Der Burji Dubai wurde 818 Meter hoch – Höchstes Gebäude erreichte seine Endhöhe

Die Bauarbeiten am 2004 begonnenen Bauwerk Burj Dubai sind zwar noch längst nicht abgeschlossen, aber die Gesamthähe von 818 Metern wurde am 17. Januar erreicht.

Insgesamt schätzt man die Kosten dieses Wolkenkratzers auf etwa 1,8 Milliarden US Dollar. Diesen Betrag finanzierte ausschließlich die königliche Familie Dubais. Trotz der Finanzkriese, die sich auch in Dubai bei sämtlichen Unternehmen bemerkbar machte. Die Bauarbeiten am Burj Dubai (deutsch: Turm Dubai) wurden nicht angehalten.

Das Gebäude soll alle Rekorde brechen: Zum schnellen Transport gibt es 54 Aufzüge, von denen der schnellste bis zu 35 km/h (Herstellerangaben) fahren sollen.

Auf 206 Etagen entstehen 779 Appartements, 43 Büros und ein 37-stöckiges Hotel. Im 124. Stock soll es eine Aussichtsplattform geben.

Der Burj Dubai mit all seinen gewaltigen Ausmaßen bekommt allerdings Konkurrenz in der eigenen Stadt. Dass der Nakheel Tower seine angekündigten 1000 Meter schafft, ist aber nicht gewähleistet, da die Bauaktivitäten bereits nach 3 Monaten wegen Finanzierungsproblemen eingestellt wurden. Wann die Eröffung dieses prächtigen Werkes stattfindet ist noch unklar.

Matthias Peterseim, Haan, Städt. Gymnasium Haan

Kommentar: – Keine Legebatterie für Schüler des Adenauer-Gymnasiums

Vor nicht allzu langer Zeit wurde erst ein Gebäude des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Langenfeld abgerissen, mit dem cleveren Hintergedanken ein Mensagebäude an eben jene freie Stelle zu bauen. Doch nun ruiniert die aktuelle Planung der Stadt alle Hoffnungen.

Nach den verschiedenen Mutmaßungen, wo die schuleigene Mensa ihren Platz finden würde, kam man zu dem Entschluss, den Klausur- und Versammlungsraum der Schule als Mensa auszurichten. Eine Mensa mit freier Sicht auf den Lehrerparkplatz dank Sonnenterasse. Der Traum eines jeden Schülers? Wohl kaum.

Fragt sich, wie 1500 Schüler mit einer Mensa in Form eines einfachen Raumes statt eines ganzen Gebäudes klarkommen sollen. Ist der Raum doch zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel größer als drei bis vier Klassenräume des Gymnasiums.

Schüler degradiert zu Hühnern in einer Legebatterie? Ein durchaus angebrachter Vergleich. Die Möglichkeit der Stadt Geld zu sparen ist für die Schüler eine unzumutbare Lösung. Brauchen wir nun bald nicht nur Tierschutzvereine gegen Tierquälerei in Form von Hühnerhaltung in Legebatterien, sondern auch Menschenrechtsvereine gegen mangelnde Bereitschaft, menschenwürdige Verhältnisse für Schüler zu schaffen?

Wenn die momentane Planung wirklich durchgezogen wird, halte ich dies für eine durchaus berechtigte Frage.

Julia von Juterczenka, Langenfeld, Konrad-Adenauer-Gymnasium

Filmkritik – „Twilight“ ist ziemlich spannend!

Bella, ein siebzehnjähriger hübscher Teenie, zieht zu ihrem Vater nach Forks. Auf ihrer neuen Schule lernt sie Edward Cullen, einen geheimnisvollen Jungen kennen, den sie auf Anhieb toll findet.

Seine Haut ist blass und er wirkt auf die junge Bella mysteriös, zurückhaltend aber dennoch anziehend. Außerdem hat er übersinnliche Kräfte, die es ihm ermöglichen, sie vor einem außer Kontrolle geratenem Auto zu retten. Daraufhin schöpft Bella Verdacht und recherchiert im Internet. Ihre Vermutung, dass Edward ein Vampir ist, bestätigt sich.

Obwohl er sich von ihr fernhalten will, sie sich aber immer wieder in Gefahr begibt, rettet er ihr mehrmals das Leben, wodurch die beiden sich näher kommen und in einander verlieben. Seine Familie, die so genannten „Vegetarier“, trinkt nur Tierblut. Eines Tages begegnen sie drei weiteren Vampiren, die Menschenblut trinken und Bella töten wollen. Doch Edward und seine Familie wollen dies verhindern. Eine gefährliche Liebe und der Kampf um Leben und Tod beginnt…

Robert Pattinson hat sich fantastisch in die Rolle des Edward Cullen hineinversetzt, sie überzeugend und emotional gespielt. Doch einige Fans sind enttäuscht, da Edward ihrer Meinung nach lange nicht so schön ist, wie im Buch beschrieben.

Kristen Steward machte eine gute Figur als Bella Swan. Sie ist sehr hübsch und hat ihre Liebe zu Edward hervorragend gezeigt. Außerdem hat sie ihre Gefühle fantastisch nach außen getragen.

Der Film ist insgesamt sehr gut. Egal ob am Anfang oder Ende, es bleibt die ganze Zeit spannend. Im Großen und Ganzen ähnelt er dem Buch, obwohl einige Stellen verändert worden sind. Man bekommt Lust auf mehr, da das Ende weitgehend offen ist.

Ricarda Kuhn, Haan, Emil-Barth-Realschule

Pelzige Diebe, fliegende Edelsteine, graue Eminenzen – Tiere suchen ein Zuhause

Es ist die Nacht des randalierenden “ Krachmachers „. Rastlos streift die circa 70 – 85 cm lange buckelige, pelzige Gestalt mit ihrer halbsohlen – bis sohlenartigen Gangart wie eine tollpatschige Ballerina auf allen Vieren im Lichtkegel des Bewegungsmelders an der Hausmauer entlang.

Seine schwärzlich – graue, kontrastreiche Fellzeichnung, sein 20 – 25 cm langer, geringelter Schwanz und vor allem seine Gesichtsmaske entlarven den Übeltäter, der Schlag auf Schlag über die herumstehenden Gelben Säcke herfällt, sie aufreißt, den Unrat durchwühlt, ihn lautstark um sich schmeißt, hier und da kratzt und genüsslich schmatzt. Wie lecker kann Abfall sein!

„Ein Waschbär auf Futtersuche. Habe ich es mir gedacht. Als ich vor ein paar Tagen die Pfotenabdrücke am Teich und die einem Kleinhundkot ähnelnde Losung im Garten entdeckt habe, habe ich diesen Kerl schon in Verdacht gehabt“, flüstert mein Vater.

Seit der ersten in den 60er Jahren nach Deutschland stattfindenden Einfuhr der vor circa 2,5 Millionen Jahren in Mittelamerika entstandenen maskierten Raubtiere haben die putzigen Pelztiere vor allen Dingen in den Dörfern und Städten von Südniedersachsen und Nordhessen, wobei Kassel mit 150 bis 300 Bären pro km² Stadtfläche führend ist, eine neue Heimat gefunden.

In NRW ist die Populationsdichte von Waschbären nicht so groß. In Leverkusen „wurden seit 1996/97 vereinzelt Tiere von Jägern tot aufgefunden und als so genanntes “ Fallwild “ gemeldet (z. B. 2001/02 zwei Tiere) „, bestätigt Herr Dorn von der Geschäftsstelle der Kreisjägerschaft Leverkusen.

Die Stadt ist jedoch der Lebensraum, wo der Abfallkenner und Allesfresser ideale Lebensbedingungen findet. Warum soll der Kulturfolge Waschbär auf die Jagd gehen und nicht der Einladung an den gedeckten Tisch mit unserem nahrhaften Müll folgen?

Wohnungssuche ist für den Schmarotzer auch kein Problem. Die meist kleinräumig strukturierte Stadt bietet ihm mit ihren Grünflächen, mit den Gartenanlagen in den Vorstadtsiedlungen und Stadtvierteln, den Gartenhäuschen und Garagen herrliche, kuschelige Rückzugsmöglichkeiten.

Und da auch er nicht gerne alleine, sondern mit Artgenossen zusammenlebt, gründet er mithilfe von Duftmarken im Handumdrehen eine WG. Um Familienzuwachs und Arterhaltung braucht sich Familie Waschbär keine Sorgen zu machen.

Ganz anders sieht das bei einem an Farbenpracht nicht zu übertreffenden, spatzengroßen Gast an unserem heimischen Teich aus. Die naturnahen Lebensbedingungen und die natürliche Gewässerfauna locken den meergrünen, türkisblauen, zimtrostroten, glitzernden Edelstein der Lüfte, den Eisvogel. Der in Europa und großen Teilen Asiens vorkommende und mit den unterschiedlichsten Namen versehene zum Vogel des Jahres 1973 und 2009 gekürte pfeilschnelle Meisterfischer lauert regelmäßig auf einem als Ansitzwarte dienenden Baumstamm an dem von Röhricht, Ufergehölzen, Büschen und Bäumen umgebenen, klaren Gartenteich auf seine Opfer; und wirklich – er hat einen Leckerbissen erspäht: „Pass auf, gleich schlägt er zu! „, sage ich zu mir selbst.

Im Sturzflug schießt der sagenumwobene, blaue Blitz begleitet von einem hohen “ tjiih “ mit schwirrendem Flügelschlag bis zu 60 cm tief ins Wasser. Innerhalb von Sekunden taucht der flinke Fischjäger mit seiner Beute wieder auf, lässt sich mit seinen lackroten Füßen auf seinem Stammplatz nieder und stillt seinen Hunger, der täglich 15 – 30 Gramm Nahrung einfordert. „Des kleinen Räubers Freud‘, ist des stolzen Fischbesitzers Leid „, beklagt mein Vater. „Na gut. Er muss ja auch leben.“

Kann der Gartenteich dem Höhlenbrüter auch keine Brutwände bieten, die zur Aufbesserung des derzeit in Deutschland geschätzten Bestands von etwa 5600 bis 8000 Brutpaaren unbedingt erforderlich sind, so profitiert der Eisenvogel immerhin von dem breiten Nahrungsspektrum an Fischen, Fröschen und Kaulquappen. Er muss aber jederzeit mit einem hartnäckigen, hungrigen Konkurrenten rechnen: dem heimischen grauen Fischreiher. Wenn sich die unter Artenschutz stehende graue Eminenz mit ihren langen, streichholzkurzen Beinen am Teich niederlässt und ihren schmalen, flachen Kopf auf dem sehr langen, dünnen Hals hin- und her bewegt, beansprucht sie die Hoheitsrechte. Bedächtig und mit äußerster Vorsicht watet sie umher und durchspäht beutegierig das vor ihr liegende “ Schlaraffenland „.

Der lange Hals ist tief eingezogen, der Kopf zwischen den Schultern eingeklemmt. Plötzlich schießt der Kopf des Reihers mit dem langen Schnabel wie eine Lanze auf sein Opfer zu. „C’est la vie!“, seufze ich. Jeder ist seines Glückes Schmied: Entweder man passt sich an die neuen Lebensbedingungen an wie der Waschbär, der Eisvogel und der Fischreiher oder man bleibt auf der Strecke. Die intensiv genutzten Agrargebiete bieten leider nur noch wenigen Tierarten Lebensraum. So müssen viele Wildtier- und Vogelarten die Flucht nach vorne in die Stadtgebiete, wo sie ein reiches Nahrungsangebot und geschützte Rückzugsorte finden, antreten. Die Gartenbesitzer, die etwas Mut zur Wildnis in der Stadt zeigen, kommen nicht nur in den Genuss, mit besonderen Tieren Bekanntschaft zu machen, sondern fördern auch ihren Fortbestand.

Peggy Denda, Leverkusen, Marienschule

Von Springbrunnen und Schulbüchern – Auf dich kann man wirklich bauen!

Ja, für Bau- und Verschönerungsmaßnahmen gibt es in der Langenfelder Innenstadt scheinbar keine Grenzen. Doch kann man sich wirklich auf die Stadt verlassen, wenn man mal etwas braucht?

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium wird von der Stadt leider nicht so umsorgt, gehegt und gepflegt wie die Innenstadt oder der Freizeitpark. Während der Marktplatz für rund 2 Millionen Euro und der Freizeitpark für 950000 Euro verschönert werden, sind viele für den Unterricht notwendigen Gegenständen teilweise nur begrenzt verfügbar oder veraltet.

Das gilt gleichermaßen für Neue- als auch für Printmedien, sowie für Fernsehapparate, DVD-Player, Overheadprojektoren und andere Geräte. Zwar bezahlen die Schüler halbjährlich Kopiergeld, jedoch machte die Stadt bereits darauf aufmerksam, dass die Kopierkosten der Schule zu hoch sind. Des Weiteren werden die Gebühren für die Spinde der Oberstufe nicht von der Stadt übernommen, sondern müssen von den Schülern selbst getragen werden.

Freilich wurden bereits einige Teile des Gebäudes saniert und manche Räume neu eingerichtet und im Vergleich zu anderen Schulen steht das KAG wahrscheinlich noch relativ gut da, jedoch ist es für eine Stadt, die in den Medien als schuldenfrei und wohlhabend publiziert wird und so schon fast im ganzen Land bekannt ist, relativ schade, dass eine Wasserlandschaft mit Strandkörben und Kunststrand in einem Park im Rheinland höhere Priorität hat, als eine gut versorgte städtische Schule.

Jakob Alfitian, Langenfeld, Konrad-Adenauer-Gymnasium

Der Vogelzug ist ein wichtiges Ereignis der Natur – Die ersten Zugvögel sind wieder da

Gegen Sommerende oder im Herbst verlassen 45 Prozent unserer einheimischen Vögel das Land und somit auch ihr Brutgebiet. Bei einigen Vogelarten fliegen nur die Weibchen in den Süden. Man nennt sie Teilzieher. Die Männchen bleiben den Winter über hier und besetzen frühzeitig einen Brutplatz.

Der Vogelzug ist eine auffällige,aber immer noch geheimnisvolle Tierwanderung. Unsere Zugvögel(z.B. Kuckuck, Haubentaucher, Kraniche, Gänse, Enten) ziehen von der im Winter herrschenden Kälte fort. Doch ein ein weiterer Grund für den Vogelzug ist die Suche nach Nahrung. Da viele Vögel Insektenfresser sind, finden sie nur im Frühjahr und im Sommer reichlich Nahrung.

Die Zugvögel fliegen mehrere Wochen über 10000 km weit in ein wärmeres Land.Das Hauptziel ihrer Reise sind oft Länder in Afrika und Südeuropa. Bachstelzen überwintern beispielsweise in Nordafrika und der Kuckuck in Mittelafrika.

Durch ihre großartigen Fähigkeiten, z.B.der Kompassorientierung und der Navigation, können sie problemlos ihr Reiseziel finden. Auch orientieren sich die Zugvögel am Sternenhimmel und am Stand der Sonne sowie an Landmarken und am Erdmagnetfeld.

Um ihre Reise zu überstehen leben sie von ihrem Körperfett um Energie zu gewinnen.

Doch es lauern auch einige Gefahren auf die Zugvögel,da sie über Länder hinweg fliegen in denen Jagd auf Vögel gemacht werden. Auch ist es für die Vögel sehr riskant bei Unwetter zu fliegen.

Jeder Vogel fliegt unterschiedlich in ein wärmeres Land. Einige fliegen alleine, andere wiederum fliegen in Scharen. Manche benötigen mehr, andere brauchen weniger Pausen zwischen ihrer langen Reise.

Kraniche und Gänse fliegen in dem sogenannten Keilflug. Enten bewegen sich in geraden Linien fort und Haubentauer wiederum fliegen in einer Kette nebeneinander. Im Frühjahr ist es dann endlich wieder soweit, die Zugvögel kehren zurück in ihre Heimat um zu brüten. Unwetter, Kälteeinflüsse und überdurchschnittlich warme Temperaturen können die Rückkehr der Vögel beeinflussen. Doch normalerweise finden die meisten Zugvögel von Ende März bis Mitte Mai in ihr Land zurück.

Mira Nies, Hilden, Erzbischäfliche Thersienschule

Luchse zurück nach Deutschland, mit Problemen? – Lauschangriff in deutschen Wäldern

Regensburg. Vor 191 Jahren wurde der letzte Luchs in Deutschland geschossen und damit ausgerottet. Doch nun wollen Tierschutzvereine diese so gefürchtete Katze, die bis zu 1,20 m groß wird, wieder einführen. Doch warum?

Der Luchs hat ein übersinnliches Riechorgan, dass eine Maus auf 50 Meter Entfernung riechen kann. Auffällig ist der große Backenbart, der beim eurasischen Luchs sehr ausgeprägt ist. Der Luchs ist für viele Leute ein Raubtier und wird deshalb oft verabscheut. Der Bayrische Wald e.V. hat ein Luchsprojekt gestartet um den Luchs erneut anzusiedeln, allerdings treten häufiger Probleme auf. Der Luchs legt sein Revier nur an das eines anderen Luchses, was dazu führt, das die meisten neuen Luchse keinen Nachbarn finden und wieder nach Tschechien wandern. Viele junge Luchse sterben auch an Krankheiten und geraten ab und zu unter ein Auto. Das Luchsprojekt im Bayrischen Wald will den Platz des Luchses und dessen Ruf verbessern.

Die Helfer vom Bayrischen Wald e.V. helfen jungen Tieren beim heranwachsen und siedeln neue Luchse geschickt an, sodass mit der Zeit hoffentlich das Ziel erreicht wird, dass der Luchs alleine in deutschen Wäldern einen Lauschangriff startet und sein Überleben sichert.

Simon Gärres, Leverkusen, Marienschule

Hildens Bürgermeister tritt ab! – Interview mit Bürgermeister Günther Scheib

Hildens Bürgermeister Günter Scheib will, wie bereits bekannt gegeben, im Oktober 2009 sein Amt aufgeben. Aber Frust spielt dabei keine Rolle. Er hat sich immer um das Wohl der Stadt gesorgt. Doch jetzt muss ein neuer Bürgermeister in seine Fußstapfen treten. Leicht gefallen ist ihm diese Entscheidung nicht.

Warum wollen Sie Ihr Amt aufgeben und wie kam es dazu?

Scheib: Diese Entscheidung war wohlüberlegt. Zum Einen wäre ich am Ende der nächsten Wahlperiode 68 Jahre alt. In der Vergangenheit habe ich selbst Mandatsträger kritisiert, die sich nicht vom Amt trennen konnten. Was man bei anderen kritisiert, muss man auch für sich selbst beachten. Zum Anderen kam die Familie in der Vergangenheit oft zu kurz. Jetzt kann ich mich auf mehr Zeit mit meiner Frau und mit meinem ersten Enkelkind freuen.

Warum geben Sie nicht Ihr Amt erst mit Erreichen der Altersgrenze auf?

Scheib: Dies würde eine separate Bürgermeisterwahl erfordern. Eine solche Wahl wäre mit hohen zusätzlichen Kosten für die Stadt verbunden. Dies ist nicht akzeptabel.

Wie stehen Freunde und Verwandte zu Ihrem Entschluss?

Scheib: Sie akzeptieren diese Entscheidung und zeigen Verständnis. Auch meine Freunde in der SPD haben meine Entscheidung mit Bedauern respektiert.

Wie lange waren Sie Bürgermeister?

Scheib: Insgesamt werde ich am Ende meiner Amtszeit 15 Jahre Bürgermeister gewesen sein, davon 10 Jahre hauptamtlicher Bürgermeister.

Bereuen Sie es jemals, Bürgermeister gewesen zu sein und haben Sie alle Ihre Wünsche und Ziele erreicht?

Scheib: Nein. Es gab erfolgreiche wie frustrierende Tage, aber kein Tag war wie der andere. Niemand in einer solchen Position kann ehrlich behaupten, alle Ziele erreicht und alle seine Wünsche verwirklicht zu haben. Ich denke, dass ich doch einiges bewirken konnte, auch wenn es da nicht immer um spektakuläre Dinge ging. Mir war immer wichtig, dass sich das soziale Miteinander der Menschen verbesserte. Als Lehrer hätte ich sicherlich die zahlreichen Erfahrungen und Begegnungen in meiner Amtszeit nicht erleben können.

Wirken Sie in Zukunft als Politiker weiter mit?

Scheib: Ich habe deutlich gemacht, dass ich zukünftig kein politisches Mandat mehr annehmen werde. Den Positionswechsel vom Bürgermeisterstuhl auf den eines Ratsmitgliedes halte ich nicht für sinnvoll. Allerdings werde ich mich sicherlich ehrenamtlich betätigen und ich bleibe natürlich Mitglied der SPD.

Wer sollte Ihrer Meinung nach Ihr/e Nachfolger/in werden und was erhoffen Sie sich von ihm/ihr?

Scheib: Meine Stimme bei der Kommunalwahl wird Horst Thiele bekommen. Aber egal wer mein Nachfolger/meine Nachfolgerin wird er/sie sollte unsere Stadt und ihre Menschen im Herzen haben und sich bewusst sein, dass er/sie den Wählerinnen und Wählern verpflichtet ist.

Was machen Sie nach Ihrer Amtszeit?

Scheib: Wie schon erwähnt, werde ich mich mehr meiner Familie widmen. Zudem werde ich geplanten Urlaubsreisen und meinen Hobbys nachgehen sowie Zeit zum Lesen und Angeln finden.

Hannah Kerber und Nadine Thesing, Hilden, Erzbischäfliche Thersienschule

Umfrage über die Nutzung von SchülerVZ – (Alb)-Traumquote für SchülerVZ

Die Nutzung und die Gefahren von SchülerVZ werden immer wieder von Eltern, Lehrern und Schülern sowie in den Medien diskutiert. Wir wollten deshalb wissen, wie heute SchülerVZ tatsächlich genutzt wird. Wir haben daher in unserer Schule (Marienschule Opladen) eine schriftliche Umfrage über die Nutzung von SchülerVZ in jeweils einer 6., 8. und 10. Klasse durchgeführt.

Insgesamt wurden 83 Personen (36 Jungen und 47 Mädchen) im Alter zwischen 12 und 16 Jahren befragt.

Dabei sind einige Ergebnisse besonders auffällig. Wir haben z.B. herausgefunden, dass 64 von 83 SchülerInnen im SchülerVZ aktiv sind (= 77 %), wobei der Anteil der Mädchen mit 85 % deutlich höher ist als bei den Jungen (66 %).

Besonders intensiv (88 %) wird das SchülerVZ in der 8. Klasse genutzt (6. Klasse: 74 %, 10. Klasse: 69 %).

Die meisten Schüler nutzen SchülerVZ relativ regelmäßig. Besonders bemerkenswert ist, dass jeder zweite Nutzer sogar jeden Tag angemeldet ist. Allerdings gibt es nur sehr wenige SchülerInnen, die 2 Stunden oder länger eingeloggt sind; jeder Dritte ist nur etwa 30 Minuten mit SchülerVZ beschäftigt.

Auffällig ist, dass die zeitliche Nutzung mit zunehmendem Alter deutlich abnimmt: Während sämtliche Sechstklässler zwischen 30 Minuten und 2 Stunden online bleiben, sind fast alle (90 %) Zehntklässler nur jeweils höchstens für 10 bis 30 Minuten online. In der 6. Klasse ist die Nutzung gleich verteilt: jeder Dritte ist 10, 30 oder 60 Minuten im SchülerVZ aktiv.

Glücklicherweise wissen die meisten Eltern (88 %) über die Aktivitäten ihrer Kinder in SchülerVZ Bescheid. Allerdings scheinen die Mädchen die Eltern deutlich offener zu informieren als die Jungen: Während alle Eltern der weiblichen Nutzer informiert sind, ist dies bei den Jungen nur zu 66 % der Fall. Das Problem mit der Veröffentlichung von Fotos wird durch die Umfrage bestätigt, denn 60 % der Nutzer stellen Bilder ins Netz, auf denen sie selber zu sehen sind; erwartungsgemäß sind 71 % davon Mädchen.

Obwohl nach unseren Beobachtungen häufig auch aufreizende, speziell für SchülerVZ aufgenommene Bilder veröffentlicht werden, gab dies leider keine der Befragten zu. Die meisten Fotos sind angeblich „Alltagsfotos“ und wenige Urlaubsbilder! Jeder SchülerVZ-Nutzer hat bei seiner Anmeldung die Möglichkeit, eine Profilseite zu erstellen, bei der er verschiedene Daten über sein privates Leben allen zugänglich machen kann.

Als Profilbild, das für jeden sichtbar ist, haben 64 % ein persönliches Bild von sich, wobei dies hauptsächlich die Mädchen praktizieren und zwar unabhängig von der Altersgruppe. Die Veröffentlichung von sonstigen privaten Daten ist bekanntermaßen nicht ganz ungefährlich. Wir waren deshalb erleichtert, dass nur 6 % der Nutzer ihre Telefonnummer und Adresse nennen. Natürlich gibt fast jeder seine Hobbys und Interessengebiete sowie das Geburtsdatum an.

In dem Account kann man einstellen, wer sich die Seiten anschauen darf. 70 % haben sich dazu entschieden, dass nur die bekannten Freunde auf ihre Seite Zugriff haben. Ein weiteres großes Problem sind Nachrichten, die sexuelle Anspielungen enthalten. Zum Glück haben nur 3 Mädchen solche Nachrichten erhalten. Wir waren positiv überrascht festzustellen, dass 51 % aller Nutzer mit ihren Eltern schon einmal über die Gefahren von SchülerVZ diskutiert haben. Insgesamt haben mehr Mädchen mit ihren Eltern gesprochen, wobei der Anteil bei den älteren SchülerInnen deutlich höher ist als bei den Sechstklässlern.

Insgesamt finden wir die Ergebnisse unserer Umfrage sehr erfreulich. Die Nutzung ist zwar insbesondere bei den Mädchen sehr hoch (85 %), aber der Anteil der Nutzer, die sensible Daten (Adressen, Telefonnummern) oder Fotos veröffentlichen, ist sehr gering. Auch die Eltern sind meistens – insbesondere die Eltern der Mädchen mit 100 % (!) – zumindest informiert. Hier haben die vielfältigen Informationen in der Schule und in den Medien über die Gefahren von SchülerVZ offensichtlich schon zu entsprechenden Konsequenzen geführt, so dass die „Traumquote“ für SchülerVZ nicht zu einem Albtraum für die Eltern werden muss.

Nadja Willas und Melanie Tschakert, Leverkusen, Marienschule

Ein Schülerleben – Eigentlich macht Schule doch Spaß

„Hallo, ich bin Frau/Herr XY und habe jetzt Vertretung bei euch!“ So fangen bei uns in letzter Zeit viele Unterrichtsstunden an. Andauernd fehlt ein Lehrer oder eine Stunde fällt aus.

Auch dadurch, dass wir die Ersten sind, die nur noch zwölf Jahre Schule haben, wird bei uns viel herum experimentiert. Eines dieser Experimente ist beispielsweise der Nachmittagsunterricht. Warum genau wir Nachmittagsunterricht haben, weiß keiner so wirklich. Viele hätten eigentlich lieber sieben Stunden am Stück als neun Stunden mit einer Doppelstunde als „Mittagspause“. Vielleicht müssen wir so lange in der Schule sitzen, weil das Wort „Nachmittagsunterricht“ so toll klingt.

Aber wenn ich mal ganz ehrlich bin, kann Schule auch richtig Spaß machen. Natürlich gibt es Fächer, die ich nicht ausstehen kann, aber es gibt auch Unterricht, den ich sehr mag. Außerdem trifft man so sehr oft seine Freunde und kann sich mit ihnen unterhalten.

Der Unterricht kann teilweise auch sehr lustig werden und Klassenfahrten und Ausflüge sind bei den Meisten sehr beliebt. Wer also sagt, Schule sei langweilig, dem glaubt man besser nicht. Denn es gibt nichts, was so abwechslungsreich sein kann wie Schule.

Pia Piontkowitz, Haan, Städt. Gymnasium Haan