Beruf – Traumjob Lehrerin

Frau Wandrey (20), Frau Fritsch (27) und Frau Fröhlich (27) sind zurzeit im Rahmen ihrer Ausbildung an der Wilhelmine-Fliedner-Realschule in Hilden. Sie wurden gefragt, warum sie den Beruf der Lehrerin gewählt haben.

Nur Frau Fritsch wollte schon als kleines Kind Lehrerin werden. Frau Fröhlich strebte zuerst den Beruf der Tierärztin an. Doch jetzt ist für sie – wie auch für die Kolleginnen – „der Lehrerberuf auf jeden Fall der Traumjob“.

Bevor sie sich entschlossen haben Lehrerin zu werden, haben alle drei die Schule beendet. Frau Fritsch hat in England schon ein bisschen Unterrichtserfahrung gesammelt. Annika Wandrey ist noch Studentin an der Bergischen Universität in Wuppertal und absolviert zurzeit ein Berufspraktikum an der WFS. Sie hat keine praktische Unterrichtserfahrung und hospitiert, um dann später selbst unter Anleitung von erfahren Lehrern zu unterrichten.

Die beiden anderen Frauen haben ihr Studium abgeschlossen und stehen nun gerne vor der Klasse. Ihr größter Wunsch ist es, dass die Schüler „gut mitarbeiten und sich alle ordentlich verhalten“. Um ihren Traumberuf ausüben zu können, braucht Frau Wandrey noch mindestens drei Jahre. Frau Fröhlich wird in etwa zwei Jahren ihr Examen ablegen. Janine Fritsch ist zuversichtlich, schon ab diesem Sommer ihren „Traumberuf“ ausüben zu können.

Maurice Müller, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Wissenschaft – Endlich Antwort auf den „Plötzlichen Kindstod“

Wissenschaftler haben bewiesen, dass viele Matratzen in Kinderbetten giftige Stoffe entwickeln. Durch Körperwärme und Schweiß entstehen dann Pilze, die in Verbindung mit den verarbeiteten Materialien in der Matratze zur Gasbildung führen. Abhilfe schafft hier ein spezieller Matratzenbezug, der den Ausstoß dieser Gase verhindert, die von den Babys sonst eingeatmet werden.

Nach einer Studie aus Neuseeland ist bei keiner Familie, die diesen speziellen Bezug verwendet hat, der so genannte plötzliche Kindstod aufgetreten.

Viele Eltern, denen dies nicht bekannt war, trauern jetzt um ihre Kinder. Wie Mark Reuters (32), Kaufmann aus Düsseldorf. Er fragt sich immer: „Warum bin ich nicht einmal mehr ins Kinderzimmer gegangen!“

Info:

Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod e.V.

Bundesverband GEPS Deutschland e. V.

Rheinstraße 26

30519 Hannover

Tel.: 0511 / 83 86 202

Weitere Infos zum Thema unter www.ploetzlicher-kindstod.org

Larissa Kuczinski, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Krieg – „Mein Vater ist Soldat in Afghanistan“

Ein Schüler der Wilhelmine-Fliedner-Realschule lebt mit der täglichen Angst um das Leben seines Vaters, der im Bundeswehreinsatz am Hindukusch ist.

Das Wort Afghanistan löst bei vielen Menschen Angst und Schrecken aus, doch es gibt Menschen in Hilden, bei denen es noch schlimmere Folgen hat: Es sind Angehörige von Soldaten, die dort ihren Dienst tun. Einer davon ist Marvin B. (15), dessen Vater am Hindukusch stationiert ist.

Der Schüler erzählt, dass sein Vater Dirk (40) schon seit vielen Jahren Soldat ist. Zuerst war er im Kosovo stationiert. Nachdem sich die militärische und politische Situation dort beruhigt hatte, wurde er nach Afghanistan versetzt.

„Mein Vater hatte den Tod schon oft vor Augen“, sagt der Fliedner-Schüler, „doch er hat beschlossen, dort zu bleiben.“ Seinem Sohn wäre es lieber, er würde wieder in den Kosovo gehen. Dort ist die Lage stabil. In Kundus gibt es immer wieder Beschuss des deutschen Soldatenlagers mit Bomben und Raketen.

Diese belastende Situation löst bei vielen Soldaten und ihren Familien Ängste und psychische Probleme aus. Diese Probleme versuchen Experten der Bundeswehr aufzufangen. So gibt es vor dem Einsatz bereits eine intensive Vorbereitung, und auch während und nach dem Einsatz stehen Fachleute zur Verfügung, um Hilfestellungen zu leisten.

Nach Informationen von RP-online sind bisher 27 deutsche Soldaten beim Einsatz im in Afghanistan ums Leben gekommen. Die letzten starben im Juni 2009. Jeder Zwischenfall, der aus der Region gemeldet wird, löst besonders bei den Angehörigen Sorgen aus. „Natürlich habe ich Angst, dass mein Vater nie mehr zurückkommt“, erklärt Marvin. Und er freut sich, wenn sein Vater etwa alle vier Woche auf Heimaturlaub zurück nach Hilden kommt.

Oliver Wolny, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Serie – Lehrerinnen mit Wurzeln, Teil 3

An der Wilhelmine-Fliedner-Realschule in Hilden arbeiten auch Lehrerinnen, deren Herkunft nicht in Deutschland liegt. Maria Undorf (52), Lehrerin für Mathematik und Erdkunde, ist seit 1990 an dieser Schule. Sie kommt gebürtig aus Rumänien und ist im Januar 1979, mit 21.Jahren, nach Deutschland gekommen.

Sie wollte ihre Verwandten besuchen und einen medizinischen Eingriff vornehmen lassen. Sie hatte damals einen Glassplitter ins Auge bekommen und hatte gehört, dass man die Narbe in Deutschland so gut wie unsichtbar machen kann. Doch später war die Narbe von selbst verheilt, eine OP somit nicht mehr nötig. Aus politischen Gründen ist Frau Undorf dennoch in Deutschland geblieben und durfte – aus Sorge um politische Verfolgung – fünf Jahre lang nicht zurück in ihre alte Heimat reisen.

Ihre Schulzeit in Rumänien hat die 51-Jährige noch in Erinnerung: Es gab ein anderes Schulsystem. Die Schule wurde sechs Tage zu jeweils sechs Stunden am Tag besucht. Die Lehrer waren sehr streng. Die Lieblingslehrer lehrten Mathematik und Chemie. Frau Undorf war sehr gut in der Schule und immer unter den fünf Besten, in der 8. Klasse sogar Klassenbeste. Ihr Abitur hatte sie in Rumänien gemacht, das Studium dann in Düsseldorf absolviert.

Frau Undorf: „In der Schule war Mathematik mein Lieblingsfach und ist es auch heute noch. Eigentlich wollte ich noch Chemie studieren, doch das wurde mit dem Fach Mathematik zu viel, also habe ich mich dann für Erdkunde entschieden.“ Ihre Lieblingsthemen in Erdkunde sind heute Klima und Topographie.

Vor ihrer jetzigen Stelle als Lehrerin der Wilhelmine-Fliedner-Realschule hat sie als Referendarin in Neuss und Meerbusch gearbeitet. Durch Zufall ist sie an die Realschule in Hilden gekommen: „Ende der 80er Jahre war es schwer, eine Lehrerstelle zu bekommen.“ Für ein halbes Jahr kam Frau Undorf als Vertretung an die Schule und bekam eine feste Anstellung. „Ich bin gerne an der Wilhelmine-Fliedner-Realschule“ , sagt Frau Undorf.

Heute ist sie in Deutschland glücklich. Sie ist verheiratet, und ihre Schwester und ihr Vater leben in der Nähe. In ihre Heimat Rumänien will sie nicht zurück. Doch Urlaub macht sie gerne dort.

Laura von Siegroth, Sowi-Kurs 8 Wa, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Vorurteile – Und was hörst Du?

Kann man einen Menschen nach seinem Äußeren und nach seinem Musikgeschmack beurteilen? Von insgesamt elf Befragten stimmten zwei zu. Sie behaupten, anhand des Aussehens den Musikgeschmack und somit auch die Persönlichkeit eines Menschen bestimmen zu können.

Das sind nicht viele, aber dennoch stellt sich die Frage: Ist das wirklich der richtige Weg? Leute nach ihrem Aussehen zu beurteilen? Und dann sagen manche doch tatsächlich, sie wären nicht oberflächlich. Wenn man die verschiedenen Musikstile aufzählen würde und dann alle ihre jeweiligen Anhänger anhand ihres Aussehens herausfinden müsste, wie viele würden dann tatsächlich erkannt und richtig zugeordnet werden?

Als ich nach generellen Meinungen zum Thema „Musik und die dadurch entstehenden Vorurteile” fragte, antwortete man mir mit verschiedenen – aber teilweise dennoch, wie ich finde, treffenden – Aussagen, die ich hier nun ohne Namen zusammentragen werde:

„Es gibt zwei Arten von Musikhörern: Einmal die, die es musikalisch schön finden, und dann diejenigen, die damit nur provozieren wollen.”

„Wenn man Menschen nach der Musik, die sie hören, beurteilt, dann ist das einfach nur dumm und nicht richtig.”

„Jede Subkultur hat ihre Idioten, die meinen, sich Gott weiß wie benehmen zu müssen, wodurch dann das ‚typische‘ Bild der jeweiligen Art entsteht.”

„Es gibt keine schlechte Musik. Es gibt nur schlechte Musiker.”

„Jeder hat das Recht auf ’seine‘ Musik, ohne verurteilt zu werden.”

Annika P., Hilden, Priv.dietr.-Bonhoeffer-Gym.

Gesundheit – Alles nur Panik?!

Viele Schulen in Hilden waren in den vergangenen Wochen von der Schweinegrippe betroffen. „In einer Klasse gab es 23 Krankmeldungen. Das ist erschreckend!“, erzählt Sekretärin Juliane Siebenbach von der Wilhelmine-Fliedner-Realschule. Ob davon wirklich alle von dem Virus betroffen waren, blieb ungeklärt, denn viele der Krankgeschriebenen wurden, weil es für die Ärzte zu viele waren, gar nicht mehr auf das H1N1-Virus überprüft. Die Schüler der Wilhelmine-Fliedner-Realschule fanden die Vielzahl der Erkrankungen allerdings gar nicht so erschreckend.

Daniel (13) sagt: „Nein, ich habe keine Angst, es gibt ja Impfstoffe.“ Doch geimpft ist er noch nicht, denn „im Moment passiert ja nix“. Damit ist Daniel ist kein Einzellfall! Niemand der Befragten ist geimpft worden. Alle machen sich wenig Gedanken um die Folgen des H1N1-Virus.

„Die empfohlenen Maßnahmen des Gesundheitsministeriums zur Verhinderung des Virus wie häufiges Hände waschen und desinfizieren sind erstmal ausreichend,“ erklärt Sabine Poschinski (39), Beamtin im Veterinäramt des Kreises Mettmann. „Der Impfstoff wird sehr kontrovers diskutiert. Jeder sollte diese Entscheidung für sich selbst treffen.“ Ob er letztendlich die Pandemie eindämmt oder gar verhindert, kann wohl keiner so genau sagen. Eher sollte man „Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen“. Allerdings sollte man schon auf Symptome achten, rät Sabine Poschinski.

Sie ist Mutter zweier Kinder und hat kein Problem damit, dass ihre Kinder in den Unterricht gehen: „Im Moment habe ich keine Angst, meine Kinder zur Schule zu schicken. Ich sensibilisiere sie lieber, kläre auf, motiviere, die Regeln zur Hygiene zu befolgen, da sie sich ja überall anstecken könnten. Nicht nur in der Schule!“

Das Problem der „Schweinegrippe“ wird in der Bevölkerung gar nicht als so bedrohlich empfunden, wie man es oft von Medien zu hören bekommt.

Info

Jährlich sterben etwa 20.000 Mensch in Deutschland an der normalen Influenza (Grippe). Bisher sind in Deutschland 226 Menschen an dem H1N1-Virus gestorben. Bei den Todesopfern handelt es sich überwiegend um Menschen mit Vorerkrankungen.

Joschua Poschinski, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Wirtschaft – Sicherheitsdienst – Blick hinter die Kulissen

„Wir sorgen rundum für Ihre Sicherheit“, ist das erklärte Ziel von Christina Geller, Geschäftsführerin von Geller Security. Die 23-jährige BWL-Absolventin steht einem Sicherheitsdienst vor, der im September 2009 in Hürth gegründet und als erste Firma der Branche in Nordrhein-Westfalen zertifiziert worden ist. „Unser Bestreben ist es, in allen Lebensbereichen – ob privat, in der Öffentlichkeit oder in Industrie und Handel – mit qualifizierten Mitarbeitern ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.“

Das Thema Sicherheit nimmt im gesellschaftlichen Leben einen immer höheren Stellenwert ein. Babak Geller, Ehemann der Geschäftsführerin, legt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem Wert auf höchstmögliche Kompetenz, Höflichkeit und Flexibilität. „Wir wollen unseren Kunden ein individuell angepasstes Sicherheitskonzept für ihre speziellen Bedürfnisse erstellen“, ergänzt seine Frau.

Die Dienstleistungspalette von Geller Security reicht von Objektschutz und Bewachung über Personenschutz, Separatüberwachung, Messen- und Eventsicherheit bis hin zu Revierüberwachung, Diebstahlschutz und Ladenüberwachung.

Obwohl das Unternehmen erst im letzten Quartal des vergangenen Jahres gegründet worden ist, hat es seine ersten Bewährungsproben bereits bestanden. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG sorgten Mitarbeiter beim bisher größten Einsatz von Geller Security dafür, dass es trotz der tollen Tage zu Karneval vor und im Hauptbahnhof nicht zu Streitereien oder Ausschreitungen kam. Christina Geller: „Auch das Zusammenspiel mit der Polizei hat ausgezeichnet funktioniert.“

Daniel Zura, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Trends – Tattoos und Piercings

Tattoos und Piercings werden immer beliebter bei Jugendlichen, doch die Konsequenzen, die daraus im späteren Leben entstehen können, sind meistens bei dem Adrenalinkick, der während des Stechens entsteht, vergessen.

Zu dem Thema hat Carmen Meinhold, Schülerin, 14, eine feste Meinung: „Tattoos und Piercings sind was für Freaks, ich werde mich nie stechen lassen!“

Nicolas Schröder (Schüler, 15) findet hingegen: „Tattoos sind sehr kreativ, doch auch ich würde mich nie stechen lassen.“

Aylin Araci Schülerin (15) hat selber zwei Piercings in Bauchnabel und Nase.

Sie stach sich ihr Bauchnabel-Piercing vor einem Jahr sogar selbst! „Ich stach mit einer Nadel ein kleines Loch durch den Bauchnabel, es blutete stark. Als die Blutung und der Schmerz aufhörten, nahm ich einen Ohrring und führte ihn durch das kleine Loch. Nach zwei Tagen entzündete es sich und ich ging zu meinen Eltern, die mit mir sofort ins Krankenhaus fuhren.“ Ihr zweites Piercing in der Nase bekam sie mit 15 Jahren im Tattoo Shop Dreamland. Diesmal mit Zustimmung der Eltern.

Franco (38), Inhaber des Tattoo Studios Dreamland, führt den Laden seit April 2007. Er hat wenige junge Kunden. „Ich vermute, es lassen sich so wenig Jugendliche stechen, weil sie bei mir eine elterliche Erlaubnis brauchen, daher kommen die meisten Kunden erst mit 18 Jahren.“

Marcus Freibreuter (47), Inhaber des Tattoo Ladens Sleepless, hat selber viele Tattoos, die er sich schon mit 16 Jahren selber stach. „Ich leite den Laden schon seit zehn Jahren und muss sagen, dass immer mehr Jugendliche sich stechen lassen.“

Auch bei den Erwachsenen geht die Meinung zu diesem Thema auseinander. Ursula Hesse (61), Lehrerin der Wilhelmine-Fliedner-Realschule, sagt :“Was die Jugendlichen mit ihren Körpern machen, ist mir eigentlich egal.“

Ihre Kollegin Melanie Mark (25) findet: „Die Schüler sind oft leichtsinnig und denken nicht über ihre Zukunft nach. Ich persönlich möchte sie auch nicht davon abhalten, aber bin der Meinung, sie sollten sich das vorher gut überlegen, ob sie sich ein Tattoo stechen lassen.“

Info-Kasten:

Tattoo ist ein Motiv, das mit Tinte oder anderen Farbmitteln in die Haut gestochen wird.

Piercing ist eine Form der Körpermodifikation, bei der Schmuck an den verschiedenen Stellen des Körpers durchgestochen wird.

Thiemo Zeuschel, Sowi-Kurs 8 Wa, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Gesellschaft – Keine Chance den Vorurteilen!

Wenn man einmal durch die Straßen seiner Stadt geht und sich umschaut – was sieht man? Die verschiedenen Generationen. Mit all ihren Problemen. Manch einer sieht die junge Generation als Ursprung allen Übels. Eine wichtige Unterteilung dabei sind die verschiedenen Interessen, wobei die Musik da am meisten zählt.

Doch schon allein dieser erste Schritt ist fatal. Warum, das zeigt folgendes Beispiel: Wenn Sie einen Mann sehen, der seine Haare so lang trägt, wie es normalerweise eine Frau tut – was denken Sie da? Hinzu kommt, dass er eine schwarze Lederhose trägt, darüber einen mit so genannten Killernieten bestückten Gürtel, seine Oberarme sind tätowiert, ebenso seine Handgelenke, in seiner Unterlippe ist ein Piercing. In den Augen hat er hellblaue, schon fast weiße Kontaktlinsen. Empfinden Sie da Sympathie? Würden Sie ihn ansprechen? Oder einfach nur vorbeigehen und ihn nicht beachten – wie fast jeder andere auch?

Und genau darum geht es: „Wie fast jeder andere auch.“ Wir lassen uns heute viel zu leicht von dem Strom der Gesellschaft mitreißen. Die eigene Meinung zählt nicht mehr so sehr, wie sie es sonst immer getan hat. Denn wenn man irgendetwas nicht mag, was besonders populär ist, ist man ein Außenseiter. Man wird nicht mehr integriert. Für die Leute, die jetzt schon Kinder haben: Mögen Sie die Musik, die ihre Kinder hören? Oder denken Sie sich teilweise auch: „Wie kann man so etwas nur schön finden?” Aber denken sie doch einmal zurück, als Sie jung waren. Sie mochten eventuell die Rolling Stones oder die Beatles. Was haben ihre Eltern denn dazu gesagt? Doch im Prinzip das selbe, was Sie heute zu der Musik Ihrer Kinder sagen. Das, was Ihre Eltern damals „Hotten-Totten”-Musik nannten, das ist heute auch die Musik ihrer Kinder.

Man muss sich einfach mit den verschiedenen Geschmäckern arrangieren. Niemand zwingt Sie dazu, die Musik Ihrer Kinder hören und zu mögen. Aber respektieren Sie ihren Musikstil und auch den der anderen Jugendlichen!

Man kann und darf vom Aussehen einer Person nicht auf ihre Persönlichkeit schließen. Das wäre komplett falsch und ein fataler Schritt in die falsche Richtung. Aber wie viele Jugendliche gibt es denn heute, die sagen: „Nein, mit dem/der hänge ich doch nicht rum, gucken Sie sich doch mal an, wie der/die rumläuft.”

Aber darf man so reagieren und handeln? Nur vom Aussehen ausgehen? Ich sage nein. Jeder Mensch ist anders. Bei meinen Recherchen bin ich auf interessante Ergebnisse gekommen. Als ich danach fragte, ob man vom Aussehen einer Person auf den Musikstil des jeweiligen schließen könne, antwortete Anne P. (16): „Grundsätzlich würde ich sagen ,Nein‘, weil es darauf ankommt, wie viel Wert jemand darauf legt, seinen Lebensstil von der Musik beeinflussen zu lassen.” An sich hat sie damit Recht. Doch so gut ihre Ansicht auch sein mag – wie viele in ihrem Alter denken genauso? Eine Umfrage ergab, dass neben Anne P. noch vier von elf Personen so denken.

Annika P., Hilden, Priv.dietr.-Bonhoeffer-Gym.

Schüleraustausch – Ein Jahr in Vancouver

Der 28. August 2009, ein ganz normaler Tag, doch nicht für Anthony Wagenmann: Der 17-jährige Schüler aus Düsseldorf fliegt heute für ein Jahr ins Ausland.

„Es war schwer, einen Platz zu bekommen“, sagt Anthony. Am Ende jedoch hat er einen Platz bekommen und die richtige Familie in Vancouver, Kanada, gefunden. Die beste Möglichkeit, in Kontakt mit seiner Familie zu Hause zu bleiben, ist das s ogenannte Internet-Telefon Skype, berichtet Anthony. Anthony, der auf einer öffentlichen Schule in Vancouver B.C (British Columbia) ist, ist mit der Organisation Carl Duisberg gereist.

Anthony sagt: „Es macht mir großen Spaß, und ich bin hier sehr glücklich.“ Außerdem meint er: „Mit der Sprache hier habe ich auch keine Probleme.“

Schon nach drei Monaten ist Anthony in das Skiteam der Schule aufgenommen worden. Das Skigebiet, in welchem er oft fährt, sei mit Bus und Bahn nur ca. eine Stunde von seiner Haustür entfernt.

Viele Schüler von der neunten bis zwölften Klasse der Gymnasien in Deutschland führen solch einen Austausch durch. Innerhalb kürzester Zeit fand Anthony sehr viele Freunde. Zum ersten Mal in seinem Leben verbrachte Anthony ohne seine Familie Weihnachten. „Weihnachten hier in Kanada zu feiern, war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt Zuhause ein bisschen vermisst habe“, sagt Anthony. Dort werden die Geschenke am 25. Dezember morgens überreicht. Trotz alledem ist es wie bei uns ein Fest, bei dem die ganze Familie zusammen feiert und ein besonderes Essen genießt.

Trotz der vielen netten Freunde freut sich Anthony auf seine Familie, die ihn am 15. Juli 2010 abholt.

Info

Carl-Duisberg Gesellschaft. www.cdc.de

Moscrop Secondary School, Burnaby Vancouver, BC: Http://moscropsecondary.com

Anthony Wagenmanns Blog: http://anthony-in-canada.blogspot.com

Nick Wagenmann, Sowi -Kurs 8 Wa, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule