Tennis – Verlieren will gelernt sein

Obwohl der große Tennisboom vorbei ist, fördert die Tennisabteilung des Sus-Wesel Nord zur Zeit knapp 70 Kinder und Jugendliche. Ich habe mich mit Tennistrainer Artur Wiczek unterhalten und ihn gefragt, was ihm am meisten Spaß an seiner Arbeit macht.

Er möchte Kinder und Erwachsene begeistern und motivieren, Tennis mit Spaß und Engagement zu betreiben. Dafür wirbt er in Kindergärten und Grundschulen. Er versucht, Talente zu sichten, diese besonders zu fördern und auf ihrem Werdegang zu begleiten. Schon Kinder ab dem vierten Lebensjahr können in einer so genannten Ball- und Bewegungsschule mitmachen. Das finde ich toll, denn so können Kinder schon in frühem Alter in den Sport einsteigen und Spaß am Ball, an der Bewegung und am Spiel finden.

Bei Turnieren oder in Tenniscamps in den Ferien lernt man immer wieder neue Leute kennen, spielerisch und unkompliziert. Da auch ich schon seit einigen Jahren trainiere, habe ich besonders eines gelernt: Am Ende des Spiels gibt man sich die Hand und sagt: „Schön gespielt“, egal ob man gewonnen oder verloren hat. Man muss auch das Verlieren lernen. Durch das Spiel werden Konzentration und Koordination gefördert.

Man kann den Tennissport mit Freunden oder mit der Familie betreiben, und es macht mir vor allem im Sommer draußen Spaß.

Daphne Vriesman, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Freundschaft – Nicht in Worte zu fassen

Freundschaft ist etwas, was jeden Menschen auf unserer Welt auf die eine oder andere Art beschäftigt. Den einen mehr, den anderen vielleicht weniger.

Doch wenn man etwas genauer hinschaut, sieht man, dass wirkliche Beziehungen im Leben immer und für jeden etwas Besonderes und Einzigartiges sind.

Freunde sind dafür da, dass man immer einen Rückhalt hat, dass man Probleme gemeinsam löst und dass man einander vertraut. Es hängt von der jeweiligen Beziehung und den daran beteiligten Menschen ab, wie sich eine Freundschaft entwickelt und dann in der Realität umgesetzt wird. Freundschaft kann sich überall hin entwickeln, zum Beispiel in Liebe aber auch in Hass.

Wirkliche Freundschaften entstehen durch gemeinsame Erfahrungen, gemeinsame Ebenen, Erlebnisse, die ähnlich sind oder waren. Ähnliche Sichtweisen, ähnliche Gefühle. Eine ähnliche Art, mit der Welt umzugehen, und durch dieses gewisse Etwas, das man nicht wirklich in Worte fassen kann.

Freunde sind mit das Wichtigste in unserem Leben, da sie einen immer wieder auffangen, wenn man gefallen ist.

Andriana Stathoulidis und Madeline H., Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Theater – Vorhang auf!

„Doch eh ein Mensch vermag zu sagen: schaut! Schlingt ihn die Finsternis hinab: So schnell verdunkelt sich des Glückes Schein! “ – Nur schwere Kost von Shakespeare? Auf keinen Fall.

Das „Theater im Fluss“ in Kleve ist seit 1993 ein Wallfahrtsort für jeden kreativen Geist. Egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, jeder kann in die fantasievolle Welt des Theaters als Zuschauer oder Akteur eintauchen.

Harald Kleinecke und Yvonne Campbell Körner sorgen für die Förderung der Schauspieler in den verschiedensten Bereichen, unter anderem bieten sie Projekte an Schulen, eine Ferienwoche auf dem Wolfsberg und generationsüberschreitende Kurse an.

Bereits um die 60 Theaterproduktionen sind in dem Theater an der Ackerstraße in mühevoller Kleinarbeit entwickelt worden und erschienen. So wurde oft der Schauspieler zum Regisseur und dieser zum Maskenbildner. An der Ackerstraße kann jeder seiner Inspiration freien Lauf lassen und seine soziale Kompetenz erweitern.

Das „Theater im Fluss“ ist eines der wenigen privaten Theater in Kleve und sollte deshalb unterstützt und gefördert werden.

Júlia Kühne Escolà und Sophie Becker, Kleve, Freiherr-von-Stein-Gymnasium

Lokales – Vandalismus im Kreis Kleve

Spielplätze, Parks und andere öffentliche Plätze in Kleve werden immer mehr verwüstet. Doch was ist der Grund?

Natürlich sind die Jugendlichen am meisten schuld daran, doch auch Erwachsene schmeißen ihren Müll auf den Boden. Oft vorkommende Saufgelage und andere „Treffen“ sorgen für die vielen Glasscherben und für den Plastik- und Papiermüll. „Man hat Angst, seine Kinder in den Sandkasten zu lassen, weil man befürchtet, sie könnten sich an den vielen Glasscherben verletzen“, sagt eine Mutter.

Doch nicht nur Müll macht diese Plätze so schlecht, sondern auch, dass einige Jugendliche Klettergerüste und Rutschen und sonstige andere Geräte demolieren und abbrennen. Dies könnte man verhindern, wenn die Menschen sich an die Polizei wenden würden, denn die Beamten können nicht zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort sein.

Es ist wichtig, dass Spielplätze sicher und sauber sind und nicht verdreckt. Vor allem für die kleinen Kinder. Durch schöne Spielplätze und Parks hätten die Kinder auch mehr Lust, nach draußen zu gehen, anstatt vor dem Fernseher zu hängen.

Wladimir Nikulin, Kleve, Freiherr-von-Stein-Gymnasium

Sport – Judo – richtig fallen lernen

Klatsch. Wenn hier geworfen wird, schwingt der Boden ziemlich und es kann recht laut werden.

„Das ist ganz normal hier. Der Boden ist extra ein Schwingboden, und die Matten fangen den Fall ja auch auf“, erklärt einer der Judotrainer gelassen, „Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, denn auch Falltechniken kann man lernen.“

Auch er trägt, wie alle anderen, einen Anzug, der aus einer Hose und einer Jacke besteht. Ein farbiger Gürtel dient dazu, die Jacke zu halten. Diese Anzüge sind entweder blau oder weiß.

Judo ist ein alter, japanischer Kampfsport, der mittlerweile auch in anderen Ländern vertreten ist. In dem Training heute wird für die Prüfung geübt, das heißt, man bereitet sich auf den nächsten so genannten Kyu vor.

Kyus sind die einzelnen Grade; jeder Grad hat eine eigene Gürtelfarbe oder eine Mischung zweier Farben. Von diesen Graden gibt es insgesamt neun Stück. Es wird mit dem neunten Kyu begonnen, und dann wird runtergezählt bis zum ersten. Man beginnt mit weiß und kann sich bis schwarz hocharbeiten.

Die Kinder in dieser Gruppe haben Gürtelfarben von weiß über gelb bis orange. Es sind nur Mädchen, aber das ist keineswegs normal. Die meisten Gruppen sind gemischt, es sind mehr Jungen als Mädchen, die an diesem Sport teilhaben wollen. Sprüche wie „Es ist blöd, wenn man das einzige Mädchen unter Jungen ist“ oder „Ich möchte nicht mit einem Jungen üben“ bekam man dann oft zu hören. Aus diesem Grund wurde beschlossen, eine reine Mädchengruppe zu gründen. Diese Idee wurde mit großem Interesse angenommen.

Trainiert wird eine Stunde. Nach dem „Angrüßen“ beginnt man mit einem kleinen Aufwärmspiel oder läuft sich warm, bevor man mit der Fallschule anfängt. Danach werden Würfe und manchmal auch Haltegriffe geübt. Am Ende werden Randoris (Übungskämpfe) gemacht, bei denen man das Gelernte anwenden soll. Am Schluss wird „Abgegrüßt“.

Es gibt Gruppen für Kinder, für Erwachsene und auch für geistig oder körperlich behinderte Menschen. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich, je länger man diesen Sport betreibt. Auch wird er angepasst, ein Kind etwa lernt anders als ein Erwachsener, aber die zu erlernenden Würfe sind trotzdem die selben. Judo ist also ein Sport, den an sich jeder ausüben kann, der möchte. Er ist für jeden geeignet. Man übt ihn die meiste Zeit zusammen aus und nur selten gegeneinander. Auch kommt es nicht allzu sehr auf Kraft an, sondern vor allem auf Technik.

Lena Sweers, Kleve, Freiherr-von-Stein-Gymnasium

Ausflug – Mit der Draisine unterwegs

Im Frühjahr 2008 wurde die Draisinenstrecke von Kleve über Kranenburg bis zum niederländischen Groesbeek eröffnet. Erleben Sie spannende Tage mit der Grenzland-Draisine. Egal, ob für Faule oder Aktive, die beiden unterschiedlich langen Strecken bieten Spaß für Jedermann.

„Die Ausgiebige“ führt vom Klever Spoykanal bis zum Kranenburger Bahnhof und wieder zurück. Selbstverständlich können Sie ihre Fahrt auch in Kranenburg beginnen. Dabei ist eine Strecke gut zehn Kilometer lang.

Die Strecke „die Grenzenlose“ führt Sie von Kranenburg über die niederländische Grenze bis nach Groesbeek. Hier können Sie natürlich auch in den Niederlanden beginnen. Die rund fünfeinhalb Kilometer lange Strecke führt durch die wunderschöne, niederrheinische Landschaft.

Unter dem Motto „bewegen-erleben-entdecken“ können Sie die frische Luft genießen und sich mit bis zu 13 Personen unterhalten. Ob Sie nur mit der Familie oder mit einer ganzen Truppe Spaß haben wollen, auf der Fahrrad-Draisine (zwei bis vier Personen) und der Club-Draisine (neun bis 14 Personen) ist Platz für alle.

Um Voranmeldung wird gebeten. Die Draisinenstrecke ist vom 26. März bis zum 31. Oktober geöffnet. Von montags bis donnerstags kostet es zehn Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt, von freitags bis sonntags und an Feiertagen zwölf Euro pro Person. Kinder, die unter zwei Jahre alt sind, dürfen kostenlos fahren. 50 Prozent Nachlass bekommen alle Drei- bis 14-Jährigen.

Karina Lamers, Kleve, Freiherr-von-Stein-Gymnasium

Politik – Was macht eigentlich der Zoll?

Der Zoll ist etwas, was uns ständig umgibt. Aber trotzdem wissen viele nicht, was er eigentlich macht. Dieser Beitrag soll ihnen nun Aufschluss über den Zoll geben.

Zunächst ist der Zoll dafür zuständig, den grenzüberschreitenden Warenverkehr zu kontrollieren. Außerdem ist er für die Erhebung der Zölle zuständig und muss die Einfuhrumsatzsteuer einziehen. Bei der Einfuhrumsatzsteuer handelt es sich um eine zusätzliche Steuer, wovon alle Einreisende aus Drittländern (Ländern die nicht zur EU gehören) betroffen sind, sofern sie Waren aus dem Land besitzen. Dafür muss der Zoll sämtliche grenzüberschreitenden Waren darauf überprüfen, ob die Waren einem Verbot oder Einschränkungen unterliegen. Dazu kommt noch die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und die Berechnung und Ehrhebung der Einfuhrabgaben.

Die Zollverwaltung ist grob in drei Stufen gegliedert: das Bundesfinanzministerium, die Bundesfinanzdirektion und die Zollämter. Zu den Zollämtern gehören die Hauptzollämter, die Zollämter und die Zollfahndungsämter. Die Abfertigungszollstellen der Bundeszollverwaltung gliedern sich in Grenz- und Binnenzollämter. Bei den Grenzzollämtern werden verschiedene Bereiche räumlich abgetrennt. So gibt es einen Raum für die Wareneinfuhr, für die Warenausfuhr und für den Reiseverkehr.

Bei der Waren- bzw. Warenausfuhr wird geprüft, ob die Waren Verboten oder Beschränkungen unterliegen. Bei dem Reiseverkehr ist zu beachten, dass jeder Reisende mit dem Zoll in Berührung kommt. Das Beispiel Flughafen dient nun dazu, das Thema Reiseverkehr zu erklären. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Waren als alle beweglichen Gegenstände gelten, also Schmuck oder auch Kleidung. Als Reisender müsste man nun für jede Ware, die mitgeführt wird, eine Zollanmeldung machen, also alle Waren mit ihren Merkmalen und Umständen auflisten und überprüfen lassen.

Um diesen Vorgang zu beschleunigen, gibt es am Flughafen einen roten und einen grünen Ausgang. Nachdem Einreisende ihr Gepäck zurückbekommen haben, können sie nun zwischen einem grünen und einem roten Ausgang wählen. Wenn sie jetzt durch den grünen Ausgang gehen sollten, ist das eine konkludente Zollanmeldung. Das heißt, man hat seine Willenserklärung gegeben, keine unversteuerte oder verbotene Ware mit sich zu führen.

Das gleiche gilt für den roten Ausgang, nur dass sie dieses Mal sagen, dass sie Ware mit sich führen, die Verboten und/oder Beschränkungen unterliegen. Reisende dürfen den grünen Ausgang nur benutzen, wenn sie nur Waren mit sich führen, die einfuhrabgabenfrei sind, keinen Verboten und/oder Beschränkungen unterliegen und keine Formalitäten nach dem Außenwirtschaftsrecht unterliegen. Ansonsten MÜSSEN die Einreisenden den roten Ausgang benutzen.

Falls Sie nun noch mehr über den Zoll herausfinden möchten, können Sie die Internetseite www.zoll.de besuchen.

Nils Friedrich, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Umwelt – Katastrophe im Golf von Mexico

Mitte der 16. Kalenderwoche fing eine Bohrinsel Feuer, explodierte und sank. Das Öl verbreitete sich auf der Meeresoberfläche.

70 Kilometer entfernt von der Küste im Golf von Mexico explodierte eine Ölbohrinsel und sank zwei Tage später. An der Stelle, wo sie Öl abpumpte, trat bereits sehr viel aus und wird zum Verhängnis für die Tierwelt. Wenn sich die Vögel auf der an der Oberfläche gebildeten Ölschicht niederlassen, verkleben ihre Flügel und sie können nicht mehr fortfliegen. Sie sterben.

Es wurden bereits Räumungsarbeiten gestartet und mit Sperren verhindert, dass sich das Öl weiter ausbreitet. Falls das Öl sich aber doch auf die Küste bewegt, besteht eine große Gefahr für Garnelen und Muschelbänke. Die Küstenwache steht bereit, um schnell einzugreifen. Außerdem werden elf Arbeiter weiterhin vermisst, die seit der Explosion verschwunden sind.

Sebastian Duif, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Erste Hilfe an Schulen – Fangen, Fallen, Notarzt

„Hier, ich steh frei!“ „Du bist dran mit fangen!“ So hört man häufig in der großen Pause auf dem Schulhof. Fußball oder Fangen. Beides macht Spaß und lenkt vom Unterricht ab. Dabei kann es auch mal vorkommen, dass man sich Schürfwunden und Prellungen holt. Aber auch komplizierte Brüche sind nicht ausgeschlossen.

So erging es auch Fabian S. (11 Jahre) vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, der beim Fangen in der Pause hinfiel. Mit starken Schmerzen am Arm ging er zum Sanitätsraum, wo ihm schnell geholfen wurde. Clara R. (16 Jahre), eine ausgebildete Ersthelferin, diagnostizierte den Arm als gebrochen und rief sofort den Krankenwagen, der kurz darauf mit Notarzt kam. Solange blieb sie bei Fabian und betreute ihn.

Immer wieder kommt es vor, dass Schüler mit Schürfwunden, Schwellungen, blutenden Wunden oder Prellungen zum Sanitätsraum kommen und die Hilfe der Ersthelfer in Anspruch nehmen. Deshalb bildet der Lehrer Herr Ingensand des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in regelmäßigen Abständen Schüler in einer Sanitäts-AG zu Ersthelfern aus. Am Ende der AG gibt es eine Prüfung, in der theoretische Fragen zu beantworten sind und durch Fallbeispiele die Praxiskenntnisse überprüft werden.

Herr Ingensand hat eine San-A-Ausbildung zum Sanitäter und darf daher auch Schüler ausbilden. Das ganze findet in der Freizeit statt und ist freiwillig. Bei Bedarf können auch bereits ausgebildete Sanitäter zur Auffrischung teilnehmen.

Die ausgebildeten Sanitäter verpflichten sich ein Jahr zum Erste-Hilfe-Dienst am Freiherr-vom-Stein-Gymnaium. Sie sitzen abwechselnd in den Pausen im „Sani-Raum“, um bei Bedarf verletzte Schüler zu versorgen.

Während des Unterrichts hat immer ein Ersthelfer das „Sani-Handy“ dabei, um das Sekretariat oder Herrn Ingensand zu informieren, falls etwas passiert. Im Notfall kann so auch der Krankenwagen gerufen werden. Auch bei Schulveranstaltungen wie den Bundesjugendspielen sind die Ersthelfer aktiv.

Schulsanitätsdienste kann es nur geben, wenn es mindestens einen Lehrer an der Schule gibt, der im Sanitätswesen geschult ist und in seiner Freizeit dazu bereit ist, den Schulsanitätsdienst zu organisieren und die Schüler dafür auszubilden. Leider gibt es nur wenige Schulen, die einen Schulsanitätsdienst haben. In Kleve sind das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und die Realschule Kleve die einzigen weiterführenden Schulen, in denen Ersthelfer ehrenamtlich tätig sind. „Dabei ist der Schulsanitätsdienst nicht nur sinnvoll und lehrreich, sondern macht auch viel Spaß“, erzählt Nathalie L. (14), Ersthelferin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums.

Christin Jansen, Kleve, Freiherr-von-Stein-Gymnasium

Au Pair in den USA – Lebe deinen Traum

„Lebe deinen Traum“: Dieser Satz hat eine besondere Bedeutung für mich.

Mein Traum ist es, ein Au-Pair-Jahr in den USA zu machen. Ein spannendes Abenteuer, ein Jahr lang ohne meine Familie und Freunde, meine Kultur und mein gewohntes Heim zu leben.

Doch es ist sicherlich eine aufregende Herausforderung, die einige Vorteile mit sich bringt. Ich bekomme zum Beispiel bessere Englischkenntnisse, werde selbstständiger, unabhängiger und verantwortungsbewusster.

Es gibt viele Organisationen, die auch vor Ort sind und an die man sich wenden kann, wenn es Probleme gibt. Ich könnte sogar meine Gastfamilie wechseln, wenn ich mich dort nicht wohl fühle. Außerdem bin ich sehr neugierig auf die Lebensweise in den USA und auf die Menschen. Sind die Amerikaner wirklich so locker und offen? Oder ist das freundliche „Nice to meet you“ doch nur Fassade? Dieses und noch viel mehr möchte ich herausfinden.

Ich stelle mir vor, dass die Menschen dort anders sind als wir Deutschen. Und das macht sie für mich gerade so interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass sie verrückter sind. Sie haben zum Teil eine andere Ansicht von Dingen als wir, und manchmal denken sie nicht viel darüber nach, sondern ziehen eine Sache einfach spontan durch. Was dabei herauskommt, sieht man erst hinterher: Entweder es ist gut oder nicht. Letztendlich zählt die Freude am Ausprobieren.

Dann freue ich mich sehr auf die Arbeit mit den Kindern in meiner Gastfamilie. Wenn ihre Eltern zur Arbeit gehen, passe ich auf sie auf. Kochen, Putzen, Waschen, Spielen, Unterhalten – all das gehört dazu. Ich werde den ganzen Tag auf sie aufpassen und mit ihnen Spaß haben, mich um sie kümmern und sie kennen lernen. Es gibt nicht Schöneres als das Lächeln eines Kindes, denn Kinder meinen es Ernst und täuschen nichts vor. Ich mag Kinder und daher nehme ich an, dass mir das Au-Pair-Jahr gefallen wird.

Außerdem habe ich schon von einigen Bekannten gehört, die auch ein Auslandsjahr absolviert haben und mit guten Eindrücken und positiven Erfahrungen zurückgekehrt sind. Das gibt mir Mut und Zuversicht! Ich hoffe, dass ich die Kultur kennenlerne, neue Freunde finde und viel Spaß mit den Kindern, mit denen ich meinen Alltag verbringen werde, haben werde! Außerdem werde ich lernen, mich Herausforderungen zu stellen, Schwierigkeiten zu überwinden und mit Problemen umzugehen. Vielleicht verändere ich mich durch mein Au-Pair-Jahr und bin danach ein neuer Mensch, der toleranter, flexibler und offener ist.

Ich freue mich auf das Jahr in den USA und versuche, meinen Traum zu leben!

Claudia Verholen, Geldern, Friedrich-Spee-Gymnasium