Die „Heute-Show“ – Preisgekrönt – trotz später Sendezeit

Was zeichnet eine Kultsendung aus? Viele Punkte findet man sicherlich in der Nachrichtensatiresendung „Heute-Show“.

Sie wird von Oliver Welke moderiert und jeden Freitag von 22.30 bis 23 Uhr ausgestrahlt. Sie beinhaltet aktuelle Themen der vergangenen Woche. Der Großteil der Sendung besteht meistens aus Witzen, die über Politiker bzw. Politik oder Wirtschaft gemacht werden. Meistens sind es Tatsachen, die völlig absurd erscheinen, aber leider der Wahrheit entsprechen. Die „Heute-Show“ ist unparteiisch. Allerdings heißt das in diesem Falle nicht, dass sie keiner Partei angehört, sondern gegen alles und jeden ist, über den man sich nur irgendwie lustig machen kann. Sie ermöglicht dem Zuschauer, obwohl sie eine Satiresendung ist, einen guten Einblick in das politische Geschehen. Eine eigene Meinung vertritt sie jedoch nicht. Ein Beispiel dafür ist, wie sie zuerst die Eurorettungsschirme veralberte und dann die eurokritische Partei „AFD“.
Der Wahrheitsgehalt dessen, worüber sie sich lustig machen, ist ungewiss. Schließlich weiß man als Zuschauer nie, ob die Befragten nur einen vorgegebenen Text ablesen oder ob sie wirklich ihre eigene Meinung sagen. Auch hier ein passendes Beispiel: Als bei einer Umfrage Demonstranten äußerst deplatzierte Antworten gaben, wurde die „Heute-Show“ beschuldigt, eigens Leute zur Veranstaltung hingebracht zu haben. Darauf versicherte Oliver Welke, dass dies gar nicht nötig sei. Diese Aussage ist jedoch eigentlich irrelevant, da die Antworten – so oder so – lustig sind. Bei den meisten anderen Witzen merkt man außerdem in der Regel selbst, was stimmt und was hingegen überspitzt dargestellt wird. Grundlegend falsche Fakten gibt die „Heute-Show“ nicht, sie übertreibt allerdings manchmal und schwankt zwischen Ironie, Sarkasmus und Spott.
Oliver Welke ist ein lustiger und äußerst passender Moderator, der sein komplettes Publikum zum Lachen bringt. Auch die verschiedenen „Mini – Shows“ sind meistens sehr gut gemacht. Dort versuchen verschiedene Comedians, Oliver Welke in aktuellen Themen zu überreden. Oliver Welke lässt es meist zu einer schlagfertigen Diskussion kommen, in der er immer die besseren Argumente hat und die Argumente der Comedians lächerlich erscheinen. Bei der „Heute-Show“ kann man ebenfalls live im Kölner Studio zuschauen, weswegen die Sendung häufig von Applaus unterbrochen wird. Das kann sich als überaus störend erweisen, da man manchmal nicht alles versteht. Der größte Nachteil ist wohl eine unverständlich späte Sendezeit, obwohl die „Heute-Show“ zu den populärsten Sendungen des ZDF gehört. Man kann aber auch auf der ZDF-Homepage verpasste „Heute-Show“ -Sendungen jederzeit anschauen. (heute-show.zdf.de)
Dennoch macht es immer wieder Spaß, die „Heute-Show“ zu gucken. Sie erhielt dafür häufig Preise, wie etwa den Grimme-Preis 2010. Wir gratulieren zum fünfjährigen Jubiläum.

David Ehrenberg; Philip Niederprüm, 8b, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Solinger Tierschutzverein hilft Großtieren – Auch die Großen brauchen ein Zuhause

Die Stute „Vickie“ stupst uns von hinten an und möchte gekrault werden. Sie braucht täglich viel Liebe, da ihr Fohlen jeden Moment auf die Welt kommen könnte. Sie und 14 andere Pferde leben zusammen mit Schweinen, Gänsen, Ziegen, Schafen und Eseln auf einem gemeinsamen Hof im Solinger Wald.

Frau Blum, die Vorsitzende des Vereins, erzählt uns, dass sie Tiere liebe und so viel wie möglich helfen möchte. Dies wird ihr auch durch Spenden und Patenschaften ermöglicht. Allein ein Pferd muss durch 200 Euro im Monat finanziert werden. Gerne würden Frau Blum und ihre Helfer den Hof verschönern, doch leider reicht das Geld nicht. In erster Linie wollen sie, dass die Tiere gesund bleiben und genug Geld für Futter und Arztkosten vorhanden sind. Oft bekommen sie auch Tiere, die niemand mehr möchte, so Frau Blum. So wie der Hengst „Janosch“. Er kam in keinem guten Zustand in das Tierheim, nun wurde festgestellt, dass „Janosch“ unter Krebs leidet. Nun wird er bis zu seinem Lebensende im Tierheim bleiben, da es unverantwortlich wäre, ihn zu vermitteln.
Doch die meisten Pferde warten auf Besitzer, die ihnen ein nettes Zuhause bieten. Frau Blum möchte den Mensche nahe legen, die Augen offen zu halten. Sie sind gerne bereit, das Tier wieder aufzunehmen, wenn es nicht klappen sollte. Viel zu oft erleben sie, wie ein Tier nicht mehr zu retten ist und durch seinen schlechten Zustand leider verstirbt. Diese Momente machen die ehrenamtlichen Arbeiter sehr traurig.

Ein kleiner Wasserschaden ist entstanden, ein paar Tiere stehen in ihren Boxen wie die kleine „Maja“. Sie kam mit kaputten Beinen auf den Hof und steht nun wieder mitten im Leben. Auch in den Boxen ist es wegen des Regens leicht feucht, aber das macht den Tieren nichts aus. Eigentlich sollten die zwei Ponys „Janosch“ und „Maja“ mit den anderen Tieren draußen grasen, aber sie sind die „Weicheier der Herde“, scherzt Frau Blum. Die Tiere kommen abgemagert und oft krank nach Solingen, da die ehemaligen Besitzer es nicht schaffen, die Kosten für die Pflege der Tiere zu decken und sonst der Schlachter droht.
„2010 gründeten mein Mann und ich den Verein mit gerade mal zwei Pferden, doch es wurden immer mehr, so dass wir 2012 auf diesen Hof zogen und andere freiwillige Arbeiter suchten“, äußert sich Frau Blum. Jedem Tier könnte man durch eine Patenschaft helfen und ihm ein glückliches Leben zu ermöglichen, außerdem sind auf dem Hof auch privat Tiere zu finden –  wie drei Esel, die nicht vermittelt werden. Wenn man an einem Tier Interesse hat, sollte man ihm öfters Besuche abstatten. Zusätzlich wird das zukünftige Zuhause noch von dem Verein kontrolliert und man sollte in Kontakt bleiben. Wenn diese Kriterien vollständig erfüllt sind, kann das glückliche Tier endlich in sein neues Zuhause.

Lena Kläsel, Leonie Schmeinta, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene – Diagnostik an der Uni Düsseldorf

Das Universitätsklinikum Düsseldorf besteht aus vielen verschiedenen Kliniken und Instituten.
Eins davon ist das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, das sich der Erforschung und Diagnostik von Infektionskrankheiten widmet.

Für die Diagnostizierung der Erreger werden Patientenproben aus dem Klinikgelände und aus Krankenhäusern der Umgebung an die Annahmestelle geliefert. Patientenproben können beispielsweise aus Blut, Serum (wässrige Bestandteile des Körpers), Stuhl und Urin bestehen.
In der Annahme werden die Daten der Patienten elektronisch erfasst. Von dort aus geben die Mitarbeiter das Material an die zuständigen Labore weiter. An diesen Arbeitsplätzen werden die Proben für das weitere Vorgehen aufgearbeitet. Den Nachweis der Erreger ermittelt man mit folgenden Möglichkeiten: Mikroskopie, Anlegen von mikrobiologischen Kulturen, PCR (Polymerasekettenreaktion). In der serologischen Abteilung kümmert man sich um die Ermittlung der Antikörperbildung.
Durch die neue Methode PCR steht ein Ergebnis bereits nach vier Stunden statt normalerweise in zwei Tagen fest. Bei Pilzerregern beträgt die Dauer manchmal sogar bis zu sieben Tage. Das Ergebnis der Untersuchung hält man elektronisch fest und es wird eine Behandlungsempfehlung aufgrund eines Erreger-Resistenznachweises (Widerstandsnachweis) gegeben. Bei kritischen Fällen teilt der zuständige Laborarzt oder die zuständige Laborärztin dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin den Befund telefonisch mit.
Zur Sicherheit des Probenmaterials der Mitarbeiter, der Mitarbeiterinnen und der Patientendaten sind die Laborbereiche verschlossen, nur erfahrene und zugehörige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben Zutritt.
Die diagnostischen Bereiche sind seit 2006 anerkannt, dadurch ist ein hoher Standard in der mikrobiologischen Diagnostik gewährleistet. Das gesamte Material wird am Ende einer Untersuchung in dafür vorgesehenen Behältern gesammelt und durch ,,Autoklavieren“ (Desinfizieren) vernichtet.
Laut Prof. Dr. Klaus Pfeffer, Leiter des Instituts, fallen die Zukunftsaussichten positiv aus, obwohl es immer wieder Keime gibt, die durch Antibiotika derzeit nicht mehr bekämpft werden können. Jedoch stellt man viele neue Medikamente her, die sehr gut einsetzbar sind.

Valentina Picciurro, Jana Buchholz, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

„Wir wollen ein gutes, neues Zuhause werden“ – Das Leben der Jugendlichen im Kinderheim Hilden

Wie ist es in einem Kinderheim aufzuwachsen? Welche Kinder werden dort betreut? Und: Wie feiert man dort Weihnachten? Diese Fragen haben wir uns auch gestellt und haben das evangelische Kinderheim Hilden besucht, um uns mit dem Heimleiter Hans Delcuve darüber zu unterhalten.

Wir stehen vor einem blauen Haus. Nichts wirkt zunächst außergewöhnlich. Zwölf Heimerzieher mit 24 Kindern. Die Geschlechter sind gemischt. Die Jugendlichen werden erst ins Heim eingewiesen, wenn es innerhalb der Familien Streitigkeiten gibt oder sogar Missbrauch verübt wurde. Sieben- bis Achtzehnjährige bekommen hier einen Platz. Die Betreuer bieten Jugendlichen Möglichkeiten, sich in ihren Stärken zu entwickeln und eventuell verloren gegangene Freude am Leben und Spaß am Lernen wiederzufinden. Das Heim kann jedoch keine Kinder und Jugendliche aufnehmen, die unter Sucht leiden und psychotisch erkrankt sind sowie schwer körperlich und geistig Behinderte.
Wir haben Hans Delcuve danach gefragt ob es eine bestimme Regel der Erziehung gäbe, die die Betreuer beachten müssen. Die Kinder leben nach einem sogenannten „Levelsystem“. Es gibt drei Levels. Das erste Level dauert vierzehn Tage an, in denen man sich intensiv untereinander kennenlernt. Im zweiten und dritten Level vertrauen Betreuer den Jugendlichen insoweit, dass sie größere Freiheiten bekommen. Dieser Prozess dauert insgesamt drei Monate.
Am nächsten Tag ist es soweit: Dustin hat Geburtstag. Der Frühstückstisch ist mit vielen Süßigkeiten bunt geschmückt und sein gewünschtes Geschenk liegt ebenfalls auf dem Tisch. Fast genauso sieht es an Weihnachten aus. „Am 23. Dezmeber wird eine interne Weihnachtsfeier durchgeführt, bei der die Kinder den Weihnachtsbaum selbständig schmücken und sich danach ordentlich kleiden, um sich gegenseitig zu bescheren“, so der Heimleiter. Wie auch Sie bestimmt haben wir uns die Frage gestellt, wie es mit den Problemen und Risiken der Kinder zugeht. Darauf gibt uns Hans Delcuve folgende Antwort: „Anfangs haben die jüngeren Kinder Heimweh und halten sich vom Rest fern. Wir tun unser Bestes, damit die Kinder sich wohl fühlen. Kommen neuen Jugendliche ins Heim, zeigen andere Bewohner ihnen ihre neue Umgebung. Die Betreuer geben regelmäßig Feedbacks zur Entwicklung der Kinder, damit sie sich ein eigenes Bild verschaffen. Neigt sich die Entwicklung ins Negative, werden sie in die Psychiatrie Düsseldorf geschickt, wo sie für eine längere Zeit bleiben.“
Wie auch in jedem anderen Heim, gibt es Regeln zu beachten. Unter der Woche müssen die Jugendlichen spätestens um halb elf zu Hause sein. Werden diese Regeln nicht beachtet, werden auch hier die Kinder bestraft. Einsperrung und Folter? Nein, das dürfen die Erzieher nicht und würden es auch nicht machen. Damit die Jugendlichen ihrer Tat bewusst sind, wird nochmals über die Regeln gesprochen. „Anders werden die Kinder nicht bestraft, denn wir wollen ein gutes, neues Zuhause werden.“

Jelena Dilara, 8a, Gymnasium Am Neandertal Erkrath

Und wieder einmal wird Technologie ausgenutzt – Das Internet als „Mobbingplattform“

Das Internet ist eine Innovation unseres Zeitalters.Es hat viele positive Aspekte, bringt jedoch auch einige negative mit sich – eine davon ist Cybermobbing.

Das Cybermobbing ist eine Art des Mobbings, die durch moderne Kommunikationsmittel ermöglicht wird und hauptsächlich Jugendliche betrifft. Es ist ein großer Unterschied, ob eine Person im Internet gemobbt wird oder auf eine andere Art und Weise. Denn im Internet kann der Täter anonym vorgehen, ohne dass das Opfer ihn erkennt. In der „Wirklichkeit“ steht der Täter dem Betroffenen offen gegenüber und das Opfer weiß, wer der Täter ist. Meistens wissen die Gemobbten beim Cybermobbing nicht, wer der wahre Täter ist, beziehungsweise die Täter sind. Diese Person ist oft im näheren Umfeld der „realen“ Welt.
Auch Schüler des Pascal-Gymnasium äußern sich zu dieser Thematik. ,,Es ist keine gute Sache und die, die das machen, haben keine Ahnung, wie sich das Opfer fühlt“, erzählt uns Yusra Hashimi(15). Doch warum kommt es überhaupt zum Cybermobbing, beziehungsweise zum Mobbing? Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen gemobbt werden. Zum einem, weil der Täter Anerkennungen will, um seinen Rang in der Gruppe aufzubessern, oder weil sich Wut und Aggressionen in ihm stauen und er diese irgendwo ablassen muss. Es bestehen auch teilweise eigene Ängste solch ein Opfer zu werden. Außerdem soll es einfach seine Macht zeigen und signalisieren, dass er über anderen steht.
Doch es gibt Möglichkeiten, sich dagegezu wehren. Das Wichtigste ist, dass wenn du Opfer eines Cyberangriffes wirst, nicht darauf reagierst. Pia Rühman (14), eine weitere Schülerin, sagt:,,Ich würde die Person persönlich darauf ansprechen.“ Dies ist eine der vielen Möglichkeiten. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, sich gegen solche Internetangriffe zu wehren.
Man kann die „Beweise“ (auf dem Handy als Screenshot) sichern und sich an eine Person wenden, der man vertraut. Außerdem sollte man auf seine Privatsphäre achten und sich professionelle Hilfe (Polizei, Jugendtelefon, Lehrer, Eltern etc.) suchen, falls die Angriffe Überhand nehmen. Wenn die Täter das Aussehen, Familie oder Eigenschaften kritisieren, nur um dich zu verletzen, sollte man nicht darauf reagieren, weil der Täter so genau das erreicht, was er wollte. Deswegen sollte man nicht die Augen vor Cybermobbing verschließen, denn es könnte jeden treffen. Man sollte, wenn man Cybermobbing beobachtet, nicht tatenlos zusehen. Man kann dem Opfer helfen, indem man Daten sichert und dem Opfer „bereitstellt“. Denn jede Form, von Veröffentlichung privater Dateien bis zu Hassmails, ist strafbar und kann gesetzlich verfolgt werden.
Quellen:http://www.cybermobbing-hilfe.de und
http://gegen-cybermobbing.de

Hanna Schillings, Eva Rüttges, 8a, Pascal-Gymnasium Grevenbroich

Chemielaboranten und Chemiker – Chemielaborant – Wer ist das?

„Chemielaboranten und Chemiker sind das Gleiche“, denken viele. Als ich mit ein paar Mitschülern zu Currenta nach Dormagen fahre, geht es mit genauso. Aber eigentlich sind das vollkommen verschiedene Berufe. Und das erfahren wir wenig später bei einem Besuch im Labor.

Ein Chemiker arbeitet an den größeren Systemen des Betriebs, ein Chemielaborant hingegen im Labor und stellt zum Beispiel kleinere Probe-Stoffmengen her, untersucht verschiedene Reaktionen. Und falls etwas bei den Chemikern schiefläuft, analysiert er den Stoff, um den Fehler zu finden. Das erklären uns zwei Auszubildende, nachdem wir durch unterschiedliche Abteilungen geführt worden sind und schon von anderen Berufen Eindrücke gesammelt haben.

Chemielaboranten arbeiten meistens mit Lösemitteln oder Stoffen wie Kaliumbromat, aber auch mit ätzenden Säuren. „Wenn man sich an die Sicherheitsregeln hält, ist dieser Beruf nicht gefährlicher als andere“, antwortet Svenja N. auf die Frage, ob der Beruf gefährlicher sei. „Trotzdem muss bei allen Stoffen aufgepasst werden“, erwidert ihr Kollege Sombatt N.
Beide sind seit August 2012 in der Ausbildung zum Chemielaboranten und erklären, dass sie dreieinhalb Jahre für die Ausbildung brauchen. Diese wird in drei Parts unterteilt, sie bestehen aus Unterricht, praktischer Übung, also Versuchen, und Betrieben, in denen man den Ablauf kennenlernt. „Betriebe bedeuten Routine und sind deshalb meistens nicht so spannend wie die Versuche“, meint die 21-Jährige. Außerdem erzählt sie, dass man sogar mit Medikamenten wie Aspirin und Paracetamol arbeitet und Versuche macht.

Ihre Arbeit verrichten die beiden zwischen 7.30 und 16.30 Uhr. Sie haben jedoch auch Schichtdienst. Zuletzt wollte ich noch wissen, was man für Voraussetzungen oder Talente haben sollte, um den Beruf zu erlernen. „Grundwissen ist natürlich wichtig, aber Feinmotorik und Spaß sind viel wichtiger“, antwortet Sombatt N. Am Ende des Tages war uns allen eines klar: Es gibt jede Menge Jobs, die wir nicht kennen oder für einen anderen halten.

Ronja Diesing, 8a, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen

Ein Tag im Tagebau – Eine Fahrt mit der Werksbahn

Am Freitag, 9. Mai 2014, waren ich und sieben Andere aus meiner Klasse bei der Werksbahn von RWE in Bergheim. Unser Lokführer Manni war sehr nett und lustig, als wir in die Lokomotive gestiegen sind, hat er direkt gesagt:
„Hallo, ich bin der Manni und bei uns im Werkbau duzen wir uns alle!“.

Es gibt dort 63 Lokführer und darunter ist nur eine Frau, hat er uns erzählt. Täglich transportieren die Fahrer rund 1400 Tonnen Braunkohle hin und her, das sind etwa 14.000 Schubkarren an Braunkohle. Der Zug mit dem wir gefahren sind, war 180 Meter lang und wir hatten 13 Waggons. Wir sind mitgefahren, als die Züge beladen wurden und nass gemacht wurden. Es hat circa 30 Minuten gedauert, bis die Kohle nass war. Die Kohle wird nass gemacht, damit sie nicht austrocknet.
Wir durften auch selber einmal fahren, das war ziemlich cool. Man darf auf den Gleisen zwar nur 50km/h fahren, aber es war trotzdem richtig cool. Nur, man muss immer in unterschiedlichen Abständen auf ein Pedal treten, damit der Zug weiß, dass man noch da ist, wenn man da nicht drauftritt. Wenn das Signal „SIFA“ kommt, bleibt der Zug stehen. Und als wir an Schienenarbeitern vorbeigefahren sind, mussten wir hupen und ein Arbeiter musste dann ein Fahne schwenken, damit die anderen Arbeiter gewarnt sind, dass eine Lokomotive kommt.
Es war sehr interessant, einen Tag in der Werksbahn zu verbringen und zu beobachten, was verschiedene Arbeiter im Tagebau machen. Arbeiten möchte ich dort aber nicht.
Wie stellen Sie sich denn einen Tag im Tagebau vor?

Anika Lenzen, 8a, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen

Was gibt es bei RWE Power zu entdecken? – Die Werkbahn von RWE Power

Am 9. Mai 2014 waren wir, zwei Jungen und sechs Mädchen aus der Gesamtschule in Nievenheim, bei der Werkbahn von RWE Power. Der Eisenbahnbetrieb gehört zu den größten Privatbahnen Deutschlands.

Im internationalen Vergleich ist der Eisenbahnbetriebe von RWE Power eine der größten Schwerlastbahnen der Welt. Von den 300 Kilometer Gleisnetz sind etwa 185 Kilometer für Schwerlasttransporter ausgestattet und für eine maximale Geschwindigkeit von 60 km/h geeignet. Die Hauptstrecken sind die Nord-Süd-Bahn und die Harmbachbahn. „Es gibt nur eine Frau als Lokführer in unserem Betrieb“, so Herr Maqua, der Leiter der 80 Lokführer in diesem Betrieb. Im Braunkohlebergbau von RWE gibt es insgesamt circa 580 Mitarbeiter davon über 270 im eigentlichen Betrieb der Bahn, circa 180 zur Instandhaltung des Gleisnetzes und der Fahrzeuge sowie circa 130 Mitarbeiter im Bunkerbetrieb.
Der Betrieb verfügt über fast 50 Lokomotiven und etwa 1000 Waggons. „Das Schienennetz hat über 300 Kilometer Gleislänge“, so Detlef, einer der Mitarbeiter. Jährlich transportiert die Werkbahn rund 65 Millionen Tonnen Rohkohle.
In den Tagebauen Hambach und Garzweiler werden mehr als zehn Kohlesorten gewonnen. Die rund 65 Millionen Tonnen im Jahr aus den Tagebauen Hambach und Garzweiler werden mit der Bahn zu den Kraftwerken Niederaußen, Neurath, Frimmersdorf, Goldberg sowie Fortuna-Nord, Frechen und Ville/Berrenrath geliefert.
Die Züge werden in den Tagebauen fast automatisch beladen. Dabei fahren sie durch eine Beladebrücke auf der ein Förderband verläuft. Die Kohle wird durch einen Trichter von oben in die Waggons gefüllt. Dies dauert etwa 15 Minuten und man bekommt 1400 Tonnen Kohle verladen.
Da die Rohstoffversorgung der Kraftwerke rund um die Uhr gewährleistet sein muss, läuft der Kohlezugbetrieb dreischichtig (jeweils acht Stunden) und an allen sieben Tagen der Woche. “ Damit man merkt, dass der Lokführer nicht einschläft, müssen diese immer im Minutenabstand eine Taste drücken, die Sifa heißt. Wenn diese nicht gedrückt wird, bremst der Zug und bleibt stehen“, so Stephan, einer der Lokführer. Die Züge fahren nicht nach Fahrplan, sondern so, wie sie gebraucht werden.

Laura Kruchen, 8a, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen

Im RWE Tagebau geht langsam alles zur Neige – RWE muss kämpfen

Garzweiler ist das größte Braunkohleabbaugebiet von RWE. Doch das geplante Abbaugebiet soll verkleinert werden. Drei Dörfer wurden schon umgesiedelt, weitere zwei werden folgen.

„So etwas ist natürlich sehr hart“, sagt ein Mitarbeiter von RWE. Doch die Menschen bekommen eine Abfindung und können auch in ein neues Dorf ziehen, was sie nach ihren Wünschen gestalten dürfen. Sie fragen sich vielleicht, warum immer noch so viel Braunkohle gefördert wird. Weil immer noch 25 Prozent des Stroms aus Braunkohle gewonnen wird.
Doch es sollen bald 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Ein Mitarbeiter von RWE sagt, dass Garzweiler I schon groß ist, aber Garzweiler II nochmal so groß sein wird wie Garzweiler I. Doch das steht nicht mehr fest. Die rot-grüne Landesregierung hat sich nach starken Protesten der Anwohner auf eine Verkleinerung von Garzweiler II geeinigt. Die 1500 Menschen, die in Holzweiler leben, bleiben von den Baggern verschont und müssen nicht umsiedeln. Doch keiner weiß, wie weit die Bagger von Holzweiler entfernt bleiben.
Auch die 11.000 Arbeiter, die RWE beschäftigt, haben Angst um ihre Arbeitsplätze, die sie verlieren könnten. Die Arbeiter bei RWE arbeiten im Dreischichtdienst, immer acht Stunden. Das Braunkohlegebiet hat auch noch ein eigenes Bahnnetz und den größten mobilen Bagger der Welt.
Der Abbau endet voraussichtlich 2045. Das zurückbleibende Riesenloch wird mit Rheinwasser gefüllt und es entsteht einer der größten Binnenseen Deutschlands.

Maximilian Clauß, 8a, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen

Besuch bei RWE Power – Ein Weg zur Energie

Wie viel Arbeit steckt eigentlich dahinter, wenn man morgens das Licht anmacht? Oder einen Kaffee kocht? Mit unserem Ausflug zu RWE Power wollten wir dieser Frage nachgehen.

RWE Power (ehemals Rheinbraun) ist mittlerweile der größte Stromlieferant Deutschlands. Eine Sparte der Energiegewinnung ist die Braunkohle. Sie wird in NRW (in Garzweiler) abgebaut.
Wir, eine kleine Gruppe aus der 8a der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen, hatten die Möglichkeit, einen Transportweg für die Braunkohle kennen zu lernen: Die Werkbahn.
Die Werkbahn, die seit circa 60 Jahren existiert, liefert die Braunkohle, etwa 100 Millionen Tonnen im Jahr, vom Tagebau Garzweiler zu den Kraftwerken der Umgebung, wie zum Beispiel das  Kraftwerk Niederaußem, Neurath, Frimmersdorf und Goldberg.
RWE Power hat ein Schienennetz von 300 Kilometern. Die Bahnfahrt hat ein übliches Tempo von 60 km/h. Es sind 14 Diesellokomotiven und 700 Wagons im Einsatz. Die Beladung der Wagons geht fast automatisch. Man durchfährt eine Beladebrücke, auf der ein Förderband verläuft, von der die Braunkohle in die Waggons geladen wird. Eine Beladung des 180 Meter langen Zugs, der fast 2.000 Tonnen auf die Gleise bringt, dauert circa 14 Minuten. Die Lok hat circa 3.800 PS. Es wird rund um die Uhr alle 365 Tage im Jahr gearbeitet. Um Lärm und Feinstaubbelastung zu vermindern, bewässert RWE Power die Abbaugebiete durchgehend.
Als Lokführer hat man eine Arbeitsschicht von 8 Stunden, aufgeteilt in Tages- und Nachtschichten. „Eine Besonderheit gibt es bei uns im Unternehmen. Wir haben seit kürzestem die erste und einzige Lokführerin“, sagte Herr Maqua von RWE Power. Um bei RWE als Lokführer arbeiten zu können, braucht man mindestens einen Hauptschulabschluss. Meistens werden die Auszubildenden auch übernommen. Zusätzlich kann man zum Beispiel noch eine Ausbildung zum Elektriker machen.
Wir möchten uns bei RWE Power für ein paar sehr informative und interessante Stunden bedanken.
Im Großen und Ganzen steckt sehr viel Arbeit und dahinter, damit wir morgens das Licht anmachen und uns einen Kaffee machen können, obwohl es uns manchmal wie selbstverständlich vorkommt.

Katharina Hettwer, 8a, Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen