Besuch im Bettikumer Tierheim – Tierisch gut

Im Mai 2014 besuchten zwei Schülerinnen des Berufskollegs Neuss das Bettikumer Tierheim, um sich über diese Einrichtung zu informieren.

Das Tierheim wurde 1972 gegründet. Es wird hauptsächlich durch Vermittlungsgebühren, Spenden, Mitgliedsbeiträge und Patenschaften finanziert. Durch die Unterstützung der Paten mit ihren hilfreichen Spenden kann das Tierheim mehr für die Pflege der Tiere leisten. Trotz der großartigen Spenden ist die Finanzierung des Tierheims nicht leicht. Denn das Heim hat hohe Kosten, zum Beispiel für Tierarzt, Heizung, Wasser und Futter.
Das Betreuungsteam für das Tierheim besteht aus sechs Mitarbeitern: der Leiterin und der stellvertretenden Leiterin des Tierheims, zwei Tierpflegerinnen und zwei Auszubildende. Hinzu kommen viele ehrenamtliche Helfer.
Das sechsköpfige Mitarbeiterteam sorgt für Ordnung und Pflege. Sie selbst sagen, sie arbeiten für die Tiere. Das heißt, sie sorgen für ein sauberes und gepflegtes Heim. Außerdem geben sie den Tieren das Gefühl, ein Zuhause zu haben. Insgesamt hat das Tierheim zurzeit 30 Katzen, 32 Hunde, 27 Ratten. Im Jahr werden etwa 300 bis 400 Tiere vermittelt.
Es gibt viele verschiedene Begründungen für die Abgabe eines Tieres, zum Beispiel das Auftreten von Tierallergien oder ein Umzug.
Zurzeit sucht die freundliche und verspielte Mischlingshündin Tisha ein passendes Zuhause. Sie wurde ca. 2007 geboren und ist als Familienhund sehr geeignet. Bei Interesse können Sie sich ans Bettikumer Tierheim unter der Telefonnummer: 02137/6672 wenden und sich informieren lassen.

Betül Erciyas, Melina Herfs, Hh13e, Berufskolleg Für Wirtschaft und Informatik Rhein-Kreis Neuss

Zwei Rennlegenden – Gran Turismo und Need for Speed

Die aktuellsten Rennspiele der Firmen Electronic Arts (EA) und Sony Computer Entertainment sind jeweils seit 2013 auf dem Markt und wurden jetzt schon zahlreich gekauft. Beide Spiele besitzen eine große Fangemeinde und lassen sich hinsichtlich ihrer Grafik, ihrer Auswahl an Rennautos sowie ihrer Spielmodi vergleichen.

Gran Turismo besticht mit der atemberaubenden Auflösung von 720 – 1080p. Need for Speed schafft es nicht ganz auf diese Auflösung. Wenn der Spieler das Spiel bei der Erstbenutzung startet, muss er im sogenannten Tutorialmodus spielen. Das bedeutet, dass man die einzelnen Techniken des Fahrens gezeigt bekommt. Hierauf folgen die sogenannten Solo-Missionen. Bei Gran Turismo 6 kann man ein Tutorial spielen, man muss es aber nicht.
Bei einem Rennspiel sind natürlich die Autos ein sehr wichtiger Punkt. Dabei kann Need for Speed nicht mithalten. Gran Turismo hat über 1200 Autos, die durch Geschenke oder durch Credits gekauft werden müssen. Die Autoliste wird ständig auf den neuesten Stand gesetzt. Dies geschieht durch regelmäßige Updates. Need for Speed hat ,,nur“ 66 Autos. In der Karriere des fiktiven Spielers hat man von Anfang an einen Porsche Cayman oder einen Ford Mustang 2014. Auch bei Need for Speed muss man die Autos durch Credits bzw. durch Speedpoints kaufen.
In der Karriere von Need for Speed startet man in einem freien Modus. Das heißt, der Spieler kann in einer ausgedachten Welt frei herumfahren. Dabei sind zwei fiktive Typen als Fahrer anwählbar, ein Rennfahrer oder ein Polizist. Bei Gran Turismo gibt es nur Rennstrecken, auf denen man fahren kann. Das ist aber nicht schlimm, da es mehrere Rennstrecken gibt.
Im Multiplayer Modus hat Gran Turismo wieder die Nase vorne, da es einen Splittscreen-Modus und einen Online-Multiplayer-Modus gibt. In dem Online-Modus können bis zu 16 Spieler an Rennen teilnehmen. Need for Speed fehlt eben erwähnter Modus, da es ein Online-Spiel mit jeweils zehn Spielern in einer Sitzung ist. Gran Turismo kann auch noch mit Spezial-Events auftrumpfen, wie zum Beispiel mit einem Mondauto über den Mond fahren oder bei dem sogenannten „Goodwood Festival“ mit verschiedenen Oldtimern oder Supersportwagen durch einen engen Straßenabschnitt zu fahren. So etwas kann Need for Speed Rivals nicht aufweisen.
Abschließend kann man sagen, dass Gran Turismo 6 meiner Meinung nach den hier aufgeführten Punkten das bessere Spiel ist. Need for Speed hält in verschiedenen Kategorien gut mit, aber es fehlen ein paar Kleinigkeiten für den Sieg. Ein in meinen Augen entscheidender Unterschied ist die hochauflösende Grafik, die letztlich noch mehr Spielspaß garantiert. Außerdem könnten sie die Autoliste noch ein wenig vergrößern. Doch im Großen und Ganzen ist es ein gelungenes Spiel. Vielleicht stürzt ein neues Spiel in den kommenden Jahren Gran Turismo vom Thron; derzeit kann ich dieses Rennspiel jedem Spielfreund nur ans Herz legen.

Marvin Neas, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Die Arbeit eines Moderators – Hinter den Kulissen von WDR 2

Die Zuhörerzahlen steigen kontinuierlich. Zurzeit hören etwa 3,3 Millionen Menschen täglich WDR 2.

Wenn Sie regelmäßig Radio hören, haben Sie sicherlich fast noch nie einen inhaltlichen Fehler oder Ähnliches bemerkt. Alles hat einen genauen Ablauf und wirkt perfekt. Doch wie laufen die Dinge im Hintergrund ab? Was machen die Moderatoren und Moderatorinnen nach ihrer Sendung?
Helmut Rehmsen hat mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Medien. Seine bekannteste Sendung war „Markt“ im WDR-Fernsehen. Diese moderierte er elf Jahre lang. Momentan moderiert er bei WDR 2 eine Frühsendung. Das „Morgenmagazin“ behandelt Themen wie Politik, Kultur und Sport. Eigentlich alles, was Leute morgens interessieren könnte. Sein Arbeitstag, an dem die Ausstrahlung stattfindet, beginnt für ihn schon um drei Uhr morgens. In einer Stunde ist er dann im WDR. Dort sichtet er Agenturmaterial, schaut Beiträge von Korrespondenten an und liest die ersten Zeitungen, um das Programm zu aktualisieren. Danach sitzt er pünktlich um fünf Uhr am Mikrofon.
Etwa 70 Prozent seiner Beiträge hat er bereits in Stichpunkten vorgeschrieben. Doch er muss sehr flexibel sein, denn im Hintergrund sitzt eine ganze Redaktion, die noch einmal neue Themen für das Magazin ergänzt. Denn es kann immer etwas Wichtiges passieren, das die Hörer wissen möchten. Außerdem gibt es einen Tontechniker. Dieser versucht, die bestmögliche Qualität zu senden. Zudem sitzt ein Redakteur dem Moderator gegenüber. Wenn es nötig ist, korrigiert er in der laufenden Sendung das Gesagte. Danach gibt es eine kleine Nachbesprechung von ungefähr 15 Minuten.
Rehmsen sieht es als besonderes Glück, wenn Reportagen und Fernreisen durchgeführt werden. Die seien zwar sehr anstrengend, aber machten auch sehr viel Spaß. Bei der WM wird er als so genannter Fanreporter arbeiten. Das heißt, er wird mit einem deutschen Fanclub zu den Spielen reisen. Dort wird er über Probleme, Stimmung etc. berichten. Da dies live geschieht, bekommt er sehr wenig Schlaf. Der Stress einer solchen Reise tut ein Übriges. Dennoch, fast alle Moderatoren lieben ihren Beruf. Sie würden sonst nicht täglich diesen Aufwand betreiben.

Moritz Homrich, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Hitzerekord von 1979 an Pfingsten gebrochen – Heiß, heißer, Pfingsten 2014

An diesem langen Pfingstwochenende im Jahr 2014 wurde es zur Freude der Menschen bis zu 40 Grad heiß, womit der Hitzerekord von 1979 übertrumpft war.

Doch die Hitze brachte auch Negatives mit sich. Wegen des guten Wetters waren die Freibäder in Nordrhein-Westfalen überfüllt, da die meisten die hohen Temperaturen ausnutzten und Pfingsten als Miniurlaub auskosteten. In Hannover, wo ein 25-jähriger Mann in einem See ertrank, sowie in München, wo ein weiterer Mann in der Isar sein Leben verlor, gab es allerdings nicht nur freudige Ereignisse. Aufgrund dieser Geschehnisse wiesen nun die Rettungsschwimmer des DLRG deutlich auf die Baderegeln hin.
Durch die hohen Temperaturen gab es außerdem sowohl viele Waldbrände, als auch ein heftiges Unwetter, das am Pfingstmontag aus dem Südwesten bis ins Ruhrgebiet zog. Es brachte unter anderem starken Regen, Donner, Blitze und heftige Stürme mit sich. Die Flughäfen wurden bis auf Weiteres gesperrt und der Zugverkehr wurde eingestellt. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Es stürzten durch den Sturm zahlreiche Bäume um auf Häuser, Autos, Straßen und Schienen. In NRW kamen mindestens sechs Menschen aufgrund des schweren Hitzegewitters ums Leben. In vielen Regionen galt zeitweise die höchste Unwetterwarnstufe. Meteorologen vom Wetterdienst teilten mit, dass innerhalb von zwei Stunden um die 20 000 Blitze am Himmel über NRW zu sehen waren. Sie schätzten die Dauer des Vorbeiziehens des Unwetters auf etwa eine Stunde pro Stadt.
So endete das Pfingstwochenende, das vielversprechend anfing, vom Montag auf Dienstag in einer Chaos-Nacht.

Josie Konopatzki, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen

Fotografie-Workshop: Momente bewusst wahrnehmen – Fotografie lässt Neues entstehen!

„Fotografie ist für mich das Festhalten eines unwiederbringlichen Momentes“ sagt der 24-jährige ehemalige Schüler des Pascal-Gymnasiums, Michael Godenau, als er gerade den Workshop für Jugendliche über den Umgang mit der Kamera eröffnet, den er in Zusammenarbeit mit der Jugendinitiative Grevenbroich in der Stadtparkinsel organisiert hat.

Helle Sonnenstrahlen schaffen eine angenehme Atmosphäre und es herrscht eine sehr gute Stimmung. Die jungen Teilnehmer können es kaum abwarten auf ihre Auslöser zu drücken. Und ich mitten drin. Ohne Ahnung über die Bedeutung der Fotografie. Michael Godenau sagt: „Mir ist es wichtig, dass junge Leute sich mit dem Thema Fotografie auseinandersetzen, denn viele haben eine Spiegelreflexkamera zur Verfügung, aber wissen nicht wirklich viel damit anzufangen oder halten sich nur zu Hause vor dem Computer oder Fernseher auf und verpassen die schönen Augenblicke, die man draußen festhalten kann.“
Fotografie ist mehr als nur ein Knöpfchen drücken, das Foto macht der Mensch und nicht die Kamera!
Alle hören beeindruckt zu. Ziel der Veranstaltung ist nämlich, dass die Nachwuchsfotografen darauf vorbereitet werden, dem Moment die Dauer zu geben. Ein bisschen auf den Auslöser drücken kann doch jeder, denke ich mir. Doch weit gefehlt. Belichtung, Blende, Weißabgleich und Co. müssen perfekt beherrscht werden, der Bildausschnitt muss sitzen und der Umgang mit Bearbeitungsprogrammen gehört ebenso zum Pflichtprogramm eines Fotografen.
Nach drei Stunden intensiver Arbeit neigt sich der Workshop dem Ende entgegen. Die Teilnehmer sind bestens gerüstet und haben die notwendigen Grundlagen verinnerlicht. Ich habe selbst das Gefühl, dass es viel schöner ist, wenn man im Freien einfallsreich die Zeit mit einer nützlichen und praktischen Tätigkeit wie dem Fotografieren verbringen kann, als sich beispielsweise einem virtuellen Spiel zu widmen. Ich würde dann am liebsten manche Augenblicke anhalten und für immer darin leben. Wer hätte schon nicht diesen Wunsch? Fotografie ermöglicht uns das alles. Das habe ich heute gelernt!

Pascal Koslowski, 8a, Pascal-Gymnasium Grevenbroich

Von der kleinen Fabrik zum Giganten – Horch mal, wer da kommt – ein Audi

Audi liefert sich einen harten Kampf gegen die deutschen Konkurrenten in der Automobilindustrie, unter anderem gegen Mercedes-Benz und ist einer der größten Automobilhersteller der Welt, doch das war nicht immer so.

Der 1868 geborene August Horch arbeitete als junger Mann drei Jahre bei Karl Benz, bevor er sich mit einer Autofirma in Zwickau selbstständig machte. Er stellte als Erster in der Autoindustrie Vierzylindermotoren her. 1909 zerstritt er sich mit dem Firmenvorstand und verließ die Firma schließlich am 16. Juni desselben Jahres. Da Horch seinen Firmennamen nicht schützen ließ, tat dies seine ehemalige Firma, um sich gegen ihn als jetzigen Konkurrenten zu wehren und schützte sämtliche Namen, die als neue Firmennamen für Horch in Frage kämen. Doch Horch gründete eine neue Firma, deren Namensberatung bei einem neuen Mitstreiter stattfand. Es gab eine lange Beratung bis es aus dessen Sohn, der an den Lateinhausaufgaben arbeitete, herausplatzte: „Wäre es nicht richtig, anstatt Horch Audi zu sagen.“, Audi ist nämlich lateinisch und der Imperativ von audire, was so viel heißt wie hören, also horch.
1910 verließ der erste Audi die neue Zwickauer Fabrik.Am 29. Juni 1932 war es dann soweit: Auf Initiative der Sächsischen Staatsbank, die mit 97 Prozent den höchsten Aktienanteil besaß, kam es zum Zusammenschluss der Audiwerke AG, Horchwerke AG und der Zschopauer Motorenwerke J.S. Rasmussen AG. Zusätzlich kauften die Teilhaber die Automobilabteilung der Wanderer Werke (alle vier Autohersteller blieben aber selbstständig). Aus diesen vier Firmen entstand die Auto Union AG und erstmals das Logo der vier Ringe.
Nach dem Zweiten Weltkrieg demontierte die Sowjetische Militäradministration die Werke in Chemnitz, Zwickau und Zschopau; bereits am 19.Dezember 1945 gründete man den damaligen Hauptsitz in Ingolstadt. Im Jahre 1950 begann sogar eine Serienfertigung in Düsseldorf. Die Auto Union AG gehörte durch den Aufkauf von Daimler-Benz im Jahre 1958 vorerst zu Daimler. In den nächsten sechs bis sieben Jahren wurde die Auto Union AG dann nach und nach an den VW-Konzern verkauft, mit vorerst 50,3 Prozent Anteilen. Nachdem VW auch die restlichen 49,7 Prozent erwarb, war die Auto Union GmbH von nun an eine Tochtergesellschaft. Im Jahr 1969 fusionierten sich die Auto Union GmbH und die NSU, ab sofort hießen sie Audi NSU Auto Union AG, mit Hauptsitz in Neckarsulm. 1971 kam es in einer Werbung des Modells „NSU Ro 80“ zur ersten Verwendung des Slogans: „Vorsprung durch Technik“. Nach dem Produktionsende dieses Autos wurde der Name NSU als Produktbezeichnung eingestampft. Seit dem 1.Januar 1985 hieß es nur noch Audi AG mit dem Hauptsitz in Ingolstadt.
Heute betreibt Audi Produktionsorte in Deutschland, Ungarn, der Slowakei, Belgien, Spanien, China, Indien und bald auch in Mexiko. Audi hat sich also in den vielen Jahren enorm weiterentwickelt und hat zurzeit in Deutschland den dritten größten Marktanteil (8,5 Prozent) hinter Mercedes (9,4 Prozent) und VW (21,8 Prozent).

Hendrik Ebel, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Was sind die Aufgaben eines Ehrenamtlers? – Ehrenamt für Jugendliche in der evangelischen Kirche

Jedes Jahr findet in der evangelischen Kirche eine Ehrenamtlerschulung statt, um Jugendliche zum Ehrenamtler auszubilden. Dort lernen sie viel über die ehrenamtliche Arbeit in der evangelischen Kirchengemeinde.

Die Schulung findet in Wuppertal beim CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) statt. Viele Jugendliche und auch Erwachsene aus NRW nehmen daran teil. Das Ehrenamt ist freiwillig und wird nicht mit Geld vergütet. Demnach übernehmen die Jugendlichen diverse Aufgaben in der Kirche; gleichzeitig ist der Ehrenamtler Gemeindemitglied. Viele besuchen Schulungen, um sich weiterbilden zu lassen. Diese werden von der Kirche bezahlt, da sie sich um die freiwilligen Mitarbeiter kümmert und sich außerdem darüber freut, wenn Jugendliche Interesse am Glauben haben.
Die Schulungen dauern ungefähr fünf Tage; es kommt immer darauf an, in welchem Bereich ausgebildet wird. Die Arbeitsmöglichkeiten sind zahlreich; wichtig ist, dass man anderen Menschen gerne eine Freude macht. Man kann in Altenheimen arbeiten oder mit Kindern und Jugendlichen. Ehrenamtler helfen auch bei den Gottesdiensten, dort helfen sie, dass den Gottesdienst zu gestalten, zum Beispiel mit Lesungen, kleinen Darbietungen, Hilfe bei der Kollekte und auch beim Abendmahl. Auch bei der Vorbereitung helfen sie. In Hospizen sind sie für die Menschen da, um ihnen am Ende ihres Lebens einen erträglichen Tod zu bereiten. Als Ehrenamtler kann man auch Freizeiten begleiten, wie zum Beispiel Konfirmandenfahrten oder ähnliches. Die Bereiche, in denen an tätig werden kann, reichen von Kirchenmusik über Frauenhilfe bis hin zu Ökumene oder Umwelt.
Durch das Ehrenamt werden auch junge Leute in die Kirche eingebunden, sie können ihre Meinung einbringen und sie in die Gemeindearbeit übertragen. Die Jugendlichen können viele Erfahrungen sammeln, vor allem wenn sie ihren Arbeitsbereich zum Beruf machen möchten.
In bestimmten Fällen – etwa als Seelsorger – unterliegt der Ehrenamtler der Schweigepflicht; sie bekommen von den Menschen alles erzählt, da sie ihr Vertrauen haben. Dieses Vetrauen darf nicht mißbraucht werden.
Das Ehrenamt ist eine vielschichtige und abwechslungsreiche Angelegenheit, da unentgeltlich und freiwillig viele Dienste übernommen werden, ohne die eine Gesellschaft schlechter funktionieren würde.

Hannah Baumann, Cathrine Jordan, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Das Arbeiten für 1Live ist anstrengend aber schön – Arbeiten mit der Spielekonsole

Was für die einen ein Hobby ist, ist für Tobi Wienke (34) ein Beruf. Videospiele testen, Konzerte besuchen und dafür bezahlt werden. Er ist freier Mitarbeiter bei 1Live.

Somit kann er sich aussuchen, wann er seine Arbeitsaufträge erledigt und welche er annimmt. Schon früh stand fest, er wollte schon immer Radio machen. Während seiner Schullaufbahn wurde dieser Wunsch stärker. Da er in Düsseldorf studierte, konnte er an der Universität für acht Jahre Hochschulradio betreiben. 2008 wechselte er, ohne jegliches Praktikum, zum Radiosender 1Live. Es ist eher ungewöhnlich, ohne ein Praktikum bei einem Radiosender anzufangen, doch da er schon Erfahrungen mit dem Radio hatte, war es für ihn möglich.
Erst arbeitete Wienke bei der Musikredaktion, allerdings wurde er einige Jahre später gefragt, ob er nicht auch Spiele testen wolle. 2010 testete er schließlich sein erstes Videospiel. Dies war „Vancouver 2010“ ein Spiel zur Winterolympiade 2010.
Heute kann er von Vor- und Nachteilen seines Berufes erzählen: „Ein Vorteil ist, dass ich mir aussuchen kann, wann ich einen Auftrag annehme oder nicht.“ Er sagt, er sei gut bezahlt, könne seine Familie ernähren. Leider gibt es aber, wie in jedem Beruf, auch Nachteile. „Man weiß nie, wann man genau arbeiten muss. So etwas ergibt sich spontan. Und manchmal muss ich um vier Uhr morgens aufstehen, damit ich um halb sechs im Studio in Köln sein kann.“
Tobi Wienke erhält die Spiele meist ein paar Wochen vor dem Erscheinungsdatum. Er testet das Spiel, indem er es fast ganz durch spielt. Das dauert zumeist seine Zeit, da er vieles entdecken muss, was er später in seinem Radiobeitrag erwähnt. Heute soll er ein Autorennspiel testen. Es handelt sich um das von Nintendo herauszugebende „Mario Kart 8“ für die Wii U.
Für das Spiel „Aliens Colonia Marines“ ist er nach London, England, geflogen. Er sollte es vor Ort testen, um zu Hause den Radiohörern mitzuteilen, ob es sich lohnt, dieses „Export“-Spiel zu kaufen.
Morgens, nach dem Aufstehen testet er das Spiel und macht sich dazu Notizen und nimmt Töne auf, die er dann mittags in sein Script einbringt. Nachmittags liest er sich den Bericht selbst vor und stoppt die Zeit, um zu sehen, ob der Beitrag zu lang oder zu kurz ist.
Er überprüft, ob es sich lohnt das Spiel zu kaufen und ob es irgendwelche Veränderungen zum Vorgänger gibt. Danach schreibt er einen Bericht, den er seinem Redakteur per E-Mail schickt. Am nächsten Morgen hört man dann diesen Beitrag innerhalb 2:30 Minuten bei 1Live im Radio.
Dieser Beruf erfordert nicht nur Ausdauer beim Spielen, sondern auch die Fähigkeit, das ganze Spiel in knappen Worten zusammenzufassen.

Julia Wesche, Meike Sillmann, 8b, Gymnasium am Neandertal, Erkrath

Was war Schule im Krieg und in der Zeit danach? – Lernen inmitten von Zerstörung

,,Ach, das waren noch Zeiten…„, erzählt die 75-jährige Anni Kessel. Sie blättert versunken in ihrem Fotoalbum und sieht sich Bilder ihrer Kindheit an. 1938 geboren, erlebte die gebürtige Alt-Königshovenerin den II. Weltkrieg in jüngsten Jahren mit.

Als Anni Kessels Schulkarriere begann, war der Krieg fast verloren und Deutschland beinah komplett zerstört. Dies war im Jahr 1944. Zur Begrüßung wurde der Hitlergruß ausgeführt. Geschrieben wurde auf Schiefertafeln mit einem Griffel. Jedoch später mit Feder und Tinte auf qualitativ schlechtem Papier. Die Schule begann morgens um acht Uhr und endete jeden Tag mittags um zwölf.
Von diesem Schulalltag an der damaligen Volksschule erlebte Anni zunächst nur wenige Monate, denn als die Armeen der Amerikaner sich Königshoven immer weiter näherten, wurden die jüngeren Kinder wieder ausgeschult. Die älteren Schülerinnen und Schüler der Volksschule. die acht Schuljahre beinhaltete, aber mussten weiterhin die Schule besuchen. Anfang des Jahres 1945 ging auch Annis Jahrgang wieder zur Schule.
Weiterhin dauerte jeder Schultag vier Stunden, dies auch an Samstagen, mit einer Pause, die um zehn Uhr begann und um 10.20 Uhr endete. In der Pause mussten alle Kinder an den Schulspeisungen der Amerikaner teilnehmen. Diese bestand aus einem Eintopf. ,,Am schlimmsten war die Erbsensuppe, aber samstags gab es Kakao mit Nüssen und Weißbrot. Das war lecker“`, berichtet Frau Kessel schwärmend.
Nach der Pause ging es wieder in die Klassenräume, in denen meist 35 bis 40 Kinder saßen. Man konnte sein Können in den Fächern Mathe, Deutsch, Sprachlehre, Naturkunde, Erdkunde, Geschichte, Religion und Sport unter Beweis stellen. War man schulisch besonders begabt, konnte man im Alter von zehn Jahren von der Volksschule auf ein Gymnasium wechseln. ,,Meine Mutter wollte mich damals nicht das Gymnasium besuchen lassen, weil sie der Meinung war, dass ein Junge den Platz bekommen sollte´`, erklärt Anni Kessel.
Damals war der Umgang mit den Schülern noch härter. Hatte man etwas verbrochen, egal ob in Schul- oder Freizeit, kam die Beschwerde zum Direktor. Hierfür gab es Strafarbeiten, die auf Tapetenrollen geschrieben wurden. Wurde in der Schule etwas verbrochen, bekam man den Rohrstock zu spüren. Die Jungs kassierten auf das Gesäß, während die Mädchen auf Hände und Finger geschlagen wurden. Außerdem hieß es für die Bösewichte: Nachsitzen am Nachmittag.
,,Draußen liefen wir in alten Klamotten rum, aber in der Schule wurde auf ordentliches Aussehen geachtet.„, erklärt die Seniorin. Mädchen trugen Kleider, Schürzen und Kniestrümpfe, Jungen knielange Hosen, Kniestrümpfe und Hemden. ,,Ich durfte nach der Volksschule auf eine höhere Handelsschule wechseln. Für diese war jedoch das Schulgeld immens hoch. Die meisten Kinder begannen also damals schon mit 14 eine Ausbildung.„, sagt die Rentnerin.
Damals wurde aus den geringen Mitteln das Beste gemacht und trotzdem wünschen sich alle, auch Anni Kessel, dass so eine Zeit nie wieder zurückkehrt.

Nadja Hoster, Antonia Kessel, 8a, Pascal-Gymnasium Grevenbroich

Was sind die besten Schutzmaßnahmen? – Schutz vor Einbrechern

In NRW gab es letztes Jahr 54.953 Einbrüche in Wohnungen und Häuser. Die Aufklärungsquote liegt allerdings nur bei 13,6 Prozent. Wie kommt das und wie kann man sich schützen?

Besonders gefährdet sind Häuser, die von außen den Anschein erwecken, in ihrem Inneren würden sich viele Wertgegenstände befinden und niemand sei im Haus. Bei Parterrehäusern und -wohnungen suchen Einbrecher oft nach geöffneten Kippflügeln. Diese werden dann aufgehebelt. Oft suchen sie auch im Garten nach offenstehenden Hintertüren oder nach einer Leiter, mit der sie ein höhergelegenes, offenstehendes Fenster erreichen können. Einbrecher vermeiden es jedoch meistens, Scheiben zu zerbrechen, da man sie bei dieser Art des Eindringens leicht hören kann. Eine andere beliebte Variante ist, in Wohnungen im Dachgeschoss einzubrechen. Dort gibt es weniger Leute im Treppenhaus, die den Täter ertappen könnten.
Wenn der Einbrecher sich in der Wohnung oder dem Haus befindet, durchsucht er meistens zuerst das Schlafzimmer. Viele Menschen verstecken dort Geld oder Schmuck. In den anderen Räumen schauen sie manchmal gar nicht nach.
Am besten kann man sich also schützen, wenn man alle Fenster und Türen geschlossen hält. Auch ist es sinnvoll, vorzutäuschen, es wäre jemand zu Hause, indem man zum Beispiel eine Lampe angeschaltet lässt.
Wenn man sich doch mit einem Einbrecher in einem Haus befindet, sollte man sich möglichst ruhig verhalten und soviel wie möglich vom Aussehen und Handeln des Einbrechers beobachten. Sofern es in einer solchen Situation möglich erscheint, muss die Polizei gerufen werden. Diese wird versuchen, sofort zu kommen. Man sollte möglichst viele Informationen an die Polizei weitergeben. Allerdings sind Einbrecher nur selten bewaffnet, höchstens mit einer Brechstange zum Eindringen in die Wohnung oder das Haus. Das liegt daran, dass bewaffnete Einbrecher, sobald sie auf andere Menschen stoßen, schnell zu Räubern werden, da Einbrüche mit Körperverletzung als Raub gelten.
Die Polizei ist bei der Aufklärung von Einbruchsfällen hauptsächlich auf Zeugenaussagen und Spuren von den Tätern selbst angewiesen. Wenn der Täter keine Handschuhe trägt, hinterlässt er oft die meisten Spuren. Viele Täter entgehen den Polizisten, da sich manche Zeugen nicht trauen, die Polizei anzurufen.
Trotz der hohen Zahl von Einbrüchen ist die Aufklärungsquote (laut dem Ministerium für Inneres und Kommunales NRW) in den letzten Jahren immer weiter gestiegen.

Lukas Zimmermann, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath