Gewalt unter Schülern – Wenn Fäuste fliegen

Studien besagen, dass man Kinder immer öfter sagen hört: „Ich habe Angst in die Schule zu gehen.“ Denn die Gewalt an den Schulen hat in den letzten Jahren zugenommen.

Die Betreiber eines Forums gegen Gewalt an Schulen sagen: „Meistens treten die Aggressionen bei Kindern auf, die es zuhause und in der Schule nicht leicht haben.“ Eine Ursache für die Gewaltbereitschaft der Schüler ist meist die fehlende Aufmerksamkeit der Eltern. Die Jugendlichen sind dann auf sich selbst gestellt und verbringen daher die meiste Zeit in sozialen Netzwerken oder in Spieleportalen mit hohem Gewaltpotential. Sie nehmen die aus den Spielen angestauten Aggressionen mit in die Schule und meistens auch in ihre übrige Freizeit.

Eine große Rolle für die Gewalt im schulischen, wie auch im privaten Bereich, spielt das soziale Umfeld. Viele dieser gewaltbereiten Schüler wohnen in Ballungsgebieten mit hoher Arbeitslosigkeit, Drogen und Alkoholkonsum. Auch der Umgang mit sogenannten „falschen Freunden“ kann zu Aggressionen führen.

Durch gezielte Workshops und Gespräche mit Lehrern und Psychologen sollte den Kindern und Jugendlichen verständlich gemacht werden, was sie ihren Mitschülern mit der Gewalt für psychische und vielleicht auch physische Verletzungen zufügen.

Sie sollten lernen, dass man seine Aggressionen auch durch Sport wie zum Beispiel Boxen, Kickboxen oder Ähnlichem abbauen kann. Dadurch wäre die Schulzeit für viele Schüler einfacher, und wir würden solche Sätze wie „Ich habe Angst in die Schule zu gehen“ vielleicht seltener hören.

Lena Knuppertz, Leverkusen, Werner-Heisenberg-Schule

Buch-Tipp – Kellnerin trifft Vampir

„Vorübergehend tot“ ist das erste Buch aus der Sookie Stackhouse-Serie

der Fantasy-Autorin Charlaine Harris. Und ein Muss für alle Vampir-Fans.

Sookie Stakhouse ist eine einfache Kellnerin, mit einer nach ihrer Sicht „Behinderung“: Sie kann Gedanken lesen. Sie jobbt in einer Bar in ihrer Heimatstadt Bon Temps. Eines Abends taucht ein gut aussehender Mann namens Bill in der Bar auf. Sookie merkt, dass sie keinen einzigen Gedanken von Bill hören kann, denn Bill hat auch eine „Behinderung“.

Er ist schon lange gestorben. Nun ist er ein Vampir. Später am Abend rettet Sookie Bill vor Ausblutern. Diese wollten Bills Vampirblut auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Sookie und Bill lernen sich immer näher kennen und schließlich verlieben sie sich in einander. Als eine Mitarbeiterin von Sookie ermordet wird, wird Bills unheimliche Clique verdächtigt. Sobald Sookie von dem Mord erfährt, bangt sie um ihr Leben.

Charlaine Harris‘ Buchreihe über Sookie Stackhouse ist die Romanvorlage der TV-Erfolgsserie „True Blood“.

Saskia Riemer, Leverkusen, Marienschule

Freiwilliges Soziales Jahr im Haus Nazareth – „Wer mit Kindern arbeitet, muss sie auch in sein Herz lassen“

„Gerade am Anfang ist bei mir auch das ein oder andere Tränchen geflossen“, erzählt Annette Adelberg (31). Sie entschied sich im Alter von 20 Jahren für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Haus Nazareth, um die Wartezeit zwischen dem Abitur und dem Studium zu überbrücken. Da sie selbst aus einem gut behüteten Elternhaus komme, hätten die Einzelschicksale der Kinder sie natürlich sehr berührt.

1926/27 wurde das Haus Nazareth in Leverkusen-Schlebusch von den Schwestern des armen Kindes Jesus gegründet. Heute ist es eine moderne Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit ganz unterschiedlichen Angeboten. Kinder und Jugendliche aus schwierigen familiären Verhältnissen lernen hier mit ihren Grenzerfahrungen, emotionalen Störungen oder Behinderungen umzugehen und trotz erschwerter familiärer Bedingungen ein „normales“ Leben zu führen. Eine gemeinsame christliche Werteerziehung und moderne pädagogisch-therapeutische Verfahren gehören zum Leitbild von Haus Nazareth.

Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres sei sie sozusagen „das Mädchen für alles“ gewesen. Vormittags musste sie für die Wohngruppe einkaufen. Mit den ganz Kleinen „im Bollerwagen zu Aldi“, das sei immer sehr abenteuerlich gewesen, berichtet Annette Adelberg strahlend. Die beiden Kleinsten in der Gruppe, ein Geschwisterpärchen, seien damals nämlich erst ein und zwei Jahre alt gewesen. Die Vorstellung, dass sie – aus welchem Grund auch immer – nicht bei Mama und Papa sein konnten, habe sie damals sehr traurig gestimmt und ihr Verantwortungsgefühl gesteigert.

Die Frage, ob sie so eine Art „Ersatzmutter“ gewesen sei, beantwortet Annette Adelberg etwas unsicher. Natürlich sei es wichtig, die Kinder emotional aufzufangen und ihnen viel Wärme und Zuneigung zu geben. Aber auch eine gewisse Distanz sei notwendig. Zum einen, um die Beschäftigung mit den Kindern während des Freiwilligen Sozialen Jahres auch als Arbeit anzusehen, und zum anderen, weil die Kinder im Haus Nazareth ja in den meisten Fällen noch Eltern hätten. „Wer mit Kindern arbeitet, muss diese auch in sein Herz lassen“, aber Professionalität und Distanz seien im pädagogischen Bereich eben auch wichtig.

Die Arbeit im Haus Nazareth hat Annette Adelmann in ihrem Leben stark beeinflusst. Denn sie bekam Einblicke in viele Bereiche, beispielsweise in die Arbeit der Logopäden, zu denen sie die Kinder begleitete. Dieser Eindruck war so stark, dass sie sich entschieden hat, selbst Logopädin zu werden. Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist also kein verlorenes Jahr, sondern kann auch ein wirklicher Gewinn für das Leben sein.

Yvonne Ganschow, Anna-Lina Schneiders und Constanze von Fragstein, Leverkusen, Marienschule

Museums-Tipp – Geschichte hautnah erleben

Das Haus der Deutschen Geschichte an der Museumsmeile in Bonn bietet seinen Besuchern neben einer anschaulichen und informativen Dauerausstellung auch eine Wander- sowie eine Wechselausstellung.

Die Idee hatte 1982 der damalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl kurz nach seinem Amtsantritt. 1994 kam die erste Dauerausstellung, die bei einem Rundgang auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern mit über 7.000 Ausstellungsstücken, 150 Medienstationen und Zeitzeugeninterviews sowie Film- und Tondokumenten die Geschichte Deutschlands vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute veranschaulicht. Sieben Jahre nach der Eröffnung wurde die Dauerausstellung neu gestaltet, wobei das Museum viel Wert auf eine genaue und ausführliche Thematisierung der Wiedervereinigung Deutschlands legte. Im Jahr 2011 wurde sie zum zweiten Mal überarbeitet und von Christian Wulff wiedereröffnet.

Zusätzlich werden Besichtigungen des Palais Schaumburg, dem ehemaligen Kanzlerbungalow und dem Bundesratssaal angeboten. Von Juli bis September können Besucher Fotografien von Thomas Hoepker unter der Rubrik „Zeitsprung“ anschauen. Interessierte haben die Möglichkeit das Haus der Deutschen Geschichte an allen Tagen außer Montag bei freiem Eintritt zu besuchen, da die Stiftung von der Bundesrepublik Deutschland finanziert und unterstützt wird.

Charlotte Schultz und Elena Platten, Neuss, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg

Der Traum vom Fliegen – Abgehoben

Die Brüder Wright träumen vom Fliegen. Und zwar schon lange. Sie wollen einen Apparat mit einem Motors in die Luft bringen.

Ende des 19. Jahrhunderts beginnen Wilbur und Orville Wright zu rechnen, zu bauen und zu testen. Aber auch die Konkurrenz schläft nicht. So haben sie auch mit Zeitdruck zu kämpfen. Als Wilbur wieder an der Ostküste von North Carolina ist, erwartet ihn bereits sein Bruder inmitten von Kisten, in denen alle Einzelteile des Flugzeuges liegen.

Es soll rund drei Meter hoch, sechs Meter lang und zwölf Meter breit werden.

In der schwersten Kiste liegt das Herzstück: der Motor.

Nach Wochen ist schließlich alles zusammengesetzt. Nur – wird der Motor anspringen? Wird er die Propeller antreiben? Werden sie fliegen? Es wäre eine Sensation!

Die Brüder würden beide gerne fliegen, jedoch ist dies wegen des Gewichts unmöglich. Sie werfen eine Münze…

Und Wilburs Traum geht in Erfüllung.

Der Vierzylinder wird angelassen… Er springt an. Doch was ist das? Der Motor läuft unruhig… „Krack!“ Es ziehen sich Risse durch die Propeller-Wellen. „Verdammt!“, die Brüder fluchen. Doch nichts hilft. Sie schicken den Motor zurück in ihren Fahrradladen nach Dayton, den sie seit Jahren führen.

Ein Angestellter schließt die Risse. Nach sich ewig anfühlenden drei Wochen könnten sie das überholte Flugzeug wieder starten, doch draußen tobt ein heftiger Schneesturm. Tage später probierten sie es erneut. Und wieder „Krack!“ Es reißt wieder eine Propeller-Welle.

Nun wird es Orville zu viel, denn die Konkurrenz schläft nicht. Jedoch hörten sie, dass einer ihrer größten Konkurrenten, Samuel Langley, am 8. Dezember gescheitert ist. Wright reist persönlich nach Dayton, wo er das Motorteil ein zweites Mal repariert.

Am 14. Dezember ist es dann so weit. Der Wind weht schwach. Perfekte Bedingungen zum Fliegen. Wilbur legt sich bäuchlings in den Flieger. Der Motor läuft, die Maschine beschleunigt – und hebt ab! Nach 30 Metern kommt der Pilot wieder zurück auf den Boden. Die Wrights sind tatsächlich geflogen!

Adrian Därschlag, Erkrath, Gymnasium Am Neandertal

Buchkritik – Gefangen im Mittelalter-Spektakel

In dem Thriller „Saeculum“ von Ursula Poznanski schließt sich eine Gruppe junger Erwachsener zu einer Mittelalter-Convention zusammen, die in der Zeit des 14. Jahrhunderts stattfindet. Erlaubt sind nur die Gegenstände, die auch zu dieser Zeit schon existierten. Das heißt, auf neuzeitige Erfindungen wie Brillen, Medikamente oder Handys muss komplett verzichtet werden. Zu allem Übel soll auch noch ein Fluch auf dem Grundstück lauern und die ganze Aktion ist eigentlich illegal.

Sebastian, ein junger Medizinstudent, wird von seiner Freundin Sandra überredet, fünf Tage an jenem Mittelalter-Rollenspiel teilzunehmen. Es ist das erste Mal für ihn, und er freut sich auf die Tage, die er mit Sandra verbringen kann. Zusammen mit einigen anderen machen sich die beiden auf nach Wiesenburg in Österreich, wo mitten in einem dichten Wald, fernab von jeglichen Kontakten zu der Außenwelt, das Camp stattfinden soll. Doch die Stimmung wird schon auf der Reise getrübt, da von einem schaurigen Fluch gesprochen wird, der auf dem Grundstück des Rollenspiels zu lasten scheint.

Zuerst schenkt keiner der Spieler dem Fluch wirkliche Beachtung, doch es geschehen gruselige Dinge, die die Meinung einiger schnell ändern. Nacheinander verschwinden auf mysteriöse Weise drei Mitspieler, und ein Hund findet den Oberschenkelknochen eines Menschen. Schnell wird aus dem Spiel eine ernste Situation und es gilt nun, die Vermissten zu finden. Doch der Fluch scheint erwacht zu sein und dieser besagt, dass keiner das Grundstück je wieder lebendig verlassen kann, es sei denn, es wird ein Menschenopfer gebracht. Außerdem erscheinen regelmäßig unheimliche Drohungen, von denen keiner weiß, woher sie stammen. Werden es dennoch alle unbeschadet zurück in die Zivilisation schaffen?

Ursula Poznanskis „Saeculum“ zieht einen geradewegs mit sich in das Mittelalter-Camp. Man fiebert regelrecht mit und möchte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Spannung hält das ganze Buch über, bis zum Schluss, an. Die Atmosphäre, die zu Beginn noch locker ist, schlägt ins Düstere und Gruselige um, sobald die Spieler in dem Camp ankommen. Die äußere Gestaltung des Buches stimmt einen schon frühzeitig auf den Inhalt des Buches ein. Der Einband ist komplett in schwarz-weiß gehalten und selbst die Seitenränder sind schwarz gefärbt. Auch die Seitenzahlen und die Anfangsbuchstaben jedes Kapitels sind altertümlich und schaurig gestaltet. Der Preis des Buches ist vollkommen angemessen und es lohnt sich, dieses Buch zu kaufen.

„Saeculum“ ist jedem (Jugend-)Thriller-Liebhaber auf jeden Fall zu empfehlen und die Mindest-Altersgrenze von 14 Jahren ist meiner Meinung nach berechtigt. Gänsehaut ist garantiert, denn die Spannung des Buches erzeugt bis zum Ende einen ordentlichen Nervenkitzel!

Der von Ursula Poznanski verfasste Thriller „Saeculum“ wurde am 2. November 2011 vom Loewe Verlag herausgegeben. Das Buch umfasst rund 496 Seiten und kostet 14,95 Euro.

Emily Reutemann, Neuss, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg

Immer auf die Ohren – Kopfhörer rein, Welt aus!

Ohne Musik wäre die Welt doch langweilig. Wenn sie läuft, lässt sich die Umwelt einfach schneller wegschalten. Es gibt keine kleinen und kreischenden Kinder, und auch keine lästigen Autogeräusche mehr, die unbedingt so nah an uns fahren müssen, per Knopfdruck lässt es sich einfach leiser stellen. Der Lautstärkepegel des MP3-Players ist dabei oft am Anschlag, was gerade nicht das Gesündeste für unsere Ohren ist.

Einen Hörschaden kann man erleiden, indem man heutzutage zu laut und auch zu lange Musik hört. Vor allem bei Jugendlichen, kommt es oft vor, dass sie unter großen Kopfschmerzen leiden, weil sie einfach nicht drauf geachtet haben, ob die Musik doch zu laut war. Somit können sich die meisten von ihnen weniger auf die Schule konzentrieren.

Erwachsene haben es jedoch etwas leichter, denn in gewissen Berufen gibt es bereits Gesetze, damit es nicht zu diesem Problem kommt. Tragen muss man einen Hörschutz ab einem bestimmten Wert, wie jedoch jeder einzelne in seiner Freizeit Musik hören will, ist jedem selbst überlassen. Aus diesem Grund kommt es wieder zu uns Jugendlichen, denn wie laut und wie lange man hört, ist jedermanns Sache, aber was passiert, wenn es zu schädlich ist?

Wer später nicht an Schwerhörigkeit leiden möchte, sollte nie, oder zumindest nicht so oft, den Schallpegel auf die höchste Lautstärke drehen, und dem Ohr somit Ruhe gönnen.

Ceyda Aydin, Leverkusen, Werner-Heisenberg-Schule

Das ungelöste Rätsel – Der Schatz der Templer

1118 bis 1312 bestand der Tempelorden. Er wurde in Folge des Ersten Kreuzzuges gegründet. Manche Forscher gehen davon aus, dass sogar die Bundeslade im Besitz des Ordens war.

Es gibt die Theorie, dass ein Pfarrer im 19. Jahrhundert in dem Pyrenäen-Dorf Rennes-le-Chateau die Überreste der Bundeslade und weitere Schätze gefunden hat. Diese Vermutung wird auch durch das Gemälde „Die Hirten von Arkadien“ von Nicolas Poussin untermauert. Das Bild zeigt einen Steinschrein vor einer Landschaft, die verblüffende Ähnlichkeit mit der Landschaft vor dem Dorf Rennes-le-Chateau hat. Genau dieser Schrein steht einige Kilometer vor dem Dorf. Viel bedeutender jedoch ist die verstümmelte Inschrift „Et in Arcadia Ego“ im Zentrum des Bildes. Wenn man einige Buchstaben vertauscht, ensteht der Satz: „Tego lan(us) Arca Dei“ (Ich verberge den Zugang zur Lade Gottes). Der Steinschrein verbarg allerdings nicht die Bundeslade, sondern einen geheimen Zugang zu unterirdischen Stollen, in denen laut Aufzeichnungen leider nichts gefunden wurde.

Diese Stollen wurden im 13. Jahrhundert von den Templern angelegt. Somit könnte es tatsächlich sein, dass die Schätze in diesem Gebiet versteckt waren. Der oben erwähnte Pfarrer hat 1886 einige Pergamente in der Dorfkirche entdeckt. Darauf wurde nicht nur das Gemälde erwähnt, sondern es war angeblich auch die Rede vom Verbleib des Schatzes.

Interessanterweise schwamm der Priester nach der Entdeckung der Schriftstücke förmlich im Geld. Offiziell stammte der Reichtum aus illegalem Handel, doch Forscher glauben, dass die Millionensummen hauptsächlich durch den Verkauf von Gold und Wertgegenständen aus dem Schatz der Templer zustande kamen.

Ob diese Theorie wirklich der Wahrheit entspricht, wird weiterhin ein Rätsel bleiben.

Luca Olivi, Hückeswagen, Städt. Realschule Hückeswagen

Schönheit – Nobody is perfect

Haben Sie auch schon einmal versucht, das Wort „Schönheit“ zu definieren? Wir haben es getan und sind auf ein überraschendes Ergebnis gestoßen. „Bin ich schön?“ Haben wir nicht alle schon mal über diese Frage nachgedacht?

Aber was stellen wir uns eigentlich darunter vor?

Ganz besonders die Medien sind es, die uns das klassische Schönheitsideal unserer Zeit vorführen und uns dadurch beeinflussen. Bei der Frau sind es zum Beispiel die vollen Lippen, die hoch sitzenden Wangenknochen, die schmale Nase sowie langes, gepflegtes und gesundes Haar, die sie besonders attraktiv wirken lassen. Beim Mann dagegen sind es das schmale Gesicht, die markanten Wangenknochen, die bräunlich, gesunde Haut und der sportliche, schlanke Körper. Doch auf welchen Mensch treffen schon alle diese Merkmale zu?

Wer sich nicht gerade „unters Messer gelegt hat“, erfüllt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht jedes dieser Schönheitsideale, denn so gerne wir es auch wären, kein Mensch ist perfekt. Nun sind wir noch gar nicht auf das speziell persönliche, sondern vielmehr auf das klassische Schönheitsideal der Medien eingegangen. Um zu erfahren, was die Menschen, denen wir tagtäglich begegnen, als „schön“ empfinden, haben wir eine kleine Umfrage in Alt-Erkrath, einer kleinen Stadt vor Düsseldorf, durchgeführt.

Wir wählten zwei Fotos aus, auf dem einen eine sehr dünne, in unseren Augen ausdruckslos schauende braunhaarige Frau, auf dem anderen eine kurvige, aber schlanke, lächelnde, blonde Frau. Mit diesen beiden beschriebenen Bildern gingen wir durch die Stadt und befragten die verschiedensten Passanten. Die Männer wurden gefragt, mit welcher der Frauen sie sich eher eine Beziehung vorstellen könnten, die Frauen fragten wir, welches Aussehen sie für sich bevorzugen würden.

Drei von fünfzehn Männern entschieden sich für die magere, braunhaarige Frau, die anderen zwölf wählten die kurvige, Blonde. „Da ist ja gar nichts dran“, beschrieb ein Mann die Brünette, ein anderer jedoch sah dies anders, er empfand sie als „angenehm“. Auch die Meinungen der Frauen stimmten nicht immer ganz überein, jedoch entschieden sich nur zwei von fünfzehn für die Magere. „Die Blondine sieht freundlicher aus, nicht so mager“, so eine der Frauen. Auch die anderen Frauen empfanden die Kurvige als ansprechender.

Wir persönlich waren überrascht darüber, dass sich überhaupt manch ein Passant für die magere Brünette entschieden hat. Schönheit liegt nun mal im Auge des Betrachters.

Lea-Sophie Halajian, Madeline Keil und Olivia Mählmann, Erkrath, Gymnasium Am Neandertal

Regenbogenland – Das Kinderhospiz in Düsseldorf

Können Sie sich vorstellen, dass Ihr Kind schwer krank wäre? Könnten Sie der Belastung standhalten? Immer mehr Eltern können diese Belastung nicht mehr alleine bewältigen. Um Ihnen helfen zu können, wurden in Deutschland zehn Kinderhospize erbaut. Darunter auch im Jahre 2004 das Regenbogenland in Düsseldorf.

„Viele Menschen haben bisher nur von Hospizen für Erwachsene gehört, doch auch Kinder und ihre Familien brauchen Begleitung und Hilfe in der letzten Lebensphase. Deshalb sind wir froh, dass es dank der vielen Unterstützer und Spender seit acht Jahren das Regenbogenland in Düsseldorf gibt“, so Melanie van Dijk, stellvertretende Geschäftsführerin.

In dem Hospiz können insgesamt sieben Kinder mit Familie untergebracht werden. Sie werden von 33 haupt- und 60 ehrenamtlichen Beschäftigten betreut. Der Tagesablauf richtet sich nach den Kindern und wie sie sich fühlen. Geht es den Kindern gut, können die Eltern mit ihnen auch Ausflüge machen. Häufig werden auch gemeinsam Sachen unternommen, wie zum Beispiel Eis essen. Oft kommt es vor, dass Erwachsene die Gruppe mitleidig angucken, doch die kranken Kinder wollen dies nicht. Sie kennen es nicht anders und finden es auf ihre Weise auch normal.

Auch für Geschwisterkinder gibt es Angebote. An jedem ersten Samstag im Monat gibt es einen Tag für Geschwister, an denen sie viele Dinge erleben können, wie zum Beispiel einen gemeinsamen Filmnachmittag, zusammen backen, etc. Auch gibt es Wochenendfahrten, damit die Geschwister mal im Mittelpunkt stehen und wenigstens dort nicht zurückstecken müssen wie oft zu Hause.

Es wird zwischen Kurzzeit- und Finalpflege unterschieden. Die Kurzzeitpflege geht meist über zwei Wochen. Sie ist da, um die Eltern in der Zeit zu entlasten und die Kinder zu unterstützen. Die Finalpflege ist für Kinder gedacht, die in absehbarer Zeit sterben werden. Mitunter sieht es so aus, als ob sie versuchten, den Zeitpunkt dafür zu beeinflussen: Manche „warten“ bis die Familie schläft, andere „gehen“ erst dann, wenn sie wissen, dass ihre Familie und eventuell Freunde da sind. Für die trauernden Familien gibt es einen besonderen Abschiedsraum, in dem die verstorbenen Kinder bis zur Beerdigung bleiben und der in dieser Zeit individuell eingerichtet wird.

Doch die Betreuungskosten sind hoch und können nicht alleine von Krankenkassen oder Landschaftsverband übernommen werden. Deshalb ist das Regenbogenland auf Ihre Spenden angewiesen. Selbst kleine Beträge können einem Kind ein paar schöne Stunden ermöglichen. Wenn auch Sie spenden möchten, können Sie das gerne tun: Deutsche Bank, Konto-Nr.: 6 324 123 60, BLZ 300 700 24 oder Stadtsparkasse Düsseldorf, Konto-Nr.: 10 330 900, BLZ 300 501 10.

Außerdem findet jährlich ein Tag der Offenen Tür statt. Dann heißt das Regenbogenland Gäste auf der Torfbruchstraße 25 in Düsseldorf mit einem bunten Programm für Groß und Klein herzlich willkommen.

Laura Theisen und Malin Maurer, Erkrath, Gymnasium Am Neandertal