Ehrenamt – Ohne Sie rollt kein Ball

In Deutschland sind 23 Millionen Menschen über 14 Jahren ehrenamtlich tätig. Dabei stehen oft die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes oder anderer Hilfsorganisationen im Blickpunkt. Oft werden die unzähligen Mitarbeiter in den Vereinen übergangen.

Der DFB (Deutscher Fußball-Bund) ist mit fast 26.000 Vereinen und mehr als sechseinhalb Millionen Mitgliedern der größte Einzelsportverband der Welt. In den knapp 180.000 Mannschaften sind größtenteils auch ehrenamtliche Mitarbeiter aktiv. Sie fungieren in der Regel als Mannschafttrainer, Mannschaftbetreuer oder auch als Jugendleiter. Wir führten ein Interview mit dem Mannschafttrainer einer Jugendmannschaft vom SV Siegfried Materborn, Frank W.

Seit wie vielen Jahren sind Sie im Ehrenamt des Fußballtrainers tätig?

Frank W.: „Ich bin seit sieben Jahren als Fußballtrainer tätig und habe davor auch elf Jahre aktiv Fußball in Kalkar gespielt.“

„Wie sind Sie zu diesem Hobby gekommen?“

Frank W.: „Ich hatte schon immer eine besondere Bindung zum Fußball. Außerdem spielt mein Sohn seit einigen Jahren selbst Fußball.“

„Wären Sie auch zu diesem Amt gekommen, wenn Ihr Sohn nicht angefangen hätte, Fußball zu spielen?“

Frank W.: „Nein, wahrscheinlich nicht, denn ohne meinen Sohn würde mir die Bindung zu Siegfried Materborn fehlen und ich wäre nicht auf die Idee gekommen Fußballtrainer zu werden. Vielleicht hätte ich eine ehrenamtliche Tätigkeit in Kalkar im Fußball angenommen.“

„Wie viel Zeit in der Woche benötigen Sie, um diesen Job auszuführen?“

Frank W.: „Also, mit meiner Mannschaft trainiere ich drei Stunden in der Woche. Dazu kommen Trainingsvorbereitungen, welche etwa eineinhalb Stunden dauern. Zudem kommt fast jede Woche ein Spiel, dass mit Anfahrt und Vorbereitungen drei bis vier Stunden in Anspruch nimmt. Durch andere Tätigkeiten im Verein, kommt noch einmal eine Stunde pro Woche hinzu. Somit sind dass in der Woche in der Regel acht Stunden.“

„Was motiviert Sie, eine Jugendmannschaft zu trainieren?“

Frank W.: „Wie gesagt, Fußball war schon immer meine Leidenschaft. Meiner Meinung nach übernehmen einfach zu wenige Leute soziale Verantwortung. Aber vor allem geht es mir darum, den Jugendlichen Erfahrungen und Werte weiterzugeben. Für mich geht es bei diesem Job nicht nur darum den Jugendlichen das Fußballspielen beizubringen, sondern auch, ihnen soziale Aspekte wie Pünktlichkeit, Fairness, Zuverlässigkeit und Teamgeist zu vermitteln.

„Bekommen Sie für diesen Job eigentlich Geld?“

Frank W.: „Wie in allen Ehrenämtern natürlich nicht. Und dies will ich auch gar nicht, da ich fürchte, ansonsten davon abhängig zu werden.

„Wir danken ihnen für das Interview!“

Jakob Skiba und Julian Seeber, Kleve, Freiherr-von-Stein-Gymnasium

Mode – Wie wichtig sind Klamotten?

„Hey! Wie geht’s? Was ist mit deiner Hose passiert? Müssen die Löcher so sein?“

„Hey! Ja, das muss so! Die Hose habe ich neu, ist jetzt der neueste Trend!“

„Ach so. Cool, sieht gut aus.“

So unterhalten sich zwei Mädchen morgens vor der Schule. Das Thema Trends und Mode ist heutzutage unter Jugendlichen weit verbreitet. Viele wollen den Trends folgen und geben in ganz Deutschland für Kleidung 211,4 Millionen Euro aus.

Da nicht jeder dieses Geld aufbringen kann oder es nicht für Klamotten ausgeben will, entstehen manchmal auch Streitereien und Eifersucht. In einer Umfrage haben wir erfahren, dass vielen Jugendlichen Mode sehr wichtig ist. Die meisten sagten jedoch, dass ihnen Charakter und andere Eigenschaften wichtiger sind als immer im Trend zu sein. Nur einer Person war es gar nicht wichtig, sich modisch zu kleiden.

Die Umfrage zeigte uns, dass zwar viele Jungen und Mädchen auf ihr Aussehen achten, doch dass anderes eine größere Rolle im Leben spielt.

Anne Ditges und Lisa Syberg, Rees, Realschule der Stadt Rees

Tradition – Freizeit am 1. Mai

Strahlend blauer Himmel, Fahrradtouren und Picknick: So sah bei den meisten Leuten der 1. Mai aus. Doch was, wenn das Wetter nicht mitspielt? Dann doch lieber gemütlich zuhause mit der Familie Kuchen essen? Viele ließen sich nicht abschrecken und machten eine Fahrradtour oder gingen zum „Tanz in den Mai“.

Durch eine Umfrage haben wir erfahren, dass die meisten Jugendlichen etwas mit ihren Freunden unternommen haben. Sie machten Fahrradtouren, Partys oder hatten noch nichts geplant, da sie bislang nicht wussten, was es mit dem 1. Mai auf sich hat.

Bei den Erwachsenen sag es ein wenig anders aus. Sie gingen zum „Tanz in den Mai“ oder genossen den freien Tag zuhause mit der Familie oder Freunden.

Nicht nur in Deutschland wird der 1. Mai – auch Maifeiertag, Kampftag oder „Tag der Arbeit“ genannt – gefeiert, sondern auch in Österreich, Italien, Spanien, Türkei, Polen und vielen anderen Ländern.

Stefanie Hüls und Lys Braam, Rees, Realschule der Stadt Rees

Statistik – Jugendliche und Drogen

Am 05.11.2009 berichtete die Deutsche Presse-Agentur, dass die Zahl der Drogentoten in Europa, ca. 8000 pro Jahr, zum Vorjahr relativ gleich geblieben ist. 1,6 Prozent der 15- bis 34-jährigen Deutschen nimmt Kokain, und der europäische Durchschnitt liegt bei 2,2 Prozent. In den EU-Angaben steht, dass es ein starkes Ost-West-Gefälle gibt. Also, so wie in Osteuropa fast kein Kokain verwendet wird, ist der Gebrauch in den westeuropäischen Ländern (Großbritannien, Italien) sehr hoch.

Man sieht, der Drogenkonsum von Jugendlichen war und ist immer noch ein großes Problem. In den vergangen Jahren rauchten, tranken und kifften die Jugendlichen mehr als jetzt, aber es heißt nicht, dass das Problem nicht mehr existiert. In der Hälfte der Fälle konsumieren die Jugendlichen die Drogen wegen des Stresses. Die Schule macht Stress, weil die Eltern immer bessere Noten erwarten. Die Kinder, die sie nicht enttäuschen wollen, experimentieren immer mehr mit Drogen. Aber das ist nicht der einzige Grund für den Drogenkonsum von den Jugendlichen, die meisten Kinder werden von der Umwelt, z.B. von ihren Freunden beeinflusst. Zum Glück sind nicht alle so beeinflussbar, aber leider mindestens die Hälfte der Kinder. Solche Kinder haben oft sehr wenig Selbstvertrauen und wenig Glauben in ihre eigenen Möglichkeiten. Andere Gründe sind auch Neugier, eigene Dummheit oder der Wunsch nach Unabhängigkeit. Wir sollen immer probieren, solchen Kindern zu helfen.

Magdalena Zajac und Michela Siciliano Iengo, Kleve, Städt. Realschule Kleve

Szene – Kunst oder „Schmiererei“ ?

Immer mehr öffentliche Gebäude, Unterführungen und Fassaden werden von Sprayern „beschmiert“. Für viele Leute ist dies „ein Dorn im Auge“, sie sehen es als Umweltverschmutzung an.

Am häufigsten werden abgelegene Stromkästen oder Unterführungen, meist in der Nacht, besprüht. Viele Sprayer haben sicherlich ein großes künstlerisches Talent in sich, doch die meisten wollen einfach nur Schaden anrichten.

Oft ist die Rede davon, dass die Spraydosen teurer werden sollen, damit die Sprayer deutlich mehr Geld für diese ausgeben müssen. Jedoch ist dies ein großer Nachteil für die Leute, die die Farbe wirklich für ihre Arbeit oder sonstiges benötigen.

Wie könnte man also erreichen, dass weniger Gegenstände „beschmiert“ werden?

Eine Alternative wäre, dass man den Preis der Dosen wirklich erhöht und dieser erhöhte Geldbetrag in einen „großen Topf“ fließt. Aus diesem „Topf“, könnten dann die Beseitigung der Schäden bezahlt werden, die an öffentlichen Gebäuden angerichtet werden.

Als zweites gibt es die Alternative, dass man etwas abseits der Stadt eine Fläche zur Verfügung stellt, wo man zum Beispiel ein paar Wände freigeben könnte, die die Sprayer „künstlerisch“ gestalten können.

Alexa Steffans, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Fußball – Bayern mal wieder im Finale

Am 22. Mai findet in Madrid das Finale der UEFA Champions League statt. Dort treffen der FC Bayern München und Inter Mailand aufeinander, die sich durch gute Leistungen in den Spielen zuvor dort hingespielt haben, wo sie jetzt stehen – im Finale!

In der Vorrunde der CL kam Bayern als zweiter weiter. Sie taten sich zunächst schwer gegen Juventus Turin und Girondins Bordeaux. Doch als es ums Weiterkommen ging, siegte Bayern souverän mit 4:1 in Turin und setzte sich damit durch: Achtelfinale.

Dort wartete der AC Florenz auf die Bayern. Zu Hause gewann der FCB mit 2:1 durch ein „Last-minute-Tor“ in der 90. Minute. In Florenz konnten sich die Italiener mit 3:2 durchsetzen, doch da Bayern mehr Auswärtstore erzielte, standen sie im Viertelfinale.

Doch dann der Schock! Sie mussten ran gegen Manchester United! Zuerst daheim und anschließend auswärts. Im Hinspiel in der Allianz-Arena fing alles ganz schlecht an. Schon nach zwei Minuten stand es 1:0 für ManU, doch durch gute Leistungen erkämpfte sich der FCB ein 1:1 durch ein Freistoßtor durch Ribéry und schossen sogar noch das 2:1 in der letzten Minute durch Olic! Doch weiter waren sie noch lange nicht, denn man wusste, dass ManU im Rückspiel ein 1:0 reicht, um weiterzukommen.

Auch im Rückspiel stand es nach wenigen Sekunden 1:0 für Manchester, Bayern tat nichts und lag nach 41 Minuten bereits 3:0 zurück. Damit brauchten die Münchener zwei Tore um weiterzukommen, durften aber keins mehr kassieren. Zwei Minuten nach dem 3:0 schoss allerdings erneut Olic ein Tor – und Hoffnung kam auf! Nur noch 3:1. Wenn Bayern noch ein Tor schießen würde, ständen sie im Halbfinale. ManU stand unter Druck. In der zweiten Halbzeit flog Da Silva, Verteidiger von den Engländern, durch eine gelb-rote Karte vom Platz. Also hieß es Elf gegen Zehn. Bayern spielte sogar besser und ManU verteidigte nur noch.

In der 74. Minute klingelte es endlich zum 3:2 und Bayern stand zu dem Zeitpunkt im Halbfinale. Das Tor erzielte Arjen Robben mit einem Traumtor – ein Volleyschuss präzise neben den Pfosten. Keine Chance für Edwin van der Saar. Der FCB hielt dieses Ergebnis und schmiss völlig unerwartet den großen Favoriten aus dem Rennen.

Halbfinale: Bayern traf auf Olympique Lyon. Dieser Gegner war zwar schlagbar, aber nicht zu unterschätzen. Doch durch nur ein Tor, erneut erzielt durch Robben, gewann Bayern das Hinspiel mit 1:0 daheim. Allerdings gab es ein paar unschöne Szenen in diesem Spiel: Ribéry sah Rot nach einem groben Foul und ist vorraussichtlich für das Finale gesperrt, wenn sie es denn erreichen würden.

Auch Toulalan von Lyon sah Gelb-Rot durch wiederholtes Foulspiel. Das Rückspiel endete verdient 3:0 für die Münchener.

Damit stand Bayern nach neun Jahren endlich mal wieder im Finale der UEFA Champions League.

Pfingsten treffen sie dann in Madrid auf Inter Mailand, welche auch einen Verlust zu beklagen haben: Motta ist aufgrund einer Tätlichkeit Rot-gesperrt und Sneijder ist verletzt, vorraussichtlich wird auch er nicht spielen.

David Stutz, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Umwelt – Aschewoke über Europa

Mitte März ist auf Island der Vulkan Eyjafjallajökull ausgebrochen. Es war ein sehr heftiger Ausbruch über mehrere Tage. Durch den Ausbruch entstand eine riesige Aschewolke, die sich in Richtung Deutschland bewegte. Nach nur wenigen Tagen befand sie sich über dem größten Teil Europas.

Die Folge: Der Flugverkehr in fast ganz Europa wurde lahmgelegt, da man vermutete, dass kleine Aschepartikel die Treibstoffzufuhr der Flugzeuge stoppen könnten. Deshalb wollte man auch kein Risiko eingehen. Der letzte deutsche Flughafen, der den Flugverkehr aufgab, war München, da dieser am weitesten im Süden lag und die Wolke aus dem Norden kam. Der Flughafen Düsseldorf bekam ein paar Umleitungen aus Amsterdam, die hinterher mit Sichtflügen unter 10.000 Fuß überführt wurden. Dies unternahmen auch einige andere Fluglinien, die an fremden Flughäfen festsaßen.

Nach einigen Tagen, an denen immer noch nichts am Himmel ging, unternahm die holländische Airline KLM einen Testflug von Amsterdam nach Düsseldorf und zurück auf Reiseflughöhe. Nach dem Flug wurde am Flugzeug nach Schäden gesucht, doch es wurden keine gefunden. So langsam stellte sich die Frage, ob das Flugverbot überhaupt notwendig ist.

In fremden Ländern saßen Touristen fest, die an Flughäfen übernachteten oder sich wieder ins Hotel begeben mussten. Ihnen gingen langsam das Geld und die Geduld aus. Als das Flugverbot endlich etwas aufgelockert wurde, schickten Air Berlin und Lufthansa ein paar ihrer Flugzeuge los, um Touristen abzuholen. Allerdings auch nur mit Sichtflug.

Schließlich durfte wieder geflogen werden, zuerst nur per Sichtflug, doch hinterher auch wieder normal. Die Erleichterung war deutlich zu spüren. Alles lief wieder ganz normal. Doch auf einmal gab es ein paar Zwischenfälle: Eine Condor brach den Flug von Frankfurt aus ab, angeblich wegen Bränden in der Kabine. Und auch ein weiteres Flugzeug meldete Probleme. Aber das Flugverbot wurde nicht erneut erteilt, allerdings ein paar Wochen später war der komplette Luftraum in Irland erneut gesperrt, doch mittlerweile geht auch dort wieder alles.

Da kann mal sehen, was ein einzelner Vulkan alles ausrichten kann!

Er allein hat von Island aus ganz Europa eingeschränkt, man kann nur hoffen, dass so etwas vorerst nicht noch einmal passiert!

Der Vulkanausbruch hat außerdem mein Hobby eingeschränkt, da ich „planespotter“ bin und eigentlich zum Flughafen gefahren wäre, um Flieger zu beobachten und zu fotografieren. Es war schon eine komische Situation, da ich so etwas noch nicht erlebt habe. Doch ich habe keinerlei Angst empfunden.

David Stutz und Patrick Buschak, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Musik – „Silbermond“ in Bestform

Sie begannen 1998 als „Exakt“, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Als „Silbermond“ stürmen Stefanie Kloß, Johannes Stolle, Thomas Stolle und Andreas Nowak heute die Charts.

Anfang 2009 kam ihr drittes Album, „Nichts Passiert,“ mit Songs wie „Irgendwas bleibt“, „Ich bereue nichts“ oder „Krieger des Lichts“ auf den Markt. Die gleichnamige Tour begann am im Mai 2009 in der AWD-Hall in Hannover.

Einen Monat lang tourten „Silbermond“ durch 17 verschiedene Städte und gaben 19 Konzerte. Die Fans kamen in großen Scharen. In Köln waren es sogar so viele, dass die Band zwei Zusatzkonzerte geben musste. Die Hallen waren meist ganz gefüllt. Die Silbermondfans konnten sich Andenken mit dem Logo der Band kaufen, wie T-Shirts, Poster oder Tassen.

Die Konzerte begannen mit einer Vorband. Bei jedem Konzert gab es eine andere. „Silbermond“ wollte jungen Nachwuchsbands die Chance geben, auch mal vor einem riesigen Publikum zu spielen. Während der Pause, die zwischen dem Auftritt der Vorband und dem Start von „Silbermond“ entstand, wurde die Bühne umgebaut. Die Instrumente der Vorband wurden hinter die Bühne getragen, während die Instrumente von „Silbermond“ auf der Bühne aufgebaut wurden. Das hieß für die Fans warten und auf den Moment hinfiebern, auf den sie solange gewartet hatten. Endlich ihre Lieblingsband hautnah erleben!

Für viele Fans war es das erste Mal, dass sie „Silbermond“ live sehen konnten. Einige waren aber auch schon ein zweites oder drittes Mal Gast auf einer „Silbermond“-Tour. Nach ungefähr 20 Minuten Pause fing das von allen Fans herbeigesehnte Erlebnis an. „Silbermond“, angeführt von Frontfrau Steffi, betraten die Bühne. Rund zwei Stunden spielten sie Lieder wie „Das Beste“, „Irgendwas Bleibt“ oder „Durch die Nacht“. Auch die Fans wurden bei der Show mit eingebunden. Steffi wählte einige Fans aus, die bei Songs wie „Tanz aus der Reihe“ oder „Wenn die Anderen“ mit ihr die Bühne rocken durften. Auch das so genannte Crowd-Surfing wurde nicht ausgelassen. Die Frontfrau ließ sich auf den Händen der Fans einmal bis zum hinteren Ende der Halle und wieder zurück tragen. Und damit die Zuschauer in den letzten Reihen nicht nur kurz ihren Rücken betrachten konnten, kam sie zwischendurch zusammen mit Thomas und einer Gitarre zu ihnen nach hinten und sang dort Hits wie „Symphonie“.

Die Fans beschrieben die Konzerte nach deren Ende als „unbeschreiblich toll“, „super geil“ oder „einfach wunderbar!“ Die Tour wurde im Winter 2009 weitergeführt und auch im Sommer 2010 wird es Konzerte auf Openair-Bühnen geben. Die Band „Silbermond“ wird noch lange kein Ende finden und das ist laut Aussage der Fans in ganz Deutschland auch wirklich gut so!

Annika Honnef, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Stammbaum – Eine Familie auf Spurensuche

„An alle Träger des Namens KLINGSPOR: Zur Vorbereitung eines Familientages der Familie Klingspor, die seit dem 15. Jahrhundert ihren Sitz nachweisbar im Siegerland hat, bitten wir alle Träger des Namens und ihre direkten Nachkommen um Angabe ihrer Adressen an C. Klingspor, Siegen, Waldstraße 13a.“

So lautete die Suchanzeige, die am 30. Januar 1956 in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und am 6. Februar 1956 in „Die Welt“ erschien. Diese Anzeige half, einige Leute mit dem Namen Klingspor in unterschiedlichsten Schreibweisen (z.B Klingenspor, Klingsporn) ausfindig zu machen, so dass der erste Familientag vom 25. bis zum 26. August 1956 in Siegen im Haus der Siegerländer Wirtschaft stattfand.

Am Abend des 26. August 1956 wurde der Familienverband samt Familienrat gegründet. Herr Dr. Walter Klingspor wurde zum Familienältesten erklärt.

Zweck des Familienverbandes war die Unterstützung von „in engsten Verhältnissen lebenden Familienmitgliedern“, die weitere Familienforschung über das Jahr 1420 rückwärts, das Organisieren von regelmäßigen Familientreffen und der Verkauf der Familienchronik an Interessierte.

Der Familienrat besteht seit 1997 aus: Vorsitzende/r, stellvertretende/r Vorsitzende/r, Schriftleitung in Personalunion, Schatzmeister (Kassenwart), Archivar und drei Beisitzer.

Die Familienmitglieder sind auf der ganzen Welt verteilt. Sie leben in Deutschland, Australien, England, Schweden, USA, Dänemark, Niederlande, Polen, Frankreich und Österreich. Die Familie besitzt eine Chronik, ein eigenes Familienwappen, einen Siegelring und eine eigene Schrift namens Wilhelm Klingspor Gotisch.

Außerdem gab es anfangs Rundschreiben und heute eine Familienzeitung, die jährlich erscheint. Diese verwendet heute zum Teil noch die Wilhelm Klingspor Gotisch-Schrift. 2010 erscheint die 40. Ausgabe. Die Familientreffen finden alle zwei bis drei Jahre statt. Bei jedem Treffen wird Touristisches, Kulturelles und Familiäres angeboten. Es gibt aber auch einen offiziellen Teil: die Mitgliederversammlung.

Dieses Jahr findet das Familientreffen vom 11. bis 13. Juni in Kaub am oberen Mittelrhein statt. Die Mitglieder werden in dem Gästehaus „Elsenburg“ untergebracht sein. Unter anderem ist ein Besuch der berühmten Loreley und des Blüchermuseums geplant.

Natürlich sind noch längst nicht alle Familienmitglieder gefunden, deshalb gilt der Aufruf von 1956, sich bei der Familie Klingspor zu melden, wenn man genau so heißt oder wenn man einen ähnlich geschriebenen Nachnamen besitzt, auch heute noch. Melden kann man sich bei Horst.Klingspor@t-online.de

Leonie Klewinghaus, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Fernsehen – Dreharbeiten – Ein hartes Stück Arbeit

Die Firma Tokee, die für VOX die Sendung „Ab ins Beet“ dreht, filmt das Ehepaar Petra und Ralf bereits seit vier Jahren dabei, wie diese immer neue Projekte in ihrem Garten umsetzen. VOX sucht immer wieder neue Teilnehmer für die Sendung.

Wie die beiden zu diesem „Job“ gekommen sind? Ralfs Arbeitskollege, der neben den Mustergärten arbeitete, empfahl ihn und seine Frau als Teilnehmer der Sendung. VOX war einverstanden und schickte zuerst einmal zwei Kameraleute in den Garten, um Probeaufnahmen zu machen. Kurze Zeit später erschienen Petra und Ralf mit ihrem Projekt „Ruinen“ das erste Mal im Fernsehen und waren in den nächsten vier Jahren immer mal wieder im dort zu sehen.

So hatten sie weitere Projekte: den Turm, das Schwimmbecken und den Senk- garten. Petra und Ralf erklären, dass man irgendwann kaum mehr merkt, dass man gefilmt wird. Allerdings finden sie es teilweise ärgerlich, dass gewisse wichtige Szenen fehlen. Der Sender beziehungsweise die Drehfirma schneidet viele Szenen, so dass einige besonders anstrengende Szenen nicht ausgestrahlt werden.

Die Leute vom Film geben eigentlich keine Anweisungen, es gibt nur Wünsche, zum Beispiel nach Dialogen oder bestimmten Handlungen. Es fällt auch auf, dass besonders jüngere Kameraleute alles filmen. Wenn allerdings der Chef kommt, dann wird meistens nur das Material aufgenommen, das im Nachhinein wirklich gebraucht wird.

Das sind dann vielleicht zehn oder 20 Minuten. Der Drehtag dauert aber trotzdem zwei bis drei Stunden. Es kann sein, dass aus zehn Drehtagen nur fünfzehn Minuten Sendezeit werden. Das ist auch der Grund, warum Petra und Ralf für ihr Objekt Labyrinth nur zwei Folgen bekommen haben.

Das läuft aber bei den anderen Teilnehmern der Sendung nicht unbedingt anders. Allerdings reagiert VOX sehr empfindlich auf Probleme. In der letzten Staffel sperrte das Gocher Bauamt die Scheune von Petra und Ralf, daraufhin wurden die Dreharbeiten zunächst beendet.

Aber auch bei Regen oder anderen schlechten Umständen werden Dreharbeiten abgesagt. Das hat allerdings auch etwas mit dem Wert der Geräte zu tun, denn eine Schulterkamera, mit der gefilmt wird, kostet um die 90.000 Euro. Das ist zu teuer, um das Gerät Regen oder schlechtem Wetter auszusetzen.

Hinsichtlich der Fans der Gartenliebhaber gibt es große Unterschiede. So stehen bei dem aus Bochum stammenden Claus C. die Fans vor der Gartenanlage und schauen bei den Arbeiten zu. Bei Petra und Ralf oder beispielsweise Detlef S. aus Moers fahren immer wieder Gruppen von Leuten vorbei, um Fotos zu machen oder den Garten zu besichtigen.

Leas Burian und Marc Schmitz, Goch, Gymnasium der Stadt Goch