Archiv der Kategorie: Düsseldorf

Trinken, um dazuzugehören – Alkoholsucht bei Jugendlichen

Der Drogen und Alkoholkonsum ist in den vergangen Jahren stark angestiegen. Laut Spiegel Onlien (3.04.2013) gaben Suchtexperten an, dass jährlich etwa 74.000 Menschen durch Alkohol oder in Verbindung mit Drogen und Zigaretten sterben.

Die meisten Jugendlichen, die ein Problem mit dem Alkohol haben, fingen schon zwischen 10 und 13 Jahren an zu trinken. Wir befragten einige Jugendliche, warum sie anfingen zu trinken. Die häufigste Antwort war: „Ich möchte doch nur dazu gehören. Wenn ich nicht angefangen hätte zu trinken, wäre ich wahrscheinlich nicht so beliebt, wie ich es jetzt bin.“ Für die Jugendlichen ist es nur wichtig, dass sie dazu gehören. Ein Mädchen, das wir befragten, erzählte uns, dass es für sie normal ist, sich fast jeden Freitag und Samstag zu betrinken.

„Als ich in diesem Alter war, habe ich mich um die Schule gekümmert und draußen gespielt.“, erzählte uns Johanna H. Sie war sichtlich geschockt über die Antworten der Jugendlichen. So ging es vielen Erwachsenen, die wir befragten. Doch auch die Zahl der alkoholabhängigen Erwachsenen ist in den letzten Jahren stark angestiegen, laut des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung. Von 2000 bis 2011 ist die alkoholbedingte Krankenhaus-behandlung um circa 35 Prozent gestiegen. Viele behaupten deshalb, dass Kinder und Jugendliche sich das regelmäßige Alkoholtrinken abgucken.

Das Rauschtrinken oder das Komatrinken kommt leider sehr häufig vor bei Jugendlichen. Laut einer Bundesstatistik vom Rheinland-Pfalz, über die die Verbandsgemeinde Prüm berichtete, landen jährlich rund 26.000 Jugendliche durch Rauschtrinken oder Komatrinken in einer Klinik. Zu erkennen ist, dass deutlich mehr Jungen statt Mädchen im Krankenhaus oder in der Klinik wegen Alkohol landen.
Diese erschreckenden Zahlen sollten uns deutlich machen, dass dringend etwas unternommen werden sollte.

Greta Wolters, Helen Hartkopf, Juliane Schulte-Huermann, 8c, Cecilien-Gymnasium, Düsseldorf

Spielerisch Deutsch lernen – Wir verstehen uns gut

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einem wachsenden Deutsch-Defizit bei Kindern mit Migrationshintergrund, denn in NRW spricht jedes fünfte Kind zu Hause kaum oder sogar kein Deutsch und ist somit nicht fit für die Schule.

Irina Rump, Dipl. Philologin und Leiterin von Integrationskursen, ist überzeugt, dass alle Kinder die Chance bekommen sollen, richtig sprechen und lesen zu lernen und, wenn es nötig ist, dann mit einer speziellen Sprachförderung. Seit zehn Jahren vermittelt und fördert sie gezielt die Sprachentwicklung der Kinder. In ihren kleinen Gruppen, die aus acht bis zehn Kindern bestehen, wird daran gearbeitet, die Sprachmängel aufzuheben. Viele Kinder kommen mit geringen Deutschkenntnissen in den Kindergarten, deswegen werden ihnen oft Sprachförderungen angeboten. Weil die Eltern keinen guten Kontakt zu den Erzieherinnen haben und meinen, dass die Sprachförderung im Kindergarten nicht effektiv genug ist, besuchen Vorschulkinder ab fünf Jahren zusätzlich die Sprachförderung in Kin-Top. e.V..
„Mein Ziel ist, den Kindern die Sprache so beizubringen, dass sie in der Schule dem Unterricht folgen können“, betonte Irina Rump.

Im Unterricht legt Frau Rump besonderen Wert auf die Phonetik (Aussprache). Denn viele Migrantenkinder hören die Laute wie p und b, k und g nicht deutlich und können sie nicht unterscheiden, sodass sie die Laute falsch aussprechen. Sie lernen, die Laute zu hören, um sie richtig aussprechen zu können. Jede Sprache hat ihren eigenen Rhythmus, und um diesen kennenzulernen, klatschen sie zusammen im passenden Takt. Deutsche Volks- und Kinderlieder haben auch diesen Rhythmus, dadurch lernen die Vorschüler nicht nur die Melodie der deutschen Sprache, sondern auch die deutsche Kultur.

Die Kinder können nicht den während des gesamten Unterrichts auf ihren Plätzen sitzen, also ist der Unterricht spielerisch aufgebaut, sodass sie die Möglichkeit haben, zu tanzen, zu springen und Lieder zu singen. Nach dem Unterricht nimmt sich Irina Rump die Zeit, den Eltern zu erzählen, was sie mit den Kindern erarbeitet hat, und sie erklärt ihnen, welche Aufgaben die Kinder zu Hause erledigen müssen. Sie empfiehlt den Eltern gemeinsam mit den Kindern Bücher in Reimform zu lesen und Lieder zu singen.

Was können die Eltern noch tun, um die sprachliche Entwicklung ihres Kindes im Alltag zu unterstützen? Zurzeit gibt es unzählige Möglichkeiten: zusammen Hörbücher hören, Geschichten lesen, Filme schauen und besprechen oder die Kinder zum Erzählen und Fragen ermutigen. Diese Unterstützung führt dazu, dass der Wortschatz der Kinder täglich erweitert wird. Experten gehen davon aus, dass Kinder im Alter von sechs Jahren rund 14.000 Wörter kennen, aber nur 5.000 bis 9.000 aktiv nutzen sollten. Die sprachliche Entwicklung ist bei jedem Kind unterschiedlich.

Gerda Dillmann, 8a, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

In Urdenbach – Evangelische Kirche bekommt neue Orgel

Die evangelische Kirche in Urdenbach hat eine Orgel bekommen. Um genauere Informationen zu erhalten, wurde der Pfarrer der evangelischen Kirche in Urdenbach, Matthias Köhler, der seit Oktober 2000 in seinem Beruf als Pfarrer tätig ist, befragt.

Das Amt des Pfarrers von Urdenbach übernahm er am Pfingstmontag 2006, nachdem er vom Presbyterium gewählt worden war. Urdenbach ist eine verhältnismäßig alte evangelische Gemeinde und wurde im Jahre 1617 gegründet. Die Rekonstruktion der Orgel wurde beschlossen, weil die alte Orgel teilweise beschädigt war und manche Töne (Orgelpfeifen) nicht mehr funktionierten. Eine Reparatur der alten Orgel hätte 150.000 Euro gekostet. So viel war das alte Instrumental aber nicht mehr wert, weswegen eine neue Orgel angeschafft werden sollte.
Die neue Orgel ist ein sogenannter „Rekonstruktiver Neubau“ der ersten Orgel von 1754 in der Dorfkirche. Diese erste Orgel war so klein dimensioniert, dass sie den Ansprüchen und Bedürfnissen der Gemeinde heute nicht mehr genügen würde. Die Idee des vorherigen Orgelbauers Herr Schöler aus Bad Ems (geboren: 1723 verstorben: 1793) wäre es wahrscheinlich gewesen, die Orgel größer zu bauen, damit es den Ansprüche und Bedürfnissen der Gemeinde genügt.
Die Gesamtkosten der neuen Orgel betrugen circa 400.000 Euro, wobei die Hälfte des Gesamtbetrags durch Spenden, unter anderem durch Patenschaften für einzelne Orgelpfeifen, finanziert wurde. Die andere Hälfte der Baukosten hat der Kirchenkreis Düsseldorf übernommen. Unter anderem verwaltet der Kirchenkreis Geld, das allen Gemeinden für besondere Projekte oder notwendige Renovierungsarbeiten an Kirchen zur Verfügung steht.
Im Winter 2007 wurde beschlossen, die Orgel zu rekonstruieren und die Gemeinde begann die Finanzierung zu organisieren. Für einen Termin der Rekonstruktion musste zuerst eine Orgelbaufirma ausfindig gemacht werden. Als die Firma „Orgelbau Hubert Fasen“ aus Oberbettingen in der Eifel gefunden war, begann die Planung der neuen Orgel. Nach Abschluss der Planung wurde Ende 2012 mit dem Bau begonnen. Die alte Orgel abzubauen und die neue anzubringen, dauerte ungefähr ein Jahr. Als Termin zu Fertigstellung wurde dann im Orgelbauvertag der 1. Dezember 2013 vereinbart.
Zur Einweihung der Orgel pünktlich am ersten Advent gab es eine Festwoche. Sie begann mit einem festlichen Gottesdienst und noch zwei weiteren Orgelkonzerten, Sektempfang, Mittagessen und Kaffeetrinken im Gemeindehaus Urdenbach. Die Festwoche dauerte bis zum 8. Dezember 2013.
Für die Zukunft sind weitere Veranstaltungen außerhalb des Gottesdienstes geplant, bei denen Organisten die neue Orgel ausprobieren können. An jedem ersten Sonntag im Monat wird um 15 Uhr ein Orgelkonzert stattfinden. Dazu werden auch noch jede Menge Sonderkonzerte kommen.

Yannick Joura, 8a, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Vom Riesenrad bis zum Benrather Weihnachtsdörfchen – Franz Bruch: Ein Leben als Schausteller

Die Schaustellerfamilie Bruch wird Mitte des 19. Jahrhundert von zwei Brüdern gegründet. Einem der Brüder gehört damals eine Schmiede, als diese abbrennt, baut er für sich und seinen Bruder je ein Karussell, um den Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Großeltern und Eltern von Franz Bruch betreiben in der Tradition ihrer Vorfahren Fahrgeschäfte, 1895 dann das erste transportable Riesenrad: Es hat acht Gondeln und wird noch mit der Hand gedreht. Es folgt wenig später ein Riesenrad mit 12 Gondeln. Die Eltern von Franz Bruch, Willi Bruch und seine Frau Martha, geb. Renoldi, heiraten 1936. Franz Bruch kommt 1937 als ältester von vier Söhnen in Düsseldorf zur Welt, seine Brüder heißen Oskar, Willi und Harry.
Als Kind zieht Franz Bruch mit seinen Eltern von einem Festplatz zum nächsten, er wächst im Wohnwagen auf und muss meist jede Woche die Schule wechseln. Lediglich im Winter wohnt die Familie in ihrer Wohnung in Düsseldorf. Mit der nächsten Kirmessaison geht es im Frühjahr wieder in den Wohnwagen. Franz Bruch selbst wird 1943 mit sechs Jahren in Salzburg eingeschult und mit 14,5 Jahren in Düsseldorf-Unterrath aus der Schule entlassen.
Für Franz Bruch kommt wie für seine Brüder nur der Schaustellerberuf in Frage. Neben dem eigenen Geschäft betreiben die Brüder auch gemeinsame Fahrgeschäfte, so Franz und Oskar die Schaukel „Bounty“ und den Fliegenden Teppich „Orient Zauber“. Die Riesenräder von Franz Bruch werden immer größer, zunächst 24 Meter hoch mit 20 Gondeln, dann 38 Meter mit 24 und schließlich 45 Meter mit 30 Gondeln.
1963 heiratet Franz Bruch seine Viktoria, die aus der Schaustellerfamilie Winter stammt.
Neben den Fahrgeschäften haben Franz und Viktoria Bruch vor 16 Jahren das Benrather Weihnachtsdörfchen gegründet. Heute stehen vor der Kirche St. Cäcilia am Benrather Marktplatz – mit Tannenbäumen und Lichterketten geschmückt – ein Kinderkarussell, elf Holzhäuschen, deren Aussehen dem Schloss Benrath nachempfunden ist und in denen verschiedene Waren angeboten werden, sowie ein großer Glühweinstand.
Für den kleinen Hunger gibt es leckere Reibekuchen, Bratwürstchen, Flammkuchen und Crêpes und zum Trinken einen heißen Glühwein. Der Weihnachtsmann erfreut täglich die Herzen von großen und kleinen Kindern: Wer ein Weihnachtslied oder Gedicht vorträgt, erhält ein schönes Geschenk. An den Wochenenden liest der Weihnachtsmann den Kindern kleine Geschichten vor und die Kinder können bei einer Tombola viele Preise gewinnen. In der Mitte des Weihnachtsmarktes steht ein sieben Meter hoher Weihnachtsbaum. Für weihnachtliche Stimmung sorgen auch Auftritte von Instrumental- und Gesangsgruppen.
Franz Bruch: „Anfangs habe ich nicht geglaubt, dass aus dem Benrather Weihnachtsdörfchen etwas werden kann. Doch es ist etwas sehr Schönes mit eigenem Flair geworden. Auch wenn ich gegen ein besseres Geschäft nichts einzuwenden habe, gefällt mir der besinnliche und nicht so hektische Weihnachtsmarkt in Benrath mehr als viele andere.“

Victoria Molinari, 8d, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Eine Reportage über die Spendenbereitschaft – Ins Ausland spende ich doch nichts

„Ins Ausland spende ich doch nichts!“, erklärt uns ein empörter Rentner, als wir ihn befragen, ob er für die Opfer des Taifun-Unglücks auf den Philippinen etwas spenden würde.

Wir sind mit unserem Presseausweis der RP durch die Straßen Meerbuschs gegangen, auf der Suche nach interviewfreudigen Menschen. Uns interessiert dabei, wie hoch die Spendenbereitschaft ist. Als konkretes Beispiel hierfür haben wir uns das Unglück auf den Philippinen ausgesucht. Der Taifun „Haiyan“ ist am 8. November 2013 über den Osten der Philippinen gezogen, einer der schwersten und gefährlichsten Stürme, die es je auf den Philippinen gegeben hat. Ein sehr tragisches Unglück, bei dem über 6.000 Menschen ihr Leben verloren haben. Wie sehr die Menschen Hilfe brauchen, erkennt man daran, dass es mehr als 27.000 Verletzte gegeben hat und mehr als eine Million Menschen, die ihre Häuser verloren haben. Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führt, wird einem bewusst, dass die Menschen auf den Philippinen noch mehr Hilfe benötigen. Doch wie spendenbereit sind wir Menschen in Deutschland wirklich?
Motiviert beginnen wir unsere Interviews und befragen viele, denen wir begegnen. Doch über einige Antworten sind wir sehr erschrocken. Unsere Hoffnung auf eine hohe Spendenbereitschaft für die Opfer des Taifun-Unglücks erfüllt sich nicht. „Ich spende schon genug“, dies ist die Antwort, die wir am häufigsten hören. Schade, aber es ist besser, ein wenig zu helfen, als gar nichts zu tun. Natürlich erklären uns auch einige Menschen, dass sie schon für die Philippinen gespendet haben, jedoch entspricht dies nicht der Mehrheit. Von 65 Befragten sagen 29 Personen, dass sie spenden würden, aber die Mehrheit, 36 Personen, verneint dies. Es ist erschreckend zu sehen, wie gering die Anteilnahme in Deutschland für die Opfer des Taifuns ist. Mit Spenden können die Spendenden über Leben und Tod mitentscheiden.
Während wir uns auf dem Weihnachtsmarkt nach weiteren Passanten umsehen, stellen wir entsetzt fest, dass uns fünf Euro fehlen. Uns fällt ein, dass uns ein Mann kurz zuvor sehr auffällig angerempelt hat. Ob dieser Dieb das Geld wohl nun spenden wird? Auf dem Weg nach Hause haben wir immer noch den Satz des Rentners im Kopf, er würde nicht ins Ausland spenden, da es viel zu wenig Rente gebe. Natürlich kann er Recht haben, jedoch haben die Menschen auf den Philippinen nichts: Sie haben keinen Besitz, sind krank und trauern eventuell um ihre Familienmitglieder. Erst mit dieser Reportage wird uns richtig bewusst, dass nicht jeder in Deutschland für ausländische Hilfsprojekte spenden kann, da die eigenen finanziellen Mittel bei vielen eingeschränkt sind. Für diese Tatsache sollte man Verständnis aufbringen, dabei aber nicht vergessen, dass die in Not geratenen Menschen auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Gereon Schuster, Delong Li, 8e, Erzb. St. Ursula-Gymnasium, Düsseldorf

Eine nur mit Spenden erbaute Kirche – Die evangelische Kirche in Urdenbach

Den Bau der Kirche plante man bereits im Jahr 1685. Im Jahr 1688 fand die Grundsteinlegung statt. Bereits im Jahr 1693 wurde der erste Gottesdienst in der Kirche gehalten.

