Archiv der Kategorie: Düsseldorf

Das Problem um die Dreijährigen – Zu wenig Kindergartenplätze in Düsseldorf

In vielen Stadtteilen von Düsseldorf stehen zu wenig Kindergartenplätze zur Verfügung, auch im Düsseldorfer Norden ist dies ein Problem. Deshalb baten wir eine Kindergärtnerin aus dem evangelischen Kindergarten in Wittlaer um ein Interview.

Wir sprachen zu Anfang über die vielen Neubaugebiete der letzten Jahre. Immer mehr Menschen ziehen nach Düsseldorf, somit wird es immer schwerer, einen Platz zu finden. So mussten in einem Kindergarten sogar 100 Kinder abgewiesen werden, weil es einfach keinen Platz mehr gab, so eine Kindergärtnerin.

Dies kommt dadurch, dass in den letzten Jahren viel mehr Kinder geboren als Kindergartenplätze eingreichtet wurden. Ein großes Problem ist auch, dass gerade im Düsseldorfer Norden in letzter Zeit viele Häuser – gerade Familienhäuser – gebaut wurden, es aber im Verhältnis nur wenige Kindergärten gibt.

Wenn alle städtischen Kindergärten belegt sind, ist es für ein konfessionsloses Kind schwierig, in einer katholischen Kita einen Platz zu bekommen. Ich habe selber einen kleinen Bruder und muss feststellen, wie meine Mutter, wenn sie vor ihrem Halbtagsjob auch noch meinen Bruder zur Kita bringen muss, völlig im Stress ist.

Die evangelischen Kindergärten sind beim Thema Aufnahme wesentlich zugänglicher: Mein Bruder zum Beispiel ist nicht getauft, hat trotzdem einen Platz in einem evangelischen Kindergarten bekommen. Man wird trotzdem nicht erwarten können, dass sich das in den nächsten Jahren beruhigen wird, denn wenn das Kindergartenalter von drei auf zwei oder sogar ein Jahr heruntergesetzt wird, wird sich die Lage sogar noch erheblich verschlechtern.

Darline Graf, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Obdachlose in Düsseldorf – Obdachlose in Düsseldorf

Interview mit Franck Blankenstein vom Franziskaner-Kloster.

Wie viele Schlafplätze gibt es im Franziskaner-Kloster?

Blankenstein Hier gibt es keine Schlafplätze im Franziskaner Kloster, weil es einem nur Essen und Kleidung bietet.

Woher kommen die Kleidungsstücke?

Blankenstein Die Kleidungsstücke sind Privatspenden.

Mögen sie ihren Job?

Blankenstein Ja klar mag ich ihn.

Warum haben sie sich für diesen Job entschieden?

Blankenstein Ich finde Franz von Assisi ganz toll, weil er den Armen geholfen hat, die weniger haben als er. Ich habe mich schon immer als Mitglied der Franziskaner bezeichnet.

Gibt es viele Probleme mit Alkohol oder Drogen?

Blankenstein Es kommt sehr häufig vor, dass Leute mit Alkohol oder Drogenproblemen herkommen.

In welchem Alter sind die meisten Leute hier?

Blankenstein Es gibt Leute in jedem Alter hier. Es kommen Leute, deren Alter zwischen 16 und 85 liegt. Das Durchschnittsalter liegt bei 40-50.

Woher kommt das Geld für das Essen?

Blankenstein Das Geld wird meistens von der Düsseldorfer Tafel gespendet. Auch andere Vereine oder Geschäfte spenden Geld wie die Metro.

Wie viel Geld wird im Durchschnitt gespendet?

Blankenstein Es wird im Jahr ungefähr 120000 Euro gespendet.

Wohin geht der Rest des Essens?

Blankenstein Der Rest des Essens geht an die Bauern. Damit füttern die Bauern ihre Tiere.

Daniel Heckener, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Initiative für die Sicherheit von Grundschulkindern – Die Helfende Hand macht Mut

Die „Helfende Hand“ ist eine Initiative engagierter Eltern, die mit Familien, Schulgremien, Geschäftsleuten und öffentliche Instutionen zusammenarbeiten. Die Idee: Damit Grundschulkinder durch ihr Stadtviertel ohne Angst sicher gehen können, knüpft die Helfende Hand Beziehungen zu Läden und Geschäften am Ort. Denn den Kindern soll Mut gemacht werden.

Der Leitgedanke ist dabei, dass sich die Kinder sicher in ihrem Viertel fühlen und selbstbewusst bewegen können sollen. Wenn sie von älteren Schülern gemobbt werden, können sie in einen Laden mit dem Aufkleber drauf flüchten. Die Mitarbeiter sind sehr schnell vor Ort.

Die Helfende Hand besteht aus einer Gruppe von Eltern. Diese Gruppen werden mit Rat und Tat unterstützt.

Quellen:

Helfende-Hand-Patnerschule Grundschule Kaiserswerth, Fliednerstraße 32, 40489 Düsseldorf; www.helfendehand.net

Samiya Mousaoui, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Hilfsbedürftige Tiere in Düsseldorf – Das Tierheim Düsseldorf

Das Clara Vahrenholz Tierheim, auch bekannt als Tierheim Düsseldorf, hat seinen Sitzt in der Rüdigerstraße 1 in Rath. Nach dem Stand vom 4. Dezember 2010 haben sie insgesamt 328 Tiere in ihrer Obhut: 148 Vögel und andere Kleintiere, 106 Katzen und 74 Hunde.

Besonders zu erwähnen ist die hauseigene Hundeschule sowie ein Tierarzt, die dafür sorgen, dass die Tiere gut vorbereitet vermittelt werden.

Die Gassigeher trainieren regelmäßig mit den Hunden, und auch die Interessenten können probeweise mit ihrem Hundefavorit an der Hundeschule teilnehmen.

Zurzeit haben sie aber keine Hundeschule, da sie neue Gebäude für die Tiere bauen. Wahrscheinlich richten sie, sobald die Umbauten beendet sind, wieder eine Hundeschule ein.

Die Hunde werden in Zwingern mit Auslauf, Körbchen und Fressnapf untergebracht. In den Katzengehegen befinden sich Kratzbäume, Spielzeug und Fressnäpfe.

Der Kaninchenstall wird ausgelegt mit Sägespänen, und den Kaninchen stehen Heu, Versteckmöglichkeiten und Fressnäpfe zur Verfügung.

Insgesamt macht das Tierheim einen sehr ordentlichen und gepflegten Eindruck. Damit es den Tieren weiterhin gut geht, freut sich das Tierheim immer über Spenden.

Die Spendenkonten sind: Tierschutzverein Düsseldorf, Stadtsparkasse Düsseldorf, Konto-Nr. 190 68 758, BLZ 300 501 10; Kreissparkasse Düsseldorf, Konto-Nr. 10 40 930, BLZ 301 502 00; Deutsche Bank, Konto-Nr. 3800 281 00, BLZ 300 700 10

Neele Friedrich, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Regionales – Die Rhein’schen Rivalen

Der ewige Streit: Kölner und Düsseldorfer sind verbittert, schon immer. Überall, wo sie aufeinander treffen, gibt es Streit und Krawall.

Bei einer kleinen Umfrage in den zwei Städten kam heraus, dass sowohl Kölner als auch Düsseldorfer überhaupt nicht wissen, warum sie sich eigentliche nicht mögen. Die beliebteste Antwort war: „Es ist halt so!“ Doch warum streiten sie sich nun wirklich?

Zu der Schlacht von Worringen gibt es viel zu sagen. Ihr vorrangegangen war ein Streit um die Erbfolge von Walfram V., dem Herzog von Limburg. Nach fast sechs Jahren Krieg hatte die Schlacht für jede daran beteiligt Partei schwere Folgen: Adolf von Berg verlieh Düsseldorf am 4. August 1288 das Stadtrecht, ein wenig später erhielt Mülheim ebenfalls das Stadtrecht. Köln allerdings nicht, aber durch das Stadtrecht konnten Düsseldorf und Mülheim viel einfacher an wirtschaftliche Vorteile gelangen als ohne Stadtrecht. Doch das alles wurde fast noch übertroffen, als nach dem Zweiten Weltkrieg England Düsseldorf zu Landeshauptstadt erklärte und nicht Köln.

Doch die Religion ist wohl das wichtigste Thema, zumindest in der Vergangenheit. Ursprünglich gehörte Düsseldorf zum Erzbistum Köln, welches römisch-katholisch war, da Düsseldorf kein eigenes Dekanat (=eigener kirchlicher Verwaltungsbezirk) besaß. Mit der Übernahme Düsseldorfs durch die Preußen wurde es schließlich protestantisch, was die weiterhin erzkatholischen Kölner wohl ziemlich provoziert und geärgert hat.

Die Rivalität zwischen Düsseldorf und Köln setzt sich auch im Sport fort. Ob Fortuna gegen FC Köln (ehemalig Fortuna Köln) oder Kölner Haie gegen die DEG. Immer gibt es ein Derby, allerdings war der Sport nicht der Auslöser, sondern hält die Rivalität noch heute am Leben.

Tja, Köln und Düsseldorf, was soll man da sagen? Eigentlich ist es albern, aber es macht auch einfach Spaß, sich ein wenig zu ärgern. Und es wird nun mal von Generation zu Generation weitergegeben. Natürlich hat Köln (sehr ;)) viele hässliche Seiten, aber als Düsseldorfer kann ich das selbe auch von meiner Stadt sagen. Fakt ist, dass fast jeder Düsseldorfer schon einmal in Köln war und andersrum.

Also, Geschichte, die schon lange her ist, Sport und Religion. Sind das wirklich so wichtige Themen, um sich andauernd zum Narren zu machen?!

Jan Dahlhaus, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Freizeit – Glühwein und Weihnachtslieder

Der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt ist zur Weihnachtszeit immer wieder einen Besuch wert, denn er bietet 23 verschiedene Stände mit tollen Unterhaltungsmöglichkeiten.

Er befindet sich entlang der Flinger Straße in Düsseldorf. Es ist für jeden was dabei, ob Jung oder Alt, man findet immer etwas. Egal, ob es ums Essen, Trinken oder um Kleinigkeiten wie zum Beispiel Schmuck oder was zum Spielen für die Kinder geht.

Um gut in Stimmung zu kommen, ist dort reichlich für Glühwein und schöne Weihnachtslieder gesorgt. Außerdem bieten die Stände noch Winterkleidung, leckeres Essen, Duftkerzen, Dekoartikel, Schmuck, Kinderspielzeug und noch viele weitere Möglichkeiten an, um sich einen schönen Tag zu machen.

Dies hört sich doch alles gut an, doch nach einigen Befragungen zum Thema Weihnachtsmarkt in Düsseldorf, hört man immer wieder, dass er zu teuer sei und abends nur noch gedrängelt werde. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Weihnachtsmarkt in Düsseldorf nicht nur in NRW sehr bekannt ist, sondern auch in Holland und anderen umliegenden Ländern.

Dennoch hatten wir einen schönen Tag auf dem Weihnachtsmarkt. Wir sind zufrieden und satt, und die Leute dort waren auch sehr freundlich.

Alexandra Hüsing und Melissa Leone, Düsseldorf, Carl-Benz-Realschule

Freizeit – „Grease“ ist Kult

„Grease“ ist ein fantastisches Rock`n´Roll Musical, das den Zuschauern das Lebensgefühl der 50er Jahre zurück gibt. In der Lovestory sind knalliger Lidschatten, Nagellack und ein Petticoat für die Schulmädchen unverzichtbar. Die Jungs tragen Blue Jeans und Lederjacken, wie ihr Vorbild Elvis Presley.

In den Hauptrollen haben wir Lars Redlich als Danny und Sanne Buskermolen als Sandy gesehen. Sandy und Danny lernten sich im Sommerurlaub kennen. Sandy, die in eine neue Stadt zieht, geht – ohne es zu ahnen – auf dieselbe High School wie ihre Sommerliebe Danny. Danny, der Chef der T-Birds, prahlt mit seiner Sommereroberung Sandy vor seinen Freunden. Sandy lernte zur selben Zeit die „Pink Ladys“ kennen und deren supercoole Anführerin Rizzo.

Bei den „Pink Ladys“ schwärmt Sandy von ihrem Danny. Durch immer wiederkehrende Missstände finden die Beiden einfach nicht zusammen. Auf dem High School-Ball tanzt Danny mit Cha-cha, so dass Sandy am Boden zerstört zu Hause bleibt. Nach einem misslungenen Date im Autokino läuft Sandy alleine in die Nacht, da Danny ihr zu stürmisch wird. Nach dieser Nacht wird ihm klar, dass Sandy seine große Liebe ist.

Ebenso ergeht es Sandy. Ihr wird klar, dass sie nicht mehr das langweilige Mädchen sein möchte. Während die „T-Birds“ und die „Pink Ladys“ auf einer Party sind, taucht plötzlich Sandy in einem sexy Outfit auf, so dass Danny die Luft weg bleibt. Nun ist klar: „You`re the one that I want“.

Unser Besuch im Musical Grease im Düsseldorfer Capitol Theater hat uns sehr gut gefallen, die Handlung, die Interpreten und die Songs waren einfach Klasse – die zweieinhalb Stunden vergingen wie im Flug.

Wenn man bedenkt, dass „Grease“ bereits 1972 in New York Premiere hatte, dann hat es an Aktualität nichts verloren. Das Kultmusical begeistert mit fetzigem Rock`n´ Roll auch noch uns im Jahre 2010. Wir hoffen, dass wir noch einmal mit der ganzen Klasse das Musical besuchen und uns von der Musik und den Darstellern verzaubern lassen können.

Laurien Gräler und Alexandra Dogunke, Düsseldorf, Carl-Benz-Realschule

Buch – Zwischen den Welten

Stellen Sie sich vor, eine Gruppe von Leuten lebt unter der Erde, in der Dunkelheit versteckt. Eine Welt, die niemand kennt. Das Jugendbuch „Schattenjünger“ von Gina Mayer handelt von einem Mädchen namens Agnes, dass sich in die Welt der so genannten Schattenjünger, einer Gruppe von Leuten, die sich in der Dunkelheit verstecken, verläuft.

Agnes lebt sich schnell bei den Schattenjüngern ein, aber dennoch kann sie einfach nicht aufhören, an ihrer alten Welt festzuhalten. Weil Agnes sich nicht für eine Welt entscheiden kann oder will, gerät sie häufig in Schwierigkeiten mit Antimone, die furchteinflößende, aber liebe Anführerin der Schattenjünger.

Indessen gibt Agnes‘ Bruder Karl nicht auf und will unbedingt seine sonst so nervige Schwester finden, deswegen stoßen er und sein Freund bald selbst auf die Schattenjünger und es kommt zu einem spannenden, aber leider auch schnellen Ende.

Gina Mayers Jugendbuch besteht aus einem Mix aus vielen verschiedenen Genres und ist deshalb für fast jeden geeignet. „Schattenjünger“ ist ein ideales Buch für zwischendurch, aber man hätte genauere Informationen über die andere Welt erwartet und das Ende der Geschichte kam unerwartet und schnell.

Gina Mayer benutzt den Epilog, um die Geschichte aufzulösen. Aber man hätte sich nach dieser spannenden Geschichte ein ausführlicheres Ende gewünscht. Mayer schafft es hervorragend, den Leser so in die Geschichte zu vertiefen, dass man einfach nicht das Buch zur Seite legen kann, bis man weiß, was mit den Schattenjüngern passiert. Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und sehr lebendig, besonders Agnes und Antimone.

Sehr interessant an der Geschichte ist auch, dass man bis zum Schluss nicht sagen kann was Antimone für ein Mensch ist, denn während der Handlung zeigt sie sehr unterschiedliche Seiten, mal liebevoll und hilfreich und mal gruselig und streng. Als Hauptcharakter war Agnes eine sehr fesselnde und unterhaltsame Person, und die Nebencharaktere helfen, die Geschichte zu verstehen und weiterzuführen.

Insgesamt ist „Schattenjünger“ ein sehr zu empfehlendes Buch. Wer weiß, vielleicht schreibt Gina Mayer ja noch eine Fortsetzung zu diesem Jugendroman.

Olivia Conrad, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

ISD-Schüler über ein Hilfsprojekt in Polen – Mit Zeit und Herz gegen Armut

Armut ist eines der größten Probleme weltweit. „Habitat for Humanity“ (HfH) ist eine Organisation, die weltweit das ganze Jahr über Häuser für Bedürftige baut. Die International Schule Düsseldorf (ISD) unterstützt seit Jahren dieses Projekt. Dieses Jahr hatten sich 15 Schüler dazu bereit erklärt, bei dem Bau eines neuen Hauses zu helfen. Caterina I. und Florian D. von der ISD geben Einblicke in ihre Arbeit im Rahmen von HfH in Gliwice, Polen im April 2010.

Welche Art von Vorbereitung gab es, um das Projekt zu finanzieren?

Wir mussten uns viele Projekte ausdenken, um Geld zu sammeln. Zu diesen Projekten gehörte eine Übernachtungsfeier in der Sporthalle für Schüler der 3. bis 5. Klasse, und wir verkauften selbst gebackene Kuchen an Mitschüler. Insgesamt wurden 12 000 Euro gesammelt. Damit wurde Werkzeug gekauft. Den Rest haben wir HfH gespendet.

Gab es irgendwelche Schwierigkeiten bei der Anreise?

Eigentlich wollten wir nach Mazedonien fliegen. Aber am Tag der Abreise waren die Flughäfen wegen der Aschewolke des Eyjafjallajökull gesperrt. Es war nicht sicher, wann wir wieder fliegen könnten. Wir haben die Organisationsleiterin angerufen, die uns an eine Baustelle in Polen vermittelt hat. Spontan riefen wir eine Busfirma an, die uns kurze Zeit später nach Gliwice (Polen) fuhr. Die Arbeit an der Baustelle selber hängt immer davon ab, in welcher Bauphase sich das Haus befindet. In diesem Jahr war das Haus fast fertig. Die Arbeit unserer Gruppe beinhaltete, den Grund für einen Kinderspielplatz zu legen und die Zimmerböden mit Zement auszufüllen.

Hat man auch schon Erfolge gesehen?

In Gliwice wurden schon sieben Häuser von HfH gebaut. Mehr als 100 bedürftige Menschen haben ein neues Zuhause gefunden. Die große Erfahrung hat sich ausgezahlt; das achte Haus wurden in nur drei Jahren fertig gestellt. Es war ein sehr emotionales Projekt, denn es ist ein gutes Gefühl, etwas in der Welt zu verbessern. Wir haben mit den zukünftigen Besitzern zusammengearbeitet und ihre Lebensgeschichten erfahren. Man sah die Dankbarkeit in ihren Augen, was ein sehr befriedigendes Gefühl war.

War HfH ein Erlebnis fürs Leben?

Auf jeden Fall. Normalerweise spendet man für Hilfsprojekte, doch man weiß nicht genau, was mit dem Geld geschieht. Hier jedoch konnten wir mit den Menschen im engsten Kontakt zusammenarbeiten. HfH bietet die Chance, mit seinen eigenen Händen zu helfen. Man gibt nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Herz. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Schüler und Lehrer der ISD konnte auch dieses Jahr wieder armen Menschen beim Bau ihres Zuhauses geholfen werden. HfH war ein voller Erfolg und wird auch weiterhin von der Schule unterstützt. Dieses Projekt hilft nicht nur den Menschen, die von den Häusern profitieren, sondern bietet allen Teilnehmern eine unersetzliche Erfahrung. In vier Monaten wird erneut eine Gruppe von Schülern die Reise antreten, um die Zustände in der Welt zu verbessern.

Alessandro Iuliano, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Interview – Sport für Körper und geist

Frank Tschan spricht mit Viktoria Levenberg über das Sportprogramm an der International School of Düsseldorf, was eines der besten in Deutschland ist. Es gibt eine große Auswahl an Sportarten, Mannschaften und Turnieren.

Frank Tschan, ursprünglich aus New York, ist der Direktor des Sportprogramms an der International School of Düsseldorf (ISD). Außerdem ist er Sportverein-Manager, Fußballtrainer und kümmert sich um mehr als 90 Gruppen und Mannschaften.

Herr Tschan, warum sind sie aus dem „Big Apple“ ausgerechnet nach Düsseldorf gezogen?

Frank Tschan: Ich bin 2000 eigentlich wegen meiner damaligen Freundin, jetzigen Frau, und den Fußballmöglichkeiten nach Deutschland gezogen. Erst haben wir in Köln gewohnt, aber nachdem ich ein paar Mal an der ISD trainiert habe, befand ich mich hier immer öfter. Dass wir dann in 2003 nach Düsseldorf umgezogen sind, kam dadruch, dass ich gefragt wurde, ob ich hier fest arbeiten will.

Welche Sportarten werden an der ISD angeboten?

Tschan: Alles, was man sich vorstellen kann: Es gibt Fußball, Basketball, Volleyball, Tennis, Leichtatletik, Ballett, Softball, Golf, Rugby, Schwimmen, Judo, etc. Hier werden über 90 Mannschaften und Gruppen zur Verfügung gestellt, weiblich und männlich, egal ob man erst vier oder neunzehn Jahre alt ist.

Es gibt nicht nur eine große Auswahl an Sportarten, sondern auch die Möglichkeit, an verschiedenen Turnieren teilzunehmen. Außerhalb des Sportvereins nehmen ISD Teams auch an den NECIS (The Northwest European Council of International Schools) und den ISST (International Schools Sports Tournament) Turnieren teil.

Wie wurde ISD ein Teil von den ISST und NECIS Turnieren?

Tschan: Wir waren eine der Schulen, die von Anfang an dabei waren und diese Organisationen mitgegründet haben. Unsere Vertreter haben sich mit denen anderer internationaler Schulen getroffen und beschlossen, den Schülern eine Möglichkeit anzubieten, auch außerhalb des Landes Sport zu betreiben.

Wie viel bedeuten den Kindern denn diese Turniere?

Tschan: Es sind Erlebnisse, die die Kinder und die Trainer für den Rest ihres Lebens behalten können. Wir sind besonders darauf stolz, dass wir die einzige Schule in Europa sind, die das NECIS, ISST und den Sportverein anbietet. Eine vielfältigere Auswahl an Sportmöglichkeiten wird an keiner Schule in Deutschland angeboten.

Lässt Ihnen Ihr Beruf viel Freizeit?

Tschan: Nein, wenigstens nicht so viel, wie ich gerne hätte. Ich bin oft unterwegs, aber wenn ich mit meiner Familie zusammen bin, dann bin ich auch wirklich anwesend, und verbringe diese Zeit nicht mit der Arbeit. Denn ich finde es reicht nicht, nur köperlich da zu sein, man sollte auch geistig anwesend sein. Was ich immer versuche, ist wenigstens zwei Mal am Tag meine Kinder zu sehen. Ich bin immer da, wenn sie aufwachen und bringe sie abends auch oft ins Bett.

Viktoria Levenberg, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf