Berufsporträt Fluglotse – Gute Nerven, gute Augen

Fluglotsen haben einen sehr wichtigen Beruf in der Luftfahrt, denn ohne sie könnten keine Flugzeuge starten und landen. Ihre Aufgabe ist es, alle Flugzeuge vor der Landung und vor dem Start in eine so genannte Warteschleife zu bringen. Das heißt, dem Piloten im Cockpit ganz genau zu sagen, was er wann machen soll und von wo er die Landebahn ansteuern muss.

Dies geschieht meist über einige Kilometer Entfernung. Deshalb haben alle Tower (das ist das Gebäude. in dem die Lotsen sitzen) einen Radar. Prinzipiell arbeiten am Radar immer zwei Lotsen zusammen: ein „Radarlotse“, der mit den Piloten per Funk spricht und Anweisungen erteilt, und ein „Coordinator“, der mit umliegenden Sektoren, wo wiederum andere Lotsen zuständig sind, Absprachen trifft.

Im Tower arbeiten immer vier bis fünf Lotsen, die die Flugzeuge nacheinander weiterreichen. Einer ist beispielsweise für das Rollen zuständig, einer für die Piste XY, einer für Piste Z. Dieses Gerät zeigt ganz genau an, wo sich gerade ein Flugzeug befindet. So wissen die Lotsen immer, wann sie dem Piloten im Cockpit der jeweiligen Maschine Bescheid geben müssen, von wo er wann landen muss.

Alle Fluglotsen weltweit müssen sich einem Belastbarkeitstest unterziehen, in dem geprüft wird, was der Körper dieser Person bei Tag und bei Nacht aushalten kann und wie weit er gehen kann. Nicht jeder, der Lotse werden will, hat die Garantie, dass er irgendwann in einem Tower arbeiten darf. Von 100 Bewerbern werden nur neun bis elf Personen ausgewählt, die in diesem Beruf arbeiten dürfen. Es werden nicht etwa so wenige ausgewählt, weil es nicht genügend Bewerber gibt. Sondern, weil nicht jeder diesen Belastbarkeitstest schafft.

In dem entsprechenden Test werden nicht nur Konzentration und Augenmaß geprüft, sondern auch, ob man dem Stress, der auf den Lotsen lastet, standhält. Außerdem kann man nur Lotse werden, wenn man Abitur oder Fachabitur besitzen. Ebenso muss man Englischkentnisse vorweisen können.

Der Verdienst eines Fluglotsens liegt zwischen 3500 und 5500 Euro (netto). Der Durchschnittsverdienst beträgt ca. 1750 Euro in Deutschland.

Aref Balaom, Rees, Gymnasium Aspel

Unterstützung für Familien – Vom Kindergarten zum Familienzentrum

Mit der Leiterin des Familienzentrums Beguinenstraße, Roswitha Schut, haben wir über die Einrichtung gesprochen.

Warum heißt es Familienzentrum?

Roswithe Schut: Wir haben uns mit der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Diakonischen Werk im November 2006 beim Land NRW um das Gütesiegel „Familienzentrum“ beworben. Seit dem 1. August 2007 sind wir ein Familienzentrum und haben das Gütesiegel bekommen. Die Familienzentren werden zu Knotenpunkten, in denen die ganze Familie umfassend beraten und unterstützt wird.

Wer steht hinter dem Konzept?

Schut: Das Diakonische Werk, die Evangelische Kirchengemeinde, die Fachberatung und das Team der Tageseinrichtung.

Gibt es Familienzentren nur in NRW?

Schut: Es gibt in anderen Bundesländern auch Familienzentren. Dort sind sie weiter als wir, da sie viel mehr Angebote haben.

Wird jeder Kindergarten zum Familienzentrum?

Schut: Nein, es wird nicht jeder Kindergarten zum Familienzentrum. Man muss gewisse Dinge erfüllen: etwa zu der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgaben stärken.

Wer entscheidet, ob ein Kindergarten zum Familienzentrum wird?

Schut: Das Jugendamt vor Ort und das Land NRW.

Was ist der Unterschied zwischen Kindergarten und Familienzentrum?

Schut: In einer Kita geht es um Beziehung, Bildung und Betreuung der Kinder. In einem Familienzentrum zusätzlich um Beratung und Förderung der Familie.

Welche Voraussetzung müssen die Erzieherinnen haben?

Schut: Regelmäßige Fortbildungen innerhalb von fünf Jahren, etwa im Kinderschutz, in der Sprachförderung oder Bewegung, auch elternfördernde Bereiche und Gesprächsführungen müssen durchgeführt werden.

„Wie lange dauert eine Umstellung vom Kindergarten zum Familienzentrum?Schut: Ein Jahr.

Wird dadurch der Kindergarten teurer?

Schut: Nein, wird er nicht.

Kosten die Angebote extra?

Schut: Wir bekommen 12000 Euro vom Land. Manche Angebote sind teurer z.B Schwimmen oder Yoga. Wir haben viele Sponsoren wie die Volksbank Rhein-Lippe, Byck Chemie und die Verbands-Sparkasse Wesel.

Welche Verbände beteiligen sich?

Schut: Es unterstützen uns das Diakonische Werk, die Evangelische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen, das Jugendamt Wesel, das Gesundheitszentrum und die Förderstelle des Marienhospitals, die Grundschule an der Böhlstraße sowie viele Fachärzte der Stadt Wesel.

Jill-Kristin Schmitz und Isabell Sons, Wesel, Konrad-Duden-Realschule

Sprachreisen im Ausland – Lernen mit Spaß

„Learning by doing“, dies ist das Motto vieler Sprachreiseanbieter. Viele Jugendliche möchten nicht mehr mit ihren Eltern in den Urlaub fahren, sondern lieber mit ihren Freunden eine Jugendreise machen. Welche Eltern kommen da nicht auf die Idee, dass die eigenen Kinder gleichzeitig ihre Englischkenntnisse verbessern könnten?

Hier kommt die Sprachreise ins Spiel! Vor allem Englandreisen sind sehr beliebt; auch wir waren dort. Die Sprachreise im Allgemeinen ist ein Urlaub mit vielen Aktivitäten und ein wenig Unterricht am Morgen. Der Unterricht unterscheidet sich deutlich vom Schulunterricht. Er ist lockerer und natürlich nur in Englisch gestaltet. Bei einer Sprachreise jedoch überwiegt der Freizeit- und Sportteil.

„Die Sprachreise hat mir großen Spaß gemacht“, berichtet Christin Fischer (13), ehemalige Teilnehmerin von Interaktiv-Reisen. „Vor allem haben mir die vielen Sportangebote, wie Paintball, Höhlenklettern und Klippenspringen gefallen.“

„Learning and Loving it“, dies gilt wohl für die außergewöhnlichen Angebote, die die Kursteilnehmer dort zum ersten Mal ausprobieren können. „Ich hätte nie gedacht, dass Square Dance so einen Spaß macht. Erst hielt ich es für albern, aber als es dann losging, war es in der großen Gruppe richtig lustig“, erzählt Antonia Hochstrat (14), Kursteilnehmerin 2008.

Als „Highlight“ ist bei Englandfahrten meist noch ein Tagesausflug in die Hauptstadt London enthalten. Auch die Gastfamilien sind etwas ganz besonderes. „Der Aufenthalt in einer Gastfamilie ist total aufregend“, sagt Christin Fischer. „Man bekommt das Gefühl, auch in  einer fremden Familie willkommen zu sein.“

Abschreckend ist oft der relativ hohe Preis einer Sprachreise. Sie ist zwar zu jeder Ferienzeit, außer im Winter, möglich, jedoch liegt der Preis für eine zweiwöchige Reise im Herbst schon bei ca. 950 Euro. Hinzu kommen wählbare Zusatzaktivitäten. Das Angebot wird dem Preis auf jeden Fall gerecht, doch dies kann sich leider nicht jeder leisten. Antonia Hochstrat kann dies nur bestätigen: „Es war ein richtig tolles Erlebnis, aber es hatte auch seinen Preis.“

Christin Fischer und Antonia Hochstrat, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Interview mit dem Mathelehrer – Selbst kein Musterschüler

Marcus Kohlen studierte von 1988 bis 1993 an der Gesamthochschule Kassel Mathematik und Sport und wurde 1996 Lehrer für Mathematik an der Realschule Hoffmannallee in Kleve. Wir haben mit ihm über seinen Beruf gesprochen.

Dein Vater und Großvater waren ebenfalls Lehrer. War dies der Anlass, Lehrer zu werden?

Kohlen: Das hat sicherlich eine Rolle gespielt, da sie natürlich Vorbild für mich waren. Allerdings kam hinzu, dass sich in dem Beruf gut das vereinen ließ, was ich konnte: nämlich Mathematik und Sport.

Bereust Du die Entscheidung?

Kohlen: Nein, ich habe auch heute noch viel Spaß an meinem Beruf.

Kannst Du Dir den aktuellen Lehrermangel in Deutschland erklären?

Kohlen: Nun, früher hatte man als Lehrer schlechte Chancen auf einen Job, da beinahe keine Stellen ausgeschrieben wurden. Deswegen begannen nur wenige eine entsprechende Ausbildung in diese Richtung und das spüren wir heute.

Glaubst Du, dass sich das Problem mit der Zeit lösen wird?

Kohlen: Ich denke, das Problem wird noch einige Jahre anhalten, da erst im Moment – angesichts des Mangels – viele junge Leute Lehrer werden wollen. Heute ist jedoch einfach ein Mangel vorhanden gegen den man nichts machen kann.

Du übst an Deiner Schule die Funktion eines Beratungslehrers aus, was kann man sich darunter vorstellen?

Kohlen: Ich setze mich zum Beispiel mit Lehrern und Schülern zusammen oder auch mit Eltern und Schülern, die familiäre Probleme haben und suche Lösungen für diese Probleme. Ich stelle auch oft Kontakt zu außerschulischen Instutitionen her.

Zum Beispiel?

Kohlen: Zum Beispiel Familien- und Drogenbratungsstellen oder – in schlimmen Fällen – auch zu Ambulanzen und Kliniken.

Wird die Hilfe oft in Anspruch genommen?

Kohlen: Es ist weniger geworden seit wir zusätzlich eine Sozialpädagogin an unserer Schule haben. Dennoch wird meine Hilfe oft in Anspruch genommen.

Warst Du in Deiner Schulzeit so, wie Du es heute von deinen Schülern erwartest?

Kohlen: Eher nicht (schmunzelt).

Jonas Kohlen, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Die Trends von morgen – Warum Mode so viel Spaß macht

Mode – jeder versteht etwas anderes darunter. Der eine mag sie, der andere hasst sie. Wir sprachen mit Frau Müller über das Thema Mode. Sie arbeitet in einer Modeboutique.

Schon als kleines Kind hat sie sich sehr für Mode interessiert und konnte nie genug Kleider haben. So entschied sie sich für diesen Beruf. Auf die Frage, warum Leuten Mode so wichtig sei, erwidert sie: „Die meisten Leute glauben, dass sie dann moderner sind und in der Gesellschaft eher angenommen werden.“ Sie meint auch, dass Mode einen sehr starken Einfluss auf jugendliche Gruppen habe. Sie selbst interessiert sich sehr für Mode und ist davon überzeugt, dass man mit Kleidung seinen Gefühlszustand nach außen hin widerspiegeln könne.

Ihrer Meinung nach ensteht Mode auf dem Laufsteg und bei den Stars, die immer wieder „schräge“ Kleidung tragen und Trends setzen. Die Fachfrau meint, dass die unmöglichste Mode, die sie je kennen gelernt habe, die Legginsmode aus den 80er Jahren sei. Leider wiederhole diese sich im Moment.

Viele Moderichtungen werden sich auch noch wiederholen, da wir nur eine begrenzte Anzahl an Farben und Materialien zur Verfügung haben, prophezeit sie. Auf unsere letzte Frage, welche Farben zu welchem Hauttypen passen, antwortete sie, dass kalte Farben am besten zu hellen Hauttypen passen würden, Naturhauttypen gut mit matten Farben harmonierten und dunkle Hauttypen am besten mit warmen Farben harmonierten.

Anita Koch, Nele Kohn, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar

Gedanken zum Altwerden – Alt – ja, und?

Falten, Augenringe und einen krummen Rücken zu bekommen, das klingt für einige wie ein Albtraum, andere freuen sich darauf, endlich alt zu werden und Zeit mit der Familie zu verbringen. Doch wie es wirklich ist, wissen wir erst, wenn die Zeit gekommen ist. Trotzdem haben wir uns gefragt, wie andere Menschen über dieses Thema denken.

Jeder Mensch verbringt die Zeit des Älterwerdens anders. Durch die Veränderungen in unserer Gesellschaft leben die älteren Menschen nur noch selten in der Großfamilie. So bleibt nur die Möglichkeit, sich in der eigenen Wohnung selbst zu versorgen oder in einer Alteneinrichtung zu leben.

Unabhängig davon, für was man sich entscheidet, möchte man als Senior respektvoll behandelt werden. Das bestätigte auch unsere Umfrage bei jüngeren Leuten.

Viele Menschen haben entweder durch den Beruf oder durch die Familie etwas mit alten Menschen zu tun. Aber auch im Alltag treffen wir oft auf ältere Menschen. Wir bewundern sie, denn trotz Falten, Schmerzen und anderer Probleme sind viele alte Menschen noch sehr lebensfroh.

Rebecca Pällen, Laura Tünnermann, Selda Käroglu, Derya Kaya, Duisburg, Gesamtschule Duisburg-Süd

Filmkritik – Eine freche Komödie

Ludo (Til Schweiger) ist ein arroganter und verantwortungsloser Klatschreporter. Mit seinem Freund, dem Fotografen Moritz, ist er immer auf der Suche nach DER Story. Doch bei der Verlobungsfeier von Yvonne Catterfeld und Wladimir Klitschko geht er zu weit und wird zu 300 Sozialstunden verdonnert.

Und das ausgerechnet im Kinderhort von Anna. Diese hat er früher in seiner Kindheit schon immer geärgert. So ist die Feindschaft vorprogrammiert, wobei Anna Ludo immer wieder für dessen Taten in der Kindheit büßen lässt. Bis die beiden nach einem fehlgeschlagenem Date und zu viel Alkohol im Bett landen.

Während Til Schweiger früher als Schauspieler nur mäßigen Erfolg hatte, legt er als Regisseur mal wieder eine Glanzleistung hin. Er schafft es, dass aus der anfangs frechen Komödie am Ende eine Liebeskomödie entsteht.

Nora Tschirner und Til Schweiger spielen perfekt und von Anfang an miteinander. Sie ergänzen sich prima. Mit Unterstützung von Armin Rhode, Christian Tramitz, Rick Kavanian und Jürgen Vogel hatte „Keinohrhasen“ sogar mehr Besucher als „Fluch der Karibik“.

Anne van Koppen, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Glosse – Mit den unendeckten Ronaldinhos in der Kneipe

Also meistens verfolge ich die Bundesligaspiele von zu Hause aus. Doch als ich letztens dann doch mal in eine Kneipe ging, blieb mir vor Verwunderung über die so kompetenten Beiträge der vier grauhaarigen Männern, die mit Bäuchen- dick wie drei Fußbälle und Bierglas in der Hand am Tisch neben mir saßen.

Über das ganze Spiel hört man Ausrufe wie „Man, man, man – warum schießt er den denn nicht links oben rein?“, „Also ich wäre da einfach mal an den vier Verteidigern vorbei und hätte dann dem Torwart durch die Hosenträger geschossen“ oder „Ja, den hätte ich wohl auch reingemacht“.

Selber haben sie vermutlich noch nie aufm Platz gestanden, doch den 50 Meterschuss aus der Drehung hätten sie wohl so hart und präzise geschossen, dass der Profitorwart den wohl niemals gehalten hätte. Bei der Fehlersuche für die Niederlagen gegen Barcelona und Manchester United haben sie auch schnell den Schuldigen gefunden, weil dieser ja Schuld daran sei, dass der Spielmacher sich verletzt hat und das Team nicht stark genug für die besten Teams der Welt ist.

Im Laufe des Spiels bemerken die schlauen Herren, dass ja eigentlich der ganze Verein schlecht strukturiert ist. Ist ja auch logisch! Wenn man in der Liga nur an zweiten Stelle, punktgleich mit dem Tabellenführer, steht, dann deutet das echt darauf hin dass es im Team nicht stimmt.

In der 85. Minute sind die Rentner schon mit ihren Überlegungen soweit, dass sie einen totalen Umbruch fordern, weil das Team 1:0 zurück liegt.

„Der Manager ist zu unerfahren, der Trainer kann sich nicht durchsetzen, und der Torwart kann ja sowieso nichts“. Dass die Mannschaft das Spiel in den letzten zwei Minuten noch dreht, spielt schon kurz danach keine Rolle mehr, denn: „Es kann nicht angehen, dass man erst in Rückstand gerät“. Der vorlauteste von der Senioren-Café-Gruppe hat damit natürlich vollkommen Recht.

Ich hab genug gehört für diesen Tag. Während ich die Kneipe verlasse, denke ich nur: „Schade, dass diese Männer nicht im Verein spielen. Wären sie wirklich genauso gut wie sie es mit ihren Kommentaren preisgaben, hätten wir heute vier Ronaldinhos mehr“

Markus Ortwein, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Zentrale-Abschluss-Prüfungenin der zehnten Klassen – Achtung, jetzt wird’s ernst – und stressig

„Denkt daran, in ein paar Wochen schreibt ihr eure Abschlussprüfungen.“ Diesen Satz bekamen die Schüler der zehnten Klasse in den letzten Wochen und Monaten oft genug zu hören. Im Mai wurden nun zum dritten Mal die Zentrale-Abschluss-Prüfungen, die so genannten ZAPs, in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch sowie Latein oder Französisch geschrieben.

Seit Beginn des zehnten Schuljahres wurde fast im gesamten Unterricht darauf hingearbeitet. Die Schüler erhielten unzählige Übungsblätter und Hausaufgaben rund um die „ZP 10“. In den vergangenen Jahren haben sich die Vorraussetzungen und Bedingungen, diese Prüfung zu schreiben und zu bestehen, deutlich verschärft. Mittlerweile sind die „Spielregeln“ fast so wie beim Abitur. Die Prüfungsaufgaben werden erst am Abend davor heruntergeladen und dürfen von keinem Fachlehrer eingesehen werden.

Im Prüfungsraum sind Handys und Mp3-Player auszuschalten und abzugeben, sie könnten ja zu Täuschungsversuchen zweckentfremdet werden. Die Schüler werden vorbenotet, erfahren diese Note jedoch erst am Ende des Schuljahres. Nachdem die ZAPs geschrieben sind, werden sie von zwei Lehrkräften korrigiert.

Das Ergebnis bekommen die Schüler mitgeteilt und müssen möglicherweise eine mündliche Prüfung absolvieren. Dies ist aber nur notwendig und verpflichtend, wenn ein Schüler drei Noten von seiner Vornote abweicht und dies ist in den letzten Jahren sehr selten der Fall gewesen. Weicht der Schüler zwei Noten von der Vornote ab, so ist es ihm freigestellt, ob er eine mündliche Prüfung machen will oder nicht.

Ein Risiko ist dies immer, denn der Schüler kann sich auch verschlechtern anstatt, wie erhofft, verbessern. Dementsprechend niedrig ist auch die Zahl derer, die sich freiwillig solch einer fast unnötigen Prüfung unterzogen haben. Die zentrale Prüfung am Ende der Klasse zehn bestimmt zu 50 Prozent die Zeugnisnote. Ein guter Grund, sich dafür richtig ins Zeug zu legen.

Doch so manche Tränchen kullerten schon im Unterricht, insbesondere in Mathe, wenn man aufgetischt bekam, was alles in der Prüfung vorkommen könnte. Übungsbücher wurden angeschafft, massig Kopien verteilt, manchmal sogar drei ganze Schultage zur Vorbereitung in allen Fächern genutzt.

Da fragt man sich doch, was an der Sache gut sein soll. Lehrer, Schüler und Eltern machen sich verrückt, und man weiß überhaupt nicht mehr, wo man anfangen soll zu lernen. Der Unterricht wird immer langweiliger und eintöniger, man hat das Gefühl, überhaupt nichts Neues zu lernen, da der ganze Stoff aus fünf Jahren Schulzeit im Schnelldurchlauf wiederholt wird. Unnötiger Stress für alle.

Die meisten Schüler am Gymnasium gehen so wie so in die Oberstufe und machen ihr Abitur, wozu also „Abschlussprüfung“? Sollte es in diesem Fall nicht besser „Zwischenprüfung“ heißen, oder wie schon im achten Schuljahr „Lernstandserhebung“?

Die ersten beiden Prüfungen, Deutsch und eine Fremdsprache, wurden schon von allen Schülern mehr oder weniger erfolgreich und mit einem guten Gefühl gemeistert, nun folgt Dienstag nur noch Mathe.

Lisa Klopf, Duisburg, St.-Hildegardis-Gymnasium

Regelkunde Fußball – Der Ball ist rund – und was sonst noch wichtig ist

Fußball ist ein Ballsport, mit dem Ziel, den Ball so oft wie möglich ins gegnerische Tor zuschießen. Eine Mannschaft besteht aus je elf Spielern. Aber diese Zahl kann sich ändern, denn wenn ein Spieler ein grobes Foul begeht, kann er durch eine Rote Karte vom Platz gestellt werden. Sieger ist die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt hat. Bei Gleichstand endet das Spiel unentschieden. Eine Ausnahme gibt es bei den Spielen in so genannten K.-o.-Runden. Dort kann es zum Zwecke einer Entscheidung zur Verlängerung oder zum Elfmeterschießen kommen.

Es wird nicht nur auf der ganzen Welt Fußball gespielt. Insbesondere in Europa und Südamerika wird der Fußball im Fernsehen übertragen, denn unzählige Fans verfolgen die Spiele in allen Ländern der Welt am Fernseher. Es gibt auch Frauenfußball, der aber durch eine männliche Prägung weitaus weniger präsent ist. Dennoch sind die deutschen Frauen eines der besten Teams in der Welt.

Natürlich müssen bei dieser Sportart auch Regeln vorhanden sein. Das Feld muss 90 bis 120 Meter lang sein, und dieses Feld muss von einer Kalklinie abgegrenzt werden. In der Mitte der kurzen Seiten des Feldes befindet sich ein Tor, das hat auch bestimmte Maße.

Eine Halbzeit dauert 45 Minuten, und die Halbzeitpause darf nicht länger als 15 Minuten dauern. Aber die kompliziertest Regel ist die Abseitsregel, diese Regel bestimmt die Position des Stürmers zu den Abwehrspielern.

Die Feldspieler dürfen den Ball nicht mit den Händen spielen, das darf nur der Torwart im Sechzehner.

Nach einer Statistik der Fifa spielten im Jahr 2006 über 256 Millionen Menschen in 200 Ländern Fußball. 38 Millionen Menschen davon sind in einem der 325.000 Vereine angemeldet. Darunter ist auch der Tus Drevenack, der dieses Jahr 409 Mitglieder in der Fußballabteilung hat.

Informationen zum Tus Drevenack findet ihr auf www.tus-drevenack.de, oder ihr informiert euch bei der Geschäftstelle: Hünxer Straße 11, 46569 Hünxe-Drevenack

Florian Klinger, Wesel, Städt.realschule Mitte