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1,5 Millionen Abhängige in Deutschland – Gebt Drogen keine Chance!

Ein weit verbreitetes Gesprächsthema: Drogen, die schnell zur Sucht werden. In Deutschland gibt es 1,5 Millionen Suchtabhängige.

Ein Zug an der Zigarette und schon kann es zur Sucht werden. Viele Jugendliche rauchen, das Einstiegsalter bei Zigaretten ist 13 Jahre! Eine Umfrage in meiner eigenen Klasse (Jahrgangsstufe 8 ) hat ergeben, dass acht von 26 Mitschülern schon einmal geraucht haben. Den Kindern schon mit Schokoladenzigaretten den Reiz zu geben, ist keine gute Idee. Später ist es nicht mehr die Schokoladenzigarette, sondern die gesundheitsschädliche Echte. Mädchen halten sich an dem Glauben fest, dass rauchen schlank macht und Jungen wollen beweisen dass sie ‚cool‘ sind.

Ein ähnliches Problem stellt der Konsum von Alkohol dar. Wenn man mal Alkohol trinkt, ist man nicht direkt süchtig. Sobald man jedoch merkt, dass der Konsum zur Regelmäßigkeit wird und man sich den Alltag ohne Alkohol nicht mehr vorstellen kann, sollte man sich dringend Hilfe holen. Alkohol ist ein Suchtmittel, mit dem man etwas verdrängen will. Die Entgiftung bei Alkohol ist nach zwei Wochen abgeschlossen, trotzdem muss man sich direkt danach in weitere Therapien begeben. Steht die Alkoholabhängigkeit im Zusammenhang mit Depressionen, kann die Therapie über mehrere Jahre gehen. Die Rückfallquote bei Alkoholabhängigkeit liegt derzeit bei 95 Prozent.

Neben den eben genannten legalen Drogen werden auch Jugendliche schon mit dem Problem des illegalen Drogenkonsums konfrontiert. Fast jeder hat schon mal eine Heroinspritze gesehen, die beispielsweise in Bahnhofsgegenden auf dem Boden liegt. Entscheidet sich ein Heroinabhängiger zu einem Drogenentzug, so hat er einen harten Weg vor sich, denn er geht mit Erbrechen, Schweißausbrüchen, Halluzinationen, Wahnvorstellungen und starken Krämpfen einher.

Es ist nicht nur wichtig, Jugendliche über die Folgen des Drogenkonsums aufzuklären und sie somit abzuschrecken, sondern auch, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung so zu stärken, dass sie in ihrem Alltag gar nicht erst das Bedürfnis bekommen, ihre eigenen Erfahrungen mit Drogen sammeln zu müssen.

Abitha R. und Nadine L., Düsseldorf, Werner-V.-Siemens-Realschule

Strafmündigkeit – Mit 14 in den Knast ?!?

Eine erschreckende Vorstellung, 14-Jährige im Knast. Doch ist das wirklich möglich? Ja, ab 14 gelten Jugendliche als bedingt strafmündig und können für gesetzwidrige Handlungen bestraft werden. „Egal ob Geldstrafe oder Dauerarrest, das Erziehungsprinzip steht immer im Vordergrund!“, so Peter Dietz, Rechtsanwalt für Jugendstrafen aus Düsseldorf.

Aber wie kommt es eigentlich zum Urteil? Nachdem ein Jugendlicher im Alter von 14 bis 18 Jahren oder ein Heranwachsender im Alter von 18 bis 21 Jahren eine Straftat begangen hat, werden die Ermittlungen aufgenommen. Wenn diese abgeschlossen sind, werden die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft präsentiert. Diese leitet sie an einen Richter weiter. Das Urteil wird vom Richter nach Schwere der Tat und schädlicher Neigung des Täters festgelegt. Schädliche Neigungen entstehen zum Beispiel durch Familie, Freunde oder die Umgebung des Angeklagten. Bei Heranwachsenden wird vom Richter individuell entschieden, ob sie zu den Jugendlichen oder zu den Erwachsenen zählen.

Zudem gibt es ein spezielles Jugendgericht, welches auch zum Schutze Jugendlicher (z.B. bei Sexualstraftaten an Minderjährigen) dient. Je nach Schwere der Tat wird das Jugendgericht, das Jugendschöffengericht oder die Jugendkammer eingesetzt. „Bei Straftätern zwischen 14 und 21 Jahren sind Diebstahl, Raubdelikte, Betrug, Rauschgifthandel und Sachbeschädigung die am häufigsten vorkommenden Delikte.“ Der Anwalt Peter Dietz spricht aus Erfahrung. Die Urteile reichen von Geldstrafen oder Verwarnungen, über Arbeitsstunden und Freizeitarresten bis zu Dauerarresten und Jugendstrafen.

Bei einem Freizeitarrest wird der Jugendliche von Freitagabend bis Sonntagabend in eine Strafanstalt geschickt. Unter der Woche jedoch ist er auf „freiem Fuße“ und besucht regulär seine Schule oder seine Arbeitsstelle. Wird der Jugendliche zu Dauerarrest verurteilt, so muss er bis zu vier Wochen in einer Arrestanstalt verbringen. In den „Knast“ jedoch kommen nur die zur Jugendstrafe Verurteilten. Sie verbringen mindestens sechs Monate und höchstens zehn Jahre in Einzelzellen oder in nicht gerne gesehenen Gruppenzellen. Diese Arrestanstalten führen nur Jugendliche, keine Erwachsenen. Kinder, die unter 14 Jahren eine Straftat begehen, werden nicht wie Jugendliche oder Heranwachsende bestraft, bei ihnen wird das Jugendamt eingeschaltet.

Außerdem zeigt eine Statistik aus dem Jahre 2010 (polizeiliche Kriminalstatistik 2010), dass die Kriminalität unter den Jungen mit zwei Dritteln weiter verbreitet ist als bei den Mädchen mit einem Drittel. Viele denken, diese Strafen sind für Jugendliche zu hart, doch unserer Meinung nach, müssen auch Jugendliche mit den Konsequenzen einer Straftat leben.

Johanna Jakobs und Pina Koch, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Moderator bei Antenne Düsseldorf – Wenn Aufregung Routine weicht

Telefone klingeln, während hunderte von Mails und Neuigkeiten abgearbeitet werden müssen. Angestellte hasten über die Gänge und Moderatoren sitzen angestrengt und konzentriert über ihren Mikros. Der Moderator Oliver Bent spricht noch gerade die 19-Uhr Nachrichten, bevor er Feierabend hat.

Der Lokalsender „Antenne Düsseldorf“ feierte letztes Jahr seinen 20. Geburtstag und ist nicht nur wegen seiner Bereitschaft, Schülern durch spontane Interviews bei den Hausaufgaben zu helfen, sehr beliebt. Antenne Düsseldorf sendet täglich circa zehn Stunden Lokalprogramm und erhielt für seine „Sendung mit dem Internet“, die in Kooperation mit der Rheinischen Post ausgestrahlt wird, einen Sonderpreis der Landesmedienanstalt NRW.

Kaum hat Oliver Bent sein Micro abgelegt, da sitze ich schon am Telefon, um mit ihm zu sprechen. In einem persönlichen Interview möchte ich Oliver Bent ein paar Fragen stellen. Er erzählte mir, dass bei Antenne Düsseldorf die Hörer sehr viel Einfluss auf die Sendungen haben. Sein Arbeitstag, laufe für sein Fachgebiet allerdings sehr geplant ab. Meine erste Frage ist natürlich,

Frage: Welche Aufgaben haben Sie bei Antenne Düsseldorf?

Oliver Bent: Ich bin Nachrichtensprecher und moderiere dazu noch die Fortunaspiele.

Frage: Sind Sie etwas angespannt, bevor Sie auf Sendung gehen?

Oliver Bent (lacht): Das wollen alle wissen! Nein, inzwischen ist es reine Routine geworden, obwohl ich früher immer sehr aufgeregt gewesen bin.”

Frage: Mussten Sie gut in der Schule sein, um Moderator zu werden?

Oliver Bent: Ich war eigentlich nicht schlecht in der Schule, aber man muss auch nicht unbedingt gut sein. Man sollte sich eben gut ausdrücken können und über eine gute Allgemeinbildung verfügen.

Frage: Welche Ausbildung mussten Sie als Moderator bei Antenne Düsseldorf machen?

Oliver Bent: Neben einem zweijährigen Praktikum bei Antenne Düsseldorf habe ich keine weitere Ausbildung gemacht.

