Archiv der Kategorie: Über Texthelden

Wie viel der Spaß wohl kostet?

Von Neela Salmon, Klasse 9, International School of Düsseldorf

Dein Rucksack durchtränkt? Blind auf der Autobahn? Komische Blicke auf der Straße? Woran das wohl liegt. Wir sagen es dir. Es liegt an deinem Stanley Cup! Damit kann einem so einiges passieren. Na klar, der wasserfeste Riese, der fast so groß ist, wie dein Unterarm, sieht ohne Frage mega schick aus! Doch verdient er es, als Wasserflasche bezeichnet zu werden? Er kann ja nicht mal das Wasser im Behälter halten, geschweige denn in deinen Rucksack passen. Da braucht man sich nicht wundern, dass der Rucksack dies nicht überlebt. Stellt euch dann vor, ihr sitzt im Auto, wollt die Wasserflasche auf dem Beifahrerplatz neben euch stellen und es klappt einfach nicht. Bang! Bang! Bang! Vielleicht funktioniert es ja beim vierten Mal. Viel Glück, das wirst du brauchen. Und das alles für mehr als 50 Euro? Da sind wir uns doch einig, dass dies eine Unverschämtheit ist. Trotzdem muss ich gestehen, dass am Ende des Tages genau dieser viel zu überteuerte, große, schicke, undichte Wasserbehälter mein Herz erobert. Allesamt, bleibt hydriert und viel Spaß, wenn’s Zeit zum Reinigen ist! Nach dem Sonnenschein kommt Regen.

Das haben jetzt alle: XXL-Jogginghosen

Von Hendrik Rehse, Klasse 9, International School of Düsseldorf

Man läuft durch die Gänge in der Schule und man denkt, dass die Leute links und rechts mit ihren XXL-Jogginghosen sich gehen lassen. Wie Karl Lagerfeld gesagt hat: „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“. Die Jogginghosen sehen einfach ridiculous aus. Aber seit wann trägt jeder eigentlich Jogginghosen? Der Trend kam mit den 2010er Kindern, auch genannt die Tiktok-Generation. Die „Fortnite Fetzer“, alias Gen Z/Alpha, tragen „Penner Pants“, weil sie denken, dass sie damit fresh aussehen würden, obwohl sie eigentlich damit aussehen, als hätten sie eine Geschmacksverirrung. Jogginghosen tragen bringt natürlich auch mehr Komfort. Dies ist natürlich essentiell für das stressige Leben der neuen Generation. Einer der Gründe, warum die früheren Generationen zurecht so empört über diesen Trend sind, ist, weil es eigentlich schon immer lässige, aber trotzdem formale, gutaussehende Mode gab. Wie alle neuen Trends in den letzten zehn Jahren kommt auch dieser Trend davon, dass beliebte Rapper wie Eminem sie öfters getragen haben, auch Marken wie Nike, Adidas, Puma und so weiter haben eine ganze Generation dazu gebracht, wie Penner oder Rapper durch die Welt zu gehen.

Wie uns der Sportverein hilft, dem Alltag zu entfliehen

Von Emil Bischof, Klasse 8d, Otto-Hahn-Gymnasium

Vielen von uns ist das Gefühl nach einer gelungenen Trainingseinheit bekannt. Dabei ist es egal, ob man vom Joggen, einem Besuch im Fitnessstudio oder aus der gewohnten Umgebung des Sportvereins zurückkommt. Mit Letzterem möchte ich mich heute beschäftigen. Der Sportverein ist für viele ein Rückzugsort, um dem Alltagsstress zu entkommen und sich, nach stundenlangem Stillsitzen, endlich mal körperlich zu verausgaben. So ist es auch bei mir, denn ich besuche seit Jahren einen Schwimmverein in Monheim. Jeder wird dort individuell gefördert und gestärkt. Ich gehe in erster Linie zum Vereinstraining, weil es mir Spaß macht, aber auch, um mit den Leuten, die mir ans Herz gewachsen sind, zusammen zu trainieren. Gemeinsam wachsen wir an unseren Aufgaben und Herausforderungen. In meinem Verein lerne ich zudem ständig neue Sichtweisen verschiedener Menschen kennen. Viele der erlernten Fähigkeiten lassen sich auch im Alltag anwenden. Manchmal muss man Dinge einfach auf sich zukommen lassen und einer neuen Aufgabe mit Offenheit begegnen. Deshalb: Trau du dich auch, einem Sportverein beizutreten, wenn du noch kein Mitglied bist.

Exkursion zur Druckerei der Rheinischen Post

Von Lina Aburawi, Yaren Sentürk, Leonard Budzinskis, Hugo-Junkers-Gymnasium

Am 1. Februar 2024 begaben sich die Klassen 8a und 8c des Hugo-Junkers-Gymnasiums voller Vorfreude zur Druckerei der Rheinischen Post in Düsseldorf-Herdt. Ihre Neugier auf die Druckerei war geweckt – wie würde sie wohl aussehen? Mit der Straßenbahn und einem kurzen Fußmarsch erreichten sie schließlich ihr Ziel. Eine freundliche Dame erwartete sie bereits an der Rezeption des Druckgebäudes, wo jeder seinen Besucherausweis erhielt.
Nach einer Präsentation über die Geschichte der Zeitungen und ihre Veränderungen im Laufe der Zeit wurde den Schüler alte Ausgaben der Rheinischen Post präsentiert, um die Veränderungen zur aktuellen Version deutlich zu machen. Voller Erwartung begann dann die Tour.

Die Atmosphäre der Druckerhalle war durchdrungen von dem Geruch von Papier, während die Schüler staunend die zahlreichen Maschinen betrachteten. Während eines Teils des Rundgangs stießen die Schüler auf automatisierte Roboter, die sich frei bewegen konnten. Diese Maschinen waren damit beschäftigt, Papierrollen zu sortieren und sie an ihren richtigen Platz zu legen. Die Führungskraft der Druckerei erklärte, dass jeder einzelne Roboter mehr als 300.000€ kostet. Die Maschinen machten während ihrer Arbeit Geräusche, um darauf hinzuweisen, dass niemand in ihre Nähe gehen sollte, um Unfälle zu vermeiden.

An einem anderen Ort der Druckerei sahen die Schüler einen Mitarbeiter, der Papierrollen vorbereitete, um Zeitungen zu drucken. Er öffnete die Rollen und bereitete sie für den Druck vor. Sie sahen auch riesige Stapel von Papierrollen. Die Führungskraft erklärte ebenfalls, dass ein Stapel mehr Gewicht habe als ein Nilpferd. Es war ein beeindruckender Anblick, der den Schülern die enorme Menge an Papier vor Augen führte und ihnen einen Einblick in die Herausforderungen der Druckproduktion gab. Am Ende ihres Rundgangs kamen die Schüler in einen Raum mit drei alten Druckmaschinen. Diese Maschinen waren ein wichtiger Teil der Geschichte der Druckerei. Die Schüler betrachteten sie genau und stellten sich vor, wie sie früher funktionierten und Zeitungen herstellten.

Nach dem Ausflug waren die Schüler begeistert und fanden ihn äußerst spannend. Der Besuch in der Druckerei hatte nicht nur ihre Neugierde geweckt, sondern auch ihren Respekt für das Handwerk des Zeitungsdrucks vertieft.

Auswirkungen für die Europawahl

Coleen Brock, 11. Klasse, Robert-Schuman-Europaschule

Mitte-Studie 2023 der Friedrich-Ebert-Stiftung enthüllt besorgniserregende Ergebnisse zu Verschwörungsglauben, Populismus und politischer Gewalt

Die neue Mitte-Studie, die sich mit Verschwörungsglauben, Populismus, Völkisch autoritär rebellische Einstellungen und Billigung politischer Gewalt auseinandersetzt, zeigt, dass die Demokratie einer Herausforderung auseinandergesetzt ist. Die Studie vergleicht Daten aus dem Jahr 2018 bis 2023.

