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Therapeutisches Reiten – Auf dem Rücken der Pferde

Das Therapeutische Reiten ist eine verhältnismäßig unbekannte Therapieform, wenngleich sie schon seit 44 Jahren angeboten wird. Bereits vor 200 Jahren wurde der gesundheitlich positive Effekt des Reitens auf Lungenerkrankungen in der Literatur erwähnt. Seither wird das Therapeutische Reiten in Deutschland angeboten.

Das Therapeutische Reiten ist eine Therapieform für alle Menschen, von ganz klein (ab zwei Jahre) bis ins hohe Erwachsenenalter. Die Reittherapie wird für fast jede chronische Erkrankung eingesetzt. Für die Reittherapie ist eine spezielle Ausbildung für Ausbilder und Pferd erforderlich.

Seit kurzem erst gibt es ein Ausbildungsangebot vom DKThR, die erste staatlich geprüfte Weiterbildung zur Fachkraft für heilpädagogische Förderung mit dem Pferd. Sonst ist der Beruf als Reittherapeut kein anerkanntes Berufsbild. Zurzeit üben mehr als 10.000 Menschen diesen Beruf aus und es werden immer mehr. Für die Ausbildung sollte man physiotherapeutische und medizinische Kenntnisse sowie Pferdeverstand besitzen.

Die Ausbildung des Pferdes besitzt auch einen hohen Stellenwert. Typische Pferderassen explizit für die Reittherapie sind: Haflinger, Tinker, Isländer und Shetlandponys. Die ausgewählten Therapiepferde haben meist ein Stockmaß um 150 Zentimeter; größere Tiere können eher Angst auslösen. Die Pferde sollten ruhig, geduldig, kontaktfreudig aber auch sensibel sein, denn grobe Pferde geben dem Patienten keine Geborgenheit. Bei der Ausbildung ist das Gelassenheitstraining sehr wichtig, denn Pferde sind häufig schreckhaft und werden auch als Fluchttiere bezeichnet.

Die Beziehung zwischen Pferd und Therapeut spielt bei der Therapie eine sehr wichtige Rolle. Zum Beispiel soll zu Beginn einer Therapiestunde der Patient auf das Pferd steigen. Dabei muss das Pferd ganz still stehen, um keine Angst beim Patienten auszulösen – wenn der Therapeut und das Pferd keine gute Beziehung haben und kein Vertrauensverhältnis besteht, könnte der Therapeut das Pferd nur mit Druck dazu bringen, ganz still zu stehen.

Klassische Erkrankungen, die mit Reittherapie behandelt werden, gibt es nicht. Vielmehr gibt es Therapieversuche bei einer Vielzahl psychischer Erkrankungen und auch körperlicher Behinderungen. Dazu gehören psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen aller Art, sowie das Tic-Tourette-Syndrom. Die Therapie fördert außerdem die Motorik sowie das Erkennen von Grenzen oder Aggressionen. Natürlich gibt es für all diese Erkrankungen auch andere Therapieformen, aber die Reittherapie eignet sich besonders für „therapiemüde“ Kinder und Erwachsene, wobei insbesondere die Arbeit mit dem Tier den Patienten neue Einblicke eröffnet sowie neue Gefühls- und Erlebniswelten vermittelt.

Malou Krause, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

UCI-Kino Düsseldorf – Ein Blick hinter die Kulissen

Wir haben für Sie einen Blick hinter die Kulissen des UCI-Kinos im Düsseldorfer Hafen geworfen und gemerkt, wie wichtig der Vorführraum eines Kinos für die Bildqualität ist.

In den Vorführräumen werden die Filme abgespielt, die man an den Leinwänden dann sehen kann. Früher wurden die Filme von Filmrollen abgespielt und es liefen 14 Bilder pro Sekunde. Verwackelten diese Bilder ein bisschen, so wurde das Bild auf der Leinwand unscharf. Außerdem nutzten sich die Filmrollen nach und nach ab und das Bild wurde immer schlechter.

Deswegen wurden die Filmrollen gegen elektronische Projektoren ausgetauscht. Diese haben den Vorteil, dass sich die Bilder nicht abnutzen, weil es elektronische Geräte sind. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die Bilder verwackeln und unscharf werden.

Die elektronischen Projektoren können 24 Bilder pro Sekunde abspielen und neuerdings auch 48 Bilder pro Sekunde, wie bei dem Film „Der kleine Hobbit“. Dies ist der erste Film mit 48 Bildern pro Sekunde und gerade erst neu in den Kinos erschienen. Das ist ein großer Vorteil, denn der Film wirkt dadurch viel plastischer und lebensechter. Dies ist ein Erlebnis, was man sich nicht entgehen lassen darf!

Alina und Anna, Düsseldorf, Comenius-Gymnasium

Volkskrankheit – Diabetes – Was ist das?

Es gibt zwei Arten von Diabetes, Typ 1 und Typ 2. Während man Typ 1 meistens im Kindesalter oder Jugendalter bekommt, bekommen Typ 2 meistens ältere oder fettleibige Menschen.

Es gibt verschiedene Behandlungsarten: Bei Typ 1 wird Insulin gespritzt, bei Typ 2 werden überwiegend Tabletten eingenommen und gelegentlich Insulin gespritzt. Es gibt zwei verschiedene Broteinheiten für Typ 1 und Typ 2.

Man berechnet Broteinheiten, indem man 10 Gramm mal Kohlenhydrat berechnet, gleich eine Broteinheit.

Anzeichen für Diabetes von Typ 1 sind starke Gewichtsabnahme und das Gefühl, man verdurstet und trinkt deshalb sehr viel. Man muss ständig auf die Toilette und isst sehr wenig. Anzeichen bei Typ 2: Man nimmt zu und hat Probleme beim Abnehmen. Bei einem Diabetiker, der diese Erkrankung schon vom Kindesalter an hat, ist meistens die Bauchspeicheldrüse kaputt (Typ 1) und man muss deswegen Insulin spritzen oder pumpen. Bei den Älteren oder Fettleibigen (Typ 2) ist das anders. Da produziert die Bauchspeicheldrüsse zuwenig Insulin.

Als Diabetiker kann man sogenannte Zuckerschocks bekommen. Es gibt zwei Arten dieser Schocks: Erstens ohnmächtig werden aufgrund einer Unterzuckerung, das heißt, der Diabetiker hat zuviel Insulin im Körper. Aufgrund zuwenig Kohlenhydrate. Zweitens eine Überzuckerung (Glykämie) oder zuwenig Insulin. Zuviel Kohlenhydrate im Körper verursachen Zucker im Urin und Durstdränge.

Ein Diabetiker muss mindestens vier- bis fünfmal am Tag Blutzucker messen. Alkohol zieht den Zucker erst hoch und dann nach ein Paar Stunden den Zucker ganz tief. Da viele nicht wissen, dass der Zucker später runter geht, spritzen sie Insulin und fallen dann um. Dann muss reine Spritze gesetzt werden gegen die Unterzuckerung und erst nach 15 Minuten darf man einen Krankenwagen rufen, aber nur, wenn die das Mittel nicht wirkt. Bei einer Unterzuckerung helfen oft Traubenzucker und 100 prozentige Natursäfte. Anzeichen einer Unterzuckerung sind Zittern, Schweißausbrüche, Aggressivität und Benommenheit.

Maria B. erzählt: „Ich erkrankte mit neun Jahren an Diabetes Typ 1. Ich lebe schon seit 25 Jahren mit Diabetes. Am Anfang war es schwer, aber mittlerweile habe ich einen Mann und zwei Kinder und gelernt mit der Krankheit umzugehen.“

Michelle Reiners, Düsseldorf, Justus-von-Liebig Realschule

Rheinbahn – Oft zu spät

Die Rheinbahn veröffentlichte im Sommer dieses Jahres eine neue Werbekampagne der Agentur TBWA – der Slogan:

„Ich fahr doch nicht selbst!“.

Sie preiste an, dass sie zum Schuljahreswechsel pünktlicher denn je sein und das Streckennetze verbessert werden sollte. Alles schön und gut.

Ich, Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums Düsseldorf, finde, dass keine dieser Versprechen eingehalten wurden: Nach eigener Erfahrung hat nach dem Jahreswechsel jede dritte U-Bahn leichte Verspätung (ein bis drei Minuten) und jede fünfte U-Bahn starke Verspätung (ab fünf Minuten).

Es wundert mich kaum, dass diese Versprechen nicht eingehalten wurden, da die Rheinbahn schon seit Ewigkeiten Probleme mit der Pünktlichkeit hat:

Wenn der erste Schnee im Winter fällt, denkt die Rheinbahn „Schnee, das hatten wir ja noch nie! Was sollen wir bloß tun?“ Dieses Verhalten zeigt die Rheinbahn bei jedem außergewöhnlichen Wetter-Phänomen.

Diese Verspätungen führen zu massiven Problemen in der Schule: Im Durchschnitt kommt pro Tag eine Person wegen Bahnverspätungen zu spät.

Anstatt sich dauernd neue Image-Kampagnen auszudenken, sollten die Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Bahnen rechtzeitig eintreffen. Dies würde ihr Image deutlich verbessern.

Im Falle, dass diese Versprechen, also vor allem die garantierte Pünktlichkeit der Züge, eingehalten würden, wäre ich bereit, einen höheren Preis zu zahlen.

Durch diverse Werbekampagnen wie die oben genannte wird jedoch nur Enttäuschung und Spott erzeugt.

Moritz Altrogge, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Freizeit – Kleine Haie

Möchten sie einen schönen Tag erleben, ungewöhnliche Tiere sehen und ihre Kinder zum Staunen bringen?

Dann ist das Aquazoo-Löbbeke-Museum genau das Richtige für sie und ihre Familie!

Auf einer Fläche von ca. 7000 Quadratmeter kann man allerlei exotische Tiere entdecken, von außergewöhnlich großen Ameisen bis zu erstaunlich kleinen Haien!

Das unmittelbar am Nordpark Düsseldorf gelegene Naturkundemuseum, wurde von dem Apotheker Theodor Löbbeke (1821-1901) gegründet und basiert auf seinen privaten Sammlungen, die nach seinem Tod in städtischen Besitz der Stadt Düsseldorf übergingen.

Das Museum ist in 26 Räume eingeteilt, die jeweils viele verschiedene Tiere zeigen. Meist in der Mitte eines Raumes befindet sich eine Informationstafel, zur Orientierung über den derzeitigen Standort und zu den gezeigten Tiere.

Von Aquarien, in denen sich viele exotische Fische und andere Unterwasserlebewesen befinden (einschließlich Haie) begleitet, gelangt man nach einiger Zeit des Staunens in eine durch dicke Glastüren abgegrenzt Tropenhalle. Als Glanzpunkt in dieser Halle sind natürlich die Krokodile zu sehen!

Nach dem Verlassen dieses Bereichs gelangt man wieder in gemäßigte Klimazonen. Amphibien und Reptilien wie zum Beispiel eine „Riesenschlange“ sind hier zu bewundern.

Danach bekommt man Lebewesen der Wüste zu Gesicht. Sehr gut kann man hier z.B. die Zwergmangusten oder die Leopardenschildkröte studieren. Für Kinder ist diese Abteilung besonders beeindruckend. In einer Beobachtungshöhle stehen zur besseren Erkennbarkeit Lupen zur Verfügung.

In der letzten Abteilung kann man sich über verschiedene Mineralien informieren.

Um die Verbindung zum Aquazoo zu vertiefen, bietet das Museum Tierpartnerschaften und Rundgänge für Schulklassen an.

Informationen unter www.Duesseldorf.de/aquazoo

Lea Aylin Yücel, Düsseldorf, Städt.gymnasium Koblenzer Straße

Lacrosse – Trendsport aus Amerika

Schon vor mehr als 500 Jahren haben die Ureinwohner Amerikas einen Sport erfunden, der heutzutage in Amerika und Kanada weit verbreitet ist. Jetzt wird Lacrosse auch in Europa populär.

Bei den Indianern war Lacrosse eine Übung, um sich auf den Krieg vorzubereiten. 1630 griff ein Franzose die Idee auf und machte ein Spiel daraus. Heute wird Lacrosse in Mannschaften 11 gegen 11 gespielt. Man hat kescherartige Schläger, mit denen man den Ball fangen muss. Das Ziel des Spiels ist es, den Ball in das gegnerische Tor zu schießen. Jeder trägt einen Helm, Handschuhe, Arm und Ellenbogenschoner und einen Brustschutz, da Bodychecks und leichte bis härtere Stöße erlaubt sind. Durch klare Regeln halten diese sich aber in Grenzen. Damen-Lacrosse unterscheidet sich vom Herren-Lacrosse dadurch, dass Körperkontakt eher vermieden wird.

Wenn ihr zwischen zehn und 14 Jahre seid und Lust auf was Neues habt, dann schaut mal vorbei. Jugend Lacrosse-Training jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr im DSC99, Diepenstraße 99, Jungen und Mädchen trainieren getrennt. Für die Älteren: Lacrosse-Training jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr im DSC99, Diepenstraße 99, Damen- und Herren-Training.

Konrad Knapp, Düsseldorf, Marie-Curie-Gymnasium

Manipulation – Wie uns die Werbung manipuliert

„Der Duft nach Freiheit, der Duft nach Abenteuern, der Duft nach Erlebniswelt, der Duft nach Schönheit, der Duft nach Luxus“, so beschreibt Christoph Scheufeld, Chef und Inhaber der Design Verign Werbeagentur, den Malboromann. Diese Werbung ist ein Beispiel der klassischen Kommunikation (B to C). Die B to C Werbung steht für Buisnessman to Consumer.

Bei der B to C Werbung wird versucht, dem Kunden ein Bild einer Marke oder eines Produkts zu vermitteln und dabei möglichst viele Gehirnregionen anzuregen, damit der Kunde die Marke beziehungsweise das Produkt möglichst lange in Erinnerung behält. Die Milka-Werbung ist ein gutes Beispiel dafür: Beim Denken an Schokolade fällt den meisten Kunden die idyllische Wiese in den Alpen im Allgäu mit der lila Kuh ein, was mit der Milka-Schokolade in Verbindung gesetzt wird.

Im Internet gibt es sogar Werbung, die auf den Kunden spezialisiert ist. Die nötigen Informationen erhält der Produzent zum Beispiel aus den jeweiligen Facebook-Profilen oder Payback-Karten. Eine andere Art von Werbung ist es, wenn eine berühmte Person im Film oder im Musik-Clip ein Markenprodukt trägt, sodass der Kunde diese Markenprodukte kaufen möchte. Sogar beim Onlineshopping verfolgt die Werbung den Konsumenten. Onlineshops werden extra nach dem Motto „Don`t let me think“ ausgerichtet. Auch durch Rabatte oder Hinweise auf Artikel, die sich andere Kunden angeschaut oder gekauft haben, werden Kunden verführt.

Scheufeld unterscheidet die klassische Kommunikation (Printmedien und Anzeigen) von der online Kommunikation (Onlineshops, Banner und Socialmedia).

Sowohl in Onlineshops als auch im Einzelhandel gibt es Rabattschilder. Allerdings werden in den Geschäften die Kunden nicht nur durch Anzeigen und Plakate beeinflusst, sondern auch durch Gerüche und Musik. Abercrombie & Fitch hat sogar ein eigenes Parfüm entwickelt, sodass man diesen Duft, wann immer man ihn riecht ,mit der Marke in Verbindung bringt.

Rebecca Zanini, Alina Kopilevich, Miray Sezer, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Jugend – Wohlfühlstadt Düsseldorf

„Für mich ist es sehr wichtig, dass ich mich in meiner Stadt Düsseldorf wohlfühle. Das kann ich aber nur, weil ich in meiner Freizeit bezahlbare Möglichkeiten dazu habe“, erklärt Vanessa, eine 13-jährige Schülerin. Sie ist eine von 450 Jugendlichen in ihrer Stadt, die sich dazu äußern sollten.

Wir treffen uns im Kulturzentrum in ihrem Stadtteil und möchten aus ihrer Sicht die Stadt Düsseldorf wahrnehmen. Was macht Düsseldorf so anziehend für Jugendliche? Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es? Vanessa macht einen lockeren Eindruck und legt gleich los: „Ich habe Glück, weil ich in Düsseldorf lebe. Ich kann mich mit Freunden spontan treffen, mich in Freizeitzentren austoben. Vor allem muss man dabei nicht so viel ausgeben, weil uns unsere Stadt vieles umsonst bietet, z.B. ist der Skater-Park um die Ecke umgebaut worden und wir müssen nichts zahlen, wenn wir uns mal dort treffen. Ich kenne Jugendliche aus anderen Städten, die für einen solchen Park auch noch Eintritt zahlen.“

Wir fragen sie, was sie stört oder anders machen würde. Sie lacht. „Klar würde ich, wenn ich könnte, z.B. für kostenlose Freizeitangebote für alle, aber auch wirklich für alle Jugendliche sorgen. So könnten auch Jugendliche, die nicht so viel Geld haben, ihre Freizeit schön gestalten.“ Trotzdem findet Vanessa, dass gerade Düsseldorf viel für seine Jugendlichen tut. Sie ist von ihrer Stadt überzeugt und fährt fort. „Ich spiele zweimal die Woche Gitarre in der Musikschule. Das macht unheimlichen Spaß, man lernt andere Jugendliche kennen. Die Stadt stellt Gitarren kostenlos zur Verfügung. Man kann diese mit nach Hause nehmen und auch dort üben. So können Jugendliche, die nicht viel Geld haben, aber Gitarre lernen und spielen möchten, dies tun.“ Vanessa hält plötzlich inne. „Lass uns doch zur Musikschule fahren!“, schlägt sie vor. „Da sind auch einige dabei, denen die Stadt eben die Gitarre kostenlos zur Verfügung stellt.“ Begeistert von der Idee, fahren wir zur Musikschule.

Dort treffen wir andere Jugendliche, unterhalten uns mit ihnen. Einige von ihnen sind nur zu Besuch, einige befristet hier, weil ihre Eltern dienstlich hier sind. Sie alle haben aber eines gemeinsam: Sie sind glücklich darüber, in Düsseldorf zu leben.

Uns ist klar geworden, dass die Umfrageergebnisse von JuginD (Jugendliche in Deutschland) den Aussagen und Wahrnehmungen der Jugendlichen in Düsseldorf entsprechen: Ob als Zwischenstopp, langfristig oder dauerhaft – als Jugendliche in Düsseldorf kann man vielfältige, attraktive Angebote in seiner Freizeit wahrnehmen. Ob einen die Abenteuerlust packt, man im Freien ein Wochenende verbringen oder ob man bei schlechtem Wetter einen tollen und spannenden Film in einer der vielen modernen Kinos sich anschauen oder ob man bei einer der Kulturveranstaltungen mitmachen möchte. Die Stadt Düsseldorf hat ihren Jugendlichen bei jedem Wetter und in jeder Jahreszeit für einen günstigen Preis etwas anzubieten.

Mukadder Ece Tuna, Düsseldorf, Justus-von-Liebig Realschule

Mobbing – Weniger Ausgrenzung dank Schuluniform

Jeder dritte Schüler wird in Deutschland gemobbt und das ist heutzutage nicht ungewöhnlich. Dieses bestätigen viele Studien aus dem In-und Ausland. Mobbing entsteht aus vielen Gründen, wie zum Beispiel wegen Markenkleidung.

Viele deutsche Schulen suchen deshalb ein Mittel, Mobbing-Attacken zu stoppen,um ein besseres Klima unter den Schülern zu ermöglichen. Manche Schulen versuchen dieses mit Schuluniformen, da eine einheitliche Schulkleidung häufig gegen Mobbing-Attacken hilft. Die Schulkleidung gibt es in circa 13 deutschen Schulen verteilt auf die Bundesländer Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, wobei es insgesamt circa 50.000 Schulen in Deutschland gibt. Das sind etwa 2,6 Prozent der Schulen, die Schulkleidung in Deutschland eingeführt haben.

Nach vielen Tests, bei denen die einheitliche vorgeschriebene Schulkleidung an unterschiedlichen Schulen probeweise eingeführt wurde, stellte sich heraus, dass es zu weniger Mobbing-Attacken kam. Denn es gab überwiegend positive Reaktionen im Zusammenleben zwischen Lehrern und Schülern.

Die beiden Haupt- und Realschulen Sinstorf und Friesenheim haben dieses Experiment gewagt, Schulkleidung in den Schulalltag der Schüler und Lehrer zu bringen. Karin Brose, eine Lehrerin der Haupt- und Realschule Sinstorf, führte probeweise im Jahr 2000 die Schuluniform, in ihrer Schule ein. Nach der Probephase wurde dieses Schuloutfit einstimmig von der Lehrer- und Schülerschaft auch langfristig eingeführt. Während des Versuchs verbesserte sich das soziale Klima unter den Schülern, erklärte Karin Brose.

Besonders wird das „Wir-Gefühl“ gestärkt, da die Schüler einheitlich gekleidet sind. Sie fühlen sich dann als Gruppe und empfinden meistens mehr Respekt, Loyalität und Toleranz füreinander. Durch die einheitliche Schulkleidung verwischen sich die sichtbaren sozialen Unterschiede. So gibt es keine Unterscheidung mehr zwischen „arm und reich“ gekleideten Kindern, weshalb es auch zu keinem Mobbing wegen Markenkleidung mehr kommen kann.

Die Schuluniform verhindert den Markenzwang und die Markenidentifikation, die gerade unter den jüngeren Schülern und auch in unserer modernen Gesellschaft eine große Rolle spielt. Die Schüler haben mehr Chancen sich mit Schuluniformen zu integrieren. Aber vor allem kommt es zu mehr Zusammenhalt und zu weniger Ausgrenzungen unter den Schülern. Dies bestätigen viele internationale Studien.

Politiker, Professoren und Lehrer, die sich mit diesem Thema auseinander gesetzt haben, befürworten Schuluniformen in Schulen. Die Schuluniform wurde deshalb bereits in vielen Ländern eingeführt oder hat bereits eine langjährige Tradition, wie zum Beispiel in Indien, Japan oder Großbritannien. Sie hilft nachweislich, das Zusammenleben der Schüler zu verbessern. Denn jedes Jahr begehen viele Kinder und Jugendlichen Selbstmord wegen Mobbing. Doch wird mit allen Mitteln versucht, Mobbing-Attacken zu stoppen , wie zum Beispiel mit einer einheitlichen Schulkleidung.

Louisa Listmann, Düsseldorf, Marie-Curie-Gymnasium

Interview mit Daniel Pietta – „Krefeld ist meine Eishockey-Heimat“

Der Eishockey-Spieler Daniel Pietta im Gespräch mit unserem „Schüler lesen Zeitung“-Reportern über seinen sportlichen Werdegang und seine Ziele mit den Krefeld Pinguinen.

Frage: Wie stehst du zu deinem Verein?

Daniel Pietta: Ich fühle mich in Krefeld sehr wohl und es bedeutet mir sehr viel, bei den Krefeld Pinguinen zu spielen. Aber irgendwann kommt sicherlich der Zeitpunkt, wo man etwas Neues ausprobieren möchte, das heißt, vielleicht spiele ich irgendwann einmal für einen anderen Verein in der Deutschen Eishockeyliga (DEL) oder sogar in der National Hockey League (NHL).

Frage: Wie war dein Weg zum Profi-Eishockeyspieler?

Daniel Pietta: Ich musste viel Zeit aufbringen. Außerdem ist man viel unterwegs und muss sehr viel trainieren. Aber man braucht auch eine Portion Glück, um Profi zu werden.

Frage: Wie fühlt es sich an, vor so vielen Zuschauern zu spielen?

Daniel Pietta: Je lauter und gefüllter das Eisstadion ist, desto mehr Spaß hat man beim Spiel. Wenn man mit seinem Team dann noch Erfolg hat, ist es umso schöner.

Frage: Wie zufrieden bist du, in der DEL spielen zu dürfen?

Daniel Pietta: In der DEL zu spielen, ist ein großer Erfolg. Jeder Jugend-Eishockeyspieler träumt davon, später als Profi in der höchsten Liga aktiv sein zu dürfen.

Frage: Du sprachst einen möglichen Wechsel in die NHL an. Wo könntest Du dir denn dann vorstellen zu spielen?

Daniel Pietta (grinst): Wie schon gesagt, eigentlich möchte ich gerne in Krefeld bleiben, Krefeld ist meine Heimat. Aber wenn ich ein Angebot in der NHL bekäme, dann vom Wetter her in Florida. Aber, wenn man das Glück hat, überhaupt in der NHL spielen zu dürfen, nimmt man natürlich jedes Angebot gerne an.

Frage: Wer zählt aus deiner Sicht zu den schwierigsten Gegnern in der DEL?

Daniel Pietta: Zu den starken Gegnern gehören die Adler Mannheim, die Eisbären Berlin und die Kölner Haie. Der Vorteil dieser Mannschaften ist, dass die Vereine mehr Geld besitzen und sich damit einen starken Kader kaufen können. Aber: Gegen diese Teams haben wir in dieser Saison schon gewonnen, überhaupt spielen dieses Jahr alle Mannschaften sehr stark.

Frage: Könntest Du dir vorstellen im Tor zu spielen?

Daniel Pietta: Nein (lacht), weil meine Mannschaft und ich sonst zu viele Tore kassieren würden.

Frage: Welche Ziele hast du mit den Pinguinen in der Saison 2012/2013?

Daniel Pietta: Wir wollen in die Play-offs (Endrunde um die Meisterschaft), egal, ob durch die direkte Qualifikation oder über die Preplay-offs!

Frage: Zum Abschluss eine ganz andere Frage, hast du schon eine Vorstellung, was du nach der Zeit als Eishockeyprofi beruflich machen möchtest?

Daniel Pietta: Oh, das ist eine gute Frage, darüber werde ich mir sicherlich in ein paar Jahren Gedanken machen müssen. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten drei bis vier Jahren eine Weiterbildung machen, was genau, weiß ich jetzt noch nicht. Ich könnte mir auch vorstellen, als Trainer oder Co-Trainer für einen Eishockeyclub zu arbeiten.

Daniel, wir danken dir für das Interview und wünschen dir und deiner Mannschaft für die kommenden Spiele viel Erfolg!

Julius Voß, Titus Schlechter und Tom Dobek-Pietrowski, Düsseldorf, Erzb. Suitbertus-Gymnasium