Vandalismus und Gewalt in Bussen – Aggressive Fahrgäste – Ein Normalzustand?

In den letzten Jahren haben Brutalität und Aggressivität in Bussen immer mehr zugenommen. Während früher noch die Fäuste „gesprochen“ hätten, seien es heute mittlerweile schon Messer oder ähnlicher, so ein Verkehrsbetriebsmitarbeiter aus Leverkusen.

Schon häufiger beobachteten Fahrgäste, wie vor allem Jugendliche ihren Instinkten freien Lauf ließen und sich und andere mutwillig beschimpften. Es ist sogar schon oft vorgekommen, dass unschuldigen Fahrgästen körperliche Gewalt angetan wurde, was eine Umfrage von 80 Schülerinnen und Schülern der Marienschule in Opladen, die häufig mit dem Bus unterwegs sind, ergab.

Die hohe Aggressivität beklagt auch ein „Wupsi“ Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. Es sei schon einmal der Fall gewesen, dass während einer Ticketkontrolle ein junger Mann auffiel, der seinen Fahrschein nicht hätte vorzeigen können. Routinemäßig sollten schließlich seine Personalien aufgenommen werden, wogegen der Mann jedoch protestierte. Trotz etlicher Mahnungen und die Aufklärung darüber, was die Pflichten eines Fahrgastes wären, nämlich bei Aufforderung das Ticket vorzeigen zu können oder ansonsten seine Personalien mitzuteilen, wäre der junge Fahrgast handgreiflich geworden. Die Polizei sei verständigt worden, aber als diese draußen an der vereinbarten Busstation noch nicht erschienen sei, wäre der Mann noch aggressiver geworden und habe in seiner Rage einen der Kontrolleure auf die stark befahrene Straße gestoßen.

Während die Aggressivität nach Schulschluss und nachmittags überwiegend herrscht, ist es abends schon verhältnismäßig ruhig. Trotzdem ist es beunruhigend zu hören, dass 81% der Fahrgäste fast schon alltäglich aggressive Situationen in den Bussen erleben. Sie werden immer wieder aufs Neue Zeugen, wie sich meistens in Gruppen zusammengetan und sich dann bewiesen wird, auf eine Art, die regelrecht für Auffuhr sorgt. Denn unter den Fahrgästen hat so gut wie keiner ein besonderes Interesse daran, Jugendlichen, zum Teil schon jungen Erwachsenen, seine Meinung zu sagen. Nur wenige 15% der Befragten hätten da schon selber einmal eingegriffen. In der Regel sehen die Meisten nämlich weg, aus Angst, sie könnte den Unruhestiftern selber zum Opfer fallen.

Auch über den zunehmenden Vandalismus wird sich beschwert. Diese Art der Zerstörung hat in den Bussen schon regelrecht Trend angenommen. Bemalte, beschmierte und demolierte Sitze, Messerschnitzereien und Personen, die ihre Füße auf den Sitzen ablegen, findet man in fast jedem Bus. Knapp jeder Vierte der Befragten sieht oft Schäden an der Busausstattung.

Auch über den zunehmenden Vandalismus wird sich beschwert. Diese Art der Zerstörung hat in den Bussen schon regelrecht Trend angenommen. Bemalte, beschmierte und demolierte Sitze, Messerschnitzereien und Personen, die ihre Füße auf den Sitzen ablegen, findet man in fast jedem Bus.

Knapp jeder Vierte der Befragten sieht oft Schäden an der Busausstattung. Durch sogenannte Rundsitz – Ecken in den hinteren Teilen der Busse sei der Vandalismus erheblich zurückgegangen, erzählen Vorstände verschiedener Verkehrsunternehmen, die diese Ecke bereit eingeführt haben. Da sich nämlich die Fahrgäste mehr von Busfahrern beobachtet fühlen und die Anordnung der Sitze keine Möglichkeit mehr bieten, diese zu beschmieren, sei eine Verbesserung festgestellt worden. Anscheinend wird über Lösungen der Probleme „Aggressive Fahrgäste‘‘ und „starker Vandalismus‘‘ schon diskutiert, doch leider noch nicht erfolgreich. Bis dahin sollte sich doch jeder einzelne Fahrgast über seine Verantwortung und Verpflichtung in Bussen bewusst werden.

Julia Mnich, Leverkusen, Marienschule

Die Bundesliga spielt verrückt – HSV – Das Zeug zum Titel?

Während die vier härtesten Konkurrenten im Meisterschaftskampf Punkte ließen, gewann der Hamburger SV das Spitzenspiel in Düsseldorf bei Bayer Leverkusen mit 2:1 und eroberte die Tabellenführung.

„Wir können jeden schlagen“: So sah es auch am Anfang der Saison aus. Die Hanseaten waren 4-mal schon ganz oben, hatten aber immer wieder Einbrüche. Zwischenzeitlich waren sie sogar sieben Punkte hinter dem damaligen Spitzenreiter Hoffenheim doch haben innerhalb von nur sechs Spieltagen neun Punkte auf den Aufsteiger wettgemacht und profitierten neben der eigenen Stärke auch von den Schwächen der Hoffenheimer und der Bayern. Jetzt kommt es am Sonntag in Hamburg zum Duell mit dem VfL Wolfsburg. Und diese beiden Teams waren die besten der Rückrunde!

„Wir haben wieder einen Schritt nach oben gemacht“, freute sich HSV-Abwehrchef Joris Mathijsen nach dem Sieg gegen Leverkusen. “ Das Vertrauen haben wir. Wir können aber auch gegen jeden verlieren, wenn wir nicht 100 Prozent geben.“

„Wir versuchen unseren Spielern, den nötigen Freiraum zu geben, um sich optimal zu entfalten. Das haben sie zuletzt gemacht. Wir sind sehr zufrieden. Deshalb dürfen die Spieler auch das Wort Meisterschaft in den Mund nehmen.“ Und die Spieler gehen auch offensiv mit dem Thema um. „Ich will mit dem HSV Meister werden“, sagt etwa Piotr Trochowski, um den es Wechselgerüchte gibt, zu denen er selbst schweigt. Auch bei dem Thema bleibt Beiersdorfer gelassen.

„Wechselgerüchte ärgern uns überhaupt nicht“, sagt der Sportchef Dietmar Beiersdorfer. „Das ist ganz normal, dass wenn eine Mannschaft gut spielt, Angebote von anderen Clubs da sind. Aber wir haben nicht alle Spieler abgeben, für die wir ein Anfrage hatten. Meistens kommen nur die Geschichten zum Vorschein, wenn der Transfer wirklich durchzogen wird. Deswegen sind wir ganz gelassen – auch bei Trochowski.“

Bislang konnte der HSV selbst hochkarätige Abgänge wie die von Rafael van der Vaart oder Nigel de Jong ohne Probleme einstecken, das zeigte Marcell Jansen, der mit seinen beiden Toren gegen Leverkusen den HSV wieder an die Tabellenspitze schoss.

Beim Thema Meisterschaft tritt er noch etwas auf die Bremse. „Wir sind noch keine perfekte Elf und es ist erst der 21.Spieltag.“Aber träumen ist nicht verboten, auch da der Hamburger SV schon 26 Jahre wieder auf die Scheibe wartet.

Leonard Schmitz, Haan, Städt. Gymnasium Haan

Wie lange kann das Rex Kino noch bestehen? – Kultur ist (wo)anders

Die besten Jahre des Rex Kinos in Langenfeld sind schon lange vorbei. Auf Grund brauner, durchgesessener, ranziger Sitze, klebrigen Bodens und eines fehlenden Kinoambientes stellt sich die Frage: Bedarf es nicht schon seit langem einer gründlichen Renovierung des Kinos?

Schon der erste Eindruck lässt nichts Gutes erahnen. Die sogenannte Kultureinrichtung glänzt nicht gerade durch genügend Personal. Dieses ist meistens überfordert und deshalb natürlich unfreundlich. Während zu Stoßzeiten genervte, potentielle Kunden bis zur Straße stehen, um eine Kinokarte zu kaufen, muss der verzweifelte Mitarbeiter an der Kasse auch noch die hungrigen und durstigen Kinobesucher abfertigen. Wer diese Hürden genommen hat und sich auf ein entspanntes Kulturerlebnis freut, wird schnell enttäuscht. Ein wohnzimmergroßer Kino-„Saal“ lädt nicht zum Verweilen ein.

Der Slogan, des Eigentümers des Kinos, der Schauplatz Langenfeld GmbH, „Kultur ist woanders anders“ kann sich unter diesen Umständen unmöglich auf das Rex Kino beziehen. Es kann nicht sein, dass eine für alle Altersgruppen wichtige Einrichtung, deren Hauptgesellschafter die schuldenfreie Stadt Langenfeld ist, verwahrlost.

Deswegen ist es nachvollziehbar, dass immer mehr Bürger der Stadt Langenfeld, vor allem Jugendliche, auf andere, ansprechender gestaltete Kinos ausweichen. Eine komplette Modernisierung des Kinos ist dringend nötig. Schon durch geringfügige Veränderungen der Inneneinrichtung, zum Beispiel das Austauschen der Sitze, könnte die Gesamtsituation verbessert werden.

Ist unter diesen Umständen Kultur nicht woanders?

Felicitas Back und Carina Staat, Langenfeld, Konrad-Adenauer-Gymnasium

Im Kodak Theatre in L.A.: – Die Oscar-Verleihung 2009

Kürzlich wurde der Oscar, der berühmteste Filmpreis der Welt, an Stars wie Kate Winslet und Penélope Cruz verliehen. Auch wenn man trotz Nominierung keinen erhielt, freute man sich für Andere. Bestes Beispeil: Meryl Streep. Sie war u.a. in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ für den Film Glaubensfrage nominiert, gönnte aber der Gewinnerin Kate Winslet schon vorher den Sieg.

Der Gewinner des Abends war aber der Film „Slumdog Millionaire“ der in 8 von 10 Kategorien gewann. Von der Adaption der Novelle „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ erhofften sich viele an dem Abend jedoch mehr, man rechnete sogar mit einem Sieg. Doch dieser konnte von 10 möglichen Oscars nur 3 mit nach Hause nehmen.

Die rührendste Rede des Abends, die viele zu Tränen brachte, hielten Sally, Kim und Katherine Kate Ledger, die Familie von Heath Ledger, der am 22. Januar 2008 in seinem New Yorker Appartement wegen einer Überdosis von Medikamenten im Alter von 28 Jahren verstarb. Durch seine überzeugende Rolle als Joker in „The Dark Knight“, für die er sich tagelang in einem Hotelzimmer einschloss, um alle Möglichkeiten einer Verkörperung dieser Figur durchzugehen, erhielt er den Oscar, der an seine Tochter Matilda Rose (3 Jahre) weitergegeben wird. Da dies nicht nur seine letzte Arbeit vor der Kamera war, sondern auch die beste, forderte man den Preis schon kurz nach seinem Tod, bevor der Film weltweit in den Kinos anlief.

Aber es wird nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera gearbeitet. Z.B. über die Auszeichnung „Beste Regie“ durfte sich Danny Boyle von Slumdog Millionaire freuen. Wirklich gelungen war auch das Kostümdesign von „Die Herzogin“, wofür Michael O’Connor zu Recht einen Preis engegennahm.

Aber wir gingen auch nicht leer aus. Jochen Alexander Frey brachte die goldene Statue mit nach Hause. Er gewann mit seinem Kurzfilm Spielzeugland in der Kategorie „Bester Kurzfilm“.

Aber es wurde nicht nur ausgezeichnet sondern auch Shows hingelegt. Der als „Sexiest Man Alive“ ausgezeichnete Hugh Jackman, plädierte dafür, dass das Musical zurückkehren müsse. Deswegen lieferte er mit Sängerin Beyoncé Knowles ein Musical-Lieder-„Battle“. Unter den vielen Tänzern die mitwirkten, waren auch die HSM-Stars Zac Efron (der später noch mit Alicia Keys ein paar Preise verlieh) und Vanessa Hudgens und die zwei Schauspieler von Mamma Mia! Amanda Seyfried und Dominic Cooper.

Auch wenn dies schon die 81. Verleihung war, war dieser Abend einmalig und man freut sich schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt: „And the Oscar goes to…“.

Nina Mälleken, Haan, Städt. Gymnasium Haan

Entstehung Deutschlands – Deutsche Geschichte ist bei vielen noch in den Gedanken

Das deutsch-römische „Alte Reich“ hat lange existiert. Doch auch die Weltkriege die in der deutschen Geschichte passierten, sind ein großes Kapitel.

Was haben wir eigentlich von den Kriegen, die die ganze Welt führte? Nichts. Andere Länder bzw. die Bewohner der Länder sind sauer, weil wir die großen Städte bombardierten. Z.B. in den Niederlanden bekommt man fast nichts (z.B. eine einzelne Briefmarke), wenn man kein Holländisch spricht. Sie sind sehr sauer auf uns. Es steht die nächste Generation hinter dem Tresen und man ist immer noch sauer. Das ist ein bisschen Schwachsinnig. Man kann leider die Gedanken und die Gefühle andere Menschen nicht kontrollieren.

Lisa-Marie Wachtel, Haan, Städt. Gymnasium Haan

Der Burji Dubai wurde 818 Meter hoch – Höchstes Gebäude erreichte seine Endhöhe

Die Bauarbeiten am 2004 begonnenen Bauwerk Burj Dubai sind zwar noch längst nicht abgeschlossen, aber die Gesamthähe von 818 Metern wurde am 17. Januar erreicht.

Insgesamt schätzt man die Kosten dieses Wolkenkratzers auf etwa 1,8 Milliarden US Dollar. Diesen Betrag finanzierte ausschließlich die königliche Familie Dubais. Trotz der Finanzkriese, die sich auch in Dubai bei sämtlichen Unternehmen bemerkbar machte. Die Bauarbeiten am Burj Dubai (deutsch: Turm Dubai) wurden nicht angehalten.

Das Gebäude soll alle Rekorde brechen: Zum schnellen Transport gibt es 54 Aufzüge, von denen der schnellste bis zu 35 km/h (Herstellerangaben) fahren sollen.

Auf 206 Etagen entstehen 779 Appartements, 43 Büros und ein 37-stöckiges Hotel. Im 124. Stock soll es eine Aussichtsplattform geben.

Der Burj Dubai mit all seinen gewaltigen Ausmaßen bekommt allerdings Konkurrenz in der eigenen Stadt. Dass der Nakheel Tower seine angekündigten 1000 Meter schafft, ist aber nicht gewähleistet, da die Bauaktivitäten bereits nach 3 Monaten wegen Finanzierungsproblemen eingestellt wurden. Wann die Eröffung dieses prächtigen Werkes stattfindet ist noch unklar.

Matthias Peterseim, Haan, Städt. Gymnasium Haan

Kommentar: – Keine Legebatterie für Schüler des Adenauer-Gymnasiums

Vor nicht allzu langer Zeit wurde erst ein Gebäude des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Langenfeld abgerissen, mit dem cleveren Hintergedanken ein Mensagebäude an eben jene freie Stelle zu bauen. Doch nun ruiniert die aktuelle Planung der Stadt alle Hoffnungen.

Nach den verschiedenen Mutmaßungen, wo die schuleigene Mensa ihren Platz finden würde, kam man zu dem Entschluss, den Klausur- und Versammlungsraum der Schule als Mensa auszurichten. Eine Mensa mit freier Sicht auf den Lehrerparkplatz dank Sonnenterasse. Der Traum eines jeden Schülers? Wohl kaum.

Fragt sich, wie 1500 Schüler mit einer Mensa in Form eines einfachen Raumes statt eines ganzen Gebäudes klarkommen sollen. Ist der Raum doch zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel größer als drei bis vier Klassenräume des Gymnasiums.

Schüler degradiert zu Hühnern in einer Legebatterie? Ein durchaus angebrachter Vergleich. Die Möglichkeit der Stadt Geld zu sparen ist für die Schüler eine unzumutbare Lösung. Brauchen wir nun bald nicht nur Tierschutzvereine gegen Tierquälerei in Form von Hühnerhaltung in Legebatterien, sondern auch Menschenrechtsvereine gegen mangelnde Bereitschaft, menschenwürdige Verhältnisse für Schüler zu schaffen?

Wenn die momentane Planung wirklich durchgezogen wird, halte ich dies für eine durchaus berechtigte Frage.

Julia von Juterczenka, Langenfeld, Konrad-Adenauer-Gymnasium

Filmkritik – „Twilight“ ist ziemlich spannend!

Bella, ein siebzehnjähriger hübscher Teenie, zieht zu ihrem Vater nach Forks. Auf ihrer neuen Schule lernt sie Edward Cullen, einen geheimnisvollen Jungen kennen, den sie auf Anhieb toll findet.

Seine Haut ist blass und er wirkt auf die junge Bella mysteriös, zurückhaltend aber dennoch anziehend. Außerdem hat er übersinnliche Kräfte, die es ihm ermöglichen, sie vor einem außer Kontrolle geratenem Auto zu retten. Daraufhin schöpft Bella Verdacht und recherchiert im Internet. Ihre Vermutung, dass Edward ein Vampir ist, bestätigt sich.

Obwohl er sich von ihr fernhalten will, sie sich aber immer wieder in Gefahr begibt, rettet er ihr mehrmals das Leben, wodurch die beiden sich näher kommen und in einander verlieben. Seine Familie, die so genannten „Vegetarier“, trinkt nur Tierblut. Eines Tages begegnen sie drei weiteren Vampiren, die Menschenblut trinken und Bella töten wollen. Doch Edward und seine Familie wollen dies verhindern. Eine gefährliche Liebe und der Kampf um Leben und Tod beginnt…

Robert Pattinson hat sich fantastisch in die Rolle des Edward Cullen hineinversetzt, sie überzeugend und emotional gespielt. Doch einige Fans sind enttäuscht, da Edward ihrer Meinung nach lange nicht so schön ist, wie im Buch beschrieben.

Kristen Steward machte eine gute Figur als Bella Swan. Sie ist sehr hübsch und hat ihre Liebe zu Edward hervorragend gezeigt. Außerdem hat sie ihre Gefühle fantastisch nach außen getragen.

Der Film ist insgesamt sehr gut. Egal ob am Anfang oder Ende, es bleibt die ganze Zeit spannend. Im Großen und Ganzen ähnelt er dem Buch, obwohl einige Stellen verändert worden sind. Man bekommt Lust auf mehr, da das Ende weitgehend offen ist.

Ricarda Kuhn, Haan, Emil-Barth-Realschule

Pelzige Diebe, fliegende Edelsteine, graue Eminenzen – Tiere suchen ein Zuhause

Es ist die Nacht des randalierenden “ Krachmachers „. Rastlos streift die circa 70 – 85 cm lange buckelige, pelzige Gestalt mit ihrer halbsohlen – bis sohlenartigen Gangart wie eine tollpatschige Ballerina auf allen Vieren im Lichtkegel des Bewegungsmelders an der Hausmauer entlang.

Seine schwärzlich – graue, kontrastreiche Fellzeichnung, sein 20 – 25 cm langer, geringelter Schwanz und vor allem seine Gesichtsmaske entlarven den Übeltäter, der Schlag auf Schlag über die herumstehenden Gelben Säcke herfällt, sie aufreißt, den Unrat durchwühlt, ihn lautstark um sich schmeißt, hier und da kratzt und genüsslich schmatzt. Wie lecker kann Abfall sein!

„Ein Waschbär auf Futtersuche. Habe ich es mir gedacht. Als ich vor ein paar Tagen die Pfotenabdrücke am Teich und die einem Kleinhundkot ähnelnde Losung im Garten entdeckt habe, habe ich diesen Kerl schon in Verdacht gehabt“, flüstert mein Vater.

Seit der ersten in den 60er Jahren nach Deutschland stattfindenden Einfuhr der vor circa 2,5 Millionen Jahren in Mittelamerika entstandenen maskierten Raubtiere haben die putzigen Pelztiere vor allen Dingen in den Dörfern und Städten von Südniedersachsen und Nordhessen, wobei Kassel mit 150 bis 300 Bären pro km² Stadtfläche führend ist, eine neue Heimat gefunden.

In NRW ist die Populationsdichte von Waschbären nicht so groß. In Leverkusen „wurden seit 1996/97 vereinzelt Tiere von Jägern tot aufgefunden und als so genanntes “ Fallwild “ gemeldet (z. B. 2001/02 zwei Tiere) „, bestätigt Herr Dorn von der Geschäftsstelle der Kreisjägerschaft Leverkusen.

Die Stadt ist jedoch der Lebensraum, wo der Abfallkenner und Allesfresser ideale Lebensbedingungen findet. Warum soll der Kulturfolge Waschbär auf die Jagd gehen und nicht der Einladung an den gedeckten Tisch mit unserem nahrhaften Müll folgen?

Wohnungssuche ist für den Schmarotzer auch kein Problem. Die meist kleinräumig strukturierte Stadt bietet ihm mit ihren Grünflächen, mit den Gartenanlagen in den Vorstadtsiedlungen und Stadtvierteln, den Gartenhäuschen und Garagen herrliche, kuschelige Rückzugsmöglichkeiten.

Und da auch er nicht gerne alleine, sondern mit Artgenossen zusammenlebt, gründet er mithilfe von Duftmarken im Handumdrehen eine WG. Um Familienzuwachs und Arterhaltung braucht sich Familie Waschbär keine Sorgen zu machen.

Ganz anders sieht das bei einem an Farbenpracht nicht zu übertreffenden, spatzengroßen Gast an unserem heimischen Teich aus. Die naturnahen Lebensbedingungen und die natürliche Gewässerfauna locken den meergrünen, türkisblauen, zimtrostroten, glitzernden Edelstein der Lüfte, den Eisvogel. Der in Europa und großen Teilen Asiens vorkommende und mit den unterschiedlichsten Namen versehene zum Vogel des Jahres 1973 und 2009 gekürte pfeilschnelle Meisterfischer lauert regelmäßig auf einem als Ansitzwarte dienenden Baumstamm an dem von Röhricht, Ufergehölzen, Büschen und Bäumen umgebenen, klaren Gartenteich auf seine Opfer; und wirklich – er hat einen Leckerbissen erspäht: „Pass auf, gleich schlägt er zu! „, sage ich zu mir selbst.

Im Sturzflug schießt der sagenumwobene, blaue Blitz begleitet von einem hohen “ tjiih “ mit schwirrendem Flügelschlag bis zu 60 cm tief ins Wasser. Innerhalb von Sekunden taucht der flinke Fischjäger mit seiner Beute wieder auf, lässt sich mit seinen lackroten Füßen auf seinem Stammplatz nieder und stillt seinen Hunger, der täglich 15 – 30 Gramm Nahrung einfordert. „Des kleinen Räubers Freud‘, ist des stolzen Fischbesitzers Leid „, beklagt mein Vater. „Na gut. Er muss ja auch leben.“

Kann der Gartenteich dem Höhlenbrüter auch keine Brutwände bieten, die zur Aufbesserung des derzeit in Deutschland geschätzten Bestands von etwa 5600 bis 8000 Brutpaaren unbedingt erforderlich sind, so profitiert der Eisenvogel immerhin von dem breiten Nahrungsspektrum an Fischen, Fröschen und Kaulquappen. Er muss aber jederzeit mit einem hartnäckigen, hungrigen Konkurrenten rechnen: dem heimischen grauen Fischreiher. Wenn sich die unter Artenschutz stehende graue Eminenz mit ihren langen, streichholzkurzen Beinen am Teich niederlässt und ihren schmalen, flachen Kopf auf dem sehr langen, dünnen Hals hin- und her bewegt, beansprucht sie die Hoheitsrechte. Bedächtig und mit äußerster Vorsicht watet sie umher und durchspäht beutegierig das vor ihr liegende “ Schlaraffenland „.

Der lange Hals ist tief eingezogen, der Kopf zwischen den Schultern eingeklemmt. Plötzlich schießt der Kopf des Reihers mit dem langen Schnabel wie eine Lanze auf sein Opfer zu. „C’est la vie!“, seufze ich. Jeder ist seines Glückes Schmied: Entweder man passt sich an die neuen Lebensbedingungen an wie der Waschbär, der Eisvogel und der Fischreiher oder man bleibt auf der Strecke. Die intensiv genutzten Agrargebiete bieten leider nur noch wenigen Tierarten Lebensraum. So müssen viele Wildtier- und Vogelarten die Flucht nach vorne in die Stadtgebiete, wo sie ein reiches Nahrungsangebot und geschützte Rückzugsorte finden, antreten. Die Gartenbesitzer, die etwas Mut zur Wildnis in der Stadt zeigen, kommen nicht nur in den Genuss, mit besonderen Tieren Bekanntschaft zu machen, sondern fördern auch ihren Fortbestand.

Peggy Denda, Leverkusen, Marienschule

Von Springbrunnen und Schulbüchern – Auf dich kann man wirklich bauen!

Ja, für Bau- und Verschönerungsmaßnahmen gibt es in der Langenfelder Innenstadt scheinbar keine Grenzen. Doch kann man sich wirklich auf die Stadt verlassen, wenn man mal etwas braucht?

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium wird von der Stadt leider nicht so umsorgt, gehegt und gepflegt wie die Innenstadt oder der Freizeitpark. Während der Marktplatz für rund 2 Millionen Euro und der Freizeitpark für 950000 Euro verschönert werden, sind viele für den Unterricht notwendigen Gegenständen teilweise nur begrenzt verfügbar oder veraltet.

Das gilt gleichermaßen für Neue- als auch für Printmedien, sowie für Fernsehapparate, DVD-Player, Overheadprojektoren und andere Geräte. Zwar bezahlen die Schüler halbjährlich Kopiergeld, jedoch machte die Stadt bereits darauf aufmerksam, dass die Kopierkosten der Schule zu hoch sind. Des Weiteren werden die Gebühren für die Spinde der Oberstufe nicht von der Stadt übernommen, sondern müssen von den Schülern selbst getragen werden.

Freilich wurden bereits einige Teile des Gebäudes saniert und manche Räume neu eingerichtet und im Vergleich zu anderen Schulen steht das KAG wahrscheinlich noch relativ gut da, jedoch ist es für eine Stadt, die in den Medien als schuldenfrei und wohlhabend publiziert wird und so schon fast im ganzen Land bekannt ist, relativ schade, dass eine Wasserlandschaft mit Strandkörben und Kunststrand in einem Park im Rheinland höhere Priorität hat, als eine gut versorgte städtische Schule.

Jakob Alfitian, Langenfeld, Konrad-Adenauer-Gymnasium