Archiv der Kategorie: Coll. Augustinianum Gaesdonck

Interview – Tischler – ein Beruf mit vielen Möglichkeiten

Der Beruf Tischler entwickelte sich aus dem Beruf des Zimmerers. Mit moderner Technik können Tischler aus Holz beeindruckende Möbel und Gegenstände herstellen. Jedoch arbeiten sie nicht nur mit Holz, sondern auch mit Glas, Stein, Metall und Kunststoff. Der Beruf des Tischlers ist vielfältig und facettenreich. Andre Janssen ist seit einem Jahr Geselle und arbeitet in der Firma seines Vaters.

Frage: Warum haben Sie sich entschieden, Tischler zu werden?

Andre Janssen: Ich habe mich dafür entschieden, weil ich den Beruf von meinen Vater kenne und ich daran Spaß gefunden habe.

Frage: Was erlernt man alles in dieser Ausbildung? Braucht man, um ein Tischler zu werden, ein gewisses „Know-how“?

Andre Janssen: Man erlernt Fertigen und Designen von Möbeln und den praktischen Umgang mit Holz. Um ein Tischler zu werden, sollte man wissbegierig und handwerklich begabt sein.

Frage: Was macht Ihnen besonders Spaß beim Ausführen dieses Berufs?

Andre Janssen: Das eigene Planen und Erstellen von Möbeln macht mir besonders Spaß. Außerdem, dass man am Ende des Tages sehen kann, was man alles geschafft hat.

Frage: Was würden Sie Jugendlichen empfehlen, die gerade eine Ausbildung machen?

Andre Janssen: Ich würde empfehlen, sich immer gut zu konzentrieren und gut aufzupassen, genauso wie ‚mit den Augen stehlen‘ und alles einprägen.

Frage: Würden Sie empfehlen, bevor man sich für die Ausbildung zum Tischler entscheidet, ein Praktikum zu machen?

Andre Janssen: JA, für die Personen, die die Arbeit nicht genau kennen, weil diese diesen Beruf häufig falsch verstehen.

Frage: Was meinen Sie mit „falsch verstehen“?

Andre Janssen: Viele meinen, dass Tischlern allgemein nur mit Möbeln zu tun hat, dabei ist es heutzutage eines der umfangreichsten Berufe, denn dazu gehören Treppenbau, Innenbau, Terrassen, Trockenbau, Massiv-Holzböden und natürlich Anfertigen von Türen und Möbeln.

Frage: Sie sind jetzt seid einem Jahr Geselle, kann man sich nach der Gesellenprüfung weiterbilden?

Andre Janssen: Mann kann noch Tischlermeister werden oder Techniker, zum Beispiel Holztechniker, aber auch Ingenieur, zum Beispiel Holzbau-Ingenieur.

Frage: In welchen Bereich sind Sie denn am meisten tätig?

Andre Janssen: Als Möbeltischler bin ich am meisten tätig.

Frage: Welche anderen Bereiche gibt es denn noch?

Andre Janssen: Es gibt noch die Industrietischler. Dies sind Tischler, die fertige Möbel bauen, so dass die Kunden selber das Möbelstück einfach zuhause zusammenbauen können. Außerdem gibt es noch Tischler, die die meiste Zeit auf der Baustelle verbringen und sich dann mit dem Ausbau, dem Innenbau, Boden und der Decke beschäftigen.

Frage: Sind Sie zufrieden mit Ihrem Job?

Andre Janssen: Ich bin sehr zufrieden, weil ich bei meinem Vater arbeite, der selbstständig ist und ich dort mehr gefördert werde, wie zum Beispiel die CNC-Technik, damit ich mehr lerne.

Inga Janssen, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Gaesdoncker Kunstschule – Kunst im Internat

Zu den zahlreichen Angeboten des katholischen Internates Collegium Augustinianum Gaesdonck bei Goch gehört neben der Musikschule auch die Gaesdoncker Kunstschule. Hier wird es den Schülern ermöglicht, verschiedene Formen der Kunst sehr frei auszuüben.

So gibt es zum Beispiel ein Zeichenatelier und ein Bildhauereiatelier. Beide stehen unter einer professionellen Leitung, welche allerdings nicht die Projekte vorschreibt, sondern lediglich bei Problemen tatkräftig zur Seite steht. So haben die Schüler die Möglichkeit, nach ihren eigenen Interessen Projekte zu verwirklichen, an welchen sie zu jeder Zeit weiterarbeiten können. Hierbei sind schon einige interessante Werke entstanden.

Zusätzlich werden im Rahmen der Kunstschule auch noch einige Vorlesungen gehalten, welche jederzeit zu einem Preis von 8 Euro besucht werden können. Der Preis für die Ateliers hängt von der Besuchsform des jeweiligen Schülers ab. Allerdings ist es auch als „Nichtgaesdoncker“ möglich, diese zu besuchen.

Weitere Informationen erhält man unter www.gaesdoncker-kunstschule.de

Leonard Friedrichs, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Veltins-Arena – Das Wohnzimmer des Ruhrgebiets

Die meisten kennen die Veltins-Arena in Gelsenkirchen wahrscheinlich nur als Heimat des FC Schalke 04. Dabei ist diese Arena viel mehr als nur eines der größten Fußballstadien in Deutschland.

Die Veltins-Arena (bis 2005 Arena AufSchalke) ist die modernste Multifunktionshalle in ganz Europa. Zahlreiche internationale Musiker wie Bruce Springsteen, AC/DC, Paul McCartney und 50 Cent gaben schon Konzerte in der Arena. Neben diversen Benefizspielen gibt es jedes Jahr die World Team Challenge im Biathlon auf Schalke, zu deren Anlass man die Arena künstlich beschneit. Die Athleten laufen hierbei im und außerhalb des Stadions. Es gibt außerdem oft Boxkämpfe auf Schalke, so verteidigte auch Vitali Klitschko dort seinen Weltmeistertitel.

Das Stadion hat außerdem viele Besonderheiten: Etwa kann das Dach in der Arena innerhalb von einer halben Stunde geöffnet und geschlossen werden. Darüber hinaus kann man den Rasen aus der Arena herausschieben. So kann er zwischen den Bundesligaspielen weiter wachsen und sich von den Spielen erholen. Unter anderem können in dieser Zeit dann im Stadion Events wie die Eröffnung der Eishockey-Weltmeisterschaft stattfinden. Außerdem verfügt die Veltins-Arena über einen Multimedia-Würfel direkt über dem Mittelkreis.

Etwas mehr als 60.000 Fußballfans verfolgen alle zwei Wochen die Heimspiele des FC Schalke 04. Bei Konzerten haben in der Arena sogar über 70.000 Menschen Platz. Für die treuesten Fans von Schalke gibt es sogar eine Kapelle in der Arena, wo sie heiraten und ihre Kinder taufen lassen können. Alle diese Aspekte machen die 191-Millionen-Euro-teure Arena zu einer der modernsten Mehrzweckhallen der Welt.

Maximilian Friedrichs, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Das Musical-Fieber liegt Marcel Brauneis im Blut – Starlight Express begeistert seit 21 Jahren in Bochum

„Mama, das will ich machen!“ sagte der damals 10-jährige Marcel Brauneis in der Pause des Musicals „Elisabeth“.

Kurz nachdem er die Vorstellung gesehen hatte, bereitete er sich gezielt auf den Beruf des Musicaldarstellers vor. „In der Schule kam es oft nicht so gut an, wenn ich herein kam und sagte: Gestern hatte ich Ballettunterricht“, lacht der 25-jährige. Heute spielt er beim erfolgreichsten Musical der Welt – STARLIGHT EXPRESS. Die etwas andere Show begeistert die Zuschauer seit mehr als 21 Jahren.

Zu Recht: Nirgends sonst sieht man 26 Tänzer und Sänger gemeinsam über die Bühne rollen. Richtig, die Show spielt sich auf Rollerskates ab. Unfassbare Stunts auf Rädern und gleichzeitig alle Töne treffen? Das ermöglicht nur tägliches Üben und etwa sechs Wochen Training beim Rollschuhtrainer Michal Fraley. Warum wird auf Rollschuhen getanzt und gesungen?

Es ist die Nacht der Weltmeisterschaft der Lokomotiven! Als ein kleiner Junge seine Spieleisenbahnen weglegt und schlafen geht, schleichen sich die Züge in seine Träume und bereiten ihm eine spannende Nacht voller Feindseligkeit und Liebe, Mut und Trauer. Auch die liebenswerte Dampflok Rusty, technisch nicht auf dem neusten Stand, will gegen die hochmodernen Rivalen antreten. Seine Freundin, die begehrte Pearl, liebt die verrückte Art ihres Rustys. Trotzdem zweifelt sie an ihm. Als schließlich die moderne E-Lok Electra auftaucht und Pearl das Angebot macht, sein Anhänger zu sein, wählt sie ihn statt Rusty. Die verletzte,verrostete Lokomotive möchte nicht ohne den schönen 1.-Klasse-Waggon am Rennen teilnehmen. Rusty’s Vater entscheidet sich kurzerhand für eine Teilnahme. Und wer hätte gedacht, dass eine alte Dampflok gegen Electras neueste Technik und gegen den amtierenden Weltmeister Greaseball ankommt? Nach dem Sieg hat Papa keine Kraft für das zweite Rennen und bittet Rusty, die Ehre der Dampfloks zu retten. Wie wird die Geschichte enden?

Witzige Dialoge und Figuren wie der Steinwaggon Flat Top (Marcel Brauneis) geben diesem einmaligen Musical das gewisse Etwas. „Als Flat Top sollte man witzig sein, darf rumalbern“, sagt der Finalist der ZDF-Show „Musical Showstar 2008“. Er möchte so lange es geht in dem Musical Business arbeiten. „Man hat die Musical-Liebe im Blut, von Anfang an“, sagt der Darsteller. Es stehen so viele Türen offen Gesang, Schauspiel, Tanz. Marcel selbst hatte eine jahrelange Ausbildung in Tanz und Gesang, ging jedoch nicht den „klassischen“ Weg eines Musicaldarstellers, sondern studierte Schauspiel.

Ausgewählte Künstler wie „Musical-Showstar“ Kevin Köhler, handgefertigte Kostüme (bis zu 18 kg schwer), aufwändiges Make-up und großartige Bühneneffekte machen das Musical zu einem wahren Andrew Lloyd Webber-Klassiker. Wenn Electra Funken sprüht und Greaseball seine Hüften kreist, herrscht Stimmung auf den Sitzen. Doch wenn Rusty sein „Starlight Express“ singt, und 8000 Lichtpunkte den Saal zu einem Sternenhimmel machen, ist Gänsehaut programmiert.

Lena Hogekamp, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Gesellschaft – Ein (fast) normaler Alltag

Die Werkstätten der Haus Freudenberg GmbH bieten behinderten Menschen Arbeitsplätze, in denen sie ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert und gefordert werden. „Wir versuchen, den Beschäftigten eine Lebens- und Arbeitsstruktur zu bieten, das ist unsere Motivation.“ So beschreibt Otto Esser, Leiter des Fachbereichs Schreinerei in der Werkstatt für behinderte Menschen in Goch, seinen Job.

Esser arbeitet in einer der Werkstätten der Haus Freudenberg GmbH, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, behinderte Menschen durch Arbeit zu fördern, sie mit Toleranz und Herzlichkeit zu fordern und ihre Würde zu achten. Neben der Schreinerei gehören auch Bereiche wie Landschaftspflege, Datenverarbeitung und Hauswirtschaft zu den Möglichkeiten, die die Behindertenwerkstätten bieten.

Bei den Werkstätten steht neben der eigentlichen Arbeit vor allem die Begleitung jedes Einzelnen im Mittelpunkt. Die Ausbildung sei zwar nicht mit dem ersten Arbeitsmarkt vergleichbar, aber jeder werde so gut gefördert, wie es seine Möglichkeiten zulassen, erklärt Otto Esser. Eine Vertrauensbasis zwischen den Beschäftigten und den Gruppenleitern ist dabei wichtig, da diese für die Beschäftigten auch als Ansprechpartner bei persönlichen Problemen und Konflikten fungieren.

Weiterhin gilt es als Ziel der Werkstätten, den Beschäftigten einen Lebensalltag zu ermöglichen, der kaum vom Alltag eines gesunden Menschen abweicht, so dass sie kaum Probleme haben, sich im „normalen“ Alltag zurechtzufinden.

Das positive Arbeitsklima und die vielen sozialen Kontakte innerhalb der Werkstatt haben zur Folge, dass die Motivation unter den Mitarbeitern auch mit der Zeit kaum nachlässt. „Viele würden auch gerne am Wochenende arbeiten“, sagt Petra Ebben vom sozialen Dienst.

In der Schreinerei arbeiten Menschen, die in ihren Fähigkeiten verschieden stark eingeschränkt sind. Daher ist die Werkstatt in drei Bereiche gegliedert, die durch Unterschiede hinsichtlich der Anforderungsprofile gekennzeichnet sind. So können die verschiedenen Behinderungsarten bei der gezielten Förderung der Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Dass sich die in ihren Möglichkeiten verschieden stark eingeschränkten Beschäftigten untereinander helfen ist mit einer Art ungeschriebenem Ehrenkodex vergleichbar, denn die Mitarbeiter pflegen einen sehr menschlich verbindlichen Umgang miteinander. Auch provokatives Verhalten sei selten, könne aber, wenn es auftritt, durch die Zusammenarbeit mit gesetzlichen Betreuern, Wohnheimen und Familien in den meisten Fällen nachvollzogen und das entsprechende Problem gelöst werden, erzählt Petra Ebben.

Zu den Arbeitsabläufen lässt sich sagen, dass es zwar spezielle Arbeitshilfen gibt, die einzelne Aufgaben erleichtern, die Arbeit sich aber im Großen und Ganzen kaum vom ersten Arbeitsmarkt unterscheidet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beschäftigung in den Behindertenwerkstätten für die behinderten Menschen eine wesentliche Steigerung der Lebensqualität bewirkt.

Christina Berns, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Gesundheit – Verschwiegene Tragödien

Den Fall des Ex-Nationalspielers Sebastian Deisler kennen viele Fußballfans, und trotzdem fällt die Fußballwelt aus allen Wolken. Die Nachricht vom Tod des Nationaltorhüters Robert Enke kommt für die Menschen überraschend. Enke litt seit 2003 an schweren Depressionen und war in ständiger ärztlicher Behandlung. Dürfen Depressionen in unserer Gesellschaft nicht vorkommen?

Nach Expertenschätzungen leiden vier Millionen Menschen in Deutschland an Depressionen, zwei Drittel, ohne es zu wissen. Ein Großteil der 9331 Suizide im vergangenen Jahr wurde von Depressionen verursacht. Drei von vier Opfern sind männlich.

Aber warum bleiben Depressionen so lange unerkannt? Vor allem Männer fallen durch die Raster der Diagnose. Es passt nicht in ihr Rollenbild, sich aufgrund von psychischen Erkrankungen behandeln zu lassen. Oft bleiben Depressionen unerkannt, die Symptome wie Schlaf- und Appetitlosigkeit werden missverstanden und mit Extremsport, Arbeitswut oder Alkohol verdrängt.

Robert Enke führte ein Doppelleben – aus Angst vor den Reaktionen der Öffentlichkeit. „Wir haben gedacht, mit Liebe geht das, aber man schafft es doch nicht immer“, sagte Theresa Enke nach dem Tod ihres Mannes. Sie schilderte, dass der Nationaltorhüter für den Fußball lebte. Der Sport habe ihm ein Stück weit geholfen, zumindest für die Zeit des Spieles, seine Depressionen zu vergessen. Deshalb machte Robert Enke seine Krankheit nicht öffentlich. Ein Torwart, der sich fürchtete, war für ihn in dieser Männerwelt undenkbar.

Depressionen scheinen in unserer Leistungsgesellschaft nicht vorzukommen oder nicht vorkommen zu dürfen, aber es ist wissenschaftlich erwiesen, dass jeder fünfte Mensch einmal in seinem Leben an einer Depression leidet. Man geht davon aus, dass viele unterschiedliche Faktoren dazu beitragen, an Depressionen zu erkranken. So könne eine andauernde Belastungssituation, ein einmaliges Ereignis, Versagensängste oder auch negative Erfahrungen aus der Kindheit eine Depression verursachen. Das Risiko eines Arbeitnehmers, an Depressionen zu erkranken, steigt um bis zu 70 Prozent, wenn er dauerhaft überfordert ist, wenn er sich stark verausgaben muss, ohne entsprechende Wertschätzung zu erhalten, wenn er unfair behandelt wird oder bei schwierigen Aufgaben keine Unterstützung erfährt.

Eine Depression muss nicht zwangsläufig mit dem Suizid enden. Auch für den Hannoveraner wäre der konsequente Schritt, den Sebastian Deisler vollzog, die Rettung gewesen: eine stationäre Behandlung und eine Pause oder ein Abschied aus dem Profifußball. „Ich bin noch nicht im Leben angekommen. Aber auf dem Weg dahin“, bekennt Sebastian Deisler, der sein Buch „Zurück ins Leben“ zweieinhalb Jahre nach dem Rückzug aus der Öffentlichkeit vorstellte.

Eine Depression ist eben nicht überstanden wie eine Grippe. Nach einer Therapie ist man nicht gleich wieder „ganz der Alte“. Mehr Bewusstsein für die Probleme und Interessen der Betroffenen sind notwendig.

Carolin Vogt, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Verkürzung der Schulzeit – Haben wir eine Zukunft?

Im Jahr 2013 müssen zwei Jahrgänge zusammen Abitur machen, nun ist die Frage, wie die Unis diesen Ansturm bewältigen. Grund hierfür ist die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre.

Es ist schulfrei, die Kinder verlassen eilig das Schulgebäude mit der grauen Waschbetonfassade. Wir befinden uns im Collegium Augustinium Gaesdonck (CAG) bei Goch in der Näher der holländischen Grenze. Nach schulfrei wirk es leer und verlassen. Die Klassenräume der 8. Klasse stehen offen. An der Tafel stehen Wurzelgleichungen, moment das machen wir doch auch gerade in Mathe. Ich renne nach oben, wo sich mein Klassenraum befindet, die 9a. Hektisch krame ich mein Matheheft aus einem großen Haufen von Büchern, Heften und Zetteln. Ja, genau die Aufgabe mussten wir gestern als Hausaufgabe machen. Ach so, jetzt fällt es mir wieder ein.

Unsere Klasse muss zusammen mit den 8.Klassen Abitur machen, da sie jetzt nur 12 Schuljahre haben. Ständig wird uns gesagt, dass wir besonders gut sein müssen, um nachher einen Ausbildungsplatz zu finden. Viele Politiker bemühen sich, eine Lösung für unseren Jahrgang zu finden. Die SPD zu Beispiel möchte unsere Abiturprüfungen laut ddp vorverlegen, damit wir schon ins Sommer–Semester 2012 einsteigen können und der Jahrgang unter uns das Winter-Semester nimmt. Somit würde sich die Sache entzerren. Der Vorschlag klingt für mich eigentlich gut, doch das Kultusministerium behauptet, dass die Schulen ausreichend vorbereitet währen. Ich allerding denke, dass der Vorschlag der SPD nicht so einfach abzutun ist denn ich finde den Vorschlag sehr logisch.

Die Landesregierung, laut ad-hoc-new.de, will die Studienplätze ausbauen. Problem hierbei ist, dass der Ausbau finanziert werden müsste, was in einem Brief vom Schulministerium an zwei Eltern, mit 565 Millionen Euro beziffert wird. Was wie ich finde ein stolzer Preis ist. Noch ist allerdings nichts entschieden. Ich finde es als Schüler gut, dass das Land ein Gremium zusammen gestellt hat, welches sich um unsere Zukunft kümmert. Für mich ist es wichtig, dass kein wilder Kampf um Studienplätze entbrennt und ich mir keine Sorge um meine Zukunft machen muss. Also liebe Regierung mach euch klar das ist nicht Geld, kleine Regelungen oder ein politischer Wettstreit, sondern unsere Zukunft.

Lukas Volpers, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Der Erfolg des kleinen Geräts – Netbook, ein Notebook für Kinder?

Das Netbookgeschäft boomt. Die kleinen schnuckeligen Notebooks für ein paar Hundert Euro waren aber ursprünglich Notebooks für Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Idee kommt von der Organisation „One Laptop per Child“ (OLPC) deren Notebook „XO“, auch „100$ Dollar Notebook“ genannt wird.

Möglich machten dies die sinkenden Preise in der Mobiltechnik. Sie wollten, dass Menschen je zwei Notebooks kaufen – eines für sich, eines für Afrika.

Der XO ist robust gebaut, somit ist eine höhere Belastbarkeit geboten, wenn jenes mal vom Tisch fällt. Das kleine 6 Zoll Display, welches mit 80 dc/m leuchtet, lässt sich in eine Stromsparmodus schalten, die bewirkt dass der XO nur noch schwarz/weiß anzeigt.

Eine Besonderheit ist das Wlan, welche Antennen am Displayrand ausklappbar sind. Jedes XO ist gleichzeitig Nutzer und Repeater des Netzwerks, was zum Beispiel bewirkt, dass das Klassenzimmer mit Wlan abgedeckt ist. Als Festplatte kommen bei ihnen 4GB große Solid Statedrives zum Einsatz. Das Betriebssystem ist eine Linux Variante. Die Computer können vom Lehrer aktiv überwacht werden, durch ein spezielles VNC Programm.

Doch diese Idee, ein kleines Notebook für wenig Geld dank billiger Technik, wurde 2007 von Asustek aufgegriffen, sie brachten den EeePC 700 heraus. Der Eee PC war im Grunde eines dieser Billig-PC’s, nur ohne den zweiten Laptop im Schlepptau. Der Laptop setze den Startschuss für eine völlig neue Marktidee, gleichzeitig besiegelte es aber auch das Ende der OLPC Generation, denn warum sollte man denn OLPC’s kaufen, wenn es ein ähnliches Notebook für weniger Geld gibt?

Als potenzieller Käufer habe ich dann doch irgendwie Abneigungen, ein solches Notebook zu kaufen. Hätte Asus, als weltweiter Vertreiber von Laptops, PC´s und nun auch Netbooks nicht mitdenken und somit auch merken können, in welches Dilemma sie sich nun manövrieren?!

Lukas Volpers, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Jugendliche und Computer – Der Alleskönner

Die Jugend beschäftigt sich immer öfter mit Computern statt mit Sport oder dem „normalen“ Leben. Jugendliche sind zunehmend korpulenter. So ist die Sorge der Eltern berechtigt, der Computer würde die Schützlinge zu Übergewichtigen Außenseitern machen.

So sagt eine Mutter: „Unsere Kinder treiben kaum noch Sport und pflegen auch keine sozialen Kontakte mehr.“ Das sehen die Jugendlichen anders. So sagte ein Schüler: „Durch die weitreichenden Möglichkeiten des Internets können wir uns auf Plattformen wie SchülerVZ oder ICQ austauschen und mit Freunden kommunizieren. Wenn Wir Lan-Partys besuchen, machen wir etwas in einer großen Gemeinschaft und können uns in der digitalen Welt ausleben und kommunizieren.“

Auch der Spiele-Spaß kommt nicht zu kurz. Günstige Einsteiger-PCs gibt es schon ab 200 Euro. Einige Eltern kürzen das Taschengeld, damit ihre Kinder sich nicht mehr so viel Computerzubehör kaufen können. Auch die Schulen erkennen das Problem des Computers und wollen deshalb mehr Schulsport mit den Kindern machen.

Der ursprüngliche Computer, der erfunden wurde, um das Bürowesen zu vereinfachen, ist heutzutage ein Alltagsgegenstand. Fast jeder Jugendliche hat einen. Denn mittlerweile braucht man Computer auch oftmals für Schule oder Beruf. Durch die unaufhörlichen Neuerungen kann jeder sein Computer-System verbessern und ausbauen, was zu einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Computer führen kann.

Mittlerweile wird auch der Fernseher immer mehr von den Computern in den Hintergrund gestellt. Denn durch die Fernseh-USB-Sticks kann Fernsehen mit dem Computer empfangen werden. Der Computer ist der Alleskönner. Spiele, Musik, Filme – all das steckt in einem Computer-System.

Trotzdem empfehlen Experten, sich viel an der frischen Luft sportlich zu betätigen. Aber die Eltern sollten den Kindern auch nicht den Umgang mit Computern verbieten, weil diese sich sonst im Fachbereich Technik nicht weiterbilden und sie aus ihrer virtuellen Welt herausgerissen werden. Auch muss der Umgang mit PC’s nicht zwangsläufig zu Übergewicht führen. Das liegt nämlich zu großen Teilen an der Ernährungsweise der Jugendlichen (Fastfood).

Alles in allem sind die Menschen trotzdem froh, dass sie einen Computer haben, denn er macht den Alltag um einiges leichter.

Max Weyers, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Jeder 4. Jugendliche benötigt ein Hörgerät – Schwerhörig durch MP3-Player

Laut DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) leiden immer mehr Jugendliche unter nicht mehr heilbaren Hörschäden. Hauptursache ist die übertrieben laute Nutzung von MP3-Playern.

Während 2005 noch 420 Jugendliche ein Hörgerät verschrieben bekamen waren es 2008 schon 580, das ist ein Anstieg um 38%. Und die Zahl wird weiter steigen. Aktuell hat fast jeder vierte Jugendliche unter 18 Jahren ein Hörgerät, die Altersschwerhörigkeit beginnt teilweise schon ab 20 Jahren.

Wo man auch hingeht, zu laute Musik begegnet einem überall. Geräusche ab 85 Dezibel sind hörschädigend, Konzerte fangen meist bei 90 Dezibel an, MP3-Player haben oft eine Lautstärke von 100 Dezibel und die Lautstärke bei Disco-Musik ist oft 110 Dezibel. Besonders tückisch sei, dass Musiktöne angenehmer wahrgenommen werden als Baustellen- oder Verkehrslärm, sagt der Ohrenarzt und DAK-Experte Gernot Hermanussen.

Wer jahrelang Musik mit Schalldruckpegeln über 100 Dezibel höre, schädige die feinen Haarzellen im Innenohr so stark, dass am Ende eine bleibende Hörschädigung daraus werde, so Hermanussen.

Täglicher Musikkonsum über eine Stunde bei 89 Dezibel führt schon nach fünf Jahren zu unheilbaren Hörschäden. Doch sehr oft wird diese Lautstärke sogar noch überschritten.

Zu laute Musik kann auch noch andere Folgen haben, wie z.B Tinitus, Schlafstörungen und Konzentrationsstörungen. Damit MP3-Player hören Spaß, aber nicht taub macht, sollte man sich an die 60/60 Regel halten: 60 Minuten Musikhören bei 60% der Maximallautstärke.

Lisa Meier-Ebert, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck