Archiv der Kategorie: Humboldt-Gymnasium

Das Glück auf dieser Erde

Von Lina Bang, Klasse 8b, Humboldt-Gymnasium, Düsseldorf

Sobald man das eiserne Tor passiert, steigt einem der Geruch von Heu, Tieren, aber auch Pferdemist in die Nase. Man weiß, dass man im Reitpark de Groot angekommen ist, der mit vier Sternen ausgezeichneten Reitschule. Auf dem Hof gibt es nicht nur Pferde, Hunde und Katzen, sondern auch süße Ferkel und Ziegen. Im Mittelpunkt stehen aber die ungefähr 35 Ponys und 25 Pferde. Wandert man durch die Stallgasse, strecken die Ponys einem neugierig den Kopf entgegen und man kann einer Streicheleinheit einfach nicht widerstehen. Die Ponys und Pferde stehen in unterschiedlichen Ställen. Die Pferde stehen in verschiedenen Boxen neben dem Außenreitplatz.

Bei der Ponyverteilung liegt immer Spannung in der Luft, da man eines seiner Lieblingsponys oder einfach ein tolles Pony oder Pferd reiten will. Nach der Verteilung holt man sein eingeteiltes Pony aus dem Stall und führt es auf den Ponyputzplatz. Zuerst nimmt man sich einen Striegel, mit dem man den gröbsten Schmutz und Staub herausputzt. Danach bürstet man in Fellrichtung, das heißt vom Pferdehals bis zum Pferdehintern. Schließlich reinigt man mit der Wurzelbürste die Beine. Daraufhin befestigt man die Hufgarmaschen und Hufglocken. Endlich darf man trensen und satteln. Wenn man mit all dem fertig ist, darf man das Tier in die Halle führen und aufmarschieren.

Sobald man die Ausbinder befestigt, nachgurtet und die Steigbügel eingestellt hat, schwingt man sich hoch in den Sattel und darf losreiten. Sanft wird man im Sattel hin und her geschaukelt und sobald alle Reiter und Reiterinnen auf ihren Ponys oder Pferden sitzen, sagt die Reitlehrerin: „Ihr könnt so langsam antraben.“ Sind alle Ponys und Pferde aufgewärmt, sagt die Reitlehrerin: „Ihr könnt so langsam den Galopp dazu nehmen.“ Im Galopp streicht einem der Wind durch die Haare und es ist ein wenig so, als würde man fliegen. Leider neigt sich die Stunde dem Ende zu und man muss aufmarschieren. Man lobt die Ponys und Pferde und schwingt sich schwungvoll aus dem Sattel. Dann führt man sie aus der Halle zum Putzplatz.

Dort wäscht man die Trense an einem Waschbecken gründlich aus und sattelt ab. Danach kann man die Ponys und Pferde kuscheln und mit mitgebrachten Leckerbissen füttern. Später werden sie zurück in ihre Ställe geführt und können sich ausruhen. Die Reiter und Reiterinnen verlassen quatschend den Hof und sehnen sich schon nach der nächsten Reitstunde.

Wie „Fast Fashion “ die Umwelt zerstört 

Von Rosa Brandenburger, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

Viele Märkte, in denen häufig eingekauft wird, verkaufen „Fast Fashion“. Motive werden bei Designern abgeschaut und aus billigem Polyester sowie anderen schädlichen Materialien, welche die Umwelt belasten, produziert. H&M, Gap, Forever 21 und Primark sind hierfür Beispiele.

Bei „Fast Fashion“ kopieren die aufgezählten Betreiber Designs, welche zurzeit auf dem Catwalk gezeigt werden. Frauen, Kinder und Arbeitslose in China, Portugal und Bangladesch müssen dann die Kleidung, welche ihnen zugeschickt wird, massenhaft produzieren. Dies geschieht oft in Handarbeit.

Die Marktketten, welche von „Fast Fashion“ profitieren, können ihre Ware schnell verkaufen, doch die Ware, welche am Ende der Woche noch in den Läden hängt, wird zu 70% auf Müllhalden geworfen. Man könnte sie jedoch auch an Bedürftige spenden oder wiederverwerten.

Es gibt auch Marken, welche Kleidung umweltbewusst und umweltfreundlich produzieren. Das sind zum Beispiel: Armed Angels, Glore und Greenality. Ihre Klamotten werden „Fairtrade“ produziert. Das heißt: mit guten Arbeitsbedingungen und nicht von Kindern. Man erkennt „Fairtrade“ Produkte an bestimmten Aufklebern. Auf ihnen steht dann zum Beispiel (FWF) oder (GOTS). Das steht für „Fair Wear Foundation“ und „Global Organic Textile Standard“.

Durch Produktion von „Fast Fashion“-Produkten werden jährlich 1,2- 1,5 Billionen Tonnen CO2 in die Erdatmosphäre freigesetzt. Dies geschieht bei der Produktion und Verbrennung von den Klamotten. Insgesamt sind die 1,2-1,5 Billionen Tonnen CO2 mehr, als der Luft- und Schiffverkehr zusammen im Jahr an CO2 in die Luft ausstößt. Es wäre grundsätzlich sinnvoll die Produktion von „Fast Fashion “Produkten einzustellen. Dies würde die Umwelt weniger belasten und das Klima würde insgesamt besser werden.

 

 

„Es reicht!“ – Erneute Proteste in Minsk 

Von Lotta Hübschen, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

Alles ist voller Menschen, laute Rufe hallen durch die Straßen. Ich bin heute in Minsk, der Hauptstadt von Belarus, bei einem vergleichsweise kleinen Protest mit ca. 3000 Teilnehmer*innen. Sie sind hier, um gegen den amtierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko zu protestieren, der schon seit 1994 an der Macht ist. Außerdem kritisieren sie die umstrittene Präsidentschaftswahl im August, die Lukaschenko angeblich mit über 80 Prozent der Stimmen gewann. Doch unabhängige Umfragen aus dem Ausland sprachen von ganz anderen Zahlen. Demnach soll die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja 71 Prozent der Stimmen erhalten haben und der Präsident nur zehn. Eigentlich hätte Tichanowskajas Ehemann bei der Wahl kandidieren sollen. Weil ihm das aber verwehrt und er später auch festgenommen wurde, war die zweifache Mutter selbst angetreten. Sie wurde von zwei anderen Frauen unterstützt und gemeinsam verkörperten sie die große Hoffnung der Opposition. Tichanowskaja erkannte das offizielle Wahlergebnis nicht an und forderte Neuwahlen, die Lukaschenko jedoch ablehnte. Auch die EU und verschiedene Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Wahl, die EU reagierte mit Sanktionen gegen Belarus. Seit August fanden verstärkt Proteste statt, an denen bis zu 10.000 Menschen teilnahmen und die stets von vielen Festnahmen begleitet wurden.

Auch heute versammeln sich viele Menschen, um lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Sie schwenken die weiß-rot-weiße Flagge der Opposition und rufen lauthals „Es reicht!“ oder „So wollen wir nicht leben!“ Langsam ziehen wir durch die Straßen von Minsk. Es sind viele Polizist*innen im Einsatz und auch Festnahmen finden statt, obwohl die Demonstration sehr friedlich verläuft. Jemand hält eine Rede über die Freiheit, die Lukaschenko den Belaruss*innen seiner Meinung nach nimmt, und die Menge jubelt. Ich frage einige der Demonstrant*innen, warum sie hier sind. Ein Mann mittleren Alters antwortet: „Wir brauchen Veränderungen in diesem Land. Es gibt keinen anderen Ausweg.“ Eine junge Frau fügt hinzu: „Wir wollen frei sein, damit man uns arbeiten und studieren lässt.“ Wie man in den vergangenen Wochen und Monaten sehen konnte, denken viele der Belaruss*innen ebenso und sie wollen nicht aufgeben, bis Lukaschenko das Amt des Präsidenten niederlegt.

Nicht ohne Grund wird er oft „der letzte Diktator Europas“ genannt. Lukaschenko herrscht mit Gewalt und Unterdrückung und schwächt sein Land wirtschaftlich, indem er es immer mehr von Russland abhängig macht. Um es also mit Tichanowskajas Worten zu sagen: „So kann es nicht weitergehen. Wir müssen weiterkämpfen, um endlich Gerechtigkeit zu erlangen.“

Schüler weltweit in der Corona-Krise

Die Lage der Schüler weltweit in der Corona-Krise ist sehr unterschiedlich. Jedes Land hat für diese Herausforderung eine andere Lösung gefunden.

Von Helena Cornelius, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

In Südkorea waren die Schulen wochenlang geschlossen, die Schüler hatten Online-Unterricht. Mittlerweile herrscht wieder einigermaßen Normalzustand. Der Präsenzunterricht geht seit dem 18. November langsam wieder los, doch nicht ohne strenge Maßnahmen. Die Schüler werden am Eingang der Schule auf Fieber überprüft, sie müssen sich regelmäßig die Hände desinfizieren, es gilt Maskenpflicht und die Tische sind getrennt mit Plexiglasscheiben.

In Dänemark sind die Maßnahmen ganz anders. Schon am 15. April öffnete das Land seine Schulen wieder. Die Klassen dürfen sich nicht vermischen. Dafür gibt es auf dem Gang und dem Schulhof Markierungen. Zudem sitzen die Schüler an Einzeltischen ohne Masken. Es findet so viel Unterricht im Freien statt wie möglich. Der Plan B des Landes ist Home-Schooling. Da die Digitalisierung der Schulen dort schon sehr fortgeschritten ist, ist das kein Problem.

Das Schuljahr 2020 wurde in Kenia für beendet erklärt. Diese Maßnahme wurde Mitte März ergriffen, da es keine Möglichkeit gab, sich richtig in den Schulen zu schützen. Zwei bis drei Klassen werden meistens gleichzeitig in einem Klassenraum unterrichtet und sogar in manchen Privatschulen gibt es kein fließendes Wasser. Nächstes Jahr werden die Schüler in die Klasse eingeschult, in der sie 2020 waren. Diese Entscheidung der Regierung stellt ein großes Problem für die Schüler in armen Gegenden dar. Viele bekommen ihre einzige Mahlzeit in der Schule, jetzt fehlt bei Familien diese Nahrung. Das Geld wird auch weniger, weil Gelegenheitsjobs seltener werden. Durch die Armut und den Hunger steigt die Kinderarbeit.

In Großbritannien findet seit den Sommerferien Präsenzunterricht statt, davor waren die Schulen seit März geschlossen. Die oberste Priorität ist dort, dass die Schulen so lang wie möglich offenbleiben. Um das möglich zu machen gelten strenge Hygienevorschriften. Außerdem wird die Anzahl der Kontakte von jedem Schüler minimiert. In Frankreich und Deutschland wird es ähnlich gehandhabt.

In Indonesien sind viele Schulen immer noch geschlossen, doch in ärmeren Gegenden sollen die Einrichtungen so bald wie möglich öffnen. Auch in diesem Land führt die Schulschließung wegen Corona zu großen Problemen. Die Schule ist für viele Mädchen ein sicherer Ort, doch Zuhause sind sie unbeaufsichtigt und sexueller Gewalt schutzlos ausgeliefert. Ein weiteres Problem beim Home-Schooling ist, dass viele keinen Computer oder kein Internet haben. Rund 60 Millionen Schüler sind davon betroffen. Manche Kinder müssen kilometerweit laufen um Empfang zu bekommen oder sich ein Handy zu viert teilen.

Diese Beispiele aus verschiedenen Ländern zeigen, wie schwer es ist, eine gute Lösung für die Schüler in der Covid-19-Pandemie zu finden. Insbesondere in Entwicklungsländern kann das zu schwerwiegenden Folgen führen, da viele Kinder monatelang keine Möglichkeit haben zu lernen. Dass dies langfristige Konsequenzen haben kann, finde ich schockierend.

 

Für 39 Platanen am Düsseldorfer Bahnhof

Von Emilia Zielinski, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

Seit 12 Jahren treffen nun schon die Interessen von Baumschützern und Bauunternehmern auf dem Vorplatz des Düsseldorfer Hauptbahnhofes aufeinander. Es scheint ein unlösbarer Konflikt zu sein.  Zur Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes ist seit 2008 der Bau eines großen Einkaufszentrums geplant, für das allerdings die 39 Platanen auf dem Bahnhofsvorplatz weichen müssten. Um dies zu verhindern, startete die Baumschutzgruppe Düsseldorf eine Petition mit dem Titel „Rettet die Platanen vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof“. Die Aktivisten*innen sammelten insgesamt 6100 Unterschriften von Anwohnern und Interessierten, die sich für den Erhalt der Bäume einsetzten, beziehungsweise ein ökologisch-nachhaltiges Konzept zur Flächennutzung fordern.

Zum einen besteht vielerorts in Düsseldorf bereits bebaute Fläche, die nicht optimal oder gar nicht genutzt wird und als Grünfläche sinnvoller dienen würde. Ein Beispiel dafür ist das Parkhaus am Nordeingang des Hauptbahnhofes, das seit Jahren kaum genutzt wird und die meiste Zeit leer steht. Früher wurde diese Fläche als Grünanlage genutzt, wofür sie sich auch viel besser eignet. Neue Bauprojekte in den Städten vernichten oft Grünanlagen und Bäume fallen dem zum Opfer, was insbesondere in Zeiten der Klimakrise stark zu kritisieren ist, da Bäume einer der wichtigsten CO2– Binder sind.

Natürlich ist der Platz knapp, und die Fläche wird ebenso dringend für den Bau des Einkaufszentrums vor dem Bahnhof benötigt. Aber brauchen wir das Einkaufszentrum überhaupt? Fraglich ist, ob dies neben den bereits vorhandenen Läden im Bahnhofsgebäude überhaupt noch sinnvoll und nötig ist. Doch sind keinesfalls Lösungen und Konzepte zu erwarten, wenn sich Baumschützer und Bauunternehmer verfeindet gegenüberstehen, vielmehr müsste ein gemeinsames Umdenken stattfinden.

Zu Zeiten des Klimawandels sind Flächennutzungslösungen gefordert, die insbesondere die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit in den Fokus setzten. Zudem tragen Bäume vor dem Bahnhof zu einem ästhetischen Stadtbild bei und sorgen für eine angenehme Atmosphäre. In den Hitzewellen in den letzten Sommern sind sie Rettungsanker.

Alles in allem hätte der Bau eines Einkaufszentrums viele negative Folgen für Umwelt und Menschen. Die Erhaltung der Platanen hingegen wäre ein wichtiger und richtiger Schritt für mehr Umweltbewusstsein und die Petition setzt ein deutliches Zeichen dafür. Dass eine solche aber überhaupt notwendig ist, um auf die Problematik hinzuweisen, verdeutlicht traurigerweise einmal mehr, wie wenig immer noch die Themen Umwelt und Klima bei der Stadtbebauung berücksichtigt werden. Dafür haben die Fridays-For-Future-Demos stattgefunden. Für einen grünen lebenswerten Planeten kämpfen wir, das ist unsere Zukunft!

Organspende für ein Neugeborenes

Von Emilia Accetta, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

Es ist 19 Uhr abends und der Regen prasselt auf die Windschutzscheibe eines Autos. Edda und ihr Mann Jan warten mit Ungewissheit vor dem Krankenhaus auf einen Organspender für ihr Neugeborenes.

Edda und Jan bekommen nach ihrem Sohn Ben (7 Jahre), Tochter Lotta (5 Jahre) und Sohn Jeep (2 Jahre) ihr viertes Kind Kalle, der jedoch anfangs Schwierigkeiten hat.

Der Neugeborene wird aufgrund seines schlechten Zustands schnell nach der Geburt auf die Intensivstation verlegt. Er wird mit Schläuchen versorgt, sowie blutend in einem Intensivbett zurückgelassen. Damit das Herz-Kreislaufsystem nicht versagt, nimmt er viele Medikamente ein. Die Ärztinnen vermuten zuerst, dass er an einer Stoffwechselerkrankung leidet, die schwer zu therapieren ist. Doch Edda, die Mutter, entwickelt während der Schwangerschaft eine Art Autoimmunerkrankung. Diese Erkrankung sorgt dafür, dass die Leber des Babys nicht stark genug ist. „Auch, wenn jede OP Risiken birgt, ist eine Lebertransplantation Kalles letzte Lebenschance vor dem Tod“, berichtet Edda. Deshalb wartet die Familie lange auf einen Organspender und findet glücklicherweise jemanden, der das Leben ihres Sohnes rettet.

Insgesamt wird der Kleine 18 Mal mit Risiko operiert und ist neun Wochen im künstlichen Koma. Viele Komplikationen treten auf, wie z.B. eine Blutvergiftung, Thrombosen und Nierenversagen. Auch wenn die Eltern Edda und Jan an psychischen Störungen, vor allem an Schuldgefühlen und einem Schock leiden, sind sie dankbar und zünden immer am Jahrestag der Transplantation mit der ganzen Familie eine Kerze an.

Kalle kann heute selbständig essen, einzelne Worte sagen sowie in einen integrativen Kindergarten gehen. Er führt ein ganz normales Leben wie wir auch.

Neues Hobby Segeln: Volle Fahrt voraus

Von  Sofia Panzer Serrano, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

Rauschendes Meer. Wasser spritzt. Das Segel flattert und der Wind pustet einem durchs Haar. Man hört die Möwen wild durcheinander durch die Lüfte fliegen und kreischen. Die Sonne scheint einem ins Gesicht und taucht in das Wasser ein, sodass man bis auf den Meeresgrund blicken kann.

Segeln, das ist die Fortbewegung eines Segelschiffs oder eines Segelboots unter Nutzung der Windenergie. Es gibt verschiedene Arten des Segelns, die da wären: das Opti-Segeln für Kinder, das Regatta-Segeln, welches für Sport-Wettbewerbe benutzt wird und dann noch das Jollen-Segeln für Seen. Es ist schwer das Segel hochzuziehen und benötigt viel Technik und Übung beim Betätigen der Pinne. Man gleitet über das Wasser, fühlt sich frei und kann alles um einen herum vergessen. Früher benutzte man Karten zur Navigation und hat alles selber ausgerechnet, heutzutage gibt es den Steuerpiloten und die Navigationsgeräte zur Fortbewegung des Bootes. Nicht zu vergessen ist die Rettungsweste, die für den Notfall immer zu tragen ist. Nun ist man startklar und kann an der Küste des Mittelmeeres oder an Hollands Eiselmeer entlangsegeln. Es ist wie ein Campingwagen auf dem Wasser, mit dem man von Hafen zu Hafen segelt und neue Städte und Kulturen kennenlernt. Im Moment findet der weltweite Segelwettbewerb Veende Globe statt, bei dem Segler aus aller Welt antreten und bis an ihre Belastungsgrenzen kommen und allein auf dem Ozean ohne Partner an ihrer Seite beim Einhandsegeln um die Welt segeln. Der deutsche Profisegler Boris Herrman ist noch im Rennen. Über Meter hohe Wellen und durch Stürme muss er segeln, um sich den hart erkämpften Sieg zu holen. Es bleibt abzuwarten wie es sich entwickelt. Eins steht fest: Sie haben noch eine lange, anstrengende Reise vor sich.

Megxit – Woran lag es?

Von Juliane Hartlieb, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

Die Nachricht kam völlig unerwartet: Harry, Duke of Sussex, und seine Frau Meghan, Duchess of Sussex, gaben am Anfang dieses Jahres bekannt, dass sie aus der Königsfamilie austreten wollen. Zwei Jahre zuvor waren beide noch aufgeregt, nach ihrer Märchenhochzeit Großbritannien und dem Commonwealth zu dienen. Anscheinend änderte sich ihre Meinung schnell – doch was bewegte die beiden zum sogenannten ,,Megxit“?

Schon immer war bekannt, dass Harry mit seiner Rolle im Königshaus haderte. Doch in den letzten Jahren schien es, als hätte er sich mit seiner Rolle immer mehr angefreundet. Auch das nach Dianas Unfalltod immer noch angespannte Verhältnis mit der Presse schien sich zu bessern. Doch als dann die Beziehung zu Meghan Markle bekannt wurde und diese immer heftiger von den Medien angegriffen wurde, nahm Harry sie in einer öffentlichen Mitteilung in Schutz. Wahrscheinlich wollte er damit verhindern, dass sich Dianas Situation im Zusammenhang mit der Presse nicht wiederholt. Meghan, eigentlich Rachel Markle, Betreiberin eines Blogges und Feministin, war eine unabhängige und selbstbewusste, amerikanische Schauspielerin. Sie war geschieden und tat ihre politische Meinung immer wieder öffentlich kund. Eine Frau, die also mitten im Leben stand. Zweifelsfrei perfekt für Harry, doch ihre Rolle als Mitglied der Britischen Königsfamilie kann man bezweifeln. Als Schauspielerin hatte sie gelernt sich selber zu präsentieren und für sich zu werben. Das komplette Gegenteil zur Monarchie, die stets dem Motto ,,never complain, never explain“ (sich nie beschweren, sich nie erklären) folgt. Mit Herzogin Kate hatte man einen Royal, die genau das widerspiegelt.

Dass Meghan nach ihrer Hochzeit unter hohem Druck stand und sehr mit ihrer Rolle zu kämpfen hatte, wurde zum ersten Mal in der Doku ,,An African Journey“ deutlich. In mehreren Interviews griff vor allem Harry die Medien zutiefst an. Zunehmend wurde nicht nur Meghan kritisiert, sondern auch das Verhältnis zwischen Harry und seinem Bruder William schlechtgemacht. Für die zwei Brüder eine sicher belastende Situation. Denn der frühe Tod ihrer geliebten Mutter hatte sie eng zusammengeschweißt und zusammen mit Kate setzten sie sich für psychische Gesundheit ein. In einem Video ihrer Wohltätigkeitsorganisation ,,Heads Together“ gab auch Harry bekannt, dass er sich in psychologischer Behandlung befinde. Als ein privater Brief von Meghan an ihren Vater veröffentlicht wurde, klagten Meghan und Harry gegen die britische Zeitung. Von ihrer Familie konnte Meghan keine Unterstützung erwarten: Außer ihrer Mutter Doria fielen ihr mehrere Mitglieder wie ihr Vater und ihre Halbgeschwister mehrmals in den Rücken. Beispielsweise ging ihre Halbschwester Meghan im TV an und behauptete, sie sei eine Peinlichkeit für die Familie und solle erwachsen werden. Seit 2018 hat Meghan keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater, nachdem er ebenfalls im Fernsehen über sie sprach und gestellte Fotos und einen privaten Brief von Meghan an ihn an die Presse verkaufte.

Was genau der Auslöser für den Austritt war, ist nicht bekannt. Aber wahrscheinlich spielen viele Aspekte eine Rolle. Zu sagen, es sei allein Meghans Schuld, ist falsch, da Harry einmal sagte, er habe schon mit Mitte zwanzig gedacht, sich ein anderes Leben aufzubauen, er habe sich dann aber dagegen entschieden, weil er etwas bewirken wolle. Überhaupt war er noch nie der perfekte Royal, doch er hatte immer das gewisse Etwas und brachte mit seiner frechen Art häufig frischen Wind ins Königshaus. Zweifelsfrei kann man aber sagen, dass beide Kate und William alleine lassen, an den nun vieles hängen bleibt. Und dabei darf man nicht vergessen, dass Meghan nicht die einzige war, die es schwer hatte: Kate stand acht Jahre unter Beobachtung und gab ihren Job auf, weil sie von Journalisten belagert worden ist, bevor William ihr einen Antrag machte. Am Ende sind Harry, Meghan und Archie eine ganz normale Familie, die in Ruhe ihr Leben leben will.

Kunst in der Corona-Krise

Von Mathilda Lindenau, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

In der Corona-Krise sind viele Kulturschaffende von ihrer Existenz bedroht. Konzerte werden abgesagt und niemand weiß, wie es weitergehen soll. Natürlich gibt es auch Hilfen vom Staat, doch die reichen lange nicht um davon zu leben. Doch viele Künstler lassen sich etwas einfallen um die Kultur zu erhalten.

Nathalie Forests Handy klingelt, sie hat eine Nachricht bekommen. Ein neuer Auftrag! Erfreut geht sie auf die Website #muenchenhältzamm, auf der sie vor kurzer Zeit ihre Kontaktdaten angegeben hat und liest sich die Nachricht durch. Es ist eine Anfrage, ob sie in zwei Wochen auf dem Weihnachtsmarkt musizieren möchte. Natürlich hat sie Lust, aber ob es wirklich stattfindet ist noch nicht klar. Wenn gar nichts mehr geht muss sie auf der Straße mit ihrer Gitarre musizieren. In diesen Zeiten muss man flexibel sein.

In Düsseldorf hingegen findet eine neue Form von Theater statt, die Paulina Neukampf zusammen mit anderen Schauspielern aufführt. „Theater mit Abstand“ so könnte man es nennen. Die Schauspieler führen ihre Stücke in Schaufenstern auf und meist benutzen sie auch die Sachen, die dort ausgestellt werden, als Requisiten. Bei den Vorführungen weiß man häufig nicht was zu dem Stück dazu gehört und was nicht. Der gesprochene Text kommt über Kopfhörer und in zehnminütigen Abständen werden die Zuschauer von Station zu Station geschickt. Paulina Neukampf spielt Schneewittchen in einem Schaufenster eines Perückenstudios, am Anfang mit Glatze, dann mit Perücke. Eine kreative Idee und eine ganz neue und kuriose Art von Theater.

Auch Catharina Schorling hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie viele andere Musiker konnte auch sie nicht auf ihre Tour im Mai durch Deutschland, Schweiz und Österreich gehen. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern. „Ich habe stattdessen mein erstes Album geschrieben. Zwei Monate durfte ich Musik machen und aufnehmen“, erzählt sie. Die abgesagten Konzerte und sich stets ändernden Pläne erschüttern Catharina Schorling. Wenn man hofft, dass ein Konzert stattfindet und dann enttäuscht wird ist man umso trauriger. Der Wunsch nach echten Konzerten wird immer größer. Aber die momentane Lage macht es unmöglich auf Konzerte zu gehen, das Risiko ist einfach zu groß.

Die Corona-Krise schränkt die Künstler ein und bei vielen Selbständigen wird das Geld knapp, aber mit kreativen Ideen schaffen es die Kulturschaffenden doch, die Kunst zu erhalten. Ob man Straßenmusik macht oder Theater in Schaufenstern, die Kunst erfreut die Zuschauer und Künstler gleichermaßen. Zusammenhalt ist gefragt.

Ist Facebook wirklich so hilfreich wie es scheint?

Von Stephanos Raber, Klasse 8e, Humboldt-Gymnasium

Mit diesem Thema beschäftigt sich Carlotta Meyer in dem Artikel „Brauchen wir Internetseiten wie Facebook“, der am 19. 11. 2017 erschienen ist. Sie betrachtet Facebook sehr kritisch, fast schon negativ. Sie hält Facebook für ein „Grauen der Neuzeit“. Doch hat Carlotta Meyer wirklich Recht damit?

Facebook ist eine soziale Plattform, die mehr als 1 Milliarde Menschen täglich nutzen. Carlotta Meyer nimmt an, dass dieses Internetforum auf eine ganz spezielle Weise die Menschen zum Negativen verändert. Sie schreibt in ihrem Artikel, dass die Nutzer Facebooks ihre sozialen Kontakte nicht mehr pflegen könnten oder man keine Zeit mehr für die Schule und externe Hobbys habe. Stattdessen gibt sie in ihrem Bericht wieder, dass diese Leute ihre Freizeit lieber mit Facebook verbringen würden. Viele sind trotz ihrer kritischen Einstellung zu Facebook und ihrer ausschlaggebenden Argumente nicht Carlotta Meyers Meinung, denn mehrere Studien der Leopoldina haben erwiesen, dass etwa 98,5% der Facebook-Nutzer dieses Forum maßvoll benutzen und nur etwa 1,5% ihre Hobbys, Freunde und ihre Schule vernachlässigen. Dies sieht man z.B. an den Noten der jeweiligen Schüler, die Facebook täglich nutzen. In Straßenumfragen ergab sich auch, dass Leute diese Plattform als Nachrichtenquelle nutzen und so stets informiert bleiben. User dieses Forums gaben an, dass sie, seitdem sie diese Internetseite entdeckt haben, sichtlich motivierter wären, sich über Nachrichten und aktuelle Themen zu informieren.

Aufgrund dessen nehmen immer mehr Leute an, dass Facebook ein wahres Geschenk der Neuzeit ist, wenn man diese moderne und zeitgemäße Informationsquelle maßvoll nutzt.