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Königsallee Düsseldorf – Wer hier war, möchte wiederkommen

Die Leute drängeln, schubsen und kämpfen sich den Weg zu den hell erleuchteten, einladenden und extravaganten Luxusläden, deren exklusive Waren man durch die riesigen Glasfenster bewundern kann, frei. Mit Adjektiven wie exklusiv, teuer, elegant und abgehoben beschreiben Passanten aller Altersgruppen die berühmte Einkaufsstraße: die Königsallee.

Wenn man die U-Bahn Station Königsallee/Steinstraße verlässt, fallen einem verschieden Dinge ins Auge. Als erstes wahrscheinlich die pompösen Einkaufszentren, die monströsen Banken und erstklassigen Hotels. In den Häusern vereinen sich architektonische Meisterleistungen mit dem bonzigen, aber unfreiwillig beeindruckenden Glamour der Luxusläden. Wer hier auf der Königsallee einen Laden oder gar eine Wohnung besitzt, muss bis zu 230 Euro pro Quadratmeter Miete zahlen. In Folge dessen sind hier nur große internationale Marken und Banken vertreten. Ein Düsseldorfer Manager sagt: „Das Geld, was auf der Seite der Geschäfte verdient wird, wird dann zum Verzinsen rübergebracht.“ Und die Aufteilung ist tatsächlich so eindeutig: Links die Läden und rechts die Banken.

Aber natürlich fallen jedem auch die gut und teuer gekleideten Leuten auf, welche in häufig protzigen Autos vorfahren. Der Blick schweift über Top-Automarken wie Mercedes, Audi, BMW und Porsche. Die Männer, meist mittleren Alters, sind fast ausnahmslos schick und in Markenkleidung gekleidet, sodass man das Geld und den Wohlstand, der hier ganz offen zur Schau gestellt wird, förmlich riechen kann.

Wenn man weiter schaut, kommt man nicht umhin die perfekte Ausgewogenheit zwischen der Straße und der Natur zu bewundern: Der Kö-Graben, in dem das Wasser still hin und her schwappt, und die Bäume links und rechts neben den zwei Wegen, die sich an ihm vorbeiziehen, sorgen für ein schönes Gefühl innerhalb der modernen Innenstadt. Die Bänke sind sehr beliebt bei Leuten, die sich vom Einkaufen ausruhen und ihre Errungenschaften bewundern wollen. Wenn es schließlich dunkel wird, fangen die Laternen an zu leuchten und die Straße wird hauptsächlich durch die hell beleuchten Glasfenster der Läden erhellt. In diesem Ambiente fühlen sich die Leute wie im Shopping-Himmel.

Die meisten der befragten Passanten gehen angesehenen und gut bezahlten Jobs nach und besuchen die Kö regelmäßig. Zu den Lieblingsmarken der Befragten zählen Louis Vuitton, Abercrombie und Saturn. Die Ausgaben variieren je nach Altersgruppe zwischen 100 und 500 Euro.

Man verlässt die Kö beeindruckt und mit dem festen Vorsatz bald wieder zu kommen. Dieser Platz zählt wahrscheinlich nicht ohne Grund seit Jahren zu den beliebtesten Einkaufsstraßen Nordrhein-Westfalens, Deutschlands und Europas. Doch schätzen die tausend Passanten aus aller Welt wirklich nur die Läden? Nein, denn die Kö ist ein Erlebnis! Sie ist von der Atmosphäre her einzigartig. Der Konkurrenzkampf und die Zurschaustellung des Reichtums üben heutzutage eine seltsame, aber doch besondere Anziehungskraft auf die Menschen aus.

Nikolas Recke, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Schickimicki und oberflächlich? – Düsseldorf hat mehr zu bieten!

Das Projekt „Dein Düsseldorf“ dient der Verbesserung des Düsseldorfer Images, denn dies gilt als schickimicki und oberflächlich. Doch Düsseldorf kann auch mehr sein als das! Auf der Website www.dein.düsseldorf.de können die Teilnehmer persönliche Lieblingsfotos oder Videos von/über Düsseldorf hochladen.

Man kann frei wählen, ob es der Rhein, die Altstadt, der Medienhafen oder andere Orte zeigt, denn Düsseldorf ist sehr vielseitig. Das Projekt wurde vom Oberbürgermeister Dirk Elbers im November 2011 persönlich ins Leben gerufen.

Auf die Frage, wie sie die Idee finden, Düsseldorfs Image zu verbessern, antworteten Teenager von zehn bis 20 Jahren, dass es notwendig sei. 40-60-Jährige waren derselben Meinung, jedoch Senioren eher der Ansicht, dass die Verbesserung nicht notwendig sei.

Fünf der acht befragten Teenager fielen beim Thema Düsseldorf sofort die Altstadt und die Kö ein. Drei weitere fanden, Düsseldorf erinnere sie mehr an schicki-micki und oberflächlich. Ein 18-Jähriger antwortete: „Irgendwie lebt Düsseldorf auch von diesem Schickimicki und Oberflächlichen“. Die Befragten mittleren Alters mochten die Altstadt und die Kö am liebsten, doch auch Shoppen und Spazierengehen an den Rheinuferpromenaden gehörten zu den beliebtesten Aktivitäten.

Die Innenstadt, der Rhein und Düsseldorfs Skyline, zusammen mit dem Medienhafen und dem Landtag NRW gehören zu den typischsten Orten Düsseldorfs. Auch Stadtteile wie Bilk, Flingern, Carlstadt und Kaisereswerth wurden oft genannt. Ein 42-jähriger Mann hat unter anderem gesagt: „Ich würde Besucher an den Rhein und die Rheinuferpromenaden führen.“

Der Hauptanteil der 20 Befragten würden gerne den Hauptbahnhof verschönern lassen, aber auch Baustellen in der Innenstadt stören sehr.

Elf von 20 Düsseldorfern waren der Meinung, dass sich das Klischee „spießig und langweilig“ ändern sollte. Eine 49-jährige Frau gab darauf folgende Antwort: „Die echten Düsseldorfer laufen auf der Kö am Kö Graben entlang, die Schickimicki-Tanten dort, wo die teuren Geschäfte sind.“

Für die Zukunft würde sich Düsseldorf eine verbesserte Infrastruktur wünschen, beispielsweise bessere Wegweiser oder mehr Fahrradwege. Doch auch mehr Umweltbewusstsein und Familienfreundlichkeit liegt ihnen am Herzen.

Im Großen und Ganzen ist das Projekt „Dein Düsseldorf“ ein Erfolg, da die Düsseldorfer auch selbst daran Teil haben können.

Theresa Dill und Anna Requardt, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Werbung – Was sie uns so alles verspricht…

Vom iPhone bis zur Handcreme, alles wird durch Werbung angepriesen. Es ist verständlich, dass die Hersteller ihr Produkt präsentieren wollen, aber sind es oft auch nur leere Versprechungen?

Jede Werbung verspricht, dass ihr Produkt das Beste vom Besten sei. Es wäre ja auch komisch, wenn wir in der Zeitung lesen würden: „Die neue Handcreme – nicht kaufen, sie stinkt!“ Durch die Werbung werden sogar Bedürfnisse geweckt, von denen man als Verbraucher gar nicht wusste, dass man sie hat. Die Werbung versucht nicht nur ihr Produkt anzupreisen, sie versucht auch, ein Statussymbol zu vermitteln: „Seht, ich kann mir Dies und Das leisten, also bin ich wer!“

Die Werbung dient nicht nur dazu zu informieren, mittlerweile hat sie auch einen Unterhaltungswert. Es werden sogar Preise für die beste Werbung verliehen, zum Beispiel der Goldene Löwe in Cannes.

Wichtigstes Ziel der Werbung ist es, sich im Gedächtnis des Verbrauchers festzusetzen. Dabei scheint es manchmal egal zu sein, ob dies durch positive oder abstoßende Werbung geschieht.

Die Werbung sagt nicht unbedingt immer die Wahrheit, deswegen erlebt man es oft, dass man auf die Werbung hereinfällt. Ein sehr häufiges Beispiel ist, dass Haarfärber eine andere Farbe abbilden, als die, die es am Ende ist. Es ist schwierig zu endscheiden, welcher Werbung man glauben kann und welcher nicht.

Johanna Volk, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Die Geschichte meines ersten Interviews – Aller Anfang ist schwer

Sind Interviews wirklich immer mit einem klopfenden Herz und leicht schwitzigen Händen verbunden? Sollte nicht eigentlich der Befragte eher nervös sein und nicht der Fragesteller? Diese Fragen beschäftigten mich im Augenblick des Interviews noch mehr, als die Fragen, die ich mir für mein Interview mit Achim ausgedacht hatte, für das erste Interview meines Lebens, das allererste!

Ob Achim vorher schon einmal interviewt wurde, weiß ich nicht. Diese Frage habe ich vergessen zu stellen. Er wirkte jedenfalls absolut cool. So cool wie er wirkt, wenn er mir den Ball genau auf die Grundlinie des Platzes spielt. Achim ist nämlich mein absoluter Lieblingstennistrainer. Nun ja, genau genommen ist er auch mein einziger. Aber vor ihm hatte ich Klaus. Klaus war die Oberflasche: Lustlos, belanglos und leider auch erfolglos. Achim ist da ganz anders. Deshalb habe ich ihn mir als Interviewpartner ausgesucht.

Doch was frage ich ausgerechnet einen Tennistrainer?! Spielst du lieber mit gelben oder mit bunten Bällen? Wie viele Bälle sind in deinem Korb? Spielst du die Vorhand lieber cross oder longline? Bei solchen Fragen würden Achim und ich und wohl auch die Leser sofort schläfrig werden. Könnte es die Leser vielleicht interessieren, wer Achims Lieblingstennisspieler ist? Probieren wir es mal. Ich schalte das erste Mal das Diktiergerät an und stelle Achim, der mich auf eine Cola in das Restaurant der Tennishalle eingeladen hat, meine erste Frage. Die Antwort ist präzise: „Roger Federer. Ich finde die Art und Weise wie er spielt unfassbar. Der hat so viele Tricks drauf. Technisch ist er super. Großer Sportler. Respekt!“ Na, das war ja schon eine wertvolle Information.

Das Interview läuft. Der Interviewer wird ruhiger und seine Hände trockener. So kann das Interview weitergehen. Jetzt kann ich mich mit meinen Fragen mal etwas weiter vortasten. „Warum bist du Tennistrainer geworden?“ Ok, zugeben, auch das ist keine Brüllerfrage, aber irgendwie müssen wir ja weitermachen. Achim berichtet, dass er mit 16 Jahren schon Trainerstunden gegeben hat, um neben der Schule ein wenig Geld zu verdienen. Außerdem hat er mit dem Geld der Trainerstunden sein Studium bezahlt und sich dann, als er mit dem Studium fertig war, für seine Leidenschaft, das Tennis entschieden. Mit meiner nächsten Frage wage ich mich etwas weiter ran. Ich frage ihn, ob dies seiner Meinung nach die richtige Entscheidung war. Damit habe ich einen kleinen Volltreffer gelandet: „Wenn ich jetzt so gucke, dass ich hier jetzt schon interviewt werde, dann muss ich sagen, das war eine richtige Entscheidung!“ Mein Interviewpartner ist „happy“und ich hab mein Interview im Griff.

So könnte das noch endlos weitergehen, aber dann würden wir irgendwann wohl oder übel doch noch über die farblichen Vorlieben und die Anzahl der Bälle im Korb sprechen müssen. Das will ich aber weder mir noch Achim noch den RP-Lesern zumuten. Deshalb beende ich das Interview jetzt lieber mit einem Schlag hinter die Auslinie.

Moritz Hauschild, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Babyklappe – Ein Angebot für Mütter in Not

Babyklappen sind Vorrichtungen, mit denen Neugeborene anonym bei einer Institution abgegeben werden können, die das Kind anschließend versorgt.

Im Katholischen Klinikum in Duisburg gibt es dieses System seit 2006.

Durch eine Babyklappe, ist die Anonymität jederzeit gewährleistet. Meistens führen schwierige soziale Situationen dazu, dass Mütter sich dazu entscheiden, ihr Kind in die Babyklappe zu geben. In der Babyklappe liegt ein Infobrief an die Mutter, der gleichzeitig ein Ausweis für sie ist. Damit kann sie später wieder Kontakt zu ihrem Kind aufnehmen. Als Mutter kann ihr also nicht vorgeworfen werden, dass sie ihr Kind ausgesetzt hätte.

30 Sekunden nachdem die Mutter ihr Kind in die Babyklappe gelegt hat, schließt diese und keiner kann mehr von außen an das Baby. Eine Kinderkrankenschwester holt das Baby zwei Minuten, nachdem Signale in der Neugeborenen-Intensivstation und in der Krankenhauspforte ausgelöst wurden und bringt es zur ersten Untersuchung.

Die Adoptiveltern melden sich beim Jugendamt an, um ein Kind zu adoptieren.

Meistens ist der Grund zur Adoption, dass die Adoptiveltern selber keine Kinder bekommen können.

Jule Bohm und Bodil Koch, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Fallschirmspringen – „Wie Achterbahn fahren, nur ohne Bodenkontakt“

„Es ist unglaublich! Man rast mit Tempo 250 der Erde entgegen – ein super tolles Gefühl. Und wenn sich der Fallschirm öffnet ist es wie Achterbahn fahren, nur ohne Bodenkontakt!“, berichtet Heiner S. aus Düsseldorf-Angermund.

Der 52-jährige Architekt erlebte diese unglaublichen fünf Minuten im Juni 2010. Er war begeistert. Doch warum wagen dann nur so wenige den Sprung aus 4000 Metern?

Einer Umfrage zufolge haben nur zwei von 30 Befragten je, wie Heiner S., einen

Fallschirmsprung gemacht. Höhenangst und das Fehlen einer passenden Gelegenheit sind die größten Hemmungen. Heiner S. wählte den Flugplatz Loemühle in Marl. Wie die meisten Flugplätze ist dieser umringt von einer wunderschönen, naturbelassenen Landschaft. Viele Menschen bevorzugen hier einen Tandemsprung. Der Unterschied zwischen diesem und einem gewöhnlichen Fallschirmsprung besteht darin, dass man keine Ausbildung braucht, sondern die ganze Zeit mit einem erfahrenen Tandemmaster verbunden ist, der alles übernimmt.

Zuerst erhält man seine Ausrüstung, die hauptsächlich aus einem Anzug, einem Helm und einer Schutzbrille besteht. Nachdem man dann eine ausführliche Einweisung erhalten hat, geht es mit einem kleinen Fluggerät spiralförmig in den Himmel. Nach circa 20 Minuten Flugzeit folg dann der Absprung, welcher, wie Heiner S. beschreibt, umwerfend ist!

Der Flugplatz Loemühle wurde 1950 gebaut, doch die ersten Fallschirmspringer kamen erst um das Jahr 2002. Doch das war natürlich nicht der Beginn des „Fastfliegens“. Schon Leonardo Da Vinci baute 1483 den ersten Fallschirm aus Holz und Leim. Der erste erfolgreiche Sprung gelang allerdings erst etwa 130 Jahre später in Kroatien. Das Freifallspringen wurde erst 1945 in Deutschland populär. Auch in der Bundeswehr werden Soldaten per Fallschirm zu Angreifern aus der Luft ausgebildet.

Sicherheit ist beim Fallschirmspringen natürlich ein Thema von großer Bedeutung. Deswegen ist jeder Fallschirm mit einem Reserveschirm und einem Notauslösesystem ausgestattet. Jährliche Checks sollen perfekte Funktionalität der Ausrüstung garantieren. Trotzdem sind alle möglichen Risiken nicht komplett auszuschließen. Es ist zum Beispiel möglich, dass der Schirm sich nur zum Teil oder gar nicht öffnet. Zudem kann es passieren, dass Leinen reißen oder sich verheddern. Doch nicht nur technische Mängel, sondern auch das Fehlverhalten des Springers können eine unglückliche Landung auslösen.

Mittlerweile sind aber die Sicherheitsvorkehrungen soweit ausgebessert worden, dass solche Unfälle nur noch sehr selten vorkommen.

Wer jemals einen Fallschirmsprung gemacht hat, wird diesen nicht so schnell wieder vergessen. Heiner S. Meinung ist jedenfalls eindeutig: „Ich würde jedem empfehlen einen Fallschirmsprung zu wagen!“

Hannah Fuchs und Jana Dannenberg, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Honda Civic Tour – Blink-182 haben ihren Humor nicht verloren

Nach fünf Jahren Trennung hat sich die Band Blink-182 – bestehend aus Mark Hoppus (Bass, Gesang), Tom DeLonge (Gitarre, Gesang) und Travis Barker (Schlagzeug) – im Jahr 2009 wiedervereinigt. Ihr neues Album „Neighborhoods“ überzeugt durch rockige, neue Songs mit dunklerem Sound, die sofort ins Ohr gehen.

Mark Hoppus sagte in einem Interview, die Band habe keine Ahnung gehabt, ob es überhaupt irgendjemanden interessiere, dass sie wieder zurück sind. Dass das falsch war, merkten sie daran, wie viele Leute ihr neues Album und Tickets für ihre Shows kauften. Die Honda Civic Tour, auf der sie zusammen mit My Chemical Romance und verschiedenen Vorbands wie Alkaline Trio, Matt & Kim und Jimmy Eat World spielten, war, nach Angaben der Band, ihre größte Tour. Sie waren mit Nebelmaschinen, Lasern und einem atemberaubenden Bühnenbild ausgestattet.

Bei den Konzerten trafen verschiedene Arten von Fans aufeinander: Fans, die Blink-182 zum ersten oder zweiten Mal sahen, aber auch ältere Fans, die schon in ihrer Highschool-Zeit zu Blink-182s Skate Punk abrockten. Alle freuten sich auf alte Hits wie „Feeling This“ und „I Miss You“, aber natürlich auch auf neue Songs wie „Up All Night“ und „Heart’s All Gone“.

Was die Fans nicht erwartet haben, da die Bandmitglieder schon näher an der 40 als an der 30 sind, waren umstrittende Songs wie „F*ck A Dog“ und „When You F*cked Grandpa“, die sie dann aber auf einigen Shows spielten. Nicht nur das beweist, dass sie ihren Humor nicht verloren haben. Zum Beispiel waren DeLonges erste Worte bei einer Show: „It’s a little warm but it’s okay because I’m not wearing underpants. Actually I’m wearing women’s underpants.“

Einer der unvergesslichsten Momente ereignete sich wahrscheinlich in West Palm Beach, als die Band sich schon verabschiedet hatte und von der Bühne ging. Fans kreischten, dass sie noch einen Song von Blink-182 hören wollten. Nach einigen Minuten kam Travis Barker auf die Bühne und spielte ein Drum-Solo, dass auf einem beweglichen Gerüst dutzende Meter über dem Boden stattfandt.

Die zehnte jährliche Honda Civic Tour war also ein voller Erfolg: sowohl für Blink-182 und die restlichen Bands, die auftraten, als auch für die Sponsoren der Tour, da sie so großartige Bands mitmachen lassen durften.

Philipp Koschmider, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

EM 2012 – Hundemorde im großen Stil

Hunde werden auf der ganzen Welt in Verbrennungsöfen, in Gasboxen, mit Hilfe von Gift, mit der Todesspritze oder auf andere grausame Art ermordet, um Touristen ein sauberes Stadtbild zu zeigen.

In der Ukraine ist der Hundemord am schlimmsten. Die Regierung will den Besuchern der EM 2012 ein sauberes Straßenbild präsentieren. In der Hauptstadt Kiew leben rund 11.000 Straßenhunde, doch tagtäglich werden es weniger, weil sie bereits in Massen ermordet wurden. Die Hunde werden dort an Bäumen erhängt oder durch Giftpfeile getötet. Die Kadaver kommen in große Gruben, oft sind auch noch lebende Hunde darunter. Ukrainer fragen sich schon: „Warum muss man die Hunde so grausam sterben lassen?“ Zudem gibt es starke Proteste mit dem Motto: „EM 2012 OHNE HUNDEMORD!“ Wegen der Hundemorde stellt jetzt die Uefa tausende Euro zur Verfügung, um die Hunde zu sterilisieren.

Auf Lanzarote landen Straßenhunde in Perreras (Tötungsstationen), die von der Regierung finanziert werden. Dort werden sie in Ketten gelegt und nach Ablauf von 21 Tagen mit der Todesspritze ermordet. Falls ein Hund gechipt ist, wird versucht, den Besitzer zu finden. Dieser kann dann seinen Hund gegen eine Gebühr abholen. Wird die Gebühr nicht bezahlt oder die Besitzer holen den Hund nicht im Perrera ab, wird er zum Töten freigestellt.

In Japan leben rund 23 Millionen Straßenhunde landesweit und es werden immer mehr. Dort werden jährlich rund 200.000 Hunde getötet. Wenn die Tiere nicht verkauft werden können, kommen sie in eine von 108 Hokenjos (Tiergaskammern). In Japan werden die Hokenjos als „Traumboxen“ bezeichnet. In Chiba zum Beispiel dienen sechs, mit Stahl verkleidete Boxen als Tötungsstrakt, wo jeweils 30 Hunde Platz haben. Dort werden rund 2.000 Hunde pro Jahr vergast. Ihre Asche wird in weiße Plastikboxen gefüllt mit der Aufschrift: Industrieabfall.

Mittlerweile fragen sich auch Deutsche: Werden ausgesetzte Hunde auch in Deutschland getötet? Doch der Präsident des Deutschen Tierschutzverbandes Thomas Schröder versichert: „Niemals! Es wird kein gesundes Tier aus Platz- oder Kostengründen getötet. Das ist streng verboten!“ Eine Lösung des Problems wäre, die Rüden zu kastrieren und die Hündinnen zu sterilisieren. So könnte man schon mal vermeiden, dass sie sich unkontrolliert vermehren. Eine weitere Lösung wäre, die Hunde in einen Bereich in der freien Natur zu sperren, ähnlich einem Tierschutzgebiet, nur eben extra für Hunde.

Hannah Pählmann, Düsseldorf, Werner-V.-Siemens-Realschule

Umfrage – Sevens punktet

Ob nun Emporio Armani oder doch lieber Desigual: Die neuen Geschäfte im kürzlich auf der Königsallee in Düsseldorf eröffneten Sevens sind der neue Verkaufsschlager! Nur vereinzelt werden Stimmen, die das neue Shoppingcenter bemängeln, laut.

Elf Monate hat der Umbau gedauert und am 17. November war es dann endlich soweit: Das brandneu renovierte Sevens-Center wurde im Stadtzentrum Düsseldorfs eröffnet. 82 der 100 befragten Düsseldorfer hatten nichts an der neuen Einrichtung zu bemängeln und sahen den Umbau als vollen Erfolg. Vor allem die Vielfalt der Geschäfte, von Armani bis zu den Kollektionen von Wolfgang Joop und die vielen Essensmöglichkeiten im Untergeschoss, wurden gelobt. Doch auch Kritiker, vor allem Besucher im Alter von über 30 Jahren, meldeten sich zu Wort: Es sei zu laut und zu voll, wurde öfters bemängelt, doch: In welcher Shoppingmall solchen Formats ist das denn anders?

Den spektakulären Mittelpunkt des weihnachtlich geschmückten Kaufhauses bildet eine riesige LED-Kugel, welche trotz ihrer drei Meter Durchmesser und ihres Gewichts von 1,2 Tonnen fast schwerelos ihr Licht im gesamten Gebäude verteilt.

Das größte Geschäft im Sevens ist der über fünf Etagen gehende Saturn-Markt. Der schon vor dem sechsmonatigen Umbau im Sevens untergebrachte Saturn hat seine Fläche mit nun 10.000 Quadratmetern fast verdoppelt. Der Elektromarkt hat jetzt 100.000 Artikel im Sortiment. Doch auch hierzu wurde in unserer Umfrage Kritik laut: Zu viel Saturn, der alte Markt hätte doch auch gereicht, so einige Besucher. Trotzdem ist das Feedback überwiegend positiv und das neue Sevens wird hauptsächlich als voller Erfolg gewertet. Insgesamt hat die Königsallee nach Meinung der meisten Besucher wieder ein Highlight mehr!

Hendrik Honert, Simon Lentz, Friedrich Jerusalem und Amin Hussein, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Jugendliche und Sucht – Trinken bis zum Umfallen

„Ins Koma saufen“ – das ist eine der Beschäftigungen der Jugendlichen. Sie trinken zu früh Alkohol und nehmen Drogen. Doch Drogensucht ist nicht die einzige Art von Sucht. Es gibt die Nikotin-, Spiel-, Kauf- und Mediensucht.

Alleine im Jahr 2000 lag die Zahl der zehn- bis 20-jährigen Komasäufer bei 9.514, wovon 2.194 zehn bis 15 Jahre alt waren. Die Zahl hat sich jedoch fast vervierfacht. 2009 lag die Zahl der Zehn- bis 20-Jährigen bei 26.428, wovon 4.330 zehn bis 15 Jahre alt waren. Gerade an Karneval steigt die Zahl der jugendlichen Trinker deutlich. Dabei sind Erwachsene kein Vorbild, sie trinken schon am Vormittag Alkohol. Jugendliche sehen es als willkommene Gelegenheit, dass sie sich an diesen Tagen betrinken können.

Zu dem Thema Sucht schrieben Kai Hermann und Horst Rieck im Jahr 1978 das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, das 1981 verfilmt wurde. Es geht um ein Mädchen namens Cristiane aus der Drogenszene rund um den Frankfurter Hauptbahnhof. Trotz mehrfacher Entzugsversuche schaffte sie es nicht, von den Drogen wegzukommen. Am Ende des Buches sterben zwei ihrer Freunde an einer Überdosis Heroin. Dann lässt sich Cristiane therapieren. Als sie wieder in die Schule ging, schaffte sie einen Hauptschulabschluss, bekam jedoch keine Lehrstelle.

Die Sucht rückte erst 1978 in das öffentliche Interesse. Da früher das Geld fehlte, konnten sich die Kinder nicht das Nötige für ihre Sucht leisten. Daher wurde dieses Thema ignoriert. Doch nun wird etwas dagegen getan. Es werden Spenden gesammelt und es gibt Therapiehäuser, wo Jugendlichen geholfen wird, die Sucht zu bekämpfen. Es sollte den Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn sie sind die Zukunft.

Sinah Seidler, Düsseldorf, Werner-V.-Siemens-Realschule