Als letztes frage ich natürlich, wie viel er als Moderator denn verdiene.

Doch mehr als „man kommt damit über die Runden, reich wird man damit aber nicht”, wollte er nicht verraten.

Philipp Westerfeld, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Weniger ist mehr – Die Fernseh-Diät

„Wenn das so weitergeht dann kommt die blöde Glotze weg!“ Diesen Satz hatten sich meine Schwester und ich öfter anhören müssen: als wir uns wieder mal um die Fernbedienung gestritten hatten, vom Esstisch wegen einer Sendung aufgestanden waren oder am Wochenende den zweiten Film unbedingt noch sehen mussten. Als es unseren Eltern zu bunt wurde, machten sie die Drohung wahr! Der Fernseher kam in den Keller. Meine Schwester brach über diese Ungerechtigkeit in Tränen aus.

So hätten aber 32 Prozent der Kinder zwischen fünf und 15 Jahren in Deutschland wahrscheinlich auch reagiert, denn laut einer Umfrage ist der Fernseher der Gegenstand, den sie mit auf eine einsame Insel nehmen würden. Circa 75 Prozent aller deutschen Kinder von drei bis 13 Jahren sehen täglich fern, jedes dritte Kind hat einen Fernseher im Zimmer (alte Bundesländer). Doch schadet Fernsehen Kindern und Jugendlichen überhaupt?

Angeblich mache Fernsehen blöd, vor allen Dingen weil das Fernsehprogramm immer niveauloser werde und besonders Kinder dies nicht einschätzen könnten. Laut einer neuseeländischen Studie weisen Menschen, die im Alter von fünf bis 16 Jahren regelmäßig und viel ferngesehen haben, im Alter von 26 ein niedrigeres Bildungsniveau auf als solche, die wenig ferngesehen haben. Aber es gibt durchaus Meinungsunterschiede unter Wissenschaftlern. Fest steht: Fernsehen kann Kleinkindern erhebliche Schäden in der Entwicklung zufügen, da sie mit all den Sinneseindrücken noch nicht umgehen können. Und bei Jugendlichen? Laut Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien kann Fernsehen ab dem Grundschulalter durchaus sinnvoll sein, da „der Erwerb von Medienkompetenzen wichtige persönliche und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und unverzichtbar für ein Leben in der modernen Informationsgesellschaft ist“. Doch viele Jugendliche vernachlässigen Schule, Sport und soziale Kontakte wegen dem Fernseher. Was nicht nur dümmer, sondern auch unglücklicher macht …

Als der Fernseher aus meinem Leben gerissen wurde, hatte ich öfter Zeit für ein Buch, Verabredungen mit Freunden oder ein Abendessen mit der Familie. Auf der anderen Seite konnte ich nun in der Schule nicht mehr über die Sendung vom Vorabend mitreden. So beschlossen wir jedes Wochenende einen Film auszuleihen. Das Fernsehen schlich sich so langsam zurück in unser Leben. Öfter ertappte ich nun meine Mutter vor dem Livestream ihrer heißgeliebten Tatorte und wir überlegten einen neuen Fernseher zu kaufen. Diesmal aber einen mit Passwortsperre plus Recorder, damit unser Alltag nicht von Sendezeiten bestimmt wird und die Werbung gefiltert werden konnte. Und so hatten wir kurz darauf einen nagelneuen LED. Das Prinzip mit der Passwortsperre hatten meine Eltern irgendwie vergessen, trotzdem schaltete ich den Fernseher nur ein, wenn meine Lieblingsserie lief. Bei mir zeigte die Fernseh-Diät Wirkung. Bei meinen Eltern weniger. Sie schauten fast jeden Abend Krimis oder Fußball. Sollte ich sie mal daran erinnern, warum wir auf die Glotze verzichtet haben?

Alina Matzerath, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Zweirad-Verband NRW – Sicher unterwegs mit dem Drahtesel

Im Jahre 2010 hatten 49 Prozent aller zehn- bis 14-jährigen Fahrradfahrer einen Unfall bzw. waren in einen Unfall verwickelt. Der Zweirad-Verband NRW unterstützt deshalb ein Projekt zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Fahrrädern.

Der Verband möchte mit dem Projekt „Kostenloses Überprüfen von Schülerfahrrädern“ einen aktiven Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Die Schüler können in einem dem Zweirad–Verband NRW angeschlossenen Fachgeschäft die Beleuchtung ihres Fahrrades kostenlos überprüfen und reparieren lassen. Lediglich Materialkosten müssen übernommen werden.

Das Ziel dieser Fahrrad-Licht-Test-Aktion ist, die Schüler und Schülerrinnen zu einem verkehrssicheren Verhalten zu bewegen.

Die Pressesprecherin Susanne Teichert vom Zweirad-Verband NRW sagt, dass das Interesse zur Teilnahme an dieser Aktion von den Zweiradfachbetrieben unterschiedlich groß sei. Auf die Frage, wo diese Aktion stattfindet, antwortet Teichert, dass grundsätzlich die Aktion in ganz NRW durchgeführt werden solle, derzeit aber schwerpunktmäßig in Fahrradstädten und damit eher ländlichen Gegenden, wie z.B. Münster, Coesfeld oder Steinfurt durchgeführt werde. Die Aktion wende sich gerade an Schüler, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, insbesondere Schüler der Klassen 5 bis 8. Teichert äußert weiter, dass, sofern Reparaturen anfallen, die Freude der Kunden groß sei, bei Bedarf nur die Ersatzteile zahlen zu müssen. Der Zweiradbetrieb bleibe somit nachhaltig bei den Kunden in guter Erinnerung.

Der Zweirad-Verband NRW vertritt die berufsständischen Interessen der Zweiradfachbetriebe insbesondere der kleinen Fachbetriebe und bietet Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen wie Betriebswirtschaft, Technik, Recht und Berufsbildung etc. an, erklärt Susanne Teichert.

Lena Brinker und Lucas Krumrey, Düsseldorf, Max-Planck-Gymnasium, Koetschaustr.

Jetzt auch in Deutschland – Abercrombie & Fitch – Hot or not?

Man kommt um die Ecke und hört schon von Weitem laute Musik. Eine ungeduldige und gespannte Menschenschlange bildet sich vor der neuen Abercrombie&Fitch-Filiale hier in Düsseldorf. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man, dass es noch eine zweite Schlange gibt, die mindestens genauso lang ist. Das sind die Leute, die sich in die erste Schlange einreihen wollen. Die Menschenmassen stehen sich bei Nieselregen die Beine in den Bauch und warten da hereingelassen zu werden.

So sah es die ersten Tage vor dem größten Abercrombie&Fitch-Store der Welt aus, der am 1. Dezember eröffnet wurde. Schon eine Woche zuvor standen männliche Models mit freiem Oberkörper vor dem verhüllten Geschäft und warben dafür. Mädchen, sogar Jungs, in jedem Alter kamen, um sich mit den Models fotografieren zu lassen. Abercrombie&Fitch kommt aus Amerika und ist ursprünglich als Unternehmen gegründet, das sich ausschließlich mit dem Verkauf von Wanderkleidung beschäftigte. Doch es entwickelte sich weiter und ist nun eines der begehrtesten Modemarken für viele Jugendliche. Außerdem gehören zum Unternehmen auch „Hollister Co“, „Gilly Hicks“ und „Abercrombie Kids“. Typisches Merkmal von Abercrombie: der Elch.

Dass man sich oft mehrere Stunden anstellen muss, bloß um reingelassen zu werden, stört die wenigsten. „Es lohnt sich!“, so eine begeisterte Kundin, die mit zwei prall gefüllten Tüten den Laden verlässt und ihre Freundin, die ebenfalls schwerbeladen herauskommt, betrachtet ein Foto von sich mit einem halbnackten Mitarbeiter.

Der 13-jährige Noah ist überzeugt: „Abercrombie ist nicht so eine Marke, wie zum Beispiel H&M, bei der man sich mal eben eine Jacke kaufen kann. Man muss auf etwas Schönes hinsparen.“ Und wirklich: Die Preise, verglichen mit denen von anderen Marken, haben einen immensen Unterschied! Doch auch wenn ein Top dort bis zu 90 Euro kosten kann, bleibt die Modemarke beliebt.

Ist man schließlich im Laden, begrüßt einen jeder Mitarbeiter mit einem freundlichen, motivierten Lächeln. Doch auch dieser Job ist anstrengender, als er aussieht: „Es ist sehr stressig. Am Anfang war alles aufregend und neu, aber jetzt ist man am Ende eines Tages einfach nur froh, wieder zu Hause zu sein“, sagte eine Mitarbeiterin in kurzem Rock und Shirt – natürlich der Marke A&F.

Dieser Laden ist etwas Besonderes. Überall kann man das Parfum der Marke riechen, sogar die Kleider wurden damit eingesprüht, es ist dunkel und man hört laute trendige Party-Musik. Natürlich ist dies für die Mitarbeiter besonders anstrengend, da sie es den ganzen Tag lang um sich haben. Besonders Kopfschmerzen müssen sie ertragen. „Es werden nur Models eingestellt, die auch was abkönnen“, so die Mitarbeiterin weiter. Sicherlich ist es ein besonderes Einkaufserlebnis für die Kunden, doch für die Mitarbeiter ist es ein sehr belastender Arbeitstag.

Da A&F in den USA und Kanada nicht mehr so angesagt ist, bauen sie nun auf Europa. Doch Kritiker fragen sich, ob der Hype darum nonoch lange anhält. Wir werden es sehen.

Catharina Kremer, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Jerkin‘: Der neue Tanztrend – Step by Step

Aufgeregt geht Kofi noch einmal seine Schrittkombination durch, denn Kofi alias „2swaggg“ ist Jerker und nimmt gleich an einem sogenannten Battle, einem Tanzwettbewerb, unter Freunden teil. Dem Gewinner winkt eine Tüte Haribos und der Titel des Anführers in seiner Jerkin‘ Crew „flashgang ent.“ – einer Gruppe aus Tänzern, die durch das Tanzen auf der Straße und über das Internet-Videoportal Youtube auf sich aufmerksam machen wollen, so wie viele andere dieser Gruppen. Doch was ist Jerkin‘?

Der Jerk ist ein Tanz, der hauptsächlich komplexe Beinarbeit beinhaltet, bei der Balance, Körperspannung aber auch Kreativität, Improvisationstalent und eine gewisse Bühnenpräsenz erforderlich sind. Denn bei den Battles versuchen die Tänzer einander nicht nur mit ihren Combos (kurz für Schrittkombination), sondern auch mit ihrer Ausstrahlung auszustechen.

In dem Interview, das ich mit Kofi führe, bitte ich ihn, mir die grundlegenden Schritte dieses Tanzes zu erläutern. Er sagt mir jedoch, dass man die Grundlagen des Jerkens, wie den „Reject“, nicht so einfach erklären, sich aber auf Youtube sehr gute Lernvideos anschauen könne. Er wolle mir aber einen Schritt zeigen, der einfach zu verstehen sei, nämlich den „Fulldip“. Er wird ausgeführt, indem man in die Hocke geht und dann schnell in eine Pose springt und das dann mit anderen Posen wiederholt. Wichtig ist jedoch, wie er sagt, dass man das im Rhythmus tut, am besten zu Musik.

Eine wichtige Rolle beim Jerkin‘ spielt auch die Mode, die sich durch enge, bunte Jeans und allgemein durch große Farbenvielfalt auszeichnet. Der Jerk wird zu Rap-Musik getanzt und wurde auch durch diese bzw. hauptsächlich durch das Rapper-Duo „New Boyz“ popularisiert und breitete sich von Los Angeles, Californien, über den Straßentanz und Youtube aus.

Auf die Frage, warum er jerke, antwortet Kofi, dass es ihm großen Spaß mache, sich freundschaftlich mit den anderen zu messen, sich ständig neue Schrittkombinationen auszudenken und sich immer weiterzuentwickeln. Jerkin‘ ist eine Kunst, die man gesehen haben sollte. Wenn Sie neugierig geworden sind, dann können Sie sich Kofi und seine Crew im Netz anschauen unter: http://www.youtube.com/watch?v=_tPnWIh7FyY&feature=related.

Naima Ahmed, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Die rasende Reporterin aus Niederkassel – (M)oma denkt auch mit 72 noch nicht ans Aufhören

Wer in Meerbusch lebt und den Lokalteil der RP liest, wird es kennen, das Autorenkürzel „mgö“. Die Person, die sich dahinter verbirgt, ist meine Moma. Moma ist der Spitzname meiner Oma, woher dieser Name kommt, weiß in unserer Familie auch niemand mehr… Vielleicht von ihrer Tante oder einer Fernsehsendung? Wir werden es wohl nicht mehr erfahren.

Moma ist mit Leib und Seele Reporterin und Freie Journalistin bei der RP und anderen gedruckten Medien und dies schon seit 25 Jahren. Jedes Mal wenn wir uns treffen, meist nach der Schule zum Mittagessen in der Dorfschänke, erzählt sie mir von ihren aufregenden Terminen und Berichterstattungen. Sie ist zwar stolze 72 Jahre alt, aber zum alten Eisen gehört sie noch lange nicht. Auf die Frage, wann sie mit dem Schreiben aufhört, antwortet sie wie aus der Pistole geschossen: „Erst, wenn es mir keinen Spaß mehr macht. Aber ich kann mir keinen größeren Spaß vorstellen.“

Die alte Dame hat Beziehungen zu allen wichtigen Leuten in Meerbusch und Umgebung und ihr Hunger nach Aufträgen kann kaum gestillt werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Sie, werte Leserschaft, schon so manchen Bericht von ihr oder, wenn Sie den Meerbuscher Lokalteil beziehen, auch schon die ein oder andere Glosse über mich gelesen haben. So wird dann schon mal eine Glosse darüber verfasst, wie ich mit ihr unser gemütliches Pizzabacken in eine Amateur-Kochshow verwandele.

Ihre bisherige Leistung ist beachtlich. So hat Moma in gut zehn Jahren bei der Rheinischen Post schon über 2.000 Artikel verfasst. Schützenfeste und Karnevalisten sind ihre Spezialgebiet, doch auch über Kegelklubs und andere lokale Vereinigungen schreibt sie. Doch nicht nur die sehr vielfältige lokale Berichterstattung gehört zu ihrem Aufgaben. Mit Politikern auf Bundesebene und Modezaren von der Kö hat sie schon Interviews geführt und über sie geschrieben.

Als ich sie für diesen Artikel noch mal richtig ins Kreuzverhör nahm, nannte sie mir den Hauptgrund, warum sie weiterhin für die Zeitung und verschiedene Magazine arbeitet: „Ich kann einfach nicht ,Nein‘ zu neuen Aufträgen sagen und finde es nach wie vor interessant, neue Menschen kennen zu lernen. Besonders kniffelig ist es, sich kurz zu fassen, manchmal könnte ich ganze Romane damit füllen, was mir im Kopf herum schwirrt. Auch sich an die vorgegebene Zeilenanzahl zu halten, ist extrem schwer“, betont sie. Vielleicht wechselt Moma auf ihre alten Tagen noch einmal das Medium und verfasst demnächst Romane.

Milan Reen, Düsseldorf, Cecilien-Gymnasium

Minecraft – Gigantischer Online-Sandkasten

Wer kennt ihn nicht, den pixeligen Spaß in einer Welt aus Blöcken. Ja, die Rede ist von dem Computer-Spiel „Minecraft“. Kurz gesagt geht es darum, in einer Welt ohne nichts anzufangen und sich langsam hochzuarbeiten.

Die nach einem Algorithmus unendlich groß generierte Welt ist vollgepackt mit verschiedenen Rohstoffen. Wie zum Beispiel Kohle, Eisen, Gold oder den auch seltenen Diamanten. Die Logik ist sehr simpel: Als erstes baut man sich Holz ab, verarbeitet dies und baut bzw. „craftet“ sich daraus eine Spitzhacke. Damit kann man sich Stein abbauen und daraus Steinwerkzeuge craften kann. Mit Steinwerkzeugen ist es dann möglich sich Eisen abzubauen, welches aber zuerst im Ofen eingeschmolzen werden muss, bevor es für Werkzeug verwendet werden kann. Außerdem gibt es auch den sogenannten „Redstone“. Damit kann man Stromschaltungen legen und Dinge mit Strom automatisch oder per Schalter, Druckplatte aktivieren.

Außerdem ist ein sehr schöner Online-Mehrspielermodus eingebaut. Nach knapp zwei Jahren Entwicklung wurde nun die Vollendete Version von Minecraft am 18.11.2011 veröffentlicht. Zuvor gab es jede Menge Vorabversionen, zuerst die zu genannte „Alpha“- und später die „Beta“-Version. Das Spiel zählt zu den Kategorien „Indi“ und „Sandbox“, also Sandkasten. Im Grunde genommen ist Minecraft ja auch ein Sandkasten für Größere.

Anmelden und kaufen geht zurzeit nur über die Website www.minecraft.net. Entwickelt wurde das Spiel von dem schwedischen Unternehmen Mojang Spezifications. Die Firma besteht aus nur neun Mitarbeitern: Markus Persson (Notch), Jens Bergstein, Daniel Kaplan, Markus Toivonen, Jakob Porser, Carl Manneh, Tobias Mollstam und Daniel Frisk.

Ich kann dieses Spiel nur emphelen, da es sehr viel zu entdecken gibt und dazu sehr kreativ ist.

Ilja Rozhko, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Fußball – Ultras – der Schrecken der Stadien?

Ultras sind oft diskutiert und bei vielen als Unruhestifter bekannt. Doch warum haben sie einen so schlechten Ruf?

Ultras sind in den 60er Jahren entstanden. In Deutschland sind sie allerdings erst in den 90er Jahren angekommen als die WM in Italien stattfand und viele die Stimmung dort beneideten. Danach entwickelten sich zuerst kleine Gruppen, die mittlerweile das Hauptbild in den Stadien sind. Intern werden sie oft als „Kindergarten-Ultras“ beschimpft, da dort besonders viele Jugendliche stehen, die sich von der dortigen Stimmung angezogen fühlen und extern als „Randalierer“ gelten. Ultras haben es nicht leicht, was dies angeht. Und auch der Deutsche Fußball Bund (DFB) scheint sich nicht besonders über Ultras zu freuen, was man an vielen Anti-Plakaten der Ultras und anderen Aktionen sehen kann.

Meistens spielt dabei das Thema Pyrotechnik (Überbegriff für Feuerwerkskörper etc.) eine Rolle, was für Ultras besonders wichtig ist, um Stimmung zu erzeugen. Der DFB ist allerdings strikt dagegen, was man an den Stadienverboten, mit denen der DFB jetzt schon regelmäßig um sich wirft und früher nur ein absoluter Ausnahmefall war, sieht. Daran, dass jetzt sogar schon Dynamo Dresden aus dem DFB Pokal wegen seiner Fans, die Bengalische Feuer (Bengalos) etc. gezündet haben, geworfen wurde, sieht man wieder einmal mehr, wie machtlos der DFB gegen die Ultra-Bewegung ist. Und dass man dies alles auch friedlich lösen könnte, sieht man an der Initiative „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“, die sich mit dem DFB an einen Tisch setzen wollte. Allerdings stieg der DFB vorzeitig aus und tat dann wieder so, als hätte es nie Vereinbarungen gegeben, wonach man vielleicht wieder Pyrotechnik in Stadien legal zünden dürfte.

Denn es geht bei dieser Debatte, wo es auch Fans gibt, die gegen die Legalisierung sind, nicht darum, dass man Pyrotechnik zünden darf, sondern eher darum, dass der Verein keine Strafen mehr wegen so etwas aufgebrummt bekommt, denn gezündet wird so oder so weiter.

Die Polizei spielt auch eine große Rolle, da sie oft ohne offensichtlich wahrnehmbaren Grund prügelt. Als zum Beispiel Fans der Fortuna bei einem Auswärtsspiel lediglich stark rauchentwickelnde Pyrotechnik in den Vereinsfarben zündeten, schritt die Polizei sofort in voller Kampfmontur ein.

Als Fortuna jedoch bei einem Auswärtsspiel in Duisburg war, schossen Duisburger Fans/Hooligans Silvesterraketen in den Gästeblock. Die Polizei griff nicht ein, obwohl sie direkt neben den Duisburg-Fans eine ganze Mannschaft versammelt hatte.

Im Endeffekt gibt es Befürworter und Gegner der Ultra-Szene, was vor allem an der Verwendung von Bengalos durch die Ultras liegt. Allerdings sollte man zwischen Böllern, Raketen und bengalischen Feuern klar unterscheiden, da man mit Bengalos noch weit besser und sicherer umgehen kann, als mit anderer Pyrotechnik. Die Ultras sind in jedem Fall ein wichtiger Bestandteil der Fan-Szene, da sie unter anderem zur Bereicherung der Fan-Kultur beitragen.

Fiete Mauer, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium