Schule – Tag der Offenen Tür 2009 am „Annette“

Gegen zehn Uhr trafen die ersten Besucher und interessierte Eltern ein und wurden persönlich von Vertretern des Lehrerkollegiums begrüsst. Um die Orientierung innerhalb des Gebäudes zu erleichtern, wurden von Lehrern geführte Rundgänge durch das Gebäude, die Turnhallen und Außenanlage angeboten, die einen Überblick über das Fächergebot und die Ausstattung der Schule ermöglichten.

Das Annette-Gymnasium begrüßt den kommenden Jahrgang für das Schuljahr 2010/2011 als offene Ganztagsschule. Unterrichtszeiten, Pausen und Mensabetrieb werden entsprechend umgestellt und erweitert.

Das Gymnasium fährt pro Jahrgangsstufe vierzügig und bietet für den Einstieg neben den drei traditionell mit Englisch als erste Fremdsprache beginnenden 5. Klassen auch eine Französisch-Klasse an, die mit Französisch als erste Fremdsprache in Kombination mit zusätzlichen Englischstunden startet.

Zu Beginn des Rundgangs konnten sich die Gäste über die verschiedenen Sprachangebote – Englisch, Französisch, Spanisch, Latein – und natürlich das Fach Deutsch informieren.

Laut einer Umfrage unter Schülern und Schülerinnen, die sich an diesem Tag engagierten, werden die Sprach-AG sowie die AG-Angebote mit einem „Sehr gut“ bewertet, und auch der erste Eindruck der Schule sei gut. Die wenigen negativen Rückmeldungen betrafen das unzureichende Angebot an Verpflegung, besonders um die Mittagszeit herum.

„Waren die Vorbereitungen mühsam ?“, wollten wir wissen. „Es hielt sich in Grenzen, aber wir sind das ganze Jahr mit unserer Schule ehrenamtlich beschäftigt und somit auf dem letzten Stand der Dinge , aber ohne das zusätzliche Engagement wäre ein nahezu reibungsloser Ablauf und Auftritt nicht so gewährleistet“, erklärte die stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende.

Auch für die Lehrer häuften sich die offiziellen und inoffiziellen Termine gerade in der Vorweihnachtszeit. Trotz sinkender Schülerzahlen hoffe man aber dennoch auf die gewohnte Anzahl an Anmeldungen und somit auf eine Bestätigung des Engagements aller Beteiligten, welches sich nicht nur auf diesen einen Tag beschränkte.

Nach diesem Tag war die Adventszeit nicht mehr fern. Der Adventsbasar wird wieder einmal mit seinem Erlös das Projekt „Ärzte ohne Grenzen“ in Indien unterstützen. Auch die Abiturienten spenden hierfür. Seit Jahren engagiert sich hier der ehemalige Schüler und Abiturient Dr. Tobias Vogt für die Kranken und Kinder in Kolkatta (Kalkutta) und ermöglicht neben der medizinischen Versorgung auch Schulbesuche für Kinder. Auch in Kalkutta begrüßt das Annette-Gymnasium also jährlich indirekt durch die Spenden ein paar neue Schüler und Schülerinnen.

So möchte man sich auch künftig sozial engagieren und im kommenden Jahr das 100-jährige Bestehen der Schule mit vielen Aktionen und Darbietungen feiern, mit Schülern und Schülerinnen, Eltern und Lehrern von damals, heute und morgen und weltweit.

Janina Bosselmann, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

28 Kinder schauspielern mit Profis in der Oper – Abenteuer: Oper

Zwei Kinderchöre aus Gerresheim sind dabei: Sie spielen in einem Stück der Deutschen Oper am Rhein mit. Und die Vorgeschichte? Jede Menge anstrengende Proben.

„Pssst! Jetzt den Anfang noch mal bitte mit Ruhe!“, ruft Spielleiter D. Hackenberg den Kindern schon etwas entnervt zu. „Noch mal von vorne. Da L1, da hinten L2, und direkt daneben R1. Und los!“ Die Kinder laufen hektisch zu ihren Positionen, man hört aufgeregtes Gemurmel.

Zur ersten Bühnenprobe fuhren am 30. November 28 Jungen und Mädchen zwischen neun und elf Jahren des Kinderchors der Basilika St. Margareta in Gerresheim zur Oper Duisburg. Sie spielen in dem Opernstück „Bajazzo/Pagliacci” mit.

Gemeinsam stellen sie eine Schar von Kindern dar, die in einem Dorf in Italien eine spannende Geschichte rund um eine umherziehende Theatergruppe miterleben. Dafür proben sie schon seit mehreren Wochen regelmäßig, da sie sehr schwierige Texte singen müssen. Viele anspruchsvolle Proben stehen ihnen noch bevor, die auch oft bis sehr spät in den Abend dauern. Dabei werden sie tatkräftig von Chorleiter Klaus Wallrath unterstützt, der viel Zeit für dieses Projekt investiert. Er äußert sich trotz der Strapazen sehr zuversichtlich: „Ja, natürlich sind die Proben alle sehr anstrengend, aber es ist wirklich ein unvergleichliches Erlebnis für die Kinder, dort auf der Bühne zu stehen“, sagt er.

Aufwendig sind die Proben mit den Kindern sicherlich: Bis zu dreimal in der Woche üben die Kinder in den Probehallen der Deutschen Oper am Rhein, manchmal sogar bis zehn Uhr abends. Das merkt man den Kindern jedoch kaum an. Nur gegen Ende werden sie manchmal etwas unkonzentrierter und hibbeliger. Auch sind sie immer sehr erleichtert, wenn endlich wieder eine Pause ansteht. Dann spielen sie fangen oder erkunden die Probenhalle, die voll mit Requisiten steht.

„Ist das hier ’ne echte Zigarre?“, fragt ein Junge erstaunt. „Und, wird der eigentlich echt gemordet?”, kommt es aus einer anderen Ecke.

Die Kinder nehmen die Proben gerne auf sich, damit am Ende Top-Aufführungen dabei herauskommen, die noch bis Juni aufgeführt werden. Außerdem machen ihnen die Proben ja auch Spaß. Franziska L. und Lea B. aus der Gruppe sind zum Beispiel sehr stolz darauf, mit Profis zusammenarbeiten zu dürfen.

D. Hackenberg, der mit den Kindern alles einübt, sagt: „Man muss ihnen halt erklären, was sie machen müssen, da sie ja nicht viel vom Text verstehen, weil er auf Italienisch ist. Aber das funktioniert ganz gut!” Außerdem sei er ja schon darin geübt, mit Kindern zu arbeiten. Schließlich kam das schon oft vor.

Obwohl alle Kinder nach den langen Proben ziemlich erschöpft sind, sind sie sich alle einig, dass sie sehr gerne noch einmal an solch einem Projekt teilnehmen würden.

Nach der Probe steigen die Kinder, aufgedreht und erleichtert, für den Tag alles geschafft zu haben, in den Bus. Er bringt sie zurück nach Gerresheim.

Infos zum Stück unter: www.rheinoper.de

Theresa Lennartz & Clara Pietrek, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Urlaub auf dem Reiterhof – Ein Paradies für Pferdenarren

Wer seine Ferien auf einem Reiterhof verbringen möchte, kann in die Eifel zur Reiterpension Karduck fahren. Sie liegt in Mimbach, einem schönen kleinen Ort, indem es mehr Pferde als Einwohner gibt. Dort findet man alles, was das Herz begehrt: viele wunderbare Pferde und süße Ponys, guten Reitunterricht, ein eigenes Schwimmbad, wunderschöne Zimmer und leckeres Essen.

Für pferdeliebende Kinder und Jugendliche ist es das Paradies auf Erden. Sie können reiten und bekommen ein eigenes Pflegepferd oder -pony, um das sie sich kümmern können. Jeden Tag kann man zwischen Reitstunden, Ausritten und Longierstunden wählen. Hier finden Anfänger und Fortgeschrittene, alles, was sie sich wünschen. Neben dem Reiten lernt man auch, mit Pferden umzugehen und sie zu verpflegen.

Lustige Abende und Spiele sorgen für Abwechslung und Unterhaltung. Falls man neben dem Reiten auch ein wenig Englisch lernen möchte, kann man einen Berlitz-Kurs buchen, jeden Tag hat man dann ein paar Englischstunden und kann auch reiten. Wer Sport und Spaß kombinieren möchte, ist hier auf jeden Fall richtig aufgehoben!

Lisa Schwerdt, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Skilanglauf-Weltcup – Frau Holle kommt aus Neuss

Für den Skilanglauf Weltcup vom 4. bis 6. Dezember werden in Düsseldorf rund 3000 Kubikmeter Schnee benötigt. Dieser kommt aus der Neusser Skihalle und besteht aus ganz normalem Leitungswasser. Er wird an der Decke der Halle aus Schneekanonen unter hohem Druck zu einem feinen Nebel zerstäubt, auf dem Weg nach unten kristallisiert er durch die minus vier Grad kalte Luft und kommt als Schnee auf dem Hallenboden an, fertig ist der perfekte Pulverschnee.

Nun muss der Schnee noch an das Düsseldorfer Rheinufer transportiert werden. Das sogenannte „weiße Gold“ wird von Experten aus der Halle gefahren und auf Lkw verfrachtet. Diese fahren dann nach Düsseldorf, wo der Schnee zunächst in „Schneedepots“ zwischengelagert wird und darauf wartet, von Pistenbullys auf der Strecke verteilt zu werden. Den Feinschliff übernehmen Pistentechniker der Skihalle und freiwillige Helfer. Trotz Temperaturen von ungefähr zehn Grad und Regen wird der Schnee bis Sonntagabend halten.

Lisa Schwerdt und Julia Michalski, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Sieben- bis 18-Jährige sind am häufigsten betroffen – Erst gechattet, dann missbraucht

Die Gespräche beginnen meist harmlos, enden jedoch dann meist dreist und aufdringlich. Nicht jede Internetbekanntschaft erweist sich als nett – und so manche kann sogar gefährlich werden. Denn was harmlos in einem Chatroom begann, kann mit einem Treffen und sexuellem Missbrauch enden. Besonders Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren sind eine beliebtesten Zielgruppen der Täter, die in Chatrooms mit ihnen Kontakt aufnehmen.

Einer kanadischen Studie des Forschers Peter Collins aus dem Jahr 2001 zufolge nutzen 97 Prozent der Leute, die sich an Kindern vergreifen wollen, das Internet, um Kontakt zu ihren Opfern herzustellen. Auch muss kaum dabei jemand befürchten, erwischt zu werden. Denn die Polizeibeamten dürfen erst dann im Netz recherchieren, wenn eine Anzeige vorliegt.

Ein Großteil der zur Anzeige gekommenden Delikte können somit nicht bearbeitet oder geklärt werden. Es werden laut Polizeiberichten vor allem Mädchen missbraucht, doch die Zahlen der missbrauchten Jungen steigt enorm.

Im Jahr 2000 wurde zum Beispiel ein zwölfjähriges Mädchen, das sich mit ihrer Chatbekanntschaft treffen wollte, mehrfach und von insgesamt zwei Tätern missbraucht. Anfang 2003 entkamen zwei 14-Jährige nur knapp einem Familienvater. Nach dem Kennenlernen im Chat trafen sie sich mit einem Mann. Bei der ersten Verabredung schenkte er ihnen jeweils ein Handy. Als er beim zweiten Rendezvous Pornobilder von ihnen machen wollte, wurde er durch die Anzeige einer wachsamen Nachbarin von der Polizei an der Tat gehindert.

Schrecklich ist, dass viele Opfer gar nicht in die Statistik mit einbezogen werden. Sind die weiblichen Opfer beispielsweise über 14 Jahre alt und nicht beweisbar vergewaltigt worden, wir der Missbrauch meistens erst gar nicht verfolgt.

Viele Opfer werden täglich gefragt, ob sie Nacktfotos gegen Geld von sich machen lassen wollen oder Ähnliches. Andere erhalten täglich mehrere Web-Cam-Einladungen, auf den zu sehen ist, wie sich ein Erwachsener selbst befriedigt.

Laut dem European Institute for the Media, World Internet Project 2004, und Professor Dr. J. Cole und Professor Dr. J. Groebel wissen rund 70 Prozent der Eltern nicht, was ihre Kinder im Internet machen. Dabei sollten auch sie ihre Kinder besser über die Gefahren informieren.

Tara Zick Florien Vilé, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Fortuna Düsseldorf – „Fans und Mannschaft sind eine verschworene Einheit“

Wer hätte das gedacht. Ein Spiel vor der Winterpause steht Fortuna auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga und hat eine fantastische Bilanz hingelegt. Zeit, ein paar Fragen an Trainer Norbert Meier zu stellen.

Frage: Herr Meier, haben Sie einen so erfolgreichen Saisonverlauf erwartet?

Meier: Den konnten wir so nicht erwarten und desto glücklicher sind wir jetzt, dass wir nach 16 Spielen 30 Punkte haben. Eine tolle Bilanz. Wir hoffen natürlich alle, dass es auch so weiter geht.

Frage: Sind die anderen Mannschaften so schwach oder Fortuna so stark? Was unterscheidet F95 von den anderen Vereinen?

Meier: Ich glaube, wir haben doch eine sehr starke Liga und jeder kann jeden schlagen. Die Rückrunde wird sicherlich ungleich schwerer als die sehr gute Hinrunde, weil da noch bisher nicht so erfolgreiche Mannschaften nach oben kommen werden. Ansonsten sind sich die Mannschaften eigentlich ähnlich, alle müssen in jedem Spiel alles geben, um erfolgreich zu sein.

Frage: Gibt es Spieler, die Sie dieses Jahr besonders herausstellen möchten?

Meier: Ja, die Mannschaft.

Frage: Welchen Anteil haben denn die begeisterten und zahlreichen Fortuna-Fans am Ergebnis?

Meier: Fans und Mannschaft, das ist eine verschworene Einheit geworden. Es gab 2009 schon Highlights. Federführend natürlich das Spiel gegen Werder Bremen II mit über 50.000 Zuschauern. Das wird es wahrscheinlich nie wieder in der 3. Liga geben, und wir hoffen natürlich, dass wir nie wieder so ein Entscheidungsspiel dort bestreiten müssen.

Frage: Ertappen Sie sich manchmal dabei, von der 1.Bundesliga zu träumen?

Meier: Träume sind das Schönste, was man hat im Leben. Nicht jeder Traum wird wahr, aber man sollte sich Träume bewahren, besonders wenn sie um die 1. Liga gehen.

Frage: Freuen Sie sich auf die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika?

Meier: Ja, eine Weltmeisterschaft ist ja immer ein Höhepunkt, bei der man natürlich der deutschen Mannschaft fest die Daumen drückt. Die Gruppenauslosung ist für mich nicht so einfach, wie das von vielen dargestellt wird.

Frage: Sind Sie persönlich auch Fan von den Toten Hosen?

Meier: Als Trainer von Fortuna Düsseldorf bin ich natürlich auch Fan der Toten Hosen, die ja auch Fans von uns sind, und da ist der Schulterschluss ganz enorm. Und wenn man jetzt weiß, dass wir am Samstag, nach dem Spiel zum Konzert in den ISS Dome gehen, zeigt es, dass wir die Musik mögen.

Frage: Was halten Sie vom Frauenfußball?

Meier:Frauenfußball hat sich toll etabliert in Deutschland, man darf nur einen Fehler nicht machen, dass man den Frauenfußball mit dem Männerfußball vergleicht. Der deutsche Frauenfußball ist aufgrund der internationalen Erfolge ein Aushängeschild geworden. Ich freue mich schon auf die Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland.

Frage: Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft in der Rückrunde?

Meier: Wir hoffen natürlich, dass wir unser Level halten und einen guten Fußball abliefern können. Ich wünsche mir, dass wir diese positive Grundstimmung, dieses „Füreinanderdasein“ und diese mannschaftliche Geschlossenheit auch in der Rückserie demonstrieren können.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg.

Anton Hermanns, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Verkehrspolitik – Pro und Contra Wehrhahnlinie

Zurzeit hört man nur noch negative Sachen über die Wehrhahnlinie. Düsseldorf ist die reinste Baustelle geworden, an jeder Ecke Riesenlöcher. Viele Menschen haben ihre Existenz verloren, immer weniger Menschen gehen zwischen den riesigen Baustellen noch gerne einkaufen.

Die Stadt Düsseldorf hat es sicherlich nicht gewollt, dass die Leute ihre Geschäfte und damit ihr Einkommen verlieren. Der Bau der Wehrhahnlinie hat natürlich auch seine guten Seiten, keine Staus mehr, nicht mehr so viele Unfälle mit den Bahnen. Die Düsseldorfer scheinen momentan aber nur die negativen Seiten des Bauvorhabens zu sehen.

Möglicherweise sind die Bedenken nicht ganz unbegründet: Am Donnerstagmorgen, den 10. Dezember 2009, etwa, mussten an der Haltestelle Pempelforter Straße zwei Häuser evakuiert werden. Da das Fundament zu sehr freigelegt worden war.

Da hat man doch Bedenken, ob die Leute vom Vermessungsamt und die Bauarbeiter ihre Arbeit zwischen Wehrhahn und Bilker Arcaden wirklich gut machen. Der zweite Gedanke ist, wäre es möglich, dass die Katastrophe von Köln, bei der zwei Häuser und das große Stadtarchiv eingestürzt sind, auch bei uns passieren könnte?

Am 3. März 2009 ist dort durch falsche Vermessungen des Erdreichs ein Millionenschaden entstanden. Zwei Todesopfer wurden unter den Ruinen gefunden. Viele Menschen haben ihre Existenz verloren. Es sind Kleinigkeiten, die einen unsicher machen, wie zum Beispiel eine falsche Vermessung, so ist es auch am Donnerstagmorgen passiert – zum Glück hat man es vorher erkannt, bevor etwas Schlimmes passiert ist.

Laura Handte, Düsseldorf, Heinr.-Heine-Gesamtschule

Meinungen zur Wehrhahnlinie – Die neue U-Bahn hat Vor- und Nachteile

„Wir haben erheblich weniger Kunden durch diesen unnötigen Bau.“ Das schimpft eine Frau aus einer Buchhandlung über den Bau der Wehrhahnlinie. „Die neue U-Bahn ist auf jeden Fall für notwendig. Da stört mich auch der Bau zurzeit nicht“, sagt dagegen ein Passant.

Das sind nur zwei Beispiele für die Meinungen zum Bau der Wehrhahnlinie, die man von den Düsseldorfern in letzter Zeit zu hören bekommt. Einige laufen kopfschüttelnd und verärgert durch die Ersatzwege, die wegen der Arbeiten eingerichtet wurden. Andere spazieren durch die Baustellen, als gäbe es nichts Schöneres.

Das zeigt: Die Meinungen zur Notwendigkeit und Umstände des Baus gehen komplett auseinander.

Das liegt daran, dass die Wehrhahnlinie zwei Seiten hat: eine Positive und eine Negative.

Für positiv halten die Bürger zum Beispiel folgende Aspekte:

Die Stadt ist weniger voll von Autos, was zu erheblich weniger Staus und Verkehrsunfällen führt. Dazu werden nach der Fertigstellung ausschließlich Niederflurbahnen verwendet, welche den Bewegungsradius von Menschen mit Handykaps erheblich erweitert.

Außerdem bieten die neuen Bahnen mehr Flexibilität, und durch den unterirdischen Bau werden oberirdisch die Fuß- und Radwege weiter ausgebaut, was zu einer Luftverbesserung der Innenstadt führen könnte.

Ein weiterer Punkt ist, dass Düsseldorf grüner wird. Der Hofgarten wird erweitert und am Jan-Wellem-Platz werden neue Grünanlagen gepflanzt.

Natürlich sind dies alles positive Veränderungen, die wahrscheinlich sogut wie jedem von uns gefallen werden.

Doch leider gibt es auch weniger Positives zu berichten.

So beträgt der Betrag, der für die Bauarbeiten gezahlt werden muss,

mehr als 650 Millionen Euro. Und es gibt immer mal wieder Schwierigkeiten durch den Bau. Am 10. Dezember beispielsweise wurde an der Pempelforterstraße durch die Verlegung der unterirdischen Leitungen am Fundament eines Mehrfamilienhauses zu tief gegraben. Gegen acht Uhr wurden die Gebäude deshalb von der Polizei evakuiert.

Als störend werden von Anwohnern und Passanten außerdem der ganze Dreck, der Lärm und die riesigen Löcher empfunden, die durch den Bau entstehen. Doch nicht nur die Bürger leiden. Auch die Einzelhändler haben es schwer. So ist die Schadowstraße keine Shoppingstraße mehr, sondern ein Durcheinander von Baggern, Maschinen, Löchern und Zäunen.

Laut Umfrage haben mehr als die Hälfte der Geschäfte, eine hohe Anzahl von ihren Kunden verloren. „Die meisten Kunden lassen sich die Sachen nur noch zuschicken, wenn überhaupt. Und Kunden mit Handykaps wie Rollstühlen oder Kinderwagen kommen gar nicht mehr“, erzählt eine Verkäuferin.

Es stellt sich die Frage: Ist der Bau wirklich nötig?

Oder könnte man mit 650 Millionen Euro die Stadt nicht auf andere Art und Weise verbessern?

Lara Mogendorf, Düsseldorf, Heinr.-Heine-Gesamtschule

Hunde-Agility – Sport und Spaß für Hund und Mensch

Immer mehr Hundebesitzer, vor allem junge Leute und Familien mit Kindern, machen mit ihren Hunden Agility. Für diese besondere Sportart braucht man keinen bestimmten Platz. Ob am Rhein, im eigenen Garten, auf dem Hinterhof oder doch lieber mit anderen in einem Verein: Man kann es überall machen.

Die meisten Hundebesitzer starten damit, ihrem ein, zwei Jahre alten Vierbeiner besondere Kommandos zu lernen. Dies geht über spezielle Spielmethoden, wie zum Beispiel einen Tanz, bei dem Herrchen und Tier ganz schön ins Schwitzen geraten.

Natürlich braucht man viel Geduld, manchmal helfen aber auch Streicheleinheiten oder Belohnungen. Auch Tonlagen und Tonintensität sowie Blickkontakt sind entscheidend.

Es gibt zwei Stufen, in die man die Übungen einteilen kann: zum einen das Kommandolernen, zum anderen ein Hindernisparcours. Beim Kommandolernen werden dem Hund verschiedene Kunststücke beigebracht. Sie ergänzen die Basics wie „Sitz“, „Platz“, „Gib Pfote“ und so weiter.

„Meinem Hund macht es einfach Spaß, und ich bin auch stolz auf ihn.“ So lautet die Aussage einer Besitzerin über das Training, bei dem man seinem Tier zum Beispiel Kommandos wie „High Five“, „Rolle“ oder „Toter Hund“ beibringen kann.

Der Hindernisparcours hat verschiedene Hürden. Es gibt zum Beispiel eine Wippe über Baumstämme und Tunneln. Dabei wird viel Mut und Einsatzbereitschaft von den Tieren gefordert. Das Training bezweckt, dass ein Hund sich an seine Umgebung gewöhnt, Spaß hat und sich auspowern kann.

Doch nicht nur für den Vierbeiner kann Agility interessant und lustig sein.

„Es ist wunderbar zusehen, welche Fortschritte Leila macht! Und sie hat unglaublichen Spaß dabei.“ Berichtet eine Frau, deren Hund diesen Sport ausübt. Und der Trainer sagt: „Die Hunde bleiben länger gesund, haben mehr Kondition und leben einfach länger. Es ist wie bei uns Menschen: Wer viel Sport macht, bleibt bis ins hohe Alter fit.“

Leonie Dinter, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Kino: Avatar – Aufbruch nach Pandora – Jakes großes Abenteuer in der Zukunft

Endlich ist der aufwändige Film von Regisseur James Cameron in den Kinos. Lange mussten die Fans von James Cameron, dem Regisseur von Filmen wie „Titanic“ und „Terminator“, auf „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ warten, und zwar ganze 14 Jahre.

1995 gab es einfach noch nicht die technischen Mittel. „Ich legte die Geschichte einfach zu den Akten“, sagte der Autor und Regisseur Cameron in einem Fernsehinterview. Als er sie wiederentdeckte, dachte er: „Daraus lässt sich doch bestimmt etwas machen.“ Dass er Recht hatte, können diejenigen bezeugen, die den Film im Kino oder auch nur den Trailer im Internet gesehen haben.

In ferner Zukunft bekommt ein ehemaliger Soldat, der aufgrund einer Verletzung im Rollstuhl fährt, das Angebot, auf einem anderen Planeten, genannt Pandora, ein neues Leben anzufangen. Dort gibt es ein seltenes Material, das sehr viel Geld wert ist. Der Soldat, Jake Sully, soll dort in die Rolle eines so genannten Avatars schlüpfen, einer aus DNA von Menschen und Ureinwohnern des Planeten, den Na’vi, gezüchteten Hülle für das Denken eines Menschen. Jake steuert seinen Avatar mental, wenn er sich in eine Vorrichtung legt, die ihn mit dem Na’vi-Körper verbindet.

Ein Dorf der Na’vi liegt genau über dem größten Vorkommen des begehrten Materials. Es muss umgesiedelt werden, entscheidet Jakes Vorgesetzter. Jake soll Informationen über sie sammeln, die dabei nützlich sein könnten. Er wird mitten im Dschungel abgesetzt und muss sich selbst zurechtfinden.

Es dauert nicht lange, da wird er von einem Tier attackiert, und eine wilde Jagd beginnt. Schließlich rettet ihn eine Na’vi-Frau, die ihn nach einer Weile zu ihrem Stamm bringt. Immer wieder kehrt er zu seiner Station zurück und erstattet Bericht, bis er erfährt, dass sein Vorgesetzter die Na’vi gewaltsam vertreiben will. Dann schlägt er sich auf die Seite seines neuen Stammes und kämpft mit ihnen gegen die Habgier der Menschen.

James Cameron

Geboren:16. August 1954

Beruf: Regisseur, Produzent und Drehbuchautor

Werke: Terminator 1 und 2, Titanic, Aliens – die Rückkehr, Avatar- Aufbruch nach Pandora

Ben Schuster, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium