Ein Dorf bewegt sich – Fufball-Fieber in Till

Seit Anfang 2008 rollt das runde Leder durch Till. Und nicht nur die Jugend ist dabei, auch Männer im Alter von 30 bis 50 sind in Fußball-Laune. Das Besondere am Verein ist, dass die Mitglieder so gut miteinander harmonieren. Doch wie entstand solch ein Treffpunkt?

Da es alljährlich ein Kirmestunier gab, und die Tiller dafür trainieren wollten, kam Aktivität ins Spiel. Zum Beispiel durch den Kegelclub „Die Gossenschnüffler“, dessen Mitglieder teilweise in der Kreisliga A aktiv waren und dies noch als ältere Männer genießen wollten. Als die Aktivität am Bolzplatz am Katharinenweg immer größer wurde, kamen auch immer mehr Anwohner, sowie auch Spieler, die in Till ihre Wurzeln haben, zum Spiel.

Die Mannschaft sucht immer mehr Mitglieder, um das Spiel mit dem Ball aufrecht zu erhalten. Zusätzlich veranstalten Erich Braun, der Leiter der Gruppe, sowie auch die anderen aktiven Erwachsenen jährlich eine Grill-Party, und zur Freude wird manchmal auch im Teamsport Hasselt der Ball ins Eckige gebracht. Erich Braun freut sich, dass so viele Mitglieder von 18.30 bis 20 Uhr auf der Bolz stehen und den Ball hin- und herkicken.

Und auch im Winter hört die Ball-Sucht nicht auf, denn dann bietet „Rheinwacht Erfge“ den Fußballern ihre Halle kostenlos an. Erich sagte: „Wir sind kein Verein und alles entstand rein zufällig. Es genügt schon, wenn nur einige Leute sich ein wenig engagieren und schon wird über die Dorfgrenze hinaus darüber geredet.“

Julian Schepers, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar

Ferien auf Ameland – Spiel, Spaß und gute Laune

Das Ferienwerk im Pfarrverband Bedburg-Hau hat vor 40 Jahren ein Jungen- und Mädchenlager auf die Beine gestellt, welche jedes Jahr in den Sommerferien abwechselnd in der ersten oder letzten Ferienhälfte in das Ferienlager Camp Ritskemoi auf Ameland fährt. Katrin Braam, Lagerleiterin des Mädchenlagers, macht sich in diesem Sommer wieder auf den Weg, um eine spannende und erlebnisreiche Zeit auf der schönen Insel zu verbringen.

Im Schlepptau hat sie aufgeregte Kinder, ein motiviertes Betreuerteam und ein hervorragendes Küchenteam. Die Kinder können sich auf ein perfekt geplantes Programm freuen und werden garantiert viel Spaß haben. Doch wie wird das alles organisiert? Katrin Braam spricht aus sechsjähriger Erfahrung als Lagerleiterin und weiß, was alles für Aufgaben hinter so einem Ferienlager stecken.

Seit ihrer Kindheit schon fährt Katrin mit dem Bedburg-Hauer Mädchenlager und hat sich auf Anhieb in die Insel verliebt. Die schöne Nordsee, die Dünen und vor allem das Projekt Ferienlager fasziniert sie bis heute. Als sie dann schon zehn Jahre als Betreuerin mitgefahren war, schlug der damalige Lagerleiter Jörg Bergmann, der seine Stellung abgeben wollte, Katrin Braam als neue Lagerleiterin vor. Diese willigte ziemlich schnell ein und übernahm ab diesem Zeitpunkt die Verantwortung für das Mädchenlager.

Auf die Frage, ob sich ihr Hauptberuf mit ihrer Aufgabe als Lagerleiterin gut vereinen lässt, antwortet sie, dass ihr Chef und ihre Arbeitskollegen dazu beitragen, dass sie drei Wochen am Stück Urlaub bekommt und sie so bis jetzt immer ihren Jahresurlaub für drei Wochen Ameland hergibt. Auch stößt sie manchmal an ihre Grenzen, aber immer wenn sie dann an die glücklichen Kinder mit ihren glücklichen Eltern und an ihre Lieblingsinsel denkt, dann weiß sie wieder, wie gerne sie Lagerleiterin ist.

Besonders schön und erleichternd ist, erzählt Katrin, wenn alle Kinder wieder gut zu Hause angekommen sind, ihren Eltern strahlend und aufgeregt erzählend in die Arme fallen und die drei Wochen pures Lagerleben genossen haben. Dann denkt sie an die Entwicklung der Kinder in den drei Wochen zurück und weiß, dass es sich lohnt, viel Arbeit und Mühe in das Projekt Ferienlager zu stecken. Aber natürlich könnte sie die Organisation und Planung nicht allein bewältigen, betont Katrin. Ohne ein starkes Team im Rücken wäre das alles überhaupt nicht möglich. So überlegen sich alle zusammen das ganze Jahr über tolle Spiele und sammeln neue Ideen. Viele Spiele sind schon Tradition und gehören einfach dazu.

Die heiße Phase der Planung beginnt Anfang Januar. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die Anmeldungen rausgeschickt, die in Kirchen, Pfarrgemeinden und im Internet zu finden sind. Gerade für Kinder, die vielleicht zu Hause kein Chance auf einen richtigen Urlaub haben, ist das Lagerleben eine tolle Alternative. Die Eltern brauchen sich also keine Sorgen zu machen und können dem Team vollstes Vertrauen schenken.

Weitere Informationen:www.ameland-hau.de

Maike Braam, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar

Alleskönner Handy – Fluch und Segen zugleich

Jeder kennt es, fast jeder hat eins: ein Handy. Doch was steckt wirklich alles hinter dem Handy, was macht es so begehrt und wie stark sind wir von ihm abhängig, wie sehr sind wir auf es angewiesen?

Was wäre, wenn es keine Handys mehr auf dieser Welt gäbe? „Unmöglich!“, würden sicherlich viele sagen, schließlich funkten bereits im Jahr 2009 stolze vier Milliarden Mobiltelefone im weltweiten Netz. Handys bestimmen unser Leben, spielen weltweit eine wichtige Rolle. Doch was macht das mobile Telefon so beliebt? Klar, es ist zum Telefonieren da, doch das ist schon lange nur noch eine Art Nebenfunktion seines gesamten Könnens. Zahlreiche Erweiterungen wie zum Beispiel die Kamerafunktion, Spiele, Sprachsteuerung, Radio und vieles mehr machen heutzutage für viele Handynutzer erst ein „richtiges“ Handy aus.

Bestes Beispiel: das iPhone der amerikanischen Kult-Firma Apple. Es umfasst weit mehr Funktionen als nur die des Telefonierens, nämlich die sogenannten Apps. Doch das ist ein weitreichendes Thema, welches für sich genommen Bücher füllen würde.

Auch heute noch ist für viele Menschen das Telefonieren eine der wichtigsten Funktionen des Handys. Die meisten besitzen das Handy wegen seines praktischen Nutzens: Eine Studie von chip.de aus dem Jahr 2005 besagt, dass knapp zwei Drittel der befragten Kinder und Jugendlichen das Handy für sehr wichtig halten, um zum Beispiel in einer Notfallsituation Hilfe rufen zu können.

Denn ein weiterer praktischer Vorteil des Handys ist, dass man von überall aus anrufen kann, ohne erst eine Telefonzelle aufsuchen zu müssen.

Jedoch besitzen Handys nicht nur Vorteile. Vor allem junge Menschen neigen dazu, sich vom mobilen Gerät abhängig zu machen. Ständig im Kontakt mit anderen Menschen stehen zu wollen, keine Neuigkeiten verpassen zu wollen und immer „up-to-date“ zu sein, bedeutet für die Betroffenen einen großen Zwang. Handy-Sucht wird dieses Problem auch genannt und ist nur schwer zu überwinden. Die Betroffenen verspüren den Zwang, ständig ihr Mobiltelefon zu kontrollieren, weil sie Angst haben, möglicherweise etwas zu verpassen. Ist das Telefon einmal nicht griffbereit, so bedeutet das für den Nutzer einen großen Verlust, er kann nicht ohne sein Handy auskommen, er will es sofort wiederhaben. Menschen mit wenig Kontakten sind oft gefährdet, in die Handyabhängigkeit zu gelangen, denn wer allein ist, sucht immerzu Kontakt zu anderen, um sich abzulenken. Ihr Handy beeinflusst ihr Leben deutlich.

Man sieht: Handys sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, sie formen unseren Charakter und unsere Persönlichkeit. Ein Leben ohne sie ist kaum vorstellbar, da sie bereits in sehr viele Bereiche unseres Lebens

mit eingebunden sind.

Niels Jansen, Goch, Gymnasium der Stadt Goch

Freizeit – An die Angeln, fertig, los

In der Morgendämmerung schleppen sich die ersten Angler an dem Weezer See „Kalbeck“. Im Gepäck mehrere Angeln, Zelt, Köder und immer die gleiche Frage: Wer fängt heute den schwersten Karpfen?

Das Wasser ist ruhig. Einzig die Enten schnattern und fühlen sich gestört. Hier und da kann man die ersten Fische bereits an der Wasseroberfläche sehen. Der Angelsee ist gut besucht. Ganz besonders an den Wochenenden. Dann werfen hier gut 30 Sportler ihre Angeln aus. Man sieht sich, man kennt sich und man lernt sich kennen. Erfährt das Neueste über den Sport und die Szene. Hier treffen sich Menschen von Jung bis Alt und man freut sich, wenn man einen „Biss“ hat.

„Petri! – mein Junge!“ heißt es dann und man klopft sich auf die Schulter und begutachtet den stolzen Fang. Doch der Fisch landet später nicht etwa in der Pfanne, vielmehr wird er wieder frei gelassen. Diese Art des Angelns nennt man „catch and release“. Ein Foto ist jedoch ein absolutes „Muss“. Schließlich will man seine Erfolge dokumentieren und präsentieren.

Es fällt auf, dass sich immer mehr Jugendliche Angelvereinen anschließen. Gut nachvollziehbar, denn welches Hobby ermöglicht einem jungen Menschen schon den Luxus zusammen mit Kumpels ungestört von den Eltern und fern von schulischen Pflichten in den Tag hinein zu leben.

Infos: ASV Weeze, gegründet 1972, circa 600 Mitglieder

Samuel Charlton, Tobias Borgmann und Niklas Lingner, Goch, Gesamtschule Mittelkreis

Buch-Tipp – Sterben oder bleiben? Lieben oder gehen?

Wenn man die Wahl hat: Sterben oder bleiben? Lieben oder gehen? Was würde man tun? Vor diese Fragen wird auch Mia gestellt, in dem Buch „Wenn ich bleibe“, das 2009 von Gayle Forman geschrieben wurde, und im Blanvalet Verlag erschienen ist.

Mia, eine junge Cellistin aus Oregon, hat gute Chancen auf die Juilliard, ein berühmtes Musikkonservatorium und eine Schauspielschule in New York, zu kommen. Allerdings müsste sie dann ihre Familie und besonders ihren Freund Adam zurücklassen. Adam ist Sänger und Gitarrist der Band „Shooting Star“ und bei Mias Eltern sehr beliebt. Warum? Adams Band spielt Rock und Emocore, Mias Eltern sind Punkrock-Liebhaber, ihr Vater war Schlagzeuger in einer Punk-Band. Als Mias Familie einen Ausflug machen will, passiert es: Sie haben einen Unfall, Mia fällt ins Koma. Als geistähnliches Wesen fängt sie an, über ihr Leben nachzudenken, die Liebe zwischen ihr und Adam zu reflektieren. Dann muss sie sich entscheiden: Leben oder sterben?

Die Emotionen Mias wurden in diesem Buch sehr gut von der Autorin dargestellt. Genauestens beschreibt sie, wie Mias Leben vorher war, was sie erlebt hat. Auch der Unterschied zwischen Mia, Adam und Mias Familie wird sehr schön dargestellt. Durch Gayle Formands Erzählweise konnte ich mich gut in Mias Situation und Leben hineinversetzen. Auch die unterschiedlichen Gewohnheiten der Punkrock hörenden Familie und Cellistin Mia wurden immer auf eine witzige Weise dargestellt.

Dieses Buch würde ich hauptsächlich jugendlichen Mädchen, die ungefähr 15 Jahre alt sind, empfehlen, doch durch die Art, wie es geschrieben ist, werden auch Erwachsene das Buch vermutlich gerne lesen. Ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Buch zu lesen, da die Art, wie es geschrieben wurde, sehr ansprechend ist.

Annika Oeser, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Europa – Hilfe für Griechenland

Dass Griechenland viele Schulden hat und dass dieses Problem schwer lösbar ist, ist ja schon sehr lange bekannt. Aber der Schuldenschnitt von Athen kommt überraschend.

Denn nach Angaben eines Regierungssprechers rafften sich 95 Prozent der Gläubiger auf und verzichten auf die Hälfte ihrer Forderungen. Diese Reaktion kam eher unerwartet, denn vor dem Schuldenschnitt weigerten sich die Gläubiger gegen die Forderungen der Politiker.

Wäre dieses gescheitert, wäre auch die nächste Hilfszahlung in Höhe von 130 Milliarden Euro in Frage gestellt. Aber wie lange Griechenland das durchhält und wie lange die Länder Griechenland noch helfen, bleibt weiterhin fraglich.

Denn die „Hilfsregierungen“ für Griechenland geben Geld aus, was sie nicht haben. Außerdem geht Griechenland sehr unverantwortlich mit dem Geld um. Denn anstatt das Geld den Bürgern zugute kommen zu lassen, geht immer mehr Geld in die Taschen der Politiker.

Wird es irgendwann so aussehen, dass die normalen Menschen gar kein Geld mehr haben und die

Politiker sich allen Luxus gönnen können?

Kathrin Interbieten, Goch, Gesamtschule Mittelkreis

Glosse – Tinchens neuer Freund

Für Tinchen war Ostern der große Tag. Zum ersten Mal durfte sie das Benzin fürs Auto selber tanken. Obwohl sie jetzt selbstständig das gierige Tier mit Benzin füttern darf, besorgt sie sich neuerdings nur noch „Futter für den Drahtesel“, mit anderen Worten sie lässt das Auto stehen und benutzt nur noch ihr Fahrrad. Wenn das mal nicht ökologisch ist.

Naja, auf vielen Internetplattformen wird schon gegen die Benzinpreise protestiert. Das macht den Politikern nichts aus, diese lassen sich schließlich auch mal vom Haus zum Supermarkt fahren. Tinchen ist trotzdem froh – ihr Drahtesel hält sie fit und macht auch keine nervigen Geräusche. Die Pflege ist schön einfach und kostet auch nicht viel. Komisch nur, dass sogar Papa jetzt wieder mit dem Fahrrad fährt, obwohl er sonst auch der Technikchef des Hauses sein möchte. Mutter hat nicht viel zu lachen, sie ist gezwungen ihr Auto zu benutzen. Da hilft wohl nur noch:

„Zahlen und fröhlich sein“.

Anton Hansen, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar

Bevölkerungsentwicklung – Deutschland schrumpft weiter

Die Bevölkerungszahl nimmt seit 2002 ab, da es weniger Geburten als Sterbefälle gibt. Zurzeit leben 230 Menschen auf einem Quadratmeter. 2060 soll es nur noch 70,1 Millionen Menschen in Deutschland geben, so Fachmänner auf diesem Gebiet.

Die Bevölkerungsminderung wird sich immer schneller vollziehen. Die jungen Menschen werden immer weniger und die Alten werden immer mehr. 2060 ist jeder siebte Mensch älter als 80 Jahre alt.

Der Osten des Landes ist stärker vom Altersrückgang betroffen als der Westen. Innerhalb von 50 Jahren werden also zehn Millionen Menschen weniger in Deutschland leben. Während in Deutschland die Bevölkerung immer mehr schrumpft, steigt die Weltbevölkerung an, da in China, Indien und in anderen Armutsländern die Menschen immer mehr werden.

Infobox 2060:

unter 20 Jahren=15,7% der Bevölkerung.

Über 60 Jahre = 39,2% der Bevölkerung.

Zwischen 20 und 60 Jahren = 45,1% der Bevölkerung.

Niklas Hamaekers, Goch, Gymnasium der Stadt Goch

Buch-Rezension – Von Idioten statt von Millionen umgeben

„Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt“ ist das erste Buch aus Gregs Tagebücher-Reihe des Autors Jeff Kinney. Die Reihe besteht aus sieben Büchern. Von den sieben Büchern wurden zwei Bücher verfilmt. Eines der sieben Bücher berichtet von den Dreharbeiten des ersten Filmes.

Alle Personen werden in den Büchern als Strichmännchen dargestellt. Die wichtigste Person in den Büchern und in den Filmen ist Greg. Greg ist zwölf Jahre alt und wohnt mit seiner Familie (Mom, Dad, Rodrick, Manni und Greg) in den USA. Gregs bester Freund ist Rupert, ein tollpatschiger und kindischer Junge. Greg beneidet Rupert total, weil dieser Einzelkind ist, während Greg zwei nervige Brüder hat.

In diesem Buch träumt Greg von einem Erwachsensein als Millionär. Doch erstmal muss er sich mit den „IDIOTEN“ in seiner Schule herumschlagen, allen voran Rupert. Obwohl Greg seiner Mutter gesagt hat, dass sie ihm nichts kaufen soll, wo „Tagebuch“ drauf steht, kauft sie ihm eines. Doch nach einiger Zeit findet er Gefallen daran und füllt es aus. Dort schreibt und zeichnet er seinen Tagesablauf hinein. Er macht dies, weil er im Hintergedanken hat, dass er dies, wenn er berühmt ist, als Memoiren benutzen kann und keine Interviews halten muss. Greg und Rupert erleben viele Abenteuer. Zum Beispiel eine Verfolgungsjagd mit Jugendlichen, weil sie diese beleidigt haben.

Dieses Buch stand schon auf Platz Eins der „New York Times“-Bestsellerliste. Zu Recht, wie wir meinen! Denn dieses Buch fällt vor allem durch seine Zeichnungen und seine witzige Sprache auf. Wir denken, dass das Buch für Kinder ab zehn Jahren ideal geeignet ist.

Steffen Verheyen und Maximilian Bucksteeg, Rees, Gymnasium Aspel

Schülerprojekt am Gymnasium Aspel – Gewaltfreie Schlichtung statt Konfrontation

Seit einigen Jahren gibt es am Gymnasium Aspel das Streitschlichtungsprojekt. Einige Schüler und Schülerinnen der Klasse 6/7 lassen sich neben dem Unterricht freiwillig zum Streitschlichter ausbilden. Sie lernen dabei, in Konfliktsituationen zwischen Schülern zu vermitteln.

Die Streitparteien müssen freiwillig zum Streitschlichter kommen. Zunächst ist es wichtig, aktiv zuzuhören, das Problem zu reflektieren, Lösungsmöglichkeiten zu finden, die für beide Streitparteien zufriedenstellend sind. Dabei sollte der Streitschlichter nie Partei ergreifen – er muss immer neutral bleiben. Die Lösungsmöglichkeiten werden schriftlich als Vertrag festgehalten und werden als Basis genutzt sollten neue Streitigkeiten auftreten. Der Streitschlichter unterliegt Schweigeflicht. Die Schlichtung funktioniert nach dem win-win-Prinzip, das heißt, dass alle sich nach der Schlichtung als Gewinner fühlen können. Ziel dabei ist es, dass beide Streitparteien nachher ohne fremde Hilfe wieder miteinander auskommen.

Die Schlichtung besteht aus fünf Phasen, der Einleitung, der Sichtweisen der Konfliktparteien, der Vertiefung und dem Konflikthintergrund, der Lösungssuche und der Vereinbarung. In der Einleitung sichert der Schlichter den Streitparteien Vertraulichkeit zu und es werden die Regeln, das Verfahren, die Rolle des Schlichters und dass Ziel der Schlichtung erklärt. In der zweiten Phase tragen beide Streitparteien nacheinander ihre Standpunkte vor. Der Schlichter wiederholt die Aussagen, fasst dabei zusammen, worum es in dem Konflikt ging und stellt dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. In der dritten Phase fragt der Schlichter noch mal genau nach und versucht dabei Einzelheiten zu klären. Dabei geht er auf Motive und Gefühle ein. In der vierten Phase werden Lösungsideen von den Streitparteien gesammelt. Dann werden diese diskutiert, bewertet und nach einer Einigung gesucht. In der fünften Phase wird mit Hilfe der Lösungsvorschläge eine Vereinbarung formuliert. Diese müssen dann die Schlichter und die Streitparteien unterschreiben.

Därthe Wilms, Rees, Gymnasium Aspel