Einblick in den Berufsalltag zweier Sozialarbeiter – Teens in schwierigen Lebenslagen – Experten helfen

Als es zur Pause klingelt und sich die Schulflure der kleinen Hauptschule im Rheinland mit Stimmengewirr füllen, klopft es alle paar Minuten an die Bürotür von Schulsozialarbeiterin T.. Schüler stecken den Kopf herein und fragen freundlich nach der Dreißigjährigen.

„Wenn wir nett zu ihnen sind, sind sie auch nett zu uns“, berichtet T.. Vertrauen sei eine wichtige Voraussetzung für einen offenen und ehrlichen Umgang bei der Arbeit miteinander. Sie hört den Jugendlichen zu, wenn sie über ihre Probleme sprechen wollen und versucht gemeinsam mit ihnen, Strategien zu entwickeln, wie sie ihren Alltag meistern können.
Wenn T. in seltenen Einzelfällen feststellt, dass intensivere Hilfe nötig ist, leitet sie diese an das Jugendamt weiter, wo sie individuell geprüft werden. Manchmal erscheint ein weiteres Zusammenleben in der Familie nicht möglich, sei es beiderseits oder vonseiten des Jugendlichen oder der Eltern. Dann wird ein Platz in einer Pflegefamilie oder in einem Jugendwohnheim gesucht, wie in einem, wo Erzieher W. tätig ist.
Sein Arbeitsplatz in einer Kleinstadt im Bergischen Land ist ein gewöhnliches dreigeschossiges Einfamilienhaus mit Garten. Innen fallen einem sofort mehrere Paar Sneaker ins Auge, die sich in einem Schuhregal stapeln. Ein Junge in Sportkleidung und mit schätzungsweise Vier-Kilo-Hanteln läuft die Treppe herunter und geht weiter in den Keller. Dort befinde sich ein kleiner hauseigener Fitnessraum, erklärt W..
In dem Haus werden Jugendliche schichtweise von insgesamt sechs Erziehern betreut und eine Haushaltshilfe ist angestellt. Oft muss W. am Wochenende oder nachts die Stellung halten. Ob er denn dann nicht seine eigenen Kinder vermisse? „Wenn ich hier übernachte, rufen sie mich jeden Abend an und erzählen, wie ihr Tag war. Aber natürlich wäre ich lieber direkt bei ihnen.“
„Dirk, kann ich die Xbox haben?“, übertönt eine Jungenstimme das Gelächter aus den oberen Etagen. „Klar“, antwortet der Betreuer. Solange sich die Benutzung der Spielkonsole im Rahmen hält und das Pflichtprogramm, wie Schule und Hausaufgaben, erledigt ist, können die Jugendlichen sie benutzen. Diese und weitere Regeln hängen gut sichtbar im gemeinsamen Esszimmer. Von jedem Wohnmitglied wurden sie unterzeichnet. Und laut W. werden sie größtenteils eingehalten. Auch die Ausgehzeiten sind genau festgelegt. So dürfen die Dreizehnjährigen am Wochenende bis 21.45 Uhr außer Haus sein – „zu lang“, findet W. und grinst, „meinen Kindern würde ich das nicht erlauben!“
Mit der Zeit verstehen sich manche wie Bruder und Schwester. So auch zwei Mädchen, die ein individuell gestaltetes, gemeinsames Schlafzimmer bewohnen und gegenüber den gemeinsamen Ankleideraum eingerichtet haben. Allerdings ist die neunköpfige Wohngemeinschaft mit ihren Erziehern natürlich nicht immer die „Happy Family“. Streitereien gehören dazu und sie seien vorprogrammiert, erklärt W., zum Beispiel wenn man mit einem Dortmund- und einem Bayernfan das diesjährige DFB-Pokalfinale im Fernsehen anschaue.

Fabia Guth, 8b, Marienschule Leverkusen

Einmal als Zuschauer bei TV Total dabei sein! – Klasse zu Besuch bei Stefan Raab

Am 5. Mai nahm die Klasse HH13E des Berufskollegs Neuss-Weingartstraße an der Sendung „TV Total“ in Köln teil.

Vor dem Einlass ins Studio wurden die Schüler kontrolliert, ob sie irgendwelche unerlaubten Gegenstände dabei hatten. Die Show von Stefan Raab war keine Live-Sendung. Vor der Aufnahme wurde oftmals geübt, wie man zu klatschen oder sich während der Show zu verhalten hatte. Einige fanden es besonders gut, dass Stefan Raab vor der Show kam, selbst mit dem Publikum sprach und schon einige Witze machte.
Circa eine Stunde nach Einlass begann die Show, sie dauerte 45 Minuten. Die Gäste an diesem Tag waren der iPad Magier Simon Pierro und der Rapper Kollegah. Simon Pierro zeigte dem Publikum einige seiner magischen Spiele mit dem iPad und verblüffte alle. Zuletzt kam Kollegah, dieser schenkte Raab drei T-Shirts, welche es nun auch im Handel gibt. Eines hatte die Aufschrift „Von Salat schrumpft der Bizeps“ und brachte Stefan Raab zum Lachen. Auch machte der Rapper Werbung für sein neues Album, das am folgenden Freitag erscheinen sollte. ln der Sendung bekam man schon einen kleinen Vorgeschmack des Liedes „Du bist Boss“.
Die Sendung wurde am 5. Mai um 23:15 Uhr auf Pro7 ausgestrahlt und begeisterte das Publikum. Stefan Raab beeindruckte nicht nur die Zuschauer, sondern auch die ganze Klasse des Berufskollegs. Diese war begeistert, einmal bei der Aufnahme der Sendung dabei gewesen zu sein, und wird diesen Tag so schnell nicht vergessen.

Jill Jecht, Hh13, Berufskolleg Für Wirtschaft und Informatik Des Rhein-Kreises Neuss Neuss

Wie man für eine Judo-Prüfung übt – Judo-Training im TSV Bayer

Ich gehe durch den Hallen-Komplex und sehe in einer der Hallen eine Box-Gruppe beim Trainieren. Ich komme an der Umkleide an und gehe hinein. Dort rieche ich den Geruch von Schweiß und lege meinen Turnbeutel auf die Bank. Nachdem ich meinen Judo-Anzug angezogen habe, schreite ich in die Trainingshalle.

In der Halle sehe ich Kinder beim Training und setze mich leise auf die Bank. An der Decke des Raumes hängen zwei Flaggen, die deutsche und die japanische, da Judo aus Japan stammt. Als die Vorgruppe den Raum nach der Abgrüßung verlässt, steigen meine Gruppe und ich von der Bank und wir stellen uns ein paar Meter vor unseren Trainer namens Michael von Beylen in einer Reihe, die mit den höchsten Rang, welcher am Gurt zu erkennen ist, beginnt und mit dem niedrigsten aufhört. Wir begrüßen ihn, indem wir uns, einer nach dem anderen, hinknien und die Hände auf die Oberschenkel legen. Nach dem Kommando verbeugen wir uns, wobei wir unsere Hände auf die Matte vor uns legen.
Nach der Begrüßung wärmen wir uns mit einem Spiel auf. Danach sagte er: ,,Heute werden wir für die Prüfungen üben.“ Meine Partnerin und ich haben erst verschiedene Armhebel und Armhebel nach Würfen oder bei Befreiungsversuchen nach Haltegriffen geübt, wonach unser Trainer überprüft hat, ob wir alles richtig machen. Nachdem er uns bei zwei Übungen verbessert hat, haben wir einen Wurf namens „Okuri-ashi-barei“, auf deutsch „Fußnachfegen“, geübt. Bei dem fegt man beide Beine des Partners mit dem rechten oder linken weg und dabei den entsprechenden Ellbogen nach unten.
Als das Training vorbei ist, grüßen wir uns so ab, wie wir uns gegrüßt haben, wonach ich meinem Trainer in einen Besprechungsraum folge. Dort antwortet er mir auf meine Fragen. Als ich ihn frage, was man machen muss, um Trainer zu werden und ob man zwingend Turniere bestreiten muss, um Trainer zu werden, antwortet er mir: ,,Man muss keine Turniere bestreiten, aber man sollte ein ,Gefühl für den Sport´ haben. Man muss auch einen Trainerschein machen, der mit dem Rang F beginnt und mit A aufhört, wobei man für den Trainerschein A studieren muss“. Des Weiteren erzählte er: ,,Ich habe auch in der 1. und 2. Bundesliga Turniere bestritten, bei denen ich Westdeutscher Meister und Norddeutscher Vizemeister geworden bin. Ich habe auch bei verschiedenen Turnieren im Bezirk teilgenommen.“ Des Weiteren hat er mir auch erzählt, dass es am Wochenende ein Spezialtraining für Olympioniken gibt, wo die spezialen Techniken der Olympioniken „automatisiert“ werden, was bedeutet, dass die Olympioniken die Techniken so auswendig lernen, dass sie sie „wie im Schlaf“ einzusetzen lernen.
Nach dem Interview bedanke ich mich bei ihm für das Gespräch und gehe wieder in die Umkleide. Dort rieche ich wieder Schweiß. Als ich den Komplex verlasse, sehe ich in einer Vitrine ein paar Pokale. Es hat mir sehr gefallen und wer kein Judo machen möchte. kann dort auch Fußball, Boxen, Basketball oder Handball trainieren.

Benedikt Jachowski, 8d, Marienschule Leverkusen

Besichtigung des Pressehauses – Schüler des Berufskollegs bei der Rheinischen Post

Am 15. Mai machten sich die Schüler der HH13E inklusive ihrer Lehrerin auf den Weg zur Rheinischen Post in Düsseldorf. Der Grund dafür war in erster Linie ein Projekt, welches als ‚Schüler lesen Zeitung‘ betitelt wird.

Dieses definiert sich dadurch, dass sechs Wochen lang die Neuss-Grevenbroicher Zeitung zur Schule geliefert wurde und jeder Schüler ein Zeitungsexemplar zum Lesen erhielt. Die Klasse HH13E hat den Schwerpunkt Printmedia und setzt sich spezifisch mit Printmedien auseinander. Genau dafür ist die Rheinische Post ein beliebter und sehr geeigneter Besichtigungsort.
Nach Ankunft der Klasse gab es eine kurze Begrüßung durch einen Mitarbeiter, welcher ein paar Worte zum Gebäude selbst, aber auch zu Besonderheiten der Rheinischen Post erzählte. Nach der Begrüßung mit vielen Informationen ging es in den Presseraum eines Nebengebäudes, in dem die Schüler dann weitere Einzelheiten über die Rheinische Post erfuhren. Ausführlich wurde über die Druckverfahren geredet und wie sie sich im Laufe der Zeit veränderten. Aber auch über die Geschichte der Rheinischen Post wurden die Schüler informiert. So erfuhren sie, wie die Zeitung entstand und so groß wurde.
Nachdem nun viele Details besprochen waren, stand der Rundgang durch die Druckhalle bevor. Eindrücke, welche die Schüler wahrscheinlich noch nie zuvor bekommen hatten, würden sie jetzt erleben. Von den Maschinen hin bis zu der Länge der Papierrollen wurde alles gezeigt und dabei genauestens erklärt, wie das Drucken der Zeitung abläuft. Sogar eine kleine Besonderheit durfte die Klasse miterleben, nämlich wie es zu unglaublich vielen Fehldrucken der Zeitung kam. Aufgrund eines Fehlers mussten unzählige Zeitungen weggeworfen werden. Mit den Druckmaschinen der Rheinischen Post werden innerhalb von nur einer Sekunde satte zwölf Zeitungen gedruckt. Um den Fehler zu beheben, brauchte man einige Minuten, und nun kann man sich vorstellen, wie viele verloren gegangene Zeitungen das sind.
Nachdem der Rundgang sein Ende fand, gingen die Schüler wieder gemeinsam zum Eingang, bedankten sich und traten den Heimweg an.

Christopher Becker, Justin Weber, Hh13, Berufskolleg Für Wirtschaft und Informatik

Die schönen Telefonzellen, Busse und Taxen – Das bunte England

Vor ein paar Wochen war ich mit meiner Klasse in England, wo wir in Gastfamilien untergebracht worden sind. Wir waren dort fünf Tage lang und waren zwei Tage davon in London. Mir hat London sehr gut gefallen, vor allem die Busse, Taxis und Telefonzellen.

In Deutschland sind die meisten Telefonzellen bemalt, stinkig und nicht sehr schön anzuschauen. In England sind die Telefonzellen, welche 1920 eingeführt wurden, meistens sauber, nicht angemalt und schön rot. Sie wurden von vielen verschiedenen Designern designt, aber bekamen ihre Farbe erst, als Sir Giles 1924 einen Design-Wettbewerb veranstalten ließ. Das finde ich allemal besser und außerdem nicht so traurig. Wenn ich zum Beispiel in Köln an einer dreckigen, angemalten Telefonzelle vorbeikomme, verbessert das nicht gerade meine Stimmung, aber wenn ich jetzt in London an einer roten, sauberen Telefonzelle vorbeigehe, dann wirkt das viel schöner und macht gute Laune.
Das Gleiche mit den Bussen. Diese werden von verschiedenen Autoherstellern hergestellt, aber sind immer rot und oft sind es Doppeldecker, von denen die sogenannten ,,Routemaster“, also die ohne Dach, leider fast ausgestorben sind. An den Bussen ist viel Werbung und sie transportieren rund sechs Millionen Fahrgäste pro Werktag in den rund 6800 Bussen auf mehr als 700 Fahrstrecken. Ich bin leider in keinem von ihnen gefahren, aber ich habe viele Fotos gemacht.
Das Schöne an den Taxis dort finde ich, dass sie ein älteres Modell sind und auch alle andere Farben haben. Das Model nennt sich LTI, auch unter dem Namen ,,Black Cabs“ bekannt, und ist von der Firma ,,London Taxi International“. Die Firma wurde am 10 März 1899
von John Russel gegründet. Ihren Hauptsitz hat die Firma in Coventry in England.
Ich würde jedem eine Fahrt nach England empfehlen, weil es ein schönes Land mit netten Menschen ist. Aber ich habe mich trotz alledem auf zuhause gefreut. Auch wenn ich in Deutschland die Busse, Taxis und Telefonzellen hässlich finde, zuhause ist es immer am schönsten.

Lennart Kueper, 8c, Marienschule Leverkusen

The Chrystal – Futuristisches Museum

In London gibt es außer den üblichen Sehenswürdigkeiten andere interessante Dinge zu entdecken. Wer nur an Buckigham Palace, Piccadilly Circus und Shopping denkt, liegt falsch.

Natürlich wirbt die Stadt mit Attraktionen wie St.Paul’s Church, Westminster Bridge, London Eye oder Tower Bridge, auch Fahrten über die Themse sind sehr beliebt. Doch wer wagt, die touristischen Wege zu verlassen, kann einiges entdecken. Das Museum ,,The Crystal“, ein 2011 erbautes Museum von Siemens mit interessanten Themen, zieht einen gleich in seinen Bann. Schon am Anfang ist man von dem architektonisch interessanten Bauwerk begeistert.
Die gesamte technische Ausstattung wurde von der Firma Siemens bereitgestellt. Die Kosten belaufen sich auf 35 Millionen Euro.
Ein Blickfang aus Glas, wie ein geschliffener Kristall 20 Meter hoch und 90 Meter lang, welcher in der Sonne funkelt. Beleuchtet wird er mit Tageslicht und sparsamen LED-Lampen. Das Gebäude wird vollständig mit erneuerbaren Energien gespeist und Regenwasser für den Betrieb des Hauses genutzt. Dieser Kristall filtert Schmutzwasser, seine Sensoren ermitteln, wie viele Menschen gerade in einem Raum sind und stellen die Lüftung entsprechend ein. Er zieht seine Energie aus Sonnenstrahlen und aus der Erdwärme. Von seinem ganzen Aufbau ist das Museum auf einen minimalen Energieverbrauch ausgelegt.
Wenn man das Museum betritt, sieht man eine riesige leuchtende Kugel, in der ein Kino untergebracht ist. Völlig begeistert war ich von der Station im Eingangsbereich, an der man eine reale Stadt mit Wasser, Strom, Personal und Straßen versorgen kann. Über Touchscreen konnte man entscheiden, wie viel Geld man für den Stadtbau braucht. Am Ende kann man sehen, ob man richtig gewirtschaftet hat.
An einem anderen Touch-Terminal wird durch ein Spiel die Möglichkeiten der städtischen Mobilität der Zukunft dargestellt. Verschiedene Personen, zum Beispiel Familie, junges Paar, Angestellter, Arbeiter, müssen mittels verschiedener Verkehrsmittel möglichst schnell einen bestimmten Weg durch die Stadt zurücklegen. Um die Figuren schnell an ihr Ziel zu bringen, müssen die Spieler auf Hinweise reagieren, wie zum Beispiel Wetter oder Verkehr. Die Ausstellung konzentriert sich auf nachhaltige Stadtentwicklung.
Im Erdgeschoss wird man gleich von einem unangenehmen Geruch empfangen, es riecht nach Chlor. Man sieht in zwei großen Becken wie aus verschmutztem Wasser, nachdem man Chlor eingeleitet hat, um es zu desinfizieren und Keime abzutöten, Trinkwasser entsteht.
Ich glaube, ich habe viel über die Zukunft von modernen Städten gelernt. The Crystal ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

Nadine Bittner, 8c, Marienschule Leverkusen

Chiapas – Die neue Attraktion im Phantasialand

Am 1. April 2014 wurde die neue Wildwasserbahn mit der steilsten Abfahrt eröffnet. Wir haben diese für Sie getestet.

Die neue actionreiche Wildwasserbahn wurde am 1. April im Phantasialand eröffnet. Sie ersetzt die abgerissene Wildwasserbahn „Stonewash und Wildwash Creek” im Themenbereich Mexiko.
Chiapas sollte ursprünglich im Sommer 2013 eröffnet werden, aber durch Feinjustierungen und durch den langen, kalten Winter hat sich die Eröffnung verzögert. Chiapas besitzt insgesamt drei Abfahrten, davon eine mit Rückwertsschuss und eine Abfahrt mit einer 53-Grad-Neigung, damit ist dies die steilste Wildwasserbahn der Welt.
Die Brüder Andreas und Sebastian Kübler verpassten Chiapas noch einen Soundtrack, den die Kleinen und Großen mögen.
Eine ausreichend, lange Fahrt von sechs Minuten, mit vielen abwechslungsreichen Animationen und starken Abfahrten sorgt für einen hohen Adrenalinkick und Fahrspaß.
Am Anfang fährt man verschiedene Stockwerke hoch. Die erste Abfahrt ist nicht sehr steil und eher zum Warmmachen gedacht, ich selber bewunderte nur die Animationen neben mir. Bei der nächsten Ebene wird man um 90 Grad gedreht und fährt rückwärts zirka zehn Meter hinunter, dies ist nichts für schwache Nerven, selbst meine Kollegin schrie laut meinen Namen. Nochmals geht es in die Höhe und als Belohnung erhält man einen wunderschönen Ausblick über den gesamten Freizeitpark. Doch dann geht es mit 53-Grad-Neigung brachial fünfzehn Meter in die Tiefe und über einen kleinen Hügel, um ein perfektes freies Feeling zu erhalten. Der Adrenalinschub ist nicht mehr zu toppen. Am Ende wird man nass bis auf die Knochen.
Ich selber bin selten mit einer so gelungenen Wildwasserbahn gefahren. Sie ist sehr zu empfehlen, allerdings dürfen nur Personen von 1,35 Meter bis 1,95 Meter Größe mitfahren.

Marcel Breuer, 8c, Marienschule Leverkusen

Der Schmetterling–in der heutigen Zeit bedroht? – Die Tänzer der Lüfte

Wenn der Schmetterling die Wege eines Menschen kreuzt, so zaubert dieses prachtvolle Insekt jedem eher ein Lächeln auf die Lippen. Trotzdem ist der Mensch für die Gefährdung des Erhalts der Schmetterlinge verantwortlich.

Eigentlich geschieht der Vorgang unbewusst, also passiv. Da der Gärtner nicht die harmlosen Schmetterlinge jagt, sondern lästiges Unkraut und somit ihren Lebensraum mit ihrer Nahrungsquelle zerstört. So rottet er jedoch nicht alle Arten aus. Dies hängt von der Nahrung der einzelnen Falter ab. Manche bevorzugen Brennesseln, andere blühenden Flieder und manche sogar verfaultes Obst.
Denn im Leben des Schmetterlings geht es hauptsächlich um Fressen, Fressen und noch mehr Fressen. Sobald das Insekt aus dem Ei schlüpft, hat es kaum eine Ähnlichkeit mit dem Sommertänzer, denn es ist eine bunte Raupe. Diese muss erst Nahrung zu sich nehmen, um groß und stark zu werden. Der weibliche Schmetterling hat hier schon bereits vor der Eiablage nach einem Ort gesucht, der den Ansprüchen des Nachwuchses gerecht wird.
Jedoch müssen auch sie aufpassen und sich vor Fressfeinden wie der Amsel schützen. Manche tun dies, indem sie Gifthaare oder Höcker zur Abwehr auf dem Rücken tragen. Da Raupen eher zu den Einzelgängern gehören, trifft man sie selten in Gruppen an. Nur zur Verpuppung ziehen sie sich an einen geschützten Ort zurück, um sich nach ihrem Fressstadium in Seidenfäden einzuhüllen. So verweilen sie einige Wochen bis Monate und verwandeln sich zu einem komplett neuen Lebewesen. Dieser Vorgang wird auch als Metamorphose bezeichnet. Innerhalb der Puppe werden Organe abgebaut und andere neu gebildet, da der Fokus beim fertigen Schmetterling nicht nur bei der Nahrungsaufnahme, sondern auch beim Fliegen liegt. In der letzten Phase bekommt der Falter nur noch seine typische Färbung und Zeichnung. So kann man die Tagfalter wie das „Tagpfauenauge“, den „Zitronenfalter“ oder den „Kleinen Bären“ später gut voneinander unterscheiden. Zum Schluss wird die Puppe einen Spalt geöffnet und schon gelangt der Schmetterling ins Freie. Somit beginnt sein zweiter Teil des Lebens, der jedoch nicht sehr lange dauert. Der Schmetterling hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich zwei bis fünf Wochen – nur einige Ausnahmen können wie der Zitronenfalter bis zu zehn Monaten leben.
Jedoch hat die Population in den letzten Jahren wieder leicht zugenommen. Dies kann daran liegen, dass immer häufiger Gärtner mehrere Pflanzen, die eine wichtige Rolle im Leben dieser Insekten spielen, weiter wachsen lassen. Auch Landwirte betreiben mittlerweile einen ökologischen Anbau, der sich positiv auf die Vermehrung der gern gesehenen Falter auswirkt. Jedoch wäre es weiterhin erfreulich, wenn jeder zum Schutz der Schmetterlinge beitragen würde!

Teresa Otrembnik, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Der Einfluss des Smartphones auf den Menschen – Internet als Lebensinhalt?!

Jeder hat es, jeder nutzt es, das Smartphone. Sei es nur mal kurz die Nachrichten durchzulesen oder auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit im Bus oder im Auto Musik zu hören.

Es gehört seit Kurzem für fasten jeden Menschen zum Alltag dazu wie das Zähneputzen. Ob Jung oder Alt, Klein oder Groß, Konversationen finden über das Smartphone statt. Mal eben eine Nachricht über WhatsApp verschickt und kaum ist eine Minuten vergangen, hat der andere schon wieder die Antwort. Oder es werden über jeweilige Apps Einkäufe im Internet getätigt. Dieses ständige ‚Onlinesein‘ und die permanente Erreichbarkeit auf Grund des Smartphones übt einen gewissen Druck auf den Menschen aus. So steht der Benutzer unter Druck, wenn es einmal nicht klappt, dass nach einer Minute die ersehnte Antwort da ist oder er nicht mal eben im Internet ’shoppen‘ gehen kann. Es muss nur einmal das Internet nicht funktionieren, sei es die Internetflat ist abgelaufen oder es befindet sich kein Funktmast des Internetanbieters in der Nähe, dann geht die große W-Lan- Suche los. Ohne das Internet scheinen die meisten Menschen aufgeflogen.
Eine wichtige Nachricht, die auf der Welt passiert, geht in Minutenschnelle durch das Internet und deshalb durch die ganze Welt. Heiratsanträge werden gefilmt, ins Internet gestellt und man hofft, dass der eigene Beitrag die meisten ‚Klicks‘ bekommt.
Die spektakulärsten Perspektiven und Eindrücke bekommt ein Mensch in der heutigen Zeit durch das Internet und dessen Verbreitung auf der ganzen Welt zu sehen. Bei einem Flugzeugabsturz filmte ein Mann, der selbst mit abgestürzt war. Im Video sah man eine Frau die immer wieder um Hilfe schrie, aber keine bekam, denn der Mann filmte weiter und die Frau ertrank.
Solche extremen Fälle werden leider immer mehr die Realität, jeder möchte im Internet anerkannt werden, auf Facebook die meisten ‚Freunde‘ haben und nach Hochladen des neuen Profilbildes schnellstmöglich die meisten ‚Likes‘ haben. Viele Situationen im Leben eines Menschen werden ‚gepostet‘, das Internet weiß viel, wenn nicht sogar alles über uns, zugleich vergisst es aber auch nichts, im Gegensatz zu den Menschen. Es scheint übermächtig zu sein, doch von Menschenhand erschaffen. Diese Ausmaße werden von Jahr zu Jahr größer, Informationen bekommt der Mensch aus dem Internet, es scheint, als wüsste er nichts mehr und bräuchte das Internet zum (Über)Leben.

Pia Sausner, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Die neue Wildwasserbahn im Phantasialand – Chiapas – Die neue Attraktion

Augen zu und durch, dass dachten sich wohl einige als sie an die neueste und steilste Wildwasser-Abfahrt der Welt kamen, 53 Grad steil in den Abgrund. Aber bis jetzt hat jeder überlebt.

Die neue Wildwasserbahn hat auch noch den ein oder anderen Kniff, zum Beispiel die neue Doppelliftkette, die es ermöglicht, die Wagen noch schneller hochzuziehen und uns so noch schneller zum Startpunkt zu bringen. Leider hat diese Technologie noch einige technische Probleme, sodass es öfter zu Ausfällen der Bahn kommt, was wir auch am eigenen Leib zu spüren bekommen haben. Durch das freundliche Personal wurde es für uns aber noch sehr lustig. So lernten wir Herr Theiß aus dem Management kennen, der uns einige Fragen beantworten konnte. Es gibt allerdings keine Angaben zum Preisumfang des Projektes, sodass sich nur spekulieren lässt. Experten sagen jedoch, dass der Bau sehr teuer gewesen sein muss.
Das ganze Bauprojekt lief circa zwei  Jahre und wurde am 30. März 2014 – ein Jahr nach geplanter Eröffnung – für Fachpersonal geöffnet, drei Tage später auch für die restlichen Besucher des Phantasialands. Die Verzögerungen beim Bau wurden damit begründet, dass es Probleme bei der Feinjustierung und bei der neuen Technik gab.
Nachdem wir in einer langen Warteschlange den großen Andrang selbst erleben durften, geht es los: Das Boot wird aus der Station geschoben und die wilde Fahrt startet. Hat man den ersten Anstieg hinter sich, folgt eine kleine Goldmine, wo uns sofort die detailgenauen Figuren auffallen. Dies ist aber nicht nur an dieser Stelle so, die Bahn ist komplett auf Mexiko und seinen Bundesstaat Chiapas abgestimmt.
Nun geht es auch schon in die erste Abfahrt, mit einem Fotopunkt für Andenken. Die Idee zu „Chiapas“ kommt zu 100 Prozent aus dem Hause Phantasialand und wurde zusammen mit der Firma Intamin entwickelt und gebaut. Es gibt aber Skeptiker, die fragen, was der Vorteil zu der alten Holzstamm-Wasserbahn ist. Herr Theiß antwortete: „Die Abfertigung und der Transport der Gäste ist durch die sechs Sitzreihen deutlich schneller geworden. Vor allem überzeugt Chiapas mit den Abfahrten – unter anderem die steilste Wildwasserabfahrt der Welt.“ Schon naht ein weiteres Feature der Bahn, die Rückwärtsfahrt in einen Partytunnel mit Soundtrack, wo wir sofort gute Laune bekamen und dann eine weitere Abfahrt rückwärts, für uns einfach nur cool.
Auch der vom 65-köpfigen Philharmonie-Orchester aufgenommene Soundtrack, den man während der Fahrt öfter hört, trägt zu der Klasse dieser Bahn bei. Für uns einer der größten Pluspunkte und auf jeden Fall ein Ohrwurm.
Nun geht es wieder vorwärts hoch und durch die Welt von Mexiko, bis man zu der steilsten Abfahrt der Wildwasserbahn gelangt. Es ist eine Camelback- Abfahrt, dass heißt, dass nach dem Fall noch ein kleiner Hügel kommt.
Auch dies ist in dieser Ausführung einzigartig, Adrenalin pur und für uns eine perfekte Abkühlung an einem Sommertag, ohne komplett nass zu werden.
 

Fabian Unger, 8c, Marienschule Leverkusen