Pferdesegnung – Weihwasser für Ross und Reiter

Am Sonntag, den 10. Juni 2012, fand am Knechstedener Kloster eine Pferdesegnung statt. Viele Stallgemeinschaften aus dem Umkreis kamen zu dieser alljährlichen Attraktion.

Zuerst versammelten sich alle Beteiligten am nahegelegenen Hof. Den Reitern wurden kalte Getränke angeboten und die Pferde konnten eine kurze Pause einlegen. Alle Reiter ritten dann zusammen den kurzen Weg zum Kloster. Am Kloster war bereits eine kleine Menschenmenge versammelt, die das Geschehen verfolgen wollte.

Viele Pferde waren beim Einreiten nervöus . Als alle Pferde standen, begann der Priester seine Rede zu halten und segnete Pferd und Reiter mit Weihwasser. Die Segnung dauerte nicht lange und war schnell vorbei. Danach begannen alle Reiter sich zu sortieren und traten den Heimweg an.

Stefanie Träger, Grevenbroich, Städtische Realschule Bergheimer Straße

Ein Kriegsgefangener berichtet – Als Tannenzapfen und Urin zum Überleben reichten

Der 91-jährige Rentner Ludwig Bürger lebt im Altersheim Haus Maria-Frieden in Jüchen und erzählt über seine harte Zeit im Zweiten Weltkrieg.

Mit 18 Jahren wurde er von der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) gezwungen, in einer Schwarzpulverfabrik zu arbeiten. Dort erkrankte er durch Nitro-Säure und wurde arbeitsunfähig. Trotz starker Erkrankung wurde er zum Soldaten ausgebildet und an die Ost-Front geschickt. Kämpfend schlug er sich drei Jahre lang durch die Ost-Front, bis er von russischen Soldaten festgenommen wurde.

Am 27. Juni 1944 wurde er innerhalb von vier schweren Wochen vom Westen Russlands nach Sibirien ins „Land der 1000 Türme“ verschleppt. Dort wurden alle Kriegsgefangenen auf einer alten Pferderennstrecke ohne Bekleidung fest-

gehalten. Die Kriegsgefangenen bekamen nur gesalzenen Roh-Lachs zu essen. Doch Ludwig Bürger wusste, dass dieser Fisch nur durstig machte und deshalb aß er nur Tannenzapfen und tupfte sich mit einem Stück zerfetztem Lappen den Mund mit seinem eigenen Urin ab. Dies riet er auch seinem Kriegsfreund Willi. „Das wird dir später gut gemacht, wenn wir hier lebend rauskommen“, sagte Willi zu Ludwig.

Später wurden die Gefangenen in Zellen geführt. In einer Kammer wurde er von zwei russischen Soldaten misshandelt. Dort wurde auf ihn geschossen und er entkam haarscharf dem Tode. „Ich habe mein letztes Hemd für meine

Kameraden gegeben, und deshalb habe ich diese schwere Zeit überstanden“, sagt Ludwig Bürger mit Tränen in den Augen. Als er als Kriegsgefangener befreit wurde und nach Deutschland nach Hause kam, wurde er nicht mehr von seiner eigenen Mutter wiedererkannt, deshalb brach diese zusammen.

Er hat die schwere Zeit im Krieg überlebt und führt nun ein ruhiges Leben im Haus Maria-Frieden.

Nico Frählich, Jonas Clasen und Themistoklis Stafilarakis, Jüchen, Realschule Jüchen

Mädchenfußball in Hochneukirch – Die Wilden Hühner halten meisterhaft zusammen

Können auch Mädchen Fußball spielen? Was für eine Frage! Oft denken oder sagen Jungs, dass wir Mädchen nichts drauf hätten, dann lachen sie uns aus und denken, wir würden nur verlieren. Doch haben wir ein Heimspiel gewonnen und die Jungen haben zugeschaut, mussten sie erstmal schlucken.

Wir haben uns auch nie von ihnen runterziehen lassen, im Gegenteil: Ihre Provokation hat uns nur noch mehr zusammengeschweißt und führt dazu, dass wir fast jedes Spiel gewinnen.

Frauenfußball ist schon im 12. Jahrhundert entstanden. Dort beteiligten sich in Frankreich Frauen genau so wie Männer an einem Spiel namens „la sioule“, einem Vorläufer des heutigen Fußballs. Auch bei den Inuit nahmen Frauen an einem fußballähnlichen Spiel teil. Einige Zeit später kam dann auch der Mädchenfußball dazu.

Auch in Hochneukirch gibt es seit 2010/2011 eine Mädchenmannschaft. Zunächst gab es nur eine reine Jungenmannschaft. In der Saison 2004/2005 trat Ralf Mayer seinen Job als Trainer der damaligen F-Jugend an. Der Kader bestand zum damaligen Zeitpunkt aus circa zwölf Jungen und einem Mädchen: Melissa Glomb. Kurze Zeit später gesellten sich auch Leonie Meurer und ich selbst dazu.

Was in dem Moment noch keiner so wirklich wusste, war, dass am Ende der Saison 2009/2010 der Kader nur noch aus vier Jungen, aber zwölf fußballbegeisterten Mädchen bestand. Da blieb nur noch die Frage, warum man daraus keine Mädchenmannschaft machen soll. Ralf überzeugte seinen jetzigen Co-Trainer Thomas Schugens davon, dieses Abenteuer zusammen mit ihm anzutreten und fand in Christel, der Frau von Thomas, gleichzeitig die neue Betreuerin.

Sieht man die Mädels zusammen, sind sie wie ein großer Hühnerhaufen, also nannten Ralf und Thomas die Mannschaft „Die wilden Hühner“.

So traten zur Saison 2010/2011 zwölf wilde Hühner mit dem Traum an, zusammen mit ihren Trainern einmal ganz nach oben zu kommen. Die Mädchen trainieren montags und mittwochs von 18.30 Uhr bis 20 Uhr, und die Trainier sind sehr stolz, so eine tolle Mannschaft führen zu dürfen. In der ersten Saison als MU 15 spielten die Mädchen super und anschließend wurde kräftig gefeiert.

Es gibt auch nicht nur eine Mädchenmannschaft in Hochneukirch, sondern noch viele weitere beteiligte Fußballmannschaften im Bezug auf die Männer und die jüngeren Generationen.

Die Zuschauer erlauben sich oft nicht mal einen Blick auf die Uhr, da sie so begeistert und stolz auf uns sind. Sie fiebern mit und feuern uns an, und wenn dann ein Tor fällt, fällt gleichzeitig eine riesen Last von uns. Viele fragen uns, ob wir Mädchen auch auf- und absteigen können, zum Beispiel in die Leistungsklasse. Und: ja, das können wir. Jeden Samstag wird ein Spiel gespielt, sei es gewonnen oder verloren, die Mädels lassen den Kopf nicht hängen und beim nächsten Spiel geht es dann weiter.

Da ich selbst in der Mannschaft spiele und so gut wie immer dabei bin, bin ich stolz auf die Mädels. Zusammen gehen wir durch dick und dünn und versuchen so gut wie jedes Spiel wie ein Meister zu spielen.

Denise Meurer, Jüchen, Realschule Jüchen

Flughafen Berlin – Eröffnung verzögert sich erneut

Das Thema um den Berliner Flughafenprojekt „Willy Brandt“ hält sich schon seit Wochen in den Zeitungen. Wegen nicht korrekter Brandschutzmaßnahmen in dem neuen Großflughafen verschiebt sich die Eröffnung ein zweites Mal. Der neue Termin soll der 17. März 2013 werden.

Die Folgen: Nicht nur die Kosten für das Projekt haben sich verdoppelt, auch große Airlines wie Lufthansa und Air Berlin fordern nun Schadenersatz. Dazu kommt unter anderem auch, dass die geplatzte Eröffnung 400 Jobs kostet. Zurzeit übernimmt der Berliner Flughafen Tegel die für den neuen Flughafen geplanten Flüge.

Für die Blamage macht man ein „Missmanagement“ verantwortlich. Technikchef Manfred Körtgen musste bereits gehen.

Bastian Rickmann, Hückeswagen, Städt. Realschule Hückeswagen

Sport – Rot Weiss Elfgen gibt nicht auf

Der Fußballverein Rot Weiss Elfgen aus Grevenbroich kam nicht an der Qualifikation vorbei, da die Spieler eine ernüchternde Niederlage gegen Holzheim einstecken mussten. Damit beendeten sie die Qualifikation mit dem 3. Platz.

Teilgenommen hatten jedoch nur fünf Mannschaften. Der 3. Platz reichte nicht aus, deswegen mussten sie die Saison in der Kreisliga bestreiten. Diese verlief für die Mannschaft jedoch sehr gut. Trotz eines demoralisierendes Starts in die Saison kämpften sie sich durch und erreichten schließlich die Tabellenspitze. Auch in diesem Jahr werden sie an der Qualifikation für die Leistungsklasse teilnehmen und sich mehr darauf konzentrieren auf einer höheren Liga spielen zu dürfen.

Samok Iran, Grevenbroich, Städtische Realschule Bergheimer Straße

Lokales Grevenbroich – Abschluss-Gag mit Pannen

Am Montag, den 18. Juni 2012, veranstalteten die 10. Stufe ihren Abschluss-Gag. Doch der verlief anders als gedacht.

Zuerst sollten alle Schüler in die Mitte kommen, was aber nur noch mehr Chaos in die Sache brachte. Als erstes mussten ein paar Lehrer tanzen, was komisch war, da die Gewinner komisch gewählt worden sind. Schade war, dass die Zuschauer überhaupt nicht wussten, wie die Punkte zustande kamen. Danach mussten ein paar Lehrer ihre Gesangskünste beweisen, was leider keiner hörte, da die Boxen zu leise eingestellt waren.

Als die 10er dann keine Ahnung mehr hatten, was sie tun sollen, um die Zeit rum zukriegen, entschieden sich für ein Tanzbattle zwischen einem 10ner und einer Schülerin, aber es war nicht wirklich gut, da der Rest der Schüler nur zugucken konnte, entstand schnell Langeweile. Als dann nach 90 Minuten die Zeit rum war, konnte man die Erleichterung in den Gesichtern der Schüler gut erkennen. Die Schüler hoffen, dass es nächstes Jahr besser wird.

Freddy Fuchs, Grevenbroich, Städtische Realschule Bergheimer Straße

Apple: Die Erfolgsgeschichte – Aus der Garage um die Welt

Apple – ein sehr erfolgreiches Unternehmen mit über 28 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr 2011. Doch wie entwickelte sich Steve Jobs‘ Garagenproduktion im Laufe der Jahre und was macht diese Firma bei vielen Käufern so beliebt?

1976 hatten die Freunde Steve Jobs, Stephen Wozniak und Ronald Wayne die Idee, ein eigenes Unternehmen zu gründen, das sich mit der Entwicklung von Computern befasst. Einige Zeit danach stellte ihre Firma den Apple I vor, den ersten Apple Computer. Zu dieser Zeit war ihr größter Konkurrent IBM, denn dieses Unternehmen verkaufte einen vergleichbaren Computer für nur knapp die Hälfte des Preises von Apple.

1983 heuerte Jobs den erfolgreichen Pepsi-Manager John Sculley an, um mit ihm an einem weiteren Computer zu arbeiten. Jobs‘ Vision von einem neuen, revolutionären Computer wurde wahr: Es war der erste Mac, der seiner Zeit weit voraus war, da er externe Geräte wie einen Bildschirm oder einen Beamer unterstützte. Es folgte eines der ersten Laptops: Das MacBook, ein Laptop mit der Macintosh Software. 2007 stellte Jobs das Apple-Smartphone vor, das iPhone. Es war sofort sehr beliebt, da es ein außergewöhnliches Design und eine computerähnliche Software bot. Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten entwickeln sie nur wenige Geräte – diese überzeugten eine „Apple-Gemeinde“ allerdings durch ein modernes und am Käufer orientiertes Design.

Beispiele hierfür sind das iPad3, iPhone4s, iPodTouch4g und das neue Apple TV, welches eine drahtlose Übertragung von Bildern und Videos auf ein Fernsehgerät ermöglicht. Sie zeichnen Apple aus, indem sie eine perfekt auf das System abgestimmte Software haben. Das ist nur dadurch möglich, dass Apple ein komplettes System produziert, und nicht nur die Software für einen anderen Computerhersteller, der diese dann nur noch auf seine Produkte aufspielt.

Die derzeitig größte Konkurrenz ist Samsung mit seinen Tablets und Smartphones wie zum Beispiel das Samsung Galaxy SIII, eine Antwort auf das iPhone. Samsung hat auch seine Vorteile, denn das System basiert auf der freien Plattform Android, welche sogar öfter als IOS genutzt wird. Freie Plattform bedeutet, dass man rechtlich gesehen seine Version vom Betriebssystem weiterprogrammieren kann.

Der Onlineshop iTunes (Musik- und Videodownloads) und der Appstore (Mobile Applications für Spiele, Bücher und sonstige Dienstprogramme) ist ebenso etwas Besonderes.

Dreh- und Angelpunkt bei Apple war auf jeden Fall einer der Firmengründer, Steve Jobs, der sich bei vielen Apple-Kunden einer sehr großen Beliebtheit erfreute. Doch wer war er eigentlich? Auf jeden Fall ein sehr beliebter Mensch, an dem einige seiner Fans sein Perfektionismus faszinierte. Stellte einer seiner Mitarbeiter ihm eine neue Erfindung vor, sagte Jobs einfach, dass er sie sich noch nicht ansehen würde und man sollte weiter daran arbeiten, bis sie wirklich perfekt ist. Steve Jobs hat das Unternehmen geprägt. Ohne ihn wäre Apple nicht das, was es heute ist.

Daniel Proepper, Erkrath, Gymnasium Am Neandertal

Alle ins Gold – Gut gezielt, Löwen!

Die Lenneper Bogenschützen sind wieder voll in Fahrt. Nach ihrem Umzug von der „Funbox“ in Remscheid auf die Sommerwiese bei „Hof Sondern“ in Wuppertal können sie wieder an der frischen Luft ihre Pfeile abschießen.

Bogenschießen ist in die Klassen Anfänger, Novizen und Turnierschützen unterteilt. Geschossen wird auf verschiedenste Entfernungen: 18/30/40/50/70/90 Meter. Recurvebögen, Compoundbögen, Jagdbögen, Blankbögen und Langbögen können bei den Lenneper Löwen geschossen werden. Die Langbögen sind wohl am bekanntesten. Man kennt sie von Robin Hood und weiteren mittelalterlichen Filmen. Doch diese Bogenart ist nicht die am häufigsten vertretene unter den Bogenschützen. Vielmehr wird mit dem technisch ergänzbaren Recurvebogen geschossen. Denn dieser spezielle Bogen ist auch auf weiten Entfernungen immer noch zuverlässig und die Pfeile werden treffsicher ins Ziel gebracht. Er ist auch als olympischer Bogen bekannt.

Eigengewicht und das Zuggewicht der Bögen variieren. Dabei kommt es nicht auf das Alter des Schützen an, sondern auf die Arm- bzw. Rückenmuskulatur und die Erfahrung des Bogenschützen. Bogenschützen brauchen eine gute Ausrüstung. Zur eigenen Sicherheit gehört ein Armschutz, damit die Bogensehne die Pulsader im Unterarm nicht verletzt. Ein Tab, so nennt man ein Handleder, damit man sich nicht die Zugfinger beim Ziehen der Bogensehne aufschneidet.

„Alle ins Gold“, dies ist der Spruch der Bogenschützen. Die Voraussetzungen dafür sind: Ruhe und Gelassenheit, eine gute Atmung, gute Rücken- und Armmuskulatur, Ausdauer, Geduld, Ehrgeiz, natürlich Spaß und Interesse am Sport. „Training verbessert unsere Technik, unsere Ausdauer, unsere Kraft und unsere Konzentration, doch letzten Endes ist es unser Wille, der uns zu unseren Zielen führt“, sagt Felix, der Trainer der Bogenschützen. Geübt wird auch durch Joggen, Krafttraining oder eine Ausgleichssportart, wie Schwimmen oder Ballspiele, bei denen man sich bewegen muss.

Die Lenneper Bogenschützen freuen sich immer über Zuwachs.

Jacqueline Wolter, Hückeswagen, Städt. Realschule Hückeswagen

Traumjob Stadionsprecherin – Die Frau hinter dem Mikro

Petra Dahl ist seit 2009 Stadionsprecherin bei Bayer 04 in Leverkusen. Ein Job, den sie unglaublich gerne macht, wie sie uns im Gespräch erzählt hat.

„Das ist ganz toll und unheimlich aufregend“, sagt Petra Dahl. „Jeder will die 22 Männer hinter dem Ball herlaufen sehen und ich darf sogar Backstage dabei sein.“ Petra „Pitti“ Dahl wurde am 21. September 1970 in Leverkusen geboren und ist dort nie weggezogen. Sie hat in Köln studiert und arbeitete zunächst in der Werbeagentur der Deutschen Post. Schon immer war sie Fan von Bayer 04.

Seit 2009 ist „Pitti“ nebenberuflich Stadionsprecherin für den Verein. Mit ihrem freundlichen Arbeitskollegen Klaus Schenkmann, der schon in der elften Saison dort arbeitet, habe sie viel Spaß. Für „Pitti“ ist es wichtig, dass sie zu zweit moderieren, da dies einfach lockerer wirkt. Das Programm zur Anmoderation müsse sie sich schon mehrere Abende vorher überlegen, um zu planen und zu lernen. Sie habe viel Freude daran, die Gäste zu begrüßen, gegebenenfalls die Geburtstage der Zuschauer zu verkünden, für die Termine rund um Leverkusen zu werben und mit ihren Kollegen das Spiel zu verfolgen. Vor dem Spiel sei sie eigentlich nie aufgeregt, da sie es „nun ja auch schon ein Weilchen“ mache.

An den Spieltagen beginnt ihr Arbeitstag im Stadion um 11.30 Uhr, dann folgt um 12 Uhr die Regiebesprechung, bei der jeder mitmacht, der im Stadion arbeitet. Dabei arbeiten sie den Regieplan durch, in welchem steht, was zu tun ist. Vor dem Spiel macht sie die Anmoderation und verrät uns zwinkernd, dass sie auch noch nie einen Ball abbekommen habe. Fünfzehn Minuten vor Anpfiff begibt sie sich in die Stadionsprecherkabine. Von dort aus gibt sie die Tore im Spiel bekannt und informiert über die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen. Danach geht sie zur Verabschiedung der Zuschauer wieder auf das Spielfeld und kann sich um 18 Uhr auf den Weg nach Hause begeben.

Hauptberuflich arbeitet „Pitti“ in der Werbeabteilung von Bayer 04. Früher hatte sie keine konkreten Vorstellungen über ihre beruflichen Ziele. Im Urlaub lernte sie jemanden kennen, der ihr riet, in der Werbung anzufangen. Danach dachte sie sich, weil sie ja schon immer ein Fan von Bayer 04 war, “ och, Bayer 04 hat doch auch ’ne Werbeabteilung“, und hat sich dort beworben.

Nach den Nachteilen ihres Jobs als Stadionsprecherin gefragt, findet sie keine und antwortet stattdessen: „Ich mache es unglaublich gern und bin stolz, dass ich nun schon in der vierten Saison dort arbeiten darf. Es ist ein Kompliment.“

Wir wünschen ihr weiterhin alles Gute für ihre berufliche Zukunft.

Elena Fischer und Anna-Christin Lucht, Leverkusen, Marienschule

Beliebtester Let’s Player Deutschlands – Gestatten, Gronkh der Youtuber

Ob düstere Tunnel erforschen oder hohe Berge ersteigen. Gronkh wagt sich, zusammen mit seinen vielen Zuschauern auf Youtube, überallhin. Der berühmte Spielevorsteller wird nun selbst vorgestellt:

Auf der größten Internet-Videoplattform der Welt Youtube gibt es viel zu entdecken. Tausende von Nutzern stellen dort täglich ihre aufgenommenen Videos hinein. Gegründet wurde Youtube am 14. Februar 2005. Der Name bezieht sich umgangssprachlich auf einen Fernseher (Röhre); der ganze Name lässt sich mit „Du sendest“ wiedergeben. Tatsächlich wird nicht nur weltweit gesendet, sondern es werden auch millionenfach Video-Dateien hochgeladen, bewertet und kommentiert. Auch in Deutschland ist Youtube Marktführer. Anfangs wurde Youtube von Finanzunternehmen aus dem Silicon Valley mit mehreren Millionen gefördert. Gesellschaften wie Disney und eBay waren an einem Kauf der jungen Firma interessiert. Ab 2007 finanzierte sich Youtube über Werbung in den Videos.

Mittlerweile gibt es ein spezielles Partnerprogramm für Nutzer weltweit. Die Teilnahmevoraussetzung ist das regelmäßige Hochladen von Videos, über deren Rechte die Partner komplett verfügen müssen. Ein besonders beliebter Youtube-Partner ist Erik Range. Unter seinem Nutzernamen Gronkh begeistert er täglich 400.000 deutsche Jugendliche. Er ist damit der beliebteste Let’s Player Deutschlands, d. h. ein Nutzer, der ständig neue Folgen hochlädt, in denen er Computerspiele spielt und dazu Kommentare abgibt. Viele Jugendliche sehen sich diese sogenannten Let’s Plays gerne an, da er sie immer blind spielt (d. h. ohne vorherige Kenntnis des Spielverlaufs) und er somit selber mit seinen Zuschauern überrascht sein kann. Das Spiel wird auf witzige Weise kommentiert, um sogar aus dem düstersten und anstrengendsten Spiel das Lustige hervorbringen zu können. Auch schauen sich viele seinen Spielverlauf an, die gerade selber dort aktiv sind, um mit ihm einen Lösungsweg zu finden.

Seine lustige Art erlaubt es ihm auch, möglichst viele Spielmöglichkeiten auszunutzen und ziemlich lange an derselben Stelle zu bleiben, um jeden Ort genau zu erforschen und jedes Rätsel eigenständig zu lösen. Wegen dieses Vorgehens, das auf Offenheit und Gleichberechtigung beruht, hat er bereits die Mehrheit der deutschen Jugendlichen auf Youtube von sich überzeugt. So hat er schon beim beliebten Rollenspiel MineCraft über 600 Folgen produziert. Dennoch steigt seine Beliebtheit noch, da er nicht nur in MineCraft Häuser baut und Höhlen mit witzigen Vorfällen erkundet, sondern zum Beispiel auch in Diablo 3 – einem weiteren populären Rollenspiel – Monster besiegt und dies gleichzeitig mit coolen Sprüchen kommentiert. Inzwischen ist er nicht nur Chef einer Internet-Agentur, sondern besitzt auch seine eigene Internetseite Gronkh.de. So hat er sich sein Hobby äußerst erfolgreich zum Beruf gemacht.

Henri Buske, Felix Roggendorf und Yannik Ries, Leverkusen, Marienschule