Jugendparlament der Stadt Hilden – Hilden engagiert sich

Einige Jahre ist es her, da bildeten ein paar schlaue Köpfe das Jugendparlament der Stadt Hilden. Im vergangen Sommer fanden die Neuwahlen für dieses Parlament statt. Wählen und gewählt werden konnten alle Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren, die eine Hildener Schule besuchen. Das Ergebnis waren 40 neue Jugendliche verschiedener Nationalitäten, die in Hilden ehrenamtlich was verändern wollen.

Heute, einige Monate später, stecken die inzwischen routinierten Jugendlichen mitten in ihrer Arbeit. Die Themen, die sie dabei bearbeiten, kommen aus allen Bereichen und dürfen von den Mitgliedern des Jugendparlaments selbst ausgesucht werden. „Denn die Arbeit muss den Jugendlichen Spaß machen“, meint die gelernte Sozialpädagogin Andrea Nowak, die das Jugendparlament seit bald zwei Jahren betreut. Zusammen mit den beiden Vorsitzenden des Parlaments, Kevin Buchner und Ines Sluzewski, ist sie für die Öffentlichkeitsarbeit, Organisation und Durchführung der Arbeitskreistreffen verantwortlich. Außerdem sind die Drei die Verbindung zwischen Jugendparlament, Verwaltung und der Politik.

Zurzeit plant das Jugendparlament ein Fußballturnier, eine Erstwähleraktion für die Kommunalwahl in Hilden und nebenbei arbeitet es noch in Zusammenarbeit mit dem Hildener Stadtarchiv an einer bereits ausgezeichneten Filmreportage, in der die Jugendlichen Menschen interviewen, die vor vielen Jahren nach Hilden eingewandert sind. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen die Jugendlichen mindestens zweimal im Jahr in ihren großen öffentlichen Sitzungen im Hildener Ratsaal vor.

Und ihre Bemühungen machen sich bezahlt. Im vergangen Jahr machten sie eine Aktion zur Schließung der Disco JWD und schlossen sich mit Hildener Skatern zusammen, um die Skateranlage am Holterhöfchen zu verbessern. Das Ergebnis: Eine vor kurzem erfolgreiche abgeschlossene Discoreihe und der Umbau der Skateranlage im Wert von 22000 Euro. Dies gibt den Jugendlichen immer wieder den Ansporn, weiter zu arbeiten und Hilden in den kommenden Jahren noch jugendfreundlicher zu gestalten.

Bourgiotis Sophia, Hilden, Erzbischäfliche Thersienschule

Sport für Geist und Körper – Square-Dance – was ist das eigentlich?

Vorne steht der Caller und singt zu einem Lied ein paar der 68 Figuren, die die Tänzer kennen. Acht Leute tanzen dazu in einem so genannten Square und haben dabei viel Spaß. Wir sind hier bei den „Swinging Grasshoppers“ in Langenfeld, einem der mehr als 600 Square-Dance Clubs in ganz Deutschland.

Viele Leute denken, dass Square-Dance eine langweilige Sportart für Senioren ist. Diese Menschen würden ihre Meinung aber sofort ändern, wenn sie sich das mal anschauen würden. Ich denke, sie würden daran sogar Gefallen finden und mitmachen wollen. Denn Square-Dance ist ein Sport für jeden, egal wie alt und egal wie fit, jeder kann mitmachen, und ich bin mir sicher, dass es auch jedem Spaß machen würde.

Verschiedene Mitglieder der „Swinging Grasshoppers“ haben sich zu dem Thema Square-Dance geäußert, es gab keinen, der auch nur eine schlechte Bemerkung gemacht hat. Es kamen Sätze wie „Es macht einfach nur Spaß“ oder „Es hält fit, und das nicht nur körperlich, sondern auch geistig“ und „Square-Dance ist eine Lebensfreude“.

Der Clubcaller, das ist derjenige, ohne den Square-Dance gar nicht möglich wäre, weil dieser den Leuten sagt, was sie tun sollen, ist in diesem Verein eine Frau. Sie sagte, dass Square-Dance der Gesundheitssport schlechthin sei, da man gleichzeitig zuhören und das umsetzen muss, was man hört, und dass es ein gutes Rechts-Links-Training ist und somit gut für beide Gehirnhälften ist. Außerdem sei dieser Sport entspannend aber trotzdem fordernd.

Aber nun zu der wichtigsten Frage. „Was ist Square-Dance eigentlich?“ Square-Dance ist eine Sportart mit neun verschiedenen Leveln, am Anfang lernt man Mainstream, das ist das erste Level und beinhaltet 68 Figuren. Wer dann noch Lust hat weiter zu machen, kann Plus lernen, das zweite Level, darauf folgen A1, A2, C1, C2, C3a, C3b und C4. Beim Square-Dance gibt es einen Caller, der die Figuren callt. Die Figuren sind Schrittfolgen, die die Tänzer vorher gelernt haben. Und es tanzen immer acht Tänzer in einem Square, jeder von denen hat einen Partner und einen Corner. Der Partner ist der, mit dem man tanzt, und der Corner steht um die Ecke. Es gibt in einem Durchgang zwei Lieder, im ersten kommt man immer wieder bei seinem Partner aus und im zweiten tauscht man die Partner, kommt aber – wenn man alles richtig macht – am Schluss wieder bei seinem ursprünglichen Partner aus.

Alles in allem ist Square-Dance ein Sport, der garantiert jedem Spaß macht und bei dem viel gelacht wird. Ich hoffe, ich habe einigen diesen Sport jetzt ans Herz gelegt und kann nur empfehlen, damit anzufangen.

Julia Meurer, Leverkusen, Marienschule

Der Umbau der BayArena – Ein Schmuckkästchen für Leverkusen

Durch die Modernisierung des Leverkusener Stadions wird den Bayerfans zukünftig viel Komfort geboten. Etliche Kräne, zahlreiche Lkw und Dutzende Arbeiter: So sieht das derzeitige Bild der künftigen BayArena an der Bismarckstraße aus, an der nun bereits seit November 2007 gebaut wird. Kaum zu glauben, dass auf dieser Baustelle einmal 32500 Menschen Platz finden sollen, geschweige denn Fußball gespielt werden kann.

Nicht nur die Zuschauer, denen nun mit 2000 VIP- und Logenplätzen das Leben angenehmer gestaltet wird, auch die Medienarbeiter, die nun auf 228 Arbeitsplätze zurück greifen können, profitieren von der neuen BayArena.

Natürlich gilt dies auch insbesondere für die aktiven Profispieler, die ab dem 2. Spieltag der Saison 2009/10 dort ihren neuen Arbeitsplatz haben werden und sich auf einen 2600 Quadratmeter großen Innentrakt freuen können. Das bedeutet mehr Platz für Team- und Physiobereich mit Umkleiden sowie Behandlungs- und Massageräume. Die „alten“ Einrichtungen waren nämlich laut Aussage von Meinolf Sprink, Kommunikationschef bei Bayer 04 Leverkusen, nicht mehr erstligatauglich.

Neben den bisher genannten Neuerungen soll auch direkt neben der modernisierten Arena ein Reha-Zentrum entstehen. Die Kosten für das Gesamtprojekt, anfangs auf 50 Millionen Euro geschätzt, stiegen – hauptsächlich wegen der stark anwachsenden Rohstoffpreise – auf 71 Millionen Euro. Ein Parkhaus und das ursprünglich als Dachkonstruktion geplante gigantische Bayerkreuz, das mit 2000 Leuchtdioden und einem Durchmesser von 200 Metern montiert werden sollte, fallen dieser Kostenentwicklung zum Opfer. Die Pläne dafür verschwinden erst einmal in der Schublade.

Trotzdem dürfen sich die Bayerfans ab der nächsten Saison wohl auf das schönste Stadion der 1. Liga freuen. Das Leverkusener Schmuckkästchen wird voraussichtlich am 05. September 2009 eröffnet, standesgemäß von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit einem Freundschaftsspiel gegen die Auswahl Südafrikas, den Ausrichter der Fifa Fußball Weltmeisterschaft 2010.

Steffen Schulten, Lukas Kolkowski, Lukas Hartwagner, Leverkusen, Marienschule

Hilfe im Haus der Jugend – Wenn man es Zuhause nicht mehr aushält

Zuerst wollten wir unseren Artikel über die verschiedenen Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Leverkusen schreiben, doch dann hat uns das Haus der Jugend so überzeugt, dass wir einzig darüber berichten. Anfangs kritisch, wegen seines schlechten Rufs, was sich aber schnell geändert hat, haben wir uns mit dem Haus der Jugend an der Kolbergerstraße 95 beschäftigt.

In der städtischen Einrichtung kann Kicker, Billard und Tischtennis gespielt werden. Außerdem gibt es einen Medienraum, der einmal in der Woche offen ist, und einen Musikraum, in dem Instrumente wie E-Gitarre, Schlagzeug oder Keyboard für die Jugendlichen zur Verfügung stehen, und wo auch andere Bands nach Anmeldung üben können. Es wird auch jeden Mittag warm gekocht, so dass zwischendurch keiner nach Hause muss.

Die meisten aus dem Team arbeiten ehrenamtlich, doch gibt es auch einen festangestellten Erziehungspädagogen, der sich mit den Problemen der Kinder und Jugendlichen befasst und ihnen zur Seite steht. Jeder, der zwischen sechs und 18 Jahren alt ist, ist montags bis freitags zwischen elf und 21 Uhr dort willkommen. Oft werden Fußball-, Billard- und Tischtennisturniere von den Kindern und Leitern weitgehend selbstständig organisiert.

Obwohl in dem Haus der Jugend sehr viele verschiedene Nationalitäten aufeinander treffen, herrscht stetig eine entspannte Atmosphäre. Einer der Leiter sagte uns, dass ihm gerade dieses Gemisch aus unterschiedlichen Kulturen gefalle, da man sehr viel über diese lernen könne. Auch wenn es manchmal zu Spannungen komme, mache die Arbeit viel Spaß, da man viele Erfahrungen über die Jugendlichen sammeln könne.

Leider hat das Haus, wie auch viele andere Jugendhäuser in Leverkusen, einen sehr schlechten Ruf, da die Jugendlichen oft als aggressiv und gewalttätig gelten. Dies liegt daran, dass viele ein sehr schlechtes familiäres Umfeld haben. Aber im Haus der Jugend bekommen sie die Chance dazu, sich vom Alltag zu lösen. Das Einzige, was dem Jugendhaus fehlt, ist die Unterstützung der Stadt. Deshalb kann das Angebot nicht erweitert werden.

Wir hoffen, dass wir mit dem Artikel einige Förderer motivieren können, da das Haus der Jugend in Opladen ein sehr sinnvolles und hilfreiches Projekt ist, und die Kinder und Jugendllichen wirklich auf andere Gedanken kommen können und von der Straße geholt werden.

Janik Müller, Leverkusen, Marienschule

Jugendliche und Sexualität – Warten auf das „erste Mal“

Sollte man sich den Sex für die Ehe aufheben? Für die meisten von uns Jugendlichen unvorstellbar. Wahre Liebe wartet. Oder eben nicht.

Jugendliche haben durchschnittlich im Alter von 14 Jahren ihren ersten Partner.

Küsschen hier, Küsschen da, wenn Teenager über ihre Beziehungen reden, bleibt es aber nicht oft beim Küssen. Es geht weiter. Das Thema Sex ist selbst für die Jüngsten von uns schon interessant.

Noch interessanter wird es, wenn es um das Thema „kein Sex vor der Ehe“ geht.

Es gibt immer mehr „Schnuppernasen“ unter uns, die ihre Erfahrungen in der Pubertät machen wollen und nicht erst, wenn sie unter der Haube sind. Sex hat für uns nicht mehr den Stellenwert, den er früher hatte. Oftmals ist das berühmte „erste Mal“ mit einer Person, die wir nicht lieben oder mit der wir nicht mal in einer Beziehung stehen.

Wiederum gibt es auch Jugendliche, die ein Keuschheitsgelübde ablegen oder ablegen müssen. Viele Religionen bezeichnen Sex vor der Ehe als eine Sünde. „Schwachsinn“, sagen jetzt viele. Auch die 16-jährige Svenja K. hatte ihren ersten Sex aus Neugierde. „Gerade in unserem Alter ist man neugierig und möchte Erfahrungen sammeln. Was ist mit den Menschen, die nicht heiraten, haben die nie im Leben Sex?“

Gute Frage nächste Frage.

Die 17-jährige Maha J. gehört dem Islam an und hat ein Keuschheitsgelübde abgelegt. „Sex soll wahre Liebe verkörpern, wahre Liebe habe ich bei einem Partner, dem ich voll vertrauen kann und den ich dann also heirate. Ich springe ja auch nicht aus Neugierde von einer Brücke, um zu wissen, wie es sich anfühlt, unten aufzuprallen.“

So wird uns also allen klar, dass es verschiedene Meinungen gibt, die wir alle akzeptieren sollten. Keine Religion kann Dich so kontrollieren und sicher gehen, was du tust und nicht tust. Seien wir mal ehrlich, am Ende machen wir Teenies eh, was wir machen wollen. Du selbst musst Dir darüber im Klaren sein, was Sex in unserem Alter für Folgen haben kann. Lass‘ Dich aufklären und rede mit erfahrenen Personen oder Deinem Partner über das Thema!

Michaela Gäpel, Hilden, Erzbischäfliche Thersienschule

Interview mit der Band „Sound Pilots“ – Walt Disney hat gelogen …

„Nein, einen Plattenvertrag haben wir noch nicht, da wir Dieter Bohlen einen Korb gegeben haben. Aber Angebote werden ansonsten gern entgegen genommen.“ So amüsant verläuft das Interview mit den „Sound Pilots,“ einer Band aus Langenfeld/Richrath. Dazu gehören Josef Abrams (Gesang, Gitarre), Patrik Walter (Schlagzeug), Magnus Gühmann (Bass) und Micha Dahmen (Keyboard/Synthesizer).

Die 18- und 19-Jährigen sind seit April 2008 eine Band, weil ihnen „das Musizieren mit anderen Spaß macht“. Das merkt man auch daran, dass sie schon früh anfingen, Musik zu machen. Micha meint dazu: „Patrik war in der Rock-AG und bei THE PUPIL, und ich war zwar früher in keiner Band, aber hin und wieder mal ,Alleinunterhalter‘ auf Hochzeiten oder Weihnachtsfeiern.“

Die Musik der „Sound Pilots“ geht in Richtung Alternativ/Progressiv/Rock und Indie/Pop. Musik, die sie auch in der Freizeit hören, aber auch Britpop, Deutschrock/Pop und „alles, was Seele hat“ gehören zu ihrer favorisierten Musik.

Natürlich wollen wir auch wissen, wie sie zu ihren Liedtexten kommen, da sie oft ausgefallen und ungewöhnlich sind (z.B. „Walt Disney“, ein Lied, in dem spaßig kritisiert wird, dass Walt Disney uns alle „belogen und betrogen“ hat).

Dazu erzählt Magnus, dass sie alle zusammen die Texte schreiben, die spontan ausgedacht werden. Dabei ist von alltäglichen Situationen bis hin zu sinnlosen Inhalten alles dabei. Doch da Micha keinen Text für sinnlos hält, wird einfach alles gespielt.

Mit dem Lied „Walt Disney“ waren sie auch schon bei SAE in Köln und haben es aufnehmen lassen. Das Ergebnis ist unter MySpace zu hören.

Als späteren Beruf könnten sie sich eine Musikkarriere schon vorstellen. Patrik würde gerne etwas in der Art machen, und wenn sie mal vor 50000 Zuschauern spielen, könnte sich auch Micha ein Leben als Rockstar gut vorstellen. Patrik erzählt: „Unseren ersten Auftritt hatten wir im Exit, dann belegten wir einmal dendritten Platz im Weihnachtssongcontest in Solingen, ansonsten waren wir auch noch im J@z mit Stakeout aus Berlin und No Way To Use, außerdem gab es noch diverse andere Auftritte. Unser nächster Auftritt ist am vierten April in Leichlingen und am 25. April in Leverkusen zusammen mit Tuesday Afternoon.“

An der Anzahl der Auftritte sieht man ja, dass „Sound Pilots“ schon viele Fans haben. Dies meint auch Josef: „Ich denke, dass wir ganz gut ankommen, und mit Eiern sind wir bis jetzt auch noch nicht beworfen worden. Einfach selbst überzeugen!“

Danach spielen sie uns noch ein bisschen etwas von ihren Liedern vor, die wir auch schon auf dem „Reusrath rockt“-Konzert gehört haben, wo sie uns aufgefallen sind. Die Bandmitglieder, die noch auf das Konrad-Adenauer Gymnasium in Langenfeld und die Marienschule in Opladen gehen, sind auch privat sehr sympathisch und gern für ein paar Späße zu haben. Einfach mal zu einem Konzert gehen und auch Fan der Band werden.

Reportage von Melina Wirtz und Eva Fuchs

Eva Fuchs, Melina Wirtz, Leverkusen, Marienschule

Ford steuert schweren Zeiten entgegen – Rezession kommt in der Automobilbranche an

In letzter Zeit wurde das wirkliche Ausmaß der Finanzkrise deutlich und führte zu erheblichen Problemen in der Automobilbranche.

Auch der amerikanische Automobilhersteller Ford hat große Verluste zu beklagen. Die Aktien fallen immer weiter, und der Konzern macht Monat für Monat beachtliche Verluste. In den Vereinigten Staaten hat der Hersteller schon Tausende Stellen gestrichen, um Kosten zu senken. Nichts desto trotz vertraut Ford weiterhin auf das Tochterunternehmen Volvo, obwohl dieses große zusätzliche Summen verliert.

Doch vorerst geht es –bedingt durch die staatliche Umweltprämie – aufwärts. Die ursprünglich geplanten Kurzarbeitstage im Kölner Fiesta-Werk wurden gestrichen: Die Produktion läuft bis zum Sommer normal weiter. Dadurch sind die deutschen Ford-Standorte und damit die Arbeitsplätze in Köln und Saarlouis bis März 2011 gesichert, denn solange läuft laut Ford-Pressesprecher Bernd Meier eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat. Gerüchte, nach denen die Motorenproduktion mit etwa 700 Arbeitsplätzen von Köln nach Rumänien verlagert werden soll, wies der Sprecher zurück: „Noch ist keinerlei Entscheidung gefallen, die Verhandlungen laufen noch.“

Aber weiterhin kann niemand die Auswirkungen der Finanzkrise voraussagen, und man muss hoffen, dass der Konzern bald wieder bessere Geschäftszahlen schreibt.

Tim Gättlich, Leverkusen, Marienschule

G8-Schüler leiden unter Stress – Turbo-Abi mit Schwächen

G8 bedeutet für die Schüler, dass sie den Lehrstoff komprimiert aufnehmen müssen. G8 wurde von der Politik eingeführt, weil die Abiturienten aus Deutschland momentan später anfangen zu studieren als die meisten anderen europäischen Abiturienten.

Der Stoff sei hauptsächlich auf Unter- und Mittelstufe verteilt worden, so der stellvertretende Vorsitzende der Landes-Eltern-Vereinigung, Ralph Bürklin. Somit haben die jetzigen G8- Schüler inzwischen etwa 33 Wochenstunden und müssen oft bis 15 Uhr ohne richtiges Mittagessen durcharbeiten. Ein Lob geht daher an die Ganztagsschulen. Dort bekommen die Schüler ein anständiges Mittagessen und haben eine sehr lange Pause. Deshalb überlegen die meisten Gymnasien, einen „Langtag“ einzuführen, welcher dann bis circa 17 Uhr gehen soll, damit die Schüler in der restlichen Woche um 13 Uhr Schulschluss haben.

Für die G8-Schüler ist die Schule allerdings unterschiedlich zu verkraften, viele sind deutlich überfordert und wenige kommen mit dem Stress zurecht, was eine Umfrage in den 8. Klassen der Marienschule Opladen bewies. Besondere Schwierigkeiten seien bei den Schülern in den Fremdsprachen aufgetreten, (Französisch oder Latein), wie uns Lehrer der Marienschule Opladen (MSO) berichteten.

Julia Mnich, eine Gymnasiastin der MSO, die die 8. Klasse besucht, sagte, sie habe durch die Schule plus rund zwei Stunden Hausaufgaben am Tag nur noch ein- bis zweimal in der Woche Zeit für sich und Freunde. Sie müsse auf sportliche Aktivitäten verzichten.

Ein Lehrer der Schule merkte auch an, dass die G8-Schüler sehr viel zu tun hätten. Außerdem schimpfte dieser über die Einführung und sagte, dass die G8- Schüler nicht viel weiter mit dem Stoff seien, als es die G9- Schüler in der 8. Klasse auch waren. Demzufolge ist zu sagen, dass G8 nicht gut durchdacht wurde und vielleicht etwas überstürzt eingeführt wurde. Außerdem wird „das Turbo-Abi“ von Lehrern und Schülern oft als Stressfaktor angesehen.

Angelika Kost, Leverkusen, Marienschule

Wildpark Reuschenberg – Meerschweinchen trifft Fischotter

Der Wildpark Reuschenberg in Leverkusen ist in aller Munde, ein großer Umbau ist im Gange. Wer war nicht schon mal dort – im Wildpark Reuschenberg. Das Möwen- und das Kormorangehege werden renoviert, und ein neuer Spielplatz wurde schon gebaut. Die Schäden, die der Sturm verursacht hatte, sind bis auf ein paar umgeworfene Picknicktische beseitigt.

Umfragen, welche im Wildpark Leverkusen Reuschenberg durchgeführt wurden, zeigen zum Beispiel, was die Besucher denn von dem Park halten. Dem Diagramm links unten können sie entnehmen, dass 45 Prozent aller befragten Leute den Park mit „sehr gut“ bewerteten. Zehn Prozent aller befragten Leute waren hingegen nicht mit dem Park zufrieden.

Der Park hat auch exotische Tiere wie Schildkröten und vor ein paar Wochen geschlüpfte Schildkrötenbabys, welche aber erst im Sommer gesehen werden können. Die größten Attraktionen sind wohl der Fischotter, die Meerschweinchen und der neue Spielplatz. Kommentare wie „Der Park hätte einen Umbau nötig“ sollten der Stadt zu denken geben, ob sie nicht doch die Zuschüsse für den Wildpark bewilligen wollen.

Marcel Sieg, Leverkusen, Marienschule

So finde ich den passenden Nebenjob – Eigenes Geld ist toll

„Mama? Ich brauche 20 Euro für ein neues T-Shirt. Und Papa? Kann ich die elf Euro fürs Kino haben?“ „Wieso?“ „Ich wollte am Dienstag mit Freunden ins Kino gehen.“ „Das meine ich nicht. Hast du denn kein Geld mehr? Es sind 15 Tage nach Monatsbeginn!“ „Ja, eben. So lange hält sich das bisschen Geld doch nicht.“ „Wie bitte? Weißt du überhaupt, wie viel ich für das bisschen Geld arbeiten muss?“

Wer kennt sie nicht, die täglichen Auseinandersetzungen ums Geld? Besonders Jugendliche sind unzufrieden mit dem Taschengeld, das sie bekommen. Da hilft nur eins: selber Geld verdienen.

Viele machen Nebenjobs, um ihr Taschengeld zu verbessern. Die Klassiker sind Babysitten, Zeitungen austragen und Nachhilfe geben. Bei den Mädchen ist Babysitten der große Favorit. Lara, 14; „Es passt einfach am besten zu meinem Terminplan. Außerdem mag ich kleine Kinder, und es macht mir Spaß, mit ihnen zu spielen und auf sie aufzupassen.“

Im Durchschnitt verdient man sieben Euro in der Stunde, es kommt aber auch auf die Familie an, wie viel sie anbietet. Meistens ist das Babysitten eher unregelmäßig und spontan. Wenn ein Ehepaar einmal ausgehen möchte, ruft es vorher den Babysitter an und sie vereinbaren einen Termin. Weil die Teens noch zur Schule gehen, kommt der Samstag am besten in Frage. Oft muss der Babysitter die Kinder nur ins Bett bringen und kann theoretisch (leise!) machen, was er will. „Es ist einfach eine Beruhigung für die Eltern, zu wissen, dass einer zu Hause ist und auf die Kinder aufpasst“, so eine Mutter.

Beim Zeitungen austragen kommt es darauf an, wie viel man verdient und wie groß der Zeitaufwand ist. Die einen bekommen 60 Euro im Monat, obwohl sie nur ein bis zweimal die Woche Zeitungen verteilen und nur 30 Minuten brauchen, allerdings Werbung dazulegen. Die anderen tragen jeden Samstag Zeitungen aus und brauchen erst zwei Stunden zum Sortieren und dann vier bis fünf Stunden zum Austeilen und bekommen für einen Samstag nur zehn bis 15 Euro.

Nachhilfe geben tun meistens Oberstufenschüler. Das wird einmal in der Woche gemacht bei fünf bis zehn Euro Stundenlohn. „Ich bin gut in der Schule, und wenn jemand anderes Schwierigkeiten hat, helfe ich ihm gerne. Nebenbei bringt es noch Geld.“

Andere häufige Nebenjobs sind Hunde ausführen bei fünf Euro pro Stunde oder auf dem Reiterhof helfen. Wer Eltern hat, die ein Restaurant, eine Firma oder einen landwirtschaftlichen Betrieb besitzen, kann dort mithelfen und anpacken und sich dadurch etwas verdienen. Wer aber während der Schulzeit überhaupt keine Zeit für Nebenjobs hat wegen Hobbies, Sport oder weil er zu viel für die Schule lernen muss, kann Ferienjobs machen, wie Teller waschen in der Eisdiele oder bei Drogerien und Sportgeschäften aushelfen. Da bekommt man im Durchschnitt auch so um die vier bis sieben Euro pro Stunde.

Wenn Du einen Nebenjob suchst, informiere dich bei den Anbietern am besten noch einmal selbst über Details, wenn du eine Frage hast. Alles muss geklärt sein. Spreche vorher mit Deinen Eltern darüber und lass‘ dich beraten. Eigenes Geld zu verdienen, ist ein tolles Gefühl!

Annika Jana Philippsen, Leverkusen, Marienschule