Stephanie Dierdorf über den Lehrerberuf – Albtraum oder Traumberuf?

Oft sehen sie aus wie ältere Geschwister, die sich in die Schule verirrt haben. Doch es sind fast fertige Lehrerinnen und Lehrer, die sich in der zweiten, der praktischen Ausbildungsphase zum Lehrer befinden.

Nach vier Jahren Universität heißt es nun für die Referendare, die Theorie in die Praxis umzusetzen und vor den oft kritischen Schülern zu bestehen. Diese versuchen natürlich, die Lehrer-Lehrlinge zu verunsichern. Dies bestätigt die Biologie-Referendarin der Wilhelmine-Fliedner-Realschule, Andrea Bertsche: „Zum Teil testen die Schüler aus, wie weit sie gehen können.“

Aber zum Glück steht jedem Referendar ein erfahrener Lehrer als so genannter Mentor zur Seite. Dieser gibt Tipps zum Umgang mit den Schülern. Außerdem arbeitet auch im Studienseminar, der „Berufsschule für angehende Lehrkräfte“, ein Ausbildungslehrer intensiv mit den Anwärtern. Hier treffen sich einmal wöchentlich alle Referendare aus dem Kreis Mettmann und Umgebung zum Unterricht in Didaktik und Methodik. Die angehenden Lehrer halten Probestunden vor den anderen Referendaren und dem Seminarleiter und geben sich gegenseitig Verbesserungsvorschläge und Tipps.

Etwa drei bis fünf Probestunden je Fach müssen die Referendare in ihrer zweijährigen Ausbildungszeit schriftlich ausarbeiten und vor den Schülern in ihrer Schule unterrichten. „Dabei sind der Ausbildungslehrer, der Seminarleiter und der Mentor“, erklärt Ulrike Tegtmeyer, die neben ihrer Tätigkeit an der Wilhelmine-Fliedner-Realschule auch als Ausbilderin am Studienseminar Solingen tätig ist. Und nach der Unterrichtsstunde wird in einer Reflexion über den Verlauf der Probestunde gesprochen.

Manchmal kommt es sogar vor, dass Lehrer noch etwas von den Berufsanfängern lernen, weil sich Unterrichtsmethoden immer wieder ändern. Dazu äußert sich Deutsch- und Englischlehrerin Sandra Herrmann: „Die Lehramtsanwärter sind besonders motiviert und haben gute, neue Ideen für die Unterrichtsstunden.“

Nach zwei Jahren Referendarzeit endet diese mit der 2. Staatsprüfung, sie beinhaltet eine schriftliche Hausarbeit, zwei unterrichtspraktische Prüfungen und ein Kolloquium, in dem „schulrechtliche, methodische und Bezüge zwischen Theorie und Schulpraxis besprochen werden“, erklärt Konrektor Guedo Wandrey ( 50) von der Wilhelmine-Flieder-Realschule Hilden, der mehrfach im Jahr Mitglied in einer solchen Prüfungskommission ist.

Die gesammelten Erfahrungen helfen den Lehramtsanwärtern, dass sie in den zwei Ausbildungsjahren immer sicherer werden. Außerdem kommen die jungen Lehrkräfte durch ihre oft lockere Art und ihren spannenden Unterricht bei den Schülern gut an. Dadurch werden sie selbst motiviert und aus dem vielleicht anfänglichen Albtraum wird bei vielen Berufsanfängern der Traumberuf.

Stephanie Dierdorf, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Die Fliedner-Realschule in Hilden hat einen eigenen Pfarrer – Seelsorge in der Schule – braucht man das ?

Die Wilhelmine-Fliedner-Realschule (WFS) in Hilden hat einen eigenen Schulpfarrer. Warum ist so ein Amt notwendig? Das fragt sich der Schüler Vincent Heinze.

Wenn alles schief läuft, hat man an der WFS in Hilden die Möglichkeit, Pfarrer York Wolf ( 52) zu besuchen und ein offenes Gespräch mit ihm zu führen.

Die Aufgabe der Schulseelsorge ist dabei grundsätzlich keine andere als die der „normalen“ Seelsorge. Die Schüler können in einem vertrauensvollen Gespräch seelische Unterstützung finden. Es werden mögliche Lösungswege aufgezeigt, die den Betroffenen aus seiner Resignation herausholen können. Ganz wichtig ist, dass sich die Betroffenen buchstäblich alles von der Seele reden können und ihnen jemand zuhört. Allein das Reden über die Probleme führt bei vielen Schülern schon zu einer großen Erleichterung. Ein spezieller Vorteil der Schulseelsorge ist, dass diese als neutrale Ansprechstation zwischen Elternhaus und Schule dienen kann.

Trotz dieser positiven Aspekte ist die Zurückhaltung bei vielen Schülern noch recht groß. „Jugendliche trauen sich oft nicht, zur Seelsorge zu gehen; gerade Jungs warten zu lange“, weiß Schulpfarrer York Wolf zu berichten. Der Schüler Robin Presuhn (14) sagt jedoch: „Dass es an unserer Schule einen Seelsorger gibt, finde ich gut, weil man mit ihm über persönliche Dinge reden kann.“ Auf die Frage, ob er selbst zur Seelsorge gehen würde, antwortet er allerdings zögerlich: „Das weiß ich nicht so genau.“

„Ein Seelsorger ist sehr wichtig für die Psyche der Menschen“ bestätigt auch der 16-jährige Fliedner-Schüler Alexander Krummel, selbst hingehen würde er aber nur, um Informationen über den Beruf zu bekommen, der seiner Meinung nach eine große Zukunft hat.

Aber auch bei den Mädchen gibt es Hemmschwellen. So findet die Schülerin Sophie Brumberg (14) es zwar sehr wichtig, dass die Schüler zu einem Seelsorger gehen können. „Ich selbst würde aber nicht hingehen, weil ich das komisch finde, mit einem Fremden zu reden.“

Im Rahmen der Gespräche bestätigten sich die von Pfarrer Wolf in Bezug auf das Alter gemachten Feststellungen. Es wurde klar, dass die Erwachsenen grundsätzlich eine offenere Einstellung zum Thema Seelsorge an der Schule haben. Die Schulsekretärin Frau Siebenbach (45)beispielsweise findet es gut und wichtig, dass es diese Einrichtung an der Schule gibt, und sie sagt klar: „Wenn ich damals eine solche Möglichkeit gehabt hätte und ich einen Seelsorger gebraucht hätte, wäre ich auf jeden Fall hingegangen“.

Auch Frau Novaczyk (55), Lehrerin an der WFR, antwortete auf die Frage, ob sie selbst als Schülerin zu einem Seelsorger gegangen wäre: „Ja wäre ich, das wäre schön gewesen.“

Feststellen lässt sich, dass sehr viele Schüler der WFR gar nicht wissen, dass es an ihrer Schule einen Schulseelsorger gibt. „Man müsste mehr Reklame machen“, schlägt die Deutschlehrerin Nowazyk vor.

Vielleicht wäre es die Aufgabe der Schule, Ängste abzubauen, damit diese Einrichtung bei Bedarf genutzt wird.

Vincent Heinze, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Internatsleben in Hilden – Wenn die Schule das Zuhause ist

Die Schülerin Sophie Brumberg (14) hat in Hilden ein „Dorf“ besucht, das nur wenige kennen. Innerhalb des evanglischen Schulzentrums an der Gerresheimer Straße liegen mehrere Wohnhäuser, in denen Jugendliche weit weg von ihrem Elternhaus leben und lernen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Einige sind Halb- oder Vollwaisen, andere – wie Internatsschüler Luis W. (15) – haben zu oft die Schule geschwänzt.

Die Eltern des Jungen wussten sich keinen anderen Rat mehr und schickten ihn in das Internat, in der Hoffnung, mit Hilfe der Erzieher wieder mehr Einfluss auf ihr Kind zu bekommen. Das Internat sieht sich als Unterstützung der Familie und nicht als Alternative zu Mama und Papa.

Bei der Befragung eines Erziehers des Internates kam Folgendes zur Sprache: Die Kinder haben zwar Heimweh, finden es aber peinlich zuzugeben, dass sie Sehnsucht nach Hause haben. Luis W. erzählte zu diesem Thema, dass er nur am Anfang Heimweh gehabt habe und jetzt, nach zwei Monaten, mit der Situation gut zu Recht komme. So gehe es den meisten.

Zwischen den Schülern und den Betreuern entsteht eine enge Bindung. Ein Schüler und ein Erzieher erzählten beispielsweise, dass sich mittlerweile fast eine „Vater-Sohn-Beziehung“ hätten.

Daran kann man doch sehen, wie tiefgründig so eine Internatszeit ist. Sicherlich gibt es auch einige Kinder, die sich schwer damit tun und etwa durch Aggressionen gegen andere Mitschüler, Lehrer oder Erzieher auffallen oder aber Alkohol und andere Drogen zu sich nehmen. Ein solches Fehlverhalten wird im Internat konsequent verfolgt und führt zum Verweis.

Die Kosten für das Internat sind unterschiedlich. Sie liegen zwischen 1400 und 2000 Euro monatlich, je nach Betreuungsaufwand des Kindes. In den Kosten enthalten sind ein Zimmer und dreimal täglich Essen in der Mensa sowie eine angeleitete Freizeit- und Sozialbetreuung. Ein weiterer wichtiger Punkt im Tagesablauf des Internatslebens ist die intensive Hausaufgabenbetreuung.

Guedo Wandrey (50), Konrektor der Wilhelmine-Fliedner-Realschule, stellt fest: „Die Internatsschüler sind eine Bereicherung für unser Schulleben.“

Gut, dass es so eine Einrichtung in Hilden gibt, die allen Familien als Hilfe bei den verschiedensten Problemen offen steht und mit dem Tagesinternat eine ideale Ergänzung der Schule bietet.

Sophie Brumberg, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Wenn der Computer süchtig macht – Online-Spiele – die unterschätzte Gefahr

Die Gefahr durch Online-Spiele ist sehr hoch, wie aus einer Studie der Universität Mainz hervorgeht. „Die Hälfte der Jugendlichen ist sich der Sucht bewusst und verbringt mehr als 60 Stunden pro Woche im Internet“, sagte der Soziologe Udo Thiedeke. Für die Studie wurden 10 000 Computernutzer im Alter von 14 bis 25 Jahre befragt.

Rund 20 bis 30 Millionen Menschen spielen Online-Spiele. Die Spielzeit beträgt oft zwölf bis 16 Stunden am Tag. Häufig kosten Online-Spiele über 20 Euro im Monat. Ein Beispiel für die Kosten bei Online-Spielen ist „Herr der Ringe Online“. Die Kosten für 60 Tage Spielen betragen 25 Euro.

Bei den meisten Online-Spielen muss man ein Benutzerkonto anlegen, über das man das Spiel bezahlt. Danach wird der Charakter (Spielfigur) erstellt, mit dem man das Spiel spielt. Dies geschieht über eine Beobachtungsansicht. Der Spieler muss sich entscheiden, welcher Gattung er sich anschließen will. Diese heißen von Spiel zu Spiel anders.

Durch die Online-Sucht schotten sich die meisten Spieler von ihrem sozialen Umfeld ab. und essen unregelmäßig.

Dadurch, dass man das Spiel über das Internet spielt, können die Spieler miteinander kommunizieren. Entweder man chattet oder man redet über das Headset miteinander. Zudem kann man sich mit anderen zusammenschließen, um es einfacher zu haben, das Spiel zu meistern.

Der Sozialpädagoge an der Albert-Einstein-Schule, Sven Blödorn, empfiehlt, dass man die Zeit, die man am Computer verbringt, verkürzt und sich mit anderen Sachen beschäftigt. Wenn die Sucht so stark ist, dass man an nichts anderes mehr denkt, muss man in psychologische Behandlung. Zudem empfiehlt er, dass die Eltern eine Regelung mit dem süchtigen Nachwuchs vereinbaren. Man sollte Alternativen für den Computer finden. Außerdem meinte er, man müsse die Gründe finden, warum der Computer so wichtig ist.

Sascha Nehring, Jan Philip Schade, Remscheid, Albert-Einstein-Schule

Besuch im BayKomm in Leverkusen – Vom Farbenhersteller zum Forschungsriesen

Die fünf Schüler Jule Lange, Fiona Mennicken, Adina Burchartz, Jonas Book und Niklas Freund aus der Klasse 8a der Marienschule Opladen, die am Projekt „Schüler lesen Zeitung“ von der Rheinischen Post teilnehmen, haben das Bayerwerk in Leverkusen besucht.

Interessiert verfolgen sie die spannenden Animationen in den Ausstellungsräumen des BayKomm, die sie während ihrer Themenführung sehen (siehe Bild). „Bayer ist auf jedem Kontinent der Welt vertreten und stellt mit seinen drei großen Fachgebieten Health Care, Crop Science und Material Science einen gigantischen Konzern dar“, berichtet die Besucherführerin Lea Richartz.

Im ersten Themenraum hängt eine riesige Weltkarte mit den verschiedenen Bayerstandorten an der Wand. Nachdem die Schüler diese begeistert nach den verschiedenen Ländern abgesucht haben, läuft auf einer Leinwand ein Film über den geplanten „Werbeturm“ von Bayer im Leverkusener Zentrum.

Bayer hat nach dem Stand vom 31. Dezember 2007 etwa 106200 Mitarbeiter, erzielt einen Jahresumsatz von 32,4 Milliarden Euro und gibt 2,6 Milliarden Euro für die Forschung aus, erzählt Frau Richartz den aufmerksamen Zuörern. 1863 wurde Bayer in Wuppertal gegründet. Damals stellte Bayer nur Farben her, die Produktionspalette erweiterte sich auf Medikamente. Weil der Platz sehr gering war, zog die Firma 1903 nach Leverkusen um und verhalf der Stadt Leverkusen zu Wachstum und Bekanntheit.

Der nächste Themenraum ist der „Ernährung“ der Sparte Crop Science gewidmet und zeigt auf verständliche Weise, was für eine Gefahr die schwindende Ackerfläche auf der Erde für die Menschen und die Nutztiere darstellt und wie der Klimawandel und die Verschmutzung die Pflanzen gefährden. Anwenden kann man sein hier erfahrenes Wissen in dem Animationsspiel „Nutritopia“, in dem man als Ernährungsgouverneur auf den futuristischen Planeten gebeamt wird, um dort die Ernährung aller Menschen sicherzustellen. Begeistert verfolgen die Schüler das nachempfundene High-Tech-Computersystem von Nutritopia und staunen über den blinkenden Boden sowie die Atmosphäre im Ausstellungsraum des BayKomm.

Nachdem die Schüler den Themenraum Ernährung verlassen haben, stehen sie vor einer riesigen Spielgelwand mit verschiedenen Schaubildern. Während Lea Richartz über das von Bayer neu entwickelten Medikamente zur Vorbeugung von Thrombose berichtet, betrachten die Schüler die Spiegelwand, auf der nun Venen und Arterien zum Vorschein kommen. Durch die anschauliche Darstellung können sie das Problem von Thrombose verstehen. Verwundert lauschen die Schüler der Erklärung von Frau Richartz, dass die Forschung eines Medikaments zehn bis zwölf Jahre dauere und etwa 800 Millionen Euro koste.

Zu dem Bereich Material Science stehen im nächsten Ausstellungsraum verschiedene Sportlerfiguren auf einer Drehscheibe, deren Kleidung und Trikots aus Bayer-Kunststoff hergestellt sind. Zur großen Freude der Schüler werden zwei Fußbälle ausgegeben, der eine genäht und der andere geklebt. Lea Richartz erklärt, dass die Bälle, wie viele andere Sportprodukte auch, mit dem aus Polyurethanen hergestellten Makrolon fabriziert werden. Anhand eines Versuchs zeigte sie die Reaktion von Polyol und Isocyoat in Verbindung mit Sauerstoff und außerdem, wie der entstandene Bauschaum langsam erkaltet.

Der Unterthemenbereich Verkehr wurde durch ein Auto aus Kunststoff veranschaulicht. Das ist jedoch aus Sicherheitsgründen nicht käuflich, weil Kunststoff zum Beispiel bei einem Unfall leicht schmelzen oder einfach zersplittern kann.

Danach zeigt Lea Richartz den Schülern ein scheinbar normales Fahrrad, bei dem man durch genaueres Hinsehen erkennen konnte, dass die Kette vollständig aus Kunststoff konstruiert war. Anschließend durften sie sogar selber fahren und konnten versuchen, den Geschwindigkeitsrekord von 60 Stundenkilometer zu brechen. Begeistert gingen sie fast über ihre Grenzen. Nach einigen vergeblichen Versuchen den Rekord zu brechen, ging es in den nächsten Raum: „Informationstechnik“.

Dort standen mehrere Bildschirme, und eine Wandtafel zeigte die Entwicklung der CD. Nach einem spannendem Quiz gingen die Schüler über zum letzten Themenraum, aus dem bis kurz vorher noch jubelnde Rufe ertönten. Gespannt betraten sie den nächsten Raum: eine „Fußballschule“ in Brasilien, die aber nur durch zusätzliches „normales“ Schulprogramm besucht werden kann. Auch die erfolgreichsten Bilder des Malwettbewerbes zum Thema „Globale Erderwärmung“ werden hier ausgestellt. Besonders gefallen hat den Schülern die Torwand, die sie auch sofort ausprobierten, indem sie wie ihre Vorgänger mit lauten Rufen den Ball durch die Löcher schossen.

Man kann sagen, dass die Bayer Image-Abteilung gute Arbeit geleistet hat, denn den fünf Schülern hat die moderne, besonders für Jugendliche interessante Ausstellung sehr gut gefallen. Sie würden eine Führung durch das BayKomm auf jeden Fall weiter empfehlen. Vor allem die modernen Animationen und die interaktiven Spiele werden den Schülern sicher in Erinnerung bleiben.

Fiona Mennicken, Adina Burchartz, Jule Lange, Jonas Book, Niklas Freund, Leverkusen, Marienschule

Wohin mit dem alten Mobiltelefon? – Abwrackprämie für das ausgemusterte Handy

Neuer, besser, schöner. Regelmäßig gibt es neue Handy-Modelle- und die alten verschwinden in der Schublade. Eine ungewöhnliche Möglichkeit sein Handy loszuwerden, ist der Handyweitwurf. In Finnland wurde im August 2008 die mittlerweile sechste Weltmeisterschaft im Handywerfen ausgetragen. Die Telefone wurden vom Organisator gestellt, in allen fehlten die Akkus (Sondermüll). Aber was machen die Leute, die nicht an so einem Wettbewerb teilnehmen? Das fragt sich so mancher, der sich regelmäßig ein neues Handy zulegt.

Die meisten wissen nicht, dass sie die Geräte zum Anbieter zurückbringen können. Wir haben bei verschiedenen Anbietern nachgefragt. „The Phone House“ zum Beispiel wirbt damit, für das alte Handy eine Umtauschprämie auszuzahlen, aber nur bei Abschluss eines neuen Vertrages. Vodafone-Kunden können ihr altes Mobiltelefon ebenfalls entsorgen. Sie bekommen in den Vodafone-Shops einen adressierten Umschlag ausgehändigt, in dem die Geräte an eine Recyclingfirma geschickt werden. Für jedes zurückgeschickte Handy werden fünf Euro für einen guten Zweck gespendet. Die Deutsche Telekom erlässt einem Neukunden das Einrichtungsentgelt, wenn er ein altes, aber funktionstüchtiges Handy zurückgibt. Falls kein neuer Vertrag abgeschlossen wird, kann man sich auch für einen Einkaufsgutschein in den T-Punkt-Filialen entscheiden. Der Netzbetreiber „dug“ arbeitet alle Telefone wieder auf und verkauft sie in andere Länder. Falls das nicht möglich ist, werden sie fachgerecht entsorgt. Die Firma O2 handhabt es genauso wie Vodafone, nur dass der Spendenbetrag etwa bei drei Euro pro Handy liegt.

Viele Menschen wissen nicht, was sie mit den alten Geräten machen sollen. Daher landen einige wahrscheinlich in der Mülltonne. Dabei gehe viele wertvolle Rohstoffe verloren, die nicht erneut genutzt werden können. Man kann aus diesen recycelten Materialien viele neue Gegenstände, wie zum Beispiel Parkbänke, Zahnfüllungen oder sogar Saxophone herstellen.

Es werden etwa eine Milliarde Handys im Jahr verkauft. Diese enthalten Schwermetalle wie Nickel und Eisen und Giftstoffe wie Kadmium und Blei. Das ist bei dieser enormen Menge eine wahnsinnige Umweltverschmutzung, wenn diese nicht recycelt werden. Die Firma ReCelluar, der weltgrößte Recycler, verwertete im Jahr 2007 knapp sechs Millionen Handys mit einem Gesamtgewicht von 450 Tonnen. Die Firma Greener Solutions ist Marktführer in Europa. Beide Hersteller konnten knapp 20 Tonnen Kupfer und einige Goldbarren zurückgewinnen. Das sind unvorstellbare Mengen von Rohstoffen, die wiedergewonnen werden konnten. Schätzungsweise die Hälfte der recycelbaren Handys, die ebenso verwertet werden können, liegen bei vielen Leuten in den Schubladen. Wer bereit ist, Abfälle zu trennen und richtig zu entsorgen, kann dieses bei den Wertstoffhöfen seiner Heimatstadt tun oder er wendet sich an die jeweiligen Netzbetreiber. Schonen Sie die Umwelt!

Marie Kristin Senft, Remscheid, Albert-Einstein-Schule

Was Bewerber wissen sollten – Traumberuf Polizist

Für die Ausbildung zum Polizisten bewerben sich jährlich 6000 bis 6500 Männer und Frauen. Allerdings gibt es nur 1100 Ausbildungsplätze. Wir stellen den Polizeiberuf vor, die Fragen beantwortet die Polizei Wuppertal.

Für den Ausbildungsberuf des Polizisten muss man mindestens 18 Jahre alt sein, das Abitur haben und gute Abschlussnoten vorweisen. Bewerber sollten mindestens 1,65 Meter groß sein. Man sollte unter anderem aufgeschlossen, teamfähig und sportlich sein. Während der Ausbildung lernt man vieles über Gesetzeskunde, Verkehrs– und Strafrecht. Eine Pistole darf man in der Ausbildung noch nicht bei sich führen. Ob man bei Großeinsätzen schon dabei sein darf, ist je nach Ausbildungsstätte unterschiedlich geregelt.

Die Ausbildung als Polizeianwärter beziehungsweise Polizeianwärterin beträgt rund drei Jahre. In Bielefeld, Duisburg, Gelsenkirchen, Köln und Münster wird an Fachhochschulen für Öffentliche Verwaltung die Ausbildung zum Polizisten für das Land Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Der Fachbereich ist der Polizeivollzugsdienst. Die Besoldung wird vom Bundesland festgelegt. Während der Ausbildung muss man viele Sporttests absolvieren und noch mehr umfangreiche Prüfungen, beispielsweise in den Fächern Mathematik, Deutsch und Allgemeinwissen bestehen.

Mehr über die Ausbildung zum Polizisten erfährt man bei der Polizei Wuppertal von den Polizeiausbildern und im Internet unter der Adresse www.polizeiberuf-nrw.de.

Mario Sommer, Robin Kulke, Remscheid, Albert-Einstein-Schule

Helfen Sie den kleinen Igeln – Achtung Igel!

Findet man draußen einen verwaisten Igel, sollte man ihn zunächst in einen Umzugskarton packen, mit einer Wärmelampe, auf einem Handtuch und einem eigenen Schlafhäuschen, Wasser und leckerem Futter ausrüsten. Dann geht es dem Igelchen schon viel besser.

Manchmal verstehen die Leute die „Liebe“ zu den kleinen Rackern falsch.Sie nehmen die Tierchen, wenn sie einen an einem kalten Frosttag entdecken, mit. Finden Sie einen schlafenden Igel im Kompost – nur ruhig Blut. Höchstwahrscheinlich geht es diesem Tier gut. Ist er pummelig, hält er nämlich gerade seinen Winterschlaf. Lassen Sie ihn doch schlafen. Im Herbst verlassen gesunde Igel nämlich während der Dämmerung ihr Versteck, um auf Nahrungssuche für den Winter zu gehen. Für den Winter hat er dann genug gefressen.

Sollten Sie trotzdem im Herbst einmal einen Igel am Tag sehen, dann beobachten Sie ihn bitte. Falls folgende Symptome auftreten oder nur eines davon, dann fangen Sie ihn bitte ein.

1. der Igel torkelt

2. der Igel legt sich zwischendurch hin

3. dem Igel stehen die Hüftknochen heraus

4. die Augen des Igels sind schlitzörmig oder eingefallen

5. der Igel ist jung.

Meist sind solche Tiere zu kurz vor dem Herbst geboren worden und konnten sich deswegen nicht alleine ihren Wintervorrat anfressen. Oder aber die kleinen Igel sind von ihrer Mutter verwaist worden.

Sollten Sie einen angefahrenen oder auf andere Weise verletzten Igel finden, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. kontrollieren Sie das Gewicht des Rackers – er sollte mindestens 500 g wiegen

2. bestimmen Sie das Geschlecht

3. suchen Sie ihn nach Verletzungen ab

4. bestimmen Sie seine Körpertemperatur – ist sie zu niedrig, wärmen Sie das Tier

5. reinigen Sie Verschmutzungen aller Art mit lauwarmem Wasser

6. richten Sie ein Igelgehege in einem Umzugskarton ein mit

– einem Schlafhäuschen

– Laub als Boden

– Rotlichtlampe (falls nötig)

– Katzen- oder Hundefutter

– einem Schälchen mit Wasser

7. päppeln Sie eventuell den Igel auf

8. sammeln Sie Kot für eine Kotuntersuchung

Geben Sie dem Igel nie warme Milch.

Sobald der Igel wieder gesund ist, sollte er wieder in die Freiheit entlassen werden.

Sind Sie sich bei den angegbenen Hilfsmaßnahmen unsicher oder scheuen den Aufwand, dann geben Sie den gefundenen Igel doch innerhalb von 2 Tagen in die Igelstation in Leichlingen-Witzhelden. Da hat das Tierchen beste Heilungschancen. Sind Sie dort nach guter Behandlung gesund geworden , kommen die gesunden Igel zu den anderen in ein grosses Gehege. Nach der Winterzeit werden sie hier noch einmal durchgecheckt. Und dann geht es auch hier ab in die Freiheit.

Oder gehen Sie zu einem Tierarzt.

Und hier die Telefonnummer der Tierstation in Leichlingen-Witzhelden

02175/3910, Herr Klaus Hinrich von der Tierhilfe Leichlingen

Interesse bekommen? Dann lesen Sie doch weiter unter www.pro-igel.de oder unter www.igelratgeber.de

Mara Jansen, Leverkusen, Werner-Heisenberg-Schule

So können wir unsere Umwelt schützen: – Effiziente Energie

In unserem heutigem Leben spielt die Energie eine immer größere Rolle. Veronika Hartmann, die bei der EWR in Remscheid für Energieberatung zuständig ist, berichtet, dass das Öl immer teurer wird.

Wenn es dazu kommen würde, dass es kein Öl mehr gibt, gebe es aber Alternativen, so Frau Hartmann. Eine Alternative für den Haushalt wäre die Solarenergie oder beispielsweise Gas. Doch auch die Gaspreise werden steigen, sobald das Gas knapper wird, doch im Vergleich zum Ölpreis wird es eine Alternative sein.

Herdplatten, die mit Magnetismus funktionieren (Induktionsplatten), sind eine anfangs teure, aber gute Alternative für den Haushalt. Bis zu 40% können sie an Energie einsparen, doch der Kaufpreis ist sehr hoch.

Die beliebteste Alternative ist aber die Solarenergie, da das Öl immer knapper wird, wohingegen die Sonne immer bleibt.

Frau Hartman erläutert, dass eine vierköpfige Familie im Durchschnitt 5710 Kilowattstunden (kwh) pro Jahr verbraucht, ein Haushalt mit einer erwachsenen Person verbraucht hingegen 2465 kwh pro Jahr, ein Haushalt mit zwei Personen benötigt 3670 kwh pro Jahr.

Wasser- und Wind- Energie ist eine gute Alternative für große Firmen. Der freiberuflich arbeitende Michael Traub (41), technischer Berater und Vertriebsleiter für regenerative Energie, ist der Meinung, dass das Öl bis Anfang 2010 bis zu 1.50 € pro Liter kosten wird. Öl und Gas wird immer unbeliebter durch die hohen Preise, die immer weiter steigen. Die Erdwärme wird die wohl beste und beliebteste Alternative werden. Man wird kaltes Wasser in die Erde pumpen, wodurch das Wasser erhitzt wird. Je tiefer man geht, desto wärmer wird das Wasser. Nachdem das Wasser in die Erde gepumpt wurde, wird es wieder hoch gepumpt, ist warm und man kann es im Haushalt verbrauchen.

Dies wird eine sehr billige und umweltschonende Alternative sein, da das Wasser durch die Erdwärme, also die Natur, erhitzt wird. Doch nicht nur die Erdwärme ist beliebt. Die Sonnen- und Wind- Energie ist genauso beliebt berichtete Herr Traub. Öl und Gas sind fossile Brennstoffe, sie werden nicht für immer in der Erde vorhanden sein.

Marian Traub, Abdurrahim Cubukcu, Remscheid, Albert-Einstein-Schule

Wohin mit alten Handys? – Abwrackprämie für das Mobiltelefon

Eine ungewöhnliche Möglichkeit sein Handy loszuwerden, ist der Handyweitwurf.

In Finnland wurde im August 2008 die 6. Weltmeisterschaft im Handywerfen

ausgetragen. Die Sportgeräte (die Handys), wurden vom Organisator gestellt. Es fehlten überall die Akkus (Sondermüll).

Aber was machen die Leute, die nicht an so einem Wettbewerb teilnehmen? Das fragt sich so mancher, der sich regelmäßig ein neues Handy zulegt.

Viele Menschen wissen nicht, dass sie die Geräte zum Anbieter zurückbringen können.

Neuer, besser, schöner! Von Jahr zu Jahr gibt es neue Modelle und die alten verschwinden in der Schublade. Es wurde eine Anfrage bei verschiedenen Anbietern gestartet. „The Phone House“ zum Beispiel, wirbt damit, für das alte Handy eine Umtauschprämie von 40 € auszuzahlen, aber nur bei Abschluss eines neuen Vertrages.

Vodafone-Kunden können ihr altes Mobiltelefon ebenfalls entsorgen. Sie bekommen in den Vodafone-Shops einen voradressierten Umschlag ausgehändigt, in denen die Geräte an eine Recyclingfirma geschickt werden. Für jedes zurückgeschickte Handy, werden 5 € für einen guten Zweck gespendet.

Die Deutsche Telekom, erlässt einem Neukunden das Einrichtungsentgeld, wenn er ein altes aber funktionstüchtiges Handy zurückgibt. Falls kein neuer Vertrag abgeschlossen wird, kann man sich auch für einen Einkaufsgutschein für die T-Punkt-Filialen entscheiden.

Der Netzbetreiber „dug“ arbeitet alte Telefone wieder auf und verkauft sie in andere Länder weiter. Falls das nicht möglich ist, werden sie fachgerecht entsorgt.

Die Firma O2 handhabt es genauso wie Vodafone, nur dass der Spendenbetrag etwa bei 3 € pro Handy liegt.

Viele Menschen wissen nicht, was sie mit den alten Geräten machen sollen. Daher landen einige wahrscheinlich in der Mülltonne. Dabei gehen viele wertvolle Rohstoffe verloren, die nicht erneut genutzt werden können. Man kann aus diesen recycelten Materialien viele neue Gegenstände, wie zum Beispiel Parkbänke, Zahnfüllungen oder sogar Saxophone herstellen.

Es werden ca. 1 Milliarde Handys im Jahr verkauft. Diese enthalten Schwermetalle wie Nickel und Eisen und Giftstoffe wie Kadmium und Blei. Das ist bei dieser enormen Menge, eine wahnsinnige Umweltverschmutzung, wenn diese nicht recycelt werden.

Die Firma ReCelluar, der weltgrößte Recycler, verwertete im Jahr 2007 knapp 6 Millionen Handys mit einem Gesamtgewicht von 450 Tonnen. Die Firma Greener Solutions ist Marktführer in Europa. Beide Hersteller konnten knapp 20 Tonnen Kupfer und einige Goldbarren zurückgewinnen. Das sind unvorstellbare Menge von Rohstoffen, die wiedergewonnen werden konnten. Schätzungsweise die Hälfte der recycelbaren Handys, die ebenso verwertet werden können, liegen bei vielen Leuten in den Schubladen.

Wer bereit ist, Abfälle zu trennen und richtig zu entsorgen, kann dieses bei den

Wertstoffhöfen seiner Heimatstadt tun oder er wendet sich an die jeweiligen Netzbetreiber.

SCHONEN SIE DIE UMWELT! DANKE!

Marie Kristin Senft, Remscheid, Albert-Einstein-Schule