Mode ein wichtiges Thema – Ein eigener Stil ist wichtig

Viele Jugendliche stellen sich jeden Morgen dieselbe Frage: Was ziehe ich heute an? Was ist gerade angesagt? Wird es den anderen gefallen? Steht es mir denn auch? Was gerade modern ist, ist immer ein großes Thema, und zwar nicht nur bei den Mädchen. Auch Jungs finden es wichtig, gut auszusehen und sich auch dabei wohl zu fühlen.

Wohlfühlen. Das ist nicht immer der Fall. Denn auf immer mehr Schulen werden die Schüler wegen ihrer Kleidung und ihrem Aussehen gemobbt. Da viele Eltern kein Geld für teure Markenkleidung zum Beispiel Tom Tailer, Esprit und so weiter haben.

Die Jüngeren in der Familie müssen meist die Kleidung der älteren Geschwister oder Kleidung aus Secondhandshops tragen. Das ist meist demütigend für diese Kinder. Sie fühlen sich dann ausgeschlossen und sind sich nicht sicher, ob die anderen sie dadurch nicht mögen. Sie würden gerne so sein wie die Prominenten. Denn die meisten Jugendlichen und Kinder haben einen Prominenten als Idol wie zum Beispiel Miley Cyrus oder Robert Pattinson. Sie wollen ihrem Idol ähnlich sein und genau so aussehen wie es. Jugendliche sollten zwar ein Idol haben, jedoch nicht alles an ihm kopieren. Sie sollten ihren eigenen Style entwickeln.

Doch es werden auch Schüler gemobbt, die sich die Markenkleidung leisten können. Jeder dritte Schüler ist ein Mobbingopfer. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag der LBS-Initiative Junge Familie durchgeführten Studie.

Auch im Berufsleben ist ein gutes Aussehen wichtig. Jeden Tag steht man Stunden lang vor dem Spiegel, um sich zu schminken und anzuziehen. Alles damit man schöner aussieht. Die meisten haben ihren eigenen Style. Es gibt viele verschiedene Stilrichtungen zum Beispiel Punk, Gossip, Glamour oder Klassisch. Es gibt auch viele verschiedene Designer, die alle Stylrichtungen vertreten.

Was gerade angesagt ist, steht in Magazinen wie Bravo Girl oder Mädchen. Die neusten Kollektionen der Designer werden von Modells auf dem Catwalk vorgeführt. Zum Beispiel in Paris, Mailand oder New York.

Die meisten Prominenten kaufen Mode vom Catwalk. Viel Prominente entwerfen auch ihre eigene Modekollektion. Auf der Fashion Week stellen große Designer wie Wolfgang Joop und noch viele andere Designer ihre Kollektionen vor. Und so gelangen die Catwalk Outfits in verbilligter Form auch bei uns in den Läden. Wo viele sie dann kaufen. Es gibt große Modenshows in verschiedenen Ländern mit vielen berühmten Designer und Promis. Zum Beispiel die Fashion Week in New York oder London.

Doch was bedeutet uns Mode? Mode verändert sich, es gibt die Herbstmode mit warmen Farben oder die Sommermode mit bunten Knallfarben – und all dies ist von verschiedenen Designern entworfen worden. Es hängt mit viel Arbeit zusammen. Zuerst muss der Designer eine Idee haben, was er entwerfen will. Dann müssen an dem Outfit noch ein paar Sachen verbessert oder geändert werden. Und ein Muster hergestellt werden. Es ist ein langer Weg.

Julie Heyartz, Hückelhoven, Realschule D.stadt Hückelhoven

Welche Discothek ist für wen? – Cheetah versus Himmerich

Welche Disco kommt besser an bei Jung und Alt? Wir haben die Discothek Himmerich in Hückelhoven-Himmerich und das Cheetah in Oberbruch verglichen.

Das Himmerich liegt mit sehr vielen Events vorn – wie zum Beispiel Ladies Night, Saturday Night, Abi Deluxe, Singstar in Himmerich, Tanzbistro Glaspalast und vieles mehr. Es wird ein abwechslunsgreiches Programm geboten. Im Cheetah ist das anders. Dort gibt’s oft dasselbe Programm. Jeden Freitag ist „It’s Friday meter Party“ und jeden Samstag das „Saturday Night Fever“. Das Publikum in Himmerich ist stark gemischt, angefangen bei 16 Jahren bis über 50 Jahre, während es im Cheetah schon bei 14- Jährigen beginnt und meist schon bei 18 Jahren aufhört. Es gibt sehr viele Minderjährige, die sich reinschmuggeln, indem sie die Ausweise älterer Freunde nehmen, die ihnen ähnlich sehen. Da die Ausweiskontrolle sehr oberflächlich ausfällt, kommen sie ganz schnell und einfach in die Disco.

Auch wenn man keine Lust aufs Tanzen hat, bietet das Cheetah etwas. Zum Beispiel das Blue Café, in dem Cocktails serviert werden, eine Baguetterie und einen Biergarten, in denen man den Tag ausklingen lassen kann. Genauso bietet auch das Himmerich ein Bistro und ein Restaurant.

Laut einiger Aussagen, zum Beispiel von Marco P. , ist das Cheetah nicht abwechslungsreich genug, da dort meist dieselbe Musik läuft und sie nicht für jeden ansprechend ist. Im Gegensatz dazu bietet das Himmerich drei verschiedene Areas. Im Partyraum ist Rock und Pop zu hören. In der zweiten Area läuft Trance und House und im so genannten Hip-Hop Keller ausschließlich Hip-Hop.

Jennifer Wirtz, Hückelhoven, Realschule D.stadt Hückelhoven

Verkehrschaos an der Realschule – Eltern gefährden ihre Kinder

Es gefährden immer mehr Eltern ihre Kinder. An der Realschule der Stadt Hückelhoven passiert das jeden Morgen und jeden Nachmittag nach Schulschluss.

Die Eltern setzen ihre Kinder auf der Hermann-Jansen-Straße ab, und die Kinder überqueren im morgendlichen Verkehrs-Chaos die Straße. Da diese Straße aber sehr eng gebaut ist und von beiden Seiten befahren wird, staut sich der Verkehr tagtäglich. Und da liegt die Gefahr.

Viele Eltern fahren rücksichtslos, weil sie schnell nach Hause oder zur Arbeit wollen. Sie schauen dann nur hektisch nach den Kindern. Das kann lebensgefährlich werden „Doch die Realschule ist machtlos“, berichtet Frau Lafos, die Schulleiterin. Sie sagt, „dass man nur an die Eltern appellieren könne“, aber sonst könne man nicht viel machen. Die einzige Möglichkeit sei, so Frau Lafos, dass man sich an die Stadt wendet, um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen.

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll, aus der Hermann-Jansen-Straße eine Einbahnstraße zu machen, so dass der Verkehr wenigstens geregelt läuft und die Sicherheit der Kinder besser gewährleistet wird. Das sollte auch im Sinne der Stadt Hückelhoven sein.

Bastian Portmanns, Hückelhoven, Realschule D.stadt Hückelhoven

Retuschiert wird immer – Unglaublich schön – oder wie Photoshop sie schuf

Löwenmähne, ebenmäßiger Teint, Schmollmund, Wunderbusen, Wespentaille und endlos Beine – kurz gesagt makellos schön. So lächeln sie von riesigen Plakatwänden, die Göttinnen der Neuzeit, auch Models genannt. Glatt, straff und allgegenwärtig sind diese scheinbar perfekten Frauen. Fleischgewordene Männerphantasien in „90-60-90“, für Durchschnittsfrauen oftmals der Auslöser für grobe Selbstzweifel und tiefste Unzufriedenheit.

Wer schön ist, hat Erfolg! Schöne Menschen haben größere Chancen bei der Partnerwahl, größere Aufstiegschancen im Job und verdienen besser. Das sind Geschichten, die die Werbung erzählt und sozialpsychologische Studien bestätigen. Das Aussehen ist heute sozial bedeutsamer als noch vor zwanzig, dreißig Jahren. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel steht unter permanenter Beobachtung.

Schön sein bedeutet heute vor allem körperliche Attraktivität und ewige Jugend. Der Körper ist mittlerweile ein Kultobjekt einer Diesseits-Religion. Glaubensvermittler sind „Vogue“, „Elle“ oder „Instyle“. Hier wird diktiert wie die ideale Frau auszusehen hat – size zero, faltenlose Gesichtszüge und perfekt sitzende Kleidung.

Models sind schön, ja sogar sehr schön. Doch selbst sie reichen an das Ideal nicht heran. Trotz aller Bemühungen mit Make-up, glamourösen Styling, dem richtigen Licht und den besten Fotografen des Planeten gibt es immer noch was zu mäkeln. „Es ist gar nicht so leicht, so schön zu sein wie man aussieht“, sagte einst die amerikanische Filmschauspielerin Sharon Stone. Die Retuscheure haben die Macht übernommen.

Mit digitalem Skalpell korrigieren sie, wo die Natur versagt hat. Die Augen größer, das Haar voller, die Beine länger. Photoshop macht’s möglich. Computer sei dank. Im Zeitalter der digitalen Fotografie ist niemand vor der Nachbearbeitung sicher. Alles scheint machbar. Das Aussehen kein gott- oder naturgegebenes Schicksal mehr, das man hinzunehmen hat. Eine hoch entwickelte Technik erlaubt es, den Körper als ein Gegenstand zu betrachten, den man mit digitalem Pinsel gestalten kann. Es entsteht ein Kunstwerk, eine Illusion die unrealistisch und unerreichbar ist.

Digitale Operationen sind schmerzfrei und schnell durchzuführen. Das Produkt ist die vermeintlich perfekte Schönheit. Diesem Idealbild zu entsprechen ist nicht nur unmöglich, sondern ihm nachzueifern kann sogar krank machen. Der Kontrollblick in den Spiegel wird kritischer. Die negative Erkenntnis dem Traumbild nicht zu entsprechen belastet die Seele und schwächt das Selbstbewusstsein.

Kein Model erscheint heute auf einem Werbeplakat oder in einer Modezeitschrift ohne Nachbearbeitung, das behauptet Anders Uschold, vereidigter Sachverständiger für analoge und digitale Fotografie.

Der Sinn des Lebens besteht für viele Menschen im Streben nach Glück und gutem Aussehen. Schön ist „in“, gut ist „out“. Frei nach dem Motto: Gute Mädchen kommen in den Himmel, schöne überall hin.

Luisa Stärkmann, Krefeld, Maria Montessori-Gesamtschule

Thema: Altwerden – Zu Besuch im Seniorenzentrum im Dreikönigenhaus

Wir haben für eine Umfrage das Seniorenzentrum im Dreikönigenhaus besucht. Es ist ein altes Haus, aber gemütlich eingerichtet. Dort gibt es fünf Etagen. Jede hat einen Namen: Das Erdgeschoss heißt Seeufer, die erste Etage Seepromenade, die zweite Sonnenblumenfeld, die dritte Rosengarten, die vierte Grüne Oase. Es gibt viele Orientierungshilfen, damit die Bewohner sich gut im Haus zurechtfinden.

Es gibt Wohnbereiche, in denen fast nur Menschen mit Demenzerkrankungen wohnen. In anderen Wohnbereichen wohnen überwiegend Bewohner mit schweren körperlichen Erkrankungen. Auf den Wegen zu den Räumen sind viele Gemälde und Gegenstände zu finden, die die Menschen an ihre „alten Zeiten“ erinnern. Einige Bilder stammen von einer Bewohnerin, die sie gemalt hat.

Wir befragten im Dreikönigenhaus nicht nur alte, sondern auch junge Menschen. Anfangs waren wir etwas ängstlich, aber als wir von den älteren Herrschaften so freundlich empfangen wurden, fühlten wir und bald richtig wohl. Zuerst haben wir uns in einen Kreis mit acht Damen und Herren gesetzt und kamen leicht in Gespräch miteinander. Dadurch haben wir erfahren, dass zwei von ihnen das Altwerden positiv fanden. Sie sind froh, dass sie jetzt alle Belastungen hinter haben. Zwei fanden es negativ, alt zu sein, Sie fanden die Jugendzeit schöner. Vier fanden beides gut. Sie sagten: Beide Zeiten hätten positive Seiten.

Auf die Frage, ob die Kommunikation zwischen Jung und Alt klappt, antworteten fünf ältere Personen mit „Ja“. Keiner von ihnen hat bisher schlechte Erfahrungen gemacht. Drei waren der Meinung, dass es manchmal schwierig sei, da manche jungen Menschen nicht wüssten, dass man sich Älteren gegenüber höfflich verhalten soll.

Fünf Bewohner fühlten sich von Jugendlichen ernst genommen, einer hatte negative Erfahrungen und zwei waren sich an diesem Punkt nicht so sicher.

Später haben wir verschiedene Jugendliche zu Ihrer Einstellung zum Altwerden befragt. Sechs sagten: Es gehört zum Leben. Sechs andere hatten noch nicht darüber nachgedacht. Auf die Frage „Klappt die Kommunikation zwischen Jung und Alt?“ antworteten neun Jugendliche mit „Ja“, drei sagten, es sei unterschiedlich. Acht Schüler sagten, sie fühlten sich von älteren Menschen ernst genommen. Das sei bisher immer so gewesen, denn sie hätten viel Kontakt mit Älteren. Vier meinten, es sei unterschiedlich. Wenn man sie freundlich anspräche, würden die Älteren einen aber auch nett und freundlich behandeln.

Kayathri Theivendran, Krefeld, Albert-Schweitzer-Schule

Umfrage – Traumjobs – Was die Zukunft so bringt

Wir haben uns in die Straßen der Stadt Krefeld begeben und eine Umfrage zum Thema Traumjobs gemacht.

Von den 40 Personen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren gaben 75 Prozent an, ihren Traumjob erreicht zu haben. Besonders beliebt waren dabei die Berufe Lehrer, Anwalt, Krankenschwester, Tierarzt, Bankkaufmann, Börsenhändler und Architekt. Als wir 13- bis 15-Jährige nach ihrem Traumjob befragten, wurden interessanterweise immer wieder Ingenieur, Fotograf, Chirurg, Fußballspieler und Kampfpilot genannt.

Doch 72 Prozent von den insgesamt 25 Schülern und Schülerinnen gaben an, dass sie früher zum Beispiel auch gerne Feuerwehrmann, Tierarzt, Biologe, Lehrer oder Sänger werden wollten.

Der Spaß-Faktor spielte für die Jugendlichen eine wichtige Rolle bei der Wahl ihres Traumjobs. Doch wer weiß, was die Zukunft so bringt und ob es später immer nur der Spaß ist, der eine Rolle spielt. Auch Stellenangebote oder finanzielle Aspekte könnten da noch wichtig werden. Das wird sich dann zeigen.

Rebecca Scharnofske, Krefeld, Fichte-Gymnasium

Beziehungen – Sofie und Til sprechen über ihren ersten Kuss – und den ersten Liebeskummer

Verliebt war bestimmt schon jeder von uns. Doch wie denken Mädchen und Jungen über das Verliebt sein. Haben Jungen die gleichen Erwartungen an die große Liebe wie die Mädchen?

Die erste Liebe, der erste Kuss, das erste Mal richtig verliebt sein. Wir wollen es ganz genau wissen und haben Sofie S. (13) und Til J. (15) befragt. Beide sind keine Anfänger in Sachen Liebe und würden und über die Geheimnisse

ihre erste Liebe verraten. Wir wollten wissen, wie die beiden sich auf ihr erstes Date vorbereitet haben.

Sofie verriet, dass sie sich schon mehrere Tage vorher ein Outfit ausgesucht hat. Zum besagten Tag hat sie sich extra von ihrer Schwester schminken lassen.

Til hingegen ist im Alltagsdress zu seinem Date gegangen. Er sagt, dass sich keiner für den anderen verstellen sollte, wenn man sich liebt.

Als wir den ersten Kuss ansprachen, waren sich jedoch beide einig. Der Kuss war: romantisch, liebevoll und zärtlich. Doch ein bisschen weniger Spucke hätte sich Sofie trotzdem gewünscht.

Auch auf die Frage, ob sich vorstellen könnten, mit 18 Jahren zu heiraten, reagierten beide gelassen. Sie sagten, dass es vielleicht ganz gut wäre, wenn man jung und frisch in eine Ehe geht, statt alt und runzelig. Außerdem finden die beiden es schön, an einen Lebenspartner gebunden zu sein.

Liebeskummer und Streitigkeiten gibt es auch schon bei Jugendlichen, manche leiden sogar wie Erwachsene. Selbst unsere beiden Interviewten kennen den Liebeskummer und wissen ihn zu schätzen. Til erzählt uns, dass bei ihm bei Liebeskummer die Welt unterging und sich das auch in der Schule bemerkbar machte: Die Noten des sonst so guten Schülers fielen um ein bis zwei Noten. Deswegen bekam er dann auch Streit mit seinen Eltern. „Ich konnte nicht verstehen, wie meine Eltern sich zu dem Zeitpunkt über Schule und Noten Gedanken machen konnten“, sagt Til. Für ihn war der Liebeskummer schrecklich. Sofie sagte dazu: „Es ist wirklich furchtbar, wenn man Liebeskummer hat. In der Zeit ist man ständig schlecht gelaunt. Ich glaube, ich habe auch ziemlich viele Leute einfach so angeschnauzt. Zum Glück hat sich meine Schwester ganz lieb um mich gekümmert. Sie hat mir Tee gekocht und auf mich eingeredet, das tat gut.“

Manche mögen ihre große Liebe schon gefunden haben. Und die, die sie noch suchen und dann irgendwann finden, habe noch eine großartige Zeit vor sich.

Philipp Memenga und Melina Scharmann, Hückelhoven, Realschule D.stadt Hückelhoven

Interview – Die Schnuddelgruppe ist für die Kleinsten

Kay Bittroff ist Leiterin des jüngsten Kindergartens in Tönisvorst. Wir haben sie zum Interview getroffen und mit ihr über ihre Arbeit gesprochen.

Seit wann betreuen Sie hier in dieser Kindertagesstätte auch Kinder unter drei Jahren?

Kay Bittroff: Kinder unter drei Jahren betreuen wir hier seit 2008, also seit zwei Jahren. Die Einjährigen sind seit diesem Jahr bei uns.

Wie viele Kinder sind in dieser Gruppe, und wie alt sind die jüngsten

Kinder?

Kay Bittroff: In der Schnuddelgruppe, also in der Gruppe mit den Kindern unter drei Jahren, sind insgesamt zehn Kinder, fünf Zweijährige und fünf Einjährige.

Ist die U-3-Gruppe zusätzlich eingerichtet worden, oder hat man dafür eine ursprüngliche Gruppe aufgegeben?

Kay Bittroff: Eine Regelgruppe wurde deswegen nicht aufgegeben, aber unsere Kinderzahl ist von 95 auf 80 Kinder gesunken.

Hatten Sie ein räumliches Problem, diese Gruppe unterzubringen?

Kay Bittroff: Ja, anfangs gab es schon etwas, weil die Kinder im ersten halben Jahr nur einen Raum zur Verfügung hatten. Dann wurde aber die Sandkammer verlegt. Der dann freistehende Raum wurde anschließend gestrichen und zu einem zweiten Raum für die U-3-Kinder eingerichtet. In den Sommerferien haben wir dann einen Durchbruch zu einem weiteren Raum gemacht. Jetzt haben wir drei Räume für die Schnuddelkinder. Einer dient zum Schlafen, und die anderen Zimmer sind zum Spielen da. In diesen zwei Räumen haben die Kinder alle Elemente, die auch größeren Kindern zur Verfügung stehen. Sie haben beispielsweise eine Bastelecke, eine Leseecke und eine kleine Essecke. Das erleichtert den Kleinen den Übergang mit drei Jahren in die Regelgruppen.

Wie viele Erzieherinnen arbeiten in dieser Gruppe?

Kay Bittroff: In der Schnuddelgruppe ist eine Vollzeitkraft beschäftigt, und dazu kommen zwei stundenreduzierte Mitarbeiter. Ich bin meistens über Mittag da.

Ich weiß, dass die Erzieherinnen eine Fülle an Dokumentationsarbeiten in den Regelgruppen leisten müssen. Ist das in den U-3-Gruppen ähnlich?

Kay Bittroff: Ja, auch in der Schnuddelgruppe müssen die Erzieherinnen dokumentieren, wie die Kinder sich entwickeln. Zuerst gibt es einen Eingewöhnungsbogen, der über zwölf Wochen geht und worin die Gefühlswelt der Kinder erst einmal beobachtet wird. Danach machen sich die Erzieherinnen Notizen über die Entwicklungen, die an den Kindern zu beobachten sind. Diese stellen sowohl die positiven Entwicklungsschritte als auch die negativen dar. Außerdem werden die Kleinen fotografiert.

Kann mit den Kleinen schon pädagogisch wert- und sinnvolle Arbeit betrieben werden?

Kay Bittroff: Erst einmal müssen sich die Kinder wohl fühlen. Dann kann man individuell mit ihnen arbeiten. Beispielsweise hat der Tag bei uns feste Strukturen, damit die U-3-Kinder sich an etwas orientieren können. Außerdem wird morgens eine kleine Morgenrunde gemacht, die aber nur um die fünf Minuten dauert. Dann gibt es teilweise kleine Impulse für sie, das heißt, dass wir eine Woche lang zum Beispiel mit Sand experimentieren.

Jana Schmidt, Krefeld, Gymnasium Marienschule

Meine schöne Altstadt Kempen – Ein Spaziergang durchs Mittelalter

Was passiert, wenn man eine alte und historische Altstadt hat? Man fühlt sich wohl und geht sie sich gerne angucken. Das ist auch in Kempen der Fall, wo schöne alte Fachwerkhäuser die Innenstadt verzieren.

In der Stadtmitte ist die große, alte Propsteikirche und vor ihr ist direkt der Buttermarkt. Er war im Mittelalter der Lebensmittelmarkt. An ihm steht auch das Rathaus, das leider mit seinem modernen Braun nicht zu dem alten Flair der Stadt passt. Das alte und schöne Rathaus wurde im Krieg zerstört, und in den 70er Jahren wurde das neue gebaut. Die kleine Burg von Kempen ist von einem kleinen Parkgelände umgeben, wo man sehr schön laufen kann. Zu St. Martin gibt es dort ein sehr großes, langes und schönes Feuerwerk, auf das viele Kempener stolz sind.

Die Stadtmauer von Kempen ist an manchen Teilen, manchmal sogar längeren, erhalten. Die Windmühle, auch Wehrmühle genannt, ist in der Stadtmauer drin wie ein Turm und hat die Kempener bei Belagerungen für einige Zeit vor dem Verhungern bewahrt. Innerhalb der Kempener Stadtmauer gibt es Gassen wie die Schulstraße, die komplett mit Fachwerkhäusern umrundet sind.

Ich finde die Altstadt von Kempen sehr schön und bin froh, dass wir sie haben. Dort kann man schön feiern, auf Mittelalter-Märkte gehen und sich ein bisschen historisch fühlen.

Niklas Behnen, Kempen, Erich-Kästner Realschule

Alkohol und Drogen – Alkohol kaufen ist kein Problem – leider

Betrunkene Jugendliche schlagen Fenster ein. Sie verprügeln Passanten oder brechen zusammen. Das ist für uns nichts Neues, aber wo bekommen sie den Alkohol eigentlich her? Und warum trinken sie?

Durch einen Test fanden wir heraus, dass vier von fünf Supermärkten Alkohol an Jugendliche verkaufen. Ein Kassierer nahm Stellung dazu und sagte: „Ich war auch schon oft in dieser Situation und habe den Kindern natürlichen kein Alkohol verkauft. Denn ich bin selbst Vater. Darum lege ich besonders großen Wert darauf.“

Aber es sind auch die Eltern schuld, daran, dass ihre Kinder trinken. Sie trinken meisten vor den Augen ihrer Kinder. Wir befragten einige Jugendliche im Alter von 15 Jahren über das Thema Alkohol und fanden heraus, dass fast 85 Prozent der Befragten schon mal Alkohol getrunken haben. Meine Meinung ist, dass die Jugendlichen sich in den Schulen intensiv mit den Themen Alkohol und Drogen auseinander setzen sollte. Es sollte außerdem einen Anti-Alkohol-Kurs für Kinder ab zwölf Jahre geben

Bjärn Kops, Hückelhoven, Realschule D.stadt Hückelhoven