Medienkonsum – Die Jugend ist online

Schon Seit längerer Zeit wird kritisiert, dass die Jugendlichen heutzutage von Internet nahezu abhängig seien. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten für die Jugend im Internet. Einige davon sind das Social Network Facebook, die Medienplattform YouTube oder online Konsolenspiele.

Kritiker werfen vor, dass die Jugend immer abhängiger vom Internet wird. Dazu führen auch Smartphones, mit denen die Jugendlichen jederzeit und überall auf das Internet zugreifen können. Ein weiterer Vorwurf ist auch, dass die schulischen Leistungen nachlassen oder dass Freunde und die Familie vernachlässigt werden.

Allerdings gehört das Internet mittlerweile zum Alltag der Jugend, und sie können sich meist kein Leben mehr ohne das Internet vorstellen. Auch haben sich einige Hobbys aus dem Internet gebildet, etwa das gemeinsame Spielen von online Konsolenspielen. Außerdem ist man so meist jederzeit erreichbar für Freunde und kann mit ihnen kommunizieren und Zeit verbringen, ohne sie wirklich zu sehen. Auch ist dieser Medienkonsum keinerseits schädlicher für die schulischen Leistungen als zum Beispiel das normale Treffen mit Freunden und andere Unternehmungen.

Daraus schlussfolgert sich, dass der Medienkonsum dieser Art mehr und mehr ein Teil unseres Alltags wird, ob wir es nun wollen oder nicht. Die Meinung dazu ist jedem selbst überlassen. Eines ist allerdings klar: Das Internet vereinfacht das Leben ungemein und kann auch Jugendlichen helfen, die eigenen Leistungen durch verschiedene Portale zu verbessern.

Tim Kretschmar, Duisburg, Franz-Haniel-Gymnasium

Internetsucht – Wenn das Web das Leben bestimmt

Unter einer Internetsucht versteht man heutzutage ein krampfhaftes Verlangen, das Internet zu nutzen. Seiten wie zum Beispiel Facebook oder auch die Videoplattform Youtube sind oft der Grund. Aktuell sind rund 560.000 deutsche Staatsbürger internetsüchtig. Oft versuchen sich die Betroffenen vom Alltag abzulenken, indem sie sich in eine virtuelle Welt retten. Der soziale Anschluss dort ist für viele größer als im realen Leben.

Die verschiedenen Arten der Internetsucht gliedern sich zum Beispiel in Spielsucht, sexuelle Inhalte oder Computerspielsucht. Bekannt für das Problem der Computerspielsucht, ist zum Beispiel das MMORPG (Massive Multiplayer Online Role-Playing Game) World of Warcraft. Wie die Beschreibung als „Role-Playing Game“ schon vermuten lässt, schlüpft der Spieler in eine von ihm kreierte Rolle (Charakter) und kontrolliert dort die Abläufe. So glauben viele Leute ihre Probleme lösen zu können, da sie dort eine Art der Kontrolle über das Geschehen haben.

Zudem greifen viele verzweifelte Menschen auf Onlinepoker oder Sexseiten zurück. Onlinepoker unterscheidet sich nicht wirklich von der klassischen Computerspielsucht. In beiden Fällen erlebt der Benutzer ein Art Erfolgserlebenis. Dies ist bei der Sucht nach sexuellen Inhalten anders. Sie definiert sich darüber, dass sie für jedermann zugänglich ist, nicht viel kostet und die eigene Sexualität normalisiert.

Die häufigsten Symptome sind zum Beispiel das häufigen Verlangen nach Konsum, ein Kontrollverlust, nachlassende Arbeitsleistung oder sogar psychische Irritabilität beim Entzug des Internetkonsums. Am meisten sind davon Jugendliche im Alter von 13 bis 16 betroffen, da sie sich durch ihre Schule stark unter Druck gesetzt fühlen.

Bei einer eigenen Umfrage wurde festgestellt, dass der Konsum von internetbezogenen Dingen bei den meisten Befragten circa drei bis vier oder sogar mehr Stunden beträgt.

Bei Auffälligkeiten kann man folgende Seiten besuchen:

http://www.onmeda.de/krankheiten/internetsucht-therapie-1529-6.html

Wer interessiert daran ist, ob bei ihm eine Sucht vorhanden ist:

http://www.palverlag.de/Internetsucht.php

Jonathan Tofahrn, Goch, Gesamtschule Mittelkreis

Tennisfreunde Haffen-Mehr – Spaß und Teamgeist sind auf Rang Eins

Claire und ich, Johanna, sind bei den Tennisfreunden Haffen-Mehr und spielen in der U-14. In unserem Verein geht es nicht nur ums Gewinnen, sondern auch um Spaß und Teamgeist. Das gefällt uns beiden gut. In unserem folgenden Text schildern wir das Training, Turniere und andere Veranstaltungen.

Als Anfänger wissen die meisten nicht, was sie zum Training mitbringen sollen. Das Wichtigste ist der Tennisschläger. Außerdem braucht man noch Sportkleidung, und Sportschuhe. In der Halle wird nur im Winter trainiert. In der Halderner Tennishalle spielt man auf Teppichboden und sollte deswegen Schuhe mit einer glatten Sohle haben. Man kann sich dort auch welche ausleihen. Wir haben zwar nicht gemeinsam Training, aber es ähnelt sich.

Am Anfang müssen wir uns warmlaufen und einspielen. Danach werden die Grundschläge trainiert und manchmal machen wir Ausdauertraining. In den letzten zehn Minuten spielen wir Spiele wie z.B. Rundlauf oder Doppel. Uns beiden gefällt am besten Rundlauf. Das Spiel ist wie Rundlauf beim Tischtennis. Wenn man alle Leben verloren hat, setzt man sich auf die Bank. Die letzten beiden müssen ein Finale spielen. Der erste von den beiden, der drei Punkte hat, hat gewonnen. Zwischendurch haben wir Zeit etwas zu trinken. Insgesamt ist das Training sehr hilfreich und es macht uns beiden sehr viel Spaß.

Natürlich gibt es auch Turniere innerhalb des Vereins, wie zum Beispiel das Schleifchenturnier und die Vereinsmeisterschaften. Das Schleifchenturnier findet im Frühjahr statt und ist ein Saisoneröffnungsturnier. Es werden immer neue Doppel gemixt. Wer ein Spiel gewonnen hat, bekommt ein Schleifchen an seinen Schläger. Am Ende des Tages bekommt der Spieler mit den meisten Schleifchen einen Preis. Außerdem gibt es Turniere außerhalb des Vereins, wie zum Beispiel Medenspiele und Stadtmeisterschaften. Bei den Medenspielen wird in Altersgruppen gespielt. Wir müssen gegen andere U-14 Mannschaften aus dem „Tennisbezirk” spielen. Die Stadtmeisterschaften sind eigentlich genau das gleiche wie die Vereinsmeisterschaften. Bei den Vereinsmeisterschaften spielt man aber nur gegen Mitglieder des Vereins. Alle die spielen wollen, tragen sich in eine Liste ein. Man kann sich für Doppel und Einzel eintragen und gegen andere aus seiner Altersklasse aus dem eigenen Verein und aus anderen Vereinen spielen.

Außerdem gefallen uns auch die Camps gut, die Arthur Wilczek, ein Tennistrainer, anbietet. Bei den Camps spielen wir tagsüber Tennis, machen kleine Turniere und zelten über Nacht auf dem Tennisplatz. Es ist sehr lustig und macht viel Spaß.

Insgesamt ist die Mitgliedschaft im Verein Tennisfreunde Haffen-Mehr sehr empfehlenswert, weil jeder dort Spaß haben kann und im Tennis gefördert wird. Den meisten gefallen auch die Vereinsabende, die nach Vereinsmeisterschaften etc. stattfinden, sehr gut. Wir hoffen, dass ihr jetzt alle einen guten Eindruck von unserem Verein bekommen habt und uns mal besuchen kommt.

Claire Glowicki und Johanna Bünker, Rees, Gymnasium Aspel

Beruf und Karriere – Ein Tag im Frühdienst der Polizei

Duisburg. Um 6.15 Uhr beginnt der Dienst auf der Wache.

„Der Wachtdienstführer des Frühdienstes berichtet über besondere Einsätze des Nachtdienstes“, sagt Polizeioberkommissar Ralf Raphael.

Zunächst überprüft Polizeioberkommissar Thiele den Streifenwagen, ob die Ausrüstung vollständig ist. „Am wichtigsten sind die Kamera, das Handy, das Messrad, und die persönliche Ausrüstung. Dazu zählen die Dienstpistole, das Reizstoffsprühgerät und die Handschellen.“

Am Morgen wurden wir mit unserem Streifenwagen über Funk zu einem Unfall gerufen. Auf der Weseler Straße war ein Fahrzeug aufgrund einer Unachtsamkeit auf das vordere Fahrzeug aufgefahren. Da der Fahrer des vorausfahrenden Fahrzeuges Nackenschmerzen hatte, mussten Fotos gemacht und die Unfallstelle mit dem Messrad ausgemessen werden.

Später auf der Wache muss dann noch eine Unfallanzeige geschrieben werden. „Unfälle gehören fast immer zum Tagesablauf dazu“, erwähnt Raphael im Interview.

Später unterstützt ein anderer Streifenwagen dann die Feuerwehr bei einem Rettungseinsatz. Eine ältere Frau schreit in ihrer Wohnung um Hilfe. Am Einsatzort wurde die Wohnungstür von der Feuerwehr mit einem Brecheisen geöffnet. Die Frau wurde im Schlafzimmer auf dem Boden liegend aufgefunden. Sie war zwar ansprechbar, konnte aber nach dem Sturz nicht mehr selbstständig aufstehen.

Die Frau wurde mit dem Krankenwagen zum Krankenhaus gebracht. Über die Polizeiwache wurden ihre Angehörigen verständigt. Die Polizisten blieben vor Ort, bis ein hinzugerufener Schlüsseldienst die Wohnungstür repariert hatte.

Am Vormittag gab es noch einen Diebstahl in einem Supermarkt auf der Friedrich-Ebert-Straße. Da der Ladendieb keinen Personalausweis mitführte, wurde er im Streifenwagen nach Hause gefahren. Dort wurde sein Personalausweis eingesehen.

Die darauffolgende Überprüfung ergab, dass der Mann per Haftbefehl gesucht wurde. Er wurde dann der Justizvollzugsanstalt übergeben. Es wurde eine Festnahmeanzeige geschrieben.

Um 12.30 Uhr wurde auf der Uhlandstraße ein Kiosk überfallen. Der Täter, vermummt mit einer Gesichtsmaske, bedrohte den Inhaber mit einer Waffe und forderte das Geld aus der Kasse und Zigaretten. Nachdem der Inhaber das Geld und die Zigaretten ausgehändigt hatte, lief der Täter in Richtung Friedhof davon.

Ein Zeuge, der in einer Nebenstraße stand, sah unmittelbar danach ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Schillerstraße davonfahren. Über das abgelesene Kennzeichen konnte später der Räuber von dem Sondereinsatzkommando in seiner Wohnung festgenommen werden. Die Beute wurde sichergestellt, der Mann befindet sich zur Zeit in U-Haft.

„Am Ende des Dienstes schreibe ich dann noch meinen Streifenbeleg fertig“, sagte Thiele. Um 13.30 Uhr war mein Tag bei der Polizei beendet. Nach diesem Erlebnis kann ich mir vorstellen, später auch mal als Polizist zu arbeiten.

Marius Thiele, Dinslaken, Gymn.i.g.-Heinem.schulzentrum

Digitale Revolution in Goch – Unterricht der Zukunft?!

Die Gesamtschule Mittelkreis Goch sollte iPads einführen, um Unterricht an die Anforderungen des digitalen Zeitalters anzupassen. Das Vorführen von Präsentationen würde unabhängig von den Computerräumen werden. Damit ergeben sich Vorteile für die Lehrer, Schüler und Eltern. Die Eltern könnten ganz einfach sehen, an was ihre Kinder in der Schule arbeiten.

Folgende Möglichkeiten des iPad-Einsatzes sehen wir:

1. Die Schüler könnten ihre Arbeiten in Moodle oder in der Cloud abspeichern und die Lehrer könnten sie direkt korrigieren.

2. Arbeiten für die Schule könnten überall auf der Welt erledigt werden. (Schüler hätten keine Entschuldigung mehr, dass sie keine Hausaufgaben machen konnten.)

3. Der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler wird interessanter.

4. Da Filmproduktion und das Bearbeiten von Filmen mit dem iPad problemlos möglich ist, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten im Unterricht.

5. Die EDV-Nutzung in der Schule wird effektiver und zu einer Selbstverständlichkeit. In der Außendarstellung wird die Gesamtschule Mittelkreis zu einer Schule des digitalen Zeitalters.

6. Lehrer könnten jederzeit die erforderlichen Daten abrufen, um beispielsweise die Hausaufgaben zu kontrollieren.

7. Schülerinnen und Schüler könnten überall in der Schule für den Unterricht recherchieren.

8. Präsentationen im Unterricht zu erstellen, ohne dass dazu das Selbstlernzentrum oder ein NT-Raum gebucht werden muss.

9. Schulbücher würden elektronisch verfügbar und stets über das entsprechende Verlagsangebot aktuell.

10. Es können keine Schäden mehr an den Büchern auftreten.

11. Die Verwaltung der Bücher am Ende des Schuljahres würde sich erheblich vereinfachen.

Man kann noch viele andere Vorteile sehen. Die Schule müsste allerdings alle Bücher digital erneut und für einen höheren Preis kaufen. WLAN-Verstärker (Hotspots) werden nötig für die Recherchen im Unterricht. Der Stromverbrauch wird unter Umständen größer.

Aber es würden sich neue Möglichkeiten zum Lernen an der Gesamtschule Mittelkreis eröffnen. Das Lernen kann besser organisiert und vorbereitet werden. Wegen der Autokorrektur und der Schriftgrößen-Einstellung können mehr Kinder mit einer Sehbehinderung oder mit Lese-Rechtschreibschwächen individuell gefördert werden. Wir finden es wichtig, dass sich unsere Schule den modernen Kommunikationstechnologien weiter öffnet und mit dem Einsatz von iPads über das hinausgeht, was bisher mit normalen PC erreicht werden konnte.

Kai-Uwe S., Aaron E., Luuk V.d.b., Goch, Gesamtschule Mittelkreis

Senioren-WGs – Selbstbestimmung auch im Alter

Wie der demografische Wandel anschaulich darstellt, wird die deutsche Bevölkerung immer älter. Das bedeutet, dass der Prozentsatz der alten Menschen immer weiter zunimmt und der Prozentsatz der jungen Menschen abnimmt. Das Alter bringt körperliche Schwierigkeiten mit sich, sodass das Wohnen im eigenen Zuhause immer schwieriger wird.

Die populärste Lösung war dafür lange Zeit das Altersheim. Dort werden die Senioren rund um die Uhr versorgt. Allerdings wächst bei den älteren Menschen auch das Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Deshalb verbreitet sich eine neue Wohnform immer mehr: die Senioren-WG. Dort wohnen die Senioren in einer Wohnung und können sich gegenseitig unterstützen. So lautet das Prinzip des gemeinschaftlichen Wohnens. In den letzten Jahren gibt es immer mehr solcher Projekte und der Zulauf in diesen Senioren-WGs ist stark angestiegen.

Gemeinschaftlich wohnen kann man in einer Senioren-WG nach dem Vorbild der Studenten-WGs als Wohngruppe, bei der jeder eine eigene Wohnung in einem gemeinsamen Haus oder in einer Nachbarschaft bewohnt, oder als Mehrgenerationenmodell, bei dem Alt und Jung unter einem Dach leben. Besonders wichtig bei diesem Konzept sind dabei immer die nachbarschaftliche Hilfe und das selbstbestimmte Wohnen innerhalb einer sozialen Gemeinschaft. Im Krankheits- und Pflegefall stehen die Mitbewohner füreinander ein oder stellen Betreuer an. Für viele Senioren ist die WG aus diesen Gründen eine denkbare Alternative zum Altersheim. Zur Finanzierung solcher Wohnmodelle gibt es zinsgünstige Kredite, Förderprogramme und Stiftungen.

Wer im Alter in einer Wohngemeinschaft leben möchte, sollte sich rechtzeitig darauf vorbereiten. Es gilt, eine geeignete Wohnung zu finden. Sie muss groß genug sein, um allen Bewohnern ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Es sollten aber auch Gemeinschaftsräume vorhanden sein, in denen man sich treffen kann, wie eine geräumige Wohnküche oder ein gemeinsames Wohnzimmer. Wichtig sind alters- beziehungsweise behindertengerechte Ausstattung der Bäder sowie gemeinschaftlich zu nutzende Geräte wie Waschmaschine und Wäschetrockner.

Ausschlaggebend ist auch die Lage der Wohnung. Ein Haus im Grünen hat zwar den Vorteil, dass es viel Natur und Ruhe bietet, aber die Bewohner sind meist auf ein Auto angewiesen. Wer nicht mehr mobil ist, bleibt an das Haus gefesselt. Idealerweise sollte die Wohnung in der Nähe der Geschäfte liegen, die man zur täglichen Versorgung benötigt. Eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist ebenfalls von Vorteil.

Außerdem gilt es, geeignete Mitbewohner zu finden. Nach Möglichkeit schaut man sich schon lange vor dem Einzug in seinem Bekanntenkreis um. Um Streit zu vermeiden, ist es hilfreich, vor dem Einziehen einige wichtige Regeln zu vereinbaren. Das betrifft zum Beispiel das Mitbringen von Haustieren und Verpflichtungen im Haushalt. Ist alles geklärt, kann man ungehindert das neue Leben genießen.

Daniel Klaus und Jonas Verlande, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Umfrage am Konrad-Duden-Gymnasium – Schüler wünschen sich mehr Engagement der Eltern

Nicht nur die Schüler oder die Lehrer sind schuld an manchen schlechten Leistungen. Auch die Eltern können dazu beitragen, ihre Kinder zu fördern. Eine Umfrage unter 29 Achtklässlern am Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel zeigte, dass sich die Hälfte der Schüler wünscht, mehr Hilfe beim Lernen zu bekommen. Mehr Interesse an den schulischen Aktivitäten wird von fast allen Befragten erwartet.

Die meisten Eltern schicken das Kind bei schulischen Problemen zu einem Nachhilfelehrer. Die Probleme liegen aber nicht immer am mangelnden Verständnis, sondern auch an der fehlenden Motivation.

Hierbei stoßen Nachhilfelehrer schnell an Grenzen und die Noten bleiben so schlecht, wie vorher. Die Eltern hingegen haben mehr Möglichkeiten, ihre Kinder zu motivieren und bei guten Leistungen auch zu belohnen.

Auch außerhalb der Lernunterstützung gibt es für Eltern genug Angebote, um sich zu engagieren. Beispielsweise können die Eltern in der Cafeteria oder in der Mensa mitarbeiten oder dem Förderverein beitreten. Dort wird über die schulischen Belange diskutiert. So erfahren Eltern auch schneller wichtige Neuigkeiten.

Durch ihr Engagement fühlen sie sich mehr mit der Schule verbunden und helfen auch bei wichtigen Projekten, wie Karnevalsfeiern oder anderen Schulfeiern mit.

Jonas Verlande und Daniel Klaus, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Alzheimer – Im Kampf gegen das Vergessen

Der Durchschnittsbürger kennt sie, obwohl es eben in der Krankheit um das Nicht-Kennen geht. Die Rede ist von Alzheimer, die nach „Wikipedia“ allein für 60 Prozent aller 24 Millionen Demenzerkrankungen verantwortlich ist. Allein in Deutschland leiden 700.000 Menschen an Alzheimer und es werden jedes Jahr circa 100.000 Menschen mehr.

Das größte Problem ist wohl, dass die Krankheit nicht heilbar ist, da nicht alle Ursachen geklärt sind. Auch wenn gewiss ist, dass der Botenstoff nicht mehr produziert wird, der dafür sorgt, dass die Informationen im Gehirn verwertet werden, sind bislang nur 30 Prozent der Ursachen geklärt. Diese Zahlen und Fakten können Sie einfach bei „Wikipedia“ nachlesen. Doch was Sie nicht so leicht im Internet finden werden, ist, wie man mit einem Alzheimererkrankten lebt und umgeht oder wie er selbst die Welt sieht.

Hierzu haben wir Volker Fingerhut interviewt, dessen Mutter Alzheimer im fortgeschrittenem Stadium hat. Als er gefragt wurde, wie es ist, wenn man erfährt, dass ein Angehöriger Alzheimer hat, äußerte er sich erst einmal: „Man ist sehr bestürzt. Auch trauert man sofort mit dem Menschen, was hätte sein können…“ Schlimm ist auch die Tatsache, dass man die Krankheit erst erkennen kann, wenn sie in einem mindestens fortgeschrittenen Stadium ist.

Volkers Familie trifft es sehr schlimm. Auch sein Vater hat Alzheimer. Zwar wusste er dadurch besser, was getan werden konnte, als auch seine Mutter erkrankte, aber es trifft ihn natürlich doppelt hart.

Für die von Alzheimer Betroffenen wird im Alltag jede Normalität zu einer schwierigen Hürde. Auch lässt das Gedächtnis nach, was zum Beispiel eine normale Unterhaltung schwierig macht. In solchen Momenten unterstützen Volker Fingerhut vor allem seine Tante und seine Freunde. Bei ihnen kann er sich „Sachen von der Seele sprechen“. Ein extremes Problem ist auch die Betreuung. Da er alleine lebt und keine Geschwister hat, muss seine Mutter im Heim betreut werden. Seine Arbeit lässt eine 24-Stunden-Betreuung nicht zu.

Arne Schlabes, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Besuch im Keiko-Dojo – Eine Stunde Aikido

Aikido ist eine japanische Kampfkunst und für jeden geeignet. Der Einstieg ist einfach und für junge wie auch ältere Interessenten jederzeit möglich. Der Aikidoka (Ausübende) wird im körperlichen Bereich auf die Grundformen der Techniken vorbereitet mit behutsamer Gymnastik. Gleichzeitig erfolgt eine Einführung in die Falltechnik, die in kurzer Zeit erlernt werden kann.

Aikido ist überwiegend defensiv, es gibt keine Wettkämpfe. Nicht das Siegen steht im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, sich selbst zu beherrschen, zu verteidigen und das gemeinsame Lernen. Ich interviewe den Sensei Emiel Thon, dieser ist der Leiter des Dojo und hat den dritten Dan, also darf er sich Meister des Aikidos nennen. „Die Wurzeln dieser Kampfkunst liegen im klassischen Schwert- und Stockkampf und in den unbewaffneten Verteidigungsschulen des jap. Mittelalters“, erklärt er. Diese Kampfkunst kann im Keiko-Dojo in Kalkar-Kehrum dienstags von 18 bis 22 Uhr und donnerstags von 19 bis 22 Uhr trainiert werden.

Ich verlasse das Dojo mit der Zuversicht, dass die Anstrengungen, die ich auf mich genommen habe, mir eine größere Sicherheit und Beherrschung des Körpers gebracht haben, weil ich mir nun zutraue, Gefahren aus dem Weg zu gehen und einzuschätzen. Der Körper und der Geist werden im Dojo wirklich geschult. Die Schüler des Sensei hoffen, dass sie das Gelernte niemals anwenden müssen.

Tom de Klein, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar

Berufe – Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger

Der Schornsteinfeger spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle, als Arbeiter oder auch als Glückssymbol.

Schon früher galt der Schornsteinfeger als Glücksbringer, da er durch das Fegen des Schornsteines Brände, kalte Häuser oder Vergiftungen verhinderte.

Der Beruf des Schornsteinfegers ist nicht Jedermanns Sache. Man sollte offen sein und damit umgehen können, dass viele Menschen einen mit dem Aberglauben in Verbindung bringen. Der Schornsteinfeger André Peters sagt im Interview: „Ich sollte sehr offen in meinem Beruf sein, dadurch baut sich ein Vertrauensverhältnis zu meinen Kunden auf. Man muss sich an diesen Beruf gewöhnen, denn viele Menschen sprechen mich an und berühren mich, weil dies Glück bringen soll.“

Er wird häufig gebeten, auf Hochzeiten zu erscheinen, um dem Brautpaar Glück zu bringen. Es gibt Tage, an denen der Schornsteinfeger mehrfach angesprochen wird, zum Beispiel an Unglückstagen oder besonderen Daten. André Peters berichtet auch: „Ich selbst glaube, dass Schornsteinfeger Glück bringen, da man viele Menschen zufriedenstellt und ein gutes Gewissen bereitet.”

Sein Motto lautet: Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger!

Er entschloss sich, diesen Beruf auszuüben, da sein Vater auch Schornsteinfeger war. Am Anfang arbeitete er als Angestellter, mittlerweile hat er sich selbstständig gemacht und arbeitet im Kehrbezirk Mettmann.

André Peters liebt seinen Beruf, da er viel mit Menschen zu tun hat und es sehr abwechslungsreich ist. Außerdem findet er es gut, dass die Menschen ihm großes Vertrauen schenken. Leider gerät das handwerkliche Arbeiten immer mehr in den Hintergrund, denn die Büroarbeit nimmt einen großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch.

Hannah Diepmann und Kristin Olfen, Kalkar, Städt. Gymnasium Kalkar