Immer mehr Menschen neigen dazu, Verschwörungstheorien zu glauben und politische Entscheidungen nicht zu hinterfragen.  Im Jahr 2020 ist die Prozentzahl der Verschwörungsgläubigen, gerade auch durch den Coronavirus um 8,1% gestiegen. Die Zahl ist 2022 /2023 nochmal drastisch um 4,5% gestiegen. Daraus folgt die Problematik, dass die Gesellschaft anfängt sich zu spalten.

Mit einer Prozentzahl von 32,6% erreicht der Populismus in Deutschland im Jahr 2023 seinen Höchststand. Dies beinhaltet fast ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland. Durch diese Zahl wird deutlich, dass die Deutschen Bürger*innen unzufrieden mit der Politik sind. Parteien, die einfache und unkomplizierte Lösungen für komplexe Probleme versprechen, gewinnen an Aufmerksamkeit und beeinflussen die Politik. Im Jahr 2018 war der Populismus in Deutschland mit 19,4% vertreten.

28,6% der Befragten haben eine Völkisch-autoritär-rebellische Einstellung. Das ist ein Anstieg von 0,1 Prozent. Verdeutlicht wird damit, dass die Menschen ein Volk sein wollen, beidem es eine klare Richtung und einen Führer gibt. Dabei wird das Thema „Demokratie“ ganz ausgelassen und stellt somit eine Gefahr dafür dar. Welche Konsequenzen es für die Wahl des Europaparlaments haben wir, da auch in anderen Ländern rechts- und linkspopulistische Parteien auf dem Vormarsch sind, ist vorauszusehen.

Ein weiteres besorgniserregendes Ergebnis der Studie ist der Anstieg politischer Gewalt in der Gesellschaft. Die politische Gewalt lag in 2018 noch bei 5,3 % und lag 2023 bei 13,2%. Dabei ist ein drastischer Anstieg von einer Gewaltbereiten Gesellschaft zu erkennen.

All diese Aspekte stellen eine herausfordernde und problematische Situation für die Demokratie dar. Die Mittestudie 2023 macht deutlich, dass es notwendig ist, diesen Zahlen entgegenzuwirken und die demokratischen Werte zu verteidigen. Im Hinblick auf die Europa- und Landtagswahlen bedarf es Maßnahmen, um Verschwörungsglauben, Populismus und politischer Gewalt einzuschränken um somit die Demokratie zu stärken.

Nur so kann eine friedliche und gerechte Gesellschaft für alle Bürger*innen gewährleistet und ein liberales freies Europa verteidigt werden.

Eine actiongeladene Darstellung der Wahl zwischen Moral, Macht und Liebe

Von Julia Pucklitzsch, Internationale Schule von Düsseldorf

Der neueste Teil aus der Jugend-Filmreihe “Die Tribute von Panem”: Tom Blyth verkörpert Corialanus Snow, den gleichzeitig Protagonisten und Antagonisten des Films.

Panem – ein dystopisches Land in 12 sogenannte ‘Distrikte’ unterteilt, bildet die Kulisse für “Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes”. Jedes Jahr werden ein Mädchen und ein Junge, ‘Tribute’ zwischen 12-18 Jahre, aus jedem Distrikt für die Hungerspiele gewählt. Spiele sind es vielleicht für die Bewohner des Kapitols, die Hauptstadt Panems und die Stadt der reichen und sorglosen Eliten. Doch für die Tribute geht es um Leben und Tod, denn sie müssen gegeneinander antreten. Am Ende: 23 Tote, ein Überlebender. 23 Verlierer, einen ‘Gewinner’. “Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes” von Regisseur Francis Lawrence ist die Vorgeschichte zur beliebten “Die Tribute von Panem”-Filmreihe, adaptiert von den Büchern von Suzanne Collins.

Jahre bevor er der tyrannische Präsident Panems wird, absolviert der 18-jährige Coriolanus Snow (Tom Blyth) seine Ausbildung an der Akademie des Kapitols. Snow, der seit seiner Kindheit durch den Bürgerkrieg in Armut lebt, hat hart gearbeitet, um der beste Schüler zu werden und das jährliche Stipendium zu gewinnen. Doch dieses Jahr hat sich was verändert. Dr. Volumnia Gaul (Viola Davis), die Organisatorin der Hungerspiele, beschließt, jedem Schüler einen Tribut zuzuteilen; der Schüler, der die beste ‘Show’ mit seinem Tribut für die Zuschauer im Kapitol bietet, erhält das begehrte Stipendium.

Snow wird mit Lucy Gray Baird (Rachel Zegler) aus Distrikt 12 gepaart. Lucy Gray ist eine leidenschaftliche Musikerin und Sängerin. Snow weiß, dass sie nicht die Spiele durch das Kämpfen gewinnen wird – dass er die Spiele nicht mit ihr durch Kämpfen gewinnen wird – deshalb hat er vor, die Herzen des Zuschauers durch Lucy Grays ansteckende Ausstrahlung und ihren fesselnden Gesang zu gewinnen. Lucy Gray Baird gewinnt auch das Herz von Coriolanus Snow und im Verlauf des Films beginnt er, sich in sie zu verlieben.

Die beiden stammen aus unterschiedlichen Welten und haben verschiedene Perspektiven, wie ein ideales Panem aussehen sollte. Lucy Gray findet die Hungerspiele und das System des Landes grausam und unmoralisch. Snow hingegen ist fest davon überzeugt, dass das Land eine stabile Struktur und Kontrolle über seine Menschen benötigt; die Spiele sollen die Bürger der Distrikte disziplinieren und Ausbrüche von Rebellen verhindern, die gegen das Kapitol sind. Der zielstrebige Snow muss entscheiden, was für ihn wichtiger ist: Liebe oder Macht.

Der Film taucht den Zuschauer komplett in die fiktive Welt von Panem ein. Vollgepackt mit Action, Verrat und an manchen Stellen gewalttätig. Er enthält ein ständiges Hin und Her zwischen Recht und Unrecht. Die Kinematographie und Filmsets sind zu loben. Die Größe der enormen Arena, in der die Hungerspiele stattfinden, ist auch auf der Leinwand spürbar. Die Intensität steigt umso höher und fesselt den Zuschauer.

Hauptdarsteller Tom Blyth repräsentiert seine Rolle als machthungriger Protagonist Coriolanus Snow lobenswert – insbesondere sein Abstieg in den Wahnsinn wird erstaunlich dargestellt. Er wechselt nahtlos zwischen den beiden Seiten Snows; man will auf seiner Seite sein, aber im Inneren weiß man, dass er in den späteren Filmen der Hauptantagonist ist. Rachel Zegler ist wunderbar, ihre Stimme bezaubernd und Szenen mit Zegler und Snow zusammen sind beeindruckend. Auch der Schauspieler von Sejanus Plinth (Josh Andrés Rivera), dem besten Freund von Snow, ist großartig und Viola Davis, die die etwas psychotische Dr. Volumnia Gaul spielt, ist fantastisch und ihre Einschüchterung geht über den Bildschirm hinaus. Dekan Casca Highbottom, gespielt von Peter Dinklage, ist brillant.

Falls die beeindruckende Besetzung nicht überzeugend genug ist, gibt es im Film ein Lied von der berühmten Pop-Sängerin Olivia Rodrigo, “Can’t Catch Me Now”, das speziell für den Film geschrieben wurde. Das Lied ging auf TikTok viral und passt gut in die Geschichte.

Wenn man die “Tribute von Panem” Filmreihe/Bücherreihe nie angeschaut/gelesen hat, egal wie viel man versteht oder nicht, ist dieser Film trotzdem zu empfehlen. Er sollte nicht nur als Jugendfilm betrachtet werden. “Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes” ist ein guter Einstieg für Jugendliche in die Themen der ungerechten Verteilung der Gesellschaftsklassen und ausbeuterische Regierungssysteme, aber es ist an manchen Stellen ziemlich brutal – wofür viele Jugendliche dankbar sein könnten, denn er behandelt seine jüngeren Zuschauer wie Erwachsene.

Wie weit würde man gehen, um die Macht zu erreichen?

“Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes”, 2023 – Regie: Francis Lawrence; mit Tom Blyth, Rachel Zegler, Hunter Schafer, Viola Davis, Peter Dinklage, Josh André Rivera, Jason Schwartzman; 157 Minuten

Links außen: Nackt im Museum

Von Pepe Usko, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Auf so etwas habe ich gewartet. Am Wochenende sind in Münster etwa 100 Leute nackt in einem Museum herumspaziert, um eine Nackt-Ausstellung anzuschauen. Also Nackte beobachten Akte. Ich frage mich, was bei manchen Leuten falsch gelaufen ist. Ich meine, man kann sich entspannt einen Film auf Netflix angucken, oder man läuft halt nackt im Museum rum und guckt sich ,,Nudes” an. Wenigstens wurde das Museum für den Abend gesperrt. Es käme schon überraschend, wenn man im Museum vertieft in die Kunst der Aktmalerei wäre und auf einmal eine Gruppe von Nackten auf sich zulaufen sieht.

Wann kommt denn die Zeit, in der man in Düsseldorf, unserer Landeshauptstadt, nackt durchs Museum flitzen darf? Ich würde da auf jeden Fall mitmachen.

“Dieses Museum ist ein offener Ort” – aber war es ein bisschen zu offen?

Von Amelie Finzel, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Offenheit spielt eine wichtige Rolle in unserer Welt, jedoch hat diese in einem Museum in Münster ein Ausmaß angenommen, das doch recht ungewöhnlich ist. Besucher einer Führung durften sich unbekleidet die Ausstellung “Nudes” ansehen, eine Ausstellung über nackte Körper.

Da kommen also nackte Menschen in ein Museum, um Bilder von nackten Menschen anzusehen. Es war bestimmt eine befreiende Erfahrung für alle, die daran teilgenommen haben. Ich frage mich aber, wohin mehr geschaut wurde, auf die anderen Gäste oder die Bilder? Vielleicht hat der eine oder andere ja sogar gedacht, dass das Original manchmal besser aussieht als das Bild?

Die Teilnehmer der Führung haben sich wahrscheinlich nicht diese Gedanken gemacht, weil sie Nacktheit als Normalzustand ansehen. Kleidung ist nicht nur dazu da, um den Körper zu verstecken, sondern auch, um sich warm zu halten. Einige der nackten Teilnehmer haben dies sicherlich auch bemerkt. Fest steht aber: den Nackten auf den Bildern war die Temperatur egal!

Links aussen: Nackts im Museum

Von Kai Schikarski, International School of Düsseldorf

Man will einfach friedlich und entspannt als Wochenendtrip mit den Kindern ins Museum, um die Nacktbilder Ausstellung “Nudes” anzuschauen – und dann kreuzen da einfach mal 100 nackte Homo-Sapiens auf. Mir genügt auch ein Nackter in der Hallenbaddusche, aber gleich 100 von denen???  Stellen Sie sich doch mal vor, Ihr Chef steht nackt da und bewundert Nacktbilder! Na, zum Glück war die Ausstellung an diesem Abend ja gesperrt für die bekleidete Öffentlichkeit. Da wurden die Museumsbesucher auf einmal selbst zum Ausstellungsstück. Und bezahlt wird man auch nicht, umgekehrt zahlt man dafür, von irgendwelchen pubertierenden Jungs bewundert zu werden. Auf die Aufmerksamkeit kann ich gut und gerne verzichten. Aber immerhin wurde Gleichberechtigung bei dieser Ausstellung wertgeschätzt, wenn die Figuren auf den Bildern nackt sind, müssen sich die Betrachter halt aus Solidarität auch ausziehen. Das ist doch Datenschutz-Next-Level, wenn man ein Foto macht – natürlich von den Bildern!

Inspiriert von dieser wunderschönen Ausstellung ging ich letztens nackt ins Kino, doch dann kamen so Kunstbanausen in dunkelblauem Kostüm und mit so einem blinkenden Auto und haben mich einfach entführt. So ein Pech aber auch! Ich bleib am Ball, das nächste Nackt Event kommt sicher!

Das Phantom der Oper

Leidenschaft auf der Bühne

Von Isabelle Nguyen, Helmholtz-Gymnasium, Hilden

Düsseldorf Gesang, Schauspiel und Tanz – Diese Elemente prägen das berühmte Musical „Phantom der Oper“. 3for1 Trinity Concerts bringt eine moderne Variante dieses Stücks auf die Bühne, die nicht nur für Erwachsene, sondern auch für die ganze Familie geeignet ist.

Vor der Mitsubishi Electric Halle versammelt sich am Samstagabend erwartungsvoll eine riesige Menschenmenge. Im Eingangsbereich werden Cola, Nachos und Popcorn angeboten. Sobald sich die Saaltüren öffnen, strömen die Besucher voller Vorfreude hinein. Um Punkt 19 Uhr wird es dunkel, die Vorstellung beginnt.

Das von den Hauptdarstellern Deborah Sasson und Jochen Sautter produzierte Musical wird von ihrer eigens komponierten Musik begleitet. „Wir haben uns am Buch von Gaston Alfred Louis Leroux orientiert“, erklärt Jochen Sautter in der Pause. „Dadurch wird das Stück dramatischer und unterhaltsamer.“ Die Geschichte handelt von dem Chormädchen Christine Daaé, das dank der Hilfe des Phantoms, eines musikalischen Genies mit verunstaltetem Gesicht, den Sprung auf die große Bühne der Pariser Oper „Opéra Garnier” schafft. Nun steht sie jedoch in der Schuld des Phantoms, das sie heiraten möchte, während Christine ihren alten Kindergartenfreund Raoul Comte de Chagny liebt.

„Die geheimnisvollen Geräusche und der See aus dem Musical existieren übrigens wirklich unter der ‚Opéra Garnier‘“, verrät Uwe Kröger, der das Phantom spielt. Trotz der tragischen Liebesgeschichte wird das Stück durch leicht verständliche Sprache und Comedy-Einlagen zu einer Aufführung, die auch Kinder begeistern kann.

Nach dem überragenden Erfolg der Tournee 2022/23 können die Hauptdarsteller Deborah Sasson, Jochen Sautter und Uwe Kröger für ein weiteres Jahr gewonnen werden, deutschlandweit beim Musical mitzuwirken. Doch nicht nur sie sind der Schlüssel zum Erfolg dieser Produktion. Auch sämtliche anderen Darsteller und vor allem die Arbeiter hinter den Kulissen, wie Bühnentechniker und Maskenbildner, tragen dazu bei, dieses Musical auf die Beine zu stellen.

Nach insgesamt drei Stunden endet die Vorstellung, und das mitgerissene Publikum applaudiert. „Die Aufführung war einfach unglaublich“, schwärmt eine Zuschauerin. Kein Wunder, denn im vergangenen Jahr wurde das Musical aufgrund der Qualität der Darsteller, der Musik und des spektakulären Bühnenbilds von „Sonnenklar TV“ mit der „Goldenen Sonne 2023“ zum besten Musical ausgezeichnet.

Der Saal leert sich langsam, und die Zuschauer gehen begeistert nach Hause, jedoch auch etwas traurig darüber, dass die Vorstellung vorbei ist. Doch für das Team des Musicals ist noch längst nicht alles vorbei, denn am nächsten Tag geht es in die nächste Stadt, um weitere Aufführungen zu präsentieren.