Interview mit einem Werber – Wer nicht wirbt, stirbt

„Wer nicht wirbt, stirbt“, sagte einst Henry Ford. Mit dieser These stimmt auch Frank Abe überein, der uns ihren Sinn folgendermaßen erklärte: „Wer aufhört, kontinuierlich auf sich aufmerksam zu machen, verliert die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und gerät in Vergessenheit.“

Ihm gehört die Wied Werbung e. K. in Leverkusen-Opladen, die seit 47 Jahren besteht. Zu den Dienstleistungen der Werbeagentur gehört unter anderem die Entwicklung des Corporate Design, worunter man das Erscheinungsbild einer Firma und seiner Produkte versteht.
„Ich habe mich schon immer für Grafik interessiert.“, sagte Frank Abe, der Auslöser für seine Berufswahl sei aber ein Vortrag im Deutschunterricht über Werbung gewesen, so Abe. Wichtig für den Beruf sei es, „mit der deutschen Sprache spielen zu können“ und kreativ zu sein.
Er hat eine Ausbildung zum Werbekaufmann gemacht, später Marketing studiert.
Die Wied Werbung hat sich auf mittelständische Unternehmen spezialisiert. Zu ihnen gehören zum Beispiel ein Weingroßhändler von der Mosel und ein Tiernahrungshersteller vom Niederrhein. Auf die Frage, was er pro Werbeauftrag verdient, kann Frank Abe keine genauen Angaben machen. „Bei manchen Kunden wird ein Festpreis verhandelt, bei anderen nach Stundenlohn abgerechnet“, so Abe.
„Ich bin der Meinung, dass man bei jedem Projekt mitdenken muss“, erklärt der 48-Jährige. „Das klingt zwar banal, ist aber bei vielen nicht selbstverständlich.“ 
Seine Kunden haben gelernt, sich darauf zu verlassen. Um neue Kunden zu gewinnen, wirbt Frank Abe selbst mit Einträgen in diversen Telefonbüchern, online und mit einem großen Banner.
Eine große Hilfe sei ihm auch die Mund-zu-Mund Propaganda. „Wichtig ist es, auf den Kunden einzugehen“, so Abe. Zunächst werden die Hausschrift, die Hausfarbe und das Logo ermittelt, um dann ein passendes Design zu entwickeln. „Es gibt aber auch Kunden, die mir freie Wahl lassen“, erklärte uns Frank Abe.
Bei der Entwicklung von Werbematerialien müssen Farben festgelegt werden. Alle Drucke bestehen aus den Farben Blau, Rot, Gelb und Schwarz. Wenn eine Firma eine ganz spezielle Farbe genau treffen möchte, wird mit Sonderfarben gearbeitet (zum Beispiel Pantone oder HKS). Alle metallischen Farben wie Gold oder Silber müssen immer als einzelne Farben gedruckt werde, da sie nicht zusammengesetzter sind. Zuletzt entwarf er für einen Immobilienmakler ein Logo und eine Webpräsenz. „Ich entwickle die Struktur und erstelle das Weblayout, die Programmierung übernimmt dann ein externer Programmierer.“, erläuterte Abe. Das gleiche gilt für Produktfotos, sogenannte „Pack Shots“, deren Objekte über einen halben Meter groß sind. „Da beauftrage ich Fotografen.“ Zu seinen Aufgaben gehört auch die Auswahl der richtigen Lieferanten für Drucksachen und anderen Produktionen.
Auf die abschließende Frage nach der Bedeutung der Werbung, zitiert Herr Abe nochmals Henry Ford: „Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann auch seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“

Lukas Kersting, Niklas Abe, 8d, Marienschule Leverkusen

Ehemalige Schüler treffen heutige Schüler der MSO – MSO – Damals und Heute

Schule vor sechzig Jahren? Warum nicht gleich aus erster Hand erfahren, wie das damals war?

Das hat sich die Sozialarbeiterin und ehemalige Marienschülerin Bianca Kunkel gedacht, als sie sich mit Senioren im Altersheim Upladin in Opladen unterhielt. Wie sich herausstellte, waren einige Bewohnerinnen auch einmal Marienschülerinnen. 22. Mai 2014, macht sich eine Gruppe, teilweise im Rollstuhl, auf den Weg, um Erinnerungen zu wecken. Alte Erinnerungen, von Schulzeiten unmittelbar nach dem Krieg. Die Gruppe besteht aus vier Senioren und Seniorinnen, von denen eine 1926 eine Marienschülerin war, Olaf Bender, dem Leiter des Hauses Upladin und Frau Kunkel, deren Erfahrungen als Marienschülerin noch ziemlich frisch sind.
Unsere Gruppe, neun Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c der MSO, trifft unsere Gäste. Vier Menschen, die unsere Großeltern sein könnten. Weiße, kurze Haare und faltige, freundliche Gesichter. Die Führung beginnt mit dem Lehrerzimmer, das unseren Gästen sehr gefällt. Er sei hell, groß und gemütlich, so beschreiben sie den Raum, den sie mit den Lehrerzimmern ihrer eigenen alten Schulen nicht vergleichen können, weil sie jene nie betreten durften. Weiter geht es mit dem zweiten Stock. Diejenigen, die noch gut zu Fuß sind, nehmen die Treppe im hellen Glastreppenhaus. Die anderen dürfen den Fahrstuhl benutzen. In der Bücherei stoßen die Besucher begeistert auf Literatur wie Dickens oder Melville. Als wir erzählen, dass nicht viele von uns noch zu Moby Dick oder David Copperfield greifen, sind sie etwas enttäuscht.
Wir betreten den Computerraum. Ein Raum mit Tischen voller moderner Macs. Unseren Erklärungen zu Tastatur, Maus und Co. können sie schwer folgen und wir merken schnell: Dies ist nicht ihre Welt. Nachdem wir eine Klasse beim Chemieunterricht gestört haben, setzen wir uns in den Garten und erzählen. Eigentlich sind wir Schüler es, die am meisten berichten, von Austauschprogrammen mit Partnerschulen in Frankreich oder England. Die Chancen, die sich uns bieten, hatten unsere älteren Austauschpartner noch nicht. Sie erzählen nicht viel, aber an die Turnanzüge kann sich die Älteste noch genau erinnern. Sie waren schwarz und gingen bis über die Schulter. Die Schülerinnen dürften nicht tanzen, berichtete uns eine Frau. Sie seien daher zu einem Tanzkurs gegangen und hätten da erste Erfahrungen mit männlichen Tanzpartnern gemacht. Sie schilderte uns heimliche Treffen während der Schulzeit außerhalb des Schulgeländes. Wie die Schwestern sie erwischt und ihnen Strafen angedroht haben.
Zu guter Letzt statten wir unserem Klassenzimmer einen Besuch ab, um unseren Gästen dort eine der vielleicht größten Veränderungen der Zeit zu demonstrieren. Das ActiveBoard, eine elektronische Tafel mit Zugriff auf Internet. Zuerst beäugen sie es noch unsicher, doch als wir den Stift weitergeben, geht eine der Damen nach vorne und zeichnet ein Mandala. Ihre Hand zittert ein bisschen, aber sie ist begeistert von der neuen Methode, die Muster auf die Tafel zu bringen.
Ganz unbeschwert kann man mit Menschen mit so einer Altersdistanz natürlich schwer umgehen. Wir gehören verschiedenen Generationen an, uns teilt eine unsichtbare Kluft. Aber ich würde einen derartigen Austausch wieder machen, denn nichtsdestotrotz kann ich sagen, dass wir viel mehr gelernt haben als erwartet.

Rebekka Mattes, 8c, Marienschule Leverkusen

Marienschule Opladen – MSO-Caféteria – Essen mit besonderer Würze

Die ersten Mütter sind bereits um 7.30 Uhr auf dem Weg zur Caféteria, um sich auf ihre erste Arbeitsschicht vorzubereiten. Brötchen schneiden, schmieren, belegen, Kaffee kochen, Müsli und Quark zubereiten gehören zur täglichen Arbeit der fleißigen Helfer.

Neben der Mensa, die hier an der Marienschule sicherstellt, dass Schüler der 6. bis 9. Klasse an ihren Langzeittagen mit Mittagessen versorgt werden, bietet die Caféteria zusätzlich die Versorgung aller mit kalten und warmen Getränken und kleinen Speisen an. Als die Caféteria, von den Schülern auch als „Caféte“ bezeichnet, 1994/1995 gegründet wurde, haben hier mehr als 100 Mütter, Väter und Großeltern mit viel Engagement liebevoll ihre Arbeit verrichtet. „Heute sind noch circa 80 Ehrenamtliche im ständigen Einsatz“, meint eine freundliche Mutter, die hier schon einige Jahre arbeitet.
Auf eine gesunde Ernährung und frische Zutaten wird hier besonders viel Wert gelegt. Vom Körner- und Salatbrötchen, Laugenstangen, Schokobrötchen, Rosinenwecken, hauseigenen Quark mit Roter Grütze und Müsli bis hin zu den außergewöhnlichen Angeboten an speziellen Wochentagen wird alles mühevoll vor- und zubereitet. Der besondere Renner unter den Schülern ist dienstags und freitags der Hotdog-Tag. Aber auch Pizza- und Schnitzelbrötchen werden hier gerne gekauft. Seit einiger Zeit wird hier auch der selbsthergestellte Honig der Imker AG zum Verkauf angeboten.
Doch ist dieser Ort nicht nur eine gewöhnliche Caféteria, denn man trifft sich hier auch, um soziale Kontakte während der Pausenzeiten und in Freistunden zu pflegen. Dabei haben die ehrenamtlichen Helfer auch immer einen Blick über den Tellerrand hinaus. So manches Wehwehchen konnte hier schon geheilt werden. Oft können einfühlsame Worte oder eine kleine Aufmunterung den Schülern helfen, den oft so anstrengenden Schulalltag zu überstehen. Manchen Schülern sieht man eine bevorstehende Klausur, Klassenarbeit, Prüfung oder einen Streit unter Freunden direkt an, da kann ein nettes Wort schon mal wieder frischen Mut oder Trost vermitteln.
Stolz ist auch die Schulleitung über die Entwicklung der Caféteria, die mehr als nur ein Ausgabeort für das tägliche Essen geworden ist. Früher gab es einen kleinen Kioskbetrieb, der von Ordensschwestern geleitet wurde.
Ob Verkauf, Einkauf, Dienstpläne erstellen, Organisation; alles liegt ausschließlich in der Hand der 80 Eltern, die hier ihre Zeit den Schülern widmen. Die großzügigen Öffnungszeiten bieten den Schülern ausreichend Zeit, um das vielfältige Angebot der Caféteria zu nutzen. Überschüsse, die erwirtschaftet werden, kommen der Schule direkt zu Gute. So kann das Geld unkompliziert für die schuleigene Bücherei, Arbeitsgemeinschaften und Projekte genutzt werden und zusätzliche Anschaffungen ermöglichen.
Durch diese einzigartige Mischung aus Engagement, Ehrenamt, christliches Miteinander und Umgang unter Eltern, Lehrer und Schüler lässt die Cafeteria der Marienschule Opladen in das Gesamtbild und Konzept der Schule integrieren.

Sebastian Bierhoff, 8d, Marienschule Leverkusen

Action medeor – Hilfe im Paket

In den Lagerhallen der „action medeor“ lagern auf 4.000 Quadratmetern hunderte Pakete voller lebenswichtiger Medikamente, die jederzeit in Katastrophenländer geschickt werden können.

Die mit Spenden betriebene Hilfsorganisation „action medeor“ wurde 1963 von Bürgern aus Krefeld und Vorst gegründet, um bedürftige Menschen, die in Entwicklungsländern leben, kostenlos Medikamente zur Verfügung zu stellen. Daher auch das Wort „medeor“ was bedeutet „Ich heile“.
Mit den Jahren wuchs die Stiftung immer mehr. Es wurden größere Lagerhallen gebaut, und eine eigene Produktion von Medikamenten ermöglicht und sogar eine Niederlassung in Tansania, die Medikamente an Krankenhäuser und kleinere Niederlassungen verteilt. Es werden auch in Entwicklungsländern Einheimische von Mitarbeitern der Organisation zu Gesundheitshelfern und pharmazeutischen Fachberatern ausgebildet.
Anke Engelke, die seit 2003 die „action medeor“ mit „Leib und Seele“ unterstützt, unternahm in den letzten Jahren viele Reisen nach Afrika und war berührt von dem Schicksal Malariakranker. Ihre Nachricht, mit der sie noch mehr Menschen begeistern will zu spenden: „Helfen Sie mit nur einem Euro, einen Malariakranken zu therapieren. Besser wären natürlich zwei Euro!“

Elisabeth Ratzmann, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Ein internationales Statement für Düsseldorf – Die Uniklinik

„Deutschland ist allgemein in der Welt als ein Land bekannt, in dem gute Qualität auf allen Ebenen zu finden ist“, – so die Direktorin des COIP. Gilt dies auch in der Medizin? Wir haben diesen Bereich der Uniklinik besucht und den Mitarbeitern bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut. Ja, viele Menschen aus verschiedenen Ländern kommen nach Deutschland, um sich hier medizinisch behandeln zu lassen.

Die Uniklinik in Düsseldorf ist nicht nur für die Gesundheit der Einwohner verantwortlich, sondern ebenfalls für Patienten außerhalb Deutschlands. Für sie gibt es das COIP, das ,,Coordinating Office For International Patients”. Dies ist eine spezielle Einrichtung in der Klinik, die es ausländischen Patienten erleichtert, in Düsseldorf behandelt zu werden.
Das COIP wurde 2005, vom Vorstand des Krankenhauses beschlossen und unter der Leitung der heutigen Direktorin verwirklicht. Das COIP organisiert alles schon bei der Anfrage der Patienten. Diese müssen sich per E-Mail oder direkt an das Krankenhaus wenden. Danach fordert der zuständige Mitarbeiter die benötigten und bereits auf deutsch oder englisch übersetzten Formulare. Die Berichte werden dann gelesen und verarbeitet und in die entsprechende Klinik geschickt. Dort wird um eine Therapieangabe gebeten. Dann wird ein Kostenvoranschlag erstellt.
Wenn der Patient einverstanden ist, bittet man ihn um die Überweisung der kalkulierten Summe. Nach der Überweisung des Geldes schickt der Zuständige die Einladung an den Patienten. Um den vereinbarten Termin einhalten zu können, wird bei der Botschaft um ein Einreisevisum gebeten. Dies sagt auch aus, dass Deutschland den Menschen erlaubt, einzureisen und sich dort aufzuhalten. Nach dem Anreisen muss sich der Patient im Büro einfinden, dort regelt man die Wege der Behandlung. Nach einem Bestätigungsschreiben des COIP kann der zuständige Arzt diese durchführen. Die meisten Patienten benötigen einen Dolmetscher, um sich mit den Ärzten verständigen können.
Meistens kommen die Kranken aus den arabischen Ländern oder GUS-Staaten. Die meisten Patienten lassen sich in der Frauenklinik, in der Chirurgie, in der Onkologie für Kinder und Erwachsene und in der Urologie behandeln. Dort fragt man oft nach dem Da Vinci Roboter. Dies ist ein mehrarmiger Roboter, der bei komplexen Operationen oder Eingriffen hilft, und in der Uniklinik in Düsseldorf vorhanden ist. Seit einiger Zeit benötigt man ihn immer öfter bei Operationen, denn er sorgt für eine schnellere und präzisere Behandlung. Außerdem spricht er neue Patientengruppen an.
Bei einer Auswahl von 32 Unikliniken deutschlandweit wird Düsseldorf oft wegen einerseits der guten Lage zum Flughafen und andererseits der guten Infrastruktur gewählt. Düsseldorf hat allgemein eine gute Positionierung und trägt zur guten Erreichbarkeit der Kliniken bei. Weiterhin sind die Medizin und die medizinische Versorgung sehr weit entwickelt, weshalb sich Kranke oft für Düsseldorf entscheiden.

Alisa Tschesski, Lisa Jakowski, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Teenie-Mütter – Junge Mütter in Deutschland

Es gibt jedes Jahr in Deutschland 7000 neue Teenie-Mütter. Immer mehr 15- bis 17- Jährige werden jährlich schwanger, das sind rund drei Prozent der minderjährigen Mädchen in Deutschland.

Ein Drittel der Teenie-Mütter hat gar nicht oder nachlässig verhütet.Die meisten Jugendlichen wissen nicht über ihren Körper Bescheid, zum Beispiel, wann ihre fruchtbaren Tage sind. Die Pille danach kennt auch nur jede Zweite. Das alles führt dazu, dass Kinder in dem Alter schwanger werden.Viele Schüler haben auch einfach keine Lust auf die Schule und denken, ein Baby würde diese lästige Geschichte aus der Welt schaffen. Der häufigste Grund ist aber, dass die Kinder einfach nicht ausreichend von ihren Eltern aufgeklärt wurden.
Einige Teenager sind vor aber auch nach der Geburt völlig alleine. Wenn die Eltern die Kinder im Stich lassen, der Partner Schluss macht und die Freunde keine Lust auf Baby-Geschrei haben, stehen sie ganz alleine da. Ob sie austragen oder abtreiben sollen, müssen sie ohne Unterstützung entscheiden.
Ein Mädchen kann sich auch gegen den Willen der Eltern für oder gegen das Kind entscheiden. Wenn sie sich aber gegen das Kind entscheidet, muss sie eine sogenannte „Einwillungsfähigkeit“ bestätigen lassen. Das heißt, das Mädchen muss in der Lage sein, ihre Situation und die Konsequenzen ihres Handels zu überschauen. Weigern sich die Eltern dies anzuerkennen, kann das auch ein Arzt tun. 2011 entschieden sich 4000 Minderjährige für eine Abtreibung. Dieser Schritt ist für einige die Lösung. Sie fühlen sich der Herausforderung nicht gewachsen, da sie mit Schule und Ausbildung genug zu tun haben. Doch eine Abtreibung ist nicht die letzte Lösung, es gibt auch noch Pflegschaften. So hat die junge Mutter die Möglichkeit, ihr Kind noch zu sehen und langsam eine Bindung aufzubauen. Wenn die Frau sich dann doch irgendwann dazu fähig fühlt, sich sich selber um das Kind zu kümmern, kann sie das tun.
Heutzutage gibt es sehr viel Hilfe für junge Mütter. Man kann sich an das Jugendamt wenden, das, wenn das Kind da ist, auch finanzielle und wirtschaftliche Hilfe anbietet. Das Jugendamt kann auch der gesetzliche Amtsvormund des Kindes sein, wenn die Eltern beide minderjährig sind und sich nicht für einen anderen Vormund entscheiden.
Ab den 90er Jahren nahm die Zahl der Teenie-Mütter stark zu. Seit fünf Jahren ist der Aufwärtstrend gestoppt, von einem Rückgang kann jedoch keine Rede sein.

Alexa Nowoczin, Jacqueline Krüger, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen

400 Teilnehmer aus der gesamten Region kamen – Voltigierturnier am 11. Mai 2014 in Radevormwald

Zum ersten Mal standen Prüfungen nach der Leistungs- und Prüfungsordnung an, und Teilnehmer konnten erstmalig in den Leistungsgruppen wahlweise mit acht, sieben oder sechs Voltigierern starten. Das war möglich, denn der RRV war kurzfristig in ein Pilotprojekt eingestiegen.

Das siebte Turnier auf dem Gestüt Moorbach war trotz des schlechten Wetters und des Muttertags an diesem Sonntag mit mehr als 1000 Gästen gut besucht. Zudem waren über 400 Voltigierer aus dem Oberbergischen und Bergischen Kreis, dem Märkischen Kreis und dem Ruhrgebiet angereist.
Dabei seien die Anmeldungen erst schleppend gelaufen, berichtet Turnierleiterin Britta Busch. Doch dann wurde ein Turnier in der Nachbarschaft abgesagt und noch mehrere Nennungen gingen bei dem RRV ein. Gleichzeitig änderten sich die Startbedingungen durch die Teilnahme am Pilotprojekt.
Die Gruppen die in der Prüfung 1 starten sollten, kamen schon um 6.30 Uhr an. In der Rundhalle wärmten sich Pferde und Voltis auf. In der Turnierhalle wurden noch die letzte Übungen auf dem Holzpferd geprobt, der letzte Schliff auf dem Voltipferd vorgenommen und dann kam der Auftritt vor den Preisrichtern.
Für dieses Event war die ganze Stallgemeinschaft eingespannt. Alle, die in dem Voltigiersport tätig sind, packten mit an. Viele Eltern hatten Kuchen gebacken, standen am Grill und an der Kuchentheke oder wiesen die Autos in die Parkplätze. Für einige Helfer begann der Einsatz schon vor fünf Uhr früh. Im Mittelpunkt standen die Sportlerinnen und Sportler. Für alle war es ein gelungener Tag.

Loreen Orbach, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen

Der Notenschlüssel zum Glück – Liebe zur Musik

Ohne meine Musik gehe ich nicht aus dem Haus. Andere nehmen nur ihren Haustürschlüssel mit, bevor sie die Türe schließen, doch ich habe auch noch einen anderen Schlüssel: Die Musik, meine Musik.

Das wirft natürlich die Frage auf was meine Musik ist und was sie mit mir macht. Ohne Musik könnte ich nicht leben. Sobald ich meine Kopfhörer aufsetze und die Musik aufdrehe, bin ich entspannter und kann abschalten. Ich bin dann sozusagen in meiner eigenen kleinen Welt. Am meisten hör ich Metal, aber zwischendurch brauch ich auch mal was anderes auf den Ohren. Eigentlich kommt es auch oft auf meine Stimmung und die Tageszeit an. Die Musik, die ich höre, untermalt meine momentane Stimmung in verschiedenen Situationen. Was würden wir nur ohne Musik machen? Musik begleitet uns jeden Tag: Mal im Aufzug, im Einkaufszentrum oder aber auch die nervige Melodie, wenn man mal wieder in der Warteschleife hängt.
Musik ist vielfältig, so vielfältig wie jeder Mensch selbst. Musik ist ein Seelentröster, ein Mittel zur Entspannung, ein Gute-Laune-Macher und ein Bindeglied zwischen Menschen. Musik spricht eine eigene Sprache, die jeder, unabhängig von Kultur und Herkunft, verstehen kann.
Musik verbindet Gleichgesinnte miteinander, schafft aber auch Vorurteile gegenüber anderen Musikgenres. Nicht jeder, der sich der Volksmusik verschrieben hat, ist automatisch ein Dorfkind, nicht jeder, der Rap hört, kommt aus dem schlimmsten Problembezirk der Stadt, nicht jeder Punk ist auch ein Obdachloser, ein Gothik muss auch nicht gezwungenermaßen eine okkulte Messe auf dem Friedhof halten, um seinem Genre zu entsprechen, und nicht jeder Metaller ist gleichzeitig ein Teufelsanbeter.
Trotz all der Vorurteile haben alle eins gemeinsam, die Liebe zur Musik.
Um es kurz und knapp zu sagen: Ohne Musik kann ich einfach nicht leben, für mich ist Musik der Schlüssel zum Glück

Kim Fleischhauer, 9c, Städtische Realschule Südstadt Neuss

Kinderhospiz – Die letzten Lebenswochen im Regenbogenland

Im Kinderhospiz Regenbogenland erleben erkrankte Kinder mit ihren Familien ihre letzten Wochen in friedlicher Atmosphäre.

Im Raum ist es gemütlich. Ein Kind wird von seiner Mutter vorsichtig gefüttert. Beide sehen glücklich aus. Das Kind ist an einen Tropf angeschlossen. Es ist schwer krank und hat nur noch ein paar Wochen zu leben. Dieses Kind ist nur eins von 180 Kindern, die im Kinderhospiz Regenbogenland ihre letzten Wochen verbringen.
Im Kinderhospiz werden die Kinder von insgesamt 103 Mitarbeitern betreut. 80 davon sind dort ehrenamtlich zuständig. Meistens werden die Kinder jedoch von ihren Familien begleitet. Es gibt Ausflugstage für die Geschwister der erkrankten Kinder, an denen sie zum Beispiel in der Skihalle rodeln gehen, in den Moviepark fahren oder andere gemeinsame Aktivitäten erleben. Für die Geschwister ab 16 Jahren findet manchmal auch ein Ausflug über das ganze Wochenende statt. Leider kommt dies nur selten zustande. Es gibt natürlich auch Ausflugstage für die Eltern der erkrankten Kinder. Da können sich die Erwachsenen untereinander über ihre Sorgen und Ängste austauschen und sie kommen dazu, Luft zu holen. Dadurch werden den Familien die letzten Wochen mit ihrem Kind verschönert.
Doch manchmal holt das traurige Schicksal die Familien wieder ein. „Es gibt natürlich auch mal Mütter, die mit ihren Nerven am Ende sind und ihren Frust an den Mitarbeitern auslassen“, sagt Stefanie Stennes, die Sekretärin des Kinderhospiz. „Ich höre ihnen zu und bestärke sie in dem was sie tun.“ Die Familien können jedoch im Raum der Stille wieder zur Ruhe kommen, beten oder auch meditieren. Für die jüngeren Kinder gibt es Gemeinschaftsräume, in denen sie mit ihren Geschwistern oder anderen Kindern spielen können. Natürlich gibt es auch einen großen Garten mit Spielbereichen und Terrassen. Dreimal am Tag kommen die Familien und Mitarbeiter im Essensraum zusammen.
Der am schönsten gestaltete Raum ist der Abschiedsraum. Die Familien können hier in einer warmen Atmosphäre bis zu sieben Tage Abschied nehmen. „Für einen heilsamen Trauerprozess ist ein bewusstes und gestaltetes Abschiednehmen sehr wichtig. Der Abschiedsraum bietet Schutz für diesen Schritt, da die Familie mit allen Sinnen begreifen muss, dass ihr Kind verstorben ist“, sagt Stefanie Stennes.
Dieses Projekt wird nur durch Spenden finanziert. Die 103 Mitarbeiter, über 500 Fördermitglieder und Prominente versuchen den Kindern und Familien die letzten Wochen so angenehm wie möglich zu gestalten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.kinderhospiz-regenbogenland.de.

Janina Mensch, Larissa Tiedemann, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Kathrin Schälte hofft, Flötistin zu werden – Musik aus Leidenschaft

Das Stück ist zu Ende. Die Leute klatschen. Beide Mädchen nehmen ihre Noten in die eine und die Querflöte in die andere Hand; setzen ein Lächeln auf die Lippen; verbeugen sich; gehen von der Bühne; nicken der sechsköpfigen Jury zu – ganz automatisch.

Kathrin Schälte, die bereits einmal am Wettbewerb teilgenommen hat, ist furchtbar erleichtert: „Endlich haben wir es hinter uns. Nach den vielen Proben ist es jetzt endlich vorbei!“ Die fast Dreizehnjährige war zuvor dreimal in der Woche in der Musikschule gewesen, um zu proben, und hatte sich zusätzlich noch einige Male mit ihrer Partnerin, Friederike Floren, getroffen. „Manchmal war es wirklich schwer, die Schule und die Musik unter einen Hut zu kriegen“, sagt Friederike, „aber es hat sich gelohnt.“
Zusammen hatten sie zuvor den ersten Preis in der Regionalausscheidung von „Jugend musiziert“ erhalten und wurden damit zum Landeswettbewerb weitergeleitet. Damit hatten sie nun wirklich nicht gerechnet. „Wir waren wirklich verblüfft über das Ergebnis“, erklärt die vierzehnjährige Friederike, die schon bereits zweimal im Regionalausschuss teilgenommen hatte, „wir haben sogar angefangen zu weinen.“
Beide sind im Begabten-Förderprogramm der Musikschule Langenfeld, bekommen also gratis Klavier- und Theorieunterricht, da sie Musik studieren wollen. „Es ist schon ein ungewöhnlicher Wunsch“, versucht Kathrin klar zu machen, „aber wenn man die Musik wirklich liebt, macht es furchtbar Spaß.“ Zudem sind beide Marienschülerinnen in zwei Orchestern. „Es ist einfach witziger, wenn man mit anderen zusammen spielt“, plaudert Kathrin munter, „und ganz nebenbei trainiert man noch seine Fingerfertigkeit.“
Sie können einfach nicht aufhören sich zu freuen, zwei von etwa 1100 Teilnehmern im Landeswettbewerb gewesen zu sein. „Es hat viel Spaß gemacht“, ermutigen die beiden synchron. „Jugend musiziert ist einfach fairer als andere Wettbewerbe“, meint die Siebtklässlerin Kathrin, „schon wegen des Punktesystems, aber auch wegen der Altersklassen!“ Obwohl Friederike anderthalb Jahre älter ist, sieht sie es genauso: „Alle können den ersten, aber alle können auch den dritten Preis bekommen. Ich glaube aber, dass man genau deswegen noch aufgeregter ist.“
Die Freundinnen schauen sich hoch konzentriert an und fangen gleichzeitig an zu lachen.
„Dass man zeigt, was man alles drauf hat, ist aber nicht das Einzige, was gut an Jugend musiziert ist“, erzählt Kathrin, „durch das einjährige, harte Proben sind wir sehr gute Freunde geworden und kennen uns jetzt fast so gut wie Schwestern!“

Friederike Floren, 8d, Marienschule Leverkusen