Interview mit einer Tanzlehrerin – Jugendliche tanzen wieder

Vor zwei bis drei Jahren war Tanzen noch „out“. Doch mittlerweile ist Tanzen wieder ein Hobby von vielen jungen Leuten geworden. Aus diesem Grund haben wir mit unserer Tanzlehrerin Julia Hußmann gesprochen, die ihre Arbeit in der Casino-Tanzschule Wesel ausübt.

Wie lange arbeiten Sie hier schon?

Julia Hußmann: Öhm…(lacht). Gute Frage…seit 2001.

Wie sind Sie darauf gekommen?

Hußmann: Ich habe schon sehr früh mit dem Tanzen angefangen. Unter anderem mit Ballett, Rhythmik, Jazz und Modern Dance. Außerdem waren Musik und Musizieren schon immer meine große Leidenschaft. Als ich 14 war, habe ich mit klassischem Paartanz angefangen und konnte mir vorstellen, als Tanzlehrerin zu arbeiten. So habe ich 2001 meine Ausbildung zur ADTV Tanzlehrerin bei Ralf Schüring begonnen, wo ich die Liebe zur Musik und zur Bewegung verbinden konnte.

Was macht Ihnen am meisten Spaß?

Hußmann: Alles, am meisten wenn ich sehe, dass die anderen Spaß haben und gerne wiederkommen.

Was unterscheidet diese Tanzschule von den anderen?

Hußmann: Das vielfältige Angebot. Unser individuelles Programm, das heißt, dass man einen Kursus für zehn Stunden buchen kann und mehrmals in der Woche kommen kann, sich also selbst einteilen kann, über welchen Zeitraum man einen Kursus absolviert.

Ab welchem Alter kann man hier tanzen?

Hußmann: Man kann ab dem Alter von zwei Jahren hier tanzen.

Werden hier Veranstaltungen bzw. Aktionen angeboten?

Hußmann: Ja, es werden hier viele verschiedene Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten, unter anderem die Tanzparty samstagabends von 20 bis 23Uhr für jeden, der Interesse am Tanzen hat. Für die Kinder werden verschiedene Partys zu den jeweiligen Jahreszeiten angeboten, etwa eine Karnevalsparty oder eine Osterfeier. Für Jugendliche werden Mottopartys (Rock’n’Roll Party) und Übungspartys veranstaltet, und für die Erwachsenen Themenabende wie zum Beispiel die Italienische Nacht. Außerdem wird alle zwei Jahre eine große Traum-Gala veranstaltet mit einem großen Programm. Im Wechsel dazu findet ein Kindermusical mit allen drei Tanzschulen (Wesel,Emmerich und Geldern) mit rund 200 Kindern statt.

Zudem treten verschiedene Gruppen zu verschiedenen Stadtfesten und ähnlichem auf und nehmen an Turnieren teil (Contestgruppe).

Wie lange gibt es die Tanzschule schon?

Hußmann: Die Tanzschule gibt es seit 20 Jahren unter der Leitung von Ralf Ulrich Schüring.

Was meinen Sie, ist beim Tanzen wichtig?

Hußmann: Im Vordergrund sollte der Spaß stehen und die Freude an der Bewegung zur Musik. Natürlich auch, dass man hier mit Freunden zusammen ist und dass das Tanzen verbindet.

Muss man einen Partner/in haben, um mit dem Standardtanzen anfangen zu können oder kann man auch alleine kommen?

Hußmann: Nein,man kann auch alleine kommen. Gerade im Jugendbereich kann man auch ohne Tanzpartner anfangen.

Charlotte Langner und Sonja Kuipers, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Oldtimertreff für Trecker – Wo Männer unter sich sind

Es ist immer sehr amüsant, ein Schleppertreffen zu besuchen. Vom 11. bis zum 13. September findet das nächste Treffen in Wilbertoord (Holland) statt.

Man lernt bei einem solchen Fest neue Leute kennen und hat von Freitag bis Sonntag viel Spaß. Es ist allerdings nichts für Leute, die nicht mit Leib und Seele dabei sind. Zu finden sind dort überwiegend Jungs und Männer, weil Mädchen, die so treckerfanatisch sind, schwer zu finden sind. Man sollte als Junge seine Freundin besser zu Hause lassen, weil es sowieso nur Stress gibt.

Die regen sich nämlich auf, weil die Männer sich abends einige Bierchen gönnen und danach solche Dinge machen wie zum Beispiel das Abschlusstreffen in Auwel-Holt. Dort tanzen sie auf dem Tisch, klettern die Zeltstangen hoch, setzen sich auf den Trecker und fahren auf dem Acker im Kreis. Manche gehen auch im Dunkeln auf die Kuhwiesen oder machen anderen Unfug.

Jeder, der sich das nicht entgehen lassen möchte, sollte am 11.September unbedingt dabei sein.

Marina van der Sande, Straelen, St. Anno-Schule

Eine Spiele-Journalistin erzählt – Das Hobby zum Beruf gemacht

Viola Tensil ist Spiele-Expertin und hat mit uns über ihre große Leidenschaft gesprochen.

Wie kamst Du auf die Idee, „zockerhausen.de“ zu gründen ?

Tensil: Ich wollte schon lange eine Gaming–Seite machen, die wie ein gemeinsamer Blog aller User funktioniert und gleichzeitig eine Anlaufstelle für Leute ist, die gerne andere Jungs und Mädels mit einer Spiele-Leidenschaft kennen lernen wollen. Als ich GIGA im Sommer 2008 verlassen habe, hatte ich endlich Zeit, meine Idee gemeinsam mit meinem Mann umzusetzen. Ich hätte allerdings niemals erwartet, das zockerhausen.de so gut ankommt und dort täglich so viele nette User unterwegs sein würden.

Welchen Tipp würdest Du angehenden Netzreportern geben?

Tensil: Da es GIGA als TV-Sender nicht mehr gibt, gibt es auch keine „Netzreporter“ mehr. Wer Spiele-Journalist werden will, sollte frühzeitig journalistische Erfahrungen sammeln – nicht nur bei Spiele-Medien – und nach Möglichkeit, ein medienrelevantes Studium oder eine entsprechende Ausbildung abschließen.

Wie gut warst Du in der Schule?

In Mathe und Naturwissenschaften eher schwach, aber sonst ziemlich gut. Abinote 2,0.

Liest Du Gaming-Zeitschriften? Und wenn ja, welche und warum?

Tensil: Ja, ich lese die GEE, da steht immer viel Interessantes drin. Vielleicht gefällt mir die GEE auch deshalb so gut, weil die thematisch genau das tut, was Colin Gäbel und ich auch in unserer neuen Gaming-Sendung „play’d“ auf Bunch.TV machen wollen: Zeigen, dass Videospiele ein hoch interessantes Medium sind, das noch lange nicht in allen Aspekten erforscht ist und für das geradezu täglich neue, innovative Ideen entstehen.

Wie stehst Du zu „Ballerspielen“?

Tensil: Diese Frage ist fast unmöglich zu beantworten. Grundsätzlich denke ich Folgendes: Wir haben mit der USK in Deutschland den weltweit strengsten Jugendschutz, der darüber hinaus nicht nur eine Empfehlung, sondern per Gesetz festgelegt ist. Was viele „Killerspiel-Gegner“ allerdings nicht in Betracht ziehen (was oft auch an mangelndem Kenntnistand liegt), ist, dass Gewalt verherrlichende Spiele in Deutschland sowieso nicht erscheinen. Allerdings ist auch die USK machtlos, wenn Eltern diesen Hinweis missachten. Die Debatte in den Medien wird weitgehend unsachlich geführt, was schon daran zu erkennen ist, dass es ein Genre namens „Killerspiel“ einfach nicht gibt. Der größte Industrieverband, BIU (Bundesverband Interaktiver Unterhaltungssoftware), arbeitet deshalb in jüngerer Vergangenheit stärker daran, innerhalb der Bevölkerung eine größere Medienkompetenz und Aufklärung zu schaffen.

Letztendlich sind viele Vorurteile nur Ausdruck von Nicht-Wissen – genau wie in vergangenen Jahrzehnten der Rock ’n‘ Roll, Horror-Filme und ähnliches für eine „verdorbene Jugend“ verantwortlich gemacht worden. Letztendlich kann jeder Gamer der Debatte nur entgegenwirken, indem er selbst Aufklärung leistet. Zeigt Euren Eltern, was Ihr spielt – erklärt es ihnen und lasst sie selbst mal was ausprobieren.

Info: Aktuelle Konsolen sind Nintendo Wii (150 Euro), Xbox 360 (300 Euro), PS3 (600 Euro), PSP (170 Euro) und Nintendo DSi (160 Euro)

Daniel Schachtmeier, Wesel, Städt.realschule Mitte

Wissenswertes über das Texelschaf – Meine Schafe und ich

Die Texelschafe stammen von der niederländischen Insel Texel. Von der Insel Texel haben sich die Tiere dann über das niederländische Festland nach Deutschland verbreitet.

Das Texelschaf ist ein mittelgroßes bis großes Fleischschaf mit weiß-grauem, kurzem unbewolltem Kopf und krätigen abstehenden Ohren. Besonders geeignet sind die Texelschafe für die Koppelhaltung.

Altböcke wiegen zwischen 115 und 145 Kilo. Ich besitze seit dem Jahr 2004 Texelschafe, und der Umgang mit den Tieren macht mir Riesenspaß. Jeden Morgen vor der Schule sowie jeden Abend füttere ich meine 13 Tiere mit Mehl, Rüben und Heu.

Frank Dercks, Straelen, St. Anno-Schule

Reisen von Jugendgruppen und Familien – In die Berge oder ans Meer?

Jeden Sommer das selbe Problem: „Wohin soll die Reise gehen?“ Das fragen sich die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen. An den Strand, in die Berge oder in Wintergebiete? Es gibt so viele Möglichkeiten und Wege, seine Ferien zu verbringen. Man kann in Deutschland bleiben oder das Ausland bewundern.

Die Urlauber können Neues entdecken oder bei Altem verweilen.

Von den knapp 70 Schülern der Klassen 7, 8 und 12, die dieses Jahr sicher in den Sommerferien verreisen, ist das begehrteste Urlaubsziel der Strand. Doch das klappt nicht immer. Das kommt daher, dass 50 Jugendliche mit den Eltern wegfahren und auch die Ziele von Jugendgruppen, an denen 20 Schüler und Schülerinnen teilnehmen, nicht mit denen der Schüler übereinstimmen.

Jugendgruppen wie der WTV (Weseler Turnverein) fahren oft nach Norderney oder machen Tagesausflüge in größere und kleinere Städte wie Hannover oder Rhede. „Solche Jugendreisen sind toll. Dort sind viele Leute in meinem Alter. Manche sind sogar meine Freunde“, sagt einer der von uns befragten Schüler.

Das Ausland ist das beliebteste Reiseziel der Familien. Spanien und Italien liegen laut unserer Umfrage an der Spitze; darauf folgen Länder wie Österreich, Schweden und Frankreich. Doch viele der Schüler wollen auch in Deutschland bleiben. „Ich kann die Sprache und alle Menschen verstehen mich; das ist toll“, sagt einer der Schüler.

Auffällig ist, dass viele Familien Neues entdecken wollen, aber auch den bereits bereisten Orten gegenüber nicht abgeneigt sind. „Wenn wir wieder dorthin fahren, ist es einfach besser. Man kennt die Leute und weiß, wo man ist“, so eine Schülerin der 8. Klasse. Die Meinung eines anderen Schülers ist: „Die gleichen Sachen sind langweilig. Ich möchte Neues entdecken und nicht Altes wiederholen“ .

Da gehen die Meinungen auseinander. Alles in allem fahren die meisten Leute gerne in den Sommerferien weg. Sei es mit der Familie oder mit Jugendgruppen. Die Ziele gehen weit auseinander, aber so viel steht fest: Es soll allen Freude bereiten!

Denise Oppenberg, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

90 Jahre – Zeit für ein Fazit – SuS Kalkar blickt hoffnungsvoll in die Zukunft

Der Jugendleiter Walter de Jong hat sich am Dienstag, 12. Mai, zu der aktuellen sportlichen und finanziellen Situation des Sportvereins SuS Kalkar geäußert. Er ist seit März 2009 wieder im Amt. Zuvor war er bereits für einen Zeitraum von vier Jahren Jugendleiter. Seine Hauptaufgabe ist es, den Jugendausschuss zu koordinieren. Seit 41 Jahren ist er bereits im Verein und hat nie daran gedacht, Jugendleiter zu werden.

Doch jetzt macht es ihm sehr viel Spaß, denn er hat ein großes Mitspracherecht. Doch Nachteile hat dieser Job auch: „Es mischen sich manchmal Leute in Sachen ein, wie zum Beispiel die Organisation eines Turniers, die davon überhaupt keine Ahnung haben. Das kann manchmal schon sehr ärgerlich sein“, gibt er lächelnd zu.

Aber nicht nur in Sachen Fußball hat Walter ein Wörtchen mitzureden. Sondern auch in den Abteilungen Badminton, Leichtathletik, Triathlon und Lauftreff. Die meisten Mitglieder hat die Abteilung Jugendfußball. Die Mitgliederzahl von 508 blieb in den vergangenen Jahren stets konstant. Trotz der geringen finanziellen Möglichkeiten veranstaltet der Verein jedes Jahr das Jugendfußballwochenende „Theo-Gossen-Tag“, den Lauf „Rund um den Wisseler See“, die Leichtathletikveranstaltung „1. Mai “ und diverse Jugendfußballturniere.

Sogar eine Homepage ist bereits „in der Mache“. Der Verein bezieht seine finanziellen Mittel aus Bandenwerbung, dem Verkauf der Vereinszeitschrift und dem neuen Förderkreis, der aus Klaus Hamann und Klaus de Klein besteht. Auch Vorstandsposten wie Kassierer oder Pressewart sind im Verein vorhanden. Diese sind ehrenamtlich und werden nicht bezahlt, nicht einmal die Trainer, die dieses Jahr Gutes geleistet haben. Und zwar: Die 1. Mannschaft unter zuerst Jürgen Verfürden und später Walter de Jong selbst hat den Abstieg vermieden, die 2. Mannschaft von Wolfgang Fallier konnte im oberen Mittelfeld mitspielen.

In der D-, C-, B- und A-Jugend fusionierte man mit BV Sturm Wissel und DJK Appeldorn.

Aber auch in der Vergangenheit konnte man einige Erfolge verzeichnen. Mit der 1. Mannschaft spielte man in der Bezirksliga, die Jugendmannschaften spielten jedes Jahr in den Leistungsklassen und Walter selbst als Trainer gewann viermal den Kreispokal. Zudem stellt die Leichtathletikabteilung jedes Jahr ihren Kreismeister.

Da der Verein nächstes Jahr 90 Jahre alt wird, veranstaltet SuS Kalkar eine Festwoche, Jugendfußballspiele und eine Leichtathletikveranstaltung. Zudem ist geplant, dass die 1. Mannschaft gegen die Amateure von FC Schalke 04 spielt. Das Turnier soll für jeden zugänglich sein. Für die Zukunft ist mit der 1. Mannschaft der Aufstieg in die Kreisliga A geplant. Ein weiteres Ziel ist die Vereinsfusion mit BV Sturm Wissel. Alles das gab Walter de Jong freudig bekannt.

Marvin van den Boom, Dustin van de Wetering und Alexander Gubankow, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar

Besuch in der Hundeschule – Wo Bello die Schulbank drückt

Von der Welpenschule bis hin zu großen Turnieren – im „Sporthunde-Verein Wesel Am Jäger“ gibt es alles für die Vierbeiner und ihre menschlichen Gefährten. Gegründet wurde der Verein im Mai 1955. Zu Beginn war unklar, ob er bestehen konnte. Doch mit den Jahren und steigender Mitgliederzahl wurde der Vereinsplatz immer mehr ausgebaut. Heute besteht das Vereinsgelände aus drei großen Trainingsplätzen und einem Vereinsheim.

In Hundeschulen und -vereinen lernen Hundehalter und Hund unter fachkundiger Anleitung, miteinander umzugehen und zu kommunizieren. Der Hundehalter soll ebenfalls lernen, Kommandos auf eine für den Hund verständliche Art und Weise zu geben.

Im DSV wurden bis 1990 ausschließlich Schutzhunde trainiert. Heute jedoch gibt es sämtliche verschiedene Trainingsgruppen und viele

Möglichkeiten, seinen Hund auszubilden und zwar vom Grundgehorsam bis zum professionellen Hundesport. Und das vom Welpenalter an.

Das Angebot reicht von Welpenschule, Junghundegruppe und Jugendabteilung bis hin zum Einzeltraining. Außerdem gibt es Turnierhundesport, Agility und die

Vielseitigkeitsprüfung inklusive Fährtensuche. Alle Abteilungen sind bis hin zu der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften erfolgreich vertreten. Das Training ist für Hunde aller unterschiedlichen Rassen eine körperliche und geistige Herausforderung.

Beim Turnierhundesport beispielsweise wird der Vierkampf trainiert: Er besteht aus Gehorsamsübungen, Slalom, Hürdenlauf und Hindernislauf. Beim Agillity werden einzelne Parcours aufgebaut, die zu bewältigen sind. Das Ziel von Hundesportvereinen ist es, Hunde gut zu sozialisieren, dem heutigen Alltag anzupassen und sie auf Turniere vorzubereiten.

Info:

Alle, die einen Hund besitzen, sportbegeistert sind und Interesse am DSV Wesel haben, können sich melden unter: Vereinsheim-Telefon 02859-642 (nur währen der Übungsstunden) oder auf der Hompepage www.wesel-am-jaeger.de

Übungszeiten: Mittwoch 18 Uhr, Samstag 17 Uhr, Sonntag 10 Uhr; Welpen- und Junghundstunde Samstag 15 bzw. 17 Uhr; Agility Samstag 14 Uhr

Christian Treder, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Hausaufgaben, Brüder und andere Hindernisse – Der morgendliche Kampf

Anscheinend hat der Sandmann vergessen, gestern Abend zu kommen und den Schlafsand zu verteilen, denn mal wieder hat der Schlaf nicht gereicht.

Der Wecker piept mit einem durchdringenden und leider nicht überhörbaren Piepen direkt neben dem Kopf. Und bis man den verflucht kleinen Knopf zum Ausschalten gefunden hat, hat dann schon die ganze Familie mitbekommen, dass man wach ist. Diese fragt sich dann vermutlich: „Warum ist das Kind schon wach?“ Auf diese Frage antwortet man dann später im Badezimmer äußerst ungern. Mütter sind ja eher wenig begeistert, wenn man sagt „Hausaufgaben“ oder Ähnliches. Bevor ich das tun würde, würde ich mir Wattestäbchen in die Ohren stecken. Ist ’ne tolle Schalldämpfung.

Das Bad könnte einen auch ganz stark an den Südpol erinnern mit seinen weißen Fließen, weißen Schränken und weißer Heizung, die anscheinend auch mal wieder eine kalte Nacht hatte. Und mit den noch kaum geöffneten Augen könnte man glatt ein Eskimo sein.

Am Frühstückstisch wird man dann mit dem nächsten Unglück konfrontiert.

Dem Bruder. Doch die Waffen sind gezückt, die Verbalkonfrontation kann beginnen! Der erste Seitenhieb des Bruders, doch man konnte gerade noch so parieren. Man versucht auszuteilen, aber irgendwie sind die Lebensgeister noch nicht wach, so dass man noch ein Paar einstecken muss. Uuhh…autsch. Der tat weh! Na warte…!

Doch bevor man den Frontalangriff starten kann, kommt die Mutter herein und hetzt herum wie eine Löwin die Gazellenherde jagt. Doch einen guten Fang scheint sie nicht gemacht zu haben, denn das Schulbrot müssen wir uns selber machen. Nachdem die Mutter dann auf Weltreise gegangen ist, zumindest lassen ihre 1000 Taschen und Körbe darauf schließen, merkt man, dass man eventuell vielleicht mal die Schuhe anziehen, sich aufs Fahrrad schwingen und zur Schule düsen sollte. Denn denkt Ihr, irgendein Lehrer akzeptiert, wenn man sagt: „Tut mir Leid, aber meine Hausaufgaben waren noch nicht fertig?“ Oder: „Mein Bruder und ich hatten heute Morgen noch Fechttraining?“

Mirjam Fischer, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Computerspiele: Segen oder Fluch? – In Maßen sinnvoll

Mittlerweile kann man auf Computerspiele nicht mehr verzichten. Sie sind ein fester Teil unseres Alltags. Doch stimmen die Vorurteile der Kritiker? Welche Auswirkungen haben Computerspiele auf deren Nutzer?

Längst sind Computerspiele ein fester Bestandteil unseres Lebens. Kinder wachsen mit ihnen auf und kennen sich mittlerweile besser mit Computer und Co. aus als ihre Eltern. Doch auch vielen Erwachsenen würde es schwer fallen, völlig auf Computerspiele zu verzichten.

Seit dem Amoklauf von Winnenden stehen vor allem Videospiele unter kritischer Betrachtung. Schon seit Jahren wird eine Debatte über Risiken und Nebenwirkungen von Computerspielen geführt. Auf der einen Seite gibt es die Kritiker, von denen sehr viele glauben, Computerspiele würden vor allem die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen steigern und bei übermäßigem Konsum zu einer Sucht führen. Auf der anderen Seite sind da die Kinder und Jugendlichen, die die positiven Auswirkungen von Computerspielen in den Vordergrund stellen.

Computerspiele haben eine starke Anziehungskraft auf Jugendliche. Längst sehen sich Spielehersteller auf Augenhöhe mit Film-Konzernen. Zusammen bestimmen diese zwei wichtigen Unterhaltungsindustrien den Hauptbestandteil der Freizeit der meisten Jugendlichen.

Viele Spieler werden in unserer Zeit aber missverstanden. Kritiker nehmen an, die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen würde bei übermäßigem Computerspiel-Konsum steigen. Es wird auch angenommen, dass Nutzer von Computerspielen eher zur Nachahmung neigen. Wegen dieser zwei Argumente stehen Spieler unter besonderem Verdacht, eher Amok zu laufen und deutlich stärker suchtgefährdet zu sein als Jugendliche, die den Computer seltener nutzen.

Obwohl diese Kriterien nicht zu unterschätzen sind, steht fest: Keine dieser Theorien konnte eindeutig und in mehreren Fällen bestätigt werden. Im Gegenteil: In vielen Studien, wie in der des Münchner JFF Instituts, wurde beobachtet, dass Kinder oder Jugendliche, die den Computer früh nutzen, einen Vorteil gegenüber Gleichaltrigen haben. Abgesehen von Lernspielen, bei denen Kindern zum Beispiel Geografie- oder Geschichtskenntnisse vermittelt werden, üben diese sich in der so genannten Hand-Augen-Koordination, die für die spätere Entwicklung wichtig ist.

Nutzer von Computerspielen lernen, schnell und gut überlegt zu handeln und komplizierte Vorgänge zu begreifen. Genauso wird ihnen Verantwortung und Selbstständigkeit beigebracht, aber auch Teamgeist, wenn etwa mehrere User zusammen spielen.

Im extremen Gegensatz dazu stehen jedoch die Ereignisse der vergangenen Monate. Tim K., der Amokläufer von Winnenden, war ein überzeugter und langjähriger Nutzer von Computerspielen. Aber mittlerweile schaut es doch so aus, dass mehr seine komplizierten Lebensumstände als seine Computerspiele zu dem Unglück geführt haben.

Natürlich bieten Computerspiele den Heranwachsenden eine Gelegenheit abzuschalten und in eine Fantasiewelt abzutauchen. Oft führt diese Tatsache im Zusammenspiel mit anderen Faktoren allerdings auch zur Isolierung und zu einem Realitätsverlust. Das kann aber durch vernünftige Dosierung einfach vermieden werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Computerspiele weder ausschließlich schlechte noch ausschließlich optimale Auswirkungen auf Jugendliche haben.

Aber bei kontrollierter Nutzung fördern sie doch viele positive Eigenschaften.

Trotzdem besteht ein relativ großes Risiko, wenn Kindern nicht früh genug beigebracht wird, eindeutig zwischen virtueller Welt und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Jakub Lipinski, Goch, Gymnasium der Stadt Goch

Gefährliche Asbestplatten – Sanierungsbedarf im Rathaus

Im Dezember 2008 erteilte der Fachbereich für Ver- und Entsorgung (FB 2) dem „Öko- Zentrum NRW“ in Hamm den Auftrag, Grundlagenermittlungen für die Sanierung der Fassaden und des Zentrums des Weseler Rathauses durchzuführen. Das „Öko- Zentrum NRW“ sollte Probleme unter anderem an den Fassaden (Wind- und Wasserdurchlässigkeit) beheben.

Anfang Februar dieses Jahres wurde die Fassadenkonstruktion im derzeit nicht belegtem Raum 518 geöffnet, wobei der Verdacht auf verbaute Asbestplatten auftrat. Nach dem Vorschlag des Öko-Zentrums wurde das „Büro für Baubiologie Richardson“ beauftragt, das am 05. Februar Proben der freigelegten Platten nahm. Die Untersuchung ergab, dass die Platten so genannten leicht gebundenen Asbest enthalten .Zum Schutz der Mitarbeiter musste schnell dafür gesorgt werden, dass keine Fasern mehr in die Raumluft gelangen konnten.

Im Rathaus finden seitdem Staub- und Raumluftmessungen statt. Von bisher 150 ausgewerteten Proben waren 149 ohne Befund. Eine Staubprobe in der sechsten Etage der Westfassade wies allerdings eine Asbestbelastung auf, welche zur Schließung des betroffenen und der anliegenden Büros geführt hat. Als reine Vorsichtsmaßnahme wurden auch diese Büros untersucht, wobei die Proben von Staub und Raumluft ohne Befund waren.

„Die Asbestplatten dienten ursprünglich dem Brandschutz, damit kein Feuer aus unteren Etagen in höhere aufsteigen konnte. Asbest ist sehr hitzebeständig. Damals war aber noch nicht bekannt, dass Asbest ein so gefährlicher Stoff ist“, erklärt der technische Gebäudeserviceleiter Bernd Haan. „Bisher gab es allerdings noch keine bekannten Erkrankungen.“ Mit der endgültigen Sanierung muss spätestens nach drei Jahren begonnen werden.

Philip Matz, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium