Die 8d des KDGs interviewt Stipendiaten – „Ich wollte den Faust auf Deutsch lesen können“

In Deutschland leben viele junge Menschen mit Migrationshintergrund. Sie wollen in der Bundesrepublik leben und arbeiten, haben aber oft finanzielle Schwierigkeiten, um eine Ausbildung an der Schule oder Universität zu bezahlen.

Denn ihre Familien mussten zum Beispiel aus Kriegsgebieten flüchten oder sind aus armen Ländern zugewandert. Nur acht Prozent der Studierenden in Deutschland sind aus dem Ausland hierher eingewandert.

Ein Germanistik-Student aus Casablanca (Marokko) berichtet über sein Stipendium. „Ich war beim Studentenwerk, weil ich nicht mehr wusste, wie ich mein Studium finanzieren sollte. Meine Eltern haben mir zu Anfang geholfen. Aber der Wechselkurs ist so schlecht, dass ein relativ hoher Betrag in Marokko hier nur noch ein paar Cent wert ist. Beim Studentenwerk haben sie mich dann hierher geschickt“, so Abduul.

Er findet, dass die Unterschiede zwischen einer deutschen und einer marokkanischen Universität sehr groß sind und er lange gebraucht hat, sich hier zurecht zu finden. Abduul ist zu Herrn Rohrbach in die Sprechstunde eingeladen worden. Er hatte ganz schön Angst, viele Fragen und wusste nicht genau, was ihn erwartete.

Es besteht natürlich eine sehr große Schwierigkeit sich in einem Land orientieren zu können. Auf einer Seite die Sprache, somit auch das Leben und auf der anderen Seite die Kultur und das ganze Drumherum. Abduul habe in Marokko den „Faust“ gelesen, auf Arabisch, und den habe er unbedingt auf Deutsch lesen können wollen, um ihn richtig zu begreifen. Deshalb habe er angefangen, Germanistik zu studieren, erinnert sich der Marokkaner an die vorherigen Jahre.

„Ich habe die erste beiden Jahre Hilfe von Freunden und Bekannten bekommen. Aber irgendwann war Schluss. Und in den Ferien muss ich normalerweise Meisterkurse absolvieren, da kann ich dann auch nicht arbeiten. Das Dumme ist, dass Studenten, die nicht aus EG-Ländern kommen, in der Vorlesungszeit nicht arbeiten dürfen. Wir erhalten keine Arbeitserlaubnis. Nur in den Semesterferien dürfen wir jobben, aber es gibt so viele andere Studenten, die auch eine Stelle suchen. Also, ohne das Stipendium hätte ich hier nicht weiter studieren können. Das Studium hier hat mir wahnsinnig geholfen“, antwortet Abduul auf die Frage nach finanziellen Schwierigkeiten.

Was das Heimweh betrifft, hat er es so gut wie vergessen. Am Anfang ist es einem schon schwer gefallen, mit 20 Jahren seine Familie zu verlassen. Jemand der aus einer Familie mit neun Kindern kommt, hier kaum Kinder auf den Straßen sieht und kaum die Sonne, genau wie Abduul. „Deutschland ist für mich wie ein zweites Heimatland“, sagt Abduul zum Abschluss des Interviews.

Ferah Erdogan, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Wasserball – SV Bayer Uerdingen 08 sucht Nachwuchs

Kinder und Jugendliche können auf das abwechslungsreiche und qualifizierte Training des SV Bayer zurückgreifen. Der Wasserballsport wird Jungen und Mädchen in unterschiedlichen Altersgruppen von freundlichen und motivierten Jugendtrainer vermittelt.

Voraussetzungen: Man sollte Spaß am Schwimmen haben und gut mit anderen harmonieren, denn Wasserball ist ein klassischer Mannschaftssport. Außerdem sollte man geschickt im Umgang mit Bällen sein.

Allgemeines: Die Mädchen und Jungen spielen bis zur D-Jugend (zirka 12 bis 13 Jahre alte Kinder) zusammen. In der C-Jugend spielen Mädchen und Jungen dann getrennt, da die Unterschiede hinsichtlich der körperlichen Leistungsfähigkeit zu groß werden.

Ziel des Wasserballspielens ist es, sich körperlich fit zu halten, aber natürlich auch die erfolgreiche Teilnahme an Turnieren wie zum Beispiel die NRW-Meisterschaften.

Altersgruppen: Die Kinder und Jugendlichen spielen in verschiedenen Gruppen, wobei die A-Jugend die ältesten Kinder umfasst (17 bis 18 Jahre).

Die jüngsten Spieler sind in der E-Jugend (10 bis 11 Jahre) vertreten.

Jan Samson, Duisburg, Franz-Haniel-Gymnasium

Interview – Wenn Eltern beim Lernen begleiten

Bei einem Interview mit zwei Schülern wurden folgende Ergebnisse erzielt:

Frage: Sprichst du mit deinen Eltern über die Ereignisse in der Schule?

Marvin: Manchmal ja, aber wenn ich schlechte Noten habe, verheimliche ich es.

Frage: Glaubst du, deine Eltern könnten dir beim Lernen noch mehr helfen?

Jonas: Ja, sie könnten gewisse Themen nochmals mit mir durchsprechen.

Marvin: Nein, mein Vater hilft mir schon sehr viel und wenn wir noch mehr machen würden, würde es mich überfordern.

Frage: Bist du der Meinung, deine Eltern könnten dich beim Lernen noch mehr unterstützen?

Marvin: Sie unterstützen mich bereits, doch sie könnten in manchen Fächern noch mehr helfen.

Jonas: Nein, da sie schon genug helfen.

Frage: Sollte man sich von seinen Eltern oder von speziellen Nachhilfelehrern helfen lassen?

Marvin: Ich würde mir lieber von Nachhilfelehrern helfen lassen, da sie Dinge erklären können, mit denen sich meine Eltern nicht auskennen.

Janik Kähn, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Schüleraustausch in aller Welt – „Eine ganze Weile weg“

Immer mehr Schülerinnen und Schüler zieht es für ein Austauschjahr in andere Länder. Die meisten verbinden damit immer noch einen Aufenthalt in den USA. Dabei ist es seit Längerem möglich, in weitaus mehr Ländern einen Schüleraustausch zu machen.

Seine Englischkenntnisse kann man auch in Großbritannien, Kanada, Australien oder Neuseeland verbessern. Um Spanisch zu lernen, muss man nicht zwangsläufig nach Spanien fliegen. Genauso gut ist es möglich, nach Venezuela, Costa Rica oder Peru zu fahren.

Es besteht auch die Möglichkeit, eine völlig neue Sprache zu lernen, zum Beispiel Chinesisch, Thai, Estnisch oder Norwegisch.

Es gibt verschiedene Organisationen, die ein Austauschjahr ermöglichen. Neben privaten Anbietern gibt es zahlreiche gemeinnützige Organisationen, deren Ziel es ist, zur Völkerverständigung beizutragen.

Da ein Austauschjahr für Schüler nicht an den finanziellen Möglichkeiten einer Familie scheitern soll, gibt es zahlreiche Unternehmen, Stiftungen und Förderer, bei denen man sich um ein Stipendium bewerben kann.

Für die Jugendlichen ist es eine große Herausforderung für eine gewisse Zeit ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Sie müssen sich nicht nur auf eine neue Gastfamilie einlassen, in der es natürlich auch zu Problemen kommen kann, sondern sich auch auf unterschiedliche Schulsysteme und andere Sitten einstellen. Die 14- bis 17-jährigen Austauschschüler werden daher auf ihr Jahr in einer anderen Familie bzw. in einer anderen Kultur in Seminaren gründlich vorbereitet und auch im Gastland persönlich betreut.

Die Kosten für ein Austauschjahr sind recht unterschiedlich – in der Regel sind private Anbieter teurer als gemeinnützige Organisationen. Ein Jahr in Thailand kostet zirka 6350 Euro, ein Jahr in den USA etwa 8400 Euro, in Australien, Kanada und Neuseeland knapp 10.000 Euro. Hinzu kommen noch das Taschengeld und mögliche weitere Ausgaben wie zum Beispiel Schuluniform, Ausflüge usw.

Neben dem Erlernen einer Fremdsprache haben Austauschschüler die Möglichkeit, die Kultur und Lebensweise ihres Gastlandes intensiv kennen zu lernen. Ehemalige Austauschschüler berichten von „neuen Eindrücken, Begegnungen und Erfahrungen“, die sie nicht missen wollen und über „eines der besten Jahre“ ihres Lebens.

Clara Behr, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Buddy-Projekt – Neue Idee zur Familienstärkung

Vor vier Jahren kam Roman R. Rüdiger auf die Idee, das Buddy-Programm mit einem FamilY-Programm zu unterstützen.

Das Konzept wurde von 2010 bis 2013 von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und weiterer Hilfe entwickelt. Dabei wurde es immer wieder von den Entwicklern überarbeitet. Roman R. Rüdiger will damit die Familienverhältnisse zwischen Eltern und Kinder stärken.

Zudem bezweckt das Programm, dass Kinder durch die Hilfe der Eltern besser lernen können und somit einen höheren Bildungserfolg erzielen. Das FamilY-Programm konzentriert sich auf den Übergang von der Kita zu der Grundschule.

Auch die Eltern werden mit dem Programm gefördert. Sie lernen ihre Kinder zu beraten, zu betreuen und zu qualifizieren. Die wissenschaftliche Basis für das Konzept ist die Studie „Familie schafft Chancen“. Zur jetzigen Zeit wird das FamilY-Programm in drei Kommunen getestet, wo regelmäßig in Elterntreffgruppen die Eltern bei der Förderung ihrer Kinder unterstützt werden.

Pro Jahr werden zwölf Elterntreffen organisiert, deren Inhalt auch praktische Übungen umfasst. Die Ziele des Programms sind die Veränderung der Beziehungs- und Lernkultur, die Verbesserung des familiären Lernens, die Erhöhnung der Bildungschancen und die Stärkung der Chancengleichheit. Dazu sollen die Kinder mehr Spaß am Lernen haben und bessere Lernausgangsbedingungen erzielen.

Die Vorteile für die Familie durch das Programm sind, dass die familiäre Situation entspannter und das Handeln der Familie als Ganzes gestärkt wird. Den Eltern wird bewusst, dass sie Lernbegleiter der Kinder sind, und ihre Wahrnehmungs- und Beobachtungskompetenz sowie die Handlungsfähigkeit und die Überzeugung werden gestärkt.

Das FamilY-Programm wird durch Spenden aus ganz Deutschland finanziert, unter anderem von Vodafone und dem Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familien und der Jugend. Ab 2014 soll das FamilY-Programm auch bundesweit in Deutschland genutzt werden.

Jule Gundermann, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Gesellschaft – Wie Kinder ihre Zukunft sehen

Das Älterwerden ist bei allen Menschen ein großes Thema – bei Jugendlichen, aber auch schon bei Kindern im Kindergarten. Bei unserem Besuch im Kindergarten haben uns einige Kinder aus ihrem jetzigen Leben erzählt.

Es waren Geschichten von ihren Haustieren, Familien und Hobbys. Danach stellten wir ihnen ein paar Fragen zu ihrem späteren Leben. Die vier Vorschulkinder, Laura, Zoe, Fiona und Luisa, hatten so ziemlich die gleiche Vorstellung von ihrem späteren Leben. Ihre Vorfreude auf die Schulzeit sei sehr groß, da sie dort noch mehr Zeit mit ihren Freunden verbringen könnten. Sie wüssten auch jetzt schon, dass die Grundschule, aber natürlich auch die weiterführende Schule, eine wichtige Rolle für ihr späteres Leben spielen würde. Natürlich würden sie die, wie sie sagten, schöne Zeit im Kindergarten, die sie sehr genossen haben, und ihre Erzieher vermissen, aber sich auch auf alles, was danach komme, freuen.

Wir fragten sie, ob sie später denn Kinder haben und heiraten wollten. Die Antwort war eigentlich einstimmig. Sie wollten alle eine Familie gründen und zwei Kinder haben. Luisa wollte sogar vier Kinder haben, weil sie, wie sie sagte, schon jetzt kleine Kinder lieben würde. Aber sie hatte auch schon andere Vorstellungen von Dingen, die in ihrem späteren Leben eine wichtige Rolle spielen sollten. Zum Beispiel möchte sie später auf jeden Fall tanzen, schwimmen und reiten.

An den Aussagen der Kinder kann man erkennen, dass das frühe, gedankliche Vorbereiten auf das spätere Leben wichtig ist, um seine Ziele zu erreichen.

Jule Gundermann, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Zukunftsvisionen – „Ich möchte zwei Kinder“

Viele Kinder und Erwachsene denken über das Älterwerden nach. Weil aber auch schon immer jüngere Kinder über dieses Thema nachdenken, waren wir in einem Kindergarten und haben Vorschulkinder befragt.

Freust du dich auf die Zukunft, und worauf freust du dich?

Laura: Ja, auf die Schule natürlich.

Zoe: Ja, auch auf die Schule, aber nicht auf die Hausaufgaben.

Luisa: Ja, die Schule und vor allem auf neue Fächer wie Mathe und Lesen.

Fiona: Ja, ich freue mich auf die Schule.

Findest du denn auch etwas traurig?

Laura: Nein, ich freue mich nur.

Zoe: Ja, ich werde die Erzieher vom Kindergarten vermissen.

Luisa: Nein, eigentlich nichts, außer die Sache mit den Erziehern.

Fiona: Ich werde auch die Erzieher vermissen.

Hast du schon eine Idee, wie dein Leben später nach der Schule aussehen soll?

Laura: Ich möchte zwei Kinder.

Zoe: Ich will auch zwei Kinder, und zwar einen Jungen und ein Mädchen. Und ich will reiten.

Luisa: Ja, ich möchte vier Kinder, zwei Jungen und zwei Mädchen. Und ich möchte später reiten, schwimmen und tanzen.

Fiona: Ich will auch zwei Kinder, und ich will auch ein Pferd, aber ein großes.

Wollt ihr denn auch einen Mann?

Laura: Nein!

Zoe: Ja, der hilft beim Kinder erziehen.

Luisa: Ja!

Fiona: Ja, ich glaub schon.

Habt ihr es denn bis jetzt genossen, im Kindergarten zu sein?

Laura: Ja, ich habe es sehr genossen.

Zoe: Ja, im Moment denke ich schon.

Luisa: Ja, habe ich.

Fiona: Ja, aber ich freue mich auch auf das Älterwerden.

Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass die Kinder im Kindergarten zwar sehr ähnliche Antworten geben, aber schon mal über das Alter nachgedacht haben. Man kann erkennen, dass das Altern schon bei immer jüngeren Kindern eine Rolle spielt und wichtig ist.

Lina Müller, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Schulprobleme – Vodafone unterstützt Eltern

Das System einer Schule würde ohne einen wichtigen Faktor nicht funktionieren: die Eltern. Aber welche Möglichkeiten gibt es für Eltern, sich in der Schule zu engagieren und zu informieren?

Am Konrad-Duden-Gymnasium Wesel wurden dafür zahlreiche Möglichkeiten geschaffen. Neben halbjährlich stattfindenden Elternsprechtagen, bei denen Eltern von den jeweiligen Fachlehrern über die Leistung ihres Kindes informiert werden, gibt es regelmäßig stattfindende Elternabende, Informationsabende, Sprechstunden der Lehrer, bei denen sich die Erziehungsberechtigten gegebenenfalls anmelden können, und vieles mehr.

Aber wie ist es mit der Beteiligung zuhause? Werden Hausaufgaben noch regelmäßig kontrolliert? Wird für bevorstehende Arbeiten geübt? Dazu das Ergebnis einer Umfrage bei zwölf- bis 14-jährigen Schülern des Konrad-Duden-Gymnasiums Wesel:

Das doch eindeutige Meinungsbild zeigt uns, dass die Kinder am Anfang der Pubertät noch das Gefühl haben, dass sich ihre Eltern um sie kümmern. Das sogenannte FamilY-Projekt der Vodafone-Stiftung unterstützt ebenfalls das Mitwirken der Eltern. Mit einem speziell entwickelten Konzept unterstützt es Eltern dabei, ihren Kindern bei Problemen oder Fragen zur Schule zu helfen. Das System beruht auf Motivation und Selbstständigkeit, wobei hier zwischen drei pädagogischen Typen unterschieden wird: der Capability-Ansatz, das Modell des selbstregulierten Lernens und die Selbstbestimmungstheorie. Durch die genannten Möglichkeiten ist für Eltern in der heutigen Zeit ein Weg von Unbeschwertheit gegeben, sich an der schulischen Leistung ihres Kindes zu beteiligen.

Weitere Informationen unter www.buddy-ev.de/family-programm

Nils Faerber und Jakob Windoffer, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Leben mit Handicap – Behindert – na und?

Wenn Jens morgens zur Arbeit fährt, merkt man ihm eigentlich nichts an. Der kaufmännische Leiter bei einer Baugesellschaft in Gladbeck fährt mit einem Auto wie jeder Andere. Aber wenn man dann genauer hinguckt, bemerkt man, dass mit dem rechten Bein etwas anders ist.

Jens ist behindert, wie Millionen andere Menschen auf dieser Welt. Allein in Deutschland gibt es fast zehn Millionen körper-, geistig-, Sinnes-, sprach-, psychisch- und lernbehinderte Menschen. Jens fehlt seit frühester Kindheit das rechte Bein. Es musste vier Wochen nach der Geburt amputiert werden, da sich im Beckengelenk ein Tumor befand.

Wenn er in seiner Freizeit unterwegs ist, lässt er seine Prothese weg. Beim Schwimmen, Radfahren und längeren Wanderungen würde diese wegen der nur geringen Beweglichkeit stören. Dann nimmt er seine Krücken, um trotzdem beweglich zu sein.

Während viele Erwachsene nicht mit einer Behinderung umgehen können und wegschauen, gehen Kinder ganz offen damit um. Häufig wird er von kleineren Kindern gefragt: „Hast du kein Bein mehr?“ oder „Wo ist das andere Bein hin?“. Jens selbst ist allen Menschen sehr offen gegenüber und erzählt bereitwillig seine Geschichte.

Folglich ist nicht jeder, der eine körperliche Einschränkung hat, im Sinne des Wortes behindert.

Nils Faerber, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Europameisterschaft im Taekwon-Do – Kraft und Schnelligkeit

Zwei Sportler vom Budo Gym Dinslaken, Janina Schmidt und die Autorin, haben mit der ITF-Nationalmannschaft vom 19. bis 22. April an der AETF-Europameisterschaft im Taekwon-Do in Maribor (Slowenien) teilgenommen. Taekwon-Do ist ein koreanischer Kampfsport und eine Sportart, bei der Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Gewandtheit und Flexibilität entwickelt werden. Katharina Neumann beschreibt die Wochen vor der EM:

Janina Schmidt und ich gehören dem Verein Budo Gym Dinslaken an. Unsere Trainer, Armin und Christiane Cuber, sind beide erfahrene Takewon-Do Sportler. Beide haben viele nationale und internationale Erfolge errungen. Sie sind mein großes Vorbild und ich kann noch vieles von ihnen lernen. Mir macht der Sport sehr viel Spaß, natürlich ist auch sehr viel Disziplin gefragt. Mehrmals in der Woche steht das Training im Studio an, an den Wochenenden meistens Zusatztraining. Wir nehmen an vielen Turnieren teil und können uns so mit den anderen Sportlern aus anderen Städten oder Bundesländern messen. Unser Verein ist auf Turnieren immer an vorderster Spitze dabei, die Sportler fallen durch enormen Trainingseinsatz, eiserne Disziplin und enorme Willensstärke auf und bringen so viele Pokale und Medaillen mit nach Hause.

Auch ich habe schon mehrere erste und zweite Plätze bei Turnieren belegt, und das Regal mit den Pokalen muss bald vergrößert werden. Janina bewundere ich sehr. Sie ist bereits seit zwei Jahren in der Nationalmannschaft und durfte schon an der Weltmeisterschaft in Neuseeland teilnehmen. Ich bin neu im Nationalteam. Anfang des Jahres wurde ich nach einem harten Sichtungstraining in den Kader gewählt. Für mich wird die Teilnahme an der EM in Slowenien meine Premiere sein.

In den vergangenen Wochen wurden wir sehr intensiv auf die Europameisterschaft vorbereitet. Mit unseren Trainern konnten wir in vielen Trainingseinheiten, die mehrmals in der Woche stattfanden, zu einer guten Wettkampfform gebracht werden. Zusätzliches Training und der so genannte Feinschliff waren dann Programm mit den Bundestrainern. Sie haben das große Ziel, eine gut funktionierende Mannschaft zu formen – und das geht nur über häufiges gemeinsames Training. Zum Mannschafts-Wettbewerb gehört auch der Formenlauf. Das ist ein Kampf gegen einen oder mehrere Gegner, wobei die Sportler verschiedene Choreographien einstudieren müssen.

Dem Nationalteam gehören 34 Sportler in unterschiedlichen Altersklassen an, die wiederum in unterschiedlichen Disziplinen (Einzel-TUL, Team-Tul, Einzel-Kampf, Team-Kampf, Team-Bruchtest, Powerbruch- und Spezialbruchtest) antreten müssen. Es wird unterschieden zwischen Junioren weiblich/männlich und Senioren weiblich/männlich. Vier Bundestrainer begleiten die Sportler. Es werden Sportler verschiedenster Nationalität erwartet. Ich bin in der weiblichen Junioren-Mannschaft und werde im Einzel- und Mannschaftskampf sowie im Einzel-Tul- und Mannschaft-Tul antreten. Ich freue mich schon auf den Wettkampf – und egal, ob ich gewinne oder nicht, auf jeden Fall wird es für mich eine riesige Erfahrung werden.

Katharina Neumann, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum