Archiv der Kategorie: Ratingen

Was ist mRNA und warum ist sie gerade so wichtig für uns?

Von Moritz Langer, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

Fangen wir erstmal damit an zu erklären, was passiert, wenn ein Virus in unseren Körper kommt. Hier nehmen wir als Beispiel das SARS-CoV-2 Virus (Corona). Nach dem Eintreten in unseren Körper probiert das Virus, sich mit unseren Zellen zu verbinden. Das Virus hakt sich bei unseren Zellen mit kleinen Stacheln ein. Dabei bringt es unsere Zellen dazu, neue Viren herzustellen. Die Rolle, die die mRNA hierbei spielt, kann man sich wie folgt vorstellen: Unsere Zellen sind kleine Fabriken, die wichtige Stoffe für unseren Körper produzieren. Das Virus wird beim Andocken an die Zelle dann der neue Auftraggeber. Die mRNA ist wie ein Bauplan, der von dem Virus an unsere Zellen weitergegeben wird. Diese reproduzieren dadurch mehr Viren. So kann sich das Virus in unserem Körper ausbreiten.

Jetzt kann mal allerdings genau diese mRNA benutzen, um sich vor dem Virus zu schützen. Das macht man, indem man bei einer Impfung nur einen kleinen ausgewählten Teil der mRNA an unsere Zellen weitergibt. Dieser Teil enthält im Normalfall nur die Baupläne für bestimmte Virusmerkmale. Bei Corona sind es zum Beispiel die Stacheln an der Oberfläche des Virus. Wenn unsere Zellen diesen Teil der mRNA aufnehmen, produzieren sie auch nur die Stacheln und nicht den Rest des Virus. Diese Stacheln stößt die Zelle dann aus. Außerhalb der Zelle bemerkt unser Immunsystem die Stacheln als Fremdkörper und bildet Antikörper und T-Zellen (weiße Blutzellen, die der Immunabwehr dienen). Diese T-Zellen bemerken die Virusmerkmale in Zukunft frühzeitig, sodass das Virus sofort beseitigt wird.

Während das Immunsystem sich um das Virus gekümmert hat, hat die Zelle die mRNA zerlegt und entsorgt.

Einem Tag nach der Impfung kommt es bei einem sehr kleinen Teil der Geimpften zu Nebenwirkungen. Häufig können das Gelenkschmerzen oder Fieber sein. Doch man muss sich absolut keine Sorgen machen, weil diese meist schon nach einem Tag wieder weg sind. Es gibt auch eine Erklärung, warum die Nebenwirkungen auftreten.

Damit die mRNA an unsere Zellen gelangt, wird sie in sogenannten „Lipid-Nanopartikel“ (kurz LNP) transportiert. Diese LNP sind allerdings nicht anderes als kleine Fettbläschen, die sich auch unser Körper zu Nutze macht. In diesen kleinen Fettbläschen transportiert unser Körper Stoffe wie Vitamin A, E oder Cholesterin. Bei der Impfung werden uns diese LNP gespritzt. Dadurch werden entzündungsfördernde Stoffe freigesetzt, die zu den Nebenwirkungen wie Fieber oder Gelenkschmerzen führen können.

Bekannt ist das Gerücht, dass die uns gespritzte mRNA unsere DNA verändert. Das ist aber falsch. Zum einem, da sich mRNA aus chemischen Gründen nicht mit DNA  vermischen kann. Zum anderen, weil sich zwar beide Teile in unseren Zellen befinden, aber in verschiedenen Bereichen und damit erst gar nicht in Berührung miteinander kommen. Eine Impfung gegen das SARS-CoV-2 Virus ist also völlig ungefährlich für unsere DNA und damit auch für unsere Nachkommen.

Doch nicht nur aufgrund der Impfung gegen Corona ist mRNA so interessant für uns. Die mittlerweile bekannte Firma Biontech forscht an einer Lösung mit mRNA, um unterschiedliche Krebskrankheiten heilen zu können. Das Besondere ist dabei, dass sie die Medikamente individuell an die Patienten anpassen können.

 

Quelle:

 

CRISPR/cas9: Ein großer Schritt in Richtung Bio-Revolution

Von Jan Miermann, Klasse 8c, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

Der Nobelpreis für Chemie 2020 würdigt die bahnbrechende Erfindung der CRISPR/cas9-Genschere. Diese wird es ermöglichen, Krankheiten zu heilen und zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung beitragen.

Am 7. Oktober 2020 erhielten die beiden Forscherinnen Emanuelle Charpentier und Jennifer Doudna den Chemie-Nobelpreis für die Entdeckung der Genschere CRISPR/cas9. Dabei steht CRISPR für Clustered Regulary Interspaced Short Palindromic Repeats und cas für CRISPR-associated. CRISPR sind Abschnitte sich wiederholender DNA, die im Erbgut vieler Bakterien auftreten. Cas9 ist das Protein, mit dem die DNA bearbeitet wird. CRISPR/cas9 kann Gene in der DNA von Lebewesen und Pflanzen ersetzen, einfügen und ausschalten. Dies wird, wie eben erwähnt, mithilfe des Proteins cas9 möglich, indem man es mit einem DNA-Schnipsel in eine lebende Zelle einsetzt.

Durch diese bahnbrechende Entdeckung sind Genveränderung deutlich präziser und günstiger geworden. Außerdem ist durch CRISPR/cas9 vieles möglich, was vor zehn Jahren noch unvorstellbar war. So wird es in naher Zukunft möglich sein, mit CRISPR/cas9 viele genetisch bedingte Krankheiten und Erbkrankheiten zu heilen oder zu verhindern.

Man kann Genveränderungen aber auch im Bereich der Lebensmittel- oder Agrarindustrie einsetzen, indem man zum Beispiel Pflanzen modifiziert, um sie besser wachsen zu lassen oder um sie resistenter gegen Schädlinge oder gegen klimatische Stresssituationen zu machen. Genveränderte Pflanzen werden zudem auch der einzige Weg sein, Dürregebiete, wie zum Beispiel große Teile Afrikas, zu bepflanzen.

Genveränderungen dieser Art gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten, doch sie waren früher sehr teuer, langwierig und ineffizient. Mit der Entdeckung von CRISPR/cas9, dem Anstieg der Rechenleistung von Computern und neuen Möglichkeiten in den Bereichen künstlicher Intelligenz und Datenanalyse hat sich dies nun bahnbrechend verändert. Man kann von einer Bio-Revolution sprechen.

Golf: Ein Sport der von Vorurteilen geprägt ist

Klasse 8c, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

„Golf ist kein Sport, Golf ist nur etwas für alte Menschen, Golf ist langweilig“. All diese Sachen werden Golfern immer wieder vorgeworfen. Ich möchte die Kritiker hiermit vom Gegenteil überzeugen!

 1. Golf ist kein Sport

Natürlich ist Golf nicht so anstrengend wie ein Marathonlauf. Aber wussten Sie, dass man bei einer Golfrunde 8,5 bis 10 Kilometer geht? Dabei verbrennt man genauso viel Energie, als würde man 1 1/2 Stunden Tennisspielen. Wer sagt, dass Golf kein Sport wäre, sollte selbst mal eine Runde ausprobieren!

2. Golf ist nur etwas für alte Menschen

Es ist richtig, dass viele ältere Menschen aktuell Golf spielen. Das liegt daran, dass Golf ein sehr zeitaufwendiger Sport ist und junge Menschen bekanntermaßen einfach nicht so viel Zeit haben. Ist man jung, konzentriert man sich eher auf die Familienplanung und den Job. Außerdem lässt sich Golf in jedem Alter noch gut spielen, anders als zum Beispiel Tennis.

3. Golf ist langweilig

Beim Golf ist die Herausforderung vielleicht nicht gerade einen Adrenalinkick zu bekommen oder irgendetwas sehr spannendes zu erleben. Trotzdem ist Golf nicht langweilig! Jede Rund Golf ist anders: Mal spielt man gut und mal spielt man schlecht, mal sieht man ein paar Tiere auf der Runde, ein anderes mal ist man wieder ganz allein mit sich selbst. Die größte Herausforderung liegt darin, die Ruhe zu bewahren, wenn ein Schlag daneben geht und  sich nicht ablenken zu lassen.

 4.Golf ist schlecht für die Umwelt

Es stimmt, dass Golf kein umweltfreundlicher Sport ist. Ein Golfclub verbraucht viel Wasser bei der Bewässerung der Golfanlage. Aber man vergisst, dass anstatt der 90 Hektar Grün dort wahrscheinlich viele Landstraßen oder Häuser gebaut worden wären. Somit biete eine Golfanlage Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Viele Golfplätze werden daher von den Naturschutzverbänden regelmäßig ausgezeichnet.

Als Fazit lässt sich sagen, dass Golf ein abwechslungsreicher Sport ist, der für alle geeignet ist– egal ob jung oder alt. Man kann ihn außerdem generationsübergreifend ausüben. Ich ermutige jeden, Golf selbst auszuprobieren und erst dann sein Urteil zu fällen!

 

Savanne vor deiner Haustür!

Von Ben Wolfertz, Klasse 8c, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

Besuchen Sie den größten Erlebnis-Safaripark Europas in Hodenhagen (Lüneburger Heide)

Seit der Eröffnung im Jahr 1974 ist der Safari Park in der Lüneburger Heide ein voller Erfolg. Mehr als 40 Jahre schon öffnet der Park seine Türen täglich von 10 – 17 Uhr. Durch die Corona-Maßnahmen gibt es momentan nur Teilöffnungen und deshalb reduzierte Preise. Der gesamte Park ist ganze 220 Hektar groß und ist in verschiedene Bereiche eingeteilt.

Einen Teil kann man nur mit dem Auto oder Bus besuchen, da dort freilaufende Tiere aus fast aller Welt leben. Während der Tour sollten Fenster geschlossen bleiben und man darf nicht aussteigen. Die Tiere nähern sich oftmals den Autos und strecken bei Gelegenheit die Köpfe hinein, um nach Futter zu suchen.

Ein weiterer Teil mit Gehegen, in dem hauptsächlich Affen leben, kann man zu Fuß erkunden. Daneben gibt es einen großen Vergnügungsbereich. Wer keinen Tagesausflug machen möchte, der kann sogar im Park übernachten. Dafür stehen verschiedene Arten von Lodges zur Auswahl: Safari Lodges, Masai Mara Lodges, Zelt Lodges, Abenteuer Lodges, Ranger Lodges, Dschungel Lodges und sogar Stellplätze für Wohnmobile. In einigen der zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten schläft man direkt zwischen exotischen Tieren.

Der Safaripark bietet über 1500 freilaufenden Wildtieren ein Zuhause. Es gibt Gehege, durch die man spazieren kann, wie beispielsweise die Gehege der 200 Affen. Eigentlich darf man die Tieren nicht streicheln, aber manchmal lassen sie es zu. Rucksäcke mit Proviant sollte man allerdings besser nicht mit hineinnehmen, da die Affen die Rucksäcke öffnen und zu raffinierten Dieben werden können.

Der Nationalpark bietet die unterschiedlichsten Attraktionen, wie zum Beispiel den Safari-Jeep-Parcours, die Dschungel-Safari-Tour, eine Aqua-Safari mit Airboats und die Black-Mamba-Jetboats. Diese Touren sind kurze, spaßige Events, die oftmals ohne echte Tiere auskommen. Als wenn das nicht schon genug wäre, gibt es insgesamt mehr als 40 Fahrgeschäfte und verschiedene Shows, die die Parkgäste besuchen können. 2009 erhielt der Park die Zertifizierung als außerschulischer Lernort im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung.

 

Seriöse Nachricht oder „Fake News“?

Von Marlo, Klasse 8c, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

Was wichtig ist, um seriöse Informationen aus dem Internet zu bekommen.

Die gesamte Bevölkerung befindet sich seit 377 Tagen in einer weltweiten Pandemie.
Diese außergewöhnlich Lage betrifft natürlich auch die meisten Schüler und Schülerinnen. Mit Beginn des Homeschoolings hat sich unser gesamter Schulalltag stark verändert.

Nun müssen wir häufiger als sonst zu Aufgaben recherchieren. Daher ist es wichtig geworden, genau zu wissen, welche Quellen empfehlenswert und seriös sind.

YouTube-Kanäle wie „Mailab“, „SimpleClub“ oder der Mathematik-Kanal „Lehrer Schmidt“ informieren zuverlässig über aktuellen Themen und einzelne Schulfächern. Diese Kanäle versuchen überwiegend sachlich und einfach Themen zu erklären, die sehr wichtig für uns sind und uns immer mal wieder interessiert haben.

Unterhaltungsplattformen wie YouTube und Instagram haben sich weiterentwickelt.
Besonders bei YouTube gibt es eine Vielzahl an Bildungskanälen, die sachlich und ansprechend berichten.

Es ist wichtig darauf zu achten, dass man kein Opfer von „Fake News“ wird. Sogenannte „Fake News“ sind vorgetäuschte Nachrichten, die sich in den Sozialen Netzwerken schnell verbreiten können. Es ist daher empfehlenswert, Informationen lieber ein zweites mal zu untersuchen, bevor man die Angaben nutzt. Oft können Autoren ihre „Fake News“ nämlich nicht richtig belegen oder sie nutzen keine konkreten Studien. „Fake News“ sind ein großer Nachteil des Internets. Das Unterscheiden von „Fake News“ zu „echten Nachrichten“ ist oft schwierig und ist nicht immer sofort möglich.

Zur Unterscheidung sollte man darauf achten, wie lange der Autor schon Texte verfasst und recherchiert und ob die Nachricht auch in anderen großen Medien verbreitet wird. Dafür kann man Fakten mit dem Faktenfinder der Tagesschau oder unter www.hoaxsearch.com überprüfen. Vor allem für uns Schüler und Schülerinnen, die sich mit dem Internet täglich informieren, ist es wichtig, dass wir die Fakten gründlich überprüfen.

 Schlafstörungen und Depressionen – was macht Corona mit uns?

Von Elina Prugow, Klasse 8c, Carl-Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

Es gibt viele Menschen, die an Schlafstörungen und Depressionen leiden, doch wie sieht die Lage zurzeit durch Corona aus? Momentan leiden 34 Millionen Bürger an Schlafstörungen, darunter sind 80 Prozent der Arbeitnehmer. An Depressionen leiden, laut der Weltgesundheitsorganisation (WGO) etwa 322 Millionen Menschen. Das sind 4,4 Prozent der Weltbevölkerung, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher ausfällt.

Diplom-Psychologe und Schlafmediziner Dr. Hans-Günter Weeß sagt, dass viele Menschen durch die Corona-Pandemie belastet seien und sich der Schlaf und Rhythmus verändere. Der Grund dafür sei der von der Pandemie ausgelöste Stress, welcher Anspannung mit sich bringt. Diese Anspannung sei als Grund für die Schlafstörungen zu nennen, da Menschen zurzeit vermehrt mit Sorgen, Ängsten und Nöten konfrontiert seien. Durch die Kontaktbeschränkungen und der damit einhergehenden Isolation sei es nicht leicht, ruhig und entspannt zu bleiben.

Durch Corona verschlimmert sich die Lage nochmal gewaltig, denn die Schlafstörungen haben zwischen 10 und 60 Prozent zugenommen. Viele Menschen können in der Nacht wegen ihrer Sorge um Corona nicht mehr abschalten. Ein- und Durchschlafprobleme sind die Folge.  Die Organismen im Körper können sich ohne Schlaf schlechter regenerieren, was zu einem Gesundheitsproblem werden kann.

Auch schwerwiegendere Probleme wie Ängste oder Depressionen können der Grund für Schlafprobleme sein. Besonders für psychisch Erkrankte ist die Situation in der Pandemie deutlich belastender. Rund die Hälfte depressiv Betroffener berichtet, dass es ihnen zunehmend schlechter geht. Jeder fünfte Betroffene kommt sogar keinen Behandlungstermin mehr auf Grund der hohen Nachfrage.

Bei einer Umfrage der Deutschen Depressionshilfe kam heraus, dass fast alle Menschen, die sich in der depressiven Krankheitsphase befinden, über den fehlenden Kontakt, den Bewegungsmangel oder über mehr Zeit im eigenen Bett berichten. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Hegerl meint, dass für Depressionspatienten Bewegung und ein konstanter Schlafrhythmus wichtig für die Behandlung seien. Ohne Struktur könne sich die Depression verschlimmern.

Besonders betroffen von Schlafstörungen und Depressionen sind Familien mit Kindern, die unter der Doppelbelastung von Homeoffice und Homeschooling leiden. Ebenfalls schwer betroffen sind einsame Menschen ohne Gesprächspartner. Diese Menschen entwickeln am ehesten Depressionen und Ängste. Außerdem gehören die Leute, die berufliche und sogar existenzielle Sorgen haben, ebenfalls zu den besonders Betroffenen.

Durch den gestörten Schlafryhtmus leidet auch das Immunsystem stark und die Ansteckungsgefahr für Corona steigt an. Das kann zu einem Strudel aus Sorgen und Ängsten führen, der die Situation für Betroffene verschlimmert.

Rassismus in Deutschland: Ein Thema, das uns alle interessieren sollte

Von Sophia Ulrich, Klasse 8c, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen. (Martin Luther King)

Wie lässt sich Rassismus überhaupt definieren? Wenn Menschen aufgrund gewisser Merkmale wie Hautfarbe, Herkunft oder Religion in Gruppen aufgeteilt, ausgegrenzt und minderwertig behandelt und bewertet werden, bezeichnet man dies als Rassismus.

Der Begriff „Rassismus“ kann dabei laut der Internetseite „aware (powered by Malteser)“ in zwei häufig auftretende Formen unterschieden werden. Zum einen spricht man von Rassismus, wenn Menschen aufgrund der Einteilung in verschiedene biologische Rassen diskriminiert werden. Das wohl bekannteste Beispiel für diese Form ist die „Rassenlehre“ der Nationalsozialisten. Zum anderen ist die Teilung von Menschen in Gruppen auf Grund von kulturellen Unterschieden und damit einhergehenden Vorurteilen als Form von Rassismus zu nennen.

Fast jeder kennt die Geschichte von George Floyd: Ein Schwarzer, der 2020 über acht Minuten vom weißen Ex-Polizeibeamten Derek Chauvin mit dem Knie zu Boden gedrückt wurde und daran erstickte. Doch nicht nur in den USA ist Rassismus ein präsentes Problem, mit dem viele Menschen täglich kämpfen müssen. Auch in Deutschland tritt Rassismus noch immer häufig auf: Ein Beispiel dafür ist der Anschlag von Halle am 9. Oktober 2019, bei dem ein bewaffneter Rechtsextremist versuchte, in eine Synagoge einzudringen. Er tötete dabei zwei Menschen und verletzte zwei weitere. Ein anderes Beispiel ist das rassistisch motivierte Attentat in Hanau am 19. Februar 2020, bei dem neun Menschen ermordet wurden.

Viele Menschen müssen auf der Arbeit, in der Schule und im Alltag mit rassistischen Kommentaren oder Aktionen kämpfen. Die Studie „Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände“ der Friedrich-Ebert-Stiftung aus dem Jahre 2016 zeigt erschreckende Ergebnisse: 35 % der Befragten meinten, es seien zu viele Ausländer in Deutschland und knapp 53 % lehnten Geflüchtete ab. 59 % der Befragten mussten selbst täglich Diskriminierung ertragen, zum Beispiel wegen ihres Akzents oder ihres sichtbaren Migrationshintergrunds.

Jeder sollte Rassismus als ein Problem unserer Gesellschaft und auch als sein eigenes ansehen, auch wenn man selbst nicht betroffen ist: Rassismus ist gegen Gleichheit, die im Grundgesetz unter Artikel 7 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie unter Artikel 3 des deutschen Grundgesetztes allen Menschen zugesichert wird. Durch Rassismus können Betroffene nicht gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben. Rassismus verletzt die Menschenwürde.

Jeder kann etwas gegen Rassismus unternehmen: Ein wichtiger Aspekt ist, sich aktiv zu informieren, zum einen um keine Fehlinformationen und Vorurteile zu verbreiten und damit seine Mitmenschen fair zu behandeln. Außerdem sollte man sich immer einmischen, falls man Diskriminierung miterlebt und andere auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen. Besonders wichtig ist, den Betroffenen zuzuhören, die Rassismus täglich erleben. Es zählt nur ihre Sicht, da nur sie entscheiden können, was sie als verletzend empfinden, auch wenn es vielleicht gar nicht so gemeint war.

Rassismus darf in Deutschland nicht ignoriert werden, denn kein Mensch verdient es, aufgrund rassistischer Vorurteile schlecht behandelt zu werden.

Rezension zum Film „Der Pate“

Von Ioannis Proios, 8c, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium ,Ratingen

Der Film „Der Pate“ des Regisseurs Francisco Ford Coppola wurde erstmals 1972 in den Kinos ausgestrahlt. Mit Al Pacino und Marlon Brando in den Hauptrollen ist der Film ist ein Meisterwerk unserer Zeit.

In dem auf dem Jahr 1945 basierenden Film geht es um den Mafiaboss Don Vito Corleone, der Oberhaupt seiner italienischen Familie ist. Don Vito muss sich überlegen, wer das Familienunternehmen übernimmt, wenn er das Zeitliche segnen wird. Sein ältester Sohn Sonny wird bereits in das Familiengeschäft eingeführt, während Don Vito ein Auge auf seinen wichtigsten Sohn Michael wirft. Er soll nach seinen Tod seinen Platz übernehmen. Die Familie feiert mit einer Hochzeit das Ende des zweiten Weltkrieges. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn auf Don Vito wird ein Attentat verübt wegen eines zerplatzen Geschäfts mit einen Drogenhändler. Somit will Michael sich für seinen Vater rächen und muss infolgedessen nach Italien fliehen.

Meiner Meinung nach ist „Der Pate“ einer der besten Filme aller Zeiten, weil die grandiosen Schauspieler Al Pacino und Marlon Brando überzeugen und es viele aufregende Szenarien zu sehen gibt. Ich finde, man muss diesen Film gesehen haben, da er für jung und alt geeignet ist. Sogar meine Großeltern haben ihn mit mir gesehen. Man kann diesen legendären Film mehrfach schauen, ohne dass einem dabei langweilig wird. Ich habe nicht einen einzigen Kritikpunkt, weil dieser Film einfach perfekt ist. Das Beste ist, dass die Geschichte mit einem zweiten und dritten Teil fort gesetzt wird. Für Robert De Niro hat der Film den persönlichen Durchbruch bedeutet. Fazit: Dieser Film ist einzigartig!

Der Pate“ // Deutschland-Start: 24. August 1972 (Kino) // 6. Oktober 2008 (DVD/Blu-ray)

Aufwachsen in verschiedenen Ländern – Ab wann darf ich was?

Von Sarah Meyer, Klasse 8c, Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium, Ratingen

„Die Jugend hat Heimweh nach der Zukunft“ (Jean-Paul Sartre)

Ab wann darf ich eigentlich was? Diese Frage beschäftigt so ziemlich jeden früher oder später im Leben. Je älter man wird, umso mehr möchte man wie ein Erwachsener behandelt werden und die gleichen Rechte haben.  Wie dies geregelt wird, ist weltweit unterschiedlich.

Schon wenn es zu dem Thema Volljährigkeit kommt, gibt es überall verschiedene Gesetze. In vielen Ländern  ist man ab 18 Jahren volljährig. So auch in Deutschland, den USA oder Saudi-Arabien. In einigen Länder, wie zum Beispiel Großbritannien, gilt dies schon ab 16 Jahren. In Deutschland ist die Volljährigkeit gleichbedeutend mit Selbstständigkeit. Das ist allerdings nicht überall so auf der Welt, denn Volljährigkeit heißt nicht überall direkt, dass man alles selber entscheiden darf. In Saudi-Arabien sieht es zum Beispiel ganz anders aus. Dort unterscheiden sich die Regeln für Frauen und Männer, denn Frauen brauchen trotz der Volljährigkeit bei vielen Entscheidungen die Zustimmung einer volljährigen männlichen Person, wie Vater, Großvater oder Partner. Ganz so streng ist es in Großbritannien zwar nicht, doch auch hier gibt es besondere Regeln. Obwohl die Volljährigkeit schon ab 16 Jahren gilt, sind viele Diskotheken beispielsweise erst ab 18 Jahren.

Ab wie viel Jahren man als strafmündig gilt, unterscheidet sich ebenso von Land zu Land. In Großbritannien gibt es klare Regeln. Dort heißt es: Strafmündig ist man ab 10 Jahren. In Deutschland ist es hingegen komplizierter: Dort ist man ab zwar ab 14 Jahren strafmündig, jedoch bis 18 Jahre nur bedingt. Zudem gilt das Erwachsenenstrafrecht erst ab 21 Jahren. Ähnlich kompliziert ist es in den USA. Dort ist man ebenfalls ab 14 Jahren strafmündig, jedoch kann man in wenigen Staaten schon ab 10 Jahren vor Gericht angeklagt werden. Die Todesstrafe gilt dort bei Mord schon ab 14 Jahren. Auch Saudi-Arabien ist es ähnlich: Dort darf die Todesstrafe zwar nicht an Minderjährigen vollzogen werden, allerdings ist man dort schon ab 12 Jahren strafmündig.

Das Erwachsenwerden hat natürlich nicht nur „Nachteile“, sondern öffnet auch neue Türen, wie die Erlaubnis mit dem Auto zu fahren. Das Alter für die Fahrerlaubnis liegt in den meisten Ländern zwischen 16 und 18 Jahren. Allerdings gibt es Sonderregeln, wie zum Beispiel das begleitete Fahren in Deutschland oder das Fahrverbot für Frauen, welches bis 2018 in Saudi-Arabien galt. Demnach konnten die Frauen zwar den Führerschein machen, aber durften nicht hinter dem Lenkrad sitzen.

Mit zunehmendem Alter beschäftigt viele Jugendliche auch das Thema Alkohol. Das Erwerben bzw. Konsumieren von diesem wird aber nicht überall so locker wie in Deutschland gesehen. Während man hier ab 16 Jahren alleine leichten und ab 18 Jahren hochprozentigen Alkohol konsumieren und kaufen darf, ist das Kaufen und Konsumieren jeglicher Art von Alkohol in den USA erst ab 21 Jahren gestattet; in Großbritannien schon mit 16 Jahren. In Saudi- Arabien ist jeglicher Konsum untersagt, einzelne Ausnahmen bilden dort wenige Hotels.

