Kaum Freizeitangebote für Jugendliche in Mehr – Langeweile mit fatalen Folgen

Durch mangelnde Freizeitangebote in Mehr und Umgebung sind einige Jugendliche kriminell geworden. Der Jugendtreff (Reläxx) in Mehr wird von den Jugendlichen nicht genutzt, da dort überwiegend kleinere Kinder spiele. Und das ist für die Jugendlichen „uncool“!

Eine Recherche hat ergeben, dass Jugendliche sich mehr Freizeitmöglichkeiten wünschen. Da diese in letzter Zeit nicht vorhanden waren, haben sich die Teenies selbst eine Beschäftigung gesucht. Anstatt sich zu treffen und Fußball zu spielen, trifft man sich lieber, um irgendwas Ungesetzliches zu unternehmen, um in der Clique anzugeben. Das führte schon öfter zur Sachbeschädigung und Drogenkonsum.

Solche „Sauftouren“ werden am Wochenende zum Alltag. Jedoch nicht ohne Folgen. Die Eltern wissen meist nicht, was ihr Kind so treibt oder gerade anstellt. Oft wird ihnen gesagt, sie würden nur bei „guten Freunden“ übernachten. Doch stattdessen treiben sie sich auf Partys rum, wo auch viel Alkohol im Spiel ist. Dabei sind die meisten Kinder noch keine 16 Jahre alt. Doch wehe, wenn die Eltern dies herausfinden! Sie verbieten das Treffen mit bestimmten Freunden, die sie angeblich angestiftet haben, obwohl diese Kinder selber entschieden haben, ob sie etwas trinken oder nicht. Häufig spielt auch der Gruppenzwang eine ganz entscheidende Rolle. Nur wenige wenden sich gegen diesen Gruppenzwang.

Die Zukunft dieser Teenager ist ungewiss, da sie wegen des Alkohol- und Drogenkonsums in der Schule immer schlechter werden.

Miguel Vergoossen, Julia Schulz, Julien Lackmann, Rees, Realschule der Stadt Rees

Im Sog der modernen Medien – Simon ist süchtig – und jetzt?

Sitzt du 24 Stunden am Tag vor dem Computer? Hast du kein anderes Hobby? Ist der Computer dein Leben? Dann bist du eindeutig computersüchtig.

So geht es auch dem 15-Jährigen Simon. Er steht morgens ganz früh auf und wendet sich seinen Lieblingsspielen am Computer zu. Und so wie Simon geht es vielen anderen Jugendlichen im Alter von zwölf bis 25 Jahren. Einige von ihnen gehen oft sogar gar nicht mehr zur Schule und vernachlässigen alles um sich herum. “Mehr als 600.000 Jugendliche in Deutschland sind computersüchtig“, so Wolfgang Bergmann, Kindertherapeut und Autor des Buches “Computersüchtig. Kinder im Sog der modernen Medien.“

Simon hatte oft Langeweile und keine Lust, Hausaufgaben zu machen. Er hat immer mehr Spaß an den Computerspielen gefunden. Größtenteils sind es Jungen, die der Sucht verfallen, weil sie mehr Interesse an PC-Spielen, wie zum Beispiel an dem Rollenspiel “World of Warcraft“ haben. In diesem Spiel geht es um Anerkennung, Respekt, Macht und sozialen Aufstieg. Im Spiel sind Simon dieses Werte wichtig, im wahren Leben gelingt es ihm jedoch nicht, sich dafür einzusetzen.

Doch nicht nur Jugendliche verfallen in einen solchen Tiefpunkt. Auch viele Menschen zwischen 30 und 50 Jahren beschäftigen sich häufig oder gerne mit dem Computer. Oftmals sind es Männer dieser Altersgruppe.

Simons Eltern haben gemerkt, wie sehr er sich mehr und mehr seinem Computer zugewandt hat. Anfangs fanden sie es normal und dachten, er kontaktiert seine Freunde, doch es wurde immer schlimmer.

Die Folgen dieser Sucht sind oft Realitätsverlust, Verlust von Zeitgefühl, Untergewicht, Verkümmerung des Wortschatzes sowie der Mimik und Gestik.

Die Süchtigen sind oft nicht dumm, wie viele Leute denken. Ganz im Gegenteil: Viele weisen eine überdurchschnittliche Intelligenz und eine sehr gute Allgemeinbildung auf.

Viele fragen sich: Was können wir gegen diese Sucht tun? Die Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen sollten ihre Kinder beobachten und zu anderen Beschäftigungen, die nichts mit dem Computer zu tun haben, motivieren.

Nachdem Simon bald gar nicht mehr zur Schule gehen wollte und nur noch in seinem Zimmer saß, haben seine Eltern mit ihm geredet. Er hat nicht gesagt, was los ist und die Eltern haben ihm seinen Laptop erst mal abgenommen. Simons Eltern haben versucht, etwas mit ihm zu unternehmen, doch Simon kam mit der ganzen Situation überhaupt nicht klar. Er wurde aggressiv und wütend, weil er keine Befriedigung von seinen Spielen bekam.

Die Süchtigen sollten sich ihrer Sucht stellen, auch wenn sie dies sehr viel Mut kosten wird. In einem ernsten Fall sollten sie auch eine Beratungsstelle aufsuchen.

Irgendwann stellte sich Simon seiner Sucht und suchte zusammen mit seinen Eltern einen Berater auf. Nun darf er am Tag höchstens eine halbe Stunde an den Computer und seine Eltern achten genauestens darauf, was er an seinem Laptop macht. Die ganze Familie von Simon hat sich ein Ziel vor Augen gesetzt: gemeinsam Simon bei seinem Entzug zu unterstützen.

Lisa Tepe, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Ein Besuch im Kinderheim – Leben ohne Eltern

In Deutschland leben zahlreiche Kinder und Jugendliche in Kinderheimen oder speziellen Wohngruppen. Auch in Kleve-Kellen gibt es so eine Gruppe. Sie heißt die „Münze“. Ein Besuch vor Ort

Beim Entlanglaufen der Peiterstraße in Kellen hört man schon von Weitem Kinderstimmen. Sie klingen fröhlich. Dann kann man Kinder auf Rutschen und Schaukeln spielen sehen. Es macht den Eindruck, als wäre die Einrichtung ein Kindergarten oder eine Grundschule. In Wirklichkeit ist es aber eine Heimgruppe, in der zurzeit neun Kinder getrennt von ihren Familien leben. In dieser so genannten Diagnosegruppe wird in Zusammenarbeit mit den Sorgeberechtigten oder dem Jugendamt die Zukunftsperspektive der Kinder abgeklärt.

Wenn man darüber nachdenkt, warum die Kinder dort untergebracht sind, fallen einem viele, oft negative Gründe ein, zum Beispiel Überforderung der Eltern oder Misshandlungen. In der Regel entscheiden das Gericht oder das Jugendamt, dass die Kinder von ihren Eltern getrennt werden sollen.

Man darf nicht denken, dass das Kinderheim „Münze“ ein Ort der Trauer ist. Im Gegenteil. Nach einer Gewöhnungsphase blühen dort die meisten Kinder regelrecht auf, da sie einen geregelten Tagesablauf vorfinden und vor allem Sicherheit und Aufmerksamkeit bekommen.

So versuchen die Betreuer auch Dinge, die man eigentlich mit der Familie macht, in der Gruppe umzusetzen. Sie gehen zum Beispiel mit der Gruppe in den Tierpark, in ein Schwimmbad oder in die Stadt. In Therapien werden dann die durch Vernachlässigung entstanden Sprach- und Wahrnehmungsstörungen behandelt.

Die Diagnosegruppe sei allerdings kein Familienersatz, betont die Leiterin Andrea Scheffer-Erkens, da die Kinder dort nur für eine bestimmt Zeit leben und viele nach etwa ein, zwei Jahren zu ihren Familien zurückkehren. Dieses sei allerdings vor allem in schwerwiegenden Fällen nicht so einfach, besonders in Fällen, in denen das Jugendamt den Eltern das Sorgerecht entzogen hat. Manchmal werden die Kinder dann in anderen Heimgruppen oder in Pflegefamilien untergebracht.

Es ist nicht so, dass die Kinder keinerlei Kontakt zu ihren Eltern haben, denn es gibt abgesprochene Besuchs- und Telefonzeiten. Im Idealfall soll ermöglicht werden, dass das Kinderheim besonders den Eltern eine Möglichkeit gibt, in ein normales Familienleben mit ihren Kinder zurückzufinden und ihren Alltag zu meistern.

Annalena Dams, Kleve, Konrad-Adenauer-Gymnasium

Ein Besuch bei Antenne Niederrhein – Räuspern im Interview ist verboten

Interviews, Moderationen und O-Töne (Original-Töne). Sie gehören zum Alltag von Antenne Niederrhein. Für manche Redakteure fängt der Tag schon früh an: Ab 4.30 Uhr müssen sie die erste tägliche Live-Sendung vorbereiten. Die geht von sechs bis neun Uhr. Aber auch danach passiert noch viel im Sender.

Pünktlich um zehn Uhr treffen sich alle Mitarbeiter des Radiosenders zur Konferenz. Dort berichtet der Sprechers des „Frühprogramms“, welche Themen aufgegriffen wurden, und es werden außerdem die nächsten Tage geplant. Danach wenden sich alle wieder ihren Pflichten zu. Für Lina Artz, Jahrespraktikantin bei Antenne, bedeutet das, dass sie ein neunminütiges Interview über die 1. Reeser Akustik-Nacht so schneiden und kürzen muss, dass es nur noch eine Minute dauert und radiotauglich ist.

Mit einem Programm schneidet sie unnötige Informationen, Überlegungspausen der Befragten und Räusperlaute heraus. Somit enthält die neue Version nur noch die wichtigsten Informationen. Wenn das gekürzte Interview fertig ist, spricht die Redakteurin ihren Text dazu.

Fehlerfrei und deutlich zu sprechen erfordert für die Mitarbeiter des Radios viel Übung. Lina Artz erklärt: „Es muss sehr seriös klingen, was man durch einen bestimmten Ton und die richtigen Pausen schafft. Auch eine bestimmte Atmung und das Gestikulieren vor dem Mikrofon kann durchaus helfen den Text lebhaft und anschaulich für den Zuhörer zu machen.“

Bei Antenne Niederrhein sind rund zehn feste Mitarbeiter und etwa fünf bis zehn „freie“ Mitarbeiter beschäftigt. Um als Radio-Redakteur/in zu arbeiten, benötigt man Abitur, und man macht ein zweijähriges Volontariat. Es kann auch sein, dass man einfach nur in diesen Job „rein rutscht“, wie es Lina Artz ausdrückt.

Es ist erstaunlich, dass in der Radiostation in Kleve nur von sechs bis neun Uhr morgens und von 16 bis 18 Uhr nachmittags live moderiert wird. Ansonsten kommt das Programm aus Oberhausen von Radio NRW und läuft nicht nur bei Antenne sonder auch bei anderen Sendern, die auch zum Verbund dazu gehören. Die Musik, die wir täglich im Radio hören, wird auch von Oberhausen ausgesucht und viele Infos erfahren die Redakteure auch von dort.

Im Großen und Ganzen ist der Beruf des Radio-Redakteurs sehr lebhaft, bietet viel Abwechslung, und es herrscht immer eine gelassene Stimmung in der Redaktion.

Anna Roor,luise Paeßens und Naomi Mälders, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar

Erfolgreichstes Jahr der PSV Vereinsgeschichte – Acht von neun Titeln geholt

Sogar die ältesten Mitglieder des PSV Wesel können sich nicht an ein derartig erfolgreiches Jahr erinnern. Schon bei den Weseler Hallenstadtmeisterschaften der Jugend im Januar 2009 deutete es sich an, dass dies ein sehr erfolgreiches Jahr werden würde: mit acht von neun möglichen Titeln sowie einem 2. Platz.

In allen vier Leistungsklassen Rees/Bocholt (A- bis D- Jugend ) ist der PSV Wesel vertreten. Das Ziel, die Aufstiegsrunden der A-, B- und C-Jugend zur Niederrheinliga zu erreichen, schafften die B- und C-Jugend vorzeitig und die A-Jugend am letzten Spieltag. Als Meister des Kreises Rees/Bocholt nehmen sie an den Relegationsspielen Anfang Juni als Vertreter ihres Kreises teil.

Die C2, in der Aufstiegsrunde punktgleicher Zweiter, erreicht das Entscheidungsspiel für den Aufstieg in die Leistungsklasse. Die D1, Tabellenführer am letzten Spieltag, verlor gegen den Tabellenzweiten und wurde somit Vizemeister. Die E1 führt nach dem vorletzten Spieltag mit zwei Punkten Vorsprung.

Nach drei Vizemeistertiteln in der Bezirksliga erreichte die 1. Senioren Mannschaft nach einer nicht mehr für möglich gehaltenen Aufholjagd sogar noch vorzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga. Sie wird in der kommenden Saison die ranghöchste Seniorenmannschaft im Weseler Raum sein. Auch die relativ junge Damenmannschaft stellt in dieser Saison ein Meisterteam und steigt von der Kreisliga in die Bezirksliga auf. Somit ist dieses Jahr das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte des PSV Wesel.

(Quelle:www.psv-wesel.de)

Peter Kätter, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Beziehungen – Was der perfete Mann mit Pommes und Pudding zu tun hat

Wir Frauen wollen doch alle einen Mann, der uns den Stuhl zurechtrückt, uns aus der Jacke hilft oder uns jeden Wunsch von den Augen abliest.

Doch wollen wir nicht alle auch etwas Feuer, Leidenschaft und Abenteuer in unsererm Leben? Ist uns da der „einfache“ Gentleman nicht schlichtweg zu „langweilig“? Warum kann man(n) nicht einfach beides kombinieren? Dann wäre der perfekte Mann erschaffen.

Ein Mann mit Feuer, der gleichzeitig aber auch hilfsbereit und rücksichtsvoll ist. Ein Mann von ungeheurer Kraft, aber dennoch snftmütig. Ein Mann, der uns dominiert, sich aber ebenfalls dominieren lässt. Wollen wir nicht genau so jemanden?

Wird es nicht aus Dauer langweilig, wenn man immer nur das Gleiche macht? Stuhl zurechtrücken, zuhören, in die oder aus der Jacke helfen. Da wollen wir doch lieber jemand Wandelbaren, der sich in uns hineinversetzt und uns das gibt, was wir in dem Moment brauchen oder wollen.

Doch ist es überhaupt möglich, einen solchen Mann zu finden? Wollen wir ihn uns selbst erschaffen? Selbst zurechtbiegen? Ist es dann noch der Gleiche Mann, den wir geliebt haben, weil er so war, wie er war?

Einen Mann umformen zu wollen, ist etwa das Gleiche, wie aus einem Pudding Pommes machen zu wollen. Es geht nicht und schmeckt am Ende auch gräßlich. Wir sollten unsere Männer einfach mal so sehen, wie sie sind, und sie auch genauso nehmen. Zum Schluss kommt eh das Beste dabei heraus.

Wenn Sie nun mit einem Lächeln im Gesicht diese Zeitung schließen, haben Sie in dem Moment sicher an die Fehler, aber auch hinreißenden Charakterzüge Ihres Mannes/Freundes gedacht und, dass Sie ihn so lieben, wie er ist.

Ich denke nicht, dass Sie ihn jetzt noch ändern oder formen wollen…

Oder?

Sabrina Lamers, Kleve, Konrad-Adenauer-Gymnasium

Simsen statt Freunde treffen – Einsam mit Handy

Es ist bekannt, dass Handys für Menschen gefährlich sind. Ein Mobiltelefon, genannt Handy, das dafür gebaut wurde, um schneller und leichter erreichbar zu sein, kann erhebliche Schäden in der Psyche eines Menschen anrichten.

Schon die meisten Jugendlichen sind von diesem „Modesyndrom“ befallen, sie merken kaum noch, was in ihrer Welt passiert. So laufen sie 24 Stunden am Tag mit ihren Ohrstöpseln durch die Gegend und telefonieren, was das Zeug hält.

Dabei erweckt es den Eindruck, als ob sie von einem psychischen Bedürfnis gedrängt werden, mit sich selbst zu reden. Das Tragische an der ganzen Angelegenheit ist, dass dieses sogenannte Modesyndrom überall und zu jeder Zeit ausbrechen kann. Keiner, kein einziger Mensch, ist davor geschützt.

Viele Menschen können auf Handys nicht mehr verzichten. Und bei einigen Menschen geht es sogar soweit, dass sie ohne Handy nicht mehr leben können. Die University of Florida beschäftigte sich mit diesem Thema. Die Forscher dort sagen, Handysucht sei der Fernsehsucht oder auch der Computersucht gleichzusetzen. Dabei sei der Drang nach dem Telefonieren allerdings nicht so stark, wie das Bedürfnis, ständig und überall erreichbar zu sein, verdeutlicht Lisa Merlo von der University of Florida.

Abhängige vermieden persönliche Art von Kommunikation, und Mitteilungen würden lieber über SMS gemacht werden. Häufige Folgen einer solchen Sucht seien zunehmende soziale Isolation sowie Depressionen und Ängste, wenn die Betroffenen das Handy für einen kurzen Moment nicht bei sich haben. Dazu käme eine Rechtschreibschwäche, da die Abhängigen in ihren SMS‘ und Mails nur noch Abkürzungen benutzen.

Weitere Symptome seien das ständige Überprüfen der Mailbox und des Postfaches sowie Frust, wenn ihnen eine Mail oder SMS nicht beantwortet wurde. Ein Teilnehmer einer Studie der Universität Bisbane (Australien) beschrieb das Gefühl ohne Handy: „Es ist, als würde eines meiner Glieder fehlen.“

Handysüchtige können nicht wie Alkoholsüchtige auf völligen Verzicht hinarbeiten. So der Psychiater Platz. Sie müssten stattdessen einen souveränen Umgang mit Gerät lernen.

Wie die spanische Tageszeitung „El Mundo“ berichtete, seien in Spanien bereits Jugendliche in eine Kinderpsychiatrie aufgrund einer Handysucht eingewiesen worden. Die Jugendlichen hätten es bis zu sechs Stunden am Tag benutzt. Auch hier seien die Entzugserscheinungen sehr drastisch gewesen.

Experten warnen davor, Kindern zu früh ein eigenes Handy zu kaufen, da die Gefahr, süchtig zu werden, ziemlich groß ist.

Antonia Mann, Yali Lin, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Ein Handy für Kinder – Katastrophe der Technik

Ein Paradebeispiel für neue Erfindungen ist das Kinderhandy. Es ersetzt nicht nur die Aufsichtspflicht, sondern schon fast die Eltern.

Diese quietschend bunten Kinderhandys sind uns erst ins Auge gesprungen und dann auf den Magen geschlagen. Sie haben eine Ortungsfunktion, bei der jeder Arzt Freudensprünge machen wird. Man denke nur an die vielen unter Paranoia leidenden Patienten. 

 

Wir wundern uns wirklich darüber, wie sehr man Kindergartenkinder und Grundschüler unterschätzen kann. Wie sonst kann es passieren, dass man ihnen eine leicht zu bedienende Katastrophe der Technik mit nur drei Knöpfen in die Hand drückt?

Kennen sie das Sprichwort, die Weisheit mit Löffeln gegessen? Wir denken, dass man hier wohl eher das Kind mit dem Bade ausgeschüttet hat.

 

Frederike Haartz, Judith Horlemann, Jasmin Janßen, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Schuldenfalle Markenkleidung – Teuer ist nicht gleich gut

Viele Jugendliche und Erwachsene legen viel Wert auf Markenklamotten und schicke Kleidung. Aber viele übertreiben es mit dem Shoppen. Sie wollen nur Marken und schicke Klamotten tragen. Viele Eltern fragen sich, woher Jugendliche das Geld für die Kleidung nehmen und was das Richtige für ihr Kind ist.

Bei feierlichen Anlässen tragen die meisten Leute schicke Klamotten. Das ist ganz normal. Im Alltag aber ist das meist sehr übertrieben. Meist sieht es dann aus, als gehe man in die Disco. Das muss nicht unbedingt sein!

Auch bei Markenklamotten sind viele sehr eigen. Jeder gönnt sich sicher mal etwas Teures. Das ist gut für den eigenen Körper und die Seele. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben. Viele Geschäfte haben heute billige, schöne, aber auch qualitative Kleidung. Die anderen Leute dagegen haben einen totalen Markenfimmel. Sie tragen nur teure Marken. Markenkleidung ist für sie die beste und qualitativ wertvollste Kleidung. Deshalb machen sie andere Kleidung schlecht. Dieser Markenfimmel kann auch zur Sucht und zum Wahnsinn führen.

Klamotten, die teuer sind, sind nicht immer gut. Manchmal sind sie sogar von der Qualität her schlechter als billigere Kleidung. Vor allem Menschen mit weniger Geld, die sich teure Kleidung kaufen, können durch Markenfimmel in die Sucht gelangen. Sie sind davon überzeugt, dass Marken am besten sind.

Es gibt genug ärmere Leute, die sich keine Markenkleidung leisten können. Sie gehen in preisgünstigen Geschäften mit moderner und guter Kleidung einkaufen. So können auch diese Leute gut aussehen.

Besonders Jugendliche gehen gerne und oft Klamotten kaufen. Das Geld bekommen sie meist von den Eltern und manchmal auch von den Großeltern. Einige legen allerdings auch Taschengeld hinzu. Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder nicht zu früh mit dem „Markenwahn“ anfangen.

Kira Zeegers, Goch, Gymnasium der Stadt Goch

Moerser Jugendliche küren ihr Lieblingsbuch – Hot Dogs für Leseratten

Die Abschlussfeier der Moerser-Jugendbuch-Jury (MJJ) war ein voller Erfolg. In der zwölften Leserunde gewann „Seelen“ von Stephenie Meyer den Preis der Moerser Jugendlichen.

Jedes Jahr wählt das Vorbereitungsteam der MJJ unter der Vielzahl von Neuerscheinungen ihre 20 Favoriten aus, fordert bei den Verlagen Leseexemplare an und leitet diese an die Moerser Schulen weiter. Die Schüler können sich die Bücher ausleihen und anhand eines Punktesystems verschiedene Aspekte der Romane bewerten.

327 Jugendliche haben in diesem Jahr mitgelesen, und das nicht gerade wenig: Über 500000 Seiten wurden verschlungen. Sogar 30 waren unter ihnen, die alle 20 Titel geschafft haben. Diese erhielten von der Sparda-Bank West gespendete Buchgutscheine.

Auf der großen Abschlussfeier am 24. April war es in der Zentralbibliothek auch dementsprechend voll. Die Gewinnerautorin konnte leider nicht selbst erscheinen, dafür gab es aber eine andere Überraschung: Der Carlsen-Verlag spendierte Seelen-Plakate und mehrere Titel des aktuellen Buches von Stephenie Meyer – „Bis(s) zum Ende der Nacht“. Diese wurden unter den Jugendlichen verlost. Bereits in der Leserunde 2006/2007 hatte Stephenie Meyer mit ihrem Welterfolg „Bis(s) zum Morgengrauen“ gewonnen.

Auf Platz 2 landete Cassandra Clares „City of Bones“, auf Platz 3 „Ghetto Kidz“ vom Morton Rhue, der es 2004/2005 bereits mit „Asphalt Tribe“ auf den zweiten Platz geschafft hatte. Eine Liste mit allen Platzierungen findet sich im Internet auf der Homepage der MJJ (www.moerser-jugendbuch-jury.com)

Auch die Mitglieder des Vorbereitungsteams erhielten ein Geschenk. Die vom Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein Westfalen e.V. (vbnw) für den kulturellen Ehrenamtspreis „Der Dank – Ehrensache Kultur“ des Landes NRW Nominierten erhielten als Dankeschön für ihr großes Engagement zur Leseförderung Kinogutscheine vom vbnw. Nach dem offiziellen Teil sorgte DJ Flaver für Stimmung, während die traditionellen Hot Dogs verspeist wurden.

Die nächste Leserunde startet im November. Schüler, deren Schulen an der Aktion noch nicht teilnehmen, können sich auch über die Zentralbibliothek Moers anmelden.

Alina Spuling, Duisburg, St.-Hildegardis-Gymnasium