Vertrauen ist wichtig – Leben und Alltag im Kindergarten Kattendahl

Ab dem achten Lebensmonat bis zum sechsten Lebensjahr verbringen die Kleinen der Kindertagespflege Kattendahl ihre Zeit täglich im Kindergarten. Dort erziehen die Erzieherinnen, die zehn bis fünfzehn Kinder ihrer Kindergartengruppe.

Maßstäbe dieser Erziehung sind dabei Fairness, spielerisches Entdecken, aber auch Konsequenz. Dabei achten die Erzieherinnen besonders auf Hygiene, Sicherheit und gerechtes Verhalten. Für die Hygiene wird unter anderem jährlich eine sogenannte Putzwoche veranstaltet. Die erste Gruppe für die jüngsten des Kindergartens, (achter Lebensmonat bis zum dritten Lebensjahr) heißen „Sonnendrachen“, die zweite hat den Namen „Feuerdrachen“. Dort und in der dritten, die sich „Wasserdrachen“´ nennt, werden Kinder vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr betreut. Diese Kinder können morgens ab 8.30 Uhr in den Kindergarten gebracht werden, um dann entweder um 12.30 Uhr den Kindergarten verlassen oder am Nachmittag dort zu bleiben. Eltern haben auch die Möglichkeit, die Kinder zum Mittagessen nach Hause zu holen und sie erneut in den Kindergarten zu bringen.
In jeder Gruppe sind mindestens zwei Erzieherinnen, um die Sicherheit eines jeden Kindes zu gewährleisten. Diese müssen als Voraussetzung geduldig und diszipliniert sein. Außerdem müssen sie gut mit Kindern umgehen können und auf die Entwicklung der Kinder achten, beispielsweise, ob das Kind ein soziales und aktives Verhalten aufweist, denn erst ab diesem Zeitpunkt ist es bereit für die Schule. Die schulische Ausbildung zu einer Erzieherin oder zu einem Erzieher dauert im Schnitt zwei bis viereinhalb Jahre, wobei auch Zusatzqualifikationen erworben werden können. Es ist wichtig, dass ein Verhältnis des Vertrauens zwischen Erzieher oder Erzieherin und dem jeweiligem Erziehungsberechtigtem des Kindes besteht. Das bestätigt auch die Leiterin der Kindertagespflege.
Die Kinder fühlen sich sehr wohl und lernen dabei mit anderen Kindern umzugehen, deshalb sind Tagesstätten wie die Kindertagespflege Kattendahl wichtig.

Naima El-Mokadem, Patricia Franz, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Interessant, lehrreich und spannend – Ein Tag im Amtsgericht Wuppertal

Überall laufen Menschen über die Gänge, viele weitere warten vor Zimmern. Am Eingang muss man jedoch zuerst durch eine Sicherheitskontrolle wie beim Flughafen und muss Mobiltelefone und spritze Metallgegenstände abgeben. Die ist das Amtsgericht Wuppertal.

Es ist 9 Uhr. Plötzlich kommt eine Staatsanwältin angelaufen, sie wirkt ein wenig gehetzt, denn die erste Verhandlung soll schon in wenigen Minuten beginnen. Dann betritt sie den Sitzungssaal und setzt sich auf den Stuhl des Staatsanwalts. Nun eröffnet der Richter die Verhandlung und der Angeklagte wird vom Protokollführer aufgerufen. Als keiner erscheint, beschließt die Staatsanwältin nachzusehen. Doch der Angeklagte ist auch draußen nicht zu finden, nur dessen Anwalt. Dieser erzählt, dass der Angeklagte krank und beim Arzt sei. Daraufhin schließt der Richter die Verhandlung und verkündet, dass, sollte der Angeklagte beim nächsten Gerichtstermin nicht erscheinen, dieser wohl von der Polizei vorgeführt werden wird.
Der Protokollführer ruft zunächst um 9.30 Uhr den nächsten Angeklagten und die Zeugen auf, während der Richter sagt, dass jetzt ein unter 21-Jähriger angeklagt wird, es könnte noch das Jugendstrafrecht greifen und dann müsste er im schlimmsten Falle nur über das Wochenende in den Arrest.
Dann betreten alle den Sitzungssaal. Es geht um den Diebstahl eine Mobiltelefons. Zunächst liest die Staatsanwältin die Anklageschrift vor der Richter belehrt alle Zeugen über ihre wahrheitsgemäße Aussage und ihre Rechte. Dann bittet die Zeugen draußen zu warten. Dann befragt der Richter den Angeklagten über den Tathergang. Dieser schildert die Tat. Er gibt an, dass nicht er, sondern sein Freund einem 17-jährigen Mädchen das Handy geklaut habe und dass er und sein Freund das Mädchen in der S8 von Düsseldorf nach Wuppertal kennengelernt hätten. Anschließend fügt er hinzu, dass sein Freund betrunken gewesen wäre. Jetzt hat der Rechtsanwalt noch das Recht Fragen zu stellen, aber dieser hat keine Fragen.
Dann wird die Geschädigte aufgerufen und sie erzählt Folgendes: Der Täter sei betrunken gewesen und dieser habe ihr das Handy zweimal weggenommen. „Erst hat er es mir zurückgegeben, dann hat er es mir ein zweites Mal aus der Hand gerissen und ist weggerannt.“ Zweifelsfrei wiedererkennen würde sie den hier Angeklagten jedoch nicht. Die Tat sei halt schon länger her.
Dann macht der Rechtsanwalt etwas Ungewöhnliches und sagt, er wolle sich allein mit dem Richter und Staatsanwältin beraten. Dem Wunsch wird entsprochen. Kurz darauf ruft der Protokollführer alle Beteiligten wieder herein und der Richter verkündet, dass der Angeklagte freigesprochen sei, da die Zeugenaussage Zweifel an der Person des Täters ergeben hätten. Zufrieden geht der Angeklagte aus dem Saal.
Draußen auf dem Gang riecht es schon lecker, denn hier gibt es auch eine Kantine. Ich verlasse nunmehr das große Gebäude mit dem Gefüh,l an diesem Morgen einen interessanten Einblick in das Gerichtswesen in Deutschland erhalten zu haben.

Christoph Ruhs, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Wie funktioniert die Bundeswehr? – Einblick in eine Kaserne

Oberleutnant Reuter ist stellvertretender Kompaniechef der Feldjägereinsatzkompanie in der Waldkaserne Hilden. Er koordiniert die Dienste und sorgt dafür, dass alle Aufgaben seiner 78 Soldaten erfüllt werden.

Aus- und Weiterbildung gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben. Dies sind nur kleine Aspekte seiner Arbeit. Seit acht Jahren ist er Soldat und seit 1,5 Jahren in der Kaserne in Hilden. Ihm gefällt sein umfangreicher Beruf, in dem er schon viele Einsätze in ganz Deutschland hatte.
Frauen und Männer werden bei der Bundeswehr gleichbehandelt und dürfen die gleichen Aufgaben übernehmen. Vorteilhaft ist es, sportlich zu sein.
Die Kaserne ist in 40 Gebäude aufgebaut, in denen rund 800 Leute arbeiten. Jedoch ist die Zahl der Soldaten nach der Aussetzung der Wehrpflicht leicht zurückgegangen. Die Ausbildung dauert drei bis fünf Jahre. Zu der Grundausbildung gehört die Verbesserung der Sprachfertigkeit, Erlernen der Rechtsgrundlagen, Mitzeichnen von Schriften, Aufgaben der Bundeswehr, andere auszubilden, Methodik und Didaktik. Ab einem Alter von 17 Jahren und der Einverständniserklärung der Eltern ist es erlaubt, sich zu bewerben. Die meisten Soldaten fangen zwischen 19 und 23 Jahren an. Es gibt einen Einstellungstest. Jedes Jahr muss ein Sportabzeichen absolviert werden. Am Ende der Ausbildung bekommt man eine Ausbildungsurkunde und ein offizielles Patent, welches eine Art Zeugnis ist.
Die Soldaten haben bei den Feldjägern in Hilden pro Woche vier Tage hintereinander Schichtdienst. Dies beinhaltet theoretischen und praktischen Unterricht, Sport und Einsätze. Sie bekommen normales Gehalt und haben so auch einen Monat Urlaubsanspruch pro Jahr. Zum normalen Tagesablauf zählen das morgendliche Antreten, die Ansprache der Aufgaben, das Klären wichtiger Dinge und eventuell gemeinsames Essen. Manchmal führen sie einen Marsch aus, bei dem sie entweder zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs sind.
Eine besondere Gruppe innerhalb der Bundeswehr bildet das Feldjägerdienstkommando, die Militärpolizei. Die Feldjäger werden in verschiedene Fähigkeitsgruppen eingeteilt und sind mit ihren Einheiten in ganz Deutschland stationiert. Sie kontrollieren andere Militärgruppen, sichern Veranstaltungen, schützen Personen, kontrollieren den militärischen Straßenverkehr und sind in Auslands- und Inlandseinsätzen tätig. So ist derzeit gut ein Viertel der Feldjägersoldaten aus der Hildener Kompanie in Afghanistan eingesetzt.
Zu der Ausrüstung gehören Uniform, Stiefel und je nach Einsatz Waffe, Taschenlampe oder Handschellen. Auch auf das äußere Erscheinungsbild wie zum Beispiel Kurzhaarschnitt wird geachtet.
Wie in jedem Beruf sehen die Soldaten ihre Familie und Freunde nur an bestimmten Zeiten, was sich jedoch aufgrund militärischer Einsätze beim Soldatenberuf noch verschärft. Pendler haben auch die Möglichkeit dort zu übernachten. Die Freizeit muss den Dienstzeiten angepasst werden und man muss sich selber organisieren.

Kathleen Laxy, Lea Tappert, Julie Heneen, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Viele Proteste rund um die WM – Brasilien zwischen Freude und Anspannung vor der WM

Als Brasilien im Oktober 2007 den Zuschlag für die Fußball-WM bekam, brachen überall im Land Freudenfeiern aus. Heute ist Umfragen zufolge die Mehrheit der Brasilianer der Meinung, die WM müsse nicht unbedingt in ihrem Land stattfinden. Die Schlagzeilen werden bestimmt von Unruhen, Streiks und Polizeiübergriffen.

Es sind die gleichen Bilder wie vor einem Jahr. Schon während des Confederations Cups vor einem Jahr gingen Millionen Brasilianer auf die Straße und protestierten gegen Missachtung vieler Arbeiter und die hohen Ausgaben für die Fußball-WM. Nachdem die ersten Proteste mit brutalem Polizeieinsatz niedergekämpft wurden, versuchte die Regierung es später mit Verständnis und Versprechungen. Doch die unzufriedene Stimmung im Lande blieb.
Die Brasilianer bedauern auch, dass das angesprochene Ausbauen der Infrastruktur nicht realisiert wurde. Nach der WM werden viel zu teure Stadien an außerhalb liegenden Standorten, wie Manaus und Cuiabá stehen, wo dann nur drittklassige Clubs vor leeren Rängen spielen. Zahlreiche Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs an den WM-Spielorten sind dagegen weit in Verzug oder ganz aufgegeben worden.
Für viele Menschen in Brasilien steht jetzt schon fest, dass sie sich nicht nur noch auf das kommende Sportereignisses freuen können, sondern im Schatten der WM sind. Zum Beispiel manche Bürger, die für den Bau von Stadien und für Straßenprojekte angesetzt waren und die bis heute auf eine gerechte Entschädigung warten. Indios, deren Kultureinrichtungen durch die WM in Gefahr geraten. Sozialarbeiter, die nun sehen müssen, dass für wichtige Projekte zur Bekämpfung von Kriminalität und Jugendprostitution kein Geld mehr vorhanden ist.
Die Regierung redet die Proteste zwar klein, wirkt aber hinter den Kulissen dennoch zumindest beunruhigt. Auch die Proteste im vergangenen Jahr, die in eine Massendemonstration mit zwei Millionen Teilnehmern endeten, hatten mit wenigen hundert Demonstranten begonnen.
In fast allen brasilianischen WM-Städten sind Menschen missachtet worden. Sie mussten für die Stadien, für Straßenbauprojekte und Bahntrassen ihre Häuser verlassen. Kein Wunder, dass viele Brasilianer keine Lust mehr auf die WM haben.

Marius Kesting, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Zu Besuch in einer Entzugsklinik – Start in ein neues Leben

Was ist mit den Patienten los, muss man Angst vor ihnen haben? Das fragten wir uns, als wir an der Entzugsklinik ankamen.

Als Erstes ist uns aufgefallen, dass es sehr ländlich, natürlich aussieht und dass dort nicht viel los ist. Es wirkt wie ein Gemeindehaus oder Altersheim und nicht  wie eine Mischung aus Krankenhaus und Gefängnis.
Dies ist die älteste Suchteinrichtung Deutschlands. Die sogenannte Trinkerheilstätte wurde 1879 gegründet. Der Alkoholkonsum ist seit 1860 gestiegen, weil es seitdem gekühltes Bier in Flaschen gibt. Das Haus gehört zum Fliednerkrankenhaus Ratingen. Dort gibt es verschiedene Nutzungsräume wie zum Beispiel eine Sporthalle, Therapieräume und einen Park. Außerdem finden sich dort sechs Wohneinheiten mit jeweils einer Wohnküche, einem Badezimmer, einem Aufenthaltsraum sowie Ein- bis Zweibettzimmer. Dort wohnen jeweils zwölf Patienten zusammen.
Platz ist dort für 60 Patienten. Zurzeit sind sie mit circa 40 Männern und 20 Frauen besetzt.D
ie Ursachen der Sucht sind meistens seelische Verletzungen, nicht verarbeitete, oftmals schwere Verluste, Vereinsamung, fehlgeleitete Neugier, Entspannung oder Gruppenzwang. Wenn ein neuer Patient in die Anstalt eintrifft, werden persönliche Daten erfasst, dazu gehört der Antrag für Kosten und die Rehabilitation. Der erste Schritt ist eine bis zu dreiwöchige qualifizierte Entzugs- und Motivationsbehandlung im Krankenhaus sowie eine körperlichen Entgiftung. Danach folgt der Übergang in das Haus Siloah. Dort wird sich mit der Krankheit/der Sucht auseinandergesetzt. Dies geschieht vor allem über Gruppengespräche. Die Patienten bleiben selbständig und in den Alltag integriert. Sie führen ein familiäres Zusammenleben in ihrenr Gruppe und gestalten ihren Alltag durch gemeinsame Aktivitäten. Der typische Tagesablauf besteht aus einer Morgenbesprechung, Motivationsgruppen, Informationsangeboten, Entspannungsmethoden, Therapien und für Frauen Frauengesprächen. Sie bereiten sich außerdem auf die Rückkehr ins Leben vor, indem sie ihre Zukunft selbständig planen, Angehörige einladen und gegebenenfalls ein neues Lebensumfeld suchen. Diese Therapie dauert vier Monate.
Manche Patienten werden rückfällig. Sogenannte Drehtürpatienten kommen immer wieder. Oftmals brechen Patienten die Therapie ab, da sie denken, sie kämen alleine zurecht. Dies ist allerdings meistens nicht der Fall.
Man merkt an der Veränderung der Person und ihrem persönlichem Umfeld, ihrem offenen Umgang mit der Sucht und ihrer neuen Lebensplanung, dass sie in ihr neues Leben starten können.

Kathleen Laxy. Lea Tappert, Julie Heneen, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Erkrather über Ihre Stadt – Ist Erkrath eine Stadt zum Wohlfühlen?

Erkrath ist eine Stadt im Kreis Mettmann und liegt zwischen den Städten Düsseldorf und Wuppertal. Weltbekannt ist Erkrath als Fundort des Neanderthalers und dem danach benannten Neandertal. Dadurch ist Erkrath ein Touristenmagnet. Doch wie gefällt Erkrath den Bewohnern?

Dies haben wir als Anlass für unsere Umfrage genommen. Wir haben Passanten in der Erkrather Einkaufsstraße, der Bahnstraße befragt. Alle der Befragten fühlen sich eigentlich in Erkrath wohl, jedoch gibt es auch Kritik an der Stadt. Fast alle stört es, dass in den letzten Jahren immer mehr Geschäfte schließen mussten, dies beziehen die Befragten auf die Erneuerung des Pflasters in der Hauptgeschäftsstraße. Die Arbeiten zogen sich über einen so langen Zeitraum hin, dass es zu Umsatzeinbußen für die Geschäfte kam, weil die Kunden aufgrund der Baustellen schwerlich zu den Geschäften gelangen konnten. Trotz des Abschlusses der Sanierung ist das Pflaster ein immer noch bestehender Kritikpunkt der Leute, weil sich immer noch Steine lösen und sich dadurch Unfallgefahren ergeben. Besonders die ältere Generation sieht darin ein Gefahrenpotential.
Die jungen Leute wünschen sich mehr für ihr Alter. Sie äußerten Wünsche nach mehr ansprechenden Freizeitaktivitäten, mehr Auswahl in den Supermärkten oder mehr Einkaufsmöglichkeiten. Dagegen finden sie Erkrath gemütlich, viele mögen die Atmosphäre und das gemeinsame Miteinander auf der Bahnstraße, den wöchentlichen Markt unter der Markthalle oder auch den Bavierpark. Hier kann man auf den zahlreichen Bänken einfach die Sonne genießen, aber auch eine Runde Boccia spielen.
Auch die älteren Menschen fühlen sich in Erkrath wohl. Das auf der Bahnstraße befindliche Altersheim ist zentral gelegen und bietet daher alle Möglichkeiten in der Stadt einzukaufen. Aber auch die Eiscafés sind beliebte Anlaufstellen, um einen Kaffee zu trinken und sich miteinander zu unterhalten. Es lässt sich feststellen, dass sich jede Generation in Erkrath wohlfühlt.
Im Großen und Ganzen ist Erkrath eine kleine aber feine Stadt mit circa 44.000 Einwohnern, mit hervorragender Verkehrsanbindung durch die naheliegenden Autobahnen. Erkrath lockt als Wohnort auch ehemalige Großstadtbewohner, die dem Trubel entfliehen wollen. Vor allem die Markthalle mit dem wöchentlichen Markt ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Um es mit den Worten eines Erkrathers auszudrücken: „Erkrath find isch jut!“.

Luca Tranti, Andre Schäfer, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Wie geht der Streit um das Thema Turbo-Abi weiter? – Turbo-Abi gut für Schüler ?

Zu viel Leistungsdruck, eine hohe Gesundheitsbelastung und zu wenig Freizeit. Das sind die Auswirkungen G8 aus der Sicht vieler Schüler. Doch nicht nur die Schüler, sondern auch viele Eltern und Externe sind gleicher Meinung. Wie löst man am besten das Turbo-Abi-Problem?

Eine Lehrerin des Gymnasiums schlug dies vor: „Beide Systeme als freiwillige Wahl. Schüler lernen unterschiedlich schnell und auf unterschiedliche Weisen. Viele können aber in acht Schuljahren das Abitur ohne übermäßig große Belastung erreichen.“ Zudem äußerte sich die Lehrerin auch über die Lehrpläne. „Die Inhalte der Lernpläne müssten entschlackt werden.“ Michael Schuhmann, Vorsitzender der FDP, äußerte, dass G8 prinzipiell gut sei, doch so wie das jetzt laufe, dürfe es nicht weitergehen. Er meinte, man hätte es von vornherein besser organisieren und strukturieren müssen. Immerhin wird den Schülern durch die acht Schuljahre ein früherer Eintritt in das Berufsleben ermöglicht.
In der Grundschule/Unterstufe werden die Kinder in Watte gepackt, in der Mittelstufe kommt der große Knall und es wird enorm viel Druck ausgeübt, wonach rund ein Drittel der Schüler nach der Mittelstufe das Gymnasium verlassen. Man sollte die Kinder schon in der Grundschule viel besser auf die weiterführende Schule vorbereiten, denn alle Lehrer einer fünften Klasse müssen die Schüler im ersten Halbjahr erst einmal auf denselben Wissensstand bringen. Man könnte bereits in der Grundschule Förderstunden einrichten, wo Begabte oder Lernschwächere gefördert werden.
Der Leiter des ersten Dezernates, Herr Michael Heesch, zuständig im Fachbereich für Schule, Bildung, Sport, Landschulheime, Freizeit, Kultur, Jugend und der Volkshochschule (VHS), wollte sich nicht auf ein Interview einlassen mit der Begründung, dass er für uns Schüler nicht zuständig sei, und ließ über seine Sekretärin ausrichten, dass wir Schüler uns an Politiker und Schulausschussvorsitzende wenden sollten.

Denise Schulte, Catharina Hammelstein, 8a, Pascal-Gymnasium Grevenbroich

– Die ESP – ein wichtiger Teil unserer Jugendkultur

Strahlend blauer Himmel, angenehme 22 Grad und auf dem Skatepark (ESP) tummeln sich Dutzende Kinder und Jugendliche mit Scootern und Dirtbikes, stürzen sich die Quarterpipes hinunter, üben Tricks und Sprünge wie Tailwhips, Briflips, unterhalten sich und verbringen ihre Freizeit mit Freunden an der frischen Luft.

Normalerweise wären wir, selbst zwei begeisterte Scooterfahrer, dabei. Doch da wir verletzungsbedingt pausieren müssen, nutzen wir die Zeit, einen Hauptbestandteil der Erkrather Jugendkultur vorzustellen. Scooterfahren kann jeder, der einen halbwegs stabilen Scooter, Mut und etwas Sportlichkeit besitzt. Beim Scooterfahren kommt es darauf an, möglichst viele verschiedene Tricks und Sprünge durchzuführen. Diese können sowohl ohne Rampen, zum Beispiel auf flacher Straße, als auch an Treppenstufen und Geländern ausgeführt und geübt werden. Wer es schon besser kann, nutzt in Skateparks verschiedene Rampen wie zum Beispiel Quarterpipes, Spines und Jumpboxen. Hierzu gehört neben viel Technik auch eine Menge Mut, denn die Verletzungsgefahr ist nicht zu unterschätzen.
Die „ESP“, der Haupttreffpunkt der Skater in Erkrath, befindet sich am Stadtrand von Alt-Erkrath und hat sich seit ihrem Bau Ende 2012 rasant zum Treffpunkt der skatebegeisterten Jugend in Erkrath entwickelt. Das ist auch gut so, denn vorher gab es in Erkrath nicht viel außer Bolzplätzen.
Einer der Initiatoren des Projekts ist der seit Mai gewählte Ratsherr Detlef Ehlert (SPD). Er hat sich in den letzten zwei Jahren für die Belange des Skateparks eingesetzt. Wir treffen und befragen ihn zu den Hintergründen und zur Bedeutung der ESP für die Erkrather Jugend. Der Park entstand 2011/2012 auf Initiative des Dirtbikers Alexander Lory, der die Ratsversammlung überzeugen konnte, dass ein Skatepark viel sinnvoller genutzt würde als der damals bestehende Multi-Funktionsplatz. Ehlert erzählt uns, dass viel Überzeugungsarbeit geleistet werden musste, nicht nur bei den Versicherungen. Der Umbau, den die Stadt Erkrath finanzierte, hat letztendlich 30.000 Euro gekostet, eine lohnende Investition, da der Skatepark intensiv genutzt wird. Die einzelnen Rampen stammten von der BMX Weltmeisterschaft 2009 in Köln. Doch der Umbau – so Ehlert – sei noch nicht vorbei.
Die Scooter- und BMX-Fahrer wünschen sich nun schon länger eine Erweiterung des Skateparks, insbesondere eine Jumpbox. Eine Jumpbox ist eine hohe, hinten abgeflachte Rampe, die für sehr hohe Sprünge dient und ein Highlight in jedem Skatepark ist. Auf die Frage, ob die Wünsche der Fahrer auch dieses Mal berücksichtigt werden würden, antwortete Ehlert, dass die Fahrer bereits gefragt worden seien und man versuchen würde, die Wünsche mit den baulichen Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Was vor Jahren unmöglich schien, nämlich der Bau eines Skateparks, könnte im nächsten Jahr sogar mit einer Jumpbox Realität werden. Nur eins möchte Ehlert dann bei aller Begeisterung für den Skaterpark doch nicht: selber eine Rampe herunterfahren.

Nikita Goch, Elias Brockmann, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Die Entwicklung des wohl berühmtesten Oldtimers – Der Porsche 911

Autoexperten, Hobbybastler oder ganz einfach Autoliebhaber, alle kennen den legendären Porsche 911. Dies hat Gründe, denn der Porsche 911 ist bereits 50 über Jahre lang präsent.

Damals hätte keiner gedacht, dass der Porsche 911 als Nachfolger des 356, so eine Laufbahn hinnehmen würde. Doch als 1964 der „Ur-Porsche“ von Ferry Porsche vorgestellt wurde, hatte dieser Wagen bereits 130 PS (210 Km/h), was auch heute auf der Autobahn noch reicht, um an den meisten Autos vorbeizufahren. Doch das ist auch ein Grund, dass der 911er so beliebt als Oldtimer ist.
1974 began Porsche dann die „G-Serie“, bei dieser wurde das Design der Autos leicht verändert. Das besondere äußere Merkmal dabei waren die Faltbalgstoßstangen. Zum Meilenstein in der 911-Geschichte wird der Porsche 911 Turbo mit 260 PS und auffälligem Heckspoiler. Er symbolisierte Luxus und Tempo zu dieser Zeit. Was die „G-Serie“ erkennbar macht, sind die knalligen Farben, die perfekt zu den Siebziger Jahren passen. 1983 kommt ein beliebtes Sammlerstück, das einen 3,2 Liter Hubraum bietet. ’89 beendet Porsche die „G-Serie“ mit dem Carrera Speedster, der an einen Mythos anknüpft.
1988 erschien der Typ 964. Dieser wurde als neuer 911er vermarktet, da Porsche immer mehr in die Krise rückte. Allerdings wurden die Wagen fast komplett umgebaut, sodass es fast ein komplett neues Auto war. Trotzdem rückte auch die Sicherheit mehr und mehr ins Sichtfeld und so wurde zum Beispiel ABS in den neuen Modellen installiert. Eine kleine Revolution war, dass der neue erstmals Allrad angetrieben war.
Die ab 1993 produzierten Porsche Typ 993 sollten auch schon die letzen Modelle sein mit einem luftgekühlten Motor. Doch bei ihm wurden viele Kleinigkeiten verbessert, die bei dem zuvor produzierten Typ 964 immer wieder Probleme bereitet hatten.
Von 1997 bis 2005 läuft dann der Porsche Typ 996 vom Band auf die Straßen. Er hat ein neues Innenleben, das nicht vergleichbar mit den Innenleben der anderen Modelle ist. Außerdem ist der 996 größer als seine Vorgängermodelle und die Aerodynamik ist auch optimiert worden. Trotzdem kann man bei Front- und Heckpartie klar die markanten Merkmale des 911er erkennen. Das Motorsystem war aber die größte Veränderung. Denn dieses Modell hat als erstes einen wassergekühlten Boxermotor. In dieser Reihe werden ebenfalls noch zwei Carrera Rennsport-Modelle vorgestellt.
2004 stellt Porsche die als Typ 997 bekannte Reihe vor. Auch bei dieser Reihe wurden Veränderungen vorgenommen, doch an bestimmten Stellen blieb das 911-er Design erkennbar. Allerdings wurde auch das Fahrgetriebe wieder verbessert und überzeugte ebenfalls. 2006 stellte Porsche dann einen 911 Turbo vor, der als erstes Serienfahrzeug über einen Turbolader mit Turbinengeometrie verfügte.
Am Ende (2013) dieser Reihe waren im Rahmen der Porsche 911 Reihe 24 Modellvarianten vorhanden.

Jonathan Riemer, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Abhängigkeit der Jugendlichen von modernen Medien – Wie Smartphones die Welt regieren

In der heutigen Zeit ist kaum jemand mehr ohne Smartphone unterwegs. Wer heute vor einer Kaufentscheidung steht, greift immer öfter zum Smartphone. Facebook, Whats app und Instagram ist alles, was heutzutage interessiert.

Klassische Handys, auf denen man noch „Snake“ spielen konnte, sind mittlerweile „out‘‘. Was heute zählt: mitteilen, was man gerade macht, sowie endlose Nachrichten versenden und Bilder posten. Jedes fünfte Kind zwischen sechs und sieben Jahren verwendet zumindest ab und zu ein Smartphone. Manche Jugendliche behaupten sogar, sie hätten Entzugserscheinungen, sobald ihr Handy nicht in der Nähe ist. Schon im Alter von zehn Jahren beginnt diese Abhängigkeit.
Smartphones & Tablets lösen heutzutage den Computer immer mehr ab, selbst in Unternehmen oder Schulen etablieren sie sich. Aber trotzdem sollte man nicht abhängig von seinem Smartphone werden, denn dieses darf nicht der wichtigste Lebensinhalt sein.

Simone Bochnia Julia Hansen, Hh13, Berufskolleg Für Wirtschaft und Informatik Rhein-Kreis Neuss