Die Schule füllt einen sehr großen Teil unserer Lebenszeit aus. Wie lange geht man eigentlich in anderen Ländern in die Schule?  In den USA gehen die meisten Kinder bis zur Vollendung der High School, also bis zum 18. Lebensjahr in die Schule. In Großbritannien gibt es eine Schulpflicht vom 5. bis zum 16. Lebensjahr. Danach sind noch Zusatzausbildungen wie die A-Levels möglich. Hier bei uns herrscht eine Schulpflicht bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Dennoch kann man ab der 9. Klasse von der regulären Schule gehen, muss aber dann auf eine Berufsschule, bis man 18 Jahre ist. Wenn man auf einer regulären Schule bleibt, kann man ebenfalls Zusatzausbildungen wie den Realschulabschluss oder das Abitur machen.

Jedes Land hat somit seine ganz eigenen Regeln, welche uns häufig kulturelle Zusammenhänge und Unterschiede zeigen. Man kann also nicht verallgemeinernd sagen: „Ab einem bestimmten Lebensjahr darf ich das“, sondern muss sich über die Regeln seines eigenes Landes informieren. Welche Regeln besser sind, ist schwer zu sagen. Ich denke jeder hat sowohl Positives als auch Negatives über die Regelungen bei sich zu Hause zu berichten.

Der Ätna: Der höchste, aktive Vulkan Europas  

Von Jan Wolfertz, Klasse 8c, Carl Friedrich von Weizäcker- Gymnasium, Ratingen

 Fluch und Segen zugleich!

Der Ätna auf der italienischen Insel Sizilien lässt uns keine Ruhe. Schon wieder gab es eine riesige Aschewolke und eine Lavafontäne, denn in dem Süd-Ost-Krater des Ätnas brodelt es gewaltig. Seit Anfang des Jahres bricht der Vulkan mehrmals wöchentlich aus.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Ätna fast zyklische Eruptionsphasen hat, die sich alle 10 – 20 Jahre wiederholen. Ein Jahrzehnt bricht der Vulkan aus der obersten Öffnung aus (in ruhigen Episoden) und danach in explosionsartigen Episoden. Die Lava sucht sich bei solchen Ausbrüchen alternative Wege (Nebenkrater) zum Gipfelkrater.

Von 2005 – 2015 war die sogenannte „Ruhezeit“ des Ätna, seitdem finden regelmäßige starke und häufige Ausbrüche statt. Wenn sich der Druck in einem der Krater aufbaut, kann es zu einem seitlichen Ausbruch kommen. Dies ist sehr gefährlich, da dann schon tief unten aus dem Vulkan Lava austreten kann und die Lava einen längeren Weg zurücklegen muss, um abzukühlen. Im schlimmsten Fall kann die Lava bis zu den Dörfern hinunterfließen und durch die Wucht der Explosion kann Gestein auf die Dörfer regnen.

Die Menschen in den Dörfern müssen lernen, mit der Gefahr zu leben, da der Vulkan ihnen Lebensgrundlagen bietet. Der Boden ist sehr fruchtbar, man kann den Berg besteigen und es kommen viele Touristen.  Damit können die Bewohner der Dörfer Geld verdienen. Der Vulkan kann aber auch durch seine Aktivität Opfer fordern.

Seit 2013 ist der 3350 Meter hohe Vulkan UNESCO Weltnaturerbe. Der Schichtvulkan besteht aus Basalt und hat mehrere aktive Krater.  Momentan ist der Süd-Ost-Krater auf dem höchsten europäischen Vulkan am aktivsten. Bei den neuen Ausbrüchen schoss die Lavafontäne bis zu 2000 Meter hoch. Die Aschewolke erreichte sogar eine Höhe von knapp 6000 Metern. Solche Ausbrüche beeinträchtigen den Flugverkehr und auf die umliegenden Städte prasselt der Ascheregen. Für die rund 300.000 Einwohner bestand allerdings nur eine geringe Gefahr.