kroll, Verhandlungstermin Berufung in Zivilsachen“.

Eine öffentliche Sitzung, natürlich, bei Saal 2.111. Dort sah man auch weitere Termine, wie die aktuelle Sitzung. Im selben Flur warten noch weitere Personen. Man sieht auch Polizei- und Justizbeamte. Auch Personen, die aussahen wie Richter, gingen an uns vorbei. Viele Anwälte tragen hier schicke Anzüge mit Krawatte, zum Vergleich hatte der Herr Heitmann zurzeit nur einen Pulli an.

Unsere Sitzung verspätete sich etwas. Die Mandanten der Anwälte erschienen nicht, aber das mussten sie auch nicht, da die Anwälte sie vertreten. Auf dem Flur unterhielten sich einige Personen. Ein Polizeibeamter war in einem Telefongespräch vertieft, bis er hereingeschickt wurde. Aus seiner Sitzung hatte jeder einen Motorradhelm mit, auch der Beamte. Die Sitzung des Herrn Heitmanns verspätete sich zurzeit um 10 Minuten. Die Rechtsanwältin der Klägerin ist schon in den Saal reingegangen und wartet vermutlich dort. Der Rechtsanwalt wartet weiterhin draußen.

„Es dauert immer manchmal 10 Minuten, ich habe schon einmal 30 Minuten gewartet. Es wird zäh verhandelt und das dauert etwas länger. Die Verspätung zieht sich weiter“, erklärte er. Wie bei der Bahn, dachte ich mir da. „Es ist sehr ruhig hier, normalerweise sind hier mehr Menschen, aber es wird normaler. Um 12 Uhr ist Mittagspause, da ist nichts los. Die meisten Termine sind vormittags.Im Erdgeschoss und in der ersten Etage gibt es Strafsachen, in der ersten Etage auch Ordnungswidrigkeiten sowie in der zweiten Etage. Wenn es losgeht, wird man aufgerufen“. Im Moment war es 11:05 Uhr, der Termin war geplant für 10:45 Uhr. Der Anwalt setzt sich immer auf einem bequemen Stuhl vor der Tür. Der Polizist von vorhin verlies den Saal. Ein anderer Mann mit Motorradhelm von derselben Sitzung des Polizisten taucht auf und beschwert sich, dass er so lange warten muss. „Hier sind aber viele mit Motorradhelm, kann wohl ein Unfall sein“, dachte sich Herr Heitmann, als er die Motorradhelme bemerkte.

In der Verhandlung
Dann entschied sich der Anwalt, auch den Saal zu betreten. Die Sitzung davor war dabei, zu Ende zu gehen. Er zog eine schwarze Robe an, wie alle anderen im Saal, bis auf die Zuschauer und mir. Die Sitzung begann. Der vorsitzende Richter sprach in eine Art Diktiergerät für das Protokoll. Es gibt auch Protokollführer, aber nicht für so kleine Saale. Es wurde schnell geredet für meinen Geschmack. Die Richter haben ihr Pult ganz vorne vom Saal, links von der Tür sind die Kläger und rechts die Beklagten. In der Mitte war ein Tisch für die Zeugenaussage. Hinten waren bereits besetzte Stühle für die Zuschauer. Der Saal hat viel moderne Technik, wie einen großen Bildschirm. Die Anwälte stritten sich, der Richter muss das Wort ergreifen: „Diskussionen machen erst später Sinn“, sagte der Richter. Schließlich hörte man: „Klage ist abzuweisen“. Es soll ein Beweistermin für eine erneute Zeugenaussage gemacht werden. Die Rechtsanwältin bat, den Termin nicht während der Sommerferien zu legen. Der Richter vermutete aber, dass er erst September oder gar später stattfinden wird. Solche Rechtsstreitigkeiten dauern echt lange, dachte ich mir.

Nach der Verhandlung
Alle zogen bei Schluss direkt ihre Roben aus. Erst machte Herr Heitmann noch einen kleinen Rundgang um das Erdgeschoss. Dort sind die großen Strafkammern. „Die Strafsachen sind immer spannender, da wird auch anders verhandelt“, meinte Herr Heitmann. Er ging in einen Saal rein, jedoch endete schon die Verhandlung und jeder hat den Raum verlassen, bis auf die Richter. Man hörte, dass das eine gute, zielführende Verteidigung war. Der Verteidiger hat bereits den Saal verlassen. Kurze Zeit später wollte der Rechtsanwalt auch schon gehen. Er ging dann zurück in die Tiefgarage zum Auto. Vor der Kasse fiel ihn auf, dass Herr Heitmann kein Kleingeld mehr hatte. Das Problem betrifft den Anwalt oft. Anschließend traf er auf „einen berühmten Strafverteidiger“ und sie unterhielten sich kurz. Mir war der Mann fremd. Danach stieg Herr Heitmann ins Auto und fuhr los.

Mittagspause
„Es geht jetzt zurück zur Kanzlei, wir machen erstmal Mittagspause“, sagte er um etwa 11:40 Uhr, als wir rausfuhren. Als er ankam, rief er seinen Mandaten an und berichtet ihn davon. Bevor er zum Mittagessen kam, musste er erst einmal sehr viel herumtelefonieren, Mal auf Spanisch, mal auf Deutsch. „Während der Pause bekomme ich normalerweise kaum Anrufe. Am Tag sind es immer so 5-10 Anrufe“, erklärte er mir. In der Küche machte er Musik auf Spotify an. Während des Kochens störte ebenfalls das Haustelefon. Zum Essen gab es Hähnchen-Katsu mit Karottenreis. Anrufe von fremden Nummern ignoriert er oft während der Mittagszeit. Nach dem Essen macht er immer eine Pause.

Viel Arbeit im Büro
In der Kanzlei gab es sehr viel Arbeit zu tun. Nach der Mittagspause, immer von ungefähr 12 bis 14 Uhr, setzt er sich auf den Chefsessel und schaltet den Laptop an. Auf dem Schreibtisch gab es riesige Stapel Papiere. Es gibt auch einen Warteraum für Mandanten mit Gesprächsterminen, dieser wird aber nie benutzt. Termine vor Ort hat der Anwalt sehr selten. Die meisten Gesprächstermine mit Herrn Heitmann laufen über Telefon oder sonstiges ab. Der Papierkorb ist immer voll. Auf der Straße hört man ständig Autos und Stadtbahnen, das stört ihn aber wenig.

Mittlerweile läuft alles digital. Anwälte bekommen digital über beA (besonderes elektronisches Anwaltsfach) Post von Gerichten, Behörden und anderen Anwälten.
„Früher hatte ich immer 30 Briefe im Briefkasten“, sagt er. „Seit letztem Jahr läuft alles digital, es gibt nur noch Post von Versicherungen und so“. Der Rechtsanwalt hat eine Karte und ein Lesegerät bekommen, um zu beweisen, dass er es ist, und nicht jemand anderes. Ähnlich wie eine Kreditkarte hat diese auch eine PIN, die man im Lesegerät eingibt.

Der Rechtsanwalt las E-Mails, Rechnungen gab er in einem Taschenrechner ein und Herr Heitmann schrieb E-Mails, einige davon auf Spanisch, sonst auf Deutsch. Er benutzt einen sehr alten Laptop mit Windows 10. Diesen möchte er aber bald ersetzen durch etwas Moderneres. Während des Tippens musste er auf die Tastatur schauen. Die E-Mails könnte ich viel schneller eintippen als er, dachte ich mir. Aber nun ist er ja auch schon über 50 Jahre alt, da wundert es mich nicht. Dennoch macht er eine echt gute Arbeit. Rechnungen an seine Mandate schrieb der Anwalt auch.

„Die Gebühren richten sich immer nach dem Verfahrenswert“, erklärte er mir. „Es gibt so einen Rechner, es rechnet alle Gebühren aus. Hier habe ich etwa 3500€ verdient, davon 550€ Mehrwertsteuer“. Es gibt viele Gebühren, eine Termingebühr, Einigungsgebühr, und noch viel mehr Gebühren. „Ein Prozess dauert ungefähr sechs Monate, wenn es schnell läuft. Es kann aber auch zwei Jahre dauern“, sagte er.

In seinem digitalen Postfach waren noch viele E-Mails ungelesen. Herr Heitmann wollte noch weitere Telefonate führen, danach hieß es schon Feierabend. Er hat einen Spaziergang in der Stadt geplant, dort wollte er auch einkaufen. Die Sonne ging langsam immer weiter unter und somit endete der Tag des Rechtsanwalts Nelson Barranco Heitmann. „Feierabend, sagte er offiziell, damit war seine Arbeit für den Tag getan.

Fazit
Aus der Sicht von Herrn Barranco Heitmann ist sein Berufsalltag als Rechtsanwalt sehr spannend. Vor Gericht gibt es immer wieder neue, aufregende Fälle. Zwar gibt es auch eher langweilige Fälle, aber sie stören ihn nicht. Seinen Job macht er gerne.

Ist der Klimawandel schlimmer geworden?

von Mouna Ezzariohi, Klasse 8c, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Jeden Tag merkt man, wie der Klimawandel sich verschlimmert. Was sind die Anzeichen dafür und was man dagegen tun? Ein Kommentar von Mouna Ezzariohi.

Der Klimawandel ist ein globales Problem, das auch Deutschland betrifft. Dass die Auswirkungen des Klimawandels bereits spürbar sind, erkennt man an dem bemerkenswerten Anstieg der Hitzewellen, Dürren oder flutartigen Regenfällen. Es ist wichtig, dass wir alle unseren Teil zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. Dies ist nämlich eine Jahrhundertaufgabe.

Ferner müssen wir unsere CO2-Fußabdrücke reduzieren, um eine nachhaltige Zukunft gestalten zu können. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir, die Gesellschaft, helfen können, diesen Kampf zu gewinnen.

Wie zum Beispiel durch die Nutzung erneuerbarer Energien, die Förderung umweltfreundlicher Produkte oder Transportmittel oder gar die Reduzierung von Plastikmüll. Zusammen können wir einen positiven Einfluss auf unsere Zukunft haben und unseren Planeten retten. Wir müssen endlich aufwachen und alles geben, damit unser Planet eine realistische und lebensfreundliche Zukunft hat.

Energiewende: Herausforderungen und Chancen

von Julie Joßen, EF, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Die Energiewende ist ein wichtiges Thema in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien ist eine große Herausforderung, aber auch eine Chance für eine nachhaltige Zukunft. Eine der größten Herausforderungen ist der Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Um den wachsenden Energiebedarf zu decken, müssen mehr Windkraftanlagen und Solarkraftwerke gebaut werden. Gleichzeitig müssen die Netze ausgebaut und modernisiert werden, um eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten.

Ein weiteres Problem ist die Speicherung von erneuerbarem Strom. Da es nicht immer sonnig und windig ist, müssen Lösungen gefunden werden, um überschüssigen Strom effizient zu speichern und zu nutzen.

Batterietechnologien und das Power-to-X-Konzept bieten einen vielversprechenden Ansatz, erfordern jedoch weitere Investitionen und wissenschaftliche Forschung. Die Energiewende ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Die traditionelle Energiewirtschaft muss sich anpassen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsplätze in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieberatung.

Es ist wichtig, Beschäftigungsmöglichkeiten zu nutzen und die Umschulung der Arbeitnehmer zu unterstützen. Allerdings birgt die Energiewende auch großes Potenzial. Durch den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien kann Deutschland seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und die Klimaziele erreichen. Darüber hinaus kann die Energiewende den Weg für innovative Technologien und nachhaltiges Wirtschaften ebnen.

Für eine erfolgreiche Energiewende müssen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bedarf es einer klaren und langfristigen Strategie, finanzieller Anreize und einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz.

Die Energiewende ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance, die Zukunft unserer Energieversorgung nachhaltig zu gestalten. Wir alle müssen die Probleme lösen und die Chance nutzen, eine saubere und klimafreundliche Zukunft zu schaffen.

Sollten wir noch mehr für soziale Gerechtigkeit und für mehr Unterstützung der Menschenrechte sorgen?

von Jessica Isenbügel, EF, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Heutzutage werden immer noch Menschen zusammengeschlagen, weil sie beispielsweise an eine bestimmte Religion glauben oder eine andere Hautfarbe haben. Dies führt zur sozialen Ungerechtigkeit und zu Menschenrechtsverletzungen. Das muss sich dringend ändern, denn wir als Gesellschaft sollten für ein gerechtes und friedliches Leben sorgen.

Soziale Gerechtigkeit ist das Fundament einer solidarischen Gesellschaft. Dies bedeutet, dass jeder Mensch unabhängig von seiner Herkunft, seinem Geschlecht, seinem sozialen Status oder seiner sexuellen Orientierung die gleichen Chancen und Rechte haben sollte. Doch dies wird leider heutzutage noch in vielen Ländern missachtet. In Deutschland setzt man sich zwar immer mehr für soziale Gerechtigkeit ein, dennoch gibt es beispielsweise im Hinblick auf die Berufswahl Ungerechtigkeiten zwischen Mann und Frau. Das heißt, in manchen Berufen verdienen Männer mehr Geld als Frauen. Zudem haben viele Kinder zum Beispiel in Afrika keinen Zugang zu Bildung oder einer notwendigen Gesundheitsversorgung, obwohl das Grundbedürfnisse sein sollten. Das Recht auf Bildung ist sehr wichtig, weil eine gute Ausbildung eine gute Grundlage dafür ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ferner ist eine gute Gesundheitsversorgung wichtig, um gesund leben zu können. Dieses Ungleichgewicht in unserer Welt führt zu einem Teufelskreis der Armut und verstärkt vor allem die Spaltung in unser Weltgemeinschaft.

Außerdem sollten wir uns auch für Menschenrechte einsetzen, denn sie sind universell und unteilbar. Jeder Mensch sollte das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit haben. Dennoch werden diese Rechte tagtäglich verletzt. Besonders in autoritären Regimen, wie beispielsweise in China, werden diese grundlegenden Rechte nicht respektiert und selbst die Folter und Misshandlung von Menschen sind erlaubt, was unfassbar ist, denn die Menschenwürde sollte für jeden unantastbar sein.

Es ist an der Zeit, dass wir uns als Gesellschaft für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen. Wir müssen politische und wirtschaftliche Strukturen überdenken, die zu Ungleichheiten führen, und gerechte Systeme schaffen, die allen Menschen die Möglichkeit geben, ihr volles Potenzial zu entfalten. Zudem sollten Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung keine Privilegien sein, sondern grundlegende Rechte für alle. Zusätzlich fordert es mehr Bewusstsein für unsere Vorurteile und Diskriminierungen. Wir müssen uns aktiv gegen den Rassismus und Sexismus einsetzen, indem wir beispielsweise demonstrieren gehen. Des Weiteren sollten wir ärmere Gebiete der Welt finanziell unterstützen, indem wir Geld spenden. Um ärmere Menschen zu unterstützen, ist es eine gute Gelegenheit, Waren oder Geld an Tafeln zu spenden.

Es gibt heutzutage immer noch zu viele Länder, in denen die soziale Gerechtigkeit und die Menschenrechte missachtet werden und aus diesem Grund appelliere ich, dass wir dringend etwas verändern müssen, damit sich jeder Mensch in der Welt nicht ungerecht behandelt fühlt.

Wird die Wahl Erdogans die Zukunft der Türkei gefährden?

von Lena Fröhlich, EF, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Ja, der aktuelle Zustand der Türkei ist schon unter der Führung Erdogans stark gefährdet. Aufgrund der Neuwahl und der Fortführung seiner Amtszeit ist zu erwarten, dass sich dieser Zustand nur noch zuspitzen wird. Ein Kommentar von Lena Fröhlich.

Die Wiederwahl von Recep Tayyip Erdogan zum türkischen Präsidenten für fünf weitere Jahre zeigt, dass die türkische Gesellschaft gespalten ist. Erdogan hat versprochen, sich an die Werte zu halten und die Menschenrechte zu schützen. Doch bei der Vereidigung blieb die Opposition sitzen, um gegen seine autoritäre Herrschaft zu protestieren. Die Tatsache, dass die Oppositionsmitglieder die Regeln missachten und nicht aufstanden, zeigt, dass Erdogan viele Menschen in der Türkei entfremdet hat. Viele Oppositionelle haben das Vertrauen in ihn verloren und sehen seine Amtszeit als eine Bedrohung für die Demokratie.

Zudem zeigt die wirtschaftliche Lage, wie schlecht es dem Land geht. Die Einheimischen können sich lebensnotwendige Lebensmittel nur unter schweren Bedingungen leisten. Junge Studenten bekommen keine leistungsgerechten Jobs und sehen keine Zukunft für sich: Viele denken demnach immer stärker darüber nach, die Türkei zu verlassen. Die wirtschaftliche Lage hat sich weiterhin verschlechtert, seit den Wahlen stieg der Wechselkurs über 20 Lira. Die Preise vor Ort werden ebenfalls angepasst, und zwar nach oben. Dadurch nehmen viele Einheimische Kredite auf, die sie sich nicht leisten können, und verfallen dadurch in Schulden. Die Selbstmordquote steigt in Hinblick auf die Aussichtslosigkeit.

Es waren über 30 Staatschefs bei der Vereidigung anwesend, dies zeigt Erdogan, dass er internationale Anerkennung erlangt. Jedoch sollten die Staatschefs nicht über die Spaltungen und Sorgen in der türkischen Gesellschaft hinwegsehen. Die Opposition sieht Erdogans Herrschaft als eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit sowie der Rechtsstaatlichkeit an. Es ist fraglich, ob das Wahlrecht regelkonform ausgeführt wird, vermutlich werden die Wahlen hinter den Kulissen von Seiten der Sympathisanten sabotiert oder sogar verfälscht. Frauenrecht werden unterdrückt und es kommt zu vielen Übergriffen gegenüber diesen. Die Sorgen um den Zustand der Demokratie in der Türkei sind real und sollten ernst genommen werden.

Die Reaktion der Opposition bei der Vereidigung zeigt, dass die türkische Gesellschaft weiterhin gespalten ist. Die Regierung sollte die Anliegen der Opposition nicht ignorieren, sondern ihr die Möglichkeit bieten, ihre Positionen zu artikulieren und diese demokratisch bzw. lösungsorientiert zu diskutieren.

Für einige Bürger mag Erdogans Vereidigung ein Grund zur Freude sein, aber für viele andere ist sie besorgniserregend. Die Türkei steht vor großen Herausforderungen und es liegt in der Verantwortung der politischen Führung, Wege zu finden, um die gespaltene Gesellschaft zu heilen und die Demokratie zu stärken. Alle türkischen Bürger verdienen nämlich eine Regierung, die die Rechte und Freiheiten aller respektiert und schützt, unabhängig von politischer Zugehörigkeit oder Meinungsverschiedenheiten.

Sollten die Tickets für Fußballspiele kostenlos sein?

von Paul Möller, EF, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Fortuna Düsseldorf ist der erste Verein in der Geschichte der 1. und. 2. Bundesliga, welcher zukünftig für zwei bis drei Heimspiele kostenlose Tickets für Heimspiele anbietet.

Ich persönlich finde dies sehr gut, weil sich so viele Fans, welche sich sonst Tickets für Fußballspiele im Stadion nicht leisten können, die Möglichkeit erhalten, sich ein Spiel anzuschauen. Fortuna Düsseldorf ist ein – in der Region – sehr hoch angesehener Verein und nimmt durch diese Aktion meiner Meinung nach eine Führungsrolle ein. Diesem Beispiel sollten viele große Vereine wie Borussia Mönchengladbach oder auch der 1. FC Köln folgen. Auch kleinere Vereine aus der Region, die in der 2. und 3. Liga bzw. Vereine aus der Regional- und Oberliga könnten, wenn sie die entsprechenden Sponsoren finden, hier nachziehen, oder Tickets zu günstigeren Preisen anbieten, um somit mehr Menschen einen Stadionbesuch zu ermöglichen. Somit könnte das Interesse an die vorher genannten Ligen geweckt und für positive Schlagzeilen in den Medien gesorgt werden. Letztendlich ist es aber ein weiteres Instrument, um sozialer Ungleichheit in der Gesellschaft sinnvoll zu begegnen.

Klimakleber? Olaf Scholz sagt: „Nein, danke!“

von Janina Pavlovic, Klasse 8c, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Klimakleber verursachen ständig Stau, indem sie mit ihren Aktionen die Aufmerksamkeit anderer Leute gewinnen wollen. Unbekannt ist ihnen jedoch, dass sie genau das Gegenteil bewirken. Sie provozieren die Autofahrer:innen, indem sie sich an die Straße kleben und verhindern, dass die Menschen rechtzeitig zur Arbeit oder zu anderen wichtigen Terminen erscheinen.

Scheinbar geht es auch so weit, dass sich die Klimakleber aus der sognannten „Letzten Generation“ Masken basteln, die sie während den Protesten tragen. Berichten zufolge ist in Karlsruhe ein Klimaaktivist auf das Gelände des Bundesverfassungsgerichts gelaufen. Er trug eine Maske, auf der Olaf Scholz zu erkennen war.

Olaf Scholz äußerte sich nicht zum thematisierten Vorfall beziehungsweise zu den wiederholten Protesten, bis er eine Schule in Brandenburg besuchte, bei welcher er Klartext sprach. Er fände es scheinbar sinnlos und „bekloppt“, sich ein Bild auf das Gesicht zu kleben und sich dann noch generell irgendwo festzukleben. Er sagt, dass die Aktivist:innen ihren Zweck verfehlten, da sie, anstatt zu überzeugen, die Menschen verärgern. An sich findet unser Bundeskanzler die Idee sich für seine Ziele einzusetzen nicht schlecht, im Gegenteil, er findet es gut. Jedoch hält er diese Form des Protests für unnötig.

Ich selbst denke, dass die Klimakleber keine bösen Absichten haben. Sie wollen die Zukunft weiterer Generationen retten und die Menschen auf die Klimakrise aufmerksam machen. Dies schaffen sie auch, jedoch im negativen Sinne. Wie schon genannt, hindern sie nicht nur die Pünktlichkeit verschiedener Leute, sie hindern sogar Polizist:innen und Rettungskräfte daran, rechtzeitig zum Einsatzort zu erscheinen, was zu Problemen oder sogar dem Tod anderer Menschen führt.

Es gab oftmals Vorfälle, in welchen die Autofahrer:innen aggressiv gegenüber den Aktivist:innen geworden sind. Sie zerrten sie von der Straße, was zu nichts führte. Die Aktivist:innen setzten sich nämlich wieder zurück an ihren Ort, woran niemand etwas verändern konnte. Sie wurden oftmals mehr wie Objekte statt wie Menschen behandelt, dies nahmen sie jedoch in Kauf.

Alles in allem heißt es also, dass die Klimakleber der „Letzten Generation“ nichts Schlechtes wollen, was Olaf Scholz auch versteht. Besser wäre es jedoch, die Aufmerksamkeit der Mitmenschen anders zu erlangen und nicht deren Tod zu riskieren.

Einfluss sozialer Medien auf Jugendliche

von Leona Pavlovic, Klasse 8c, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Man sitzt abends im Bett und weiß nicht, was man tun soll. Jugendliche würden sofort das Handy in die Hand nehmen und zu sozialen Medien wie zum Beispiel TikTok oder Instagram greifen. Doch was für einen Einfluss hat das auf Jugendliche? Leidet die Psyche darunter und was sollte man tun?

Viele wissen nicht, wie gefährlich soziale Medien sein können, wenn man sie falsch einsetzt oder nicht weiß, wie man richtig mit ihnen umgeht. Dies bestätigt auch die Studie #StatusOfMind. Durchschnittlich verbringen die User mehr als 32 Minuten pro Tag auf der App „Instagram“. Es sind ca. 800 Millionen Menschen auf Instagram aktiv und davon sind 15 Millionen aus Deutschland. Doch wie leidet die Psyche unter dieser App?

Die Studie bestätigt, dass Instagram im Vergleich zu anderen Apps die Psyche und das Wohlergehen am meisten beeinträchtigt. „Social Media macht süchtiger als Zigaretten und Alkohol. Es ist mittlerweile so im Leben der Jugendlichen verankert, dass es nicht mehr möglich ist, Social Media zu ignorieren, wenn man über die psychischen Probleme junger Menschen spricht“, ist das Fazit der Vorstandsvorsitzenden der Royal Society for Public Health: Shirley Cramber.

Durch ein Experiment, indem 1500 Jugendliche bewerten sollten, inwieweit die Apps Punkte wie zum Beispiel das Verständnis für das Befinden und den Gesundheitszustand anderer aufzubringen, und die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, der Zugang zu medizinischem Rat, die emotionale Unterstützung der Familie, erfüllen, konnten folgende Ergebnisse nachgewiesen werden. YouTube schnitt am besten ab, während Instagram am schlechtesten abschnitt. Die Studie zeigt, dass das Schlafverhalten der Nutzer mächtig beeinträchtigt wird. Die Jugendlichen würden das Gefühl haben, ständig etwas zu verpassen und dauerhaft online und erreichbar sein zu müssen. Außerdem gaben ca. 50 Prozent der Befragten an, dass Instagram Angstgefühle und Nervosität auslöse. Im Weiteren würden sich 70 Prozent der Befragten unwohler in ihrem Körper fühlen. Dabei sind insbesondere junge Frauen betroffen. Filter und Bearbeitungsapps verunsichern die jungen Teenager und sie wissen nicht mehr, was echt oder bearbeitet ist, weswegen sie immer mehr Unsicherheiten erfahren: Sie denken, dass sie selbst nicht „gut“ genug sein und sie deshalb selbst in Frage stellen.

Um so etwas zu vermeiden, gibt es eine Idee: Es sollen bearbeitete Fotos gekennzeichnet werden. 68 Prozent der Studienteilnehmer befürworten dieses Tool. Jedoch kann man Social Media nicht die alleinige Schuld für die negativen Auswirkungen geben. Dr. Jan-Hinrik Schmidt sagt, dass jeder es selbst in der Hand habe. Entweder man benutzt es richtig oder falsch. Die Eltern sollen ihren Kindern ein Vorbild sein und sie aufklären.

Darüber hinaus ist nicht nur Social Media Schuld. „In unserer Gesellschaft ist es üblich, sich in den meisten Bereichen, positiv darzustellen“, sagt Dr. Schmidt. Er rät denjenigen, deren Selbstwertgefühl durch Social Media leidet, sich an Eltern oder Lehrer zu wenden. Sie könnten sich auch im Freundeskreis über die bearbeiteten Bilder austauschen.

Schlagen sich Jugendliche mit Tiktok sinnlos die Zeit tot? Nein, auf keinen Fall!

von Justus Steven und Maximilian Weinling, Klasse 8c, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Ratingen

Wer von den jungen Leuten weiß heutzutage eigentlich noch etwas über die Geschichte Deutschlands – wie zum Beispiel über den Holocaust? Man sagt, dass sich Jugendliche auf Tiktok stundenlang sinnlose Videos ansehen. Aber lässt sich dies nicht verbinden?

Tiktok behandelt auch ernste Themen – wie zum Beispiel den Holocaust im Zweiten Weltkrieg. Eine Frau namens Tova Friedman (84) hat als Gefangene den Holocaust überlebt. Darüber berichtet sie nun auf ihrem Tiktok-Kanal, der über 490.000 Abonnenten zählt. Friedman berichtet zum Beispiel, wie ihre Zeit in einem Konzentrationslager war und wie sie dort überlebt hat, indem sie sich zwischen Toten versteckte und so nicht erschossen wurde.

Außerdem gibt es noch weitere Tiktoker, die über den Holocaust berichten, wie zum Beispiel Gidon Lev und Lilly Ebert. Sie stellen eine Brücke zwischen dem Thema Holocaust und der heutigen Jugend her. Sie wollen besonders die Jugendlichen im Alter von 16 bis 24 Jahren ansprechen, die den Holocaust traurigerweise oftmals sogar für einen Mythos halten. Mithilfe der sozialen Medien klären sie auf und kämpfen gegen das Vergessen des Holocausts, indem sie ihre persönliche Geschichten erzählen. Dies machen sie insbesondere deshalb, weil es kaum noch Zeitzeugen gibt, die ebenfalls von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Beinahe alle aus dieser Generation sind bereits verstorben.

Museen und geschichtliche Ausstellungen sind bei den meisten Jugendlichen nicht mehr angesagt, da sie als langweilig gelten. Junge Menschen verbringen ihre Zeit am liebsten vor dem Computer oder am Smartphone, auf dem sie sich unser anderem auf Tiktok die unterschiedlichsten Videos ansehen. Es gibt heutzutage viele TikToker, die auch geschichtliche Themen sehr spannend aufbereiten und ins Netz stellen. Aus diesem Grund ist TikTok gerade für die jungen Leute eine großartige Plattform, um sie unter anderem auch an geschichtliche Themen heranzuführen. Aufklärung über den Holocaust ist hier nur ein Thema von vielen, das mittlerweile von mehreren TikTokern behandelt werden.

Gerade für uns als Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ratingen ist sehr wichtig, uns mit dem Holocaust zu beschäftigen, da unsere Schule nach Dietrich Bonhoeffer benannt wurde und dieser zu NS-Zeiten eingesperrt wurde. Er setzte sich für das Recht von Jüdinnen und Juden ein und wurde deshalb von den Nazis getötet.

Alles in allem kann Tiktok auch eine Informationsquelle sein und einen wertvollen Beitrag dazu leisten, Jugendliche an geschichtliche und gesellschaftlich relevante Themen heranzuführen.  Tiktok erreicht nämlich eine sehr große Anzahl von Jugendlichen, die sich sonst nicht für diese Dinge interessieren würden. Die aktuelle Jugend wird folglich informiert, erreicht und sensibilisiert!