Projektwoche zum 20. Geburtstag der AFG – Welch ein Zirkus in der Schule!

Allez hopp – So klang es während der Jubiläumswoche über die Flure der Anne Frank Gesamtschule

„Allez hopp“ und „allez festo“, nichts passiert. Das Pony bleibt stehen und man könnte meinen, es hat einen schelmischen Blick aufgesetzt. Solch sture Attacken waren während der Zirkuszeit an der Anne Frank Gesamtschule keine Seltenheit. Überall sah man aufgeregte Kinder und Jugendliche, die versuchten, binnen drei Tage ein vollständiges 90-minütiges Showprogramm zu erlernen. Anlässlich des 20. Geburtstages der Anne Frank Gesamtschule in Rheinkamp war der „Zirkus Sperlich“ in unsere Schule eingeladen, um mit unseren Schülern und Schülerinnen eine Zirkuswoche auf die Beine zu stellen.

Da die Zirkus-Familie auf Schulprojekte spezialisiert ist, war es nicht verwunderlich, wie gut die Sperlichs die 200 beteiligten Schüler des Projektes unter Kontrolle bekamen. Doch bevor die frisch geborenen Artisten zur Tat schreiten durften, bekamen sie Montagmorgen zuerst eine professionelle Show der Sperlichs geboten. Nach vielen „Aaahs“ und „Ooohs“ waren sich alle einig, dass die folgenden Tage und die späteren Aufführungen nur gut werden konnten.

Es fehlte an nichts, es gab sowohl eine Feuershow wie Akrobatik, Seiltanz, eine Zaubernummer, Tiershows und natürlich Clowns! Nach diesem vielversprechenden ersten Eindruck durfte sich jeder Schüler und jede Schülerin für eine Nummer entscheiden, die er oder sie gerne lernen und aufführen wollte. Nun gab es also genügend freiwillige Zauberer, Clowns, Fakire, Seiltänzer und begeisterte Kinder und Jugendliche, welche mit den Tieren oder mit Bändern und Tüchern im Schwarzlicht das Publikum begeistern wollten.

Zusätzlich waren zahlreiche Helferinnen und Helfer aus dem 12. Jahrgang anwesend, die die Akrobaten unterstützten und Lehrerinnen und Lehrer, für die sogar der Job des Türstehers zu einer wahren Herausforderung wurde.

Nach drei Tagen schweißtreibenden Proben war es dann endlich so weit. Die erste Gruppe führte Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen vor einem gut gelaunten Publikum ihre Show auf. Die zweite Gruppe kam Freitagvormittag und Freitagmittag zum Zug.

Zu jeder Vorstellung war das Zirkuszelt voll besetzt und alle waren sich einig, dass die Arbeit der Jungartisten sich gelohnt hatte. Eltern, Lehrer, Verwandte und Schüler waren vollauf begeistert. Neben dem Zirkus gab es noch zahlreiche Verkaufsstände, welche die Besucher, Lehrer und Schüler verköstigten, einen Ballonwettberwerb durchführten oder Jubiläums-T-Shirts und -Tassen verkauften.

Auch wenn das Wetter sich am Freitag nicht dazu entschließen konnte, auf der Seite der Feiernden zu stehen, waren sich dennoch alle einig, dass diese Projektwoche und der Geburtstag der Schule jede Menge Spaß mit sich brachte und rundum ein voller Erfolg war. Die Festwoche weckte Vorfreude auf viele weitere schöne Jahre an der Anne Frank Gesamtschule.

Mandy Kubale, Moers, Anne-Frank-Gesamtschule, Kopernikusstr.

Alle Jahre wieder: – Straßenmodenschau in Krefeld

Die diesjährige größte Straßenmodenschau der Welt fand wie jedes Jahr in der Krefelder Innenstadt statt. Zur Eröffnung war viel Prominenz geladen, welche mit gutem Aussehen und stilsicherer Mode glänzen konnte.

Und auch die Krefelder Bürger konnten es sich nicht nehmen lassen, sich ordentlich in Schale zu schmeißen.

Oberbürgermeister Gregor Kathstede betonte, dass ihm persönlich dieses Event sehr am Herzen liegt, da er sich selbst gerne modisch kleidet. Bei seiner Eröffnungsrede bezeichnete er die Straßenmodenschau scherzhaft als „Loveparade der Mode“, was vielen Zuschauern ein Schmunzeln aufs Gesicht zauberte und die sowieso schon gute Stimmung anhob.

Moderiert wurde die Eröffnungsshow von Frauke Ludowig, welche als TV-Moderatorin von RTL bekannt ist. Zu den geladenen Ehrengästen gehörten unter anderem Bianca Schumacher (Teilnehmerin von Germany’s next Topmodel) und Bruce Darnell, welcher einen grandiosen Lauf auf dem Catwalk hinlegte.

Nach der überzeugenden Darbietung der neuen Herbst- Winterkollektion des international hoch angesehenen Modelabels Marc o‘ Polo wurde dem Geschäftsführer für Design/Produktion, Marketing und Lizenzen die Goldene Seidenschleife 2008 von Gregor Kathstede überreicht.

In einem kleinen Interview betonte er, dass es ihm eine große Ehre sei, diesen Preis in einer so schönen Stadt wie Krefeld überreicht zu bekommen.

Im Goßen und Ganzen eine gelungene Eröffnungsfeier mit viel Charme und einer angenehmen Atmosphäre.

Carolin Grumm und Lea Hildebrand, Rheinberg, Maria-Montessori-Schule

Je bunter, desto besser – Die neue Sommermode:

Die Sommermode 2008 lässt grüßen! Die Frauen bunt und frech, die Männer eher lässig und vielseitig. Gelb, grün, weiß oder schwarz, kurz oder lang, was trägt man diesen Sommer? Wir haben die Antwort auf diese Fragen!

Für die Frauen wird es bunt, von grün bis lila, von rot bis pink. Bermudas, Shorts, Röcke oder Röhrenjeans. Für jeden Geschmack ist etwas dabei! Kombinationen sind sehr gefragt, aber wir raten Ihnen, nicht alle Farbtöne auf einmal zusammenzustellen, sondern die Töne mit einem neutralen Ton zu verbinden, wie zum Beispiel ein pinkes Top mit einer weißen Shorts. Die Kleider sind diesen Sommer mit schönen Blumenmustern verziert und können mit ausgefallenen Accessoires betont werden.

In der Männerwelt sieht es nicht ganz so bunt aus. Ihre Mode ist im Vergleich zum vorherigen Jahr gleich geblieben. Sie zeichnen sich durch dezentere, verblasste, manchmal auch dunklere Töne wie beige, dunkelrot oder grün aus. Neonfarben liegen nicht im Trend, dafür aber Braun oder Schlammfarben. Wir empfehlen Ihnen beigefarbene Bermudas in Kombination mit Karo-Hemden.

Mit diesen neuen Sommertipps können Sie sich auf den farbenfrohen Sommer freuen!

Elena Moll und Lisa Fuest, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Bouncing, ein ungewöhnliches Hobby – Touch the sky: Hoch hinaus

Auf dieser Welt gibt es viele exotische Sportarten, die meistens aus den USA kommen. Für uns kaum zu glauben, aber wahr: eine junge, immer populärer werdende Sportart kommt aus einer komplett anderen Umgebung. Der so genannte Sport Bouncing, auch Powerbocking genannt, wurde 1999 von einem Deutschen erfunden und ist somit ein deutscher Sport.

Tabea Bahlke, Katharina Braun und Anja Gemmecke, drei Schülerinnen des AVG’s in Wesel, sprachen mit Florian Breido (18 Jahre alt), der unter Bouncern als einer der Bekanntesten gilt.

Was ist Bouncing?

Florian Breido: Das Bouncen ist eine andere Art der Fortbewegung als wir sie normalerweise kennen. Man hat unter seinen Füßen ein mobiles Trampolin und kann mit ihnen bis zu 3 Metern hoch springen, Salti machen und verschiedene, schön anzusehende Tricks. Oder man kann einfach nur Joggen und seine Kondition trainieren, denn der Stiefel ist 5-mal effektiver als normales Joggen und beansprucht 98% der gesamten Körpermuskulatur.

Wie funktioniert so ein Sprungstiefel, oder wie du es beschreibst, mobiles Trampolin?

Florian Breido: Man steht in einem Aluminium Gestell. Dieses Gestell ist einmal wie beim Snowboard am Fuß befestigt und einmal unterhalb der Kniescheibe mit einem Kniebügel. An dem Gestell ist eine Fiberglasfeder befestigt, die bereits eine vorgebogene Form hat. Man nutzt das Prinzip und die Haltbarkeit von Fiberglas um zu bouncen. Fängt man an Kraft auf den Stiefel auszuüben, so drückt man die gebogene Feder zusammen. Da es die Eigenschaft von Fiberglas ist, sich in die Ursprungsposition zu begeben, schnellt die Feder wieder in die Ausgangsposition zurück und katapultiert den Stiefel und somit den Menschen empor.

Wie lange braucht man, um den Umgang mit den Sprungstelzen zu erlernen?

Florian Breido: Das geht relativ schnell, wenn man einen relativ normalen Gleichgewichtssinn besitzt. Es ist nicht wirklich schwer. Jeder kann innerhalb von 10 Minuten damit laufen lernen, da es den normalen Bewegungsablauf eines Menschen simuliert.

Wenn man einen Bouncer laufen sieht, sieht es sehr locker und einfach aus, täuscht dieser Eindruck?

Florian Breido: Ich übe diesen Sport schon zwei ein halb Jahre aus und besitze somit eine gewisse Routine. Schaut man sich zum Beispiel Tony Halk auf seinem Skateboard an, sieht es auch sehr locker aus. Wenn man sich oft mit etwas beschäftigt, kommt irgendwann eine gewisse Leichtigkeit in diese Sportart.

Wie lange braucht es, bis man locker und entspannt laufen kann?

Florian Breido: Unterschiedlich, denn ich habe bereits Leute erlebt die in 2 Stunden schon so gelaufen sind, dass man hätte denken können die machen das seit Monaten. Andere wiederum brauchen mehrere Wochen.

Ist Bouncing sehr anstrengend?

Florian Breido: Da es 5-mal effektiver ist als Joggen, ist es demnach auch um einiges anstrengender, da man sich an jedem Bein um die 3,5 kg angeschnallt hat, die man bewegen muss. Man braucht Kraft, um die Feder eindrücken zu können und ein hohes Maß an Körperspannung und Rumpfmuskulatur um die Energie der Feder gut umsetzen zu können, sodass es recht locker im Endeffekt aussieht.

Was für einen Trainingseffekt hat dieser Sport?

Florian Breido: Man prägt seine gesamte Körpermuskulatur aus.. Beine, Bauch und besonders die Rückenmuskulatur wird beansprucht. Des Weiteren bekommt man sehr viel Ausdauer und Kondition.

Ist dieser Sport nicht sehr gefährlich?

Florian Breido: Dieser Sport ist nicht gefährlicher als andere Sportarten. Ganz im Gegenteil. Diese Sportart ist ideal für Physiotherapie, da die Feder die Wirbelsäule und Gelenke entlastet. Beim Skateboard fahren z.B. steht man auf einem Brett mit Rollen. Dieses Brett kann wegfliegen und somit eine unkontrollierte Gefahr für andere darstellen. Die Meilenstiefel hingegen sind am Bein befestigt. Man kann nicht herausfallen und außerdem hat man den gleichen Bewegungsablauf wie beim Laufen, durch Körperverlagerung wie beim normalen Laufen bremst man. Bei einem Skateboard muss man, wenn man es hinbekommt, das Brett herunterdrücken.

Woher kommt der Sport und wer hat ihn erfunden?

Florian Breido: Der Sport ist in Deutschland von einem Herrn Böck erfunden worden. Demnach ist diese Sportart aus Deutschland.

Wie viele Menschen in Deutschland haben das Bouncing bereits für sich entdeckt?

Florian Breido: Wir (ich, mein Team und einige andere Bouncer)sind ständig am werben für diese Sportart und Reisen viel durch Deutschland. Ein paar tausend werden diese Sportart gewiss schon für sich entdeckt haben.

Gibt es Wettkämpfe oder ähnliches für Bouncer?

Florian Breido: Im April war ich auf Mallorca, bei einem internationalen Contest und belegte den 3ten. Platz mit meinem Showteam. Im September ist noch einer in Tschechien an dem wir ebenfalls teilnehmen werden. 2010 soll eine Weltmeisterschaft stattfinden, von der ich leider noch keine weiteren Informationen habe.

Wodurch zeichnet sich ein Profi aus?

Florian Breido: Ein Profi muss die Stiefel natürlich perfekt kontrollieren können und auf eine schöne Höhe kommen. Man sollte auch viele Salti und außergewöhnliche Tricks, auch in Kombinationen, sehr gut beherrschen. Hinzu kommt noch Erfahrung mit der Materie des Stiefels und man muss sich gut mit dem Prinzip auskennen.

Unter Bouncern giltst du ja als einer der Besten. Wie hast du es geschafft, so bekannt zu werden?

Florian Breido: Ich habe mit meinem Team sehr viel Werbung gemacht und kam schon etwas herum in der Welt. Ich übe ständig um noch besser zu werden. Ich setzte mich sehr viel ein im Fernsehen auftreten zu können oder bei anderen Events auftreten zu können. Deshalb bin ich und mein Team Range of Motion viel unterwegs. Weiteres erfahrt ihr auf unserer Seite unter www.range-of-motion.net

Vielen Dank, dass du dir Zeit für uns und unsere Leser genommen hast, wir wünschen dir und deinem Showteam noch viel Glück und Erfolg für die Zukunft!

Anja Gemmecke, Tabea Bahlke und Katharina Braun, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

„Gott“ ist bei uns ein seltenes Gesprächsthema – Ist Gott out?

„Glaubt ihr an Gott?“ Verdutzte Gesichter. Nachdenkliche Mienen. Denn „Gott“ ist ein eher seltenes Gesprächsthema unter Jugendlichen. Wer weiß schon eine eindeutige Antwort auf diese schwierige Frage?

Auch Pater Ulrich, Spiritual der Gaesdonck, bestätigt: „In der Zeit der Pubertät, in der auch ein Umbruch in der Glaubensfrage stattfindet, wissen viele Jugendliche nicht mehr: Glaube ich denn an Gott?“ Seit einiger Zeit zeigt sich der Trend, zu sagen, dass man nicht an Gott glaubt. Das ist auch in den Schulmessen kaum zu übersehen, in denen die Beteiligung and der Gottesdienstfeier eher kläglich ausfällt – der Gesang bleibt häufig ganz auf der Strecke. Aber auch Gebete wie das Vaterunser werden kaum noch mitgebetet.

„Wenn man älter wird, reflektiert man viel mehr und denkt darüber nach, was die anderen sagen. Jüngere Schüler sind viel leichter zu begeistern“, meint Pater Ulrich. „Die älteren Schüler sind schwieriger aufzubrechen. Da ist man froh, wenn man überhaupt eine Antwort bekommt.“

Dabei haben Glaube und Religion ganz viel mit Gemeinschaft zu tun. „Ich kann mich daran erinnern, dass auch ich in meiner Jugend gerne die Sonntagsmesse besucht habe, weil ich dort viele meiner Freunde traf.“ Man denke nur an die Messdiener oder Pfadfinder, Pfingstlager und vieles mehr. Viele Jugendliche gehen auch mit viel Engagement an die Vorbereitung von Prozessionen, Wallfahrten und Gottesdiensten. Aber Vorbereitung und öffentliches Mitmachen sind zwei Paar Schuhe.

Hierbei spielt natürlich auch der Bezug der Jugendlichen zur Kirche eine große Rolle: Jugendliche, für die der regelmäßige Kirchgang selbstverständlich ist, gehen einfach in die Kirche – aus Gewohnheit. „Auch wenn der Kirchgang zur Routine wird, muss das nicht unbedingt etwas Negatives sein. Es ist vielmehr entlastend und prägt auch.“, so Pater Ulrich.

Ein Hauptgrund dafür, dass sich die Kirchenbänke immer mehr lichten, ist die abnehmende Attraktivität der „normalen“ Messen – besonders für Jugendliche. Aber Events wie der Weltjugendtag sind immer gut besucht. Unsere Gesellschaft sei zunehmend davon geprägt, dass man nur das Außergewöhnliche suche. „Was viele dabei vergessen: Dass es die „großen“ Gottesdienste nur geben kann, wenn es auch noch die kleinen gibt.“, erklärt der Pater.

Trotzdem sieht der Pater die Sache eher locker, da früher oder später die meisten Jugendlichen wieder zurück in die Kirche kämen. Auch die Kirchengeschichte zeige, dass es hier immer wieder einen Aufschwung gebe.

Außerdem: Ist es nicht ganz normal, sich hin und wieder mal nach dem Sinn des Lebens zu fragen? Pater Ulrich ist überzeugt davon: „Essen, schlafen, Sport…ich glaube, dass ist nicht der Sinn des Lebens, ich glaube, dass der Mensch mehr braucht!“

Von Stephanie Roschig, Kristina Schönfelder, Lisa Saloch

Stephanie Roschig, Kristina Schänfelder, Lisa Saloch, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Spielt die Sicherheit denn keine Rolle mehr? – Schulbusse – wie Viehtransporte

Die Sicherheit von Kindern scheint in Deutschland nicht viel wert zu sein. „Schulbusse sind zu voll, das war immer schon so“, wird manch einer sagen.

Viele Schulbusse sind so voll, dass manch einer, der sie nicht nutzen muss, sie als „Viehtransporter“ bezeichnet.

Und es wird so manchen aufmerksamen Mitbürger geben, dem der Atem stockt, wenn so ein rappelvolles Gefährt an ihm vorbei fährt, die kleinen Kinder an die Frontscheibe bzw. die Türen gequetscht.

Es scheint so zu sein, dass jedes Jahr nur die Eltern der Schulanfänger/Schulwechsler meckern. Und dann tritt ein Gewöhnungsprozess ein, kein Wunder, die Zeit richtet es ja, die Kinder werden größer, der Schulweg und dessen Gefahren werden alltäglich. Viele der Kinder gewöhnen sich mit der Zeit daran und ihnen ist das ganze nicht mehr fremd.

Schulleitungen kämpfen eher hilflos, da sie dafür ja nicht zuständig sind. Es sind wohl die Schulverwaltungsämter und die machen es sich einfach „Wir sind nicht verpflichtet, für die Beförderung ihrer Kinder zu sorgen, dieses ist eine freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe“.

Wer Fragen stellt, bekommt eigenwillige Aussagen wie „Die Schulbusse werden nach kg gefüllt“. Mich würde ja interessieren, wie man das berechnen will, nach gestapelten Kindern vielleicht?

Laut einem inzwischen geschlossen

(www.ndt.net/home/schulbusse/forum) Schulbus-Forum gilt „auf die Fläche von 1 x 1m dürfen 8 Personen stehen“.

Dort hat man auch über die Sicherheit der Schulbuskinder diskutiert und sich überlegt was

man dagegen tun könnte und zum Entschluss gekommen das die Verwaltung kaum was übrig hat für die Sicherheit der Kinder. Schade, anscheinend haben Politiker, Bild/Fokus/Spiegelredakteure und andere keine Kinder, die den Schulbusnehmen müssen, oder?

Sherin Khalil, Wesel, Berufskolleg Wesel

Gewalt bei Jugendlichen nimmt zu – Sind Videospiele eine Gefahr?

Was ist der Grund für die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen? Ist es schlechte Erziehung oder falscher Einfluss durch die Clique? Oder spielt doch ein anderer Faktor noch eine wichtige Rolle?

Für Politiker gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: Das Risiko, dass Jugendliche Gewalt anwenden, wird durch Videospiele erhöht. Sicherlich spielt die Erziehung und der Einfluss von Freunden eine wichtige Rolle, doch auch die Videospiele sind eine ernst zu nehmende Gefahr.

Vor allem bei noch minderjährigen Kindern besteht die Gefahr, durch spielen von nicht altersgerechten Spielen den Bezug zur Realität zu verlieren und den Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit nicht mehr zu erkennen. Deshalb fordern Politiker das die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) bei Videospielen deutlich verschärft wird.

Doch ist das die Lösung des Problems? Verringert das die Gewalt bei Jugendlichen? Bei diesen Fragen gibt es große Meinungsverschiedenheiten. Manche schließen sich der Meinung der Politiker an und sehen den Hauptgrund in den Videospielen und fordern deshalb ebenfalls eine Verschärfung der USK, in der Hoffnung das Problem dadurch lösen zu können.

Die anderen jedoch, unter anderem auch Sozialpädagogen und -psychologen, weisen auf das familiäre und freundschaftliche Umfeld der Jugendlichen hin, denn dort liegen oft die Grundlagen zu einem gewaltbereitem Leben. Oft müssen Kinder schon früh Gewalt in der Familie und im Freundeskreis miterleben. Auch die Vernachlässigung durch die Eltern führt dazu, das sich die Kinder in ihre virtuellen Welten zurückziehen und sich gewaltbereiten Jugendlichen anschließen, die ihre virtuelle Welt ausleben.

Doch eine perfekte Lösung gibt es nicht. Oft achten die Eltern nicht darauf, welche Spiele ihre Kinder spielen, denn auch wenn sie ihren Kindern nicht erlauben, Spiele mit einer nicht altersgerechten USK zu spielen, können diese sich die gewünschten Spiele über andere Wege besorgen. Mögliche Wege sind ältere Freunde zu fragen oder es einfach selbst zu kaufen, denn häufig achten die Verkäufer nicht auf das Alter der Käufer oder fragen nicht nach dem Ausweis, obwohl mögliche Minderjährigkeit bestehen könnte, da Jugendliche häufig schon älter aussehen als sie sind.

Der einzige Lösungsweg um Gewalt bei Jugendlichen, sei sie durch Videospiele ausgelöst oder nicht, zu vermeiden, ist, dass sich die Eltern mehr damit beschäftigen, was die Kinder in ihrer Freizeit machen. Ebenfalls müssen die Geschäftsführer ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, die Jugendlichen beim Kauf von Videosielen besser zu kontrollieren. Würden diesem Lösungsversuch viele Eltern und Verkäufer folge leisten, könnte die Anzahl von Delikten gewaltbereiter Jugendlichen in den nächsten Jahren schon erheblich verringert werden.

Marvin Wütscher, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Blue Man Group – ein sensationelles Erlebnis – Oberhausen erlebt sein blaues Wunder

OBERHAUSEN. „Und jetzt Rockkonzertbewegung Nr. 6!“ Eine begeisterte Menschenmenge reißt die Arme hoch. Dazu wird laute Musik gespielt. Dies ist nur eines der vielen Highlights der sensationellen Entertainment-Show, die zurzeit in Oberhausen gastiert.

Die Entertainer sind drei Männer in blau, Matt Goldman (42), Phil Stanton (43) und Chris Wink (42).

Gegründet wird die Blue Man Group 1987 von Matt in einem New Yorker Künstler-Viertel, bis zur Premiere am Astor Place Theatre in New York City vergehen 4 Jahre. Danach folgt ein Erfolg dem anderen. Die preisgekrönte Show tourt von Boston nach Chicago, von Las Vegas nach Toronto, nach London, Amsterdam, Berlin, Stuttgart und schließlich im März 2007 ins Metronom Theater nach Oberhausen.

Eine vielseitige und witzige Show, bei der man auf keinen Fall zu spät kommen sollte. „Meine Freunde und ich sind von der Blue Man Group mit Zu-Spät-Kommer-Rufen und Sirenengeräuschen begrüßt worden. Zudem sind wir per Kamera vorne auf die Bühne übertragen worden. Hätten wir das gewusst, wären wir pünktlich gekommen!“, sagt der 16-jährige Armin C.

Auch die Musik machen die Blue Men selbst. Und zwar mit Abflussrohren und Trommeln, auf die Farbe geschüttet wird. Denn Farben spielen bei der Show eine große Rolle. Als z.B. ein Junge auf die Bühne geholt und in einen Overall gesteckt wird, weiß er noch nicht, was ihn erwartet. Er wird nämlich hinter die Kulissen geführt, muss sich einen Motorradhelm aufsetzen und wird komplett mit blauer Farbe bespritzt. Anschließend wird er von den Blue Men an den Füßen mit dem Kopf nach unten aufgehängt, zur Seite gezogen und losgelassen, sodass er gegen eine Leinwand schwingt. Auf dieser ist dann der blaue Abdruck des Jungen zu erkennen. Nach kurzer Zeit erscheint der Junge wohlbehalten wieder vorne auf der Bühne.

Es ist nicht das einzige Mal, dass das Publikum in die Show mit einbezogen wird. Denn nicht umsonst müssen die Besucher der ersten Reihen frontal vor der Bühne Regencapes anziehen. Außer der Farbe auf den Trommeln kommt es des Öfteren vor, dass Wackelpudding in die Masse der Zuschauer geworfen oder durch Minikatapulte geschleudert wird.

So unterhalten und begeistern die Blaumänner das Publikum 105 Minuten lang, bis zum guten Schluss weißes Krepppapier durch den ganzen Saal gezogen wird, während nur noch Schwarzlicht angeschaltet ist. Es raschelt und leuchtet, man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Das Publikum ist überwältigt und beendet die Show mit Standing Ovations.

„Man kann es gar nicht beschreiben, man muss es erleben!“, sagt Franziska M. fasziniert.

Von Anika Greenwood, Carina Leifeld und Christina Hanenberg

Christina Hanenberg, Anika Greenwood, Carina Leifeld, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Ein Hobby, das Menschen hilft – Malteser: „… weil Nähe zählt“

Kevelaer. „Ein Hobby zu haben, mit dem man gleichzeitig Menschen helfen kann, ist etwas Tolles!“, sagt Markus van Oorschot (21), stellvertretender Stadtbeauftragter der Malteser Kevelaer, mit Begeisterung in der Stimme.

Um eine schnelle und gezielte Erste Hilfe vor Ort leisten zu können, ist viel Teamarbeit gefragt. Die Ausbildung beginnt mit dem Ersthelfer und endet möglicherweise mit dem Rettungsassistenten. Hierbei ist jedem selbst überlassen, wie weit er sich bilden möchte. Die Malteser in Kevelaer werden zusätzlich für Unfälle während der Wallfahrtszeit ausgebildet. Durch eine gute Schulung wird Erfahrung gesammelt und der Ersthelfer kann mit den Hilfsmitteln, die ihm zur Verfügung stehen, sicher umgehen.

Fest steht, dass man nie in einer Gefahrensituation alleine gelassen, sondern zusätzlich der Rettungsdienst alarmiert wird. Außerdem gibt es keinen Grund, Angst zu haben, etwas falsch zu machen, denn wenn man hilft, tut man immer das Richtige.

„Der Umgang mit Menschen, die hilfsbedürftig sind, ist für mich schon selbstverständlich und zur Routine geworden“, erzählt Christian Cleve (23), Stadtbeauftragter der Malteser Kevelaer. Weil es „nur“ ein Hobby ist, Malteser zu sein und die Leitung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, werden die verschieden Aufgaben geteilt.

„Als städtischer Leiter des Hilfsverbandes hat Christian Cleve die Aufgaben, sich um die Finanzen und Bestellungen zu kümmern. Ich bin Einsatzleiter bei verschiedenen Einsätzen. So organisiere ich diese und sorge dafür, dass ausreichend Helfer zur Stelle sind. Außerdem bin ich für die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitglieder zuständig“, erklärt Markus van Oorschot.

Gemeinsam verwalten die beiden die Malteser der Stadt. Des weiteren erläutern sie Fachwissen für bestimmte Bereiche, zum Beispiel in Betrieben oder anderen Einrichtungen. Bei besonderen Veranstaltungen können Malteser aus anderen Stadtverbänden zur Hilfe geholt werden, denn schließlich gibt es die Hilfsorganisation in mehr als 500 Orten mit insgesamt 35.000 Mitgliedern. Allein in der Malteserjugend engagieren sich 9.000 Kinder und Jugendliche. So helfen auch die Kevelaerer Mitglieder des Hilfsverbandes in anderen Stadtverbänden bei Festivitäten aus. Diese können sein: der Weltjugendtag, verschiedene Konzerte, Sportveranstaltungen oder Aufführungen.

„Wir freuen uns immer über Interessenten. Weitere Einzelheiten sind auf unserer Homepage www.malteser-kevelaer.de zu finden, die in Kürze fertig gestellt wird“, informiert Christian Cleve.

Von Angela Schraml und Christina Hanenberg

Christina Hanenberg, Angela Schraml, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck

Meine Meinung: – Tokio Hotel-Fan zu sein: In oder out?

Tokio Hotel, die Band mit den vier Jungen, alle um die 18 Jahre alt, Newcomer 2005. Über ihre Musik lässt sich streiten, einige verehren sie und viele verabscheuen sie.

2005 war Tokio Hotel-Fan zu sein vielleicht noch cool, jedoch ist es im nachhinein bis heute mehr als uncool auf diese Jungs abzufahren. Wer will schon solch ein absurdes Gekreische hören? Kleine Mädchen hören sich so etwas vielleicht noch an, verlassen ihren Freund, weil sie auf ein Mitglied der Band stehen, jedoch ohne Chancen bei diesem. Und sie haben in ihrem Zimmer einen Tokio Hotel-Altar oder ähnliches. Im Endeffekt fragt man sich doch, was in diesen Mädchen vorgehen muss, denn viele sind da eher skeptisch was die Teenie-Band betrifft.

Allein schon das Aussehen des Sängers Bill spricht wohl schon für sich. Er ähnelt mehr einem Mädchen als allem anderen. Deswegen wurde er als „Unsexiest Women Alive“ 2007 auf den 27. Platz gewählt. Unter den ersten 100 Nominierten war er zudem als einziger Mann. Noch nicht genug vom Ganzen: Er wurde im Dezember 2006 als nervigster Deutscher gewählt, was möglicherweise auf sein Gekreische zurückzuführen ist.

Mittlerweile schon Mädchen auf der ganzen Welt haben sich Sorgen gemacht, weil die Europa-Tour wegen einer Operation am Sänger Bill abgesagt wurde. Lächerlich, denn er würde daran ja nicht sterben. Aber auch die anderen Mitglieder sind nicht ohne. Sie werden beispielsweise als Macho oder Schwuler bezeichnet und können genauso wenig singen oder Musik machen.

Alles in allem ist Tokio Hotel eine Band, die als „out“ und „uncool“ abgestempelt wird, da die kleinen Mädchen keine Ahnung vom Leben geschweige denn von guter Musik haben.

Katja Mälders, Goch, Coll. Augustinianum Gaesdonck