Fünf Tage England und „Kultur“ pur – „Do you speak shopping?“

„Wir sind noch nicht mal eine Stunde in England, und schon ist es einfach nur geil“, stellte Carina lachend fest, als wir, Anine, Carina, Jessie, Sarah, Kathi und ich uns durch die voll bepackten Gänge der Fähre, die uns aufs englische Festland bringen sollte, quetschten.

Wir waren gewissermaßen auf der Flucht vor ein paar Fußballspielern aus Manchester, die Gefallen daran gefunden hatten, uns mit ihrer Anwesenheit zu nerven. Wir waren müde, schließlich hatten wir alle um 5 Uhr morgens aufstehen müssen, damit die beiden Busse, vollbeladen mit130 aufgeregten Achtklässler der Marienschule Opladen pünktlich um 7 Uhr abfahren konnten.
Ich hatte mich entschieden, mit Jessi und Sarah in eine Familie zu gehen und als unsere Gastmutter uns überschwänglich begrüßte, wussten wir, dass diese Woche einfach toll werden würde. Der erste Abend in der Familie war lustig und wir verloren bald unsere Angst vor dem „großem Unbekannten“. Wir stellten schnell fest, dass das englische Leben ganz anders als das Deutsche ist. Die Häuser in England sind ziemlich klein, schmal und hellhörig gebaut. Im Badezimmer gibt es aus Sicherheitsgründen keine Steckdosen. Aber all das machte uns nichts aus, denn wir fühlten uns in „unserer Familie“, die aus einer alleinerziehenden Mutter, einem Kater und einer Tochter bestand, sehr wohl.
Am nächsten Tag ging es nach London!  Um 10 Uhr erreichten wir Covent Garden, einem Stadtteil von England der früher als Obst und Blumenmarkt genutzt worden war, aber heute eine Touristenattraktion mit vielen umliegenden Läden ist. Dort hatten wir zwei Stunden Freizeit.
Wir, das war eine laute sechser-Gruppe, schafften es irgendwie, die Zeit totzuschlagen, denn wir fanden es in und um Covent Garden herum nicht so interessant.  Unser Ziel war die Oxford Street mit ihren fast unzählbar vielen Läden. Wir wollten shoppen! Wir sind schließlich Mädchen! Carina, Anine, Kathi, Jessie und ein Großteil der anderen Mädchen, wollten zu „Victoria´s Secret“, Bodyspray kaufen, während ich und Sarah und mit Lena und Laurie uns auf den Weg, nach „Forever 21“ machten, dem amerkanischen Kultladen, den es leider in Deutschland nicht gibt. Auch am zweitem Tag ging es  nach London, ins „Crystal“, einem aus Glas gebauten Museum von und über Siemens, das zeigt wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte, und anschließend ins „Shakespeare´s Globe“. Klassenweise wurden wir  in einen Raum geführt, machten dort einige eher weniger hilfreiche Übungen zum Verbessern unserer eh nicht vorhandenen schauspielerischen Fähigkeiten und spielten kurz eine Szene aus „Romeo und Julia“ vor. Von dem Text verstanden wir kein Wort, weil uns bisher niemand gezwungen hatte, solch großartige Werke zu lesen.
An Tag Nummer drei fuhren wir zu erst zum „Dover Castle“, einem malerisch schönem altem Schloss, nicht weit von den berühmten Dover Klippen.
Den letzten Abend in unserer Familie genossen wir, wenn auch etwas traurig, denn wir hatten unsere Gastfamilie echt in Herz geschlossen.
Unsere Fahrt nach England war für uns alle eine unvergessliche Zeit: Wir hatten uns besser kennengelernt, viel Neues erlebt und, ja, durchaus, auch das „English way of shopping“ genossen.

Rebecca Richrath, 8c, Marienschule Leverkusen

Alltag einer Hebamme – Viel Verantwortung – wenig Lohn

„Im Krankenhaus betreue ich die Frauen in der Schwangerschaft zur Geburt und kurz danach. Ich bin tätig in der Schwangerenvorsorge und in der Wochenbettbetreuung, außerdem biete ich im Krankenhaus noch Babymassagekurse und Schwangerschaftsgymnastik an“, berichtete uns die junge Hebamme Lena R.

Als Hebamme trägt man viel Verantwortung. Da man nie wissen kann, was im Laufe des Tages auf einen zukommt, muss man immer einen kühlen Kopf bewahren und sich gut organisieren. Für solch einen anspruchsvollen Beruf, sollte man meinen, dass man eigentlich mehr Geld verlangen könne. Doch dies ist nur Illusion. Durch die hohe Verantwortung, die eine Hebamme bei ihrer Tätigkeit trägt, muss sie auch gut versichert sein. Sie sind gesetzlich verpflichtet, ihre Tätigkeit durch eine Berufshaftpflichtversicherung abzusichern – für den Fall, dass der Hebamme bei einer Geburt ein Fehler unterlaufen sollte, wobei die Mutter oder das Kind zu Schaden kommen. Verständlich ist es, dass die Versicherungen auch gut bezahlt werden wollen, da aufkommender Schaden sehr teuer sein kann. Die Versicherung muss für die medizinische, pflegerische und soziale Versorgung des Betroffenen aufkommen, ebenso wie für die Prozess- und Anwaltskosten, daher auch der hohe Betrag, den die Versicherungen fordern. Dieser Betrag geht vom Lohn der Hebammen ab und sorgt dafür, dass diese auf Dauer nicht mehr von ihrem Lohn leben können. „Da ich mein Hauptgehalt vom Krankenhaus beziehe, bin ich nicht in dem Sinne vom geringen Gehalt betroffen, die Haftpflichtversicherung ist auch für mich ein bisschen gestiegen, aber ich zahle vergleichsweise wenig im Jahr. Gerade für Hebammen die Beleggeburten oder Hausgeburten leiten ist die Versicherung sehr teuer, gerade im Vergleich zu dem, was die Hebammen für eine Geburt von der Krankenkasse bezahlt bekommen“, so auch Lena R.

Im Laufe von fast 30 Jahren hat sich dieser Betrag mehr als verzehnfacht, 1981 waren es noch 30,68 Euro im Jahr, 2010 lag es bei 3689 Euro oder 4611,25 Euro, je nach dem, ob die betroffene Hebamme bereits einen Schaden zu verantworten hatte. Allein 2010 stiegen die Haftpflichtprämien um 55,6 Prozent. Genügend Geld, um die Versicherungsprämien zu zahlen, ohne Schaden davon zu tragen, verdienen die Hebammen noch lange nicht. Der durchschnittliche Stundenlohn einer freiberuflichen Hebamme liegt bei gerade einmal 7,50 Euro. Eine Lösung für dieses Problem zu finden, ist schwer, da für Schaden aufgekommen werden muss, aber inwieweit die Hebammen dafür aufkommen müssen, ist umstritten. „Es wäre schön, wenn es schnell zu einer für alle tragbaren Lösung in dem Fall kommt. Ich hoffe nicht, dass wir in Deutschland bald soweit sind, dass eine außerklinische Geburtshilfe nicht mehr zu bezahlen ist und somit nicht mehr stattfinden kann, doch leider stehen wir kurz davor“, beurteilt die Hebamme das Thema. Der deutsche Hebammenverband kämpft für ein neues Gesetz, welches die Hebammen entlasten soll.

Anna Marie Simon, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

2.143 Starter bei Benefizveranstaltung – Rekordteilnahme bei Brustkrebslauf

In Köln fand am Samstag, 14. Juni 2014, ein Benefizlauf für die Heilung von Brustkrebs statt:   „Susan G. Komen Race for the Cure“. Insgesamt 2.143 Läuferinnen und Läufer starteten über die zwei und fünf Kilometerlange Lauf- und Walkdistanzen im Kölner Tanzbrunnen. Damit wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt.

Jedes Jahr erhalten ungefähr 72.000 Frauen die Diagnose „Brustkrebs“. Bei dem Benefizlauf, der in Köln bereits zum dritten Mal stattfand, laufen Menschen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder die Krankheit überwunden haben. Es laufen junge und alte Menschen mit. Familien und Freunde sind hier zahlreich erschienen, um die kranken Frauen und Männer – auch Männer erkranken an der tückischen Krebskrankheit – zu unterstützen und ihnen zu zeigen, dass sie füreinander da sind. Bei diesem Lauf geht es nicht ums Siegen, sondern einfach nur darum, dabei zu sein. Die Betroffenen tragen ein rosafarbenes T-Shirt mit dem Titel „Surviver“ und die Helfer und Unterstützer ein weißes T-Shirt. Alle waren sehr zufrieden und freuen sich, mit dem Lauf ein Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs und für die Früherkennung gesetzt zu haben.

Eine Teilnehmerin war die 45-jährige Britta G., die im rosa T-Shirt über die Fünf-Kilometer-Distanz gestartet ist. Sie wurde von ihrem Mann, ihrer Familie und Freundinnen begleitet. Ich habe sie vor dem Lauf befragt:
Wann haben Sie die Diagnose „Brustkrebs“ bekommen?
Britta G.: Im März 2013.
Wie haben Sie darauf reagiert, als Sie die Diagnose erhalten haben?
Britta G.: Ich bin damit sehr offensiv umgegangen und habe viele Gespräche mit Freunden und meiner Familie geführt. Mein Ziel war es, die Krankheit zu überwinden und wieder ganz gesund zu sein. Deshalb habe ich die Chemotherapie durchgeführt, damit der Krebs nicht wiederkommt. Ich habe positiv gedacht und habe die Krankheit nicht zum alleinigen Lebensinhalt gemacht. Ich habe zum Beispiel in der Reha gelernt, dass mir Bewegung und Sport sehr gut tut.
Wann haben sie mit Sport angefangen?
Britta G.: Ich habe im November 2013 im Rahmen der Anschlussbehandlung mit Sport angefangen. Sport ist die beste Vorbeugung vor Wiedererkrankung.
Lea D.: Was bedeutet Ihnen dieser Lauf?
Britta G.: Vor allem Solidarität mit anderen Betroffenen und die Unterstützung von Susan G. KOMEN Deutschland e. V., ein Verein für die Heilung von Brustkrebs, der in Deutschland seit 1999 aktiv ist. 1982 wurde die Stiftung in den USA von Nancy Brinker gegründet, deren Schwester Susan G. Komen im Alter von 36 Jahren an Brustkrebs gestorben war.
Was hat die Krankheit bei Ihnen ausgelöst? Haben Sie sich seitdem verändert?
Britta G.: Ja, mir wurde klar, dass ich bewusster leben muss. Ich habe mit Sport angefangen und habe mir vorgenommen, entspannter zu leben. Deswegen befinde ich mich zu Zeit in meiner beruflichen Neuorientierung.
Vielen Dank für das Gespräch!

Lea Dietzfelbinger, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Ein toller Tag auf der Oxford Street – Atemberaubende Oxford Street

…und plötzlich waren wir da. Die U-Bahn hat mit einem lauten Quietschen gestoppt. Die Türen öffneten sich langsam. Mit einem Lächeln stiegen wir aus, in dem Gedanken, dass wir gleich eine wunderschöne 2,5 Kilometer lange Straße vielen Geschäften sehen.

Wir gingen etwas schneller als die anderen Menschen die Treppe hinauf, wobei wir eine Schrecksekunde erlebten, da ein lauter Knall zu hören war. Wir drehten uns erschrocken um und schauten nach der Ursache. Wir atmeten erleichtert auf, denn wir sahen, dass es nur ein geplatzter Luftballon eines kleinen Kindes war. Wir erreichten mit vollem Tatendrang das Ende der Treppe und erreichten die Oxford Street.
Die Menschen, die wir sahen, waren ziemlich erschöpft und gestresst. Unser erstes Ziel war der riesige Adidas Shop. Er ist ein Geschäft von mehr als 300, die sich auf der Oxford Street befinden. Als wir dort ankamen, sahen wir hell erleuchtete Räume, die die Ware gut in Szene setzten. Wir kauften natürlich ein paar Sportartikel und hatten an der Kasse noch ein Gespräch mit einem netten Mitarbeiter namens David Lenn. Wir fragten ihn, wie er die Oxford Street fände. Er antwortete begeistert „Ich liebe die Oxford Street. Sie ist mein Zuhause, denn hier habe ich einen Job und meine Wohnung befindet sich gleich um die Ecke, es ist zwar in manchen Geschäften sehr teuer, aber nicht in unserem“, sagte er verschmitzt.
Nun machten wir uns auf den Weg zu einem der tausenden Souvenir Shops von London um unseren Eltern etwas zu kaufen. Wir waren erstaunt, dass die Verkäufer uns Artikel verkaufen wollten, die wir nicht ausgewählt haben. Es war lustig, als wir uns eine Handyhülle kauften, denn wir konnten mit dem Verkäufer über den Preis verhandeln. Dies war nicht so leicht , aber wir erzielten trotzdem einen guten Preis von 10 Pfund. Zwischendurch fragten wir einen Mann, der Infos zur Oxford Street erzählt, wie viele Besucher jährlich die Straße besuchen. Er sagte mit einem Grinsen: „Die Oxford Street lockt jährlich neun Millionen Menschen aus dem Ausland an. Sie gilt auch als die Straße die den meisten Umsatz macht.“
Um uns gestärkt auf den Rückweg zu machen, nahmen wir eine kurze Pause in dem beliebten Schnellrestaurant McDonalds. Zunächst bestellten wir uns ein Menü und suchten dann einen Sitzplatz. Wir fanden aber keinen Sitzplatz, denn wir waren angeekelt von den Umständen, die unter und auf den Tischen herrschten. Auf dem einen Tisch eine ausgeschüttete Cola und auf einem anderen ein Berg aus Müll. So beschlossen wir, unser Mittagessen unterwegs zu essen. Schließlich erreichten wir wieder die U-Bahn Station, die uns zu dem Treffpunkt brachte, wo unsere Lehrer schon auf uns warteten. Wir können jedem empfehlen, mindestens einen Tag auf der „Oxford“ zu verbringen, denn sie bietet einfach alles und für jeden ist etwas dabei. Von Primark bis zum Adidas Store, von McDonalds bis zu einem Edelrestaurant. Es war ein toller Tag!

Thomas Vielich, Alexander Klatt, 8c, Marienschule Leverkusen

Das Leben in einer Großfamilie – Jubel und Trubel

Stimmengewirr ertönt hinter einer Tür, im Hintergrund ist Klavierspiel zu vernehmen. Von oben erklingt Gesang. Auf dem Boden verteilt liegen Plastiktüten mit Schmutzwäsche und jede Menge Schuhe in allen Größen.

Wir befinden uns in der Diele des Einfamilienhauses der nicht ganz alltäglichen Familie Mennicken. Nicht ganz alltäglich, weil sie mit ihren sieben Kindern weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Die durchschnittliche Kinderanzahl pro Paar liegt in Deutschland unter 1,5 Kindern.  Es ist Freitagabend. Adrian, mit seinen acht Jahren das Nesthäkchen, ist gerade vom Schwimmkurs abgeholt worden. „Mama, hängst du meine Schwimmsachen auf“, bittet er seine Mutter und versucht, sie mit seinem Hundeblick zu becircen. „Mit diesem Blick hat er meistens Erfolg“, erklärt Familienmutter Sofia lachend.
Jetzt taucht auch Familienvater Thomas aus der Garage auf, wo er wieder einmal eines der Kinderfahrräder reparieren musste. Er hält sein Smartphone in der Hand und berichtet: „Fiona hat gerade gefragt, ob sie jemand am Bahnhof abholen kann. Kann einer von den Jungs vielleicht…?“ Nicolas (22) willigt nicht gerade begeistert ein, den Chauffeur zu spielen, da er sein Klavierspiel unterbrechen muss. „Das ist das Schöne bei einer solchen Kinderschar. Sie sind grundsätzlich füreinander da. Es gibt zwar auch kleinere Auseinandersetzungen, diese sind aber schnell behoben“, erzählt Vater Thomas.
Auf die Frage, wie es sich denn mit dem Arbeitsaufwand bei einer so großen Kopfzahl verhalte, antwortet die Mutter: „Wir haben hier eine ziemlich klare Arbeitsaufteilung. Ich kümmere mich um Haushalt, Einkäufe, Schule und Wäsche – was besonders am Wochenende, wenn die Studenten nach Hause kommen, eine große Herausforderung bedeutet. Mein Mann kümmert sich neben seinem Job als Diplomingenieur um Garten, Reparaturen und Bürokram.“ „Und wir Kinder haben auch bestimmte Pflichten“, ergänzt Antonia, 13 Jahre alt. „Wir müssen unsere Zimmer und das Kinderbad sauber halten und ab und zu im Haushalt und im Garten helfen.“
Emilia (15) erwidert auf die Frage, wie es denn mit so einer Menge Geschwistern sei: „Ich finde das cool. Wir regeln Vieles untereinander. Mama und Papa erfahren davon manchmal gar  nichts. Wir haben sogar eine WhatsApp Gruppe nur für uns Geschwister.“ Inzwischen sind Fiona und Nicolas eingetrudelt, eine weitere Plastiktüte mit Schmutzwäsche landet im Flur.
Da kommt Antonia, bewaffnet mit Schlafsack und Tasche, von oben. „Wo gehst du denn hin?“, will die Mutter wissen. Etwas genervt entgegnet Antonia: „Ich hab dir doch schon letzte Woche gesagt, dass ich heute bei Alicia übernachte!“ „Das passiert eben häufiger, dass man nicht alle  Termine der Kinder im Kopf hat“, erklärt Mutter Sofia. „Hauptsache die Kinder kennen ihre Termine. Wir wollen sie zu Selbstständigkeit und Verantwortung erziehen.“ Vater Thomas ergänzt: „Das ist oft das Problem bei Einzelkindern. Sie stehen immer im Mittelpunkt der
Aufmerksamkeit und werden zu kleinen Prinzessinnen und Prinzen erzogen. Das ist bei einer größeren Kinderzahl einfach nicht machbar, worüber wir auch sehr froh sind. Denn das macht sie stark und fit fürs Leben.“

Antonia Mennicken, Alicia Daniel, 8a, Marienschule Leverkusen

Im Tunnel und an den Klippen – Ein Tag in Dover

Nach einem ausgiebigem Frühstück trafen wir uns am Busparkplatz in Herne Bay. Von dort aus fuhren wir fünf Minuten nach Whistlabile. Dort hatten wir zehn Minuten Zeit, um an den Strand zu gehen oder in der Stadt einzukaufen.

Wir, Moritz und Phillip, haben uns für den Strand entschieden. Glücklicherweise war gerade Ebbe und so konnten wir ins Watt gehen. Schon nach einigen Sekunden erblickte Phillips in der Nordsee geschulter Blick eine Krabbe. Ein Paar Fotos und erschreckte Mädchen später gingen wir zum Bus. Doch nun waren unsere Schuhe um ziemlich viel Watt reicher. Nach einigen krampfhaften Versuchen, unsere Schuhe von Schlick zu befreien, war dieser getrocknet, und wir konnten ihn abklopfen.
Nun hieß unser nächstes Ziel Dover Castle, um uns an den Secret War Time Tunnels zu sammeln und dort an einer Führung teil zu nehmen. Wir waren bei der ersten Führung dabei, die leider auf Englisch war. Dennoch verstanden wir größtenteils alles. Mit in unserer Führung waren einige Briten, zwei Freunde und einige Mädchen aus der Parallelklasse. Der Führer erklärte uns, dass diese Tunnel das Hauptquartier der Alliierten Generale für den D-Day war. Außerdem seien alle Ausstellungsstücke Originale aus dem 2. Weltkrieg. Im ersten Tunnel erwartete uns eine multimediale Überraschung: Dröhnende Flugzeugmotoren, das Heulen von Bomben und einige Explosionsgeräusche, sowie Wackelkontakte im Licht. Das verschaffte uns einen Einblick in den Alltag der im Bunker stationierten Soldaten.
Nun ging es weiter zur Latrine. Die Mitarbeiter hatten sich einen Spaß erlaubt, und unter einer der verschlossenen Klotüren ein Paar Stiefel gestellt. Wir Jungen schmunzelten nur, doch die Mädchen fingen an zu schreien, Mädchen halt. Nach dieser für uns sehr interessanten Führung kamen wir irgendwo auf einem Hügel heraus, wo schon eine Lehrerin wartete. Sie sagte uns, dass wir nun circa eine Stunde Freizeit in der Burg hatten. Also gingen wir die Burgmauer entlang, um Fotos von Flaks und anderen Kriegsmaschinen zu machen und den ein oder anderen Turm zu erkunden.
Nach dieser Entdeckungsreise sammelten wir uns am Bus und fuhren zu den Klippen von Dover. Da wir wieder Freizeit hatten, suchten wir uns einen Wanderweg aus und marschierten los. Zwischendurch genossen wir die unglaubliche Landschaft. Es war befreiend, einfach mal los zu lassen und zu genießen. 
Am Abend in Herne Bay angekommen begrüßten wir Barbara, eine Silbermöwe die jeden Tag am Parkplatz auf uns wartete, und gingen in unsere Gastfamilien. Ich, Phillip, verbrachte den Abend You-Tube-Videos schauend, Moritz Filme schauend, da er glücklicherweise einen Fernseher mit Filmen auf Deutsch im Zimmer hatte. Dafür aber besaß er nicht wie ich W-LAN. Und so endete ein anstrengender, aber auch lustiger Tag in Dover.

 

Phillip Kohls, Moritz Wissenbach, 8c, Marienschule Leverkusen

E-Shishas – Ein gefährlicher Weg

Der neueste Trend der Jugend sind die elektronischen Mini-Wasserpfeifen. Viele Jugendliche sind von den E-Shishas so begeistert, denn sie sind ohne Altersbegrenzung zu kaufen.

Sie kosten zudem auch nur sieben Euro für 500 Züge. Sie sind so beliebt, weil diese nach fruchtigen und süßen Aromen schmecken, wie Apfel oder Kirsche. Dass der Rauch auch ohne Nikotin und Feuer kommt, liegt an dem im Inneren enthaltenem Mini-Akku. Dieser Mini-Akku bringt den Glimmdocht zum Glühen, wenn man einen Zug nimmt.
Der Draht wird dann erhitzt und bringt den fluidgetränkten Docht um sich herum zum Verdampfen. Viele Eltern und Lehrer machen sich Sorgen, weil der Dampf der E-Shishas krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd, Nickel oder Chrom enthält. Diese Substanzen gelangen in die Atemwege und reizen diese.
Es wird daher auch abgeraten, überhaupt damit anzufangen E-Shishas zu rauchen, weil das der Einstieg als Raucher werden könnte.

Janine Folwaczny, Afeida Gashaj, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen

Drogen, Alkohol und Ritzen – Thema Nummer 1 – Absturz von Jugendlichen schon im frühen Alter

Die meisten Jugendlichen unterschätzen die Gewalt der Drogen, sodass sie durchschnittlich mit 16 Jahren ihren ersten Joint rauchen, doch viele beginnen das „Kiffen“ schon viel früher.

Aber was die Jugendlichen nicht wissen, ist, dass durch ihr leichtsinniges Verhalten meistens Gehirnschäden zurückbleiben. Die Jugendlichen riskieren Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Intelligenzdefizite. Es kann zu Entwicklungsrückständen von mehreren Jahren kommen und auch Psychosen können ausgelöst werden.
„Cannabis ist eine Einstiegsdroge“ ,meinen viele, doch genau wie andere Drogen kann es zur Abhängigkeit führen. Ist man einmal in diesem Teufelskreis, ist es nicht einfach wieder herauszukommen, da der Konsum der Suchtmittel das Leben der Konsumenten bestimmt. Aber was das wirklich Schlimme ist, ist der Gruppenzwang, der bei der heutigen Jugend herrscht.
Bei einer Umfrage kam heraus, dass ein Drittel der 12- bis 14-Jährigen schon einmal Alkohol getrunken haben. In der Regel fangen schon die 10- bis 14-Jährigen an, Alkohol zu konsumieren, und dies machen sie meist auf Familienfeiern, wo sie dann ihr erstes Glas Sekt oder Wein trinken. Später kommen Bier und Cocktails hinzu.
Der Alkoholverbrauch ist je nach Schulform unterschiedlich. Während auf der Haupt-  und Realschule mehr Jungs regelmäßig trinken, ist es bei den Mädchen auf dem Gymnasium. Der Grund, warum Jugendliche meist im Freundeskreis trinken, ist kein anderer als bei den Erwachsenen. Durch den Alkohol soll das Zusammensein angenehmer sein und die Hemmungen fallen. Die eigenen Grenzen werden dabei sehr oft überschritten, da viele keine Kontrolle mehr über ihren Körper haben. Auf Partys zum Beispiel gibt es Wetttrinken, wobei sich eine Vielzahl der Jugendlichen schon ins Koma getrunken haben.
Viele Teenager, hauptsächlich Mädchen, ritzen sich. Es ist eine Form der Selbstverletzung, wobei die Betroffenen Messer, Rasierklingen, Scherben oder andere scharfe Gegenstände benutzen. Warum sie sich so etwas antun und sich die Unterarme, Beine oder andere Körperteile aufschneiden, so dass in den meisten Fällen Narben zurück bleiben,ist bei jedem anders. Hinter dem Verhalten verbirgt sich oftmals ein sehr persönlicher Hintergrund. Für manche ist es nur eine vorübergehende Laune, doch andere wissen keinen anderen Ausweg. Sie brauchen den Schmerz, um den seelischen und körperlichen Schmerz zu überdecken. Das ist auch keine Lösung, da man auch davon süchtig werden kann. 34 Prozent der 11- bis 16-Jährigen ritzen sich, wie eine Studie zeigt. Doch warum sind es mehr Mädchen als Jungs, die sich ritzen? Der Grund ist, dass Mädchen als ruhig und lieb eingeschätzt werden und das auch von ihnen erwartet wird. Deshalb fressen sie den Ärger und die Aggressionen in sich hinein, sodass sie das dann an ihren eigenen Körper hinauslassen.

Marina Helsberg , Anne Vogel, Mariana Tweer, 8a, Städt. Realschule Hückeswagen Hückeswagen

Die neue Wasserbahn des Phantasialands – Neueste Technik, steilste Abfahrt – Nur bei Chiapas

Wir standen vor dieser neuen riesigen Attraktion und schauen einige Meter nach oben. Wir waren beeindruckt: Chiapas – die Wasserbahn.

Herr Theis, engagierter Mitarbeiter des Operation Managments, konnte uns die Antworten auf einige unserer Fragen liefern. Es gibt keine Angaben der Kosten des gigantischen Bauwerks. Herr Theis erwähnte nur, dass es das bislang teuerste Projekt des Parks sei – welches ungefähr zwei Jahre bis zur Fertigstellung brauchte. Die Idee für die Wildwasserbahn Chiapas, die nach einem mexikanischen Bundesstaat benannt wurde, kommt „aus eigenem Hause“. Das Projekt wurde vom Phantasialand mit dem Hersteller Intamin zusammen umgesetzt. Natürlich fragten wir uns, welche Vorteile es gegenüber der alten abgerissenen Wildwasserbahn gibt. Die Antwort darauf bekamen wir schnell: „Die Abfertigung und der Transport der Gäste sind durch die sechs Sitzreihen deutlich schneller geworden. Vor allem überzeugt Chiapas mit den Abfahrten – unter anderem die steilste Abfahrt der Welt von einer Wildwasserbahn.“
Die 53 Grad steile Abfahrt könnte mit der heutigen Technik auch nicht steiler sein. Auch wir trauten uns auf das neue Bauwerk mit sechs Minuten Fahrerlebnis auf fünf Fahrebenen, drei Abfahrten – davon eine rückwärts – und Hochgeschwindigkeitsweichen. Schon im Anstellgang bemerkten wir die angenehme und trotzdem frohe Musik, welche durch ein 65-köpfiges Philharmonie-Orchester extra für Chiapas und das Phantasialand komponiert wurde.
Chiapas überzeugt auch optisch mit der wundervollen Gestaltung zum Themenbereich Mexico (es wurden alleine schon über 40000 landestypische Pflanzen gesetzt). 29 Boote wurden eigens für die Attraktion erstellt und sind somit, jedes für sich, ein Unikat. Schon beim ersten Lift ist uns das angenehme und ruhige Hochfahren durch den Lift aufgefallen. Dies liegt an den neuen speziellen Doppelkettenliften. Beeindruckend war der Partytunnel, in dem wir nur gute Laune bekommen konnten. Dieser überzeugte uns durch die schnelle Musik und durch die
kurze Lasershow. Während der Fahrt auf Chiapas kann man mehrmals Steinfiguren erkennen, welche im typischen Mexiko-Look dargestellt sind. Auch kann man elegante und echtwirkende Tempelnachbildungen erkennen.
Nach der steilsten Abfahrt und dem Camelback (ein kurzer Hügel mit anschließend leichter Bremsung nach der Abfahrt), den es in Europa in dieser Ausführung nur einmal gibt, spürten wir einen Adrenalinkick. An einem heißen Sommertag – so wie an unserem Besuchstag – bringt das einem entgegensprizende Wasser eine echte Erfrischung. Die Fahrt muss man unbedingt erleben, denn Chiapas bringt während des Trips eine schöne Mischung aus Ruhe, Entspanntheit, Vorfreude, Spaß und gute Laune. Der Freizeitpark hat bis jetzt auch nur positives Feedback bezüglich der neuen Mexiko-Attraktion bekommen. Auch wir können dies nur so weitergeben. Die Leute hatten Vorfreude pur und die Fahrt lohnt sich für jeden.

Pascal Czaja, Fabian Hanff, 8c, Marienschule Leverkusen

Immer mehr Medikamentenfälschungen – Gesundheitsgefahr durch illegale Internetapotheken

Viele warnen vor dem Medikamentenkauf über das Internet. Diese Warnung ist berechtigt, denn einige Medikamente sind Fälschungen, die im Ausland produziert und über Online-Apotheken verkauft werden.

Die Fälschungen enthalten meistens einen falsch dosierten oder gar keinen Wirkstoff und können gesundheits- oder lebensgefährlich sein. Für den Verwender sind die gefälschten Medikamente unauffällig, denn sie sehen dem Original sehr ähnlich. Der Grund für die Käufer ist der niedrige Preis und die bequeme Lieferung nach Hause. Die gefälschten Produkte werden auf illegalen Seiten verkauft, die man bei der Polizei melden kann. Die zugelassenen Versandapotheken besitzen ein Sicherheitslogo des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).
Ein großer Nachteil bei Internetapotheken ist die lange Lieferungszeit. Bei Notfällen muss man demnach unbedingt eine ortsnahe Apotheke aufsuchen. Dort erhält man dann auch eine individuelle und persönliche Beratung. Für weitere Informationen kann man auch eine Zeitschrift, zum Beispiel die Apothekenumschau, erhalten.
Besonders für alte Leute, die oft viele Medikamente benötigen, ist die Online-Apotheke keine Alternative, da sie oftmals keinen Zugang zum Internet haben oder nicht daran interessiert sind. Viele junge Leute dagegen sehen die Online-Apotheken als eine bequeme Art, Medikamente zu bestellen. Die Risiken dabei dürfen jedoch nicht vergessen werden.
Jeder kann schlussendlich die Variante wählen, die einem eher gefällt- die Online- oder die lokale Apotheke.

Michelle Kollek, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss