Leverkusener Rapper im Gespräch – Musik ist Freiheit

Interview mit Leverkusens Underground-Rappern RG Style (Raphael G.) und Zylent (Alex S.):

Wie seid Ihr darauf gekommen, Musik zu machen?

RG: Mir war langweilig, da wollte ich mal etwas Neues ausprobieren.

Zylent: Durch einen Freund, der neu nach Leverkusen gekommen ist, und mir die Musik näher gebracht hat.

Was gefällt Euch an Musik?

RG: Dass man seine Gefühle ausdrücken kann, einfach sagen, was man will,

und dass einem die kreative Freiheit bleibt.

Zylent: Dass man seinen Emotionen freien Lauf lassen kann.

Wie sehen Eure nächsten Ziele aus?

RG: Ein Album zu veröffentlichen und einmal richtig auf der Bühne aufzutreten.

Zylent: Ich habe mir keine festen Ziele gesetzt. Ich lasse einfach alles auf mich zukommen. Ich entscheide aus der Situation heraus.

Wie lange macht Ihr schon Musik?

RG: Im Jahr 2004 habe ich erstmals angefangen, Texte zu schreiben. Diese dann auf einen Beat zu rappen und dann aufzunehmen, begann ich im Jahr 2006.

Zylent: Seit August 2008.

Könnt Ihr Euch das Rappen als Euren festen Beruf vorstellen?

RG: Ja, auf jeden Fall!

Zylent: Ja, denn ich mag es, Musik zu machen und andere damit zu begeistern.

Was waren Eure größten Erfolge?

RG: Das Musikvideo „Was das Leben bringt (WDLB)“ bei YouTube.

Zylent: Bis jetzt blieben bei mir größere Erfolge leider aus.

Links: www.myspace.com/zylent08, www.myspace.com/rglev

Ceyda Isci, Julia Wolf, Leverkusen, Gem. Hauptschule Neukronenbergerstraße

Interview mit Don-Albozz a.k.a Shqiptar H. – Rapper seit einem Jahr

Don-Albozz, stell dich mal kurz vor!

Don-Albozz: Guten Tag, ich heiße Shqiptar H., bin 15 Jahre alt. Mein Wohnsitz ist in Leverkusen, und ich komme aus Albanien/Kosovo.

Sag uns mal, was genau Du so machst.

Don-Albozz: Ich setze mich mit Musik auseinander, einschließlich Rap.

Wie lange rappst Du schon?

Don-Albozz: Ich rappe seit knapp einem Jahr.

Siehst Du Rappen als Deinen zukünftigen Beruf?

Don-Albozz: Nein, ich mache es nur in meiner Freizeit.

Wo nimmst Du Deine Musik auf?

Don-Albozz: Ich nehme meine Musik bei einem guten Freund auf.

Wo kann man einen Eindruck von Deiner Musik bekommen?

Don-Albozz: Indem man meine Myspace-Seite besucht.

Wie lautet die Myspace-Seite ?

Don-Albozz: Sie lautet www.myspace.com/donalbozzz.

Danke für Deine Offenheit und dieses interessante Gespräch.

Don-Albozz: Ich bedanke mich auch recht herzlich.

Basri Muslji, Leverkusen, Gem. Hauptschule Neukronenbergerstraße

Berufsporträt – „Ich wünsche mir mehr Lehrer“

Die Kunstlehrerin Angelika Tabel-Petzold hat mit Vanessa, Ursula und Hava über ihren Beruf gesprochen.

Wie viel verdient man als Lehrerin?

Also, es hängt davon ab, ob man Angestellte ist oder Beamtin. Und von der Anzahl der Stunden, die man arbeitet.

Wollten Sie schon immer Kunst unterrichten?

Ja, das wollte ich.

Macht Ihnen der Beruf Spaß?

Ja, in der Regel.

Haben Sie Kinder?

Ja, ich habe zwei Kinder.

Was wünschen Sie sich für die Schule?

Ich wünsche mir für die Schule, dass noch mehr Lehrer da sind.

Vanessa Ellrich, Ursula Wegener, Hava Seref, Leverkusen, Gem. Hauptschule Neukronenbergerstraße

Kommentar über Hans Dieter Kahrl – Ein Mann voller Tatkraft und Engagement

Der Bürgermeister von Burscheid – ein Mann, der sowieso keine Aufgaben hat und den lieben langen Tag nur zusieht, was in seiner Stadt passiert? Nein, ein Mann wie der aktuelle Bürgermeister, Hans Dieter Kahrl aus der CDU, der im Oktober sein Amt in Burscheid niederlegen wird, ist ein viel geforderter Politiker.

Kahrl hat seiner Stadt schon so einige grandiose Errungenschaften eingebracht und ihr ein gutes Image verschafft. Er steht mit seinem Namen bei den Bürgern für Tatkraft und Engagement.

Elf Jahre lang hat der Bürgermeister für Burscheid gearbeitet und erfolgreich für ein friedliches Zusammenleben in seiner Kleinstadt gesorgt. Nicht zuletzt die großen Erfolge im Umwelt- und Klimaschutz können Kahrl stolz machen. Er wurde für seine umfassenden Bemühungen in diesem wichtigen Bereich mit dem European Energy Award ausgezeichnet und achtet auch weiterhin auf das Sparen von Energie und den Schutz der Umwelt und des Klimas.

Dass er 1999 und 2004 in seinem Amt bestätigt wurde, zeigt, was für eine Arbeit er in seiner Zeit als Bürgermeister in Burscheid geleistet hat. Zweimal hat er die bis jetzt noch fünfjährige Amtszeit durchlaufen und sich stets für seine Ziele eingesetzt. Jetzt schicken sich für die nun sechsjährige Amtszeit neue Bürgermeisterkandidaten an, die Arbeit Hans Dieter Kahrls fortzuführen. Stefan Caplan aus der CDU, Bodo Jakob (SPD) und Michael Baggeler aus der neu gegründeten Wahlgemeinschaft „Bündnis für Burscheid“ kandidieren für die Bürgermeisterwahl und die Nachfolge Kahrls.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass er selbst sehr zufrieden auf seine Zeit als Bürgermeister zurückblicken kann.

Niklas Freund, Leverkusen, Marienschule

Bericht über Kommunalwahlen in Burscheid – Ein Amt mit Verantwortung

Der offizielle Termin für die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen war der 7. Juni. Nachdem viel über eine Verschiebung wegen der Überschneidung mit der fast zeitgleich anstehenden Europawahl diskutiert wurde, wird sich der Wahltermin bis in den Spätsommer verzögern. Unklar ist, ob die Kommunalwahl wie aktuell geplant am 30. August oder noch später stattfinden wird.

Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Burscheid im Rheinisch-Bergischen Kreis, Hans Dieter Kahrl, tritt nicht mehr als Bürgermeisterkandidat an. Stattdessen wählen die großen Parteien SPD und die CDU, in der Kahrl arbeitet, ihre Aspiranten für das Amt aus. Die in dem Streit um die Spitzenpositionen in der CDU entstandene Wahlgemeinschaft „Bündnis für Burscheid“ schickt sich genauso an, einen ihrer Politiker kandidieren zu lassen. Stefan Caplan aus der CDU, Bodo Jakob (SPD) und Michael Baggeler vom „Bündnis für Burscheid“ kandidieren für die Bürgermeisterwahl und die Nachfolge Kahrls. Die FDP aus Burscheid entschloss sich außerdem, keinen Bürgermeisterkandidaten auszuwählen und sich aus dem Wahlkampf des Dreigespanns herauszuhalten.

Auf den neuen Bürgermeister kommen nach dem Amtseintritt vermutlich im Herbst viele Aufgaben zu:

Der Bürgermeister ist der Vorsitzende des Stadtrats, der von den Bürgern gewählt wird und sie in allen Angelegenheiten vertritt, und der Leiter der Stadtverwaltung. Anders formuliert ist er also der gesetzliche Vertreter der Gemeinde. Des Weiteren ist er für die Vorbereitung und Umsetzung der Beschlüsse verantwortlich. Der Bürgermeister ist der Dienstvorgesetzte der Mitarbeiter der Gemeinde. Er ist alles in allem für die sachgerechte Erledigung der Weisungsaufgaben verantwortlich.

Die Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen leiten die Verwaltung der Stadt und sind kommunale Wahlberater. Erst seit der Kommunalwahl 1999 erfolgt die Direktwahl der hauptamtlichen Bürgermeister in Städten und Gemeinden durch die Bürger und nicht durch den Stadtrat. Mit der Kommunalwahl 2009 werden sie erstmalig für sechs Jahre in das Amt gewählt, vorher war eine Wahl für einen Zeitraum von fünf Jahren üblich.

Niklas Freund, Leverkusen, Marienschule

Vom Ersthelfer bis zum Rettungsassistenten – Retten, bis der Notarzt kommt

Jeder Mensch braucht einmal Hilfe, ob jung oder alt. Da ist es schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die ihre Zeit opfern, um anderen zu helfen. So wie die Rettungsdienstler des Malteser Hilfsdienstes, die täglich 24 Stunden einsatzbereit sind.

Sie sind nicht nur mit Spaß und Freude an ihrem Beruf dabei, sondern sind auch noch nett. Leider wird der Beruf angesichts der Leistung unterbezahlt, doch wenn man Menschen kennt, die diesen Beruf ausüben oder man sogar selbst in der Situation ist, Hilfe zu brauchen, ist man froh, dass es sie gibt.

Es sind Leute, die zu den wenigen gehören, die auf ihren Schlaf verzichten, wenn es heißt „Einsatz“. Die alles stehen und liegen lassen, um anderen zu helfen, die auch ausrücken, wenn der Magen vor Hunger knurrt, nur um einem Menschen zu helfen, der in Not ist. Es sind die Menschen, die auf Familie, Freunde und Hobbys verzichten, nur um für die Menschen da zu sein.

Da fragt man sich, warum Menschen so etwas tun. Weil es ein schöner Beruf ist und Spaß macht? Und ganz besonders stellt sich die Frage, wie die Mitarbeiter des Rettungsdienstes mit dem Tod eines Patienten umgehen können. Es ist schon erstaunlich, wie gelassen sie mit solchen Erlebnissen umgehen können. Ob man sich an den menschlichen Tod überhaupt gewöhnen kann?

Dazu kann man nur eines sagen: Respekt davor, wie locker die Leute vom Rettungsdienst sind, und wie viel Spaß man mit ihnen – trotz ihres anspruchsvollen Berufs – haben kann. Dabei können Einsätze sehr stressig und belastend sein, wenn zum Beispiel nicht genau klar ist, was dem Patienten fehlt, oder wenn Schaulustige die Arbeit behindern.

Da wäre es schön, wenn es am Einsatzort einen guten Ersthelfer gäbe. Doch das ist leider nicht oft der Fall. Schade, wo es doch eigentlich ganz einfach ist, ein guter Ersthelfer zu sein – und vor allem auch gar nicht schwer! Ein guter Ersthelfer muss kein medizinisches Fachwissen haben, um helfen zu können, sondern einfach nur den Mut besitzen, zu sagen „Ich helfe Dir!“. Und nicht wie die restlichen Schaulustigen, die nur im Weg zu stehen.

Oft reicht es schon, dem Menschen zu zeigen, dass er nicht alleine ist und dabei die Zeit zu überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft. Vor allem sollte man daran denken, dass es jeden, auch einen selbst, treffen kann. Es wäre doch schön, wenn jemand da wäre, der einem zeigt, dass er sich kümmert. Die wichtigste Grundregel des Ersthelfers ist einfach: Ruhe bewahren! Damit ist schon die halbe Miete gewonnen – und die andere Hälfte mit gutem Zureden und „sich kümmern“. Natürlich nicht zu vergessen: den Notruf rufen! Ansonsten kommt ja keiner von den Menschen mit den roten Hosen und rot-gelben Jacken, die für so einen Fall zuständig sind.

Wie wird man eigentlich Helfer? Von einem einfachen Erste-Hilfe-Kursus für den Führerschein über den Katastrophenschutz (KatS) bis hin zum Rettungsassistenten im Rettungsdienst der Malteser: Es ist bemerkenswert zu sehen, wie man in einem solchen Verein tätig werden und auf welche Arten man helfen kann. Eines ist sicher. Es lohnt sich auf jeden Fall einmal anzufangen und zu lernen, wie man im Notfall reagieren sollte. Um zu lernen, wie man Menschenleben retten kann, reicht meist schon ein Erste-Hilfe Kursus.

Und wem das nicht reicht, der kann in die Jugend oder in den KatS der Malteser eintreten. Schon gehört man zu der großen Familie des Malteser Leverkusen e.V. Jede Menge Spaß, Freude und Kontakt zu netten Leuten, die ganz nach dem Malteser-Motto „Weil Nähe zählt“ füreinander und für andere da sind, sind garantiert. Und wer weiß: Vielleicht fährt man irgendwann auch in den Autos mit Blaulicht und Martinshorn mit und hat selbst die Ehre, Menschen helfen zu dürfen!

Sandra Recktenwald, Leverkusen, Gem. Hauptschule Neukronenbergerstraße

Interview mit Hans Dieter Kahrl – Ein Blick zurück

Hans Dieter Kahrl blickt auf seine elfjährige Laufbahn als Bürgermeister der Stadt Burscheid zurück. Dabei spricht er über seine Anfänge und sein Amtsende nach den anstehenden Kommunalwahlen im Spätsommer.

Herr Kahrl, Sie sind jetzt schon seit dem 1. April 1998 Bürgermeister in Burscheid. Haben Sie sich schon als Kind für Politik interessiert?

Ich habe mich schon als Kind immer sehr für Politik interessiert. Es war ja noch die Zeit von Konrad Adenauer und dem deutschen Wiederaufbau. Das war schon sehr interessant, und ich fand das richtig spannend.

Mit wie vielen Jahren stand für Sie fest, dass Sie Ihre berufliche Karriere der Politik zuwenden?

Das Bürgermeisteramt ist ein politisches Amt. Ich komme aber durch meine Ausbildung nicht von der politischen Schiene, weil ich vorher in der Stadtverwaltung tätig war. Dann bin ich aufgestiegen und habe das Bürgermeisteramt übernommen. Für mich stand also erst sehr spät fest, dass ich mich als Bürgermeister in der Politik einsetze.

Wann haben Sie sich das erste Mal für eine Bürgermeisterwahl beworben?

Das erste Mal habe ich mich im Januar 1998 für die Wahl in Burscheid beworben und wurde dann vom Rat zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Dann habe ich mich noch zweimal der Wahl gestellt, nämlich jeweils im September 1999 und 2004. Ab diesen Wahlen wurde der Bürgermeister von den Bürgern selbst gewählt. Ich wurde jeweils im ersten Wahlgang mit über 50 Prozent der Stimmen, was damals nötig war, gewählt. Also musste die so genannte Stichwahl nicht stattfinden.

Vor Ihrer Zeit als Bürgermeister in Burscheid waren Sie auch schon in Issum tätig. Was haben Sie von dort mitgebracht?

Ich habe sicherlich viele Erfahrungen im Umgang mit Rat und Gremien gesammelt, aber auch im Umgang mit den Bürgern, da ich oftmals auf Veranstaltungen präsent war. In Issum, wo es viel weniger Einwohner gibt, habe ich außer dem Verwaltungsgeschäft, was ich von Anfang an gelernt habe, auch noch die repräsentative Seite des Bürgermeisters als Gemeindedirektor kennen gelernt. Geld habe ich vom finanziell gesunden Issum allerdings nicht mitgebracht. (lacht)

Welche schulischen Leistungen oder Ausbildung braucht man eigentlich, um sich als Bürgermeister zu bewerben?

Eigentlich braucht man gar keine Ausbildung. Es gibt Parteien, die Kandidaten aufstellen, die sich dann dem Wähler stellen. Aber auch jeder, der die Bürgerrechte besitzt, kann unabhängig vom Alter als Bürgermeisterkandidat antreten. Einzelkandidaten müssen dann 160 Unterschriften nachweisen. Der Rat in Burscheid hat 32 Mitglieder, mit Bürgermeister 33. Wer als Unabhängiger kandidieren will, muss fünfmal so viele Unterschriften von Bürgern wie der Rat Mitglieder hat (ohne Bürgermeister) einreichen, die für seine Person sind. Wenn jemand aber in der Verwaltung, beispielsweise als Beigeordneter, tätig werden will, muss er natürlich eine geeignete Ausbildung mitbringen. Für das Bürgermeisteramt sollte aber nach dem Willen des Landesgesetzgebers jeder Bürger die Möglichkeit haben. In der Praxis hat sich aber sehr schnell gezeigt, dass es dann doch Fachleute sein sollten. Deshalb bin ich froh, dass ich den Umweg über die Verwaltung zum Bürgermeisteramt machen konnte.

Im November 2008 hat Burscheid den „European Energy Award“, einen Preis für besondere Leistungen im Energie- und Klimaschutzbereich, überreicht bekommen. Wie kam es dazu?

Dieser Preis hat sehr viel mit Energiesparen zu tun. Das kann man im kleinen wie im großen Rahmen machen. Wir haben uns für die Nutzung von Erdgas und für energetisch optimierte Gebäude eingesetzt. Wichtig ist besonders das allgemeine Energiesparen. Also haben wir alle öffentlichen Gebäude danach überprüft, wie man Energie einsparen kann. Im Rathaus haben wir uns zum Beispiel immer sehr auf das Ausschalten von Licht und das damit verbundene Einsparen von Energie konzentriert Wir haben uns alles in allem so sehr engagiert, dass wir den Preis überreicht bekommen haben. Darauf können wir sehr stolz sein.

Burscheid hat zwei Partnerstädte: Bourscheid in Luxemburg und das österreichische Egg. Was verbindet Burscheid mit diesen Städten?

Die Partnerschaft mit Egg besteht seit 1968, also schon gut 40 Jahre. Damals hatte die Burscheider Turngemeinde eine Ski-Abteilung, die unter anderem in Egg Urlaub gemacht hatte und Freundschaften zur Bevölkerung geschlossen hatte. Auch der Orchesterverein Hilgen war mit einigen Personen häufiger in Egg. Und so kam irgendwann der Vorschlag zur Gründung einer Städtepartnerschaft. Ähnlich war das auch mit Bourscheid. Der damalige Vereinsvorsitzende der Burscheider „Musikalischen Akademie“ war häufig zu Gesprächen in Bourscheid. Durch die persönlichen Kontakte von Herrn Mettlach – früherer Notar in Burscheid – kam dann die Freundschaft zwischen den Bürgermeistern. Nachdem der Vorschlag einer Städtepartnerschaft im Rat Bedenken auslöste, weil Burscheid knapp 20000, Bourscheid aber nur 1200 Einwohner hatte, begann man eine „Städtefreundschaft“. Dies hat so gut geklappt, dass die beiden Städte zwei Jahre später Partnerstädte wurden.

Am 30. August sind wieder Kommunalwahlen in NRW. Sie treten dann ja nicht mehr als Bürgermeisterkandidat in Burscheid an. Was ist Ihre persönliche Zukunft?

Am 20. Oktober 2009 wird unabhängig von der Wahl nach meiner über elfjährigen Zeit in Burscheid mein letzter Arbeitstag sein. Anschließend gehe ich in Pension. Mein Hauptwohnsitz ist ja in Uedem am Niederrhein; ich habe hier in Burscheid meinen Zweitwohnsitz. Ich werde mich dann in Uedem sicher ehrenamtlich engagieren – was genau, dass weiß ich jetzt noch nicht. Ich wandere auch sehr gerne – das werde ich sicher dann viel öfter machen. Jetzt habe ich aber erst einmal noch acht Monate hier im Amt, und das macht mir sehr viel Spaß. Wir haben ja viel geschafft, aber auch noch einiges vor, etwa den Radweg auf der alten Bahntrasse.

Und für Burscheid? Welche Tipps geben Sie Ihrem Nachfolger? Was erwarten Sie von ihm?

Egal, wer es wird – ich kenne die Kandidaten ja alle schon lange. Wichtig ist, dass sie den Spagat schaffen zwischen dem Hauptamt – also die Verwaltung zu führen – und der Repräsentation. Wichtig ist auch, dass die Verantwortlichen im Rathaus auf die Bürger zugehen und das Rathaus als Dienstleistungsunternehmen darstellen. Früher wurden Anträge eher danach geprüft, wie man sie ablehnen kann; heute prüfen wir, wie sie genehmigt werden können. Ich denke, dass meine Nachfolger das auch so wahrnehmen werden. Ich würde mir natürlich auch wünschen, dass die aktuellen Projekte kontinuierlich weitergeführt werden.

Niklas Freund, Jonas Book, Leverkusen, Marienschule

Aktiv in der Kirche – Messdiener – eine Ehre für sich

Ein Messdiener sein, ist das nicht toll? Das kann viel Spaß machen. Zum Beispiel, wenn man Lieder singt oder die Hostien und den Kelch an den Altar holt.

Niklas Scholl ist ein Messdiener. Seit vier Jahren hilft er dem Priester in der St. Joseph-Kirche in Solingen-Ohligs. „Mir macht so etwas Spaß. Vor allem, wenn ich auf der Gabenbereitungsseite bin. „Kommt ein Kirchenlied, bin ich immer aktiv“, sagt der 14-Jährige im Gespräch.

In der Kirche gibt es zwei Seiten. Die Gabenbereitungsseite und die Buchdienstseite. Auf der Gabenbereitungsseite kann man die Hostien und den Kelch holen. Neun von zehn Messdienern dienen am liebsten auf dieser Seite. Auf der Buchdienstseite kann man das Gebetbuch von einem Ständer nehmen, wenn der Priester sagt: „Lasset uns beten!“ Man überreicht es dem Priester, und er schlägt es auf der richtigen Seite auf, während man es festhalten muss.

Katrin Zoedler ist ebenfalls Messdienerin in der St. Joseph-Kirche in Solingen-Ohligs, eine „Kollegin“ von Niklas Scholl. „Das Messdienen macht mir sehr viel Spaß“, sagt sie. Niklas Scholl und Katrin Zoedler verstehen sich gut. Messdienen macht beiden viel Freude. Und auch viele andere erfreut dies.

Aber auch außerhalb der Kirche gibt es viele Aktivitäten für die Messdiener. So gibt es Ferienfreizeiten und Ausflüge. Zuletzt trafen sich die Solinger Messdiener zum Schwimmen im Badeparadies H2O in Remscheid.

Schau doch auch einmal bei den Messdienern vorbei!

Niklas Scholl, Leverkusen, Marienschule

Schulpolitik – Langtag – demnächst an allen Schulen?

Die Schulglocke läutet, alle Schüler stürmen in die Mensa. Erschöpft vom Unterricht warten sie an der Essensausgabe und freuen sich, sich endlich erholen zu können. Der erste Teil des Langtages ist geschafft. Doch was denken eigentlich die Schüler über dieses Thema, an deren Schulen der Langtag erst noch eingeführt werden soll?

Größtenteils stößt der Vorschlag auf Begeisterung und Zustimmung bei den Schülern, da die Stundenzahl an fast allen Tagen verkürzt wird. Das heißt, dass es einen Tag in der Woche gibt, der die letzten Stunden der anderen Tage ersetzt. Hobbys stellen für viele kein großes Problem da, weil man diese verschieben kann.

Alisa Meyer aus der achten Klasse der Marienschule Opladen meint: „Wir hätten dann viel mehr Freizeit, und für meine Hobbys würde ich schon einen anderen Tag finden. Außerdem haben wir durch G8 sowieso im Moment so viele Stunden, da wäre das schon eine Erleichterung.“

Manche Eltern dagegen sind der Ansicht: „Wenn mein Kind in der Schule zu Mittag isst, würde ich es noch weniger als jetzt sehen. Das wäre sehr schade, da das Mittagessen immer eine sehr wichtige Zeit ist, Neuigkeiten zu besprechen.“

Ein anderer Grund für den Langtag ist, dass man eine lange Mittagspause hat, in der man Hausaufgaben mit Hilfe von Lehrern oder Schülern erledigen kann und Zeit mit seinen Freunden verbringt. Auch Maya Kilbertus ist dieser Meinung. Sie sagt: „Wenn ich nicht so lange Unterricht habe, kann ich mich viel besser konzentrieren und schreibe dann auch bessere Noten.“

Allerdings kann der verlängerte Schultag auch negative Folgen für Schüler haben. Annabelle Alfter zum Beispiel müsste auf einen Teil ihrer Hobbys verzichten. So wie ihr geht es auch vielen anderen Schülern, die nicht bereit wären, ein Hobby für die Schule zu opfern.

Alles in allem lässt sich sagen, dass der Langtag ein gutes Mittel zur Aufteilung der Schulstunden ist, aber kleinere Mängel sollten noch einmal überdacht werden.

Pauline Gropp, Leverkusen, Marienschule

Reportage zum Valentinstag – Was für ein Tag!

„Und – hast du was zum Valentinstag bekommen?“, hört man die Mädchen und jungen Frauen tuscheln. Sie berichten von ihren Geschenken, welche sie von ihren Liebsten bekommen haben. Die Radiosender spielen am 14. Februar die üblichen Lovesongs der vergangenen Jahrzehnte. Und immer wieder werden auch Musikwünsche an die Liebsten ausgestrahlt. So wie beispielsweise von Ingrid M.: „Lieber Markus! Ich liebe dich über alles und möchte dich mit unserem Lied nun grüßen und zeigen, dass du mir alles bedeutest. Ich freue mich, dich in zwei Monaten wiederzusehen, wenn du aus Afrika zurück kommst. Ich hoffe, du kannst das jetzt hören. Ich schicke dir mit dem Gruß auch ein fetten Kuss.“

An diesem Tag werden auch viele romantische Heiratsanträge gemacht. Paare treffen sich an ruhigen Orten, essen etwas zusammen oder genießen die Zeit zusammen in einem Park. Am Valentinstag geht es eigentlich nur um die Liebe zu jemand anderem, deshalb ist er bekannt als Tag der Liebe.

Aber warum eigentlich? Warum bekommen meistens die Damen etwas zum Valentinstag und freuen sich so darüber? Vielleicht, weil man dann weiß, dass man der anderen Person etwas bedeutet, oder hat sich dieser Tag einfach nur eingebürgert?

Richtig ist: Die Wenigsten wissen, woher der Brauch überhaupt kommt! „Vielleicht hat an jenem Tag irgendein glückliches, bekanntes Paar geheiratet und somit ist der Tag der Liebe entstanden“, vermutet Katrin S.

Der Legende nach lebte um das Jahr 200 n. Chr. ein Bischof namens Valentin von Terni. Dieser Bischof brachte gegen den Willen des Kaisers Claudius junge Paare in den Hafen der Liebe. Nach der Trauung schenkte Valentin dem jungen Ehepaar einen Strauß Blumen aus seinem Garten. Man sagte, dass alle Leute, die er traute, eine glückliche Ehe führten. Er traute sogar Soldaten, was eigentlich nicht gestattet war. Am 14. Februar 269 n. Chr. wurde er dann wegen seines christlichen Glaubens enthauptet. Einer Legende nach war der Todestag genau an dem Tag, an dem man die griechische Göttin Juno feierte. Junge Frauen und Mädchen gingen an diesem Tag in den Juno-Tempel, um sich ein Liebesorakel zu holen und opferten Blumen. Man nannte diesen Tag im Mittelalter Vielliebchentag.

Außerdem feierte an diesem Tag das Dorf einen Ball. Die Männer mussten Lose ziehen. Auf den Losen standen die Namen aller unverheirateten Frauen. An diesem Abend gingen dann die Frauen mit den ledigen Männern zum Ball. Und dieser Brauch hat sich gehalten. Er wurde von den Engländern nach Amerika (genauer USA) gebracht, und die Soldaten brachten den Brauch nach dem Zweiten Weltkrieg mit zu uns. Der erste Valentinsball wurde allerdings erst 1650 gefeiert. „Heute nennt man so was ,Blind Date‘!“, sagt Hendrik F.

Bis zu Gregorianischen Kalenderreform fiel Lichtmess auf den 14. Februar. Infolge der Reform trennten sich die Bedeutungsinhalte. Lichtmess – nun am 2. Februar – wurde zum Kerzenfest, und die Bräuche um Frühlingsliebeleien belegten fortan den 14. Februar. Der Namen veränderte sich nun und wurde nun Valentinstag genannt. Und heute werden seitdem jedes Jahr viele Frauen und Mädchen mit Valentinskonfekt, Karten oder Parfums beschenkt. Nach einer von uns durchgeführten Umfrage verschenken Mädchen und Jungen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren meistens Blumen und Pralinen, dicht gefolgt von Fotocollagen und einem Gutschein für einen romantischen Abend. Aber in einem sind sich alle einig: Es soll ein Geschenk sein, das von Herzen kommt und einem immer in Erinnerung bleibt.

Hanna Fecker, Leverkusen, Marienschule