Archiv der Kategorie: Willich

Das FUNiño ein neues System im Kinder- und Jugendfußball

Von Liza Rieger, Klasse 8a, St.Bernhard-Gymnasium

Laut Wikipedia hat sich der DFB im Jahr 2022 dazu entschieden, im Jugendfußball von den Bambinis bis zur F-Jugend, also bei Kindern im Alter von 4-9 Jahren, das sogenannte FUNiño System für alle Bundesländer als Spiel-Format ab der Saison 2024/25 einzuführen.

Doch was heißt FUNiño überhaupt? Wie funktioniert dieses System? Und ist es eine gute Idee das System auch noch in der E-Jugend weiterzuführen und erst ab der D-Jugend das Punktesystem wieder einzuführen?
Der Name des Systems „FUNiño” setzt sich aus dem englischen Wort „fun” (dt. für Spaß) und dem spanischen Wort „niño”, also Kind, zusammen. Im Umkehrschluss soll das Wort „Spaß für Kinder” bedeuten. Das System funktioniert folgendermaßen: Das Team wird auf zwei sogenannte Kleinfelder aufgeteilt, deren Größe jeweils 32 x 25 Meter beträgt, beide Felder haben vier Tore, jedes Team muss zwei verteidigen.  Sechs Kinder spielen pro Feld, drei aus jeder Mannschaft. Auf beiden Feldern wird parallel für zehn Minuten gespielt. Wenn ein Tor erzielt wurde oder wenn zwei Minuten torlos vergangen sind, werden beide Mannschaften ausgewechselt. Die Tore von beiden Feldern werden addiert, dadurch ermittelt man das Spielergebnis. Dieses System wird bei Turnieren gespielt. Tabellen oder andere Möglichkeiten, bei denen eingetragen wird, wer gewonnen hat und wer verloren hat, gibt es nicht. Die Siegermannschaft steigt ein Spielfeld auf und die Verlierermannschaft steigt ein Spielfeld ab. Auch richtige Schiedsrichter gibt es beim FUNiño-System nicht, denn die Kinder sollen selbst entscheiden, ob sie bei einem Foul getroffen wurden oder nicht, so sollen sie von klein auf das Fair-Play-Spiel lernen. Dadurch, dass es mehrere Spiele gibt, bleibt das Spiel, das man verloren hat, nicht so gravierend in Erinnerung ud fördert den Spaß-Aspekt.

Das Ziel dieses Systems ist, dass die Kinder mehr Ballkontakt haben und besser dribbeln lernen, aber trotzdem viele Pässe spielen und somit möglichst viele Tore erzielen können. Außerdem haben alle die gleiche Spielzeit.
Der DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke ist beispielsweise gegen die Einführung des FUNiño-Systems. Als er zur Reform des Kinderfußballs aufrief, äußerte er sich sarkastisch: „Demnächst spielen wir dann noch ohne Ball. Oder wir machen den eckig, damit er den etwas langsameren Jugendlichen nicht mehr wegläuft“. Hans-Joachim Watzke ist aber nicht der Einzige, der das FUNiño-System nicht befürwortet. Viele glauben, dass das System für den Sport nicht angemessen ist. Sie sind der Meinung, dass man mit diesem System zu nett ist und die Kinder dadurch nicht lernen mit Enttäuschungen umzugehen. Außerdem argumentieren viele Kritiker, dass sich Kinder ohne Leistungsdruck und Wettkampfgeist nicht bemühen würden, gute Ergebnisse abzuliefern.

Und was ist mit den Torhütern? Auch das ist eine viel gestellte Frage der Kritiker.
Bei den Bambinis werden tatsächlich noch keine Torhüter eingesetzt. Ab der F-Jugend sollen nach und nach Torhüter dazu kommen und in der E-Jugend soll regelmäßiger mit Torhütern gespielt werden. Natürlich soll im Training auch der Torschuss geübt werden und die Trainingseinheiten so aufgebaut, dass sich jeder im Tor ausprobieren kann und für sich entscheiden kann, ob Torhüterin oder Torhüter sein infrage käme. Auf Statistiken sieht man oft, dass die wenigsten Profitorhüter in der F-Jugend schon im Tor gespielt haben.

Mit Enttäuschungen umzugehen, lernen die Kinder auch im FUNiño-System, nur mit weniger Leistungsdruck. Wenn sie ein Spiel gewinnen, werden sie hochgestuft – so wirkt das Belohnungssystem dennoch. Auch das Argument, dass das kein „richtiges“ Fußballspiel sei, kann entkräftet werden, denn Fußball spielen bedeutet, dass zwei Mannschaften gegeneinander spielen und auf Tore schießen. Am besten mit vielen Toren und viel Spaß. Und genau diese beiden Aspekte werden beim FUNiño-System gefördert.

Erneutes Duell der beiden Politiker? US-Wahlen 2024

Von Ronja Welbers, Klasse 8a, St.-Bernhard-Gymnasium 

Treten Donald Trump und Joe Biden bei der US-Wahl 2024 noch einmal gegeneinander an – wer gewinnt dieses Mal das Rennen und womit werben die Rivalen im Jahr 2024?

Trumps Kandidatur und seine Wahlpropaganda
Seit der Bekanntgabe des letzten Wahlergebnisses im Jahr 2020 war so gut wie klar, dass der von 2017 bis 2021 amtierende Präsident Donald Trump (77) erneut versuchen wird zu kandidieren. Dies ist bereits seine dritte Präsidentschaftskandidatur. Mit polarisierenden Worten und dem Spruch: „Make America Great Again“, hatte Trump bereits 2016 die Wahl gewinnen können. 2024 ist Donald Trump noch brutaler in seiner Rhetorik und kompromissloser in seiner politischen Agenda.

Trumps Pläne für eine neue Regierungszeit sind unter anderem der Weiterbau an der Grenzmauer zu Mexiko und ein weitreichender Eiwanderungsstopp, der auch legale Einwanderer betreffen würde. Zudem gab Trumps früherer Verteidigungsminister Mark Esper bekannt, dass Trump sehr wahrscheinlich einige amerikanische Truppen aus verbündeten Nationen abziehen wird, beginnend mit Deutschland. Außerdem, so Esper, wird Trump versuchen, die USA aus der Nato herauszulösen.

Einige Zeit lang wurde versucht die Kandidatur des ehemaligen Präsidenten zu verhindern, jedoch waren die Bemühen erfolglos. Da die Parteibasis ihn trotz Skandale und juristischer Probleme weiter unterstützt. Am 15.11.2022 kündigte Trump endgültig seine Teilnahme an. Andere Kandidaten der Republikaner, wie beispielsweise Nikki Hayley, sind nach und nach aus der Wahl ausgestiegen.

Joe Biden – Bleibt er Präsident?
Nun stellt sich jedoch die Frage, wer für die demokratische Partei bei den Präsidentschaftswahlen 2024 antritt. Wie bei vielen anderen Wahlen wird sich auch hier der amtierende Präsident Joe Biden erneut zur Wahl stellen, er ist 80 Jahre alt und damit der älteste US-Präsident. Ende April 2023 gab er seine erneute Kandidatur bekannt.  Sein Wahlkampf beruht hauptsächlich auf der Minimierung des Klimawandels und der Erweiterung der Menschenrechte in den USA.  Joe Biden bekam viel Kritik für seine Kandidatur in hohem Alter, setzte sich dennoch bei den Demokraten durch.

Vorwahlen und Umfrageergebnisse
Nun steht es fest: Es wird zu einer Neuauflage des Duells zwischen Joe Biden und Donald Trump kommen. Das letzte Mal standen sich die beiden im Jahr 2020 gegenüber. Wie die Auszählung damals endete, ist in die Geschichtsbücher eingegangen: Nach einer aufgeladenen Rede von Donald Trump kam es am 6. Januar 2021 zum Sturm auf das US-Kapitol. Fünf Menschen starben, Hunderte wurden verletzt. Aktuellen Umfrageergebnissen vom 3. Mai zu Folge führt Donald Trump mit 46 Prozent vor Joe Biden, der 44,9 Prozent der Stimmen erhalten hat. Am 5. November 2024 ist es so weit und die Amerikaner und Amerikanerinnen wählen ihren 47. Präsidenten. Diese Wahl wird die Welt nachhaltig verändern. Am 6. Januar 2025 folgt traditionell die Stimmauszählung im Kongress. Der „Inauguration Day“, der Tag der Amtseinführung des Präsidenten, ist schließlich am 20. Januar 2025.

Fazit
Viele Politikerinnen und Politiker in Europa und der ganzen Welt machen sich Sorgen um den Ausgang der US-Wahlen. Doch nicht nur sie bangen um das Ergebnis, auch die Bevölkerung ist unsicher. Alle Hoffnung lastet nun auf den Wahlberechtigten in den USA. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Das finnische Schulsystem – ein Vorbild für Deutschland?

Von Polina Nagornova und Lara Eggers, Klasse 8a, St.-Bernhard-Gymnasium

Immer wieder hört man, dass Finnland eines der besten Schulsysteme in Europa hat. Doch wie sind die Finnen zu diesem Ruf gekommen, und was kann hier, bei uns in Deutschland, optimiert oder verändert werden? 

Wie in Deutschland gilt auch in Finnland eine Schulpflicht ab dem siebten Lebensjahr. Jüngere Kinder können in einen Kindergarten oder in eine freiwillige Vorschule gehen.  Anders als in Deutschland werden die Kinder nicht auf Haupt- und Realschule und Gymnasium aufgeteilt, sondern besuchen neun Jahre lang eine Gesamtschule. Danach kann man entweder mit der gymnasialen Oberstufe oder einer Berufsschule fortfahren. Beide abschließenden Schularten berechtigen zum Studium an einer Universität. Das Besondere am finnischen Schulsystem ist die Art, wie die Schülerinnen und Schüler selektiert werden. Dadurch, dass alle neun Jahre lang gemeinsam dieselbe Schule besuchen, haben die Kinder und Jugendlichen mehr Zeit sich ohne Leistungsdruck zu entwickeln.  

 

Doch was ist so entscheidend besser am finnischen Schulsystem? Sind es die Noten oder die Ferien? 

Ein weiterer wichtigerer Punkt ist das Notensystem. In Deutschland werden bereits ab der zweiten Klasse Noten von 1 bis 6, also von sehr gut bis ungenügend vergeben, während der Zeitpunkt der Noteneinführung in Finnland variiert. Ab dem fünften Schuljahr können Noten vergeben werden und erst ab der neunten Klasse ist die Notenvergabe Pflicht. Die Noten werden in Punkten, ähnlich wie bei uns in der Oberstufe gezählt. Allerdings gibt es bei den Finnen Punkte von 4 bis10. Dabei ist 4 die niedrigste Punktzahl, die man erreichen kann und 10 die höchste. Auffällig ist außerdem die Anzahl der Stunden pro Woche. In Finnland hat eine Schulwoche 19-20 Stunden und in Deutschland 36 Stunden. So eine kurze Woche bietet den Schülerinnen und Schülern eine möglichst stressfreie Schulzeit. Was sich ebenso etwas unterscheidet, sind die Ferien. In Finnland sind die Oster- und Herbstferien kürzer als bei uns, nämlich vier Tage. Dafür dauern die Weihnachtsferien aber 16 Tage und die Sommerferien können bis zu 2,5 Monate lang sein. Wenn man sich jetzt unsere Sommerferien mit sechs Wochen anschaut, stellt man einen großen Unterschied fest. 

 

Liegt der Erfolg auch in der Motivation der Schülerinnen und Schüler? 

Das Lernmaterial in Finnland ist im Gegensatz zu Deutschland komplett kostenfrei, so werden Bücher, Hefte, Stifte etc. allen zur Verfügung gestellt. Der Transport zur Schule ist ebenfalls kostenlos, so können auch Kinder mit einer schwierigen finanziellen Situation problemlos am Schulleben teilnehmen. Vorteile aus dem Schulsystem ziehen ebenfalls leistungsschwächere und behinderte Kinder, da sie gut gefördert werden. In Finnland werden alle Fächer gleich gewertet, das bedeutet, es gibt weder Haupt- noch Nebenfächer. Anders als bei uns in Deutschland, gibt es bei den Finnen das Fach „Handarbeit”. In diesem Fach werden verschiedene Werkstücke nach Anleitung hergestellt. Außerdem benutzen die Finnen viel mehr Technik in der Schule als in Deutschland, das sorgt dafür, dass die Kinder sich schon viel früher mit diesem Thema auseinandersetzen. Häufig haben die Heranwachsenden so weniger Probleme im Berufsleben. Im Gegensatz zu Deutschland duzen sich die Kinder und Lehrkräfte gegenseitig. Auf diese Weise haben Lehrende und Lernende ein relativ lockeres Verhältnis und verstehen sich in der Regel besser. Die Kinder in Finnland können selbst entscheiden, wo und wie sie lernen. Das bedeutet, dass sie individuelle Lernorte, sowie Techniken ausprobieren können. So lernen Kinder Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und sich an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.


Fazit

Es gibt es einige Aspekte aus dem finnischen Schulsystem, die man in Deutschland einführen sollte. Kern einer guten Schulbildung ist, dass man auf das Wohlbefinden der Schüler und Schülerinnen achtet. Besonders relevant sind dabei die Schulzeiten. Wenn die Schülerinnen und Schüler mehr Freizeit haben, können sie sich besser im Unterricht konzentrieren. Der Leistungsdruck sollte heruntergeschraubt werden, um die mentale Gesundheit der Kinder nicht zu gefährden. Optimal wären auch neue, abwechslungsreichere Fächer, wie zum Beispiel „Handarbeit”. So werden die vielseitigen Interessen der Kinder angesprochen und sie haben mehr Motivation, am Unterricht teilzunehmen. In Deutschland gibt es an Hauptschulen bereits „Kochunterricht”. Allerdings könnte man das auch bei anderen Schulformen einführen. Auch Themen wie Steuererklärung oder Finanzen sollten in den Schulunterricht integriert werden, denn Jugendliche werden sich damit in ihrem zukünftigen Leben auseinandersetzen müssen. Wir als Schülerinnen und Schüler würden auf jeden Fall begrüßen, wenn unsere Bedürfnisse mehr Berücksichtigung finden.

Umfrage zur Bildschirmzeit

von Maja Koch, Romy Castenow, Romy Rentrop und Hannah Jakobs, Klasse 8c, St. Bernhard-Gymnasium, Willich

Wir haben im März 2023 eine Umfrage zum Thema Bildschirmzeit von Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren durchgeführt. Dazu wurden die Schüler:innen des St. Bernhard-Gymnasiums in Willich befragt.

Laut den Ergebnissen der Umfrage beschäftigen sich Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren 1-3 Stunden pro Tag mit bzw. am Handy. Viele der Eltern der Befragten grenzen die Bildschirmzeit ihres Kindes ein, damit diese mehr Zeit draußen verbringen. Der Großteil der Jungen in diesem Alter nutzt das Handy hauptsächlich, um dort Spiele zu spielen, also vorwiegend zum Zeitvertreib. Besonders beliebt sind Apps wie Brawlstars, Clash Royal, etc. Mädchen hingegen verwenden ihr Smartphone vorwiegend, um mit Freundinnen in Kontakt zu bleiben, daher ist ihre meistgenutzte App WhatsApp.

Ab der 7. Klasse dürfen die meisten Kinder ihre Bildschirmzeit selbst bestimmen. Die Bildschirmzeit erhöht sich dementsprechend von der 7. Klasse bis zur 9. Klasse auf 3-8 Stunden am Tag. In diesem Alter werden mehr soziale Netzwerke (Instagram, Tiktok) genutzt. Außerdem verwenden viele ihr Handy, um mit Freundinnen in Kontakt zu bleiben. Von der 10. Klasse bis zu Q2 nutzen die Jugendlichen ihr Handy meistens zum Lernen und um mit Freundinnen und Freunden zu kommunizieren. Das Handy wird in jeder Alterstufe viel genutzt, um im Austausch mit Gleichaltrigen zu bleiben. Es wird ein immer größerer Teil unseres Lebens. Heutzutage bekommen Kinder ihr Handy viel früher als noch vor zehn Jahren. Sie werden wesentlich früher an die Technik herangeführt.

Die Handynutzung nimmt an einem Tag aber auch viel Zeit in Anspruch. Früher haben sich Kinder in der echten Welt mit ihren Freundinnen getroffen, heute verbringen viele ihre Zeit alleine an ihrem Handy. Viele Jugendliche werden dadruch auch vom Lernen und anderen schulischen Verpflichtungen abgelenkt. Die viele Zeit, die Jugendliche heutzutage ihrem Handy widmen, könnten sie sinnvoller nutzen. Nach dieser Umfrage ist dem Großteil der Befragten aufgefallen, wie viel Zeit sie tatsächlich am Handy verbringen. Viele wollen das ändern und nur noch einen Bruchteil ihrer jetzigen Bildschirmschirmzeit am Smartphone zubringen.

Rezension: „After“ von Anna Todd

von Larissa Drechsler, Klasse 8c, St.Bernhard Gymnasium, Willich

Eine typische Bad-Boy-Good-Girl-Romanze? Hi liebe Leserinnen und Leser, Ich bin Larissa, 14 Jahre alt und möchte euch gerne ein Buch vorstellen: Vor Kurzem habe ich die Buchreihe „After“ gelesen. Die Bücher sind weltweit bekannt und wurden sogar verfilmt.

Es geht um die On-and-Off Beziehung von Hardin Scott und Theresa Young. Die beiden verbindet eine tiefe Leidenschaft und die Liebe zur Literatur, doch immer wieder tauchen Probleme auf oder Fehler des anderen werfen ihrer Beziehung Steine in den Weg. Sie lieben einander viel mehr als ihr eigenes Leben. Hardin zeigt Tessa (Theresa), wie man lebt und Spaß hat, Tessa zeigt Hardin wiederum, wie man bedingungslos liebt.

Die Autorin Anna Todd brennt für Liebesgeschichten und ist auch als Autorin der Buchreihe „The Brightest Stars“ bekannt, die hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen. „After Passion“ war jedoch ihr Debütroman, von dem manche sagen würden, dass er eine typische Bad-Boy-Good-Girl-Romanze sei. Ich würde dem nur teilweise zustimmen, denn Hardin ist zwar ein klassischer Bad Boy und Tessa ein klassisches Good Girl – doch es gibt eine Besonderheit, die ich fesselnd finde: Es bleibt nicht nur bei einer Wette, Vergebung und einem Happy End. Nein, es gibt viel komplexere Probleme und Streitpunkte als eine Wette. Dieses Buch thematisiert viel mehr die bedingungslose Liebe zwischen Menschen, egal was vorfällt, und was es bedeutet, an jemanden zu glauben.

Gerade weil dieses Buch nah an der Realität ist und die Beziehung nicht verschönert, ist es so lesenswert. Außerdem wird auch die Psyche thematisiert. Hardin zerstört durch sein Verhalten nicht nur Tessa, sondern auch sich selbst. Beide müssen an sich arbeiten. Solche Probleme gibt es auch im echten Leben. Die Balance zwischen dem „alten“ Hardin, vor der Begegnung mit Tessa, und dem Hardin, der sich für Tessa zu verändern versucht, ist bemerkenswert. Die Details werden sehr realistisch geschildert, die Veränderungen von Hardin sind nicht übertrieben, trotzdem erkennt man beim Lesen, wie viel Tessa ihm gegeben hat.

Denn viele zweifeln oft daran, dass man sich für einen Menschen verändern kann, doch Tessa holt Hardin aus dunklen Zeiten, geprägt von Alkohol, Partys und Prügeleien und führt ihn ins Licht; und da die Bände ihre Beziehung über mehrere Jahre beschreiben, ist es umso glaubwürdiger und umso emotionaler beim Lesen.

Was eine zusätzliche Besonderheit ist, sind die Zitate aus „Sturmhöhe“ von Emily Brontë (1818-1848) und „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen (1775-1817), die von der Autorin Anna Todd gekonnt eingeflochten werden. Sie spiegeln perfekt die Gefühle von Tessa und Hardin wider und berühren die Leserschaft. Meine drei Lieblingszitate sind: „I wish I’m never be parted from you from this day on.“ (Hardins Tattoo), „Whatever our souls are made of, his/her and mine are the same.“ (Zitat aus ,,Sturmhöhe“), „It’s you. You’re the person I love most in the world.“ (Hardin’s Aussage zu Tessa). Ich hoffe, euch hat mein Buchtipp gefallen. Wenn ihr also Lust auf eine realitätsnahe, leidenschaftliche und mitreißende Liebesgeschichte habt, dann besorgt euch „After“ und schaut euch außerdem die Filme an. Lasst euch von den Gefühlen mitreißen und entdeckt ein wunderbares Buch!

Rettet unsere Umwelt: Interview mit Leiter der NABU-Gruppe Willich

Jack Sandrock, Leiter der NABU-Gruppe Willich, engagiert sich seit 18 Jahren im Naturschutzbund. Im Interview berichtet er über die Natur in Willich und gibt Tipps, wie man die heimische Umwelt bewusst schützen kann.

Von Neil Simon und Leon Semken, Klasse 8c, St- Bernhard-Gymnasium Willich-Schiefbahn

In Willich, einer kleinen Gemeinde westlich von Düsseldorf, gibt es ein sehr großes Müllproblem. Es gibt Müll auf den Schulhöfen, in Parks und im Dorf kann man um Mülleimer herum leere Bierdosen, Plastik und Papiertüten finden. Außerdem hat Willich viele Plätze, an denen viele Tiere leben die durch das Fressen des Mülls sterben beziehungsweise krank werden. Eine Plastiktüte braucht beispielsweise zehn bis zwölf Monate, um sich zu zersetzen. Wir haben Jack und Monica Sandrock zu diesem Thema befragt.

Wie schützen Sie und der Naturschutzverein die Umwelt in Willich?
Wir wollen die Lebensgrundlagen für eine artenreiche Flora und Fauna erhalten und verbessern. Außerdem wollen wir Schutz- und Hilfsmaßnahmen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten durchführen sowie natürliche und naturnahe Biotope pflegen und schaffen. Gleichzeitig wollen wir jugendpflegerische Ziele durch Arbeit im Natur-, Umwelt- und Artenschutz fördern.

In Willich gibt es viel Müll auf den Straßen und in der Natur. Was kann man selbst gegen die Umweltverschmutzung tun?
Müll vermeiden! Denn: Vögel bauen Plastikfolien und Plastikhüllen in ihre Nester ein. Der Nachwuchs verendet dann meist an Unterkühlung oder ertrinkt, da das Regenwasser nicht abfließen kann. Getränkebecher, Joghurtbecher, Konservendosen und Gurkengläser verleiten Füchse, Igel und Mäuse dazu, ihre Schnauze hineinzustecken oder hinein zu krabbeln. Die Tiere können sich dann nicht mehr befreien und sterben an einem qualvollen Tod.

Warum ist es Ihnen wichtig, ein Mitglied des Naturschutzbundes Willich zu sein?
Die Gefährdung der Umwelt und Natur, aber auch vor unserer Haustür nimmt immer offensichtlicher zu. Wir wollen daran arbeiten, dass sich das ändert – und zwar durch tatkräftige, sachkundige und fundierte Arbeit. Wir sind eine mitgliedstarke Gruppe im Naturschutzbund Deutschland, Bezirksverband Krefeld/Viersen – mit ca. 900 Mitgliedern in Willich. Der NABU hat bundesweit mehr als 660.000 Mitglieder.

Welche Tipps können Sie uns und den anderen Bürgern in Willich geben, um der Umweltverschmutzung bewusst vorzubeugen?
Wir haben zum Beispiel werbewirksam mit dem WDR-Fernsehen auf die letzte Plastiktüte bei REWE hingewiesen. Als erster großer Supermarkt in Deutschland hatte das Unternehmen entschieden, auf den Verkauf von Plastiktüten zu verzichten und alternative Tragehilfen wie Permanent-Tragetaschen aus Recyclingmaterial oder Pappboxen anzubieten. Außerdem können die Bürger durch Ausstellungen oder Zeitungsartikel das Bewusstsein fördern. Zudem können Eltern oder Grundschullehrer schon mit jungen Grundschülern auf Veranstaltungen zum Thema Umweltverschmutzung gehen oder solche selbst organisieren.

Ich werd Prinzessin!

Kann uns die Zukunftsforschung helfen, realistische Träume zu haben? Und was ist das, Zukunftsforschung?

Von Bianca Kubik, Franka Weiler, Elisa Häuser & Nadja Bongartz, 8c, St.-Bernhard-Gymnasium Willich

Wir sind 14 Jahre alt. Das ist ein Alter, in dem wir uns langsam Gedanken über die Zukunft beziehungsweise den zukünftigen Beruf machen sollten. Deshalb haben wir uns über die Zukunftsforschung informiert und einige Erwachsene zu ihren früheren Zukunftsplänen befragt.

Der Zukunftsforscher Rolf Kreibich definierte Zukunftsforschung  2006 als „die wissenschaftliche Befassung mit möglichen, wünschbaren und wahrscheinlichen Zukunftsentwicklungen und Gestaltungsoptionen sowie deren Voraussetzungen in Vergangenheit und Gegenwart“.

Wenn man sich mit der Zukunft beschäftigt, ist es wichtig, zwischen Glauben, Wissen und Vermutung zu unterscheiden. Trends aller Art und vor allem die unvorhersehbaren Fortschritte sind ein wichtiger Teil der Zukunftsforschung. Die Marktforschung  arbeitet mit der Methode des Zählens und Beobachtens, die Zukunftsforschung hingegen mit Schätzungen.

Die Zukunftsforschung forscht an Dingen und Möglichkeiten, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Zum Beispiel daran, Gedächtnisschwächen durch eine Verbindung mit Computer und Gehirn zu überwinden. In 20 bis 50 Jahren soll es möglich sein, dass Gehirn und Computer verbunden werden und miteinander kommunizieren  können, so wie auch schon einige Prothesen funktionieren.

Als Kind hat man viele Träume für die Zukunft. Wir haben ein paar Personen zwischen 20 und 60 Jahren zu dem Thema befragt. Nur wenige der Befragten haben sich ihren Kindheitstraum erfüllen können. Wie erwartet, wollten viele früher Prinzessin, Polizist oder Astronaut werden. Vermutlich haben sie damals nicht gesehen, dass die Voraussetzungen in Gegenwart und Vergangenheit fehlten, die nötig gewesen wären, um in Zukunft Prinzessin zu werden.

„Ich wollte einem Welpen helfen“

Emilie Ring adoptierte vor fast einem Jahr einen Hund aus einer Tötungsstation. Über ihr Leben mit einem ehemaligen Straßenhund erzählt uns die Schülerin aus Willich.

Von Theresa Groner und Emma Griese, 8c, St. Bernhard Gymnasium Willich

Anfang 2017 adoptierte Emilie Ring die Hündin Fee. Mittlerweile hat sich Fee eingelebt, und Emilie kann sich das Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Wir sprachen mit ihr über den Adoptionsablauf, um mehr über das Leben eines ehemaligen Straßenhundes zu erfahren.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Straßenhund zu adoptieren?
Ich wollte einen Welpen, dem ich helfen und ein schönes Zuhause geben kann. Deshalb habe ich im Internet nach einem Welpen im Tierheim gesucht. Ich kam auf eine Seite, auf der mehrere Hunde aus unterschiedlichen Tierheimen angezeigt wurden. Dort habe ich die Schwester von Fee entdeckt. Da ich sie sehr süß fand, habe ich meine Mutter gebeten, dort anzurufen. Da erfuhren wir, dass Fees Schwester schon vergeben war, aber noch zwei Geschwister ­übrig waren.

Wieso habt ihr Fee genommen?
Die Tierschutzorganisation hat uns ein Video von Fee geschickt. Das hat mir gezeigt, dass dieser Welpe genau der richtige ist.

Wie lief die Adoption ab und wie ist Fee nach Deutschland gekommen?
In Deutschland hat sich eine Person um alles gekümmert. Sie hat uns besucht, um zu kontrollieren, ob der Welpe es gut bei uns haben werde. Dann wurde ein Adoptionsvertrag abgeschlossen und Fee kam nach ein paar Wochen mit Flugpaten am Flughafen in Düsseldorf an.

Wie hat sich der Hund nach der ­Adoption verhalten?
Die ersten Momente zu Hause hat sie mit unserem anderen Hund Kira, meiner Mutter und mir im Garten verbracht und mit uns gespielt. Nach ein paar Tagen, an denen sie sich richtig eingelebt hatte, war sie so munter und selbstsicher, dass sie aus dem Garten ausbrechen wollte. Sie sieht Kira als ihre Adoptivmutter und die Katzen bis heute als liebevolle Spielobjekte an.

Interview zur Ski-Freizeit des St.-Bernhard-Gymnasiums Willich

Jährlich fahren die achten Klassen vom St.-Bernhard-Gymnasium in Willich auf Ski-Freizeit. Das ist nicht nur ein großes Abenteuer, sondern auch ein enormer organisatorischer Aufwand für Schule und Lehrer.

Von Louisa Kowitz, Annika Günthör, Sophia Orawski, Klasse 8c, St.-Bernhard-Gymnasium Willich

Wir treffen Holger Warobiow. Er ist Sportlehrer am St.-Bernhard-Gymnasium und organisiert seit einigen Jahren die jährlich stattfindende Ski-Freizeit der achten Klassen. Diese reisen nach Österreich ins Zillertal und fahren dort sieben Tage Ski. Sie sind dort in einer Jugendpension in Aschau untergebracht.

Das Skimaterial kann am St. Bernhard Gymnasium ausgeliehen werden, wenn man kein eigenes besitzt. Dieses Jahr hat die Skifreizeit vom 19.01.2018 bis zum 27.01.2018 stattgefunden. Die Interviewer waren dieses Jahr selber dabei und befragten Herrn Warobiow, den Hauptorganisator, der auch einer der sechs Skilehrer war.

Wie bereiten Sie sich und Ihre Kollegen auf die Ski-Freizeit vor?
Grundsätzlich gilt erst einmal das Organisatorische, die Buchung zu machen, die Klassen zusammenzustellen sowie die Skier und das Ski-Material für die Schüler auszuwählen. Wir selber bereiten uns körperlich vor und machen mit den Schülern Skigymnastik und sind auch privat unterwegs. Ich persönlich fahre dreimal im Jahr und das machen meine Kollegen auch öfter.

Wie sind sie darauf gekommen die Ski-Freizeit zu organisieren?
Letztendlich liegt das daran, dass ich selber schon seit zwanzig Jahren Skifreizeiten für Vereine organisiere. Ein langjähriger Kollege von mir am St.-Bernhard-Gymnasium, der jetzt in Pension gegangen ist, hat die Skifreizeit der Schule vor mir organisiert. Ich habe das dann vor fünf Jahren von ihm übernommen. Wir haben dort einwandfreie Pisten-Verhältnisse und Bedingungen.

Welche Widerstände und Probleme hatten sie zu bewältigen?
Grundsätzlich ist es so, dass wir immer auf der Suche nach einer neuen Unterkunft sind, da wir dort in Achter-Zimmern untergebracht sind und das Haus nicht das Modernste ist. Die große Schwierigkeit ist aber mit 140 Kindern gleichzeitig in eine Unterkunft zu kommen. Aber wir arbeiten jedes Jahr daran und versuchen schon, vielleicht nächstes Jahr mit allen achten Klassen gleichzeitig in eine modernere Unterkunft zu fahren. Grundsätzlich sind wir mit der Unterkunft zufrieden und wollen auf jeden Fall in Kaltenbach bleiben.

Warum ist die Ski-Freizeit wichtig für die Schülerinnen und Schüler?
Ich und meine Kollegen finden, dass sie enorm wichtig ist, weil dies keine andere Schule in der Region anbietet und das ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Schule ist. Schüler können das lernen, was sie sonst im Leben vielleicht nie lernen würden, da manche Eltern nicht in den Skiurlaub fahren. Durch unseren eigenen Ski-Keller haben wir die Möglichkeit, für die Schülerinnen und Schüler die Ski-Reise 60 Prozent günstiger als eine private Ski-Reise anzubieten. Wir werden dies über die Jahre noch beibehalten, weil wir den Schülern etwas Einmaliges bieten können.

Digitalisierung an Schulen – Mehr Tablets für die Schulen in NRW

Willich. Mittlerweile ist es fast normal, dass jeder ein Handy hat. Warum sollte es dann mittlerweile nicht auch mehr Tablet-Schulen geben?

Von Lara Faßbender und Lisa Borg, Klasse 8, St.-Bernhard-Gymnasium

Wenn man sich nur auf die Zahlen konzentriert und die pädagogischen Vor- und Nachteile ausblendet, bleibt die Frage, ob eine Schule mit Tablets auch sparen kann. Wir beantworten sie für unsere Schule.

Wir haben verglichen, ob sich Tablets überhaupt im Vergleich zu Papier, Kreide und weitere analoge Materialien lohnen würden. Werfen wir eine Blick auf die Kosten: Insgesamt verbraucht eine Schule mit rund 1000 Schülern 1,6 Millionen Blatt Papier im Jahr. Für diese Menge müssen pro Jahr 533 Bäume gefällt werden. Die Papier-, Kopier- und Wartungskosten summieren sich in vier Jahren auf überschlagen 120.000 Euro.

Stellen wir diese Kosten denen für die Anschaffung von Tablets gegenüber, so kommen wir bei einem Anschaffungspreis von 119 Euro für ein Tablet mit Hülle bei 1000 Schülern auf  119.000 Euro. Verglichen mit den Papierkosten spart die Schule durch Tablets innerhalb von vier Jahren also 1000 Euro. 1000 Euro, die für andere Schulsachen als Papier zur Verfügung stehen. 1000 Euro für Mikroskope, Sportgeräte, Klassenzimmer im Freien, Beamer und vieles mehr, was das Schülerherz höher schlagen lässt und vielleicht dazu führt, dass Schüler zum Beispiel auch im Sportunterricht lieber mitmachen.

Auch für die Eltern wären Tablet-Schulen eine finanzielle Entlastung, denn sie sparen auch ca. 50 Euro pro Jahr für Hefte, Schnellhefter und Bücher.

Warum also nur einzelne Klassen ausstatten? Her mit der Tablet-Schule, damit die Schulen nicht nur Geld sparen, sondern auch nachhaltiger leben. Ein Blick auf die pädagogische Sichtweise zeigt, dass Tablets dazu beitragen können, dass Schüler mehr Freude am Unterricht haben und auch besser mitarbeiten würden. Worauf sollen wir noch warten?

Methodik:

Wir haben die Kosten der einzelnen Tabletts genommen und diese dann mit der Anzahl unserer Schüler verrechnet. Die Kosten, die von unserer Schule durch Kreide entstehen, haben wir von der Schule bekommen und zusammengerechnet. Für die Anzahl der Bäume, die von unserer Schule gefällt werden müssen, haben wir viel recherchiert, verschiedene Seiten verglichen und dann die Kosten für unsere Schule wieder ausgerechnet.