Das Weseler Tierheim – Ein Herz für Vierbeiner

Wir stehen vor dem Tierheim Wesel. Von außen sieht man nicht, dass es ein Tierheim ist, sondern nur das Schild mit der Aufschrift „Förderkreis, Tierheim Wesel“ weist uns darauf hin. Man hört kein Geräusch, kein Gebell, auch keine Stimmen. Erwartungsvoll betreten wir das Tierheim.

Erst jetzt kann man leise Geräusche wahrnehmen. Ein „Miau“ hallt aus dem Büro. Nach kurzem Warten tritt ein Mann mit einem Katzenkorb aus dem Büro. Zufrieden verlässt er das Tierheim. Das ist nur eine von vielen Katzen, die ein neues Zuhause gefunden haben. Eine lächelnde Frau kommt auf uns zu und fragt, was wir möchten. Noch etwas unwohl in unserer „Reporterrolle“ sagen wir, dass wir an einem Zeitungsprojekt teilnehmen und gerne etwas über das Tierheim erfahren würden.

Erst scheint sie überrascht, doch dann führt sie uns zu der Tierheimleiterin, Gabi Wettläufer, die uns höflich empfängt und uns einen Platz auf der Terrasse anbietet. Begeistert erzählt sie uns von den tierischen Bewohnern. „Neben Hund, Katze und Kleintieren leben hier auch Affen und ein Schwein.“ Als sie das Schwein erwähnt, tauschen wir einen neugierigen Blick und erfahren dann: Eine Familie hatte sich ein Minischwein zugelegt, was sich später aufgrund seiner Größe als Hängebauchschwein entpuppte. So wurde es ins Tierheim gebracht, wo fleißig nach einem Zuhause mit Artgenossen gesucht wurde. Als es gefunden war, verstand sich das Schwein jedoch nicht mit seinesgleichen. Das Tierheim nahm es wieder auf und pflegt es bis heute. Da hat es Schwein gehabt!

Schon als wir auf die Terrasse geführt wurden, ist uns aufgefallen, dass etwas im Tierheim umgebaut wird. „Allerdings. Momentan werden die morschen Zwinger der Hunde ausgebessert, neue Katzenhäuser gebaut, und das Quarantänehaus wird umgebaut.“

Uns interessiert, wie es ist in einem Tierheim zu arbeiten. Gabi Wettläufer schaut uns ernst an: „Es ist keine Arbeit. Für uns ist es unser Leben und die Tiere gehören dazu. Wenn es einem Tier mal schlecht geht, bleibt man, um sich zu kümmern.“

Anschließend führt sie uns durch das Tierheim. In den verschiedenen Außengehegen sehen wir Hasen hoppeln und Katzen schleichen. Außerdem können wir den Geruch von Futter, Einstreu bzw. Heu ausmachen. Vor einem der Außengehege werden wir gewarnt. Dort wohnt ein Affe, der auf einem Kletterbäume sitzt. Wenn man ihm zu nahe kommt, kann einem durchaus etwas abhanden kommen. Also machen wir einen Bogen um den Affen.

In einer Hundehütte, die mit Stroh gepolstert ist, hat es sich das Hängebauchschwein gemütlich gemacht. Wenig später betreten wir das Quarantänehaus, in dem ein paar Hasen untergebracht sind. Sie ruhen sich in ihren Einzelkäfigen aus. Im nächsten Raum befinden sich Hundezwinger, in denen sich um diese Zeit nur wenige Hunde befinden. Pfleger gehen mit ihnen spazieren.

Im Vorratsraum begutachten wir die Menge an Futter und Einstreu. Im Katzenhaus werden wir von den Katzen begrüßt. Sie sind sehr zutraulich. Wir verlassen das Tierheim mit vielen neuen Eindrücken.

Sarah Fork, Rees, Gymnasium Aspel

Motorsport – Die Anfänge der Formel 1

In der Nachkriegszeit wurden erste Rennen 1945 im Pariser Park Bois de Boulogne ausgetragen. Allerdings waren diese nicht mit „großen Namen“ besetzt, da viele berühmte Fahrer im Krieg umgekommen waren.

Als dann 1950 die Rennserie Formel 1 gegründet wurde, konnten sich die großen Automobilhersteller auf der Strecke messen. Die 1950er wurden von drei Autobauern dominiert: Ferrari war mit vier Titeln der beste Rennstall, es folgten Alfa Romeo und Mercedes mit jeweils zwei Titeln. Der beste Fahrer seinerzeit war Juan Manuel Fangio mit fünf Fahrertiteln. Er saß für alle drei Top-Teams hinterm Steuer und gewann bei allen drei mindestens einen Titel.

Die Rennboliden waren allerdings noch auf dem Stand der 1920er Jahre. Im Krieg wurden so gut wie alle Entwicklungen für den Motorsport eingestellt, da man die Techniker und Ingenieure für die Waffenindustrie im Zweiten Weltkrieg benötigte. So kamen die aerodynamischen Vorteile erst in den 1960er Jahren zur Geltung.

Maurice Pecha, Dinslaken, Real.i.g.-Heinem.-Schulzentrum

Tanzsport – „Esperanza“: Hoffnung für den TSV Kastell Dinslaken

Der Jazz- und Modern Dance-Tanzsport in Dinslaken erfuhr in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufschwung. Großen Anteil hieran hat der TSV Kastell Dinslaken mit seiner aus der Ukraine stammenden Trainerin Ljalja Horn-Ivanisenko, die in den vergangenen Jahren überregional erfolgreiche Formationen mit klangvollen Namen wie „Madley“, „Wave“ und „Glissard“ hervorgebracht hat.

Mit der Nachwuchsformation „Esperanza“ (span. Hoffnung) hat die erfahrene Trainerin und Choreografin seit 2009 (erste Teilnahme an Deutschen Jugendmeisterschaften) wieder ein Spitzenteam geformt. Die Tänzerinnen – zwölf Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren – haben trotz ihres noch jungen Alters bereits große Erfahrung im Turniersport sammeln können, viele von ihnen tanzen bereits seit ihrem vierten Lebensjahr und werden, neben dem JMD-Training, auch im Ballett ausgebildet.

Im anspruchsvollen Jazz- und Modern Dance-Turniersport, der nach den vier Sparten Präsentationsfähigkeit, Musikalität, Technik und Choreografie beurteilt wird, ist „Esperanza“ schon seit 2006 auf Wettkämpfen unterwegs. Ihre größten Erfolge sammelten die Mädchen mit dem Sieg in der landesweiten Kinderliga 2007 (bis 12 Jahre), der Bronzemedaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2010 (bis 15 Jahre) sowie dem dritten Platz bei der Norddeutschen Jugendmeisterschaft 2011 und dem sechsten Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft 2011.

Durch das Überschreiten der Altersgrenze der meisten Tänzerinnen startet“Esperanza 2012″ in der Verbandsliga I der Hauptklasse. Dort hat die Formation mit ihrer aktuellen Choreografie „Our work is never over“ nahtlos an ihre Erfolgsserie im Jugendbereich angeknüpft und liegt nach den ersten beiden Wettkämpfen auf dem ersten Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Oberliga des JMD im Bereich des TNW (Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen) berechtigt.

Sollte es „Esperanza“ in den nächsten Jahren weiterhin gelingen, ihr Potential auszuschöpfen, besteht durchaus Hoffnung, dass die Formation nach „Madley“ als zweite Mannschaft des TSV Kastell Dinslaken einmal in der 1. JMD-Bundesliga tanzen wird.

Marina Pennings, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Ein Gerät für alles – Ein Leben ohne Handy

Rund zwei Drittel der Deutschen können sich ein Leben ohne Handy schon gar nicht mehr vorstellen. Es gehört für sie zum Leben wie die Butter auf das Brot. Aber wieso ist es für uns denn inzwischen so wichtig geworden?

Das Handy oder Smartphone gehört inzwischen zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand. Sogar schon sechs jährige Kinder besitzen ein mobiles Telefon. Urlaubsfotos werden nicht mehr mit der Kamera gemacht, sondern mit dem Smartphone, dessen Kamera schon mindestens genauso gut ist. Verabredungen werden per SMS ausgemacht und man ist immer erreichbar.

Man hat das Internet immer in der Tasche und mit den vielen APPs hat jeder Smartphone-Besitzer immer etwas zu tun. Vor 15 Jahren ist man doch auch ohne Handy ausgekommen und man hat trotzdem Fotos machen können und zu Verabredungen war man auch immer pünktlich. Man verschickte Postkarten oder wenn man mal etwas längeres schreiben wollte, sendete man Briefe.

Diese Art der Verständigung hatte jedoch auch Nachteile. Die Termine konnten nur schlecht verschoben werden und sich kurzfristig zu verabreden, wenn man im Auto war und keine Telefonzelle in der Nähe war, war auch schwierig.

Zwar ist das Handy wichtig, doch heutzutage kann man mit Handys viel mehr machen als nur zu telefonieren oder Verabredungen per SMS zu vereinbaren.

Jeder Dritte geht mit seinem Handy ins Internet und ruft seine E-Mails ab, so eine repräsentative Umfrage des Aris-Instituts in Hamburg. Außerdem wird Musik gehört und Spiele werden gespielt.

Für Jugendliche ist das Handy aber immer noch am wichtigsten. Selbst, wenn sie nebeneinander sitzen, werden nur SMS geschrieben, und es wird kein Wort mehr gesprochen. Am Tag werden dann bis zu 200 kurze Mitteilungen geschrieben. Das Handy wird von ihnen dann noch als MP3 Player, Computer und Spielsammlung genutzt.

Doch nicht allen Jugendlichen ist das Handy so wichtig geworden. „Mir ist mein Handy nicht so wichtig, nur wenn es wegkommen würde, wäre es nicht so schön. Ein halbes Jahr würde ich ohne mein Handy auskommen. Ich nehme es ja nicht mal in die Schule mit“, so die 11- jährige Veronicque C.

Alles in allem kann man also sagen, dass das Handy schon wichtig für die heutige Gesellschaft ist. Jedoch ist die Technik von Handys schon so weit fortgeschritten, dass es nicht mehr nur zum Telefonieren und SMS schreiben genutzt werden kann.

Anne-Marie Ossig, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Die Zahl der Cannabiskonsumenten steigt stark – Die unterschätzte Droge

In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Cannabiskonsumenten um 70 Prozent. Der Anteil der 18 bis 29-Jährigen erhöhte sich um 170 Prozent. Noch stärker stieg jedoch der Anteil der Abhängigen, die sich an Beratungsstellen und Organisationen wendeten. Der Wert erhöhte sich um sagenhafte 750 Prozent.

Wenn heute ein Berater in einem Gespräch erzählt bekommt, dass der Jugendliche, der ihm gegenüber sitzt, Konflikte mit seinen Eltern hat, wird er oft schnell hellhörig, wenn er gleichzeitig vom Cannabis-Konsum seines Gegenübers erfährt. Endlich hat das Hilfesystem bemerkt, dass Cannabis ein ernsthaftes Problem vieler Jugendlicher und junger Erwachsener ist. Früher litten die Jugendlichen unter den gleichen Problemen der Droge, nur hatte es keiner bemerkt.

Dass der Cannabis-Konsum deutlich zugenommen hat, ist schwer zu übersehen. Warum das so ist, darüber rätseln die Fachleute noch. Es gibt viele Theorien, doch noch keine gilt als bewiesen. Eine interessante Theorie ist, dass es an der lockeren Reaktion der Eltern liegt. Da die Droge oft verharmlost wird, sehen viele Eltern die Probleme ihrer kiffenden Kinder nicht. Es könnte aber auch daran liegen, dass Cannabis bei den Jugendlichen genauso akzeptiert wird wie Zigaretten.

Die Droge hat das Image einer angenehmen, harmlosen Substanz angenommen und gilt bei den unwissenden, jungen Menschen als ungefährlich. Außerdem sagen Experten, dass viele Jugendliche zum Joint greifen, um in der Clique ein höheres Ansehen zu bekommen. Wer kifft, gilt als cooler, als derjenige der „nur“ gewöhnliche Zigaretten raucht.

Bei den meisten Konsumenten führt Cannabis zwar nicht zu einer Sucht, doch etwa zehn Prozent geraten in eine Abhängigkeit der Droge. Die meisten der Süchtigen konsumieren fast jeden Tag und rauchen fast zehnmal täglich. Ihr ganzer Alltag spielt sich im Rausch ab. Die Folge sind starke Entwicklungstörungen. Eine weitere, häufige Begleiterscheinung bei intensivem Konsum ist das Entstehen einer hochgefährlichen Psychose.

Hierfür ist ein neu entdecktes Gen die Ursache. Wer dieses Gen in sich trägt und Cannabis-Konsument ist, muss höchstwahrscheinlich damit rechnen, eine riskante Psychose zu entwickeln.

Eine andere bekannte Theorie ist, dass die Jugendlichen unter persönlichen Problemen wie Alltagsstress, zu hohen Erwartungen und familiären Konflikten leiden. Hinzu kommt der Faktor, dass den Jugendlichen in der heutigen Zeit mehr Geld zur Verfügung steht, als den Generationen vor ihnen. Denn Cannabis-Konsum bedeutet Kosten. Wer kiffen will, muss auch über das nötige Geld verfügen. Das ist wohl eine der interessantesten Theorien.

Eine der plausibelsten Antworten ist, dass die Jugendlichen kiffen, weil sie von ihrem Alltagsproblem abgelenkt werden wollen und nicht, weil ihre Probleme immer größer werden, wie viele annehmen.

Das ist das gleiche wie bei gewöhnlichen Zigaretten. Außerdem ist bewiesen, dass wohlhabendere Jugendliche öfter zur Zigarette greifen, als andere.

Johanna Stein, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Medien – Zeitungen – ein aussterbendes Medium?

Zeitungen waren bis vor zehn Jahren ein sehr beliebtes Medium. In den vergangenen Jahren sind die Verkaufszahlen der Tageszeitungen jedoch gesunken.

Dies liegt daran, dass viele Menschen keine Printmedien mehr lesen oder kaufen (Printmedien nennt man auf Papier gedruckte Zeitungen und Zeitschriften). Heute werden oft die kostenlosen Online-Ausgaben der Nachrichtenredaktionen gelesen.

Bei aller Euphorie über die so genannten neuen Medien und den Informationsfluss auf der Datenautobahn darf nicht vergessen werden, dass die Tageszeitung noch immer das wichtigste Medium zur Informationsbeschaffung ist. Doch die klassische Tageszeitung und das Internet wachsen bei den Online-Angeboten der Zeitungen immer mehr zusammen, und schon heute finden wir die meisten der Tageszeitungen auch im Internet.

Das Internet ist aber nicht der einzige Grund für die sinkende Nachfrage. Immer weniger Menschen sind dazu fähig, eine Zeitung zu lesen, weil ihnen die Bildung fehlt. Auch ist das Lesen und Blättern einer Zeitung vielen Menschen zu anstrengend. Die Faszination des bewegten Bildes tritt immer mehr in den Vordergrund. Der Markt für kostenpflichtige Online-Ausgaben ist so gering, dass dieser kaum genutzt wird.

Um die sinkende Nachfrage nach Zeitungen auszugleichen, erhöhen die großen Verlage meist den Preis. Die kleineren hingegen senken die Preise, um die Nachfrage zu steigern. Heute kostet die Herstellung der Printmedien mehr, als der Verkaufserlös bringt. Den Gewinn machen sie über die Werbeeinnahmen.

Nicht nur in Deutschland ist dieser starke Rückgang zu beobachten. Auch in anderen Ländern ist dies so, etwa in den USA. Dort ist die Nachfrage nach Tageszeitungen bis zu 17 Prozent im Jahr 2008 gesunken. Die New York Times machte jedoch trotz der Nachfrageeinbrüche durch erhöhte Preise 6,7 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr. In den USA haben viele Anbieter der Online-Ausgaben schon angekündigt, ihre Informationen kostenpflichtig zu machen. Dies bedeutet, dass bald nicht mehr alle Informationen kostenlos über das Internet zu bekommen sind. Vielleicht gibt es in ein paar Jahren nur noch wenige Zeitungen, aber dafür sehr viele Online-Ausgaben.

Marvin Hannoschäck, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Konkurrenzkampf wegen G8 – Zu wenig Studienplätze in NRW?

Im kommenden Jahr legen die Abiturienten des Gymnasiums im GHZ letztmalig ihr Abitur nach 13 Schuljahren ab, zusammen mit dem ersten Jahrgang, der seine Schulzeit schon nach 12 Jahren beendet. Mit dem Einschulungsjahr 2005 wurde nämlich G8 eingeführt, was bedeutet, dass die Schüler und Schülerinnen ab dem Jahr 2013 ihre Schulzeit auf dem Gymnasium nach 12 Jahren abschließen werden.

Bei einer Befragung betroffener Schüler gaben diese an, dass G8 den Vorteil habe, durch die Schulzeitverkürzung früher ins Berufsleben eintreten zu können. Ernsthaft nachteilig seien jedoch nicht nur der höhere Lerndruck und die geringere Freizeit, sondern auch das Problem, dass sich die doppelte Anzahl von Studienbewerbern um die vorhandenen Studienplätze bemühen wird.

Studenten in Bundesländern, die bereits in den vergangenen Jahren in Doppeljahrgängen an die Hochschulen drängten, sind im hohen Maße verärgert. Die Universitäten sind überfüllt, und es kommt nicht nur in den Hörsälen und in der Verwaltung zu Engpässen. Auch die Wohnungssuche am Studienort wird zur schwer zu lösenden Aufgabe.

„Ich werde erst einmal ein Auslandsjahr machen“, erklärt Nathalie Roth, die im kommenden Frühjahr ihr Abitur machen wird. Damit wählt sie eine von vielen Möglichkeiten, das Problem zu umgehen. Andere Abiturienten gehen zum Freiwilligendienst, wieder andere studieren im Ausland oder versuchen in einem Bundesland unterzukommen, in dem G8 noch nicht eingeführt worden ist.

Bis zum Jahr 2015 werden bundesweit geschätzte 275000 zusätzliche Studienanfänger an die Hochschulen drängen. Man kann der nordrheinwestfälischen Landesregierung nur wünschen, dass sie ihr Ziel erreicht, bis zum Jahr 2015 rund 90000 neue Studienplätze zu schaffen.

Hannah Fricke, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Die Dohle – Dem Vogel des Jahres gefällt es am Niederrhein

Am 14. Oktober 2011 beschlossen der Nabu (Naturschutzbund Deutschland e.V.) und der LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.), die Dohle zum „Vogel des Jahres 2012“ zu küren.

Denn der lernfreudige Rabenvogel mit dem silber-schwarzen Gefieder lebt schon Jahrhunderte bei uns Menschen in den Städten und Dörfern. Leider hat sie inzwischen mehr Probleme als Lösungen. So ist nach einer Schätzung des Nabu die Anzahl der Paare in Deutschland auf 100.000 gesunken und in mehreren Bundesländern steht sie entweder auf der Vorwarn- oder sogar auf der Roten Liste.

Auch am Niederrhein ist das Zurückgehen der Dohlen bemerkt worden. Jedoch sind immer noch genügend vorhanden. Zwischen 6000 und 7000 Pärchen ziehen hier jedes Jahr ihre Jungen groß. Allein in Nordrhein-Westfalen leben mehr als die Hälfte aller Dohlenpaare in Deutschland.

Der Grund für die große Verbreitung, wo doch zum Beispiel in Baden-Württemberg die Dohle so selten anzutreffen ist, erklärt Daniel Doer, Naturschutzreferent beim Nabu, mit den milden Wintern, den vielen Nistmöglichkeiten in alten Gebäuden und dem grünen Umland.

Ferner glauben viele, dass die große Population mit den Rheinwiesen zu tun hat. „Dort gibt es sehr viele alte Bäume“, erklärt Elisabeth Eickelkamp, eine Vogelfreundin, die schon einmal Dohlen in ihrem alten Nussbaum zu Gast hatte, ihre Vermutung in einem Interview.

Weil anderenorts die Verbreitung manchmal bis zu 80 Prozent eingebrochen ist, soll in dem Dohlenjahr viel passieren. Vor allem sollen die Leute informiert und die Probleme der Dohle beseitigt werden. Hauptsächlich sind dies die Wohnungsnot und der Nahrungsmangel.

Dohlen sind zu 90 Prozent Gebäudebrüter, sie nutzen Mauerlöcher und Spalten von Steinbrüchen, Kirchtürmen und höheren Gebäuden. Solche gibt es aber immer weniger. Viele Gebäude werden renoviert oder abgerissen und Kirchen zur Taubenabwehr vergittert.

Doch auch alte Bäume und verlassene Schwarzspechthöhlen nutzen Dohlen gerne. So sollten im Park nicht übervorsichtig alte Bäume gefällt und im Wald Altholzbestände ebenfalls geschützt werden.

Doch hat die Dohle, auch bekannt als „des Pastors schwarze Taube“, einen Ort zum Kinderaufziehen gefunden, fängt die große Nahrungssuche an, die immer wieder erschwert wird.

Dohlen sind Allesfresser, sie bevorzugen aber vor allem Würmer, Schnecken und Insekten. Diese fanden sie früher in der Landwirtschaft wobei sie den Bauern gut geholfen haben. Heute benutzen viele Pestizide und auch Flächenversieglungen und Monokulturen tragen zu dem Nahrungsverlust der Dohlen bei.

Außerdem soll der schlechte Ruf der Dohle beseitigt werden. Statt Sturmvorboten sind die Vögel mit den silber-blau-grünen Augen sehr intelligent, was schon den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz faszinierte. Zudem leben die verschiedenen Paare ihr Leben lang zusammen und versorgen ihren Nachwuchs besonders liebevoll und fürsorglich. „Wir sind jetzt zunehmend verantwortlich für diese Vogelart“, meint Markus Nipkow vom Nabu.

Antonia Bachhofen, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Eine Biographie, die es in sich hat – Ein wahrer Krimi

„We are brothers, Dieter, we have to stay close, don’t let the system come between us” (Wir sind Brüder, Dieter, wir müssen zusammenhalten, lass nicht zu, dass das System sich zwischen uns drängt).

Das ist das Erste, was Dieter Wiesner in seinem Buch „Michael Jackson – Die wahre Geschichte“ (336 Seiten, Heyne Verlag, ab 22,99€) von seinem Freund Michael zitiert.

Bereits nach diesem Satz wird klar, dass diese Biographie sehr persönlich, tiefgründig und vor allem ehrlich geschrieben ist. Doch hat man sich erstmal in die Materie eingelesen, kann man zwischenzeitlich schon mal vergessen, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt, denn diese Geschichte entwickelt sich immer weiter zu einem Krimi, dem es jedoch auch nicht an Humor, Spannung und mitreißender Traurigkeit fehlt.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der es gen Ende leider hauptsächlich bergab geht und die abrupt endet, genau wie das Leben des weltberühmten Popsängers. Dieses wird ab seiner Begegnung mit seinem Freund und späteren Managers Dieter Wiesner von diesem liebevoll beschrieben.

Dieses Buch bietet einen ungeschminkten Einblick hinter die Kulissen in das Privatleben Michael Jacksons, der in Wahrheit noch so viel mehr war, als nur der „King of Pop“ – ein Mensch wie wir alle, dem oft Unrecht getan wurde!

Mira Mauritz, Dinslaken, Real.i.g.-Heinem.-Schulzentrum

Gesundheit – Fit durch gesunde Ernährung

Barbara Stöckl ist staatlich geprüfte Diätassistentin. Die 46-Jährige ist freiberuflich tätig, arbeitet aber eng mit einer großen gesetzlichen Krankenkasse zusammen.

Immer häufiger kommen Anfragen von Kindergärten und Tagesstätten sowie Grundschulen für eine Beratung über gesunde Ernährung bei Kindern. Fehlernährung bei Kindern ist momentan ein sehr aktuelles Thema.

Gesunde Ernährung fängt damit an, sich mit Lebensmittel auszukennen und zu wissen, wie man sie zubereitet.

„Das Problem“, sagt Frau Stöckl , „fängt nicht bei den Kindern an“. Als Erstes müssten die Eltern ihr Essverhalten überdenken. Viele können auch gar nicht mehr kochen.

Das Essverhalten der Kinder sei gar nicht so schlecht, dass stelle sie immer wieder fest. Sie bräuchten nur die richtige Anleitung. Dazu bietet Frau Stöckl verschiedene Konzepte und Kochkurse an.

Unter dem Motto „Fit in den Tag“ und „Iss bunt und gesund“ war sie in verschiedenen Institutionen unterwegs.

Wenn Frau Stöckl mit einem Obst- und Gemüsekorb ins Klassenzimmer kommt, sind die Jungen und Mädchen mit Freude dabei, wenn Obstsalat oder verschiedene Sticks mit leckeren Soßen zubereitet werden. Rezepte gibt es gratis mit nach Hause.

„Ich bin immer wieder erstaunt, wie es den Kindern schmeckt“, freut sich Barbara Stöckl über den Erfolg ihrer Mission. Frau Stöckl berät nicht nur über gesunde Kost bei Kindern, sondern leitet auch Kurse für Erwachsene zur Gewichtsreduzierung. Ihr erfolgreicher Kurs „Fit und schlank“ ist eine Kombination aus Ernährungsumstellung und Bewegung. Wer ein paar Kilo zuviel auf die Waage bringt, ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Weitere Auskünfte gibt es bei Ihrer Krankenkasse.

Ann-Kathrin Stäckl, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum