Buchbesprechung „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ – Jeden Tag dem Abgrund näher

Mit zwölf Jahren ist man eigentlich noch ein Kind. Doch Christiane F. wird mit einem Schlag aus ihrer Kindheit gerissen! Ihr Leidensweg beginnt schon zu dieser frühen Zeit. Weil sie Probleme zu Hause und in der Schule hat und meint, nicht mehr mit ihnen fertig zu werden, beginnt sie Drogen zu nehmen, um sich in eine andere Welt träumen zu können.

In dem Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ haben Kai Hermann und Horst Rieck alle Erlebnisse der Christiane F. niedergeschrieben. Mit Kommentaren der Mutter und Fotos von Christianes Freunden erzählen sie die packende und zugleich schreckliche Biografie der Schülerin, die sogar am Bahnhof Zoo mit Prostitution das nötige Geld für ihre Drogen beschafft und mit jeder Spritze Heroin ihrem Tod ein Stück näher rückt.

Das Buch erzählt auf eine sehr nüchterne und abschreckende Weise von den Problemen einer Drogenabhängigen. Man kann sich sehr gut in Christiane hineinversetzen und meint, am eigenen Leib zu spüren, was es heißt, abhängig zu sein – eine packende und gefühlvolle Biografie, die zum Nachdenken anregt und den Leser schaudern lässt.

Felicitas Hense, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Achtung, Satire! – Die Show, die Wissen schafft

Ein fester Bestandteil des Pro7-Vorabendprogramms ist seit Jahren das in der Informationsvermittlung wegweisende Wissenschaftsmagazin „Galileo“.

Jeden Abend um 19.10 Uhr präsentieren uns annerkante Wissenschaftler wie Prof. Aiman Abdallah oder der Soziologe Daniel Aminati faszinierende Beiträge aus Natur und Gesellschaft.

Wichtiger Bestandteil einer jeden „Galileo“-Sendung sind die „Galileo-Extreme“-Experimente , in denen sich die Probanden in absolut lebensbedrohliche Situationen begeben. So beispielsweise der Versuch, bei dem das „Galileo“-Team beweisen wollte, dass es möglich ist, ohne MP3-Player oder ein ähnliches portables Musik wiedergebendes Massenspeichermedium am Urlaubsstrand unbeschadet zu überleben. Bei diesem Experiment wurde der mutige Proband Harro einer solchen Lebensgefahr ausgesetzt, dass der Versuch abgebrochen werden musste.

Ebenfalls sehr interessant ist die in jeder Sendung enthaltene Rubrik „Der Fake Check“ bei dem mithilfe modernster Ausrüstung und mit Spezialisten vom Fach verschiedene Videoaufnahmen aus dem World Wide Web auf ihre Echtheit hin überprüft werden. Aufgrund der Komplexität mit der diese Videos produziert wurden, kommt das Spezialistenteam von „Galileo“ leider nie zu einem Ergebnis. Dies ist aber nicht etwaiger Unfähigkeit der Prüfer zuzuschreiben, sondern dem hohen technischen Anspruch der beim Erstellen dieser Videos zum Tragen kam. Meist stammen diese visuellen Meisterwerke von höchst seriösen Multimediaportalen wie etwa „MyVideo“ oder „YouTube“.

Dies sind nur zwei der vielen Programmpunkte der „Galileo“-Sendung, die dieses Format absolut sehenswert machen. Wer jetzt nicht überzeugt ist, kann geistig anspruchsvolles Fernsehen offenbar nicht verstehen. Ebenfalls zu empfehlen ist das mit „Galileo“ verwandte Magazin „Galileo Mystery, welches den Intellektuellen dieses Landes spannende Darlegungen unerklärlicher Phänomene bietet, die auf genau so unerklärliche Weise leider selten in einem Ergebnis münden.

Ich würde Sie ja gerne weiter über dieses interessante Format informieren, doch mit einem Blick auf die Uhr stelle ich fest, dass „Galileo“ bereits läuft und ich somit meinen Bericht abbrechen muss – ich will ja nichts verpassen…

Matthias Limbach, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Unser innerer Schweinehund – Ein aussichtsloser Kampf

Gegen den inneren Schweinehund mussten wir wohl alle schon mal ankämpfen. Doch nun mal ganz ehrlich: Wer hat ihn je besiegt?

Wer kennt das nicht: In der Küche stapelt sich das dreckige Geschirr, das Fahrrad der Tochter hat nun schon seit zwei Wochen einen Platten und die Hausaufgaben liegen am Sonntagabend noch unberührt in der Ecke.

Und wo sind die Faulenzer? Die Mutter musste ganz dringend zum Friseur,

der Papa darf das enorm wichtige Fußballspiel nicht verpassen. Und die Kinder?

Die sitzen in friedlicher Zweisamkeit vorm Computer und müssen unbedingt noch etwas gaaaaanz wichtiges im Internet nachsehen. „Für die Schule“, wie sie ihren Eltern weismachen wollen. Dass die lieben Kleinen eigentlich das neueste Spiel ausprobieren, wissen die Eltern natürlich ganz genau. Doch ist es richtig, die Kinder zur Arbeit zu zwingen, obwohl man selbst nicht besser ist?

Eine schreckliche Krankheit, von der wir alle ab und an betroffen sind. Doch wie kann man sie heilen? Vorschläge werden dankend angenommen…

Sabine Gehrmann, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Filmtipp – „Radio Rock Revolution“ rockt

Es ist schon lange her, dass Rock- und Pop-Musik ein Zeichen des Aufruhrs waren oder dass Eltern oder der Staat verboten haben, bestimmte Musik zu hören. Jedoch dreht sich im Film „Radio Rock Revolution“ alles nur um den Rock.

Der Film handelt von einem „Piratensender“ namens „Radio Rock“, der mitten in der Nordsee den ganzen Tag den so beliebten Rock und Pop auflegt und trotz des Verbots des Staats 24 Millionen Zuhörer hat. Nun wird der junge Carl wegen Drogenmissbrauchs von seiner Mutter auf das Schiff des Onkels geschickt. Allerdings beherbergt dieser Onkel den Radiosender auf seinem Schiff, und so ist das Boot der völlig falsche Ort für ihn. Denn die acht Moderatoren (als Darsteller unter anderem Nick Frost und Philip Seymour Hoffman) genießen auf dem Kahn ein zügelloses Leben.

Da hat Richard Curtis einen großen „Gute-Laune-Film“ gemacht. Besonders die Musikauswahl überzeugt durch Rockklassiker und vermittelt die Lust auf Party. Jeder der beteiligten Schauspieler spielt seine Rolle exzellent. Vor allem durch schnell geschnittene Bilder, in denen er die Fans des Senders beim Tanzen und Mitsingen zeigt, macht Richard Curtis die Wirkung des Senders auf das britische Publikum deutlich klar.

Man könnte ihm noch vorwerfen, dass dieser Film nicht mehr ist, als reine Unterhaltung, doch die gute schauspielerische Leistung und die Ideen des Regisseurs lassen den Film zu einem großen Kinohit werden. Alles in allem ist „Radio Rock Revolution“ ein klasse Film, der wirklich rockt.

Marcel Heikappell, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Lesetipp – Reise zum Saum des Himmels

Drachen sind gefährlich und müssen gejagt, am besten ausgerottet werden. So denken wahrscheinlich viele. Doch nach dem Buch „Drachenreiter“ wird man seine Meinung ändern und erkennen, dass auch Drachen ein „gutes Herz“ besitzen und die ein oder andere Schwäche haben.

Die Heimat des Drachen Lung, ein Tal in Schottland, wird von den Menschen bedroht. Deshalb macht er sich mit dem Koboldmädchen Schwefelfell auf eine abenteuerliche Reise zu dem sagenumwobenen „Saum des Himmels“, um hier eine sichere Bleibe für seine Artgenossen zu finden. Auf ihrem Weg gesellt sich der Waisenjunge Ben zu ihnen. Bis sie schließlich ihr Ziel, das verheißene Land in den Gipfeln des Himalaya, erreichen, haben sie zahlreiche, bedrohliche Abenteuer zu bestehen. Sie müssen erkennen, dass es neben dem Menschen noch einen wesentlich gefährlicheren Feind gibt, der ihre Existenz bedroht.

Obwohl die Handlung in der realen Welt angesiedelt ist, entführt das Buch in eine andere Welt: in die Welt der Fabelwesen, in die Welt der Drachen und Kobolde. Durch die Verbindung zu den Menschen bleibt die Geschichte jedoch immer glaubwürdig. Die Spannung wird aufgebaut durch zwei parallel verlaufende Handlungsstränge, welche zum Ende des Buches zusammengeführt werden.

Das Buch ist genau das Richtige für jugendliche Leseratten, aber durchaus auch etwas für Erwachsene. Autorin dieses Buches ist Cornelia Funke. Erschienen ist es 1997 in Hamburg beim „Cecilie Dressler Verlag“. Das Kinder- und Jugendbuch umfasst 448 Seiten.

Clara Kocks, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Schülerleben – G8 macht Träume wahr

Endlich keine Freizeit mehr… Haben Sie nicht auch schon immer davon geträumt, bis in den späten Nachmittag in der Schule zu sitzen? Durch G8 wird dieser Traum wahr.

Den leeren Magen kann man sich mit dem kalten, überteuerten Mensaessen vollschlagen. Und die Pausenlangeweile mit Vorbereitungen auf den nächsten Unterricht überbrücken.

Natürlich ist es auch wunderschön, nach der achten oder neunten Stunde Mathe ohne Pause und total erschöpft mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren und dort – statt langweiligen Hobbys nachzugehen – für die nächste Englischarbeit zu üben. Alles nur, damit man nicht zurückbleibt und hinterher mit doppelt so vielen Schülern auf die Uni gelassen wird.

Danke Zentralabi, danke Superprogramm G8!

Alexandra Pape, Wesel, Erich-Kästner-Schule

Technik-Trubel – Der Rechner, mein allerbester Freund

Im Grunde sind Computer ja genial. Sie helfen einem in allen Lebenslagen, ob als Lexikon oder als „Schreibmaschine“. Mittlerweile sind unsere helfenden Freunde irgendwie fast überall im Spiel, jeder verlässt sich auf sie.

Ist ja schließlich auch bequem. Der Computer macht im Grunde auch fast alles – oder auch nichts, wie neulich abends vor zwei Wochen: Da wollte ich mir ausnahmsweise mal eine Wegbeschreibung ausdrucken, weil ich kein Navi besitze. Aber da fährt das Ding doch einfach nicht hoch… gibt keinen Ton und kein Blinken von sich. Ist doch ein guter Freund, der Computer; lässt mich einfach alleine. Abends habe ich nämlich noch stundenlang nach der richtigen Hausnummer gesucht. Als ich am nächsten Morgen todmüde wieder aus dem Bett stieg und noch einmal versuchte, ihn anzuschalten… natürlich, plötzlich lief er.

Und Computer sind ja schließlich auch so nützlich, wenn sie plötzlich alle darauf gespeicherten CD´s zusammenwürfeln – ist doch klasse, da hat man endlich mal den Musik-Mix, den man immer schon mal haben wollte.

Laura-Ann Zunker, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Ein Musical für die ganze Familie – Tarzan trifft Jane

Plötzlich ertönt lautes Affengeschrei und kostümierte Darsteller schwingen an Lianen über den Köpfen der Zuschauer umher. Diese imposanten Akrobatik-Showeinlagen, tolle Lieder und künstlerische Bühnengestaltung – das ist Phil Collins‘ Musical „Tarzan“, welches seit Oktober 2008 erstmals in deutscher Fassung in der Neuen Flora in Hamburg zu bewundern ist.

In der Geschichte des Musicals geht es um den Menschenjungen Tarzan, der nach einem Leopardenangriff auf seine Eltern allein im afrikanischen Dschungel ist. Doch zu seinem Glück nimmt ihn das Gorillaweibchen Kala auf, obwohl ihr Partner Kerchak dagegen ist.

Die tollen Hauptdarsteller Tarzans, die in der Fernsehshow „Ich Tarzan, du Jane“gesucht wurden, sind Anton Zetterholm (Tarzan) und Elisabeth Hübner (Jane).

„Tarzan“ist ein Musical für die ganze Familie, in dem Akrobatik, Gesang und Schauspiel wunderbar harmonieren.

Anna Born, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Wenn aus zwei Schulen eine wird – Sebus trifft Stein

Larissa: „Hast Du dich schon aufs Stein eingestellt?“

Lena: „Nun ja, ab dem Jahr 2010 wird unsere Schule mit dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zusammengebracht. Da ist es klar, dass man sich dann anpassen muss. Aber richtig auf das Stein-Gymnasium eingestellt habe ich mich noch nicht. Ich bin schließlich Sebusianer!“

Larissa: „Die achten Klassen des Freiherr-vom-Stein Gymnasium (kommende Neuner) kommen bald auf unsere Schule. Sebusianer und Steiner zusammen. Wird das funktionieren?“

Lena: „Ich denke schon, dass es im Laufe der Zeit keine Schwierigkeiten geben wird. Aber ich bin mir da selber nicht so sicher. Diese erste Zeit könnte eine schwierige Zeit werden, die uns alle auf die Probe stellen wird.“

Larissa: „Wie denkst Du, kommt deine Klasse damit klar?“

Lena: „Ich würde sagen, dass es da keine Probleme geben wird. Wie schon gesagt, ich sehe mal positiv in die Zukunft.“

Larissa: „Denkst Du, die Steiner werden sich schnell in unserem Schulgebäude zurechtfinden?“

Lena: „Ich denke, das wird keine große Schwierigkeit sein. Es ist wie bei uns früher, wir wussten auch nicht immer so genau, wo wir hingehen sollen. Aber einige Schüler haben ja jetzt schon Unterricht bei uns.“

Larissa: „Könntest Du nach einiger Zeit Freundschaften mit den Steinern schließen?“

Lena: „Ja klar. Man kennt sich ja jetzt schon untereinander.“

Larissa: „Hast Du Angst, dass die Lehrer vom Stein strenger sind als die vom Sebus?“

Lena: „Ja, das könnte ich mir schon vorstellen. Doch denke ich, dass man die Lehrer erst richtig kennen lernen muss. Ich denke, das wird nicht so schwierig.

Larissa: „Hat Du manchmal das Gefühl, dass die Steiner Vieles schlecht machen, was mit dem Sebus in Verbindung gebracht wird?“

Lena: „Es gibt da schon einige Dinge, die ich mitbekommen habe, die von Schülern des Steins schlecht gemacht wurden. Aber ich würde sagen, dass das nur einfach so gesagt worden ist. Wenn sie erst mal bei uns auf der Schule sind, werden sie schon sehen, wie toll unsere Schule ist.“

Larissa Reintjes, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Spaß im Tiergehege: – Kinderparadies Anholter Schweiz

Der Biotopwildpark in Anholt ist ein echtes Kinderparadies. Zwischen verschiedenen Tiergehegen gibt es auch einen Streichelzoo und einen Spielplatz.

1893 erbaute Fürst Leopold zu Salm-Salm in Erinnerung an seine Hochzeitsreise eine Nachbildung des Vierwaldstäter See’s. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde dieser unter Denkmalschutz stehende englische Garten zum 56 Hektar großen Biotopwildpark erweitert.

Bei gutem Wetter ist in der Anholter Schweiz viel los. Aber auch bei schlechtem Wetter ist der Park gut besucht. Wenn man nicht gerade die Wölfe, Bären, Füchse oder andere Tiere vom Zaun aus beobachtet, kann man auch mal den Streichelzoo mit Schafen, Ziegen, Eseln und Rehen besuchen.

In den großen artgerecht gestalteten Gehegen kann man die Tiere schnell entdecken. Wenn die Kinder mal genug vom Tiere streicheln und angucken haben können sie auf den Spielplatz gehen. Durch den Park laufen an den Wegen freie und zutrauliche Pfauen und Wildgänse. Über 6 km lange Sandwege sind viele Gehege verteilt.

Paula Beckmann, Rees, Gymnasium Aspel