Mehr als ein gesellschaftliches Problem ? – Jugendliche werden immer krimineller

Von 50 durch die RP-Schülerreporterin Hannah Schnitker befragten Jugendlichen zwischen 14 und 18 haben 32 schon geklaut. Viele Erwachsene fragen sich: „Warum klauen Jugendliche?“ Es gibt viele verschiedene Gründe:

a) Aus Gruppenzwang, wegen des Adrenalinkicks

oder um einfach cool zu sein. Sie schrecken auch nicht vor Sicherheitsetiketten oder Magnetstreifen zurück.

Auch wenn sie von der Polizei geschnappt werden oder ihre Eltern Strafe zahlen müssen, interessiert es die meisten jugendlichen Straftäter nicht.

b) Klauen kann auch zur Sucht werden (Kleptomanie), die dann psychologisch behandelt werden muss.

Viele Jugendlichen fangen einmal an und können dann nicht mehr aufhören, selbst wenn sie erwischt werden, machen sie einfach weiter:

Sina B. sagte auch „Klauen wird direkt zum Zwang. Es hat einmal geklappt und ich war so fasziniert, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu klauen.“ Sina B. ist nicht die einzige, die so denkt. Auch Yusuf A. meint: „Es ist eine Sucht, aus der man nur schwer wieder herauskommt, alleine schafft man es meistens nie „

Durch Diebstahl leiden auch viele Ladenbesitzer.

Auch wenn die Besitzer einen Dieb erwischen, kommt es selten zu einer Anzeige. Die Ware wird dem Täter abgenommen und die Polizei wird verständigt. In der Zwischenzeit kann der Täter den Laden aber schon wieder verlassen haben, da die Ladenbesitzer nicht befugt sind, die Täter festzuhalten.

Hannah Schnitker, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Viele „Ballerspiele“ sind beliebt – „Ich tue was, was ich nicht darf…..“

Ballerspiele sind für Jugendliche verboten und haben für den Verkauf eine Altersbeschränkung. Doch das scheint viele Jugendliche und auch viele Eltern nicht zu stören.

So dürfen die sogenannten „Ballerspiele“ nur an Personen ab dem 18. Lebensjahr verkauft werden.

Trotzdem gibt es sehr viele Jugendliche, die diese Spiele nutzen und das oft mit dem Wissen ihrer Eltern.

Marlies Riemann, 42 J., Floristin und alleinerziehende Mutter eines 15-jährigen Jungens sagt:

„Ich mag Ballerspiele gar nicht. Generell halte ich mich beim Kauf immer an die empfohlene Altersangabe auf den Spielen. Aber leider stelle ich fest, dass Spiele, die zu Hause nicht gespielt werden dürfen, dann bei minderjährigen Freunden gespielt und von diesen sogar ausgeliehen werden.“ Realistisch stellt die Mutter fest, „dass kann man leider nicht immer kontrollieren, aber man kann natürlich mit den Teenies darüber reden.“

In den Augen vieler Jugendlicher ist eine Altersbeschränkung völlig unnötig. Schüler Mark Weber (15): „Die Erwachsenen meinen immer, wir wären dumm. Als wenn wir den Unterschied zwischen Realität und Spiel nicht erkennen können. Die tun gerade so, als wäre jeder Computerspieler ein Amokläufer. Meine Freunde sind alle ganz normal.“

Selbst bei Menschen, die sich intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt haben, gehen die Meinungen weit auseinander. STERN-Redakteur Henry Lübberstedt: „Hauptspielprinzip der meisten Spiele heißt: Überleben durch Töten. Spieleverlage sollten sich selbst einen Dienst erweisen und einige Spiele gar nicht erst auf den deutschen Markt bringen.“ Udo Lewalter, ebenfalls Redakteur beim STERN, meint dagegen:

„….junge Medien oder Unterhaltungsformen hatten schon immer einen schweren Stand in der Geschichte der Menschheit….Es sind wesentlich komplexere Zusammenhänge, die zu Gewalt und Aggression führen.“

Nur in einer Sache sind sich jedoch auch die Fachleute einig: Jugendliche sollten nicht den gesamten Teil ihrer Freizeit am Computer verbringen.

Die moderne Unterhaltungsform des Computerspiels kann man wohl kaum verhindern, doch man kann Eltern dazu auffordern, auf die wichtige Altersbeschränkung zu achten und dafür zu sorgen, sich mehr mit ihren Kindern zu beschäftigen und sie für andere Hobbys zu interessieren.

Philip Riemann, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Wie wird der neue US-Präsident? – Remscheider Vorstellungen von Barack Obama

Bei einer Umfrage im Internet unter 7468 Personen stimmten 67% der Befragten ab, dass Barack Obama ein guter Präsident sei. Nun ist es Zeit zu erfahren, was die Remscheider von Barack Obama, dem Präsidenten von Amerika, halten. Zu diesem Thema sind zwei Remscheider bereit Genaueres zu berichten.

David Schichel ist im Vorstand der Partei der Grünen in Remscheid. Zudem ist er Sprecher für die „Grünen Jugend“. Er erzählte, dass Barack Obama sich gut vorbereitet und sich sofort mit Krisen beschäftigt habe. Es sei ein Fortschritt, dass er der erste farbige Präsident sei. Allerdings seien Barack Obama und seine Familie mehr gefährdet als andere Leute, sprich als Normalbürger. Es würde in Amerika Veränderungen geben, glaubt David Schichel. David Schichel fügte hinzu, dass man nicht alles in kurzer Zeit verändern kann, man könne nur abwarten. Doch er glaube, dass er mehr erreichen wird als George W. Bush.

Der Grüne ist sich sicher, dass Obama sich für die Wirtschaft einsetzen wird. Denn Bush habe die Wirtschaft Amerikas vernachlässigt. Der Sprecher der Grünen fand, dass es nicht Obamas Hauptaufgabe sei, irgendetwas für Deutschland zu tun. Seine Aufgabe bestehe darin, etwas für sein Land zu leisten. Aber D. Schichel ergänzte, dass Obama Forderungen an Deutschland stellen werde. Es müssten aber keine schlechten sein. David Schichel glaubt nicht, dass Obama den Krieg in Irak lösen könne. Er denkt, dass dieser Präsident einen Waffenstillstand erreichen könne. Aber er werde es nicht alleine schaffen.

Er glaubt, dass Obama den Ruf Amerikas wiederherstellen könne. Er glaubt nicht, dass Obama alle seine Versprechen einhalten wird; Doch die zweite Frage stellt sich von alleine: Wird Obama all seine Versprechen schaffen? Unsere befragte Person ist erfreut, dass sich junge Leute für Barack Obama interessieren, denn das gebe es seit dem 2. Welt Krieg nicht mehr.

Die zweite Person, die wir zu diesem Thema befragten, heißt Dieter Bartsch. Er arbeitet im Landgericht Wuppertal und vertritt eine andere Meinung zu Barack Obama als David Schichel. Dieter Bartsch findet, was Barack Obama als Präsident ausmache, sei, dass er jung und unverbraucht ist. Er sei auch der erste Afro-Amerikaner. Außerdem glaubt er, dass Obama sich jetzt schon auf das eigentliche Amerika konzentriert.Er ist davon überzeugt, dass Obamas Familie wie auch er selbst gefährdet sei, weil er Afro-Amerikaner ist. Da es viele Gruppen gibt wie den „Ku-Klux-Klan“, der gegen Schwarze vorgeht. Trotzdem glaubt D. Bartsch, dass es Veränderungen geben wird, doch es sei schwer für Barack Obama, sich in der Politik durchzusetzen, da er keine politische Erfahrung hat.

Denn Obama war nur drei Monate Senator und wurde dann sofort Präsident. D. Bartsch meint, dass Barack Obama sich für die Wirtschaft einsetzen wird. Er müsse es, denn Obama könne nicht zulassen, dass die Wirtschaftskrise sich verstärkt, denn das führe zu einer Katastrophe für Amerika. Trotzdem meint er, dass es eine bessere Zusammenarbeit zwischen Amerika und Deutschland geben werde als mit Bush. Denn Bush sei nur am Krieg mit dem Irak interessiert gewesen. D. Bartsch hofft, dass es durch Obama einen Waffenstillstand zwischen Israel und Palästina gebe, doch das wäre dann nicht von Dauer.

Der Arbeiter im Landgericht Wuppertal glaubt nicht, dass Obama all seine Versprechen einhalten wird, denn Obama muss mit Senat und Kongress alles besprechen und deshalb könne er nicht alle seine Versprechen einhalten. Trotzdem denkt D. Barsch, dass Obama den Ruf Amerikas wiederherstellen kann. D. Bartsch glaubt, dass Obama viel für Amerika leisten wird und bis 2010 will Obama den Krieg in Irak beendet haben. D. Bartsch hofft auch, dass Obama sich für bessere Zustände in der Welt einsetzen wird.

Albina Aliu und Ayse Keles, Remscheid, Albert-Einstein-Schule

Risiko Hautkrebs – Gesundheit ist wichtiger als Aussehen

In Deutschland gibt es jährlich mehr als 50000 neue Krebspatienten. RP-Schülerreporterin Alina Seifermann fragt nach.

Viele neue Krebsfälle sind bedingt durch den Besuch von Sonnenstudios oder durch intensives Sonnenbaden im Sommer. Die Ärztekammer hat festgestellt, dass viele Bürger die Gefahr der UV-Strahlen unterschätzen. Eltern sollten sich und ihre Kinder schützen, indem sie regelmäßig zur Hautkrebsvorsorgeuntersuchung gehen, doch dies tun nur die Allerwenigsten. Nur wenige Eltern achten außerdem im Urlaub auf Sonnenbrände, die später zu tödlichem Hautkrebs werden können.

Sonnenstudios locken mit den verschiedensten Mitteln auch minderjährige Kunden an. Man wirbt beispielsweise mit so genannten Flatrates oder Monatsabos, nach dem Motto: 15-mal im Monat je 20 Minuten sonnen für gerade mal 20 Euro.

Die Gefahren erläutern die Mitarbeiterinnen in den Solarien aber oft nicht, denn diese Informationen könnten die Kundschaft vertreiben. Die Risiken eines häufigen Solariumsbesuches sind: Hautalterungen und andere Hautkrankheiten, zu denen insbesondere der tödliche Hautkrebs zählt. Auch das Auge erkrankt schnell, wenn man sich zu viel in der (künstliche) Sonne aufhält. Netz -und Bindehaut werden nicht durch das Schließen der Augen geschützt, sondern nur durch spezielle Brillen, die aber oft in Sonnenstudios nicht angeboten werden.

Die Folgen für die Augen sind weitreichend. Es kann zu einer Art Sonnenbrand in den Augen kommen, der zu Reizungen oder auch Infekten im Auge führt. Das UV-Licht begünstigt zusätzlich die Gefahr der Augenkrankheit Grauer Star, die zur Erblindung führt.

Meine Befragung von Besuchern einer Sonnenbank hat ergeben, dass vier von acht Befragten im Alter zwischen 18 bis 50 Jahren schon länger als zehn Jahre, manche auch länger als 20 Jahre, auf die Sonnenbank gehen – und das, obwohl sie die Risiken kennen.

Eine Frau (43) geht schon seit 25 Jahren regelmäßig auf die Sonnenbank. Und das täglich, auf der höchsten Stufe eines Solariums ( UWS class ), und das 20 Minuten lang. Sie sagt: „Es geht mir dabei um mein eigenes Wohlgefühl.“ Bei einer Nachfrage bezüglich der Risiken antwortet die Besucherin mit einer Gegenfrage: „Was ist denn heute noch gesund?“

Auf meine Frage „Wie fühlen Sie sich nach einem Solariumbesuch?“ antworteten viele Befragte stets gleich: Die Frauen gebrauchten Worte wie Wohlgefühl, gut gebräunt, Attraktivität und Erholung. Zwei ergänzten ihre Aussagen durch kritischen Bemerkungen wie „verschwitzt“ und „Spannungsgefühle auf der Haut“.

Dennoch besucht man weiter die künstliche Sonne. Eine 18jährige erklärt: „Im Winter geht es mir um die fehlende Bräune und Wärme, im Sommer ist es einfach nur Vorbräunen. Denn wer wünscht sich nicht eine Bräune, die das ganze Jahr über anhält?“

Es scheint, als würde die Gesundheit nur Nebensache sein und das Optische an erster Stelle stehen. Allen Aufklärungskampagnen zum Trotz.

Alina Seifermann, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Was Lehrer „verdienen“ – Schüler bestimmen Lehrergehalt

Im vergangen November berichtete die Rheinische Post auf der Titelseite unter der Überschrift „Schüler sollen Lehrer-Gehalt bestimmen“ über entsprechende Vorschläge von Bildungsforschern und Wirtschaftsfachleuten. Das Thema interessiert den RP-Schülerreporter Denis Küsters.

Es steht die Frage im Raum, ob dies wirklich Sinn machen würde, oder ob die Gefahr besteht, dass dann zwischen Lieblingslehrern und Pädagogen, die eher abgelehnt werden, unterschieden würde. Wahrscheinlich würden die meisten Schüler nur an ihre Lieblingslehrer denken, die manchmal nur darum beliebt sind, weil sie wenige Hausaufgaben stellen und die Lösungen der Klassenarbeiten vorgeben.

Vielleicht würden viele Lehrer auch nur noch ein Mindestgehalt bekommen und dann (noch) frustrierter ihren Unterricht durchziehen. All diese Fragen sind letztlich wichtig, wenn man diesen Strukturwechsel in der Lehrerbesoldung anstrebt.

Auch Schüler der Wilhelmine-Fliedner- Realschule in Hilden diskutierten darüber:

Der Schüler Tom Glawytta (13) glaubt nicht, dass sich diese Umstellung durchsetzen ließe, denn hier würde seiner Meinung nach nur nach Lieblingslehrern unterschieden und nicht nach fachlichen Leistungen.

Die Schülerin Hannah Miesen (13) ist ebenfalls der Ansicht, dass es keinen Sinn macht, die Schüler das Gehalt der Lehrer bestimmen zu lassen, denn die Leistung, also das, was die Kinder im Unterricht lernen, stünde im Hintergrund. Die Lehrerin Sandra Herrmann (33) wäre nur für diesen Strukturwechsel, wenn es gewisse Vorgaben gäbe: „Damit nicht nach dem Lehrercharakter unterschieden wird, sollte es nur eine Zulage geben, über die die Schüler entscheiden dürfen.“ Frau Herrmann weist darauf hin, dass die Lehrer in Tarifgruppen eingeteilt sind und es ein Besoldungsgesetz gibt, daher können die Schüler nicht das Gehalt mitbestimmen.

Denis Küsters, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Prinz und Prinzessin im Karneval – Ein knallharter Job

Immer wieder stellt die Wilhelmiene-Fliedner Realschule für den Hildener Karneval Mitglieder für den Hofstaat. Wie sich im Gespräch mit RP-Schülerreporterin Amelie Gollor zeigt, ist das ein harter Job:

Ich habe die Karnevalsmitglieder von unserer Schule aufgesucht und unter anderem die Prinzessin Sophie Kautzner (11) befragt. Auf meine Fragen antwortete sie: „Wenn man Prinzessin ist, hat man viele Termine. Wenn es hart auf hart kommt, sogar acht Termine an einem Tag. Wir müssen sehr viele Reden halten, Orden überreichen und immer lächeln. Dafür bekommt man von den verschiedenen Karnevalsvereinen Geld oder Gutscheine. Es macht mir aber sehr viel Spaß, und ich möchte später, wenn ich groß bin, eine große Prinzessin werden.“

Auch die Hofdamen spielen eine wichtige Rolle. So etwa Vanessa Wirtz (11), der diese Aufgabe viel Spaß macht.

Aber nicht alle finden es toll, Prinzessin gewesen zu sein, so wie Chantal (13).

Sie war vor zwei Jahren Hildener Prinzessin und findet es jetzt sehr peinlich. Wie sich herausstellt, ein harter Job, aber einer, der Spaß macht…

Itter Itter Helau und eine närrische Karnevalszeit!

Amelie Gollor, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Der weite Weg zum Profikicker – Traumberuf Fußballstar

Viele Jungen träumen davon, später einmal ein bekannter und erfolgreicher Fußballer zu werden. Doch der Weg zur Spitze ist anstrengend. Was für Voraussetzungen sind nötig? Und was macht einen guten Spieler aus? Nach Antworten hat RP-Schülerreporter Tom Gawlytta gesucht.

Der Schüler der Wilhelmine-Fliedner-Realschule, Marcel Wilkesmann (11), ist aktiv als Fußballer tätig. Er meint zur Frage, was einen guten Spieler ausmache, dass man sich mit den anderen Spielern gut verstehen und Kritik annehmen müsse. Zur Frage, was am Beruf Fußballer so anstrengend sei, sagt der Sechsklässler: „Man muss immer sehr viel trainieren und oft zum Training fahren.“

Eines ist sicher: Als Fußballer muss man ein Allrounder sein und fähig, auf allen elf Positionen spielen zu können. Teamgeist ist genau so wichtig, denn zusammen zu gewinnen ist immer besser.

Doch der Fliedner-Schüler Marvin Peuckert (14) sagt, dass sich im Fußball „alle Anstrengungen immer lohnen, denn das Erfolgsgefühl ist unbeschreiblich“.

Der Traum vieler Jugendlicher ist es, später einmal Profifußballer zu werden. Doch jeder weiß, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist. Aber: Träume darf man ja noch haben, oder nicht?

Tom Gawlytta, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Ein Gespräch über Generationen – Wie die Oma so der Enkel

Die Wilhelmine-Fliedner-Realschule hat eine lange Tradition, und immer mal wieder hört man, dass Lehrer erwähnen: „Deine Mutter habe ich auch schon unterrichtet!“

Beim RP-Schülerreporter Nils Kemmann geht die Tradition noch weiter. Er geht dort zur Schule, wo vor 50 Jahren auch seine Oma Marion im Klassenzimmer saß. Früher war jedoch einiges anders als heute. Zu diesem Thema hat Nils ein Gespräche geführt.

Reporter: Hallo, wie heißen Sie und wie alt sind Sie?

Marion: Ich heiße Marion Ebeling und bin 64 Jahre alt und habe – wie mein Enkel – auch die Wilhelmine-Fliedner-Realschule besucht.

Reporter: Wie viele Schulstunden hatten Sie in der Woche?

Marion: Ich hatte früher 36 Stunden in der Woche einschließlich Samstag, aber einmal im Monat hatten wir samstags frei. Wir hatten nur 45 Minuten pro Schulstunde und nicht wie heute 60 Minuten.

Reporter: Wie hieß denn Ihr Direktor?

Marion: Mein Direktor hieß Diedert.

Reporter: Wie fanden Sie die Schule als Gebäude?

Marion: Ich fande die Schule sehr schön, da sie neu war und daher auch sauber. Aber das Beste war, dass wir die ersten Schüler auf der WFS waren. Es war eine reine Mädchenschule mit vielen jungen motivierten Lehrerinnen und Lehrern.

Reporter: Musste man früher schon die Räume für jeden Unterricht wechseln oder hatte man einen eigenen Klassenraum?

Marion: Wir hatten einen eigenen Klassenraum, aber bei Fachunterricht in Biologie, Chemie, Physik oder Sport mussten wir auch die Räume wechseln.

Reporter: Gab es früher schon – so wie heute – die Mensa und einen Schulkiosk?

Marion: Nein, das Schul-Büdchen gab es früher noch nicht, wir haben immer unsere Pausenbrote gegessen.

Reporter: Wie kamen Sie denn früher zur Schule?

Marion: Da ich im Internat wohnte, war es ja kein weiter Weg zur Schule, den ich gehen musste.

Nils Kemmann, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Umfrage bei Alt und Jung – Wann eine Schule „gut“ ist

Gute Lehrer, gute Schule? Das ist eine Frage, die viele Eltern beschäftigt und interessiert. Zu diesem Thema hat jeder eine andere Haltung: Lehrer, Eltern Schüler. Schülerreporterin Hanna Miesen fragte an der Wilhelmine-Fliedner-Realschule (WFS) im evangelischen Schulzentrum Hilden nach:

Für viele Schüler ist vorrangig, was Max Miesen (10. Klasse) feststellt: „Ein

guter Lehrer ist nicht zu streng, aber auch nicht zu locker. Und er sollte fair sein!“

Die Vorstellungen der Lehrer gehen in eine andere Richtung. Sie sagen, dass es wichtig ist, dass man auf die Schüler eingeht und sich für ihre Probleme interessiert. Guedo Wandrey (50), stellvertretender Direktor der WFS: „Mir ist die persönliche Anteilnahme gegenüber den Schülern wichtig. Manchmal sind die privaten Sorgen der Jugendlichen einfach wichtiger, als die Leistung in der Schule. Hier muss ein guter Lehrer helfen, dass die Schüler den Kopf wieder frei bekommen, um effektiv lernen zu können.“

Auch für die Eltern ist es interessant zu wissen, ob es eine gute Schule ist, auf die sie ihre Kinder schicken. Dabei gucken die Eltern nicht nur auf die Lehrer. Die Erziehungsberechtigten sagen, dass es durch gute Lehrer allein nicht getan ist. Es geht auch um die Angebote der Schule wie beispielsweise Arbeitsgemeinschaften, Hausaufgabenbetreuung, Lernhilfen und anderes.

Die ältere Generation wie etwa Lieselotte Miesen (Rentnerin) ist der Meinung: „lch glaube schon, dass eine gute Lehrerschaft auch gleich eine gute Schule ist, weil die Schule vom Unterreicht der Lehrer abhängig ist.“

Martin Miesen (Arzt): „Ich habe bei den Lehrern am meisten gelernt, die aufgrund ihrer Persönlichkeit eine natürliche Autorität ausgestrahlt haben und mich für ihr Fach begeistern konnten.“

In einer Sache sind sich Schüler, Eltern- und Großelterngeneration einig: Wichtig ist, dass sich die Lehrer für ihre Schüler interessieren!

Hannah Miesen, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule

Wo Schüler ein Instrument lernen – Von null auf hundert

Seit gut 18 Monaten gibt es das Modell der Bläserklasse an der Wilhelmine- Fliedener-Realschule ( WFS) in Hilden. RP-Schülerreporterin Ina Horn sah sich vor Ort um. Neben dem alltäglichen Unterricht lernen die Zehn- bis Zwölfjährigen gemeinsam musizieren. Die Idee dazu hatte Sigrun Brings (53), Englisch- und Musiklehrerin im Ev. Schulzentrum.

Sie hatte vor zwei Jahren die Vorstellung, dass alle Kinder einer Klasse zusammen ein neues Blasinstrument erlernen sollten. Jedem sollte die Chance gegeben werden, ein Blasinstrument kennen und spielen zu lernen. „In der Gemeinschaft lernt es sich leichter“, kommentiert Frau Brings ihre Idee. Denn alle Kinder starten bei Null. Sie haben keine Vorkenntnisse beim Lesen von Noten und können bis zu ihrem Eintritt in diese Klasse kein Instrument spielen. Die Kinder der Fliedner-Schule haben die Möglichkeit zwischen folgenden Instrumenten zu wählen: Trompete, Posaune, Euphonium, Horn, Querflöte, Klarinette und Saxophon. Jedoch kann nicht jeder Wunsch erfüllt werden.

Die Schüler geben drei Wünsche ab, wovon jedoch meistens der erste oder zweite Wunsch erfüllt werden kann.

„Üben, üben, üben“ ist das Motto. Die Schüler proben dreimal wöchentlich in der Schule. Zwei Stunden entfallen auf den regulären Musikunterricht. Zusätzlich müssen die Kinder eine Stunde länger pro Woche in der Schule bleiben, um sich mit dem Instrument vertraut zu machen. „Zuhause sollten täglich mindestens 15 Minuten geübt werden“, sagt die Musikpädagogin. Das setzt voraus, dass die Schüler die Instrumente – gekauft von Geldern der evangelischen Landeskirche und des Schulvereins der WFS – immer wieder mit nach Hause nehmen müssen.

Highlights im Jahresplan der Bläserklassen sind die öffentlichen Auftritte. Mit bis zu sieben Aufführungen im Schuljahr im Schulgottesdienst, bei Vorspielabenden oder Schulfesten unterhält die Bläserklasse Lehrer, Eltern und Schüler der Wilhelmine-Fliedner-Realschule. So konnten sich im Januar beim Tag der offenen Tür auch auswärtige Besucher von der Leistungsfähigkeit der Bläserklasse überzeugen.

Eine schöne Idee, die mit der Gründung einer weiteren Bläserklasse im nächsten Schuljahr ihre Fortsetzung finden wird. So dass es dann wieder für die nächste Generation heißen wird: Mit null Vorkenntnissen in zwei Schuljahren zu einem hundertprozentigen Blasorchster.

Ina Horn, Hilden, Wilhelmine-Fliedner-Schule