Archiv der Kategorie: Tönisvorst

Wie ist die Geschichte dieser Organisation? – Was ist die IS?

Der Islamische Staat (abgekürzt „IS“ oder „ISIS“) besteht seit dem Jahr 2000 und kämpft gegen den syrischen Herrscher Baschar al Assad, die Freie Syrische Armee, die ebenfalls die Herrschaft al-Assads bekämpfen, sowie gegen die kurdische Minderheit.

Sie besetzen momentan weite Teile Syriens und des Iraks. Die Machtbasis bilden ehemalige Offiziere der irakischen Armee, und deren derzeitiger Anführer heißt Abu Bakr al-Baghdadi. Der frühere Anführer war ein jordanischer Terrorist namens Abu Musab az-Zarqawi. Er führte im Jahre 2003 seine Organisation in den Irak und kämpfte gegen die amerikanischen Besatzungstruppen und den neuen irakischen Staat. Im Oktober 2004 leistete Zarqawi einen Gefolgsschaftseid auf den al-Qaida Führer Osama Bin Laden. Später im Irak sorgte Zarqawi für mehrere brutale Anschläge. Im Februar 2006 brach dann ein Krieg im Irak zwischen den Schiiten und den Sunniten aus, wobei al-Qaida die Sunniten schützen wollte. Doch sie versagten und im September 2006 gaben die Sunniten auf und kämpften fortan gegen al-Qaida. Diese Niederlage erlebte Zarqawi nicht mehr. Er starb im Juni 2006 bei einem amerikanischen Luftangriff.
Trotz vieler Rückschläge konnte die IS wieder erstarken, da die USA ihre Streitkräfte zurückschickten. Dadurch konnten sie ihre Aktivitäten ausweiten und 2014 nun auch im Irak ihre Machenschaften fortsetzen. Zum ersten Mal steigerte sich die Gruppe der Kämpfer auf über 20.000 Krieger. In der Mitte des Jahres nahm der Islamische Staat in Syrien die Millionenstadt Mossul sowie weite Teile des westlichen Iraks ein. Dabei erklärte sich ihr derzeitiger Anführer zum Kalifen aller Muslime.
Doch muslimische Gelehrte aus aller Welt lehnen die IS ab. Der Anführer Saudi-Arabiens, Abd al-Aziz bin Abdullah Al-asch-Schaich, nannte die IS „Feinde Nummer eins des Islams“, da sie Zivilisten, auch Frauen und Kinder, angreifen und töten. Ihr Ziel ist es, Andersgläubige zu vernichten und Jerusalem zu „befreien“. Die Kämpfe gegen die IS dauern noch und es bleibt abzuwarten, was passieren wird.

Nils Osterloh, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Skaterhockey: Schülerfinalspiel am 9. November 2014 – Skating Bears sind Titel einen Schritt näher

Nach einem spannenden Aufeinandertreffen der beiden Schüler-Topteams konnten die Bears das erste Finalspiel um den NRW-Titel für sich entscheiden, womit sie dem Titel einen Schritt näher gekommen sind.

Beide Mannschaften hatten einen schnellen Start, doch nach einer Spielzeit von circa vier Minuten gingen die Crash Eagles in Führung. Die Antwort erhielten sie jedoch von dem Spieler Kleutges der Skating Bears kurze Zeit später. Zur Führung kamen die Bears durch den Stürmer Scheuß. So verließen die Krefelder den Platz nach dem ersten Drittel mit 2:1.
Zu Beginn des zweiten Drittels schaltete Krefeld schnell und nach 22 Sekunden stand es bereits 3:1 (Kammen), kurz darauf 4:1 (Pricken). Die Eagles gerieten unter Druck, worauf zwei Spieler hintereinander eine zweiminütige Strafe erhielten. Dies nutzten die Bears aus und verwandelten zum 5:1 (Kösters). Jedoch fanden die Eagles wieder ins Spiel und ein Stellungsfehler der Krefelder Verteidigung reichte zum 5:2.
Im letzten Drittel versuchten die Kaarster dem Spiel eine Wende zu geben und starteten mehrere Angriffe. Schließlich gelang dem Spieler Wolf, der dadurch sein drittes Tor erzielt hat, der Anschlusstreffer für die Kaarster.

Patrick Huy Lin, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Schöne Ausflüge und einsturzgefährdete Betten – Meine Erinnerungen an England 2014

Wenn ich an die Englandfahrt der bilingualen 8. Klassen meiner Schule, dem Michael-Ende-Gymnasium in Tönisvorst, im September zurückdenke, fallen mir sofort die schrecklichen Gastfamilien ein. Drei weitere Klassenkameraden und ich hatten die zweitschlimmste.

Nicht, dass uns das störte – wir waren schließlich den ganzen Tag über unterwegs und demnach nie lange in unseren Unterkünften in Whitstable –, aber irgendwie war es schon nervig. Das Badezimmer war dreckig, der Esstisch wurde nie wirklich geputzt und unser Hochbett war einsturzgefährdet, was das Einschlafen ebenso wenig leichter machte, wie die ungemütliche Federmatratze. Aber immerhin war die Familie mit ihren sechs Kindern recht nett zu uns und wir bekamen genug zu essen – was in anderen Gastfamilien nicht unbedingt selbstverständlich gewesen zu sein schien.
Aber, wie schon gesagt, hielten wir uns nicht den ganzen Tag bei der Gastfamilie auf. Jeden Tag standen neue interessante Ausflüge auf dem Tagesplan. Zuerst schauten wir uns am Tag nach unserer Ankunft Canterbury an, wo unsere Parallelklasse untergebracht war, und besuchten dort die berühmte Kathedrale. Die Audio-Guides der Kirche waren etwas verwirrend beim Wegweisen, ansonsten aber sehr informativ und auf Deutsch, sodass jeder sie verstand. Wir unternahmen auch eine Wanderung nach Broadstairs, bei der wir das Meer und wunderschöne Klippen bestaunen konnten.
London war für viele das Highlight der Woche – für mich nicht, was vielleicht daran lag, dass ich bereits in London gewesen war und kein großer Shopping-Fan bin. Mein persönliches Highlight dagegen waren Dover Castle und die Secret War Time Tunnels am letzten Tag vor der Abreise. Die Führung und der Film, den wir uns dort angeschaut haben, haben mich sehr beeindruckt.
Alles in allem fand ich die Klassenfahrt trotz einiger Probleme in der Gastfamilie sehr schön und bin mir sicher, wir konnten alle unsere Englischkenntnisse verbessern.

Luka Zovko, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Von Gefühlen, Ablauf und Verhalten im Gerichtssaal – „Die Verhandlung ist eröffnet“

Es fühlte sich komisch an in den Gerichtssaal zu gehen. Ich saß zwar nur im Publikum, aber es war trotzdem seltsam.

Die Verhandlung fing mit der Frage nach der Anwesenheit von Angeklagten und Zeugen an. Es folgte deren Belehrung. Das bedeutet, dass sie mit ihren Rechten und Pflichten vertraut gemacht werden. Bevor die eigentliche Verhandlung mit der Anklageverlesung durch die Staatsanwältin begann, wurden vom Richter noch einmal die Namen aller Beteiligten vorgelesen und die Zeugen gebeten, im Vorraum zu warten, bis sie aufgerufen werden.
Zunächst beantworteten die Angeklagten die Fragen des Richters und schilderten ihre Version des Geschehens. Dies taten sie aber nur, weil sie nicht von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch machten. Die Anwälte besprachen sich zwischendurch mit ihren Mandanten und gaben ihnen Tipps. Da es keine Fragen seitens der Verteidigung oder der Staatsanwaltschaft gab, folgte die Vernehmung der zwei Zeugen. Durch deren Aussage stellte sich heraus, dass noch weitere Zeugen benötigt wurden und die Verhandlung wurde daher auf einen anderen Termin verlegt.
Während der Verhandlung haben sich sowohl der Richter, als auch die Staatsanwältin und die Verteidiger Notizen gemacht. Zusätzlich hat die Protokollführerin des Gerichts alles am PC mitgeschrieben.
Aber worauf muss man achten, wenn man bei einer Verhandlung zuschaut? Man darf weder essen oder trinken, noch sprechen oder Fragen stellen, da dies die Verhandlung stört und in die Länge zieht. Zudem sollte man den Gerichtssaal nicht verlassen. Dies ist zwar nicht verboten, aber es würde die auch nur unnötig stören.
Ich persönlich fand den Besuch bei Gericht interessant und habe in dieser Verhandlung viel gelernt. Zudem habe ich angefangen, mich mehr für den Beruf als Anwältin oder Richterin und das deutsche Rechtssystem zu interessieren.

Marla Hülsmann, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Tipps zum Schutz vor Einbrechern – Zahl der Einbrüche steigt immer mehr

Viele Diebe kommen nicht nur mitten in der Nacht, sondern meisten schon am Tag, am Abend oder doch eher am Wochenende, denn viele lauern Tage vorher schon vor den Häusern um genau zu wissen, wann die Bewohner aus dem Haus sind.

Im Zeitraum von November bis Februar kommt es zu den meisten Einbrüchen. Doch am meisten steigt die Einbruchsrate, wenn Familien im Urlaub sind und ihr Haus leer ist.
Welche Methoden nutzen die Einbrecher?
Kriminelle suchen einfach erreichbare Fenster oder Türen, um diese mit verschiedenen Werkzeugen aufzuhebeln. Besonders einladend sind gekippte Terrassentüren und Fenster; also immer die Fenster schließen, bevor das Haus verlassen wird. Die Einbrecher suchen nur nach kleinen Dingen, die man schnell verkaufen kann, wie Laptop, Bargeld, Schmuck. Ein Fernseher wird eher selten gestohlen, weil es doch viel zu umständlich ist, ihn zu transportieren.
Wie schützt man sich richtig gegen Einbrecher?
Immer hilfreich ist Ihre Nachbarn zu informieren, wenn Sie für einige Zeit nicht zu Hause sind und sie zu bitten, auf das Haus zu achten. Dadurch ist das Risiko geringer, dass sich ein Einbrecher heimlich auf das Grundstück schleicht. Außerdem fragen Sie Ihre Verwandten oder auch Freunde, öfters mal nach dem Rechten zu schauen und den Briefkasten zu leeren.
Wichtig: Geben Sie nie Hinweise auf Abwesenheit!
Eine Maßnahme, die hilfreich sein kann sind Zeitschaltlampen oder bewegungsempfindliche Gartenlichter. Diese schrecken fremde Personen im ersten Moment ab einzubrechen. Die Polizei rät, nie Schlüssel draußen zu verstecken und bei Verlust dringend den Schließzylinder zu wechseln.
Optional zum Verbessern der Sicherheit kaufen Sie sich eine mechanische Sperre, um es den Verbrechern schwerer zu machen, denn wenn der Versuch einzubrechen länger als fünf bis zehn Minuten dauert, flüchten die Kriminellen, um nicht entdeckt zu werden.

Bim Le, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Eine Stadt ohne Grenzen – Dubai – Geburtstagsüberraschung in Dubai

Am Freitag, 17. Januar 2014, bin ich mit meinem Vater, meiner Mutter und meinem Bruder nach Dubai geflogen.
Meine Eltern hatten mit meinem Onkel geplant, meine Großeltern dort zu überraschen. Diese waren zu diesem Zeitpunkt nach Dubai verreist, um dort den 70. Geburtstag meines Opas zu feiern.

Dir Flugzeit betrug acht Stunden, sodass wir erst Samstag früh in Dubai landeten. Im Hotel angekommen, war unser Zimmer leider noch nicht fertig. Deshalb trafen wir uns mit Freunden, die vor ein paar Jahren nach Dubai gezogen sind. Zusammen fuhren wir dann ans Meer, es war sehr schön warm, 28 Grad. Der Strand war wirklich perfekt, weißer Sand, türkis-blaues Wasser und fast ganz leer.
Gegen Mittag konnten wir dann unsere Suite des Marriott Towers beziehen. Es gab vier Schlafzimmer, eine schöne Eingangshalle, ein Zimmer für Personal, eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Esszimmer, mehrere Balkone mit Meeraussicht. Außerdem gab es fünf Badezimmer.
Am nächsten Tag frühstückten wir bei unseren Freunden zu Hause. Von dort aus fuhren wir mit einem Truck in die Wüste. Wir konnten dort auf Waveboards die Dünen hinunterfahren, manche Dünen waren so steil, dass man senkrecht runterfuhr. Als wir mittags wieder im Hotel ankamen, fuhren wir zur Emirates Mall. Dort liefen meine Mutter und ich direkt ins Victoria Secret und kauften schöne Dinge. Mein Bruder und mein Vater warteten am Ende nur noch genervt vo dem Laden.
Zwei Stunden später und mit über zehn Victorias Secret Tüten beladen, fuhren wir zurück ins Hotel. An diesem Abend fuhren wir ins Hotel meiner Großeltern, um sie zu überraschen. Selbst meine Oma dachte, dass nur meine Eltern und mein Onkel kommen würden. Also waren meine Bruder und ich für alle eine Überraschung. Die Überraschung glückte, wie auch im vorherigen Jahr, in Florida, Marco Island.
Einen Tag später hatte mein Opa Geburtstag, also verbrachten wir den ganzen Tag mit ihnen in ihrer Hotelanlage.
Mittags kam dann auch noch mein Onkel aus Washington D.C. dazu, leider erst so spät. da sein eigentlicher Flug gecancelt wurde. Abends gingen wir mit ihnen ins höchste Gebäude der Welt essen, das Burj Khalifa.
Am Dienstag, unserem letzten Tag, gingen wir zusammen in die größte Shoppingmall der Welt, der Mall von Dubai. An unserem letzten Abend fuhren wir zum Marriott Hotel am Strand indisch Essen. Leider mussten wir uns dann auch schon verabschieden.
Am Mittwochmorgen fuhren meine Mutter und ich dann noch ein letztes Mal einkaufen. Aber mittags ging dann auch schon unser Flug zurück nach Deutschland. Doch bevor wir zum Flughafen fuhren, wollten wir noch unbedingt etwas trinken. Leider klappte das mit dem Trinken nicht ganz so gut, sodass ich mir es komplett über meinen Unterarm schüttete. Daraufhin musste der Krankenwagen kommen, um mich zu verarzten.
Als wir dann in Deutschland wieder gelandet waren, fuhren wir direkt ins Krankenhaus. Doch obwohl ich mir Verbrennungen dritten Grades zugezogen habe, würde ich immer wieder gerne nach Dubai fliegen.

Zoe-Marie Meinzer, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Von der Ukraine und der IS – 2014, das Jahr des permanenten Krieges

Das Jahr 2014 ist geprägt worden durch kriegerische Auseinandersetzungen: der durchgehende Ukrainekonflikt, die Terrormiliz IS (Islamischer Staat) und die damit verbunden Kämpfe. Diese Kriege bestimmen die Zukunft und deswegen wollen wir uns diese zwei Hauptkonflikte mal genauer anschauen.

In der Ukraine tobte und tobt immer noch ein Kampf, ein Kampf, dessen Ausgangspunkt die Nato-Osterweiterung ist. Der Staat Ukraine will sich dem Westen nähern. Doch Juschtschenko wollte nicht, deswegen musste er vom Amt des Präsidenten weichen, man hatte ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Doch da die Ukraine ein ehemaliges russisches Bundesland ist, fühlen sich viele Ukrainer mit Russland verbunden. Insbesondere der östliche Teil der Ukraine ist gegen einen EU-Anschluss gewesen und auf der Krim fand ein Referendum statt. Die anderen östlichen Regionen, die auch gegen die westlichen Werte sind, entschieden sich für weitere Wahlen für mehr Selbstständigkeit oder sogar einen Russlandanschluss wie es auf der Krim vorgemacht worden war. Nur konnte die vom Westen ernannte Regierung dies nicht einfach zulassen und schickte ihre Armee los, gegen die Separatisten zu kämpfen. Dabei verloren viele unschuldige Menschen ihr Leben und das Grundrecht auf sauberes Wasser konnte in manchen Gebieten nicht gewährleistet werden. Als Russland im Anschluss auf diese Situation einen Hilfskonvoi in diese Regionen schickte, sprach man von einer russischen Invasion. Dann fand eine Präsidentschaftswahl statt, obwohl dies in einem Land mit anhaltenden Bürgerkriegen aufgrund von keinen Wahlmöglichkeiten nicht hätte geschehen dürfen. So weit bis jetzt in der Ukraine.
Und in Irak und Syrien, wo die IS tobt? Dort spielen sich unglaubliche Szenen ab. Diese Terrororganisation, die ihre Waffen von den USA bekam, wird nun von selbigen bekämpft. Und nun sollen auch von deutscher Seite Waffen an Gruppen gehen, die sich mit diesen verteidigen sollen. (Um diese Gruppen in zehn Jahren wieder wegen Terrorismus zu bekämpfen.) Jedenfalls ist dieser Krisenherd eines der rohstoffreichsten Gebiete der Welt, es wird wahrscheinlich wieder ein Ressourcen-Krieg geführt.
Und nun reist eine Seuche durch Afrika und tötet Menschen, wo immer sie kann. Mehrere Freiwillige aus aller Welt begeben sich in diese Gebiete, um den Betroffenen zu helfen. Impfstoffe mit veränderten Genen werden entwickelt, erste Tests mit ihnen durchgeführt. Das Jahr 2014 ist noch nicht vorbei. Und doch gibt es viel, wovon wir lernen können. In diesem Jahr gab es Konflikte mit einer extrem hohen Anzahl an Todesopfern wie schon lange nicht mehr.  Für die Zukunft gilt es, diese beiden Arten des Tötens so schnell wie möglich zu stoppen. Wollen wir ebenso wie die freiwilligen Ebola-Helfer für eine bessere Welt einstehen. Denn das momentane Weltgeschehen ist keine schöne Bescherung.
Besinnliche Weihnachtstage.

Mathis Spranzel, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Wie sieht es eigentlich in einem Amtsgericht aus? – Ein Besuch beim Amtsgericht Mönchengladbach

Mit einem Gericht möchte ein Schüler, ebenso wie jeder andere Bürger, möglichst nie etwas zu tun haben. Entweder hat man etwas angestellt oder man streitet sich um viel Geld. Wie aber sieht es hinter den Mauern eines Amtsgerichts wirklich aus? Um das zu erfahren, fuhr ich am 18. November 2014 mit einer dort arbeitenden Richterin zum Amtsgericht Mönchengladbach.

Morgens früh lernte ich als erstes das Büro der Richterin kennen. Das Zimmer war sehr nüchtern und einfach. Es sah gar nicht so aus, wie es in Fernsehkrimis immer dargestellt wird. Es hatte einfache weiße Wände, einen Schreibtisch und einen Schrank. Auffällig waren die großen Stapel mit dicken Akten. Ich fand es sehr interessant, wie dick so eine Akte werden kann. Die Richterin erklärte, sie hoffe, dass bald das Projekt mit der „Elektronischen Akte“ erfolgreich fertiggestellt werde. Später durfte ich dann auch bei einer Familienrechtssitzung dabei sein. Bei einer solchen Sitzung sind nur die betroffenen Personen im Saal. Sie sitzen sich an zwei Tischen voneinander getrennt gegenüber. Am dritten Tisch in der Mitte sitzt die Richterin. Alles, was in diesem Saal gesagt wird, wird mit einem Diktiergerät zu Protokoll genommen. Meistens geht es bei Familienrechtssitzungen um Scheidungen oder einen Sorgerechtsstreit.
Das Amtsgericht ist aber für sehr viele Bereiche zuständig. Neben den familienrechtlichen Sachen ist der bekannteste Bereich der der Strafsachen. Hier geht es um alle Straftaten vom Autoklau bis zum Drogenhandel. Dafür kann man dann auch schon mal bis zu vier Jahre Gefängnis bekommen.
Das Amtsgericht ist das größte der verschiedenen Gerichte. Wenn es wirklich um etwas mehr geht, wie zum Beispiel Mord oder Betrug mit einer Schadenssumme von über 10.000 Euro, muss man zum Landesgericht gehen. Beim Amtsgericht Mönchengladbach arbeiten 25 Richter und weiteres Personal. Dieses Personal hat ganz unterschiedliche Aufgaben: Die Rechtspfleger zum Beispiel machen die Beschlüsse, die im Hintergrund passieren, und sind für alles da, was nicht unbedingt ein Richter machen muss. Eine weitere wichtige Rolle an einem Amtsgericht sind die Wachtmeister. Sie machen Eingangskontrollen und kümmern sich zum Beispiel darum, dass die Häftlinge aus dem U-Haft-Gefängnis vor das Gericht geführt werden. Außerdem sind sie dafür zuständig, dass alle Akten auf die verschiedenen Richter verteilt werden. Als letzte Gruppe gibt es die Servicekräfte. Diese sind auch sehr wichtig, da sie die Aufträge der Richter ausführen. Sie laden beispielsweise Zeugen vor und schreiben an die Parteien.
Hinter dem Amtsgericht liegt noch ein sehr altes U-Haft-Gefängnis, das mit einem unterirdischen Gang mit dem Gerichtsgebäude verbunden ist, um die Häftlinge ohne Probleme vor den Richter zu führen. Es war sehr spannend zu sehen, was sich hinter den Mauern der Justiz so tut und die Leute dort waren alle sehr nett, aber ich möchte trotzdem niemals zum Gericht müssen.

Niklas Schuerger, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Der Künstler Martin Wolke sorgt für Aufruhr in Ahrensburg – Stadt in Künstlerfalle

In der kleinen nördlich von Hamburg gelegenen Stadt Ahrensburg sorgt die Skulptur „Muschelläufer“ für etliche Diskussionen und Aufmerksamkeit. Mitten auf einem Platz im Zentrum der Stadt, dem Rondeel, steht er: blonde Haare, blauer Anzug und auf einem Schneckenhaus laufend. Eigentlich heißt er der „Muschelläufer“ wird aber von den Anwohnern, bei denen er nicht gerade beliebt ist, nur der „Blaumann“ genannt.

Da ihn die Anwohner als hässlich und unpassend empfinden, sollte er eigentlich an einen anderen Standort befördert werden. Doch der Künstler erhob Einspruch. Laut des Vertrags mit dem Künstler hat dieser Urheberrecht für bis zu 70 Jahre nach seinem Tod an der Figur und darf außerdem, so in dem Vertrag geschrieben, auch dessen Standort bestimmen.
Der Vertrag wurde nie von einem Juristen der Stadt Ahrensburg geprüft, sondern nur von der damaligen Bürgermeisterin gelesen und unterschrieben. Dieser fiel bei Vertragsabschluss allerdings nicht auf, dass die Stadt gar nicht über die Skulptur bestimmen darf. Der Vertrag umfasst sogar, dass nur der Künstler die Figur reparieren darf. Dazu wird sie dann auf Kosten der Stadt Ahrensburg zum Atelier des Künstlers nach Kiel gebracht. Dieses Verfahren hat die Stadt schon mehrere Hunderttausend Euro gekostet.
Es gab schon mehrere Bürgerinitiativen, welche sich für die Umsiedlung des „Muschelläufers“ eingesetzt haben. Dies wurde allerdings immer vom Künstler verweigert. Zurzeit gibt es zwar noch keine Lösung, aber die Anwohner wollen weiterhin versuchen, den Künstler Martin Wolke davon zu überzeugen, den „Blaumann“ an einen anderen Ort zu stellen.

Sanne Weeger, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst

Sam trainiert Kinder in seinem eigenen Boxstudio – ein Interview – Er boxt sich durchs Leben

SLZ-Reporterin Paulina Cremer hat den Boxer Sam interviewt, der ein Boxstudio führt.

Paulina: Sam, wie alt warst du, als du nach Deutschland gezogen bist?
Sam: Damals war ich 13 Jahre alt.

Was war der Grund, warum du hierher gekommen bist?
Mein Vater war schon vor uns nach Deutschland gezogen. Das war so in den 70er Jahren. Er studierte hier und schließlich kamen wir nach.

Aus welchem Land stammst du ursprünglich?
Ich komme aus Ghana.

Hast du dich sehr fremd in Deutschland gefühlt? Die Anfangszeit war ja sicherlich schwer.
Ja, anfangs habe ich mich sehr fremd gefühlt. Aber durch die Schule und die anderen Kinder habe ich mich schnell integriert. Alles war neu und ungewohnt. Ich musste mich erst mal an die neue Sprache und Kultur gewöhnen.

Hast du manchmal Sehnsucht nach deiner Heimat?
Ja, natürlich.

Wie alt warst du, als du angefangen hast zu boxen?
Ich war 18, als ich angefangen habe. Davor habe ich Fußball gespielt.

Was war der Grund, warum du angefangen hast zu boxen?
Ein Freund von mir hat geboxt. Ich habe eine Probestunde gemacht und da es mir so viel Spaß gemacht hat, bin ich dabei geblieben.

Hat dir das Boxen geholfen in Deutschland klarzukommen?
Ja, viel. Ich habe geschafft, mich selbst zu beherrschen und mit anderen Menschen umzugehen. Durch das Boxen habe ich gelernt Konflikte mit Gesprächen zu lösen und nicht jedes Mal die Fäuste einzusetzen.

War es schon immer dein Traum, ein Boxstudio zu eröffnen?
Nachdem ich angefangen hatte zu boxen, habe ich mir in den Kopf gesetzt, irgendwann ein Studio zu eröffnen.

Ich selbst boxe ja auch bei dir. Warum hast du angefangen Kinder zu trainieren?
Ich weiß selber, was es heißt, als Kind sich nicht unter Kontrolle zu haben. Deshalb möchte ich Kindern die Chance geben, ihre Aggressionen abzubauen und ihnen mehr Selbstbewusstsein zu verleihen.

Paulina Cremer, 8e, Michael-Ende-Gymnasium Tänisvorst