Alte Sportart wieder im Aufwind? – Faustball – nur noch wenig bekannt

Faustball ist eine Sportart, die schon dreihundert Jahre vor Christi in Italien bekannt war. Faustball gehört mit zu den ältesten Sportarten der Welt. Man verdient kein Geld wie zum Beispiel bei Fußball oder Tennis. Faustball ist heute nicht mehr so bekannt.

Faustball ist ein Rückschlagspiel, bei dem sich zwei Mannschaften auf zwei Halbfeldern gegenüber stehen. Die Halbfelder werden von der Mittellinie und einer Leine getrennt. Die Leine wird durch zwei Pfosten in – je nach Altersklasse – bis zu zwei Meter Höhe gespannt. Die Mannschaften stehen mit jeweils fünf Spielern auf dem Feld.

Nach der Angabe ins gegnerische Feld darf der Ball dort nur von drei verschiedenen Spielern berührt werden. Zuerst nimmt die Abwehr den Ball an, dann der Zuspieler (Mittelspieler) und anschließend der Schlagmann/-frau. Der Ball darf insgesamt zweimal aufspringen, aber nur innerhalb des Feldes.

Wenn der Ball die Leine oder den Pfosten trifft, außerhalb des Spielfeldes aufspringt, den Körper – außer Arm oder Faust – berührt oder der Körper die Leine berührt, ist dies ein Fehler und die gegnerische Mannschaft bekommt einen Punkt.

Ein Satz geht normalerweise bis zu elf Punkte. Hat eine Mannschaft den ersten Satz gewonnen und den zweiten Satz verloren, gibt es einen dritten Satz. Es müssen immer zwei Punkte Unterschied sein.

Im Sommer (Feldsaison) spielt man Faustball im Freien, auf dem Sportplatz (Feldgröße 50 x 20 m). Im Winter (Hallensaison) wird in der Halle gespielt (Feldgröße 40 x 20 m). In der Halle ist jede Wandberührung ein Fehler. Berührt der Ball beim Hinüberspielen die Decke, ist dies auch ein Fehler.

Die Sportart macht sehr viel Spaß. Man kann schon als Kind oder als Jugendliche/-r gegen Erwachsene spielen, dabei sammelt eine Mannschaft oder ein/-e Spieler/-in viel Erfahrung. Beim Faustball braucht man eine Technik, klar muss man auch schnell sein, aber nur die Schnelligkeit reicht nicht. Faustball sollte auch im Sportunterricht gespielt werden, dann können mehr Kinder oder Jugendliche Spaß daran finden.

Patricia Heck, Mänchengladbach, Realschule Rheydt

Mode – A&F – Die amerikanische Kultmarke in Düsseldorf

Durchtrainierte, gut aussehende Männer, Parfumgeruch auf der ganzen Straße und eine große Menschenmenge. Dies konnten die Besucher der Kö eine ganze Woche lang vor dem Gebäude mit der Nummer 17 sehen, denn hier wurde der erste deutsche Store der amerikanischen Kultmarke Abercrombie & Fitch (kurz A&F) am 1. Dezember eröffnet.

Wer an dem Gebäude vorbeilief, hatte die Gelegenheit ein Foto mit den internationalen Models zu schießen. Am Tag der Eröffnung standen zirka 150 Menschen Schlange, um in den Shop zu kommen. Einige von ihnen waren sogar schon seit 7 Uhr da, obwohl erst um 10 Uhr geöffnet wurde, nur um der Erste zu sein,der den Laden betritt.

Es wird immer nur eine begrenzte Anzahl an Kunden in den Laden gelassen, die anderen müssen hinter einem Absperrseil warten. Nachdem man von den smarten Türstehern mit einem freundlichen „Hey, what´s going on?“ begrüßt wird, kann man mit einem Model ein Foto machen.

Der Shop ist auf vier Etagen und 2000 Quadratmeter verteilt (damit ist er der größte der Welt!). Er ist nur schwach beleuchtet, laute Weihnachtsmusik wird abgespielt, überall stehen knapp bekleidete Mitarbeiter und durch die Lüftung wird Parfum gesprüht. Das ist Abercrombie!

Aber hat sich einer eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, wieso das amerikanische Modelabel so erfolgreich ist und wie es überhaupt entstand? David T. Abercrombie gründete 1892 „Abercrombie Co.“, Stammkunde Ezra H. Fitch kaufte 1900 einen Anteil an der Marke und somit erfolgte dann 1904 die Umbenennung in „Abercrombie & Fitch Co.“

Aber warum ist A&F denn jetzt so beliebt? Die Marke vermittelt ein Stück amerikanisches Lebensgefühl. Die Merkmale sind der Vintage Look und der Elch der auf so gut wie jedem Kleidungsstück zu finden ist. Sie hat einfach Kultcharakter, und sie beherrschen das Spiel der Inszenierung so gekonnt wie keine andere Marke.

Man hat um diese Marke einen eigenen Mythos geschaffen. Die Exklusivität war immer schon Strategie,die das Begehren erhöht hat.

Aber jetzt wieder zurück nach Düsseldorf.Wir interviewten einen der ersten Kunden und einen bekannten Mitarbeiter von A&F.

Markus H. (Kunde):

Wie finden sie den A&F Shop?

M:Optisch sieht er sehr schön aus, aber für mich ist er etwas zu dunkel.

Viele Leute waren von den Preisen negativ überrascht.Wie sieht es da bei Ihnen aus?

M:Ja, ich war es auch.Die Preise sind leider extrem hoch umgesetzt.

Wie sind Sie auf A&F gekommen?

M:Durch die Medien. Vor einigen Jahren habe ich im TV öfter Personen diese Klamotten tragen sehen.

Was würden sie A&F empfehlen?

M:Weniger Mitarbeiter, mehr Auswahlund niedrigere Preise.

Chris A. (Mitarbeiter)

Wie ist es dazu gekommen, dass du bei A&F arbeitest?

C: Zufall. Ich wurde auf der Straße von drei Mädchen angesprochen.

Was ist der Unterschied zwischen A&F und Hollister?

C: A&F ist College-und HCO mehr Surferstyle. Außerdem ist HCO billiger.

Was hälst du davon, dass A&F noch in andere deutsche Städte kommen soll?

C: Nicht so gut. Es könnte sein, dass dann jeder die Marke trägt.

Lisa Holthaus und Aylin Kilit, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Pflegenotstand in Deutschlands Altenheimen – Harte Arbeit für wenig Geld

Jeden Tag werden viele Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Da viele Familien die Pflege zu Hause nicht leisten können, ist eine Unterbringung in einem Altenheim die beste Lösung. Dort wird den alten Menschen durch die harte und stressige Arbeit von Altenpflegern ein Leben mit der nötigen Hilfe und Abwechslung ermöglicht.

Hierfür setzen sich die Altenpfleger rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, im Schichtsystem ein. Zu den Aufgaben eines Altenpflegers gehören die Pflege der Bewohner, das Essen zu verteilen, Medikamente zu stellen und Kontakt zu den Angehörigen zu pflegen.

Weiter sorgen sie für Abwechslung im Alltag, mit beispielsweise einem Malkurs, Bingoabenden, gemeinsamen Backen und Singnachmittagen, sowie monatliche Gottesdienste. Zusätzlich steht jeden Tag viel Dokumentationsarbeit an.

Leider interessieren sich immer weniger Menschen für den Beruf des Altenpflegers, was zu einem Pflegenotstand führt. Die schlechte Bezahlung ist der Hauptgrund dafür, dass der Nachwuchs ausbleibt. Die Politik sollte hier schleunigst reagieren – denn schließlich werden wir ja alle mal alt.

Franziska Präpper, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Musik – „Elevate“ – das neue Album von Big Time Rush

Das lange Warten auf das neue Album „Elevate“ von Big Time Rush hat sich gelohnt. Das zweite Album ist seit dem 18. November in den Läden erhältlich – drei Tage früher als in den USA.

Die Band hat mehr als ein Jahr an ihrem Album gearbeitet. Gerade könnten sie platzen vor Stolz. „Das ist unser Baby,“ freut sich Carlos (22). Acht der zwölf Songs haben sie selbst geschrieben. „Cover Girl“ (dt.:Titelmädchen) ist ein echtes Mutmach-Lied für alle Mädchen, die sich mit perfekten Hollywood-Schönheiten vergleichen und dann fürchten, nicht hübsch genug zu sein,“ erzählt Kendall (21).

Die erste Single „Music Sounds Better With You“ (dt.: Musik klingt mit dir besser), haben sie gemeinsam mit dem One-Republic-Star Ryan Tedder (32) produziert und in einem Duett mit Mann gesungen. „Das war echt super!,“ schwärmt James (21).

Das Lied ist ein Cover des 90er Jahre-Hits der Band Stardust. Die echten Party-Hits sind „Elevate“ (dt.: Erheben), gleichzeitig auch der Albumtitel und „Love Me Love Me“ (dt.: Lieb mich, lieb mich).

James: „Es ist ein cooler Partysong mit tollen Beats geworden.“ „Ich würde das Lied gerne mal auf meiner Hochzeit singen,“ fügte Kendall hinzu. Was ganz besonders dem süßen Logan (22) am Herzen liegt, ist der Song, „Time Of Our Life“ (dt.: Die Zeit unseres Lebens). Er hat ihn gemeinsam mit einigen Freunden geschrieben, die Grundidee ist während ihrer Tour im Sommer entstanden.

„Ich fühlte mich einfach total happy, weil bei uns alles so gut läuft,“ sagte Logan glücklich.

Im Großen und Ganzen waren die Jungs mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Sie kümmerten sich um jedes Detail von „Elevate“. Die Band entwarf sogar das Cover.

BTR (Abkürzung von Big Time Rush) sind nun auf die Reaktionen ihrer Fans gespannt.

Betül Baspinar, Mänchengladbach, Gesamtschule Volksgarten

Facebook bei den Menschen in Düsseldorf – Ein umstrittenes soziales Netz

Facebook ist heute mit 800 Millionen Usern weltweit das größte soziale Netzwerk. Die Plattform, mit der man überall in der Welt mit Menschen in Kontakt treten und Daten austauschen kann, wurde 2004 von dem Harvard-Student Mark Zuckerberg gegründet.

In Facebook stellt der User seine Daten den anderen Nutzern zur Verfügung und veröffentlicht somit einen großen Teil seines Privatlebens. Hierdurch sind bisher nicht gekannte Möglichkeiten der Kommunikation geschaffen worden, doch es ergeben sich auch zahlreiche Probleme.

Problematisch ist es zum Beispiel, dass der versprochene Datenschutz nicht eingehalten wird und Facebook alle möglichen Daten über Jahre speichert.

Außerdem werden auch Daten von Nicht-Usern behalten und Cookies an diese verschickt. Cookie ist ein Webbrowser Plug-In, das Daten, wie zum Beispiel die IP-Adresse, herunterlädt.

Um ein Meinungsbild zu gewinnen, haben wir Menschen in Düsseldorf zu ihren Erfahrungen mit Facebook interviewt. Hierbei wird klar, dass Facebook immer mehr in den Alltag von Jugendlichen und Erwachsenen gehört. Dagegen benutzen ältere Leute eher nicht den Computer und geraten deshalb auch nicht mit dem sozialen Netzwerk in Kontakt.

Jugendliche benutzen Facebook, um mit Freunden zu chatten oder um mit Freunden aus weiterer Entfernung in Kontakt zu bleiben. Zusätzlich besteht ein großer Austausch von Fotos und Videos, die sich jeder anschauen kann. Häufig vergessen die Nutzer beim Hochladen von persönlichen Daten, dass das Internet nicht vergisst.

Bei vielen besteht der Alltag somit nur noch aus Schule, Hobbys und Facebook. Zum anderen hat es einen gewissen Suchtfaktor, denn man möchte zu jeder Zeit wissen, was gerade so passiert und gepostet wird. Dadurch kann Neid auf Leute, die dort registriert sind, entstehen.

Bei den Erwachsenen hingegen wird Facebook mehrheitlich aus Gründen des Berufes oder wegen der entfernten Bekanntschaft benutzt. Sie sind vorsichtiger mit dem, was sie veröffentlichen als jüngere Menschen, und nutzen die Plattform nur selten. Sie wissen über die Risiken, die Facebook mit sich trägt, Bescheid. Eine Mehrheit der jungen Eltern erlaubt ihren kleinen Kindern, später Facebook zu nutzen. Trotzdem sind einige dieser nicht mit Facebook einverstanden und kritisieren es. Ein kleiner Teil der Eltern verbietet ihren Kindern, in das soziale Netzwerk einzutreten und gerät in einen Streit mit den Pubertierenden.

Ältere Menschen hören eher nur von Facebook durch Nachrichten, Radio und anderen Medien. So gut wie keiner von ihnen hat einen Facebook-Account. Im Gegensatz zu den Jugendlichen und Erwachsen der jüngeren Generation machen sie sich eher keine Gedanken über Facebook.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass Facebook trotz der ganzen Gefahren eins der beliebtesten und besten Netzwerke weltweit ist. Doch trotzdem sollte man Acht darauf geben, was und wo man was veröffentlicht, denn für die Zukunft kann dies schlimme Folgen haben.

Sophie, Saskia und Lucas, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Soziale Netzwerke – Und der persönliche Kontakt?

Soziale Netzwerke sind das Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts und ziehen jährlich Millionen von Menschen in ihren Bann. Bleibt dabei der persönliche Kontakt auf der Strecke?

Von Knuddels über StudiVz bis hin zu Facebook gibt es für jede Altersklasse ein dafür ausgearbeitetes Netzwerkkonzept. So werden schon Kinder im Grundschulalter an die trügerische Scheinwelt des Internets herangeführt, wachsen mit den Netzwerken auf und dokumentieren unbewusst ihr Leben in ihnen. Doch wie kommt es trotz vieler Gefahren dazu, dass sich immer mehr Menschen bei sozialen Netzwerken anmelden?

Der große Anstieg der Mitgliederzahlen in sozialen Netzwerken ist darauf zurückzuführen, dass nicht nur Teenager angesprochen werden, sondern auch Randgruppen, wie ältere und jüngere Personen. Die von uns durchgeführte Umfrage besagt, dass neun von zehn Befragten zwischen 16 und 21 Jahren einen Account in einem sozialen Netzwerk besitzen. Aber auch schon 80 Prozent der Zwölf- bis 15-Jährigen sind aktiv in einem Netzwerk tätig. Bei den 40- bis 60-Jährigen sind es dagegen nur 50 Prozent. Dadurch, dass die Netzwerkkonzepte auf alle Altersgruppen ausgelegt sind, bieten sie ungeahnt viele Möglichkeiten: Es ist möglich, virtuell Partys zu planen, Kontakt zu Freunden zu halten – auch über die Grenzen des Landes hinaus – Neuigkeiten zu posten und sogar seine großen Stars als „Freunde“ zu seiner Freundesliste hinzuzufügen. Somit wird den Mitgliedern eine Gleichheit vermittelt, aber auch das Gefühl, immer aktuell und aktiv im Netz sein zu müssen.

Gerade dieses Gefühl birgt Tücken, denn es kann auch zur Flucht in die virtuelle Welt, und damit zur Vernachlässigung des realen Lebens führen. Die Mitglieder verbringen immer mehr Zeit im Netz, geben dadurch auch immer mehr über sich preis. Dies kann sehr negative Auswirkungen auf die Zukunft haben, denn mögliche Arbeitgeber können sich über die Netzwerke noch vor einem persönlichen Gespräch ein Bild ihres Bewerbers machen, auch wenn dieser seinen Account schon längst gelöscht hat. Wenn also in einem sozialen Netzwerk unvorteilhafte Fotos oder Statusmeldungen des Bewerbers zu finden sind, kann es möglicherweise zu gar keinem Gespräch mehr kommen.

Ein weiteres Manko von Internetplattformen ist, dass Cybermobbing immer mehr zunimmt. Menschen, die sowieso schon gemobbt oder benachteiligt werden, können über diese Internetplattformen bei einem viel größeren Publikum lächerlich gemacht werden.

Es lässt sich das Fazit ziehen, dass Internetforen viele Vor-, aber auch Nachteile bieten. Deswegen ist besonders bei dem größten sozialen Netzwerk weltweit – Facebook – besondere Achtung geboten.

Oft schon war dieser Anbieter wegen Versäumnissen beim Datenschutz in den Medien. Also ist allen Mitgliedern dringendst zu raten, die von den Foren angebotenen Datenschutzmaßnahmen in Gebrauch zu nehmen und nicht unüberlegt etwas zu schreiben oder ein Foto hochzuladen, denn Facebook vergisst nichts!

Antonia Gärtz, Mänchengladbach, Franz-Meyers-Gymnasium

Ein Besuch in einem ganz besonderen Atelier – Fundgrube der Kinderträume

Die kleine Alexandra streicht mit ihrem Pinsel sehr bedächtig auf einem Blatt Papier. Auch die anderen Kinder arbeiten konzentriert an ihren Bildern, und es riecht nach frischen Farben.

Das Malatelier für Kinder liegt in einem Pempelforter Hinterhof. Über eine schmale Treppe gelangt man in die erste Etage. Hier befinden sich die Malräume, in denen Chantal Stiller und Jutta Rohwerder mit kunstinteressierten Kindern arbeiten.

Die beiden Künstlerinnen lernten sich 1976 über eine gemeinsame Freundin kennen und erkannten schnell, dass sie viele gemeinsame Interessen hatten. Sie hielten Kontakt, so dass sie ein Jahr später gemeinsam ein Malatelier auf der Rethelstraße gründeten. Eine große Feier fand statt und zog viele Schaulustige an. Das vielfältige Angebot weckte Interesse bei den Kindern. Denn zur Auswahl standen: Malen, Zeichnen, sowie Ton-Modelle anfertigen, mit Gipsplatten arbeiten und vieles mehr.

Heute, nach 34 Jahren, befindet sich die Malschule auf der Schinkelstraße und die Drei- bis 17-Jährigen sind immer noch begeistert. „Kinder entfalten bei uns ihre Kreativität und stärken ihr Selbstbewusstsein,“ erzählt die gebürtige Pariserin Chantal Stiller. Sie und ihre Kollegin Jutta Rohwerder nehmen sich für jedes Kind Zeit und versuchen seine individuellen Stärken zu erkennen und zu fördern.

Das Atelier ist eine Fundgrube an Emotionen, Fragen, Poesie und Kinderträumen.

Mit leuchtenden Augen hält Alexandra ihr fertiges Bild in den Händen, und alle sind sichtlich begeistert.

Selin Hande Özbek, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Voice of Germany vs. DSDS – Nichts gegen kranke Hunde

Der 24. November 2011 schrieb deutsche Fernsehgeschichte. Erstmals erschien ein neues Castingformat, welches es schafft den DSDS-Einschaltquoten gefährlich nah zu kommen.

Dieter Bohlens Jury-Stammplatz scheint nach nunmehr neun Jahren wohl langweilig und abgenutzt, Nena, Xavier Naidoo, das The Boss-Hoss-Duo und Rea Garvey ziehen die Ex-DSDS-Anrufer zu der, durch die USA und Holland, erfolgreich gewordenen Gesangstalent-Suche „The Voice of Germany“.

Beide Sendungen arbeiten mit Bewerber-Castings, wie sie wohl jeder von uns schon einmal gesehen hat, bis auf die Ausnahme, dass die Voice of Germany-Juroren ihre Kandidaten erst zu Gesicht bekommen, nachdem selbige gesungen haben. Dann folgen sogenannte „Singer Battles“, in denen die Kandidaten miteinander, aber auch gleichzeitig gegeneinander singen. Abschließend folgen noch die Live- oder auch Mottoshows, in denen jeweils entschieden wird, welche Teilnehmer sich von der Sendung verabschieden müssen.

Meiner Meinung nach sollte man sich, wenn man eher nach Spaß sucht lieber DSDS zuwenden, da dort alles, von der 16-Jährigen, die sich für Justin Biebers Zukünftige hält, bis hin zur Stimme des Jahrhunderts, vertreten ist. Dieter Bohlen fährt wie seit jeher mit seinen diskriminierenden Kommentaren auf, und die ganze Halle lacht, wenn auch so mancher Kandidat weinend von der Bühne rennt.

Dahingegen erscheint The Voice of Germany mit weißer Weste. Dort treten dann tatsächlich nur die Leute auf, welche auch etwas auf dem Kasten haben, doch auch in der Crème de la Crème des deutschen Free-TV kommt das Vergnügen nicht zu kurz; Anmerkungen seitens der seit mindestens zehn Jahren im Musikbusiness vertretenen Juroren lockern die Show auf und nehmen den Kandidaten die Nervosität.

Letztendlich aber lässt man sich lieber von The Voice of Germany als von einem braun gebrannten Musikproduzenten und seiner Schoßhund-Jury fixieren, denn man kann nicht weniger sagen, als dass die Sendung alles bietet, auf was man bei einer Castingshow hofft.

Unter anderem spart man sich auch die Ach-so-herzzerreißenden Lebensgeschichten der DSDS-Kandidaten, welche scheinbar nach Mitleid suchen und den Wunsch hegen, durch ihren angeblich kranken Hund, für den sie vom Preisgeld eine Prothese kaufen wollen, doch noch zu gewinnen.

Das alles in Ehren, nichts gegen kranke Hunde, aber es ist nunmal doch einfach die Stimme die zählt. Da gibt man The Voice of Germany vollkommen Recht, denn wer seine Kandidaten erst gar nicht sieht und nur deren Melodien folgen kann, der hat auch die allgemeine Erlaubnis, sich einen Musikproduzenten und Kenner zu nennen.

Arabella Kuhn, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Steigt Fortuna auf? – Mein Leben auf dem Fußballplatz

Düsseldorf ist im Fußballrausch! Es ist noch gar nicht lange her, dass Fortuna auf der Gemeindewiese von höchstens 80 verwandten Fans kickte. Und jetzt wurden bereits vor der Winterpause so viele Dauerkarten angefragt, dass erste Blöcke bereits ausverkauft sind und genaue Platzzusagen erst im Januar gemacht werden können! Die Zuschauerzahlen in der Esprit-Arena stiegen von 80 auf erwartete 18.500 auf tatsächliche 30.000!

Düsseldorf vor kurzem noch ein designtes Städtchen in grau-chrom und verwandelt sich vor den Heimspielen in eine rot-weiße Modesünde!

Und auch mein Leben hat dieser rot-weiße Tsunami überschwappt.

Jetzt steht meine liebe Familie nicht mehr nur am freien Samstag in aller Herrgottsfrühe auf, um zu diversen Bambini- und U-Juniorinnen-Spielen im weiten Umland aufzubrechen.

Jetzt geht nicht mehr nur der gesamte Freitagabend, der ganze restliche Samstag und der komplette Sonntagnachmittag für die Übertragung der 1. Bundesliga drauf.

Nein, jetzt kommen auch noch im neuen Düssseldorfer Fußballfieber diverse Wochenspieltage in der 2. Bundesliga dazu. Endlich können meine Lieben auch noch bei Heimspielen live und lautstark in der Espritarena die Jungs mit nach vorne peitschen. Endlich haben sie alle auch in Düsseldorf einen richtigen hausgemachten eigenen Fußballverein!

Der Keller voller stinkender Trikots, voll tropfender Mannschaftskleidung, der ehemals blühende Garten ein einziges Fußballfeld, kein Essen außer gelegentlichen Fortunabrötchen, keine Zeit mehr für gar nichts, keine Zeit für mich…

Muss Fortuna wirklich aufsteigen? Was wird dann aus Düsseldorf? Was wird aus dem Leben neben dem Fußball? Was wird aus mir?

Oje, oje, oje- ole, ole,ole. Ich glaub, ich wünsch mir eine Dauerkarte zu Weihnachten…

Maximiliane Winter, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Kart fahren – Spaß oder Lebensgefahr ?

Die Kartbahn in Niederkrüchten (Schwalmtal) bietet für

kleines Geld großen Spaß, auf einer der besten Kartstrecken die ich bisher gesehen habe. Es werden Karts für Erwachsene und Kinder ausgeliehen, so dass auch Vater und Sohn

sich mit einem zirka 70 km/h schnellen Kart ein Rennen liefern können.

Doch was tun, wenn die Bremse nicht funktioniert? Anfang November fuhren mein Vater und ich ahnungslos

unsere Runden. Es ist nur der langjährigen Fahrpraxis meines Vaters zu verdanken, dass nichts Schlimmes passierte, als die Bremsen seines Karts versagten. Ein unerfahrener Fahrer wäre höchstwahrscheinlich mit viel Tempo in die Bande gefahren.

Vielleicht ist ja das Risiko am Fahren der Grund für den Fahrspaß. Ich fahre auf jeden Fall noch gerne zur Kartbahn,

denn trotz Bremsenversagen oder Motorausfall macht es

sehr viel Spaß! Man sollte einfach nur ein bisschen aufpassen!

Janos Fogarasi, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.