Archiv der Kategorie: Düsseldorf

Ein Appell für den Tierschutz – Im Tierheim Düsseldorf

Das Tierheim Düsseldorf ist das private Tierheim in Düsseldorf. Das Tierheim hat insgesamt 25 Mitarbeiter, von denen zwei Auszubildende sind.

Die Führung des Tierheims hat Anja Peters, und die Vorsitzende des Vereins ist Monika Piasetzky.
Einer Statistik zufolge wurden 2012 2.653 Tiere aufgenommen. Von diesen wurden hauptsächlich Katzen aufgenommen (865), danach kamen die Hunde (581), anschließend die Wildtiere (409) und zum Schluss die Vögel (125). Das ist eine noch größere Zahl als im Jahre zuvor! Das wiederum bedeutet, dass die Leute immer noch Tiere aussetzen oder abgeben.
Deswegen bitten wir Sie darum, dass Sie sich gut überlegen, ob sie genug Zeit und genug Verantwortungsbewusstsein haben, um sich um ein Haustier zu kümmern. Und wenn Sie sich nach reichlichem Überlegen für ein Tier entschieden haben, könnten Sie sich überlegen, ob Sie es vielleicht lieber im Tierheim als beim Züchter holen. Denn die Tiere im Tierheim benötigen Ihre Hilfe.
Außerdem hat der TSV (Tierschutzverein) Projekte am Laufen, wie zum Beispiel das Projekt „Nein zu Tierversuchen“. Um das Problem der Stadttauben zu verringern, hat der TSV zusammen mit dem Verein Stadttiere Düsseldorf insgesamt zehn Taubenschläge gebaut. Er soll für etwa 70 (die Zahl variiert je nach Größe des Schlages) Tiere einen sicheren und warmen Unterschlupf bieten.
Im Jahr werden viele spezielle Fälle im Tierheim abgegeben, da sie noch trainiert, ausgebildet oder krank sind. Sie werden dann im Tierheim ausgebildet oder wieder aufgepäppelt und dann werden sie an nette Menschen weitervermittelt.

Wenn Sie also das Tierheim Düsseldorf unterstützen wollen, können Sie entweder ein Tier adoptieren oder das Tierheim mit Spenden unterstützen. Das können Sie unter der Kontonummer: 190 68 758 und die BLZ:300 501 10 bei der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Lisa Assuan, Ann-Kathrin Frank, 8c, Cecilien-Gymnasium

Schüler lesen Zeitung – Frühstück mit einem RP-Redakteur

Am 14. November 2013 von 11 bis 12.30 Uhr frühstückten wir, die 8c des Cecilien-Gymnasiums aus Niederkassel, Düsseldorf, mit einem Redakteur der Rheinischen Post namens Jörg Janßen, der uns einige Fragen über den Aufbau, Inhalt und das Leben bei dieser Zeitung beantwortete, während wir an einer langen Tafel im Klassenraum zusammensaßen.

Kernthemen des Treffens waren genaue Fragen zum Beruf als Redakteur und einige Details zur RP, der genannten Tageszeitung. Wir redeten mit dem Redakteur über seinen Tagesablauf und seine Verantwortung als solcher: Wann er in die Redaktion geht, wie er Informationen sammelt, wann seine Artikel fertig sein müssen und wie viel er am Tag arbeitet und recherchiert. Außerdem erzählte uns Herr Janßen, dass er für seinen Job eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen musste, um für den Job qualifiziert zu sein.
Später erklärte er uns zudem die einzelnen Schritte bis zur frisch gedruckten Zeitung auf dem Tisch und welche Mühe dahinter steckt. Zudem erläuterte er genau, dass bei der Rheinischen Post ein hohes Niveau an Glaubwürdigkeit und Neutralität herrsche, dass bei der Konkurrenzfähigkeit zwischen den Zeitungen ein wichtiger Aspekt und Pluspunkt sei – das wäre wichtig, damit sie sich behaupten können.
All dies führte zu genauen Eindrücken und auch intensiven Recherchen, um die Rheinische Post genauer kennenzulernen, zum Beispiel Geschichtliches – außerdem was hinter einer einzelnen Zeitung alles steckt. Damit waren unsere Fragen zufriedenstellend beantwortet und wir sammelten Erfahrung für unsere eigenen, bald fertiggestellten, selbstgeschriebenen Artikel.
Auslöser dieses Treffens war die Durchführung eines sogenannten Zeitungsprojekts im Rahmen des Deutschunterrichts, welches einen solchen Informationstag voraussetzt. Nun wird dieses mit neuen Eindrücken und Einblicken hinter die Kulissen der Zeitung fortgesetzt.

Thomas Lennartz, 8c, Cecilien-Gymnasium, Düsseldorf

Über 100 Jahre Sport in Büderich – TuRa Büderich 09/15 e.V.

Der Verein TuRa Büderich bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verschiedene Sportarten an. Darunter Ballsportarten, wie Handball, Fußball, Tischtennis und auch Kampfsportarten wie Judo und Karate. Ebenso bietet der Verein Lauf-, Rad- und Skisport, sowie auch Kinderturnen und Herzsport an.


In diesem Verein wird Wert darauf gelegt, dass alle Mitglieder unabhängig von ihrer persönlichen Entfaltung beachtet und respektiert werden. Gewalt, Rassismus, Ausgrenzung und verbale Beleidigungen sind streng untersagt. Die anstehenden Probleme sollen auch untereinander freundschaftlich gelöst werden. Auch bei Erfahrung Einzelner gibt es zu bedenken, wieviel Hilfe und Rücksichtsnahme von Vereinskameraden dazu beigetragen haben. Der Verein setzt bei seinen Mitgliedern auf eine gesunde Lebenshaltung und lehnt jede Art von Doping ab. Auch gehört eine professionelle Vereinsführung selbstverständlich zur Vereinsphilosophie. Ebenso ist eine Kooperation mit anderen Vereinen wichtig.
Der Verein hat für alle Neulinge die Türen stets geöffnet.

Alexander Martirossov, 8c, Cecilien-Gymnasium, Düsseldorf

Es gibt noch etwas anderes außer Schule: Fußball – Mein Verein

Die jetzige C3 von FC Büderich 02 ist meine Mannschaft. Die Mannschaft exsitiert seit letztem Jahr, sie wurde aus der D4 und der D3 zusammengesetzt und deshalb sind nicht alle gleich alt, denn die D4 bestand aus dem Jahrgang 2000 und die D3 aus dem Jahrgang 1999. Meine Mannschaftskameraden sind alle sehr nett und können gut Fußball spielen.

Wenn man nicht zum Training erscheint, muss man sich vorher beim Trainer abmelden, sonst muss man Strafrunden laufen. Das Training bei uns macht großen Spaß und ist effektiv. Zum Abschluss des Trainings machen unsere Trainer immer mit uns ein Spiel. Die Mannschaft ist in der Liga erfolgreich. Wir sind momentan auf dem zweiten Platz und haben bisher nur ein Spiel verloren. Auch wenn wir in der Kreisklasse-Gruppe 6 spielen, sind wir meiner Meinung nach mit einer Tordifferenz von 45 und 21 Punkten gut dabei. Unser nächstes Spiel ist erst am 15. Februar gegen SC West III , denn wir haben noch Winterpause.

Die Top-5-Torjäger unserer Kreisklasse sind:

Platz 1: Kemal Furkan Coskun (FC Büderich 02 III) mit 17 Toren
Platz 2: Thomas Gaßmann (FC Büderich 02 III) mit 12 Toren
Platz 3: David Mirwald (B.V. 04 III) mit 8 Toren
Platz 4: Josef Bodewig (FC Büderich 02 III) mit 7 Toren
Platz 5: Johannes Heinrich Hinkel (B.V. 04 III) mit 7 Toren

Auf unserem Mannschaftsfoto sind leider nicht alle drauf , weil sie entweder an dem Tag zu spät oder nicht anwesend waren. stehend v.l.: Trainer Deniz Hermanns, Max Holländer, Matthias Sablon, Raffaele Reitz, Joshua Reintjes, Takuto Itoi, Jonas Bogie, Benedikt Rippers, Josef Bodewig, Lucas Stiefelhagen, Gijs Kruise, Trainer Roger Hermanns
kniend v.l.: Philipp Noz, Stefan Quernhorst, Yannick Grotenburg, Felix Birgels, Henry Holzenthal, Justin Gomes, Taji Itoi, Kemal Coskun, Timur Hermanns, Thomas Gaßmann, Damian Mozejko

Marcel Gagolewski, 8c, Cecilien-Gymnasium, Düsseldorf

Trinken, um dazuzugehören – Alkoholsucht bei Jugendlichen

Der Drogen und Alkoholkonsum ist in den vergangen Jahren stark angestiegen. Laut Spiegel Onlien (3.04.2013) gaben Suchtexperten an, dass jährlich etwa 74.000 Menschen durch Alkohol oder in Verbindung mit Drogen und Zigaretten sterben.

Die meisten Jugendlichen, die ein Problem mit dem Alkohol haben, fingen schon zwischen 10 und 13 Jahren an zu trinken. Wir befragten einige Jugendliche, warum sie anfingen zu trinken. Die häufigste Antwort war: „Ich möchte doch nur dazu gehören. Wenn ich nicht angefangen hätte zu trinken, wäre ich wahrscheinlich nicht so beliebt, wie ich es jetzt bin.“ Für die Jugendlichen ist es nur wichtig, dass sie dazu gehören. Ein Mädchen, das wir befragten, erzählte uns, dass es für sie normal ist, sich fast jeden Freitag und Samstag zu betrinken.

„Als ich in diesem Alter war, habe ich mich um die Schule gekümmert und draußen gespielt.“, erzählte uns Johanna H. Sie war sichtlich geschockt über die Antworten der Jugendlichen. So ging es vielen Erwachsenen, die wir befragten. Doch auch die Zahl der alkoholabhängigen Erwachsenen ist in den letzten Jahren stark angestiegen, laut des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung. Von 2000 bis 2011 ist die alkoholbedingte Krankenhaus-behandlung um circa 35 Prozent gestiegen. Viele behaupten deshalb, dass Kinder und Jugendliche sich das regelmäßige Alkoholtrinken abgucken.

Das Rauschtrinken oder das Komatrinken kommt leider sehr häufig vor bei Jugendlichen. Laut einer Bundesstatistik vom Rheinland-Pfalz, über die die Verbandsgemeinde Prüm berichtete, landen jährlich rund 26.000 Jugendliche durch Rauschtrinken oder Komatrinken in einer Klinik. Zu erkennen ist, dass deutlich mehr Jungen statt Mädchen im Krankenhaus oder in der Klinik wegen Alkohol landen.
Diese erschreckenden Zahlen sollten uns deutlich machen, dass dringend etwas unternommen werden sollte.

Greta Wolters, Helen Hartkopf, Juliane Schulte-Huermann, 8c, Cecilien-Gymnasium, Düsseldorf

Spielerisch Deutsch lernen – Wir verstehen uns gut

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einem wachsenden Deutsch-Defizit bei Kindern mit Migrationshintergrund, denn in NRW spricht jedes fünfte Kind zu Hause kaum oder sogar kein Deutsch und ist somit nicht fit für die Schule.

Irina Rump, Dipl. Philologin und Leiterin von Integrationskursen, ist überzeugt, dass alle Kinder die Chance bekommen sollen, richtig sprechen und lesen zu lernen und, wenn es nötig ist, dann mit einer speziellen Sprachförderung. Seit zehn Jahren vermittelt und fördert sie gezielt die Sprachentwicklung der Kinder. In ihren kleinen Gruppen, die aus acht bis zehn Kindern bestehen, wird daran gearbeitet, die Sprachmängel aufzuheben. Viele Kinder kommen mit geringen Deutschkenntnissen in den Kindergarten, deswegen werden ihnen oft Sprachförderungen angeboten. Weil die Eltern keinen guten Kontakt zu den Erzieherinnen haben und meinen, dass die Sprachförderung im Kindergarten nicht effektiv genug ist, besuchen Vorschulkinder ab fünf Jahren zusätzlich die Sprachförderung in Kin-Top. e.V..
„Mein Ziel ist, den Kindern die Sprache so beizubringen, dass sie in der Schule dem Unterricht folgen können“, betonte Irina Rump.

Im Unterricht legt Frau Rump besonderen Wert auf die Phonetik (Aussprache). Denn viele Migrantenkinder hören die Laute wie p und b, k und g nicht deutlich und können sie nicht unterscheiden, sodass sie die Laute falsch aussprechen. Sie lernen, die Laute zu hören, um sie richtig aussprechen zu können. Jede Sprache hat ihren eigenen Rhythmus, und um diesen kennenzulernen, klatschen sie zusammen im passenden Takt. Deutsche Volks- und Kinderlieder haben auch diesen Rhythmus, dadurch lernen die Vorschüler nicht nur die Melodie der deutschen Sprache, sondern auch die deutsche Kultur.

Die Kinder können nicht den während des gesamten Unterrichts auf ihren Plätzen sitzen, also ist der Unterricht spielerisch aufgebaut, sodass sie die Möglichkeit haben, zu tanzen, zu springen und Lieder zu singen. Nach dem Unterricht nimmt sich Irina Rump die Zeit, den Eltern zu erzählen, was sie mit den Kindern erarbeitet hat, und sie erklärt ihnen, welche Aufgaben die Kinder zu Hause erledigen müssen. Sie empfiehlt den Eltern gemeinsam mit den Kindern Bücher in Reimform zu lesen und Lieder zu singen.

Was können die Eltern noch tun, um die sprachliche Entwicklung ihres Kindes im Alltag zu unterstützen? Zurzeit gibt es unzählige Möglichkeiten: zusammen Hörbücher hören, Geschichten lesen, Filme schauen und besprechen oder die Kinder zum Erzählen und Fragen ermutigen. Diese Unterstützung führt dazu, dass der Wortschatz der Kinder täglich erweitert wird. Experten gehen davon aus, dass Kinder im Alter von sechs Jahren rund 14.000 Wörter kennen, aber nur 5.000 bis 9.000 aktiv nutzen sollten. Die sprachliche Entwicklung ist bei jedem Kind unterschiedlich.

Gerda Dillmann, 8a, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

In Urdenbach – Evangelische Kirche bekommt neue Orgel

Die evangelische Kirche in Urdenbach hat eine Orgel bekommen. Um genauere Informationen zu erhalten, wurde der Pfarrer der evangelischen Kirche in Urdenbach, Matthias Köhler, der seit Oktober 2000 in seinem Beruf als Pfarrer tätig ist, befragt.

Das Amt des Pfarrers von Urdenbach übernahm er am Pfingstmontag 2006, nachdem er vom Presbyterium gewählt worden war. Urdenbach ist eine verhältnismäßig alte evangelische Gemeinde und wurde im Jahre 1617 gegründet. Die Rekonstruktion der Orgel wurde beschlossen, weil die alte Orgel teilweise beschädigt war und manche Töne (Orgelpfeifen) nicht mehr funktionierten. Eine Reparatur der alten Orgel hätte 150.000 Euro gekostet. So viel war das alte Instrumental aber nicht mehr wert, weswegen eine neue Orgel angeschafft werden sollte.
Die neue Orgel ist ein sogenannter „Rekonstruktiver Neubau“ der ersten Orgel von 1754 in der Dorfkirche. Diese erste Orgel war so klein dimensioniert, dass sie den Ansprüchen und Bedürfnissen der Gemeinde heute nicht mehr genügen würde. Die Idee des vorherigen Orgelbauers Herr Schöler aus Bad Ems (geboren: 1723 verstorben: 1793) wäre es wahrscheinlich gewesen, die Orgel größer zu bauen, damit es den Ansprüche und Bedürfnissen der Gemeinde genügt.
Die Gesamtkosten der neuen Orgel betrugen circa 400.000 Euro, wobei die Hälfte des Gesamtbetrags durch Spenden, unter anderem durch Patenschaften für einzelne Orgelpfeifen, finanziert wurde. Die andere Hälfte der Baukosten hat der Kirchenkreis Düsseldorf übernommen. Unter anderem verwaltet der Kirchenkreis Geld, das allen Gemeinden für besondere Projekte oder notwendige Renovierungsarbeiten an Kirchen zur Verfügung steht.
Im Winter 2007 wurde beschlossen, die Orgel zu rekonstruieren und die Gemeinde begann die Finanzierung zu organisieren. Für einen Termin der Rekonstruktion musste zuerst eine Orgelbaufirma ausfindig gemacht werden. Als die Firma „Orgelbau Hubert Fasen“ aus Oberbettingen in der Eifel gefunden war, begann die Planung der neuen Orgel. Nach Abschluss der Planung wurde Ende 2012 mit dem Bau begonnen. Die alte Orgel abzubauen und die neue anzubringen, dauerte ungefähr ein Jahr. Als Termin zu Fertigstellung wurde dann im Orgelbauvertag der 1. Dezember 2013 vereinbart.
Zur Einweihung der Orgel pünktlich am ersten Advent gab es eine Festwoche. Sie begann mit einem festlichen Gottesdienst und noch zwei weiteren Orgelkonzerten, Sektempfang, Mittagessen und Kaffeetrinken im Gemeindehaus Urdenbach. Die Festwoche dauerte bis zum 8. Dezember 2013.
Für die Zukunft sind weitere Veranstaltungen außerhalb des Gottesdienstes geplant, bei denen Organisten die neue Orgel ausprobieren können. An jedem ersten Sonntag im Monat wird um 15 Uhr ein Orgelkonzert stattfinden. Dazu werden auch noch jede Menge Sonderkonzerte kommen.

Yannick Joura, 8a, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Vom Riesenrad bis zum Benrather Weihnachtsdörfchen – Franz Bruch: Ein Leben als Schausteller

Die Schaustellerfamilie Bruch wird Mitte des 19. Jahrhundert von zwei Brüdern gegründet. Einem der Brüder gehört damals eine Schmiede, als diese abbrennt, baut er für sich und seinen Bruder je ein Karussell, um den Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Großeltern und Eltern von Franz Bruch betreiben in der Tradition ihrer Vorfahren Fahrgeschäfte, 1895 dann das erste transportable Riesenrad: Es hat acht Gondeln und wird noch mit der Hand gedreht. Es folgt wenig später ein Riesenrad mit 12 Gondeln. Die Eltern von Franz Bruch, Willi Bruch und seine Frau Martha, geb. Renoldi, heiraten 1936. Franz Bruch kommt 1937 als ältester von vier Söhnen in Düsseldorf zur Welt, seine Brüder heißen Oskar, Willi und Harry.
Als Kind zieht Franz Bruch mit seinen Eltern von einem Festplatz zum nächsten, er wächst im Wohnwagen auf und muss meist jede Woche die Schule wechseln. Lediglich im Winter wohnt die Familie in ihrer Wohnung in Düsseldorf. Mit der nächsten Kirmessaison geht es im Frühjahr wieder in den Wohnwagen. Franz Bruch selbst wird 1943 mit sechs Jahren in Salzburg eingeschult und mit 14,5 Jahren in Düsseldorf-Unterrath aus der Schule entlassen.
Für Franz Bruch kommt wie für seine Brüder nur der Schaustellerberuf in Frage. Neben dem eigenen Geschäft betreiben die Brüder auch gemeinsame Fahrgeschäfte, so Franz und Oskar die Schaukel „Bounty“ und den Fliegenden Teppich „Orient Zauber“. Die Riesenräder von Franz Bruch werden immer größer, zunächst 24 Meter hoch mit 20 Gondeln, dann 38 Meter mit 24 und schließlich 45 Meter mit 30 Gondeln.
1963 heiratet Franz Bruch seine Viktoria, die aus der Schaustellerfamilie Winter stammt.
Neben den Fahrgeschäften haben Franz und Viktoria Bruch vor 16 Jahren das Benrather Weihnachtsdörfchen gegründet. Heute stehen vor der Kirche St. Cäcilia am Benrather Marktplatz – mit Tannenbäumen und Lichterketten geschmückt – ein Kinderkarussell, elf Holzhäuschen, deren Aussehen dem Schloss Benrath nachempfunden ist und in denen verschiedene Waren angeboten werden, sowie ein großer Glühweinstand.
Für den kleinen Hunger gibt es leckere Reibekuchen, Bratwürstchen, Flammkuchen und Crêpes und zum Trinken einen heißen Glühwein. Der Weihnachtsmann erfreut täglich die Herzen von großen und kleinen Kindern: Wer ein Weihnachtslied oder Gedicht vorträgt, erhält ein schönes Geschenk. An den Wochenenden liest der Weihnachtsmann den Kindern kleine Geschichten vor und die Kinder können bei einer Tombola viele Preise gewinnen. In der Mitte des Weihnachtsmarktes steht ein sieben Meter hoher Weihnachtsbaum. Für weihnachtliche Stimmung sorgen auch Auftritte von Instrumental- und Gesangsgruppen.
Franz Bruch: „Anfangs habe ich nicht geglaubt, dass aus dem Benrather Weihnachtsdörfchen etwas werden kann. Doch es ist etwas sehr Schönes mit eigenem Flair geworden. Auch wenn ich gegen ein besseres Geschäft nichts einzuwenden habe, gefällt mir der besinnliche und nicht so hektische Weihnachtsmarkt in Benrath mehr als viele andere.“

Victoria Molinari, 8d, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf

Eine Reportage über die Spendenbereitschaft – Ins Ausland spende ich doch nichts

„Ins Ausland spende ich doch nichts!“, erklärt uns ein empörter Rentner, als wir ihn befragen, ob er für die Opfer des Taifun-Unglücks auf den Philippinen etwas spenden würde.

Wir sind mit unserem Presseausweis der RP durch die Straßen Meerbuschs gegangen, auf der Suche nach interviewfreudigen Menschen. Uns interessiert dabei, wie hoch die Spendenbereitschaft ist. Als konkretes Beispiel hierfür haben wir uns das Unglück auf den Philippinen ausgesucht. Der Taifun „Haiyan“ ist am 8. November 2013 über den Osten der Philippinen gezogen, einer der schwersten und gefährlichsten Stürme, die es je auf den Philippinen gegeben hat. Ein sehr tragisches Unglück, bei dem über 6.000 Menschen ihr Leben verloren haben. Wie sehr die Menschen Hilfe brauchen, erkennt man daran, dass es mehr als 27.000 Verletzte gegeben hat und mehr als eine Million Menschen, die ihre Häuser verloren haben. Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führt, wird einem bewusst, dass die Menschen auf den Philippinen noch mehr Hilfe benötigen. Doch wie spendenbereit sind wir Menschen in Deutschland wirklich?
Motiviert beginnen wir unsere Interviews und befragen viele, denen wir begegnen. Doch über einige Antworten sind wir sehr erschrocken. Unsere Hoffnung auf eine hohe Spendenbereitschaft für die Opfer des Taifun-Unglücks erfüllt sich nicht. „Ich spende schon genug“, dies ist die Antwort, die wir am häufigsten hören. Schade, aber es ist besser, ein wenig zu helfen, als gar nichts zu tun. Natürlich erklären uns auch einige Menschen, dass sie schon für die Philippinen gespendet haben, jedoch entspricht dies nicht der Mehrheit. Von 65 Befragten sagen 29 Personen, dass sie spenden würden, aber die Mehrheit, 36 Personen, verneint dies. Es ist erschreckend zu sehen, wie gering die Anteilnahme in Deutschland für die Opfer des Taifuns ist. Mit Spenden können die Spendenden über Leben und Tod mitentscheiden.
Während wir uns auf dem Weihnachtsmarkt nach weiteren Passanten umsehen, stellen wir entsetzt fest, dass uns fünf Euro fehlen. Uns fällt ein, dass uns ein Mann kurz zuvor sehr auffällig angerempelt hat. Ob dieser Dieb das Geld wohl nun spenden wird? Auf dem Weg nach Hause haben wir immer noch den Satz des Rentners im Kopf, er würde nicht ins Ausland spenden, da es viel zu wenig Rente gebe. Natürlich kann er Recht haben, jedoch haben die Menschen auf den Philippinen nichts: Sie haben keinen Besitz, sind krank und trauern eventuell um ihre Familienmitglieder. Erst mit dieser Reportage wird uns richtig bewusst, dass nicht jeder in Deutschland für ausländische Hilfsprojekte spenden kann, da die eigenen finanziellen Mittel bei vielen eingeschränkt sind. Für diese Tatsache sollte man Verständnis aufbringen, dabei aber nicht vergessen, dass die in Not geratenen Menschen auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Gereon Schuster, Delong Li, 8e, Erzb. St. Ursula-Gymnasium, Düsseldorf

Eine nur mit Spenden erbaute Kirche – Die evangelische Kirche in Urdenbach

Den Bau der Kirche plante man bereits im Jahr 1685. Im Jahr 1688 fand die Grundsteinlegung statt. Bereits im Jahr 1693 wurde der erste Gottesdienst in der Kirche gehalten.

Der Bau der Kirche wurde nur mit Spendengeldern finanziert, erklärte mir Martin Busse, der seit Februar 2012 Baukirchmeister der Kirche ist. Genauso wie die Kanzel, die aber erst seit dem Jahr 1735 zur Kirche gehört. Alle Spender sind in einem Spendenbuch mit Namen und dem Betrag. den sie gespendet haben, eingetragen. Von diesem Spendenbuch gibt es ein Original und eine Abschrift.
Die Orgel wurde im Jahr 1754 vom Orgelbauer Schöler erbaut und im Jahr 2013 wurde sie mithilfe von Aufzeichnungen rekonstruiert. Am ersten Advent 2013 wurde sie in einem Gottesdienst eingeweiht. Alle Aufzeichnungen sind im Archiv der Kirchengemeinde Urdenbach gelagert. Geplant war die Rekonstruktion seit circa 2008. Sie wurde nur mit Spendengeldern finanziert. Auf der Orgel spielen der Kantor und die Kantorin der Kirchengemeinde. Auch diese Spender wurden in einem Spendenbuch eingetragen.

Die Orgel erhielt die vermutlichen Farben der alten Orgel, passend zu den zwölf bunten Familienwappen in den runden Kirchenfenstern. Die Wappen gehören zu den jeweiligen Spenderfamilien der Fenster. Die aus Holz geschnitzte Davidfigur, welche auf der Orgel steht, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist etwas älter als der Kelch und die Patene, welche Louise von Preußen (geb. 30. Oktober 1799 in Ballenstedt als Prinzessin Wilhelmine Louise von Anhalt-Bernburg, gest.9. Dezember 1882 in Eller) gespendet wurde. Diese war eine evangelisch-reformierte Christin. Sie verbrachte damals den Sommer häufig im Benrather Schloss und besuchte den Gottesdienst in der reformierten Dorfkirche in Urdenbach so oft es ihr möglich war. Der Prinzenstuhl welcher gegenüber des Altars steht wurde ihr gewidmet. Man kann ihn dort heute noch bewundern.

In der Kirche stehen heute noch ein paar Stühle aus dem Benrather Schloss. Die Kirche ist im holländischen Baustil gebaut. Er entstand vermutlich aus der Beziehung der Gemeinde zu den Niederlanden. Der hohe Dachreiter ersetzt den Kirchturm, in ihm befinden sich die Glocken und die Kirchuhr. Auf seiner Spitze thront ein Wetterhahn. Zu der Kirche gehört auch noch ein Friedhof, weshalb die Gasse dahinter wohl Leichengasse genannt wurde. Das komplette Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz.

Zur evangelischen Gemeinde in Urdenbach gehört noch eine zweite Kirche. Diese ist jedoch wesentlich jünger. Sie stammt aus dem Jahr 1969. Die alte Urdenbacher Dorfkirche steht aber heute noch mitten im Dorfgeschehen. So wird beispielsweise traditionell während des Erntedankzugs vor der Kirche Zwiebelkuchen und Federweißer verkauft. Gottesdienst gibt es jeden Sonntag abwechselnd in der Dorfkirche und in der Heilig-Geist Kirche.

Katharina Wende, 8d, Freie Christliche Schule-Gymnasium, Düsseldorf