Wunderbares Kino?! – Tolle Preise und Unterhaltung gibt’s woanders

Wer war noch nie im Kino?- Keiner!

Und wer will noch nie im Kino gewesen sein?- Alle!

Denn ist es nicht toll, wenn die Tante mit der Turmfrisur in der Reihe davor einem die Sicht versperrt oder das Geraschel und Geschmatze von Popcorn und Nachos schon in den Ohren weh tut? Oder das Rumgeknutsche durch lästiges Handygeklingel unterbrochen wird?

Meistens sind die Eintrittspreise für das Kino dann noch so überteuert, dass sich keiner auch nur ein Popcorn leisten kann, und die Filme sind dann so langweilig, dass man dabei eigentlich nur einpennen kann. Da stellt sich jeder nur noch die Frage: ,“Warum gehe ich eigentlich ins Kino?“

– Na ganz einfach: um zu schlafen.

Lilija Amamitch, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Die Simpsons – Der Film – Mehr als nur Zeichentrick

„Die Simpsons sind mehr als nur Zeichentrick“, sagen immer wieder Fans der wohl erfolgreichsten Zeichentrickserie aller Zeiten,die nun schon seit 20 Jahren im TV zu sehen ist – länger als jede andere Serie. Und der erste Kinofilm der weltweit beliebten gelben Familie scheint diese Behauptung zu bestätigen.Da ist eine Welt, so einfach gezeichnet sie auch ist und so unrealistisch sie auch wirken mag, die der unsrigen erschreckend ähnelt.

Klimakatastrophe, Umweltverschmutzung, korrupte Politiker, eine Regierung,die die Grenzen des Erlaubten überschreitet – Themen wie aus den Abendnachrichten, mit denen sich auch die Simpsons auseinandersetzen müssen und Probleme, die sie auf ihre ganz eigene, unglaublich witzige Art kritisieren.

So schon zu Beginn des Films als die US-Punkrockband „Green Day“, nachdem sie den Simpsons Theme gespielt hat, mit ihrer Konzertplattform im Lake Springfield versinkt, da das verschmutzte Wasser des Sees die Plattform zersetzt. Als Reaktion darauf zeigt die kleine, hochintelligente Lisa Simpson der versammelten Stadt einen Film über die Folgen der Umweltverschmutzung in Springfield – eine der vielen Anspielungen im Film, in diesem Falle auf Al Gores Film „Eine unbequeme Wahrheit“.

Die Springfielder beschließen die Verschmutzung zu stoppen. Ein Plan, den ausgerechnet Lisas trotteliger Vater Homer zunichte macht. Deshalb beschließt Arnold Schwarzenegger, Präsident der USA, auf Anraten des korrupten Politikers Russel Cargill die Stadt unter einer Glaskuppel einzuschließen und von der Außenwelt abzuriegeln.

Homer, der an der ganzen Misere Schuld ist, muss mit seiner Familie, die neben Tochter Lisa aus seiner Frau Marge, dem Idealbild einer amerikanischen Hausfrau und Mutter, dem ungezogenen Sohn Bart und der kleinen Tochter Maggy besteht, vor einem wütenden Mob nach Alaska fliehen. Als die Simpsons dort mitbekommen, dass die Regierung plant, Springfield mit einer Atombombe zu vernichten, machen sich Marge und die Kinder auf den Rückweg, um die Heimatstadt zu retten. Widerwillig folgt ihnen auch Homer. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Trotz der intelligenten und humorvollen Kritik, die sich durch den ganzen Film zieht, wirkt das Werk von Regisseur David Silverman, das auf den Ideen des genialen Simpsons-Erfinders Matt Groening beruht, nie all zu schwer, da es auch immer wieder leicht verständliche, eher kindische Gags und Witze gibt und die Comicfiguren auch Emotionen wie Liebe, Glück,Trauer und Enttäuschung authentisch darstellen.

So wird der Film zu einem Spaß für die ganze Familie. Ein Familienspaß mit Starbesetzung: Neben den erfahrenen Simpsons-Sprechern Dan Castellaneta, Julie Kavner, Nancy Cartwright, Yeardley Smith und Hank Azaria liehen auch die Mitglieder der Band „Green Day“ um Billy Joe Armstrong und der Schauspieler Tom Hanks Figuren ihre Stimme.

Weltweit spielte der Film zirka 530 Millionen US-Dollar in den Kinos ein -rekordverdächtig für einen Zeichentrickfilm.Er wurde mit der „Goldenen Leinwand“ausgezeichnet und für den „Golden Globe“ nominiert.

Felix Tremählen, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Vom Jäger zum Familienhund – Lustiger Kobold aus Schottland: der Cairn-Terrier

Hunderassen gibt es viele. Wenn Familien sich einen Hund anschaffen möchten, muss man sich Geanken über die Rasse und den Züchter machen.

Schon wenn man mit dem Auto auf den Hof von Familie Ferber in Weitershausn bei Marburg fährt, wird man mit lautem Gebell begrüßt. Es sind die 14 Cairn-Terrier der Familie. Familie Ferber züchtet, trimmt und verkauft die Hunde, die sehr flink, aufmerksam und fröhlich sind. Familie Ferber, deren Zwinger „Mac Clouds“ heißt, hält die Tiere bei sich im Haus. Sie hat auch einen großen Garten, damit die Hunde dort spielen können.

Der ursprüngliche Arbeitshund hat sich zu einem idealen Familienhund entwickelt. Aufgrund seiner geringen Schulterhöhe, die nur etwa 28 bis 31 Zentimeter beträgt, kann man ihn überall mit hinnehmen, und er kann auch in einer Wohnung leben, da er kein Kläffer ist. Cairn wird vom gälischem Wort „carn“ abgeleitet, was soviel wie Stein, Geröll aber auch Hünengrab bedeuten kann. Es spielt auf die Herkunft und auch auf die Fellfarbe des Cairns an. Er ist nämlich von weizenfarben über rot, hellgrau bis dunkelgrau und in all diesen Farben manchmal auch gestromt.

In den genannten Farben spiegeln sich die Töne des Gesteins seiner schottischen Heimat wider. Ein Cairn-Terrier kann mühelos bis zu 15 Jahre oder sogar mehr erreichen und ist selbst dann noch anhänglich und fröhlich. 1910 ehielt die Rasse den Namen „Cairn-Terrier“, um eine offizielle Trennung zur Rasse der Skye Terrier durchzusetzen.

Der Name Cairn kann auch so gedeutet werden:

Das C bedeutet, dass er charakterfest und charmant ist. Der Buchstabe A steht für aktiv, ausdauernd und anschmiegsam. Das I für individuell und intelligent, und das R für robust und raubeining. Das N bedeutet, dass er natürlich und nicht nachtragend ist.

Mit einem Cairn Terrier hat man sehr viel Spaß!

Alena-Marie Wenning, Rees, Gymnasium Aspel

Satire – Ich bin eine Zielscheibe – Fußballspiel? Nein Danke!

Oha ne! Nicht schon wieder, oder? Ich habe heute schon wieder ein Fußballspiel. 90 Minuten muss ich mich wieder als Torwart abrackern. Dauernd diese Schüsse, ich fühl mich wie eine Zielscheibe. Und dann gibt es noch Verlängerung und ich mir denke:“Du willst doch eigentlich nur noch in dein Bett!“.

Dann gibt es sogar noch Elfmeterschießen. Wieder wie ein Blöder von links nach rechts springen und die blauen Flecken nur so sammeln. Doch am schönsten ist der Morgen nach dem Spiel, wenn man mit den harten Waden und dem einzigartigen Muskelkater wieder auf dem Fahrrad zur Schule sitzt.

Fabian Franzen, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

„Feeniks“ von Synestesia – Melodic Death Metal aus Finnland

Mit dem Album „Feeniks“ haben die Finnen von Synestesia wieder ein grandioses Album veröffentlicht. Dabei verzichten sie im Gegensatz zu manch anderen Bands auf penetrante Keyboard-Passagen und verwenden dafür gut platziert klare Frauenstimmen, durch die sich eine tolle Atmosphäre entfaltet.

Das 38:40 Minuten lange Album „Feeniks“, welches im Melodic Death Metal verankert ist, hat insgesamt zehn Songs, die viel Abwechslung bieten. Vom mehrstimmigen, teilweise auch klaren Gesang, Growls und wunderbaren Melodien bis hin zu einem Instrumental ist alles vorhanden. Zudem sind die Texte weiterhin finnisch gehalten, was hervorragend passt.

Das Album fängt mit dem Song „Nimeni On Feeniks“ an , welcher förmlich zum Kopfschütteln einlädt und durchaus stellvertretend dafür steht, was den Hörer in den nächsten 40 Minuten erwartet. Das darauf folgende „Minun Hymyni Kirkastaa Kasvosi“ besitzt schönen klaren Frauengesang durch den eine leicht melancholische Schwere ensteht. Das Instrumentalstück „Suvanto“ ist einfach gehalten, mit knapp zwei Minuten aber relativ kurz.

Insgesamt haben Synestesia ein sehr gutes, abwechslungsreiches Album produziert, welches gerade für Freunde der härteren Klänge, denen Harmonien und Melodien wichtig sind, wärmstens empfohlen sei.

Alexander B., Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Satire – Der Traum vom Superstar – Mit dem Sieg die Schulden zahlen

Sehr geehrte Frau Putze,

es freut mich, dass Sie sich für die 5. Staffel für DSDS bewerben möchten. Zunächst muss ich Sie aber darüber informieren, wie das Casting abläuft.

Sie werden gut gelaunt in die Stadt fahren, um beim Casting Ihre Künste unter Beweis zu stellen. Ihre gute Laune wird verschwinden, wenn sie liebevoll den Zettel mit Ihrer Startnummer an den Bauch gepresst bekommen, so dass sie schwungvoll in die hinter Ihnen stehende Masse der anderen Bewerber fliegen, die Sie verärgert anstarren und ihnen später auch nur reinzufällig noch einige Male auf die Füße treten.

Sie begutachten nun Ihre Startnummer und stellen fest, dass sie der 1000. „Besucher“ sind und dafür gratis eine Wartezeit von viereinhalb Stunden bekommen. Überwältig setzten sie sich erst einmal hin. Aber nicht, wie Sie jetzt vielleicht annehmen, auf einen bequemen Sessel, sondern auf den rustikalen Holzboden.

Nach den viereinhalb Stunden hat sich die Raumtemperatur auf eine angenehme tropische Hitze von 42 Grad erhöht, und Sie blicken nur noch in rote, aufgequollene Gesichter. Kurz vorm Kollabieren wird Ihre Nummer aufgerufen. Schweißgebadet stehen Sie nun vor der Jury, um Ihr Bestes zu geben. Gelangweilt und mit monotoner Stimme werden Sie begrüßt. Sie beginnen zu singen.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Sollte in den nächsten zehn Sekunden ein Jurymitglied einen Brechreiz bekommen oder sollte die gesamte Jury den Saal verlassen, so war entweder das Essen schlecht oder einfach Ihre Stimme. Wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie jetzt alles geben, denn innerhalb der nächsten 20 Sekunden unterbricht Sie jemand mit brüllender Stimme: „Du bist im Re-Call! Und jetzt raus hier!“

Draußen brechen Sie dann zusammen, weil sie von kreischenden Teenies fast erdrückt werden. Ab jetzt mogeln sie sich von einem Re-Call in den nächsten und nach zwei Monaten werden Sie auf Ihren großen Auftritt vorbereitet.

Ihr Auftritt steht kurz bevor. Eh Sie es bemerken, stehen Sie auf der Bühne vor einem brüllenden Publikum. Die Band fängt an zu spielen. Den Einsatz haben Sie zwar völlig verpasst und als das Lied zu Ende ist, haben Sie nicht einmal mit der zweiten Strophe begonnen, aber alle scheinen begeistert. Sie stehen kurz vor dem Zusammenbruch, weil sie an Ihren Fähigkeiten zweifeln.

Der ohrenbetäubende Lärm lässt Sie zurück auf die Bühne eilen, wo Sie schon als Siegerin gefeiert werden. Die Verkündung haben Sie zwar verpasst, aber das spielt auch keine Rolle mehr. Sie sind Deutschlands neuer Superstar! Ab jetzt werden Sie 20 Mal dieselbe Single herausbringen und damit beschäftigt sein, Ihren Berg Schulden abzubezahlen. Der ist nämlich durch die Gucci- und Prada-Anzüge entstanden, die Sie kaufen mussten, um vor der Kamera zu glänzen. Denn falls Sie dachten, der hässliche Fummel wird Ihnen gesponsert oder das Geld wird Ihnen zurückerstattet, dann haben sie wohl beim Unterschreiben des Vertrags das Kleingedruckte nicht gelesen.

Kevin Derksen, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Ein Muss für Fantasy-Fans – In der Welt der Elfen

Alles begann damit, dass Mandred und einige Krieger von einer wilden Bestie – halb Mensch, halb Eber – angegriffen wurde. Als Mandreds Gefährten getötet wurden und ihm das gleiche Schicksal bevor stand, rannte er zum Signalfeuer, um das Dorf zu warnen. Auf mysteriöse Weise gelang er dort in die Welt der Elfen, nur knapp war er der Bestie entkommen.

In der Welt der Elfen wurde er zur sagenumwobenen Elfenkönigin Emerelle geführt, die die berühmte Elfenjagd ausschickte, um das wilde Tier zu beseitigen. Auf dieser Jagd stelle sich heraus, dass das Tier ein Devanthar war, das gefürchteste Wesen der fünf Welten. In einer Höhle tief in den Bergen stellt sich der Devanthar drei von zwölf übrig gebliebenen Kriegern: Mandred, Nuramon und Faredred. Dort beginnt das Wesen den ersten Knoten eines fürchterlichen Plans zu knüpfen, der Menschen und Elfen noch in tausenden Jahren Schrecken bereiten wird.

Mit „Die Elfen“ hat Bernhard Hennen eine spannende Grundlage für weitere Bücher gelegt und eine Welt erschaffen, die es wirklich verdient, hat ein Bestseller geworden zu sein. Er hat tolle neue Ideen mit Altem zu einem außergewöhnlichen Meisterwerk vermischt, das man am liebsten nicht mehr aus der Hand geben würde. Da hat er geschickt langweilige Stellen in einen Tagebucheintrag gekürzt, um einige Seiten weiter schon wieder einen Kampf zu schildern, der die Leselust noch mehr steigert. Ein Muss für jeden Fantasy-Fan.

Torben Geppert, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Bücher von Freunden sind die besten – Leseratte versus Lesemuffel

Was lest ihr. Warum lest ihr? Ich habe Monika (43) und ihren Sohn Philipp (12) zum Thema Bücher interviewt. Die beiden haben ziemlich unterschiedliche Meinungen.

Wenn ihr euch Bücher holt, wo bekommt ihr die Anregungen her?

Philipp: Wenn ich einen guten Film sehe, interessiert mich manchmal das Buch dazu, oder ich such einfach mal im Geschäft. Manchmal bekomme ich auch in der Schule einen interessanten Titel mit.

Monika: Im Buchladen suche ich, lese Bücher an. Außerdem sehe ich die Bestsellerlisten durch, lese Zeitungsberichte, Kritiken. Und ich verlasse mich auch auf Empfehlungen von Freunden.

Und aus welchem Genre lest ihr?

Philipp: Lektüren. Oder geht’s hier um so etwas wie Krimis oder Romane?

Monika: Du liest hauptsächlich Abenteuergeschichten. Ich lese Krimis und Thriller. Manchmal auch Biografien oder historische Romane – gerne auch „Frauenromane“.

Und wie oft lest ihr?

Philipp: So selten, wie es geht. Eigentlich nur Lektüren, weil mir Lesen keinen Spaß macht.

Monika: Immer, wenn ich Lust und Zeit habe. Ohne Wille macht es keinen Spaß; und wenn man nur 15 Minuten Zeit hat, lasse ich es auch lieber bleiben. Aber wenn ich mal einen halben Tag Zeit habe, lese ich. Oder abends im Bett. Wenn man einmal anfängt, sollte man dranbleiben. Dann kann man gut in der Geschichte abtauchen und einfach mal abschalten.

Lest ihr, weil es Spaß macht? Oder geht es auch um den Lerneffekt?

Philipp: Ich lese meistens für die Schule irgendwelche Sachtexte oder Lektüren.

Monika: Natürlich erweitert man beim Lesen seinen Wortschatz. Aber eigentlich lese ich aus Spaß, weil man den Alltag vergessen kann.

Glaubt ihr, dass Lesen wichtig ist, um die Phantasie weiter auszuprägen?

Philipp: Meine Phantasie ist auch so groß genug.

Monika: Das ist schwer zu erklären. Philipp liest zum Beispiel sehr wenig, trotzdem hat er eine ausgeprägte Phantasie. Aber ich denke schon, dass Lesen wichtig ist, eben weil es die Phantasie anregt. Aber es ist auch wichtig für den Wortschatz, und die Rechtschreibung wird verbessert.

Gebt ihr denn viel Geld für Bücher aus?

Philipp: Ich gebe kein Geld für Bücher aus. Aber wenn ich schon mal ungewollt einen Gutschein bekomme, dann lös ich ihn auch ein.

Monika: Also ich vielleicht 100 Euro pro Jahr.

Philipp: So viel?!

Leiht ihr euch auch Bücher?

Monika: Früher in der Schulbücherei…

Philipp: War ich schon mal in einer Bücherei?

Monika: Ja, wir haben uns dort eine Ausstellung angesehen.

Und von Freunden

Monika: Ja, dann sind sie probegelesen, und man kann sich relativ sicher sein, dass sie gut sind.

Philipp: Außerdem kostet das nichts.

Wie lange braucht ihr für ein Buch?

Monika: Wenn ich dranbleiben kann: zwei bis sieben Tage.

Philipp: Kein Kommentar.

Glaubt ihr, dass es in der Zukunft keine Bücher mehr gibt?

Philipp: Nee, aber dann sind sie nich mehr so beliebt.

Monika: Schwer zu sagen, könnte gut möglich sein. Aber ich habe Probleme, lange am Computer zu lesen. Auf der Arbeit drucke ich lange Mails immer aus. Ich halte lieber etwas in den Händen. Ich fände es sehr schade, wenn keine Bücher mehr gedruckt werden würden. Die Konzentration ist intensiver beim Lesen.

Rebecca Orlowski, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

Schüler und Freizeit – Das Wochenende ist für die Freunde da

„Du schreibst doch bald eine Arbeit, fang doch mal an zu lernen!“ So lautet oft ein Satz vieler Eltern. Doch laut unserer Umfrage bleibt den meisten Kindern nicht mehr viel Zeit zum Lernen, da sie erst spät aus der Schule kommen und sich trotzdem noch mit Freunden treffen wollen oder ihren Hobbys nachgehen möchten. Denn mehr als 90 Prozent aller Befragten treiben Sport und meistens sogar zwei bis drei Mal in der Woche. Doch trotzdem versuchen viele von ihnen, noch regelmäßig zu lernen. Aber dies ist oft schwierig, da einige Schulen sich auf den Ganztag umgestellt haben.

Eine befragte Schülerin sagte, dass es schwierig sei, nach der Schule noch was zu unternehmen, da sie oft spät nach Hause kommt und noch die Schulaufgaben erledigen muss. Aber das Wochenende bietet einem viel Zeit, mit anderen seinen Tag zu verbringen. Zum Beispiel gemeinsam an einen See zu fahren oder einen Videoabend zu gestalten. Die meisten Jugendlichen lernen am Wochenende sehr wenig für die Schule, da sie in der Woche kaum Zeit für andere Sachen haben und dies nachholen wollen.

Einige Befragte gaben auch an, dass sie von ihren Eltern oft um Mithilfe gebeten werde. Sie bekomme dann von ihren Eltern zu hören: „Kannst du nicht mal endlich den Müll raus bringen? Du hockst die ganze Zeit vor dem PC!“ Doch nach unserer Umfrage bei 13- bis 15-Jährigen ziehen es nur etwa 20 Prozent vor, etwas am PC zu machen anstatt sich mit Freunden zu treffen.

Clara Bruckwilder, Michelle Gardemann, Wesel, Konrad-Duden-Gymnasium

Eine Schülerin über die Bahn – Zu Spät, zu voll – einfach stressig

Über den öffentlichen Nahverkehr wird viel diskutiert, die meisten Kunden sind unzufrieden mit dem Angebot und dem Service. Die Schülerin Martha Derksen schildert im Gespräch, was sie von der Bahn hält.

Wenn du die Wahl hättest, würdest du lieber ein anderes Verkehrsmittel nutzen?

Martha: Ja, auf jeden Fall! Ich würde viel lieber mit dem Auto fahren, aber dafür bin ich noch zu jung.

Und wohin fährst du?

Martha: Ich fahre jeden Tag mit der Bahn zur Schule.

Was hälst du generell vom Zug fahren?

Martha: Nicht viel. Die Fahrzeiten sind schrecklich, und die Züge sind meist auch noch überfüllt.

Haben die neuen Fahrpläne auch in Verbindung mit den neuen Bus-Fahrplänen eine positive Wirkung gezeigt, so wie es versprochen wurde?

Martha: Nein! Die Fahrpläne sind überhaupt nicht aufeinander abgestimmt. Ich muss nun jeden Tag eine dreiviertel Stunde auf meinen Anschluss-Bus warten oder mich abholen lassen und morgens auch eine dreiviertel Stunde früher aufstehen, damit ich rechtzeitig zur Schule komme. Hinzukommt, dass die Bahn andauernd Verspätung hat.

Kannst du dir vorstellen, auch später – im Berufsleben – noch die Bahn zu nutzen?

Martha: Nein, eigentlich nicht. Das ist viel zu stressig. Wirklich nur im absoluten Notfall.

Gibt es noch andere Probleme, abgesehen von den Fahrplänen oder der Unpünktlichkeit?

Martha: Ja, da wären zum Beispiel die lebensmüden Menschen. Sie schmeißen sich vor den Zug, und alles verzögert sich noch mehr, das ist auch eine psychische Belastung. Und noch etwas ganz anderes: Ständig werden die Schienen ausgebessert.

Gibt es denn wenigstens zum Schluss etwas Positives zur Bahn zu sagen?

Martha: Da die Fahrten meistens lange dauern, kann man sich mit Freunden unterhalten, lernen oder Hausaufgaben machen. Das kann schon ziemlich praktisch sein.

Emma Derksen, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium