Weihnachtsdekoration – Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder kommen Plastik-Weihnachtsmann, Leuchtschlitten und Co. aus dem Keller und „versüßen“ uns den Anblick auf das deutsche Reihenhaus.

Jedes Jahr werden diese Verzierungen auf den Häusern platziert, obwohl niemand sie sehen will – ich auf jeden Fall nicht. Ich bin zwar kein Weihnachtshasser, aber das, was unser Nachbar letztens mit Mühe an die Steckdose angestöpselt hat, hat mich doch an der westlichen Zivilisation zweifeln lassen. Meine Nachbarn haben die Krönung aller hässlichen, Energie fressenden und offenbar einzubrechen versuchenden Weihnachtsmänner an ihrer Fassade angebracht.

Dieses Jahr haben sie zwei gigantische, rundum beleuchtete Weihnachtsschlitten auf ihrem Dach platziert. In dem Vorgarten, wo im Sommer immer im Bikini Sonne getankt wird, steht ein zwei Meter hoher, aufgepusteter und von innen beleuchteter „Santa Claus“, der – wenn man an ihm vorbei geht – lautstark „HO HO HO MERRY CHRISTMAS“ brüllt, und danach eine Jingle Bells-Melodie abspielt.

Außerdem sind alle Ecken und Kanten des Hauses mit blauen LED-Lämpchen bestückt, die in ihrer Kälte an nicht vorhandenen Schnee erinnern sollen, doch im Grunde nur die Ghostbusters anlockt.

Mit Weihnachten hat es ohnehin nicht viel zu tun, wenn der Pseudo-Glanz bis nahe an Ostern heran reicht und schon, wenn die Blätter braun werden, aufgebaut wird. Sollte Weihnachten nicht ein Fest der Besinnung sein und nicht des Energieverbrauchs? Ein Fest der Einkehr und der Familie – zumindest in Deutschland? Da fällt einem ein, dass der Weinachtmann von Coca Cola erfunden wurde, um in der Glitzerwelt das Weihnachtsgeschäft zu beleben. So ist dann auch unser Christkind in den Hintergrund getreten.

Aber frohe Weihnachten kann man eben nicht mit Merry Christmas ersetzen.

Leopold Mittelsten Scheid, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Firmengeschichte – Zwilling: Globalisierung durch Tradition

Die Firma Zwilling J.A. Henckels AG ist eines der ältesten Unternehmen in Deutschland und legt großen Wert auf Tradition und Qualität.

Zwilling wurde 1731 von Peter Henckels gegründet, der 40 Jahre später die Firma nach seinem Sohn benannte, Johann Abraham Henckels. Zwilling ist auch eine der ersten Marken der Welt. Obwohl die Firma schon seit 278 Jahren existiert, hat sich das Firmenlogo nur sehr geringfügig über all die Jahre hinweg verändert.

Vorstandsvorsitzender Herr Claus Holst-Gydesen erzählt:

Frage: Welche Rolle spielt Export und Globalisierung heutzutage für Zwilling?

Holst-Gydesen: Export und Globalisierung sind sehr wichtig, da sie eine wichtige Grundlage der Firma sind. Schon sehr früh begann Zwilling mit dem Export außerhalb von Deutschland, und wir haben in Amerika eine Geschichte, die über 125 Jahre alt ist. Anfang 1900 wurde das erste Zwilling Geschäft in New York geöffnet. Zwilling erzeugt mehr als 80 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands und produziert außer in Deutschland auch in Belgien, Frankreich, Spanien (Joint Venture), Indien, Japan und China. Wir haben 40 Prozent von unseren 3.500 Mitarbeitern in China. Zwillings wichtigste Märkte sind Nord-Amerika, China, Deutschland und Japan.

Frage: Zwilling ist bekannt für seine Messer – produzieren Sie sonst noch etwas?

Holst-Gydesen: In der Vergangenheit war der Fokus auf „Edelstahl und Schärfe“. Seit fünf Jahren haben wir den Fokus erweitert und die Ausrichtung auf zwei Kategorien aufgeteilt: Die moderne Wohnküche und Beauty-Instrumente. Der Hintergrund für den ersten Punkt war die Leit-Idee, dass Zwilling alle Produkte für die moderne Wohnküche herstellen bzw. anbieten möchte.

Frage: Was verstehen Sie unter „Die moderne Wohnküche“?

Holst-Gydesen: Die moderne Wohnküche reflektiert einen Trend, der insbesondere in Westeuropa und Nord-Amerika seit Jahren beobachtet werden kann. Die Küchen werden immer größer und wichtiger und dienen als Lebensmittelpunkt des Zusammenseins mit der Familie und Freunden. Früher wurden die Mahlzeiten in der Küche vorbereitet, um später in einem anderen Raum verzehrt zu werden. Es gibt immer mehr den Trend, dass die Mahlzeiten nicht nur in der Küche gemacht werden, aber auch in der Wohnküche dann genossen werden. Die Wohnküche ist der zentrale Lebensmittelpunkt, weil hier nicht nur gekocht und gegessen wird, sondern hier hält man sich mit Freunden auf, erledigt die Hausaufgaben, die Büroarbeit und spielt mit den Kindern. Zwilling positioniert sich hier als der Anbieter von Produkten für diese moderne Wohnküche.

Frage: Gilt dieser Trend nur für die „High End“-Märkte?

Holst-Gydesen: Populär gesagt: In vielen Wohnungen werden die Wände zwischen Wohnzimmer und Küche heruntergerissen, um einen größeren Raum zu schaffen. Somit ist dieser Trend für den gesamten Markt zu beobachten.

Frage: Bietet Zwilling nur Luxusprodukte an?

Holst-Gydesen: Zwilling bietet Premium-Produkte von hoher Qualität an, deckt aber mehrere Preissegmente ab. Qualitäts-Produkte haben ihren Preis. Aber durch die hohe Qualität haben die Produkte auch eine lange Haltbarkeit, sodass man sagen kann, dass es in der Länge auch „günstiger“ ist, ein Produkt zu kaufen, das länger haltbar ist. Nach dem Motto: „The price of quality only hurts once.“

Frage: Welche Produkte hat Zwilling außer Edelstahl und Messern?

Holst-Gydesen: Zwilling hat vor eineinhalb Jahren das französische Unternehmen ‚Staub‘ akquiriert, wodurch wir jetzt auch Gusseisen-Produkte anbieten können, u.a. Töpfe und Pfannen.

Frage: Sind Gusseisen-Produkte nicht altmodisch?

Holst-Gydesen: Vor knapp 100 Jahren gab es in Europa viele Firmen, die Töpfe aus Gusseisen produziert haben. Als die Mikrowelle in den 70ern und 80ern ihre Siegestour durch die Küche machte, sind Gusseisen-Töpfe aus der Mode gekommen, und viele Fabriken wurden geschlossen. In den letzten sieben bis zehn Jahren haben farbige Gusseisen-Produkte an Popularität wieder gewonnen und sind jetzt ein wichtiger Bestandteil von einer modernen Wohnküche.

Frage: Was ist eigentlich so besonders an Gusseisen Töpfen?

Holst-Gydesen: Das Besondere ist nicht nur das schöne Erscheinungsbild durch die schönen Farben sondern auch, dass man hervorragend in diesen Töpfen kochen kann, und die Töpfe direkt vom Herd auf den Tisch setzen kann.

Frage: Was lässt sich denn darin so schön kochen?

Holst-Gydesen: Das Beste, was man darin kochen kann, ist nach meiner Meinung Gulasch. Das Fleisch kann lange gebraten werden, und in diesem Zusammenhang entsteht der sogenannte Regenwald-Effekt.

Frage: Was ist das?

Holst-Gydesen: Durch die Tropfen im Deckel wird der Kondensprozess ausgenutzt, um das Gargut ständig mit Wassertropfen zu begießen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Gargut nicht austrocknet.

Frage: Werden die Zwilling-Produkte auch in der Gastronomie eingesetzt?

Holst-Gydesen: Sowohl die Zwillings-Messer als auch die „Staub“-Töpfe werden von Restaurants und Hotels verwendet.

Frage: Welche Produkte werden im zweiten Bereich, Beauty, hergestellt?

Holst-Gydesen: Bei Beauty haben wir einen Bereich Profi, hier werden Profi-Haarscheren produziert und unter den Marken Tondeo und Jaguar vermarktet. Den anderen Bereich nennen wir den Konsumerbereich, und hier werden Beauty Produkte hergestellt – wie etwa Pinzetten und Nagelscheren – unter der Marke Tweezerman vermarktet. Tweezerman hat sein Headquarter in New York.

Welche Konsumenten kaufen und verwenden diese Produkte?

Holst-Gydesen: Um drei bekannte Konsumenten zu nennen: Michelle Obama, Gloria Estafan und Eva Longoria.

Frage: Habe ich richtig gehört – die First Lady von Amerika?

Holst-Gydesen: Ja, Mrs. Obama hat bei der Vorbereitung für die Feier ihres Mannes die Pinzetten von Tweezerman benutzt. Damit hatten wir eine gute Testimonial-Geschichte.

Frage: Was ist ein Testimonial?

Holst-Gydesen: In der Vermarktung von Produkten (wie z.B. Tweezerman Produkte) weist man gerne drauf hin, wenn eine bekannte Persönlichkeit die Produkte des Unternehmens verwendet.

Frage: Können sie die Ziele und Strategien von Zwilling zusammenfassen?

Holst-Gydesen: Wir möchten auf der Basis einer langen Tradition und von Qualitäts-Produkten die Globalisierung als Chance nutzen, um das Unternehmen Zwilling noch besser für die Zukunft aufzustellen.

Hintergrundinformation: Vorstandsvorsitzender Herr Claus Holst Gydesen, geborener Däne, wohnt seit 1993 in Deutschland. Er war bei bekannten Marken wie LEGO, Buko, Disney und Whirlpool tätig.

Maximilian Rorsted, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Alle Jahre wieder – Weihnachtsmarkt auf Schloss Lüntenbeck

Wir alle kennen die völlig überfühlten Weihnachtsmärkte, die nichts als kommerziellen Tand und Fastfood bieten, eingequetscht zwischen künstlichen Weihnachtsbäumen und bunten Plastik-Hütten. Einen erstaunlich anderen Weihnachtsmarkt erlebt der Besucher auf Schloss Lüntenbeck bei Wuppertal.

Hier ist schon der Fußweg zum Weihnachtsmarkt ein Erlebnis. Das Schloß ist nur über einen zehn Minuten langen Fußweg durch den dunklen Wald zu erreichen, so dass bei Ankunft schon Besinnlichkeit empfunden wird.

Nun tritt man durch den Torbogen des alten Schlosses in den weihnachtlich geschmückten und beleuchteten Innenhof. Der natürlichen Hanglage der Hofschaft angepasst, sind zahlreiche aus Holz und individuell gestaltete kleine Hütten und Stände aufgebaut. Geschmückt sind sie mit vielen liebevollen Details.

Auch gibt es ein Zelt, in dem Kinder über einem offenem Feuer Stockbrot backen können. Ebenso faszinierend ist das Häuschen, in dem aus Bienenwachswaben, Kerzen selber gemacht werden können. Auch sehr schön ist der Apfelstand, an dem aus frisch gepressten Äpfeln der Region heißer Punch – mit und ohne Alkohol- ausgeschenkt wird.

Nach etwa zwei Stunden hat der Besucher alles gesehen und erlebt – und vielleicht auch probiert – und geht mit weihnachtlicher Vorfreude durch den Wald zurück und auf die Feiertage zu.

Alina Hoos, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Interview mit Balletttänzerin Maria Tolika – „Ich will nichts anderes als tanzen“

Eine Pirouette, ein Plié, ein Spagatsprung – alles, was im Ballett so leicht und schön aussieht, das Auge des kritischen Zuschauers begeistert und das Publikum zum Applaudieren bringt, bedeutet täglich harte Arbeit, Disziplin und einen starken Willen. Die erst 14-jährige Düsseldorferin Maria Tolika beweist immer wieder, dass sie es drauf hat. Sie ist die talentierteste Balletttänzerin Deutschlands, aktuelle Siegerin des größten deutschen Ballettwettbewerbs 2009 in München und Goldmedaillengewinnerin des Dance World Cup 2008 in Vancouver, Kanada, und sie besitzt ein nach ihr benanntes Tanzstudio auf der Kölner Straße 26. Sie hat das, wovon viele Mädchen träumen. Sie steht oft vor 1000 Zuschauern in wundervollen bunten Kostümen und faszinierenden Tutus, abstehenden Tüllröcken, auf der Bühne. Ihr Leben besteht aus Reisen, Auftritten – und dem Alltag ihrer Gleichaltrigen mit Schule und Hausaufgaben. Viktoryia hat Maria zum Interview getroffen.

Wie hat deine Ballettkarriere eigentlich angefangen, Maria?

Maria: Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie meine Mutter, die früher selbst Balletttänzerin im Moskauer Theater war, mich mit drei Jahren zu ihren Ballettstunden mit anderen kleinen Kindern mitgeschleppt hat. Damals hatten wir noch kein eigenes Studio. Ich habe mich geweigert mitzumachen, brav die Grundpositionen einzuüben, und saß eigentlich nur spielend in der Ecke und habe ihren Unterricht gestört.

Aha. Wie lange ging das so weiter?

Maria: Etwa ein halbes Jahr. Plötzlich stand ich dann irgendwann auf und sagte: „Mama, ich möchte mitmachen!“

Und dann hat sie das große Potenzial in dir gesehen?

Maria: Genau. Aber ich wollte auch selbst gar nicht mehr aufhören. Das Tanzen auf der Bühne ist meine ganz persönliche Droge geworden.

Deine Mutter ist auch jetzt deine Trainerin.

Maria: Ja, aber es ändert nichts an unserer Beziehung. Man muss es trennen können. Zuhause ist sie meine Mama und im Studio hat sie das Sagen als meine Trainerin und Choreografin. Sie unterstützt mich immer, egal, ob ich Fehler mache oder nicht. Ich habe ihr viel zu verdanken.

Macht sie dir manchmal Druck?

Maria: Inzwischen braucht sie es nicht mehr. Ich bin fast erwachsen und mache mir selbst mehr Druck. Schließlich tue ich es für mich und lebe nicht den Traum meiner Mutter. Wenn bei mir ein neues Tanzelement nicht klappt, mache ich mich manchmal echt verrückt und bleibe so lange im Studio, bis es mir gelingt und bitte sie, es mir beizubringen. Dann fleht sie mich oft an: „Maria, es ist schon so spät, lass uns nach Hause gehen und morgen weitermachen.“

Gibst du dann nach oder bleibst du hartnäckig?

Maria: Nein, ich gebe mich nicht damit zufrieden, bis ich es fehlerfrei kann. Auch wenn wir deswegen die letzte Bahn nach Hause verpassen. Erst dann kann ich beruhigt einschlafen. In dem Moment ist mir egal, dass alle meine Gelenke schmerzen. Würde ich nicht zielstrebig sein, wäre ich nie so weit gekommen.

Bist du immer noch aufgeregt, wenn du auf der Bühne stehst?

Maria: Man muss aufgeregt sein. Immer. Sonst bringt man keine Gefühle und Emotionen rüber. Ich liebe es, das Adrenalin in meinen Adern zu spüren. Ich genieße jede Sekunde auf der Bühne, es gibt kaum ein schöneres Gefühl für mich.

Gab es Momente, in denen dir alles „über den Kopf gewachsen“ ist und du alles hinschmeißen wolltest?

Maria: Klar, jeder hat seine Höhen und Tiefen. Es ist wie eine Achterbahn. Manchmal bin ich schon sehr frustriert, wenn ich etwas nicht schaffe und mache mir dadurch selber Stress. Aber ich gebe nie auf.

Tägliches Training und dazu noch der Schulstress einer Gymnasiastin. Ist das überhaupt vereinbar?

Maria: Mit guter Organisation klappt das. Mein Leben ist verplant, ich komme jeden Tag spät, oft erst nach 21 Uhr vom Training nach Hause. Dann warten noch Berge von Hausaufgaben auf mich. (lacht) Bei diesem Gedanken würde ich am liebsten gar nicht erst nach Hause kommen und im Studio übernachten. Aber eine gute Ausbildung ist mir nicht weniger wichtig. Ich möchte auf jeden Fall Abitur machen, denn man weiß ja nie… .

Das klingt stressig… Bleibt da überhaupt noch Zeit für Luxus wie Freunde?

Maria: Ja, am Wochenende kann ich es mir mal erlauben, mit Freunden Shoppen oder ins Kino zu gehen und meinen anderen Hobbys wie Zeichnen und Kochen nachzugehen – falls gerade keine Aufführung ansteht. Denn wenn das der Fall ist, trainiere ich doppelt so viel.

Ist das deine goldene Regel vor wichtigen Auftritten?

Maria: Eine davon.

Es gibt noch mehr?

Maria: Außerdem versuche ich vor Auftritten viel zu trinken und keine Schokolade zu essen. Das Zweite fällt oft schwer.

Deine Klassenkameraden sind bestimmt neidisch auf deinen Erfolg, oder?

Maria: (lacht) Vielleicht kochen sie im tiefen Inneren vor Neid, aber zumindest zeigen sie es nicht. Und für meine Freunde ist es ganz normal. Jeder Mensch ist und kann etwas besonderes.

Außer Ballett tanzt du auch Hip-Hop. Was wäre, wenn du dich zwischen modernen Tanzstilen und Ballett entscheiden müsstest?

Maria: Ich würde ich mich für das zeitlose klassische Ballett entscheiden. Es passt besser zu mir und macht mir auch mehr Spaß. Aber eigentlich kann man es nicht vergleichen, weil diese Tanzstile ganz unterschiedlich sind, andere Gefühle wiedergeben und man bei beiden zu ganz anderer Musik tanzt. Aber ich finde es wichtig, Verschiedenes auszuprobieren und sich nicht nur auf eine Sache einzuschränken.

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Maria: Dass Tanzen mein Beruf wird und dass ich immer die Zuschauer begeistere.

Das Interview führte Viktoryia Zubarava.

INFO

Zur Person

Maria Tolika

Geboren: 1995 in Düsseldorf, Deutschland

Nationalität: griechisch /russisch

Ballettschule: Maria, Kölner Straβe 26

Erfolge:

1.Platz Internationaler Ballettwettbewerb (2005)

1.Platz Ballettwettbewerb in Freiburg (2007)

1.Platz Dance World Cup in Vancouver, Kanada (2008)

1.Platzt deutscher Ballettwettbewerb in München (2009)

Viktoryia Zubarava, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Karneval – Jecke Spende fürs EVK

So wie jedes Jahr sammlt unser Prinzenpaar wieder Geld für Kinder. Prinz Dirk I. Und seine Venetia Janine I. spenden das gesammelte Geld dieses Jahr an das Evangelische Krankenhaus. An die Kinderklinik.

Janine hat mit ihrem Verein, der „KG. Düsseldorfer Originale e.V.“, schon in den vergangenen Jahren immer Spenden für die Klinik gesammelt und an dem ersten Samstag nach dem 11.11. überreicht. Dies ist schon eine jahrelange Tradition.

„Ich bin wirklich sehr glücklich, dass wir dieses Projekt gewählt haben. Wenn man in die Gesichter der Kinder sieht, geht das einem ganz schön nah!“ , so Prinz Dirk.

Die jahrelange Tradition des Prinzenordens wurde dieses Jahr übrigens herbe abgeändert: Bei ihrer Weihnachtsfeier sagte unsere Venetia lächelnd: “ Wer den Prinzenorden nicht trägt, zahlt keine 111 Liter Bier, sondern 555 Euro!“

So kommt gewiss noch viel zusammen.

Claudia Hinkel, Düsseldorf, Agnes-Miegel-Realschule

Das Berufs-Informations-Zentrum hilft weiter – Wie soll es nach der Schule weiter gehen?

Ausbildung, Berufskolleg, Studium? Wie soll es nach der Schule weiter gehen? Diese Frage stellen sich jedes Jahr unzählige Jugendliche, die in das Berufsleben einsteigen möchten. Die Wahl sollte gut überlegt sein, möglichst ohne Umwege sollte es gehen.

Es gibt viele Möglichkeiten, um sich zu diesem Thema einen Überblick zu verschaffen. Eine davon ist es sich im Biz (Berufs-Informations-Zentrum) umzuschauen. Das wird von der Bundesagentur für Arbeit gratis angeboten. Die Schüler der Klasse 9c der Realschule Golzheim haben das Angebot schon angenommen.

Nach der Terminvereinbarung hatten sie ein Beratungsgespräch im Klassenverband mit einer Mitarbeiterin, die viele Fragen beantwortet hat. Selbstverständlich kann man auch ein Einzelgespräch vereinbaren und Dinge ausführlich mit einem Berater absprechen.

Der Berufsberater gibt Tipps und Ratschläge, man an den Job rankommt. Auch die Stärken und Schwächen sowie die Interessen werden bei der Beratung berücksichtigt.

Uns wurden sehr viele Möglichkeiten vorgestellt, wie man nach der Schule weiter machen kann. Wir erfuhren auch, welche Berufskollegs und Gymnasien es in der Umgebung gibt und welche Kriterien man erfüllen muss, um sie zu besuchen.

Es ist überraschend, wie viele verschiedene Berufsfelder es gibt, von denen die meisten noch nie etwas gehört haben. Die Berufsberater öffnen einem ganz neue Türen, von denen man bisher noch gar nicht geahnt hat.

Das Biz stellt außerdem Computer zur Verfügung und bietet unzählige Broschüren an, mit denen man sich zusätzlich informieren kann. So kann man ohne großen Bammel durchstarten, und wichtige Fragen kommen einem nicht mehr so angsteinflößend vor.

Anastasia Budko Mehmet Demirci, Düsseldorf, Agnes-Miegel-Realschule

Gewalt-Präventionstraining – Zwei Tage für mehr Frieden in der Klasse

Jugendliche werden immer gewalttätiger zu ihren Mitschülern. Deshalb wird an manchen Schulen ein Gewalt-Präventionstraining angeboten. An der Städtischen Realschule Golzheim wird dieses Training in der achten Klasse durchgeführt.

Die Schüler fahren dabei für zwei Tage und eine Übernachtung nach Essen in eine Jugendherberge. Dort warten zwei Seminarleiter auf sie. Am ersten Tag werden Spiele zum Kennenlernen gemacht und über die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen gesprochen. Später am Abend werden Vertrauensübungen gemacht, die die Schüler selbst durchführen.

Am zweiten somit letzten Tag des zweitägigen Seminars wird geprüft, was die Schüler gelernt haben. Die „Prüfung“ besteht darin, dass Situationen nachgestellt werden, in denen sie beweisen müssen, wie sie mit Gewalt umgehen. Die meisten Schüler und Schülerinnen sind von dem Training gegen Gewalt begeistert und haben sich vorgenommen in Zukunft mehr auf ihre Gewaltausbrüche zu achten.

Justine Benkunskas und Anja, Düsseldorf, Agnes-Miegel-Realschule

Ehrenamtlich und hilfsbereit – Die Freiwillige Feuerwehr

Die offizielle Abkürzung für die Freiwillige Feuerwehr in Deutschland, Österreich und Südtirol ist FF. Die Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr setzen sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen und einigen hauptamtlichen Kräften zusammen.

Eine Berufsfeuerwehr dagegen, besteht aus rein hauptamtlichen Einsatzkräften. Bei der Gesamtzahl von 2074 Städten in Deutschland existiert lediglich in 102 dieser Städte Berufsfeuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehren sind in Deutschland ein Teil der kommunalen Verwaltung.

Sandra N, Düsseldorf, Agnes-Miegel-Realschule

Musik – Reggaeton erobert die Welt

Wir sind in Südamerika. Genau genommen in Panama. Hier wurde im Jahre 1980 Musikgeschichte geschrieben. Es entstand eine Musikart, welche die Bewohner Panamas beeindruckte: Reggae.

Unter dem Synonym des spanischsprachigen Reggaes, bei dem die Künstler über alltägliche Dinge ihres Lebens singen, eroberte Reggae das Land.

Der große Erfolg dieser Musik machte sie populär und gelangte 1990 so nach ganz Südamerika in Länder wie Puerto Rico oder die Dominikanische Republik. Hier blieb diese Musik keinesweges unbemerkt und wurde von mehreren DJs mit Salsa-, Merengue-, oder auch HipHop-Elementen gemischt und weiter verkauft. Diese Mixtur aus sanften spanischen Klängen und harten elektronischen Beats schaffte in den 1990er Jahren ihren Durchbruch unter dem Namen Reggaeton. Es entstehen ständig neue Varianten des Reggaetons.

Heute, nach fast 30 Jahren, ist Reggaeton immer noch ein einziger Trend in Südamerika und fand auch schon seine ersten Fans in Europa in Ländern wie Spanien, Portugal oder auch Frankreich. Erste Zuhörer findet man auch schon in Deutschland, ist diese Musikrichtung ein Hype?

Vielleicht erreichen die Klänge bald Menschen weltweit. Man wird sehen.

Nina Dobrosch, Düsseldorf, Agnes-Miegel-Realschule

Modelagenturen denken endlich um – Karl Lagerfeld steht auf Beth Ditto

Ist es ein Irrtum? Gibt es nicht mehr genügend Models mit so genannten Traummaßen? Eine Branche scheint allmählich umzudenken.

Kann es sein, dass der weitsichtige Branchenguru Karl Lagerfeld eine neue Marschrichtung angibt? Bisher schwebten Heerscharen von sehr jungen Models mit ihren bis zu lebensbedrohlich wirkenden magersüchtigen Körpern über die Laufstege dieser Welt. Um ihren Traumjob ausüben zu können, müssen sie sich fast zu Tode hungern und dabei Diagnosen wie Bulimie, Anorexie und andere physische und psychische Krankheiten in Kauf nehmen.

Wer dieses Klassenziel nicht erreicht, ist „weg vom Fenster“ und kann sich in den Modelagenturen neu bewerben – in der Hoffnung, angenommen zu werden.

Durften bisher nur blutleere Gesichter und elfenartige Wesen die Werbung zum Beispiel von Chanel präsentieren, so dürfen wir uns vielleicht demnächst in einem Hochglanzmagazin über den Anblick von „Gossip“-Frontfrau Beth Ditto freuen. Ist sie demnächst die Werbeikone für Chanel? Die Gegensätze könnten wohl kaum größer sein. Vergleichbar mit Nord- und Südpol.

Das Maß vieler Dinge aber ist die gesunde Mitte. Der durchschnittliche Körperbau aller Frauen weltweit sieht völlig anders aus. Will die interessierte Frau immer noch schöne Mode an abgehungerten Kleiderständern sehen?

Wohl kaum. Stimmen gegen die bizarren Auswüchse der Modewelt werden allmählich lauter. Außerdem werden sich die Agenturen entsprechend den Kundenwünschen umstellen müssen. Allerdings, schnell wird dies nicht geschehen. Es wird wohl noch ein langer Weg sein, kommt doch erschwerend der Unterschied zwischen „Haute Couture“ und „Prèt á Porter“ hinzu.

Haute Couture, die hohe Schule der Schneiderkunst (längst nicht für jede(n) erschwinglich), wird wohl noch eine ganze Weile auf ihren bizarren Formen der Präsentation bestehen. Hier gibt es so schnell keine Gnade, kein Aufweichen der erbarmungslosen Präsentation.

Prèt á Porter bedeutet übersetzt „fertig zum Anziehen“ und könnte den Anfang machen. Mode für Frauen, fertig zum Anziehen, vorgeführt von hübschen normalgewichtigen Frauen.

„Bella Donna“ , eine Kölner Modelagentur, hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich auf Models mit „Normalmaßen“ spezialisiert. Weitere Agenturen sind diesem Beispiel schon gefolgt oder werden noch folgen. Werden wir dann endlich auf den Laufstegen dieser Welt immer mehr Frauen wie „Du“ und „Ich“ sehen?

Marie-Alice Offermann, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf