Ein Baum macht Musik – Interview mit der Band „Platane“

Jaron, welches ist dein Lieblingslied?

Jaron: Das kommt ganz auf die Situation an!

Wie seid ihr auf den Namen „Platane“ gekommen?

Jaron: Nun, es war nur noch kurze Zeit bis wir einen Auftritt hatten, und wir wußten nicht, wie wir uns nennen sollten. Wir machten einen Ausflug in den

Wald, dort kam Thomas auf den Namen „Eiche“, doch das klang dann zu hart! Wir wollten etwas Weicheres, ich schlug Platane vor.

Und ihr habt diesen Namen schon seit Beginn?

Jaron: Ja. Uns gibt es nun etwas länger als vier Jahre, am 1. Mai 2008 hatten wir unseren ersten Auftritt.

Welche Musikrichtung spielt ihr?

Jaron.: Hm, ich denke es gibt verschiedene Genre, die zu uns passen würden, unter anderem Akustik, Easy Listening oder Singer&Songwriter.

Hast du nur solche Musik gespielt?

Jaron: Nein, ich habe eine Zeit lang in der Klever Punkrockband „krakedurchleguan“ gespielt. Das ist aber auch schon wieder lang her!

Wann hast du und Thomas das erste Album raus gebracht?

Jaron: Im Herbst 2004 haben wir ein erstes Demo-Tape veröffentlicht, allerdings noch ohne Plattenvertrag. Diese selbst gebrannte CD enthielt nur 5 Lieder. Vor anderthalb Jahren haben wir dann das erste richtige Album „Let the young one sing“ heraus gebracht. 15 Songs waren auf der Platte zu finden. Mittlerweile haben wir eine Songlist von ca. 30 Liedern.

Wie heißt dein Lieblingslied von diesen 30?

Jaron: Das kommt auch wieder auf die Situation an, aber ich glaube ich mag „Burn it“ am liebsten.

Was für eine Botschaft wollt ihr mit eurer Musik vermitteln?

Jaron: Hm, Botschaft ist nicht ganz das richtige Wort, eher ein Statement. Zum Beispiel mit dem Song „Burn it“, damit wollen wir in etwa ausdrücken, das wir auf das verdammte Geld „scheißen“. Thomas verarbeitet in den Songs Geschehnisse, die ihn beschäftigen wie in „Lonly boy story“. Das Lied erzählt von einem Kind, das durch mangelnde Fürsorge der Eltern verhungert.

Was war eurer bewegendster Auftritt?

Jaron: Da gibt es mehrere: Wir haben einmal in Köln als Vorband gespielt, das war cool, die Besucher sind ziemlich abgegangen! Dann waren wir noch in Nijmegen in einer besetzten Schule, dort waren einfach ein passendes Ambiente und interessante Leute das besondere an dem Auftritt. Als letztes fällt mir noch ein Auftritt mit einem Freund aus Kanada ein. Wir haben ein Lied von ihm gespielt, das hatten wir erst eine Stunde vorher eingeübt. Der Abend war deshalb von Bedeutung, weil er die Richtung einschlug, die ich mir auch für die Zukunft unser Band vorstellte!

Werdet ihr in nächster Zeit Auftritte haben?

Jaron: Leider nicht, denn Thomas und ich müssen uns auf erstmal unbestimmte Zeit trennen. Wir werden uns in der Zeit wahrscheinlich einzelnd musikalisch weiterentwickeln. Thomas sagte mir, dass er demnächst alleine Musik machen werde. Für nachher haben wir noch keine Pläne.

Gebt ihr noch ein Abschlusskonzert vor der großen Reise?

Jaron: In gewisser Weise war das Weihnachtskonzert im Radhaus dieses Abschlusskonzert.

Bjärn Nienhuys, Jannik W. und Matthias T., Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Interview über Afrika, den Sport – und Kleve – Windsurfprofi Peter Garzke: fast immer im Wasser

Du warst schon an so vielen Orten auf der ganzen Welt. Was zieht dich nach Kleve zurück?

Garzke: Es ist einfach eine schöne Abwechslung. Hier habe ich mein gewohntes Umfeld, meine Freunde und auch mal ein bisschen Ruhe. Außerdem ist man schnell in den Niederlanden zum Surfen, das ist ein großer Vorteil.

Du hast in Köln an der Sporthochschule Diplomsport studiert. Wie kam es danach dazu, dass du mit dem Surfen dein Geld verdient hast?

Garzke: Das Surfen war schon ein Kindheitstraum von mir. Mit 12 habe ich angefangen, sehr intensiv zu surfen. Das Sportstudium war eine Art Zwischenstopp. Trotzdem hat mir das Studium für meine Arbeit stark geholfen, weil man einfach an viele Dinge anders herangeht.

Du bist in der Welt schon viel herumgekommen. Was hast du auf deinen Trips gelernt und was hat dich besonders beeindruckt?

Garzke: Die Reise in den Iran war sehr speziell. Die Medien vermitteln häufig ein schwaches Bild, insbesondere solcher Regionen. Auf dieser Reise war es sehr spannend, einen ungetrübten Eindruck zu gewinnen und die Menschen hautnah zu erleben. Natürlich ist mir klar, dass im Iran noch sehr viele Missstände herrschen, und auf meinem Trip konnte ich mir sicherlich kein repräsentatives Bild machen. Trotzdem habe ich nur freundliche und lachende Menschen kennen gelernt. Einer sagte einmal: „Die Amis haben einen verrückten Präsidenten, wir aber auch“.

Die drei Wochen im Süden Madagaskars waren ebenfalls sehr speziell. Die Menschen leben in diesem „Dritte Welt Land“ wie vor 500 Jahren. Sie leben völlig isoliert von der Welt und sind trotzdem glücklich.

Du hast in Südafrika ein Projekt mit Townshipkindern durchgeführt. Was hat dich dazu angeregt?

Garzke: Als ich vom Flughafen in Kapstadt über die Autobahn fuhr, beobachtete ich eine Schulklasse, die gemeinsam mit ihrer Lehrerin auf der Standspur dieser Autobahn eine Sportstunde abhielt. In dem Moment dachte ich mir, dass es an der Zeit wäre, diese Kids aus den Ghettos herauszuholen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, einmal an einem schöneren Ort etwas zu erleben. Ich nahm Kontakt auf und lernte George kennen, der als Rugbycoach in Khayelitsha, dem größten Township in der Kapregion, arbeitet.

Auch George glaubt daran, dass man den Kids über den Sport Perspektiven bietet und auch speziell über so genannte „Weiße Sportarten“ die Kommunikation zwischen Schwarz und Weiß entwickelt. So planten wir gemeinsam das Projekt, mit den Kids windsurfen zu gehen.

Wo gefällt es dir von den Orten, an denen du bis jetzt gewesen, bist am Besten?

Garzke: Hawaii ist einfach toll, und das Klima da ist perfekt. Südafrika ist auch sehr schön, aber die Armut ist erdrückend, und es ist nie schön zu sehen, in welchen Verhältnissen die Menschen dort im Gegensatz zu uns hier leben. Abgesehen davon ist das Wasser lausig kalt.

Kannst du dir vorstellen, irgendwann wieder ganz nach Kleve zurück zukommen?

Garzke: Warum nicht?! Eigentlich bin ich nie richtig weg. Ich bin überall zu Hause also könnte ich auch in Kleve landen.

Teurlings Nele, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Claudio vom Johanna Sebus-Gymnasium: – Abitur – und dann Fußballstar?

Tamanna und Monique haben ihren Mitschüler Claudio interviewt und ihn zu seinen Plänen nach der Schule und seinem Privatleben befragt.

Du hast deinen eigenen Style, wie deffinierst du ihn ?

Claudio:Wieso hab ich mein eigenen Style?

Wieso nicht?

Claudio: Ich laufe so rum wie jeder andere!

Du läufst nicht wie jeder andere rum. Keiner in unserer Schule zieht sich so gut an wie du!

Claudio: Hehe ja, ich ziehe alles an, was mir steht und was gut aussieht.

Welche Ziele hast du für die Zukunft?

Claudio: An erster Stelle will ich mein Abitur schaffen … und vielleicht auch Fussballstar werden!

Hast Du an unserer Schule einen Lieblingslehrer?

Claudio: Doch, doch, ich hab einen. Er heißt Herr Ueding und war immer sehr hilfsbereit. Er ist ein guter Lehrer und ich bin froh, dass ich ein Schüler von ihm bin.

Und welchen Lehrer magst du überhaupt nicht?

Claudio: Hmm….Ich habe keine Ahnung. Ich glaube, es gibt gar keinen Lehrer, den ich nicht mag.

Hast du derzeit eine Freundin ?

Claudio: Nein seid kurzem nicht mehr.

Bist du gut in der Schule?

Claudio: Relativ….Ich will ja nicht angeben, aber es ist einfach so.

Bist du zufrieden mit deinem Aussehen?

Claudio: Ja, 1 bis 2 Makel hat jeder, aber im großen und ganzen schon.

Viele junge Menschen gehen unter die Sonnenbank, um ihrer Haut eine schöne Braeune zu verleihen, machst du das auch?

Claudio: Nein, vielleicht einmal im Monat höchstens…

Andere Frage: Rauhst du?

Claudio: Nein,auf keinen Fall!

Dankeschön, dass Du Zeit für das Interview hattest.

Monique Peters und Tamanna Bromand, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Ulrich Janssen im Gespräch – Interview mit dem Bürgermeister von Geldern

Unsere erste Frage hat etwas mit der Kandidatur für die Kommunalwahl 2009 zu tun. Dort gab es ja im Vorfeld ein paar Unstimmigkeiten mit dem Vorsitzenden der Gelderner CDU, Stefan Wolters. Was können Sie uns dazu sagen?

Stefan Wolters hat sich vielleicht ein bisschen darüber geärgert, dass ich in einer Veranstaltung der JU gesagt habe, dass ich im nächsten Jahr nochmal kandidieren möchte ohne ihn vorher darüber zu informieren. Wahrscheinlich dachte er aber, dass ich meinen Beschluss erst auf der Mitgliederversammlung, wo der Kandidat auserwählt wird, preisgebe.

Haben Sie sich denn schon wieder mit Stefan Wolters ausgesprochen?

Ja, das alles war kein großes Problem und wurde von der Zeitung hochgeschaukelt, wie das manchmal so ist.

Oder man ist Promi und wird mit einer fremden Frau im Swimmingpool erwischt. (lacht)

Könnte das dem Image geschadet haben?

Das kann ich nicht sagen, bisher habe ich nichts Negatives gehört.

Da gibt es ja noch das Thema Bahnhofsumfeld. Dort soll ja ein ganz neues Viertel entstehen. Steht das denn schon konkret fest oder gibt es da noch offene Fragen?

Offene Fragen gibt es bei einem solchen Großprojekt natürlich immer, denn so ein Viertel wird ja nicht von heute auf morgen errichtet. Zum einen soll das Gebiet ja gewerblich genutzt werden, dort sollen unter anderem die Polizei, das Finanzamt und Dienstleistungsunternehmen angesiedelt werden. Zum anderen soll der Rest des Gebietes als Bauland genutzt werden. Das Viertel wird sich für die Stadt lohnen.

Genau darauf läuft unsere nächste Frage hinaus: Könnte das Viertel nicht zum Millionengrab werden?

Wir haben dafür, um genau das zu prüfen, zwei unabhängige Gutachten in Auftrag gegeben.

Wer finanziert das Projekt, wird es auch vom Land NRW bezuschusst?

Ja, aber weniger für den Wohnungsbau als für den Bereich, wo die Polizei etc. gebaut werden sollen.

Das Bahnhofsviertel ist ja bis jetzt eine Schmuddelecke, dieses neue Viertel wird die Stadt doch um einiges attraktiver machen.

Ja alle Ratsmitglieder haben sich gesagt, dass dieses Viertel ein Vorzeigeviertel werden soll.

Das ist doch bestimmt auch eine gute Sache für die heimischen Firmen, oder?

Ja, ganz sicher.

Unsere letzte kurze Frage bezieht sich auf den Mensabau an unserer Schule, dem Lise-Meitner Gymnasium, welcher Standort macht bisher das Rennen?

Ja, einmal wäre da der Anbau an das Bürgerforum zwischen den beiden Gymnasien und am Oberstufentrakt des LMG. Diese Orte werden gerade gegeneinander abgewägt und dann dem Schulausschuss vorgestellt, der letzendlich entscheidet, wo die Mensa gebaut wird.

Vielen Dank für das Interview, Herr Janssen.

Johannes Walter und Lilli Janssen, Geldern, Lise-Meitner-Gymnasium

Ein Kommentar – Johanna Sebus geht unter

Natürlich, sehr bequem. Drei Gymnasien in Kleve, eines muss geschlossen werden. Das Konrad Adenauer- Schulzentrum scheidet aus, weil es zu neu und wichtig für die Unterstadt ist. Dann beginn der Wettkampf.

Das Johanna- Sebus- Gymnasium glänzt mit hervorragendem Abschneiden beim Pisa- Test und den Vergleichsklausuren, mit einem von Schülern gestalteten Gebäude und einer Wiese als Schulhof. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium punktet dagegen mit hohen Anmeldezahlen, sowie einer Betonwüste als Pausenhof.

Und gegen welche Schule entscheidet man sich? Das Sebus. Und es spielt selbstverständlich keine Rolle, dass es früher eine Mädchenschule war, jedoch fast alle bedeutsamen Politiker dieser Stadt Männer sind und natürlich früher auf das Freiher-von-Stein-Gymnasium gingen, das damals noch „staatliches Gymnasium Cleve“ oder auch „Hindenburg-Oberschule“ hieß.

Und es ist auch nicht wichtig, wie das Stein bei Vergleichstests wie der Pisa-Studie abgeschnitten hat. Na, dann ist ja gut. Schließlich war man(n) ja schon immer der Ansicht, dass die Gerechtigkeit am Wichtigsten ist. So müssen 2010 alle verbliebenen Sebus-Schüler auf das nicht ausbaufähige Stein- Gymnasium wechseln, als dass die übrigen Schüler vom Stein-Gymnasium in neu errichteten, große Gebäude an der Ackerstraße kämen. Dann gebt der Bildung eine Chance – in Klassen mit über 40 Schülern!

Hilaria Schuler, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Meine Meinung: – Casting-Shows: Ausschalten!

Casting-Shows: Man hört pubertierenden Jungen, die mitten im Stimmbruch sind, beim Singen zu. Sie werden durch ehrgeizige Aktionen ihrer Eltern auf die Bühne geschubst. Die Privat-Sender bombardieren den Zuschauer mit ständigen Werbeunterbrechungen. Der mediale Super-Gau!

Die Verblödung des Menschen. Die Jury besteht aus „Stars“, die schon lange nicht mehr von Bedeutung sind. Die Leute, die dort auftreten, befinden sich in dem Glauben, dass man berühmt ist, wenn man bei so einer Casting-Show gewinnt.

Doch wie es weiter geht mit solchen „Stars“, sieht man am Beispiel von Daniel Küblböck. Eine Eintagsfliege, mehr aber auch nicht. Das Schlimmste ist, dass diese Sendungen den ganzen Abend über den Schirm flimmern.

Sommer-Zeit: Draußen ist es auch abends noch hell, und die Sonne hat die Terrasse schön aufgewärmt. Beste Bedingungen für einen gemütlichen Grillabend… Aber dann könnten wir ja eigentlich kein DSDS mehr gucken. Die Lösung: Auch die Nachbarn wollen bestimmt über den aktuellsten Stand von DSDS informiert sein. Also drehen wir den Fernseher auf volle Lautstärke und genießen den schleimigen Ketchup-Sound zu Steak und Würstchen.

Somit ist dann der ganze Abend gespickt mit den fettigen Kommentaren von Dieter Bohlen. Zum Glück gibt es ja noch einen Aus-Knopf am Fernseher. Na dann, noch einen schönen Abend!

Cedric Schumann, Geldern, Lise-Meitner-Gymnasium

Die Band „MoCo“ arbeitet an einer neuen Single – Ein Song zum Abrocken

Kleve. Die fünfköpfige Schülerband „MoCo“ hat ein neues Album geplant. In enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten und „Skinny Bold“- Drummer Marc Küsters wird derzeit ein neuer Song geprobt, erweitert und perfektioniert.

„Dieses Lied wird beim nächsten Auftritt auf jeden Fall dabei sein“, sind sich alle Mitglieder der Band jetzt schon einig. „Es soll ein richtig fetter Song werden. Die Halle soll toben“, so Trompeter Jordans.

Pianist Mäxchen gab den Anstoß, das Lied auf eine umgewandelte Form des „Mission Impossible“-Soundtracks zu gestalten. „Trotzdem ist es etwas Eigenes und man bemerkt unsere Züge“, so Mäxchen. Schlagzeuger Freddi verriet schon, dass es ein Mix aus Rock und Electronic wird.

Auch bei den Proben merkt, mit wie viel Spaß die 15- bis 16-Jährigen an der Sache arbeiten. Der Song ist nach Angaben der Band ideal zum „Abgehen und Wegrocken“, und die Veröffentlichung im August wird jetzt schon von Fans sehnsüchtig erwartet.

Peter Leukers, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Interview mit einem Landwirtschafts-Studi – So ist das Studentenleben

Sarah Hoffmanns hat einen Agrarwirtschaftsstudenten interviewt und ihn zu seinem Tagesablauf und seinen Vorlieben befragt.

Was studieren Sie? Und wo?

Ich studiere Argrarwirtschaft, Bachelor of Science, auf der Fachhochschule Süd-Westfalen (Soest).

Warum grade dort?

Soest ist verkehrstechnisch gut zu erreichen, und der Studiengang hat einen guten Ruf in Hinsicht auf den Bezug zur Praxis.

Und können Sie den Ruf nachvollziehen?

Ja voll und ganz, ich fühle mich dort wohl.

Was ist Ihr Lieblingsfach?

Ich finde Tierernährung das schönste Fach.

Warum studieren Sie Landwirtschaft?

Weil ich von einem landwirtschaftlichen Betrieb komme. Ich wusste schon sehr früh, dass ich das machen möchte.

Was haben Sie vor Ihrem Studium gemacht?

Ich habe mein Abitur am Johanna-Sebus-Gymnasium gemacht und dann den Zivildienst in einem landwirtschaftlichen Betrieb absolviert.

Wie lange studieren Sie schon?

Ich bin jetzt im 2. Semester und muss noch 4 Semester, um meinen Abschluss zu bekommen.

Was gefällt/ stört Sie am meisten am Studieren?

Mich stört, dass die Vorlesungen über den Tag verteilt sind und es keinen durchgängigen „Unterricht“ gibt. Und dass der Vorlesungsplan kompakter sein könnte. Mir gefällt, dass man Wahlpflicht- und Zusatzmodule wählen kann und somit nach seinen Interessen lernt. Ich habe viel Freizeit, die ich mir nach belieben einteilen kann.

Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?

Ich stehe um 7:15 auf, frühstücke, mache mich fertig und dann laufe ich so ca. 12 Minuten zur Fachhochschule. Um 8 Uhr fangen die Vorlesungen an. Meistens gehe ich mit meinen Kommulitonen um 11:30 oder 13:15 Uhr, je nach Stundenplan, essen. Nachmittags sind meistens Zusatzkurse oder Module, an denen man teilnimmt oder auch nicht. Abends mache ich mir meistens was zu essen, auch schon mal mit Freunden zusammen. Oder wir gehen Skat, Poker oder Billiard spielen. Oder schwimmen und gegebenenfalls auf eine Studentenfete. Die sind meistens mittwochs.

Wenn Sie sich aussuchen könnten, ein Schüler oder ein Student zu sein, was würden Sie bevorzugen?

Ich würde Schüler sein bevorzugen, aber man kann ja nicht ewig Schüler sein. Deshalb bin ich jetzt Student.

Sarah Hoffmanns, Kleve, Berufsbildende Schulen Kleve

Kommt sie – oder kommt sie nicht? – Ganztagsschule, ein heiß diskutiertes Thema

Schon seit einiger Zeit ist es ein großes Thema in Geldern: Ganztagsschule. Denn seit längerem wird überlegt, ob und wie die Gelderner Schulen zu Ganztagsschulen eingerichtet werden sollen.

Mittlerweile ist es wohl entschiedene Sache, zuerst einmal die Gelderner Gymnasien, das Lise Meitner und das Friederich Spee, als Ganztagsschulen einzurichten. Doch was sagen überhaupt die betroffenen Schüler, Lehrer und auch Eltern dazu?

Eine der befragten Mütter meinte zu diesem Thema, dass sie Ganztagsschule abhängig davon gut fände, ob die zusätzlichen Stunden sinnvoll genutzt werden würden oder nicht. Sie sagte, sie komme selbst aus den Niederlanden, in denen die Ganztagsschule schon sehr lange ganz normal sei. Eine andere Mutter sagte auch, dass man sich doch einmal den vielen Ländern anpassen könnte, in denen Ganztagsschulen schon weit verbreitet sind. Zu solchen Ländern gehören neben den Niederlanden unter anderem auch noch Frankreich und Skandinavien.

Jedoch sind Schüler in Sachen Ganztagsschule noch sehr kritisch und lange nicht der gleichen Meinung wie ihre Eltern. „Ich halte nichts von Ganztagsschule. Das finde ich blöd“, äußerte sich dazu Leonie C. Und auch Michelle T. und Dalin T. äußern sich dahin gehend, dass sie wenig von Ganztagsschulen halten. Doch sind natürlich nicht nur Gegner der Ganztagsschule unter den Schülern, wie Caroline H. beweist: „Ich denke, Ganztagsschule ist besser als samstags Schule zu haben. Es betrifft ja vorerst auch nicht jeden Tag, sondern nur ca. 2 Tage die Woche.“

Auch Lehrerin Kathrin P. äußert sich eher positiv zur Ganztagsschule: „Ich finde Ganztagsschule eigentlich ganz gut. Das Ganze hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Zum einen hat man weniger Druck in den Stunden, aber zum anderen bringt es nichts, wenn die Schüler nur nach Hause wollen und die ganze Zeit auf die Uhr schauen. Die Kinder wollen ja auch Zeit mit ihren Familien verbringen. Es wäre allerdings auch ein sehr großer Aufwand, wenn die Schüler hier essen müssten.“

Doch genau darüber haben sich auch schon andere Gedanken gemacht. Schon eine ganze Zeit lang wird überlegt, wo man eine Mensa bauen könnte. Wie der Bürgermeister sagte, gab es am Anfang ca. 12 mögliche Ideen, wo eventuell ein Platz für die Mensa wäre. Von diesen 12 Ideen sind nun nur noch 3 übrig geblieben. Von diesen 3 Plätzen muss man nun noch Vor- und Nachteile abwägen. Möglich als Platz für die Mensa wäre sowohl der Tatamplatz (Platz zwischen LMG und FSG) sowie das Bürgerforum oder eine Mensa intern, am Lise Meitner Gymnasium. Wichtig ist, dass die Mensa sowohl für die Schüler vom Friedrich Spee Gymnasium sowie die Schüler des Lise Meitner Gymnasiums nutzbar sein sollte.

Auch gab es die Überlegungen, dass Schüler der Adelheid Grundschule und/oder Mitarbeiter der Stadtverwaltung dort zu Mittag essen könnten. Aber wollen die Schüler denn überhaupt in der Mensa essen? Kira H. z.B. möchte das nicht: „In der Schule ist das Essen bestimmt ekelig und nicht so gesund. Ich möchte lieber weiter zu Hause essen.“ Und auch Daniel G. ist kritisch: „Ich möchte lieber zu Hause essen, da ist das Essen frischer.“ Doch irgendetwas müssen die Schüler ja essen. Das meint auch Brigitte B.:“Ich finde Ganztagsschulen nur gut, wenn es dort mittags warmes Essen gibt.“

Worum sich die Schüler auch Sorgen machen, ist ihre Freizeit. „Für Hobbys hat man dann fast gar keine Zeit mehr“, sagt dazu Leonie C. Auch Daniel G. ist nicht begeistert: „Es ist wirklich doof, dass man die ganzen Hobbys mittags nicht mehr machen kann.“ Hierzu sagt jedoch Lehrerin Kathrin P. nur, die Hausaufgaben würden dann ja in der Schule gemacht und so hätten die Schüler nach dem Unterricht schon noch Zeit für Freizeit. Und auch für Brigitte B. ist klar: Das lässt sich schon regeln. „Ich kenne einige Kinder aus anderen Ländern, welche auch Zeit für ihre Freizeit haben. Das spielen wird dann mehr in den Abend hinein verlegt. Allerdings fängt die Schule dann nicht schon morgens um 8 Uhr an.“

Wie es jedoch genau sein wird und wann es genau so weit ist, das weiß noch keiner, und bis man zu einem Ergebnis gekommen ist, muss wohl weiter spekuliert werden.

Kathi Dreyer, Geldern, Lise-Meitner-Gymnasium

Schüler sahen „Die Welle“ im Kino – „Ich habe mich total erschrocken“

Am 9. und 14. April 2008 besuchten die Schüler der Gesamtschule-Mittelkreis Goch das Tichelpark-Kino in Kleve. Dort sahen sie sich „Die Welle“ an, eine wahre Geschichte von einem Lehrer, der ein riskantes Projekt startete und das außer Kontrolle geriet.

Der Inhalt des Films ist eine Diktatur und ähnelt der des Adolf Hitlers.

Bei der Besatzung ist unter anderem auch Jürgen Vogel (Keinohrhasen) mit dabei.

Lisa (14 Jahre) meint zu dem Film: „Der Anfang des Films war cool, so zu sehen, wie sich nach und nach eine Gruppe Jugendlicher zusammenschloss. Aber am Ende des Films habe ich mich total erschrocken. Ich hätte nicht gedacht, dass dies Ganze so drastische Folgen bringen würde.“ Für einige Schüler war der Film „Die Welle“ sehr lehrreich.

Sarah Verfürth und Sabrina Seifried, Goch, Gesamtschule Mittelkreis