Der Bau der Kirche wurde nur mit Spendengeldern finanziert, erklärte mir Martin Busse, der seit Februar 2012 Baukirchmeister der Kirche ist. Genauso wie die Kanzel, die aber erst seit dem Jahr 1735 zur Kirche gehört. Alle Spender sind in einem Spendenbuch mit Namen und dem Betrag. den sie gespendet haben, eingetragen. Von diesem Spendenbuch gibt es ein Original und eine Abschrift.
Die Orgel wurde im Jahr 1754 vom Orgelbauer Schöler erbaut und im Jahr 2013 wurde sie mithilfe von Aufzeichnungen rekonstruiert. Am ersten Advent 2013 wurde sie in einem Gottesdienst eingeweiht. Alle Aufzeichnungen sind im Archiv der Kirchengemeinde Urdenbach gelagert. Geplant war die Rekonstruktion seit circa 2008. Sie wurde nur mit Spendengeldern finanziert. Auf der Orgel spielen der Kantor und die Kantorin der Kirchengemeinde. Auch diese Spender wurden in einem Spendenbuch eingetragen.

Die Orgel erhielt die vermutlichen Farben der alten Orgel, passend zu den zwölf bunten Familienwappen in den runden Kirchenfenstern. Die Wappen gehören zu den jeweiligen Spenderfamilien der Fenster. Die aus Holz geschnitzte Davidfigur, welche auf der Orgel steht, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist etwas älter als der Kelch und die Patene, welche Louise von Preußen (geb. 30. Oktober 1799 in Ballenstedt als Prinzessin Wilhelmine Louise von Anhalt-Bernburg, gest.9. Dezember 1882 in Eller) gespendet wurde. Diese war eine evangelisch-reformierte Christin. Sie verbrachte damals den Sommer häufig im Benrather Schloss und besuchte den Gottesdienst in der reformierten Dorfkirche in Urdenbach so oft es ihr möglich war. Der Prinzenstuhl welcher gegenüber des Altars steht wurde ihr gewidmet. Man kann ihn dort heute noch bewundern.

In der Kirche stehen heute noch ein paar Stühle aus dem Benrather Schloss. Die Kirche ist im holländischen Baustil gebaut. Er entstand vermutlich aus der Beziehung der Gemeinde zu den Niederlanden. Der hohe Dachreiter ersetzt den Kirchturm, in ihm befinden sich die Glocken und die Kirchuhr. Auf seiner Spitze thront ein Wetterhahn. Zu der Kirche gehört auch noch ein Friedhof, weshalb die Gasse dahinter wohl Leichengasse genannt wurde. Das komplette Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz.

Zur evangelischen Gemeinde in Urdenbach gehört noch eine zweite Kirche. Diese ist jedoch wesentlich jünger. Sie stammt aus dem Jahr 1969. Die alte Urdenbacher Dorfkirche steht aber heute noch mitten im Dorfgeschehen. So wird beispielsweise traditionell während des Erntedankzugs vor der Kirche Zwiebelkuchen und Federweißer verkauft. Gottesdienst gibt es jeden Sonntag abwechselnd in der Dorfkirche und in der Heilig-Geist Kirche.

Katharina Wende, 8d, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Quiz in der Seniorengruppe – Jeder ist seines Glückes Schmied

„Was heißt ,Jeder ist seines Glückes Schmied‘?“, fragt Herr van Bentum Werner (alle Namen geändert). Doch Inge-Lore hat schon eine Idee und ruft in den Raum: „Also heißt das, dass jeder sein Glück schmiedet?!“

Keiner errät es so richtig und Herr van Bentum erklärt es in einfacher Sprache. Weitere Sprichwörter werden von ihm als Rätsel in der Runde erfragt. Er muss ein paar Bedeutungen erklären, doch manche fallen den Menschen mit Behinderung ein und dann sagen sie es direkt. Die Seniorengruppe von der IGL (In der Gemeinde leben gGmbH) gibt es laut Herr van Bentum schon seit 2005. In dieser Gruppe treffen sich vormittags an den Werktagen meistens zwölf Senioren mit Behinderung mit drei Mitarbeitern.
Morgens früh besprechen die drei Mitarbeiter, die heute die Gruppe leiten, was zu tun ist.
Nachdem der erste Kaffee aufgesetzt wurde, treffen langsam alle Senioren ein. Werner guckt, wer das Tippspiel des letzen Spieltages der Bundesliga gewonnen hat und ruft: „Es ist ja Rolf und ich bin Zweiter mit Tom!“ Rolf bekommt eine Tafel Schokolade, Werner und Tom bekommen einen Riegel Schokolade. Danach werden die Adventstürchen aufgemacht und Werner bittet in der Zeit die anderen die nächsten Fußballtipps abzugeben.
Als sie fertig sind, setzen sich erstmal alle an den Tisch, trinken Kaffee, essen Plätzchen und besprechen, wer welche Aufgabe übernimmt. Frau Rox, die nur jeden Dienstag in der Gruppe arbeitet, bastelt mit Jonas, Lise und Inge-Lore eine Karte für eine ehemalige, erkrankte Mitarbeiterin der Seniorengruppe.

Jens, Rolf, Tom und eine Mitarbeiterin, die noch nicht lange in der Gruppe arbeitet, gehen für eine stationäre Gruppe, wo Menschen mit Behinderung wohnen, einkaufen. Manchmal erledigen sie auch für eine ältere Frau im Stadtteil den Einkauf. Beim Einkaufen helfen die drei Männer der Mitarbeiterin viel beim Finden der Sachen im Geschäft. Nachdem alles in die mitgebrachten Einkaufstrolleys gepackt wurde, geht es zurück zur Einrichtung, die nur ein paar Häuser entfernt ist.
Herr van Bentum, der schon zwei Jahre in der Gruppe arbeitet, Werner und Heinz gehen zu Tedi und kaufen Bastelmaterial, welches sie in den nächsten Tagen benötigen. Die anderen machen eigene Sachen, wie zum Beispiel Mandalas malen oder Zigaretten drehen. Inge-Lore sagt: “ Ich besuche jedes Jahr in der Adventszeit die Seniorengruppe, weil ich die Leute hier mag und ich auch früher in der Gruppe war. Jetzt arbeite ich in der Werkstatt für angepasste Arbeit. Es ist toll in der Werkstatt, aber trotzdem vermisse ich manchmal die Gruppe!“ Sie lächelt.
Als alle wieder zurück sind und wieder alles weggepackt worden ist, setzen sie sich gemeinsam an die Tische und Herr van Bentum erfragt die Bedeutungen der Sprichwörter. Dann gibt es noch einmal eine Runde Plätzchen. Nach und nach verabschieden sie sich und unterhalten sich noch ein wenig über die Rätsel.

Paula Rox, 8c, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Auf der Arbeit eines Feuerwehrmannes – Die Feuerwehr Monheim

Circa 40 Berufsleute arbeiten bei der Feuerwehr Monheim. 22 Feuerwehrautos sind dort vor Ort und drei in Baumberg. Rund 1000 Einsätze hat die Feuerwehr Monheim im Jahr.

Doch leider ist die Wache viel zu klein. Sie war früher für ungefähr fünf Leute ausgerichtet. Nun arbeiten dort 40. Die Wache ist nicht nur viel zu klein, sie ist auch noch relativ alt, was man ihr ansieht. Die Bäder sind alt und die Ruheräume sind für 40 Leute einfach viel zu klein. Zur Zeit haben sie fünf Auszubildende. Die Dienstschicht beginnt für die Feuerwehrleute um 8 Uhr morgens und endet ebenfalls am nächsten Tag um 8 Uhr. Das heißt, dass es für die Feuerwehr 24 Stunden Schichten gibt.
Herr Heitmann erläuterte, dass das kein Problem sei, da man nach der 24 Stunden Schicht eine angemessene Freizeit hat. Andererseits ist es nicht zu vermeiden, dass man die eine oder andere Familienfeier nicht mitfeiern kann, weil man nicht immer frei kriegt. Es gibt zwei Bereitschaftszeiten, das heißt, dass sie dort Pause haben, jedoch immer für einen Einsatz bereit sein müssen. In dieser Zeit dürfen sie die Wache nicht verlassen, da jederzeit ein Einsatz sein könnte.
In der Wache gibt es eine Küche, wo man für sich kochen kann, oder wo gegebenenfalls gemeinsam gekocht wird. Die erste Bereitschaftszeit beginnt um 12 Uhr und endet um 14 Uhr. Die zweite Bereitschaftszeit beginnt um 18 Uhr abends und endet am nächsten Tag um 7 Uhr morgens. In der zweiten Bereitschaftszeit wird wenn möglich geschlafen oder gekocht. Zum Schlafen gibt es sechs Ruheräume, auf jeden Ruheraum sind mehrere Leute verteilt. In diesen Räumen gibt es Betten, Sofas etc.. Diese Räume sind wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer eingerichtet. Jeder von den Feuerwehrmännern hat zwei Spinde, wo sich ihre Ausrüstungen befinden.
Um Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau zu werden, braucht man eine handwerkliche Ausbildung. Man braucht diese Ausbildung, da man auch selber Hand anlegen muss das heißt zum Beispiel, dass man Feuerwehrautos repariert.
Oliver Heitmann (Hauptbrandmeister) ist nach 18 Jahren des Berufs immer noch begeistert. „Schon als kleiner Junge war ich von dem Beruf Feuerwehrmann begeistert.“ Auch er sagt nochmal, dass die Wache zu klein sei: „Die Wache ist für uns alle einfach zu klein. Sie platzt aus allen Nähten. Eine Erneuerung könnte ihr nicht schaden, aber das kriegen wir schon hin!“

Man sollte den Feuerwehrmännern oder den Feuerwehrfrauen eigentlich das Beste bieten, da sie sich um uns kümmern und unser Leben retten, wenn wir in Not sind. Außerdem bringen sie sich in Gefahr, um uns zu retten.

Maren Krohne, 8d, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Neugestaltung positiv oder negativ? – Die zwei Seiten des Weihnachtsmarktes

Wenn die Adventszeit beginnt, erstrahlt ganz Deutschland in romantischem Lichterglanz. Zauberhafte Weihnachtsmärkte beleuchten nicht nur die großen, sondern auch die kleinen Stadtzentren von der Nordsee bis zu den Alpen.

An allen Ständen findet man von den kleinen Kunsthandwerken bis zu den interessanten Einkaufsmöglichkeiten. Dieses Jahr wurde ein neuer Weihnachtsmarkt entworfen und umgestaltet. Mit weißem Holz und einem grellen Stern erleuchtet dieser auf dem Schadowplatz. Er lockt nicht nur junge Menschen heran, auch ältere kommen vorbei und genießen den Duft und die Stimmung von Weihnachten.
Antje Horstmann (44) fasst ihre Vorlieben auf dem Markt mit dem Wort „Glühwein“ zusammen. „In Deutschland gibt es den besten Glühwein. Ich war in Skandinavien auf einem Weihnachstmarkt und die Dekoration erinnert mich etwas daran, aber ich finde die neuen Dekorationen in Deutschland etwas schlichter“, sagt die Flugbegleiterin. Besonders die jungen Menschen kommen mit ihren Freunden zum Weihnachtsmarkt. Sie trinken meistens zusammen einen Glühwein oder amüsieren sich ganz gemütlich mit gebrannten Mandeln oder einer Bratwurst.
„Die neuen Stände sind super schön, aber die Sterne sind etwas zu grell“, beurteilt der Student Felix (25) mit seiner Freundin. Natürlich freut sich jeder auf die neue Dekoration und ist zufrieden damit. „Die anderen Stände sahen zu altmodisch aus. Dieser Stern und das weiße Holz treffen auf Weihnachten eher zu. Es erinnert mich an Schnee und die Weihnachtsgeschichte“, bemerkt Brigitte Heinz (22). Besucher wie diese jungen Menschen, zeigen, dass sie mit der neuen Dekoration der Stände ganz zufrieden sind. Andererseits gibt aber auch Widersprüche gegen die neuen Stände. Hans Müller (70) formuliert folgenden Widerspruch: „Diese weißen Stände sehen nicht schön aus. Es sollen wieder die alten Stände sein, die ich aus meiner Kindheit kenne.“
Auch der sehr beschäftigte Mann, Mart Mortorell, Glasbläser, sagt: „Ich bin der einzige Glasbläser hier auf den Weihnachtsmärkten und mache meine Arbeit sehr gerne und lange. Ich finde die neuen Stände nicht so schön und will deswegen meinen alten Stand beibehalten“. Mart Mortorell ist einer von vielen älteren Arbeitern, die an ihren Ständen arbeiten. Manche wechseln auf den neuen Stand, andere aber wollen ihre alten behalten.
So kann man sehen, dass sich die jungen Menschen auf die neuen Stände freuen, es aber auch Menschen gibt, die sich mit den alten Ständen viel wohler fühlen und ihren Stand behalten wollen.
Nun, jetzt ist auch die Weihnachtszeit und ein Tipp für zwischendurch: Ein wärmender Kaffee, Rum, Zucker und Sahne. Freuen sie sich auf die Weihnachtszeit! 

Jonah Lee, 8d, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Viele Besucher – Weihnachtsmärkte in Düsseldorf

Dieses Mal waren es wieder zahlreiche Menschen, die über die Weihnachtsmärkte strömten, Glühwein tranken, Würstchen aßen oder sich mit anderen Gegenständen in Weihnachtsstimmung einstimmten. Der süße Geruch von Zimt, Punsch und vielen weiteren Köstlichkeiten lag in der Luft und füllte die Stadt mit vielen Passanten.

Nicht nur Düsseldorfer konnten dem nicht widerstehen. Auch mehrere Niederländer schlenderten über die Märkte und waren begeistert. Viele Buden verzauberten die Welt von Groß und Klein. Ich habe eine Passantin (möchte anonym bleiben) zu ihrer Meinung befragt.
„Was ist Ihr Lieblingsstand?“
„Mein Lieblingsstand ist der, wo es gebrannte Mandeln gibt.“
„Finden sie die Preise gerecht?“
„Ja. Ich persönlich finde, dass eigentlich alle Preise sehr gerecht sind, da die Verkäufer ja auch Gewinn machen müssen.“
„Was gefällt Ihnen am meisten?“
„Mir gefällt am meisten, dass eine harmonische Stimmung zu Weihnachten aufgebaut wird. Wie immer war alles schön, nur der Schnee hat gefehlt.“

Kein Schnee. Doch mit geschmückten Tannenbäumen, Lichterketten und Weiterem kam gemütliche Stimmung auf. Der Weihnachtsmarkt war an gleich sechs Orten in der belebten Innenstadt aufgebaut. Rund um die Königsallee luden kunstvoll gestaltete Welten zu einer faszinierenden Entdeckungstour ein. Über 200 weihnachtlich dekorierte Hütten verwandelten die Stadt für fünf Wochen in ein Winterland für die ganze Familie. 2013 war auch ein großes Highlight die 450 Quadratmeter große Eislaufbahn, „der Air Berlin Winterwelt“ auf dem Gustaf-Gründgens-Platz.

Eine ebenfalls bezaubernde Kulisse bildete das Düsseldorfer Rathaus für den Weihnachtsmarkt am Marktplatz, wo Kunstschmiede, Glasbläser und Kerzenzieher ihre handgearbeiteten Waren anboten. Der vom Jugendstil geprägte „Engelchen-Markt“ bezauberte auf dem Heinrich-Heine-Platz in der Altstadt. Der Bürgermarkt auf der Flinger Straße verband Marktplatz und Heinrich-Heine-Platz. Hier waren die Fassaden der Marktbuden nach dem Vorbild alter Düsseldorfer Bürgerhäuser gestaltet. Auch in diesem Jahr durfte die beliebte Glühweinpyramide nicht fehlen. Auf dem Sternchenmarkt am Stadtbrückchen glitzerten Kristalle und funkelnde himmelblaue Sterne. Viel Trubel erwartete die Besucher auf dem Schadowplatz. Dort bot sich der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt als besonders familienfreundlich an. Ein eigenes Puppentheater ließ nicht nur die Augen der kleinen Besucher strahlen. 
Im Bereich der Schadowstraße wurden dem Publikum Kunsthandwerk, Imbiss-Möglichkeiten und weihnachtliche Getränke angeboten. Die Kinder durften sich dort über ein Karussell freuen.

Die altbekannten Weihnachtsmärkte rund um die Königsallee brachten wie jedes Jahr mit ihren gut duftenden Speisen und Getränken die Bewohner und auch viele Touristen weiter in weihnachtliche Stimmung. Meiner Meinung nach war es wieder ein schöner Anlass, die Vorweihnachtszeit zu genießen.

Malin Schüler, 8d, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf