Das Rhönrad – Eine Sportart, bei der es drunter und drüber geht!

Wissen Sie eigentlich was ein Rhönrad ist? Das Rhönradturnen ist eine recht neue Sportart. Sie wurde 1925 von Otto Feick in der bayerischen Rhön als das „Reifen- Turn- und Sportgerät“ angemeldet. Sie kommt also ursprünglich aus Deutschland.

Wann man mit dem Rhönradturnen anfangen kann, ist größenabhängig. Es gibt Rhönräder von 130 bis 245 Zentimeter. Sie wiegen zwischen 40 und 60 Kilogramm. Das Rhönrad ist ein Sportgerät, das aus zwei Reifen, die durch sechs Sprossen, also zwei einfachen Stangen (Spreizsprossen), zwei Griffsprossen und zwei Brettsprossen, zusammengehalten werden, besteht.
Der Durchmesser des Rades variiert je nach Größe des Turners. Der Turner steht fast gestreckt auf den Brettern, die mit Lederschlaufen, die sogenannten Bindungen, zur Befestigung der Füße versehen sind. Das Rhönrad gibt es in unterschiedlichen Farben.
Beim Röhnradturnen geht es, wie der Name schon sagt, um das Turnen in dem Reifen. Dabei gibt es drei unterschiedliche Disziplinen: Das Geradeturnen, das Spiralenturnen und das Springen.
Beim Geradeturnen rollt das Rad auf einer Fläche von 23 x 3 Metern auf beiden Reifen. Es werden Pflicht- und Kürübungen vorgeturnt. Dabei werden oft Teile aus dem Reck- oder Barrenturnen verwendet. Im Erwachsenenbereich wird auch oft zur Musik geturnt. Beim Spiralturnen bewegt sich das Rad nur auf einem Reifen. Es tellert wie bei einer Münze. Der Turner versucht, das Rad durch Gewichtsverlagerungen auf einer konstanten Höhe zu halten.
Beim Sprung wird das Rad angeschoben, der Turner läuft hinter dem Rad her und lässt sich vom Schwung auf das Rad ziehen. Danach springt er zum Beispiel im Hock oder Salto auf einen Mattenberg.
Für das sogenannte „Paarturnen“ gibt es die Disziplinen: Partnerturnen, Synchronturnen und die Partnerspirale.
Rhönradfahrer nehmen auch an Meisterschaften teil, dürfen aber erst ab einem bestimmten Alter und abhängig von ihrem Leistungsniveau teilnehmen. Die erste Weltmeisterschaft wurde 1995 in den Niederlanden ausgetragen. Rhönradkurse werden auch bei uns im Rhein Kreis Neuss angeboten. Zum Beispiel bei der TG- Neuss. Mehr Infos auf www.tg-neuss.de/rhönrad.

Lena Lordick, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Die Cliffs of Dover – Atemberaubend, diese Klippen

Wir saßen alle gelangweilt und müde im Bus, erschöpft von der Fahrt zu den Klippen in Dover. Es ist der dritte Tag unserer Englandfahrt mit der Stufe und der Ausflug nach Dover ist das Highlight der Reise. „Auf diesen Tag habe ich mich am meisten gefreut“, erklärt Tobias, es soll atemberaubend da oben sein.

Als wir endlich ankamen, wurde uns erklärt, dass wir nicht den Bus verlassen dürften, obwohl es in ihm gefühlte 30 Grad Celsius waren. Nach ungefähr fünf bis zehn Minuten durften wir den Bus endlich verlassen. Schließlich wurde uns mehrmals mit auf den Weg gegeben, nicht zu nahe an die Klippen zu gehen. Wir konnten schon aus der Ferne diese riesigen Kreide klippen sehen. ,,Sie sind gigantisch“, rief Paul begeistert
Es war ein langer, hügeliger und mühsamer Fußmarsch bis zu den Klippen, doch das schöne Wetter machte alles wieder wett. Erschöpft ließen wir uns dreißig Minuten später endlich zu Boden sinken und genossen die atemberaubende Aussicht aufs offene Meer. Uns wurde jetzt erst klar. Was man so über die Klippen sagt, stimmt. Es ist ruhig, erholsam und vor allem idyllisch. Wir machten viele Fotos und genossen die freie Zeit, doch sie verflog wie im Fluge. Nach einiger Zeit am Rande der Klippen fiel uns auf, dass es langsam Zeit wurde wieder zu gehen.
Da der Weg zurück zum Bus etwas lang war, kamen wir dort etwas verspätet an. Als Strafe mussten wir beim nächsten Halt bzw. Ausflug früher da sein.
Nun saßen wir nach einem sehr ereignisreichen Ausflug zu den Cliffs of Dover wieder im Bus. Trotz der vielen Probleme und der unangenehmen Ereignisse war der Ausflug zu den Klippen gelungen.
Die Dover Cliffs sind Kreidefelsen. Die bis zu 106 Meter hohe Front bietet einen atemberaubenden Ausblick auf das Meer. Unserer Meinung nach ist es vollkommen sehenswert, da man einen schönen Ausblick hat, aber auch unter anderem einen schönen Spazierweg bis zu der höchsten Stelle der Kreidefelsen.

Lucas Vetter, 8c, Marienschule Leverkusen

Würden sich Eltern bloß besser an früher erinnern! – Vom Gruß zum Grausen

„Komm Teddy, wir gehen. Mir wird das hier echt zu kindisch.“ Das könnte sich manches Kind denken, dessen Eltern die Tipps aus Erziehungsratgebern anzuwenden versuchen.

Dabei bringt das Ganze am Ende eh nichts, und die Eltern wundern sich bloß, dass sie das Gegenteil bewirken. Es gibt schließlich kaum Kinder, die es toll finden, wenn die liebe Mama plötzlich das Kinderzimmer blau anstreicht, nur weil in irgendeinem Buch steht, dass diese Farbe beruhigen soll. Auch, wenn sich der Vater hinkniet, um mit dem Töchterlein „auf einer Ebene“ zu sein, kann das ziemlich dämlich rüberkommen. Ganz selten nur kann so ein Ratgeber nützlich sein: Wenn etwa der kleine Luca noch spielen will, obwohl er mit seiner Mutter heimgehen soll. Dann freut er sich ein Bein ab (statt ihr heulend hinterher zu rennen), wenn sie sagt: „Ich gehe jetzt, mach’s gut“.
Missverständnisse begleiten Klein und Groß durchs ganze Kinderleben: Stellt Euch vor, Ihr sitzt auf dem Töpfchen und möchtet Eure Ruhe haben. Und dann stürmen beide Eltern herein, da Ihr schon eine ganze Minute thront – also quasi eine Ewigkeit. Es könnte ja etwas passiert sein. Zum Beispiel, dass der Sohnemann ins neun Zentimeter tiefe Töpfchen gefallen ist und Hilfe braucht. Weil der aber nur entgeistert aufblickt, folgt bei Eltern der Geistesblitz: Der Junior braucht Hilfe beim Entwässern. „Mach das Wasser an, damit er sich entspannt“, ruft die Mutter. „Vielleicht erinnert’s an Meeresrauschen“, erwidert der Vater und dreht am Hahn. Es mag Kinder ja freuen, wenn Eltern ihre kreativen Seiten zeigen – nur nicht auf dem Klöchen!
Fließendes Wasser erinnert an Duschen oder Spülen, aber ganz sicher nicht an Meeresrauschen. Das war vor 30 Jahren nicht anders. Vergisst man das, wenn man älter wird?
Und wieso vergessen Eltern, wie uncool „coole“ Eltern sein können? Es war doch früher auch schwer erträglich, wenn die Altvorderen versuchten, ghettomäßig lässig rüberzukommen oder im Double-Look mit Sohn oder Tochter aufzutreten. „Hey Dude“, „yolo“ und „lol“ funktioniert ab 30 Jahren aufwärts nicht mehr. Das Blöde an der Sache ist, Mamilein oder Papilein verhalten sich, wie man es vielleicht von 15-Jährigen erwartet – bloß sind die Alten drei Mal so alt.
Warum also wundern sie sich dann, wenn ihre Sprösslinge nicht auf sie hören? Warum alle Regeln links in Ohr hinein- und rechts gleich wieder hinausrauschen? Vielleicht auch, weil der Nachwuchs bei zu langem Gebrauch von Kleinkind-Kosenamen auf Durchzug schaltet: „Mäuschen“, „Schätzchen“, oder „Schnuckili“ sind überholt, spätestens wenn der Nachwuchs an den Vorfahren vorbeigewachsen ist. Da wird der Gruß vom Grufti schnell zum Grausen.
Dabei geben sie sich so viel Mühe! Und tatsächlich kommt am Ende doch immer eine recht brauchbare neue Generation heraus. Die kann sich dann ein paar Jahre später selbst als Eltern versuchen – und hat bis dahin doch garantiert wieder vergessen, dass Wasserhähne kein Meeresrauschen erzeugen und dass „cool“ sein ziemlich uncool ist.

Jillian Kuhn, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Neugier, Aufregung und ein bisschen Angst – Ein Besuch beim Urologen

Für unsere Reportage besuchten wir eine urologische Gemeinschaftspraxis in Köln. Es ist ein großes Gebäude, sehr viele Ärzte haben hier ihre Praxis. So langsam steigt bei uns die Aufregung, Neugierde und auch ein kleines bisschen Angst. Was wird auf uns zukommen?

Der erste Eindruck ist hell und freundlich. Es finden sich keine sterilen, weißen Wände und kein unangenehmer Geruch. Zunächst stellen wir uns, hinter wartende Patienten, an der Anmeldung an. Aus Datenschutzgründen soll zur vorherigen Person ein Abstand eingehalten werden. Zuerst bin ich, Laurent an der Reihe. Ich gebe meine Krankenversicherungskarte ab, einige persönliche Angaben und mein Grund des Besuches werden abgefragt. Nun bin ich, Niklas, an der Reihe. Bei mir läuft es in der gleichen Reihenfolge ab. Im Wartezimmer warten ältere sowie auch jüngere Menschen und auch einige Frauen auf ihren Termin. Zwei Männer unterhalten sich über Krankheiten, in der anderen Ecke flüstert ein älteres Paar. Plötzlich erscheint eine Arzthelferin und bittet lächelnd einen der Patienten zur Untersuchung zu kommen. Wir schauen uns beide an. Laurent meint: ,,Bald sind wir an der Reihe.“ Niklas darauf: ,,Na, hoffentlich geht alles gut, nicht das der Arzt bei mir auch noch etwas findet.“ Gerade als ich zu Niklas sprechen will, ertönt eine männliche Stimme durch die Sprechanlage, Herr Laurent Weber, bitte in Raum 8. Mit weichen Knien stehe ich auf, an der Anmeldung frage ich: ,,Wo ist Raum 8?“ Da kommt mir der Arzt entgegen, sagt fragend meinen Namen, gibt mir die Hand. Er stellt sich mit Namen vor, und geht vor mir her ins Arztzimmer. Er fragt mich, ob er mich noch duzen darf.
Der Arzt erkundigt sich: ,, Was kann ich für dich tun?“
Während ich, Niklas, im Wartezimmer auf meinen Aufruf warte, bekomme ich mit, dass in dem Raum Patienten zu den anderen Ärzten aufgerufen werden. Andere werden ins Labor gebeten, der ältere Patient wird gebeten noch eine Urinprobe abzugeben. Obwohl eine Vielzahl an Menschen hier in der Praxis ist, geht es sehr ruhig zu.
Für mich, Laurent, kommt jetzt der Moment, vor dem ich mich gefürchtet habe. Teilweise muss ich mich entkleiden, um die Untersuchung durchführen zu lassen. Der Arzt ist sehr nett und erklärt mir, wofür die Untersuchung notwendig ist und wie er sie durchführen wird. Ich muss mich auf die Untersuchungsliege legen und denke: Hoffentlich tut es nicht weh. Der Ultraschall ist schmerzfrei. Nur das dafür benötigte Gel lässt mich kurz zusammenzucken. Es fühlt sich kalt auf der Haut an. Ich erkenne auf dem Bildschirm nur schwarz-graue Strukturen. Der Arzt erklärt mir das Ultraschallbild. Es ist sehr spannend, meine Organe zu sehen. Die Untersuchung ist beendet. ,,Es ist alles in Ordnung“, lächelt der Arzt. Erleichtertes Aufatmen. Er klärt mich noch über einige Untersuchungen und Impfungen, die mich in den nächsten Jahren betreffen, auf. Nach unseren Untersuchungen treffen wir uns im Wartezimmer wieder. Niklas meint: ,,Ich verstehe überhaupt nicht, wieso man vor einem Arztbesuch so eine Angst hat. Aber zum Glück ist bei mir auch alles in Ordnung.“

Laurent Weber, Niklas Pieper, 8b, Marienschule Leverkusen

1000 Menschen kommen zur Eröffnung – Eröffnung der Primark-Filiale in Köln

Am 2. Mai um 10 Uhr eröffnete die Primark-Filiale in Köln in der Neumarkt Galerie ihre Tore.
Sie ist die fünftgrößte Primark-Filiale.

Die 1000 Menschen stürmten in die circa 8300 Quadratmeter. Bei der Eröffnung kontrollierten Sicherheitsdienste und die Polizei die Menschenmasse durch Absperrgitter. Die Masse zählte die Sekunden runter, bis es endlich soweit war. Punkt 10 Uhr stürmten alle in den Laden, der mit vier Etagen voller Kleidung und Accessoires ausgestattet war. Heute kriegt man immer noch keinen Fuß in den Laden. Es gibt zwar viele Mitarbeiter, die jeden Tag neue Ware in die Regale räumen, doch keiner kommt mehr nach.

Nina Gerhards, Sophie Bosbach, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen

Gardetanz – Mehr als nur ein Hobby

Beine hoch und Beine runter, das denken viele ist das Einzige, was die Mariechen in einer Garde tun müssen, doch so ist es nicht, es ist viel mehr als nur das.

Sie müssen viel Ausdauer haben und ihre Bänder dehnen bis es schmerzt. Außerdem besteht immer die Gefahr, dass bei einer Hebefigur etwas schiefgeht. Hiermit steht also schon mal fest, dass Gardetanz mehr als nur Beine schmeißen ist!
Die Saison startet am 11.11. Ab diesem Tag haben die Tanzgarden teilweise mehrere Auftritte an einem Abend. Die Bühnen sind zu klein und die Decken zu niedrig. Doch das ist egal, die Mariechen müssen lächeln. In der Saison tragen die Garden ihre bunten und glitzernden Uniformen, die so gut wie jedes kleines Mädchen bezaubernd findet, doch die Kostüme sind alles andere als bequem! Die Röcke zwicken und drücken den ganzen Abend, die Schuhe drücken und die Knöchel schmerzen wegen den Absätzen.
Trotzdem freut sich jedes Mariechen darauf, ihr Kostüm anzuziehen und auf der Bühne zu zeigen, wofür sie das ganze Jahr, oft mehrmals in der Woche, trainieren. Aber auch außerhalb der Saison haben Tanzgarden viele Auftritte, zum Beispiel auf Geburtstagen oder Festen. Für die Auftritte kriegen die Vereine Geld, und das benötigen sie auch, denn oft gehen Kostüme kaputt, Schuhe werden zu klein oder neue Strumpfhosen müssen her.
An Altweiber ziehen viele Tanzgarden von morgens an durch Schulen, Altenheime oder Kindergärten und tanzen dort. Abends geht es dann weiter auf größere Feten. Nach Altweiber kommt Rosenmontag, dies ist für die Tanzgarden ein schöner Abschluss für die Karnevals-Saison. Auch wenn es teilweise mehrere Kilometer sind, die die Tanzgarden zurücklegen müssen, haben alle Spaß und freuen sich auf die Trainingspause, die nach der Saison kommt, denn auch ein topfittes Mariechen braucht mal eine Pause. Keiner der Tänzerinnen ist traurig, denn sie wissen, dass nächste Saison alles von vorne beginnt.
Gardetanz ist mehr als nur ein Hobby, es ist eine Leidenschaft, wofür die Mariechen immer hundert Prozent geben.

Shirin Lippisch, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen

Arbeiten im Krankenhaus – „Leben retten ist meine Berufung“

Krankenschwester und Chefarzt – zwei Berufe, ein Ziel: Zusammen retten sie jährlich mehrere Menschenleben. Im Krankenhaus Remscheid versorgen Gefäßchirurg Dr. med. Florian Lepique und Krankenschwester Gerda Rodaweiss zusammen mit Kollegen und Kolleginnen die rund 30 Patienten im Bereich Gefäßchirurgie.

Weiße und blaue Gestalten laufen hektisch von Zimmer zu Zimmer. Der beißende Geruch von Desinfektionsmitteln liegt in der Luft. Betten mit kranken Patienten werden durch die Gänge geschoben. Die Geräusche von Krankenwagen sind zu hören. Plötzlich ein Notfall. Schnell stürmt Chefarzt Dr. Florian Lepique in den OP-Saal, zieht sich einen sterilen Kittel und Handschuhe an.
Bis zu sechs OPs muss er täglich im Bereich Gefäßchirurgie absolvieren. Manchmal operiert er bis zu 12 Stunden, was für viele mehr als ein ganzer Arbeitstag ist. Insgesamt werden jährlich circa. 20.000 Patienten stationär und bis zu 40.000 Patienten ambulant behandelt. Davon etwa 10200 auf der Station von Dr. Lepique. Für ihn ist die Arbeit ein wichtiger Teil seines Lebens, da er gerne Menschen hilft und sie von ihren Krankheiten oder ihren Leiden befreit. Es ist ein Job, den er sehr gerne mag, auch wenn er oft sehr stressig und belastend ist. Doch für ihn ist die Arbeit „eine Bereicherung“, da die Menschen ihm viel über ihr Leben, ihre Berufe und ihre Familien erzählen. Für Schwester Gerda, die seit 1995 im mittlerweile 100 Jahre alten Krankenhaus in Remscheid tätig ist, ist es jedoch nicht immer einfach, mit den psychischen Belastungen umzugehen. „Man darf nicht zu sehr an den Kranken hängen, sonst ist der Tod eines Patienten nicht leicht zu verkraften.“
Mit einem Lächeln kommt Lepique aus dem OP-Saal heraus. Die Operation ist gut verlaufen und das Leben des Patienten konnte gerettet werden. „Es ist immer schön, wenn man mit seinen Möglichkeiten Menschen in schlimmen Situationen helfen kann, zum Beispiel mit der Erhaltung von Beinen oder lebensrettenden Operationen“, berichtet Dr. Lepique, „Leben zu retten ist meine Berufung.“ Auch für Schwester Gerda ist es immer wieder schön zu wissen, dass ein Patient gerettet werden kann. Anderen Menschen zu helfen, war schon immer ihre Leidenschaft und schon früh entschloss sie sich, im sozialen Bereich tätig zu werden. Nach der dreijährigen Ausbildung arbeitet sie jetzt schon seit über 30 Jahren als Krankenschwester. Dr.  Lepique dagegen studierte sechs Jahre Medizin und ist nun seitfünf Jahren Chefarzt in Remscheid.
„Die Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten Jahren ziemlich verschlechtert. Es gibt viel zu wenig Personal und die Arbeitszeiten sind sehr lang“, berichtet Schwester Gerda. Sie habe kaum noch Zeit für persönliche Angelegenheiten und einige ihrer Freundschaften seien kaputt gegangen. Auch Dr. Lepique hätte manchmal gerne mehr Zeit für seine Familie. Dennoch würden die beiden ihren Job niemals aufgeben und sich sofort wieder dafür entscheiden.
Zu Hause angekommen klingelt schon das Telefon. Dr. Lepique wird zu einer Notoperation gerufen.

Franciska Lepique, Olivia Book, Laura Smolik, 8b, Marienschule Leverkusen

Ein Besuch im Opladener Tierheim – Steck die Katze doch einfach ins Klo!

Man hört Hundegebell, der Geruch von Tierfutter und Stroh zieht einem in die Nase. Wir befinden uns im Hans Richartz Tierschutzzentrum in der Reuschenberger Straße.

Hinter den Metallgittern hocken die Kaninchen und schauen uns mit großen, dunklen Augen an. Auch die Katzen bemerken unsere Gegenwart sofort und versuchen, sich bemerkbar zu machen. Eine schwarze Kurzhaarkatze springt gegen das Gitter und miaut herzergreifend. Sie will endlich einen Besitzer finden – so wie alle Tiere hier.
„Momentan bekommen wir glücklicherweise recht viele Kleintiere an neue Besitzer vermittelt. Nur die Hunde und Katzen sind ein Problem“, so Frau Funder. Die 26-jährige Tierpflegerin liebt ihren Job. „Viel Geld bekomme ich dafür zwar nicht, aber ich möchte unbedingt weitermachen. Egal unter welchen Umständen.“ Ihre Arbeit im Tierheim besteht vor allem aus der Pflege der Kleintiere: Füttern, Ausmisten, Putzen und die Verabreichung von Medikamenten.
„Wir haben hier Dauergeldmangel“, so Funder. „Für jedes Tier, das neu zu uns kommt, kriegen wir von der Stadt einen kleinen Zuschuss, aber der reicht bei weitem nicht aus.“ Früher waren alle Tierheime städtisch. Allerdings hatte die Stadt Leverkusen irgendwann nicht mehr das Geld dazu und übertrug den Tierschutzvereinen die alleinige Verantwortung für die Versorgung und Vermittlung der Tiere.
Das Tierheim ist froh über jede Spende. Geldspenden sind ab 30€ pro Jahr möglich. Auch Sachspenden sind willkommen, zum Beispiel alte Decken, Spielzeuge, Hundeleinen und Futter.
Die Arbeit im Tierheim kann auch traurig sein. Gelegentlich müssen schwerkranke Tiere eingeschläfert werden, manche wurden sogar von ihren Besitzern misshandelt. Manchmal werden besonders verwahrloste Tiere vom Ordnungsamt ihrem Besitzer weggenommen. Die Tierpflegerin erzählt: „Einmal hat uns das Ordnungsamt 128 verwahrloste Kaninchen gebracht. Als sich diese zu stark vermehrt hatten, wurden sie von ihren Besitzern immer mehr vernachlässigt, lebten im Müll, in viel zu kleinen Ställen, waren krank und abgemagert.“ Als sie uns das erzählt, stehen ihr Tränen in den Augen. „Häufige Gründe, warum die Tiere bei uns landen, sind Allergien, aber auch total unnötige Gründe wie ein Umzug, das Alter des Tieres oder dass der Besitzer keine Lust mehr auf sein Tier hat. So etwas macht mich einfach nur wütend.“
Zufällig kriegen wir eine Diskussion zwischen jungen Männern und einer anderen Pflegerin mit. Während der eine Mann unbedingt einen Hund erwerben möchte, will der andere seine Katze loswerden. Der Mann eignet sich aber nicht als Hundehalter, da er nicht genug Zeit und Platz für ihn hätte. Die Pflegerin gibt dem Mann Tipps, doch dieser ignoriert diese und macht sich sogar über die Pflegerin lustig. Der andere Mann, der seine Katze loswerden will, gibt als Grund an, dass diese ihn abends nerve. Mit so einer Begründung kann das überfüllte Tierheim die Katze nicht aufnehmen. Wieder versucht die Pflegerin, Tipps zu geben, doch die Männer wollen diese nicht einsehen: „Steck die Katze doch einfach ins Klo, wenn sie dich nervt!“

Luzie Berngen, Sabrina D’arenzo, 8a, Marienschule Leverkusen

Eindrücke eines Spieltages von Bayer 04 Leverkusen – Ein Fußballerlebnis vom Feinsten in der BayArena

Es ist ein tolles Gefühl, hautnah dabei zu sein, bei einem Heimspiel von Bayer 04 Leverkusen. Es ist zwar eines der etwas kleineren Stadien, mit einer Kapazität von 30210 Plätzen, jedoch keineswegs ein Schlichtes.

Ganz im Gegenteil, es ist in der Liga als „Schmuckkästchen“ bekannt, da kaum ein anderes Stadion diese Nähe zum Geschehen auf dem Rasen bieten kann. Somit besitzt das Stadion eine ganz besondere Atmosphäre. Das ehemalige Ulrich-Haberland-Stadion wurde 2009 für 73 Millionen Euro komplett renoviert. Daher ist es jetzt ein sehr modernes Stadion mit den neuesten Sicherheitsstandards. Am beeindruckendsten ist jedoch das Dach mit einem Durchmesser von 217 Metern. Im Inneren des Stadions gibt es einen sehr gut ausgestatteten Team- und Physiobereich mit Umkleiden, Behandlungs- und Massageräumen. Außerdem verfügt die Sportstätte über ein 4-Sterne-Hotel. Das Restaurant wird von der Bayer Gastronomie vermarktet. Für die etwas besser Betuchten gibt es zehn VIP-Logen für insgesamt 140 Personen
Autofahrer können auf einem nahegelegen Parkplatz ihr Auto unentgeltlich abstellen und werden mit Shuttle-Bussen zur BayArena gebracht, für die Zugreisenden befindet sich circa einen Kiloemter vom Stadion entfernt ein Bahnhof. Des Weiteren werden Pendelbusse eingesetzt, die die Fußballfans aus der näheren Umgebung ans Ziel bringen. Allein schon die Fahrt mit einem solchen überfüllten Bus ist ein Erlebnis: Hier treffen unterschiedlichste Menschen aufeinander, die durch das Tragen von schwarz-roten Fanschals, Shirts und Kappen, eine Einheit bilden. Viele Fans steigen schon vor dem Stadion aus, um sich in den nahegelegen Stadionkneipen ein Bier zu kaufen und sich für das Spiel in Stimmung zu bringen.
Wenn man das Stadion erreicht hat, geht es nur noch in Schneckentempo vorwärts. Fans strömen von allen Seiten in Massen auf das Stadion zu. Nun gilt es den Kontrolleuren sein Ticket zu zeigen, kurz abgetastet zu werden und endlich in die BayArena gelassen zu werden.
Hat man es zu seinem Sitzplatz geschafft, der in den Farben rot und schwarz gestaltet wurde, kann man entspannt auf den Spielbeginn warten und die Stimmung genießen. Kurz vor Beginn des Spiels erheben sich alle Zuschauer von ihren Sitzplätzen und stimmen lautstark in die Hymne des Vereins ein, ein höchst emotionaler Augenblick für jeden Leverkusen Fan. Wenn das Spiel läuft, geben die Fans alles, um mit Gesängen und Applaus, manchmal sogar La-Ola-Wellen ihre Mannschaft anzutreiben. Fällt ein Tor für Bayer 04 Leverkusen, springen alle begeistert auf und jubeln, ein unbeschreiblicher Moment. Man fiebert richtig mit. Die Stimme des Stadionsprechers überschlägt sich vor Freude. Fällt jedoch ein Tor für die gegnerische Mannschaft, sind alle mucksmäuschenstill und nur die wenigen Fans des gegnerischen Fanblocks jubeln. Ist das Spiel vorbei, quetscht man sich erst durch die ganzen Gänge nach draußen und steigt  wieder in einen der überfüllten Busse. Die Stimmung hängt ganz vom Verlauf des Spiels ab.

Tobias Brinkmeier, 8d, Marienschule Leverkusen

Stimmt dieser Vorwurf oder ist es nur ein Mythos? – Hat die „Titanic“ Vorschriften missachtet?

Nordatlantik, 14. April 1912. Auf ihrer Jungfernfahrt von Southampton nach New York rammt die „RMS Titanic“, damals das größte und prunkvollste Schiff der Welt, einen Eisberg. Der Ozeanriese sinkt und reißt mehr als 1500 Menschen in den Tod – ein Drama unvorstellbaren Ausmaßes, das die gesamte Welt erschüttert.

Seitdem wird immer wieder der Vorwurf laut: Das Schiff der britischen Reederei White Star Line verfügte nicht über genügend Rettungsboote. Missachteten die Konstrukteure Sicherheitsbestimmungen, nur um Geld zu sparen? Unfassbar, aber wahr: „Die Zahl übertraf sogar die Vorschriften“, erklärte Malte Fiebing-Petersen, Vorsitzender des Deutschen Titanic-Vereins. „Das Schiff hätte laut Gesetz nur Rettungsboote für 756 Personen mitführen müssen.“ Die Richtlinie stammte aus dem Jahr 1896 und legte nicht die Passagierzahl, sondern die Tonnage der Schiffe zugrunde. Fiebing-Petersen: „Damals galt die Kategorie ‚Über 10.000 Bruttoregistertonnen‘ als höchste vorstellbare Größe für Passagierschiffe. Die ‚Titanic‘ hatte allerdings rund 45.000 Bruttoregistertonnen.“
Die damaligen Gesetze zeugen von allzu großer Sorglosigkeit. Und die hochmoderne „RMS Titanic“ mit ihren wasserdichten Schotten galt sowieso als unsinkbar. Wäre der Ozeanriese mit voller Kapazität von 2400 Passagieren und 900 Besatzungsmitgliedern gefahren, hätten rechnerisch mindestens 63 Rettungsboote zur Verfügung sehen müssen.
Bei der Jungfernfahrt waren es aber gerade mal 20: 14 reguläre Rettungsboote, zwei Notfallkutter sowie vier Faltboote. Sie boten Platz für genau 1178 Menschen. Was sich damals an Deck des britischen Luxusliners abspielte, kennen wir aus dramatischen Filmen. Zunächst blieben die Passagiere erstaunlich gelassen. Die „Titanic“ sei ja sicher, so die vorherrschende Meinung. Jedenfalls sicherer als die zerbrechlich wirkenden Beiboote. „Statt der teilweise möglichen Kapazität von 65 Passagieren wurden viele Boote nur zur Hälfte besetzt“, sagt Malte Fiebing-Petersen (www.titanicverein.de). „Eines der für 40 Passagiere ausgelegten Faltboote wurde sogar bereits gefiert, als sich darin nur zwölf Personen befanden.“ Erst später brach an Bord des sinkenden Schiffs Panik aus.
Mehr als 1500 Menschen mussten erst im eisigen Wasser des Atlantiks sterben ,bevor neue Gesetze kamen. Fiebing-Petersen: “ Nach Abschluss des britischen Untersuchungsausschusses wurden die Plätze an die maximale Zahl von Passagieren und Crew gekoppelt.“ Der Deutsche Reichstag zog schon bald nach, denn auch im Kaiserreich waren die Gesetze völlig veraltet.

Tim Niklas Buchholz, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen