Archiv der Kategorie: Düsseldorf

IFA – Multimedia-Highlights von morgen

Neue Top-Geräte wurden wieder auf der IFA am 31. August 2012 in Berlin vorgestellt. So lautet der Name einer HiFi-Messe, wo die aktuellsten Multimedia-Gerätschaften, von denen wir nur träumen, schon vorgestellt werden und die den Besuchern gestattet, einen ersten Blick auf das zu werfen, was morgen oder übermorgen auf dem Markt erhältlich sein wird.

2012 stellten 1.439 Aussteller ihre Produkte auf 142.200 Quadratmetern vor. Die Veranstalter der Internationalen Funkausstellung (IFA) haben bei der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik ein positives Fazit gezogen. Mit 240.000 Menschen kamen mehr Besucher als im Vorjahr. Es berichteten insgesamt 6.000 Journalisten vor Ort über die IFA. Davon kamen 2.300 aus dem Ausland. Auch viele internationale Fernsehsender sendeten direkt vom Messegelände.

Zu den IFA-Trends zählten neue Mobilgeräte und OLED-Fernseher mit Internetanschluss, sogenannte Smart-TVs. Unter der Kategorie Smartphones war das Motorola Razr M 46 LTE der Renner, mit einem 4,3 Zoll großen Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln. Für die Leute die es lieber mögen Apps runterzuladen, dabei aber kein Handy besitzen, ist der Samsung Galaxy Player 5.8 wie geschaffen. Er sieht aus wie ein Smartphone, ist aber keins, sondern ein Multimedia-Player mit dem Betriebssystem Android 4.0. Im Mittelpunkt standen vor allem wieder TV-Geräte wie der Sony 4-Fach-Full-HD-Fernseher mit über 8 Millionen Pixel auf 84 Zoll.

„Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen“, sagt Zula Papadoupolus, eine 32-jährige Mutter von zwei Kindern, „zwar sind die Preise etwas zu hoch, aber für Weihnachten lohnt es sich einfach“. Skeptiker, wie der 64-jährige Ibram Moumin waren auch dabei: „Dieses ganze Zeug braucht doch keiner, ein Mobiltelefon für den Notfall reicht doch völlig aus, außerdem ist der ganze Hightech-Kram doch schädlich für den Kopf.“

Am interessiertesten an dem Thema Elektronik waren doch die jüngeren Leute zwischen 14 und 25 Jahren. Auf die Frage: „Was gefiel dir am besten auf der IFA“, antworteten 60 Prozent der Befragten „Smartphones“, wie der 14-jährige Realschüler Peter S.: „Es ist in der Schule Standard, gute Smartphones zu besitzen, außerdem kann man durch die Handys auch seinen Tag planen, ohne dabei einen Taschenkalender mit sich zu führen.“

Aber auch Stars wie Xavier Naidoo oder Helge Schneider waren dabei und haben auf einem Open-Air-Konzert für gute Laune gesorgt.

Die nächste IFA wird vom 6. bis 11. September 2013 erneut auf dem Berliner Messegelände stattfinden.

Husein Montour, Düsseldorf, Justus-von-Liebig Realschule

Tierschutz – Hilfe für Igel

Igel sind nachtaktiv. Anfang Dezember gehen die meisten Igel in den Winterschlaf. Doch wenn ihr Körpergewicht auf unter 600 sinkt, sterben sie durch den Verlust ihres Gewichts um 30 Prozent im Winterschlaf. Die „Igelhilfe Rhein-Wupperverband“ kann durch ihre Hilfe 55 Prozent der gefundenen untergewichtigen Igel vor dem Tod retten.

Sigrid Meurer ist Mitglied des Rhein-Wupperverbands. Sie opfert ihr komplettes Privatleben für die kranken und untergewichtigen Igel, die gefunden werden. Im Moment versorgt sie 50 Igel mit Medikamenten und Futter. Doch normalerweise kümmert sie sich um 140 Igel. Viele Leute wollen damit nichts zu tun haben und schauen einfach weg. Doch jeder kann helfen, entweder durch Spenden an die Igelhilfe oder man wird selbst tätig. Gerade die kleinen benötigen im Winter keinen großen Aufwand.

Sigrid Meurer hat das ganze Jahr mit den Igeln Arbeit, auch wenn sie im Winter schlafen. Zwischendurch wachen sie auf, um etwas zu fressen. Igel fressen Katzenfutter aller Art. Im Frühjahr werden die meisten Igel, der Igelhilfe an artgerechten Stellen ausgewildert. Helfen Sie!

Info-Kasten: Hilfe für in Not geratene Igel

Hilfsbedürftige Igel:

– Verletzt

– Krank (laufen tagsüber schwankend umher oder zeigenn kaum Reaktionen)

– Verwaiste Igelsäuglinge

– Igel, die nach Wintereinbruch bei Frost und Schnee unterwegs sind

Fressen und trinken gerne:

– Katzendosen- und Katzentrockenfutter

– Hundedosen- und Hundetrockenfutter

– Wasser (keine Milch)

Sie benötigen:

– Kopierpapier-Karton mit Deckel als Heim

– Frotteehandtücher

Fühlt der Igel sich kühler als ihre normal warme Hand an? Dann füllen Sie bitte eine Wärmflasche mit lauwarmem Wasser und umwickeln Sie sie dann mit einem Frotteehandtuch. Legen Sie den Igel darauf und bedecken Ihn mit einem Handtuch. Weitere Informationen unter www.igelhilfe.eu, www.pro-igel.de oder rufen Sie unter 0211-789354 an.

Antonia Hoffmann, Lea Cierna, Jasmin Fischer, Düsseldorf, Erzb. Suitbertus-Gymnasium

Verkleidungstrend aus Japan – Düsseldorf: Bühne für Cosplayer

Schon seit vielen Jahren erobern Sailor Moon, Naruto und verschiedene Poké- und Digimon die Herzen der Großen und Kleinen. Aus der Masse der Manga- und Animefans sticht eine Gruppe immer wieder besonders heraus: Cosplayer.

Cosplayer verkleiden sich als Manga- oder Animefigur und präsentieren diese Kostüme dann bei Fotoshootings oder auf Conventions. Conventions sind Fanmessen, die in großen Gebäuden und Hallen abgehalten werden und die meistens ein Wochenende dauern. Der Eintrittspreis pendelt sich zwischen zehn und 20 Euro pro Tag ein. Dafür bekommen die Besucher aber auch etwas geboten: Das Programm einer Convention reicht von Spielen wie „Anime-Soundtracks-Raten“ über verschiedene Wettbewerbe bis hin zu Autogrammstunden mit berühmten Zeichnern. Nebenbei gibt es auf jeder Convention viele verschiedene Stände, an denen Poster, Buttons, Taschen und T-Shirts angeboten werden – und natürlich Perücken.

Viele Cosplayer nähen ihr Cosplay selbst. Der Kostenaufwand ist hier vollkommen unterschiedlich, das hängt von der Aufwendigkeit des Cosplays ab. Es gibt Cosplays für Einsteiger, die sehr einfach herzustellen sind, es gibt Fortgeschrittene, die schon deutlich schwieriger sind, und es gibt ganz schwierige, an die man sich erst mit Erfahrung wagen sollte.

Der Charakter, der gecosplayt wird, muss nicht unbedingt dem eigenen Geschlecht entsprechen, denn mit wenigen einfachen Handgriffen werden Mädchen zu Jungen und Jungen zu Mädchen. Wer diese Techniken nicht gut beherrscht, kann immer noch auf „Genderswap“ zurückgreifen. Dabei wandelt man den Charakter zum eigenen Geschlecht um. Die eigentliche Figur ist dann trotzdem noch gut erkennbar.

An Wochenenden finden hin und wieder Treffen statt, bei denen Cosplayer sich vormittags an einem großen Platz, oft am Hauptbahnhof der Stadt, treffen, um gemeinsam den Tag zu verbringen. Solche Treffen organisieren sich schnell und einfach übers Internet.

Oft werden Cosplayer in der Öffentlichkeit beleidigt und diskriminiert. Manche Leute wissen mit den bunt gekleideten und geschminkten „Gestalten“ nicht umzugehen, andere gehen offen auf sie zu und sprechen die Cosplayer auf ihre Verkleidungen an. Am häufigsten macht man tatsächlich die Erfahrung, dass Cosplayer sich freuen, wenn andere Leute Interesse an ihrem Hobby zeigen.

Düsseldorf ist für Cosplayer eine sehr attraktive Stadt. Zum einen liegt das an den mehreren japanischen Partnerschaften, zum anderen an dem Japantag im Sommer, dem Japanischen Garten im Nordpark und der Immermannstraße in der Innenstadt, welche wegen der vielen japanischen Läden und Restaurants auch Japanmeile genannt wird. Deswegen kann man Düsseldorf als eine Art Pilgerstätte für Cosplayer bezeichnen, und damit gäbe es wieder einen Titel mehr, auf den die Landeshauptstadt stolz sein kann.

Kim Moseler, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Gesellschaft – Elektronik im Alltag

Elektronik: Wenn Menschen dieses Wort hören, denken sie oft an moderne Geräte wie zum Beispiel Smartphones, Computer, Flachbildfernseher oder an Technologie wie das Internet und generell an Telekommunikation. Doch was genau hat es mit solcher Elektronik auf sich? Welchen tatsächlichen Wert haben elektronische Geräte? Sind sie wirklich so einwandfrei und perfekt, wie sie in der Werbung dargestellt werden?

Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung verwendet mehrmals täglich verschiedenste elektronische Geräte. Das gehört sozusagen zum Alltag. „Vieles geht einfacher und schneller, doch die Arbeitsmenge und -geschwindigkeit für den Einzelnen wird dadurch erhöht“, so ein Erwachsener.

„Flachbildfernseher und Computerspiele sind cool“, meint ein Jugendlicher.

Es ist bewiesen, dass zu häufiges Fernsehen zu Passivität führt, und manche Computerspiele machen regelrecht süchtig. Auch geht von mancher Technik eine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder Umwelt aus. Natürlich sind nicht alle Geräte schädlich, insbesondere wenn man sie in Maßen einsetzt und wenn die Hersteller die Verantwortung für eine umweltgerechte Entsorgung übernehmen.

Bei Kindern und Jugendlichen kann die neue Technik durchaus negative Folgen haben, vor allem wenn sie ihnen ohne Grenzen zur Verfügung steht. Eltern sollten ihre Kinder nicht mit Hilfe von Elektronik ruhigstellen, sondern sich aktiv mit ihnen beschäftigen.

Außerdem sollten Staat und Unternehmen der Profitgier, die u.a. durch Verkauf und Nutzung von Elektronik gefördert wird, engere Grenzen setzen. Umweltschutz, sowie gesunde Arbeits- und Lebensbedingungen müssen nicht nur zu obersten Zielen erklärt werden: Wir alle sollten auch danach handeln.

Elektronik. Nur ein Wort, aber es steckt viel dahinter.

Sarina Addy, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Meerbusch – Monster auf dem Weihnachtsmarkt

Die Zeit vor Weihnachten ist immer eine ganz besondere und festliche Zeit. Überall in Meerbusch wurden die Häuser und Straßen schon Wochen zuvor mit viel Liebe dekoriert. Auch der Weihnachtsmarkt in Büderich zog letztes Jahr wieder mit besonders weihnachtlicher Stimmung viele Besucher an.

Wie an jedem Samstag zwischen dem 22. November 2012 und dem 6. Januar 2013 fand dieser auf dem Dr. Franz-Schütz-Platz am Rathaus statt. Jedoch war am 8. Dezember 2012 alles anders. Die Menschenmenge stand fröhlich plaudernd am Glühweinstand und um die Eislaufbahn herum, als plötzlich unerwartete Gäste kamen. Ungefähr zwanzig „Monster“ aus Österreich liefen gegen 18 Uhr mit lautem Geschrei und Glockengeläute auf den Marktplatz ein. Sie rannten immer wieder mit ihren mit Glocken behangenen Ganzkörperkostümen aus Fell um die Eisbahn.

Diese an Hexen und Teufel erinnernden Gestalten, die den meisten Kindern große Angst einjagten, waren von der Stadt eingeladen, um ihre österreichische Tradition, den „Perchtenlauf“, in Büderich zu zeigen. Bei dieser Sitte versuchen die gruseligen Gestalten mit Trommelschlägen, Kuhglockengeläut und Geschrei die Winterdämonen auszutreiben. Sie erschreckten viele Besucher oder ärgerten sie, indem sie ihnen hinterherliefen und mit festem Griff anfassten. Ein ungewohntes Bild für die Büdericher.

Man könnte meinen, dass die Gestalten ihre jährliche Tradition lustig und aufregend finden, doch dies wies ein Perchtenläufer von den Österreichern ab. Er stellte ihre Aufgabe als schwieriger dar, als es aussieht: „Allein schon die Glocken sind unheimlich schwer, die größte wiegt unfassbare 20 Kilo. Wir haben einen sehr anstrengenden Job.“ Außerdem erzählte er, dieses schaurige Ereignis solle jetzt alle vier Jahre in Büderich stattfinden.

Danai Schachler, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Lokales – Kirche modern

Wilfried Pahlke, Pfarrer seit nun 20 Jahren an der Christuskirche, in welcher jährlich an Heiligabend eines der berühmtesten Krippenspiele stattfindet. Jedes Jahr eine neue, lustige Version in der Büdericher Kirche. Mit Pfarrer Pahlke sprach Paulina Roth über das diesjährige Stück.

Roth: Sie versuchen, der klassischen Weihnachtsgeschichte eine moderne Form zu geben. Worum geht es in diesem Jahr?

Pahlke: In diesem Jahr geht es darum, dass der Pfarrer der Gemeinde nicht so viel Zeit hat ein Stück einzuüben und deswegen einen alten Freund von dem Gymnasium aus Uerdingen engagiert, der im Laufe seiner Jahre ein berühmter Regisseur in Hollywood geworden ist. So inszeniert in diesem Jahr der gute alte Freund das Weihnachtsstück und bringt deswegen auch gleich seine Regieassistentin und seine Lieblingsschauspieler mit. Dann fängt er an zu proben, doch nach einer Weile merkt der Regisseur, dass es nicht klappt und zwischen diesen aktuellen Szenen von heute kommen dann Szenen mit den tatsächlichen Personen von damals, Maria und Josef, Engel und Hirten. Am Ende geht es dann doch darum das der Regisseur und alle Schauspieler die eigentlich das Stück spielen sollten, einsehen müssen, dass es nur ein einziges Original, was damals in Bethlehem geschehen ist, gibt.

Roth: Wie viele Schauspieler hat das Stück in diesem Jahr, das klingt ja als bräuchten Sie eine ganze Menge an Kindern und viele Kostüme?

Pahlke: In diesem Jahr sind es insgesamt 20 Kinder, die Kostüme werden zum größten Teil selbst gestylt und unsere Grundkostüme hole ich in einem Kostümverleih in Grevenbroich.

Roth: Wann entsteht denn immer ihr neues Stück, wann fangen Sie an sich ihre ersten Notizen zu machen?

Pahlke: Also, in diesem Jahr war es so, dass ich drei Mitspieler habe, die schon seit 15 Jahren dabei sind und die hatten diese Idee mit dem Regisseur aus Hollywood. Und basierend auf dieser Idee habe ich dann das Stück geschrieben. Ich habe mich so ungefähr eine Woche hingesetzt, immer wieder wenn ich Zeit hatte es zu konzipieren, und einzutippen. Ich habe dieses Jahr erst sehr spät angefangen zu schreiben, erst am Totensonntag.

Roth: Müssen Sie bei dem Text auf verschiedene Altersgruppen Rücksicht nehmen?

Pahlke: Ja! Das gesamte Stück ist für die Kindervesper gedacht, also für Grundschüler.

Roth: Wann beginnen Sie mit den Proben? Und führen Sie dann ganz alleine Regie?

Pahlke: Immer erst so Anfang Dezember, und ja – ich führe ganz alleine Regie!

Roth: Ist denn schon mal etwas richtig schief gegangen? Ist zum Beispiel schon einmal eine Person ausgefallen?

Pahlke: Ja, letztes Jahr ist einer der Hirten wirklich einen Tag vorher krank geworden, und dieser Hirte hatte nicht nur eine kleine Nebenrolle. Zum Glück ist dann eine Mutter spontan eingesprungen und hat innerhalb einer Nacht diese Rolle gelernt. Es war einfach super!

Roth: Sie schreiben jedes Jahr ein neues Stück, war es bis jetzt immer ein voller Erfolg?

Pahlke: Ich kann das bis jetzt so sagen, es war einfach immer toll!

Pauli Roth, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Lokales – Steigende Preise

Seit einigen Monaten sind erneut auffällige Preisehöhungen in Düsseldorf zu bemerken. Ob in Modeboutiquen, Lebensmittelgeschäften, bei den Immobilien oder im Restaurant, überall sind gestiegene Preise öfter vorgekommen.

Wir haben die Menschen in der Stadt nach ihrer Meinung und möglichen Gründen gefragt. Obwohl die Befragten alle ein festes Einkommen haben, sind sie nicht bereit, die Preiserhöhungen hinzunehmen. Dies liegt vor allem daran, dass ihre Gehälter nicht anstiegen, sondern in Einzelfällen sogar gesunken sind. Der Meinung vieler Menschen nach wirken sich die steigenden Preise negativ auf die Gesellschaft aus.

Einige sind dazu bereit, für besondere bzw. alltägliche Artikel bis zu 10 Euro mehr aus zu geben, bzw. 5 Prozent des Preises. Mehr aber nicht. In den meisten Fällen fielen den Leuten Preisehöhungen in der Lebensmittelindustrie auf. Als mögliche Gründe nannten die Leute z.B den Euro, was wahrscheinlich in diesem Fall der schwerwiegendste Grund ist. Durch den Euro und den vielen Ausgaben, die NRW zu Schulden brachten, versucht das Bundesland die Schulden durch höhere Einnahmen in der Wirtschaft zu verringern.

Eine Abiturientin befürchtet, dass sich in Zukunft nur noch die obere Gesellschaftsschicht teure Güter leisten kann und sich damit der Abstand zwischen den Gesellschaftsschichten vergrößert. Eine andere Dame vermutete als weiteren Grund die Inflation. Inflation ist der Zusammenhang zwischen Preisehöhungen, wie diese von denen wir berichten, und den daraufhin abnehmenden Einkäufe der Produkte. Es ist zu vermuten, dass in den nächsten Jahren die Steuern und sonstige Preise erneut steigen.

Die Politik sollte sich dringend darum kümmern, dass das Preisniveau stabil bleibt und sie keine weiteren Schulden mache, damit wir uns in Zukunft unsere Lieblingsartikel leisten können.

Yas Rastegar, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Jugend – Optimistisch in die Zukunft

„Gestern standen wir vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter.“ Spiegelt diese Redewendung von Jugendlichen in den 1970er Jahren das Lebensgefühl der Jugend heute wider?

Die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise entpuppt sich für unsere Generation als Dauerkrise. Wir, die nie die D-Mark kennengelernt haben, fragen uns bei Milliardenschulden im Euroraum und wachsender Jugendarbeitslosigkeit, wie unsere Zukunft ökonomisch beeinflusst wird und welche Zukunftschancen noch bleiben. Dabei stellt sich sowohl die Frage nach den Folgen der Globalisierung, bei der die Konkurrenz aus China, Indien und Türkei berücksichtigt werden muss, als auch die Frage der eigenen Lebensziele. Muss ich mein Leben darauf ausrichten, ökonomisch, leistungsbereit und angepasst zu sein?

Der Schulalltag mit dem eingeführten G8 zeugt davon, dass Schüler zu eigener Fleißarbeit und gut organisiertem Tagesablauf angehalten werden. Rumgammeln, Zeit vertrödeln und Selbstverwirklichung werden von den Eltern, aber auch von den Mitschülern missbilligt. Viele Eltern berichten von der eigenen Schulzeit als Erkundung auf einem großen Abenteuerspielplatz. Heute bleibt dafür aber wenig Raum und Zeit und die Freizeitgestaltung wird unter dem Gesichtspunkt der Kompetenzerweiterung gesehen, wie z.B. das Erlernen eines Musikinstruments, wodurch auch die Konzentrationsfähigkeit erhöht werden soll. Darüber hinaus werden Auslandsaufenthalte und Summerschool vor allem zur Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten genutzt.

Gymnasiasten zwischen 14 und 18 Jahren sehen unserer Umfrage zufolge die Erwartungen für die Zukunft durchweg positiv. Die wirtschaftliche Entwicklung Europas wird dagegen ausschließlich als ungünstig bewertet. Trotzdem äußern sich die meisten Befragten positiv zur Einschätzung ihrer eigenen Chancen für die Zukunft.

Wir haben die Schüler befragt, ob die Schule eine gute Vorbereitung für das Leben bietet. Die Antworten dazu waren überwiegend kritisch. Einige Befragte wünschten sich mehr praktische Wissensvermittlung, wohingegen die anderen eine stärkere Spezialisierung für entsprechende Berufsziele forderten.

Bei der Frage, ob die Schule mehr Unterstützung bei schulischen und privaten Problemen liefern solle, differenzieren die Schüler. Gerne sollte die Schule bessere Unterstützung bei schulischen Problemen bieten, aber bei privaten Problemen wird generell die Einmischung von Lehrern abgelehnt.

Trotz trüber Zukunftsaussichten im Allgemeinen geben sich die meisten Schüler optimistisch. Die meisten Schüler wollen durch Leistungsbereitschaft und Qualifikationen dem starken Konkurrenzkampf trotzen und hoffen, dass alles gut wird.

Henrik Wedell und Alexander Holst-Gydesen, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Gesellschaft – Verschärftes Rauchverbot

Ab Mai 2013 wird in Nordrhein Westfalen das Rauchverbot in Kneipen, Bistros, Restaurants etc. konsequent durchgeführt. Bislang war das Rauchen in abgetrennten Bereichen bei vielen kulturellen Veranstaltungen und in reinen Raucherkneipen noch erlaubt. Dies hört mit Verschärfung des Gesetzes im kommenden Jahr auf.

Hierzu gibt es in der Bevölkerung unterschiedliche Meinungen. Viele Menschen sind dagegen, da man ihnen ihre bisherigen Lebensgewohnheiten nimmt. Die Gegner des Rauchverbots fühlen sich in ihrer freien Lebensweise eingeengt. Die Befürworter argumentieren, dass die Krebsgefahr bei den Mitarbeitern und Gästen in den Lokalen sinke und dass dadurch der allgemeine Gesundheitszustand in der Bevölkerung deutlich verbessert werden könne.

Doch was geschieht mit den Kneipen, Bistros und Bars? Ohne die rauchenden Gäste könnten die Lokale leerer und leerer werden, und die Besitzer laufen Gefahr, ihre Existenz zu verlieren. Vielen Menschen droht die Arbeitslosigkeit. Die gesellige Atmosphäre in Kneipen, Bistros und Bars wird nicht mehr das sein, was sie einmal war. Die Raucher werden von der Gesellschaft ausgegrenzt, wenn sie sich nicht mehr mit ihren Freunden in ihrer Eckkneipe treffen können.

Macht die Verschärfung des Gesetzes überhaupt einen Sinn?

Aus meiner Sicht sollte jeder Mensch – ob Raucher oder Nichtraucher – die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, ob er ein Raucherlokal betritt oder nicht. Kein Bürger in Deutschland möchte von der Politik in seiner Entscheidungsfreiheit eingeengt werden. Ferner ist nicht auszuschließen, dass durch ein verschärftes Rauchverbot ein kompletter Wirtschaftszweig ausstirbt und viele Menschen dadurch arbeitslos werden.

Liebe Politiker, lasst doch einfach alles so, wie es heute ist!

Nico Rippen, Düsseldorf, Marie-Curie-Gymnasium

DFL Sicherheitskonzept – Fußball ohne Fans?

Während des Bundesligaspiels Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Frankfurt schwiegen sowohl die Fortuna- als auch die Frankfurtfans aus Protest gegen die Maßnahmen der DFL (Deutsche Fußball Liga), um zu zeigen, wie Fußballspiele ohne Fans sein könnten. Beide Fangruppen schwiegen 12 Minuten und 12 Sekunden lang, weil das geplante neue Sicherheitskonzept am 12. Dezember 2012 beschlossen werden soll.

Dieses Konzept beinhaltet zum Beispiel Ganzkörperkontrollen der Fans an den Eingängen sowie den Wegfall von Stehplätzen. Die letzten 10 Sekunden zählten die Fans beider Mannschaften lautstark herunter und die Stimmung im Stadion änderte sich explosionsartig. Es wurde schlagartig lebendig und stimmungsvoll, wie es normalerweise in einem Fußballstadion sein sollte. Durch diesen atmosphärischen Unterschied wurde jedem deutlich, dass Fußballstadien ohne Fans leblos wirken und dadurch letztlich auch das Spiel für Fernsehzuschauer uninteressant wird.

Machen diese Maßnahmen, die bei den Fans offenbar nicht beliebt sind, denn überhaupt Sinn? Man war sich sicher diese Frage mit „Nein“ beantworten zu können, bis etwas passierte, was das Gegenteil bewies. Einige unverbesserliche Frankfurter Fans zündeten in ihrer Kurve Bengalos. Dies zeigt, dass die neue Regelung der DFL durchaus gerechtfertigt sein kann. Durch Pyrotechnik und Feuerwerkskörper können Menschen ernsthaft verletzt und erheblicher Sachschaden angerichtet werden. Aufgrund dieses Vorfalls musste das Spiel kurz unterbrochen werden, konnte aber nach einiger Zeit weitergeführt werden.

Die Fanlager informieren über ihre Sicht der Dinge auf der Internetseite „www.ich-fuehle-mich-sicher.de“. Hier kann jeder Fußballfan auch sein eigenes Statement zur Sicherheit in Stadien abgeben.

Übrigens: Fußball gespielt wurde auch. Die Fortuna gewann 4:0 gegen Eintracht Frankfurt. Die Torschützen waren 1:0 Stefan Reisinger, 2:0 Oliver Fink, 3:0 Nando Rafael und das 4:0 schoss Axel Bellinghausen.

Am Ende haben alle Fußballfans ein tolles, emotionsgeladenes und stimmungsvolles Spiel erlebt – ohne weitere Zwischenfälle. So soll es auch in Zukunft bleiben!

Nico Rippen, Düsseldorf, Marie-Curie-Gymnasium