Archiv der Kategorie: Düsseldorf

Infektionen – Mit Kupfer gegen Krankenhauskeime

Bis zu 15.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen einer Krankenhausinfektion. Die Keime bleiben an Gegenständen, die häufig berührt werden, wie zum Beispiel Türklinken, Lichtschaltern, Infusionsständern, Bettgestellen und Handläufen, den sogenannten „Hot-Spots“, hängen und können dadurch andere Menschen infizieren.

Die herkömmlichen Desinfektionsmaßnahmen helfen nur unzureichend, die Hot-Spots keimarm zu halten. Kupfer und Kupferlegierungen wirken antimikrobiell, das bedeutet, sie töten Bakterien und andere Mikroorganismen ab. Innerhalb von zwei Stunden werden 99,9 Prozent  der Bakterien eliminiert. Auf herkömmlichen Materialien wie Kunststoff, Edelstahl oder Aluminium überleben die Erreger bis zu drei Tage. Die Schnelligkeit, mit der die Bakterien abgetötet werden, hängt davon ab, wie viel Kupfer das Material enthält. Je höher der Kupferanteil, desto schneller werden die Bakterien abgetötet.

Nach Aussage von Dr. Klaus Ockenfeld vom Deutschen Kupferinstitut, muss die Legierung aber mindestens 65 Prozent Kupfer enthalten, um die antimikrobielle Wirkung zu gewährleisten. Laut Ockenfeld „kann der Rest von verschiedenen anderen Metallen oder chemischen Stoffen eingenommen werden, zum Beispiel Zink.“. Reines Kupfer wirkt am besten, jedoch ist das Material sehr weich und eignet sich dadurch nicht für viele Anwendungen. Ockenfeld: „Es gibt Legierungen, die genauso hart werden können wie Edelstahl und ebenfalls sehr gut wirken. Es sind circa 3000 Kupferlegierungen bekannt. Jedoch gibt es wegen der Mischvielfalt noch viele weitere, bislang unentdeckte Kupferlegierungen“.

In den USA hat die Umweltschutzbehörde (EPA) die Wirksamkeit bestätigt und antimikrobielles Kupfer als Material für Kontaktoberflächen registriert. Aktuelle Studien der Medical University of South Carolina haben gezeigt, dass die Gefahr von Infektionen auf Intensivstationen nach der Umrüstung auf Materialien mit Kupferoberfläche um 58 Prozent gesenkt werden kann.

Es ist keine Frage des Geldes, dass Einrichtungsgegenstände aus Kupfer bislang noch nicht flächendeckend in Krankenhäusern eingesetzt werden. Kupfergegenstände sind nur geringfügig teurer als herkömmliche Materialien. Meistens ist es eher eine Frage der Unwissenheit, denn nur wenige Hygieniker sind darüber informiert, dass der Einsatz von Kupfer bei den „Hot-Spots“ das Infektionsrisiko deutlich senken kann.

Doch deutsche Gesundheitseinrichtungen rüsten um. Nach einem weltweit beachteten Feldversuch „Antimikrobielle Kupfer-Oberflächen“ an der Asklepios Klinik Wandsbek breitet sich seit 2009 von Hamburg aus ein Netz mit weiteren Referenzprojekten in Deutschland aus. So hat das Allgemeine Krankenhaus Hagen im Rahmen einer Sanierung die Kinder-Intensivstation mit Kupferbauteilen ausgestattet. Vorrangig werden Tür- und Fensterbeschläge, Lichtschalter und Handgriffe aus antimikrobiellem Kupfer eingesetzt. Dabei sind vielfältige Farben, Formen und Oberflächen möglich. Zudem ist Kupfer ökologisch, denn es kann zu 100 Prozent recycelt werden.

Hendrik Mainz, 8b, Freie Christliche Schule, Gymnasium, Düsseldorf

Die EU regelt das Erbrecht neu – Ab 2015 erben Europäer anders

Schätzungen des statistischen Bundesamtes haben ergeben, dass in den nächsten zehn Jahren allein in Deutschland mehr als 800 Milliarden Euro vererbt werden. Jeder zwölfte Erbfall wird internationalen Bezug haben.

Momentan gibt es in jedem EU- Land ein eigenes Erbrecht. So kennt Deutschland das „gemeinschaftliche Testament“ und den „Erbvertrag“. In Spanien werden diese Regeln jedoch nicht anerkannt. Wenn bisher ein EU- Ausländer in einem fremden Mitgliedsstaat verstarb, wurde von den Richtern erwartet, dass sie alle 28 Rechtsordnungen kannten. Durch die neue Verordnung wird das nationale Recht nicht aufgehoben, sondern die Zuordnung neu geregelt. Bisher war die Nationalität des Verstorbenen entscheidend. Für Erbfälle ab dem 17. August 2015 ist innerhalb der EU der gewöhnliche Aufenthalt ausschlaggebend.

25 von 28 Mitgliedsstaaten haben dieser Regelung zugestimmt. Für die Länder England, Irland und Norwegen verbleibt es bei der aktuellen Regelung, die auch für alle übrigen Länder gilt. Hier ist das internationale Privatrecht (IPR) anzuwenden. Dabei wird durch teilweise sehr komplizierte Regelungen das anzuwendende Erbrecht ermittelt.

Allerdings führt auch die neue Regelung nicht immer zum gewünschten Ergebnis.
Verstirbt ein deutsches Ehepaar im Haus auf Mallorca, so bestimmt sich der Erbe nach aktueller Rechtslage nach deutschem Recht, da an die Nationalität der Verstorbenen angeknüpft wird. Dies ist häufig auch gewünscht, da die jüngere Generation in Deutschland lebt, und auch das Ehepaar, trotz des gewöhnlichen Aufenthaltes, sich immer noch als Teil der deutschen Rechtsordnung sieht.

Mit der neuen europäischen Norm wird an den gewöhnlichen Aufenthalt angeknüpft. Somit vererbt ein deutsches Ehepaar nach spanischem Recht. Dazu meint Steuerberater Thomas Terhaag: „Vermögensübergänge mit inter­nationalem Bezug sollte man nicht den allgemeinen gesetzlichen Regelungen überlassen. Die neue EU-Verordnung mag es der Justiz einfacher machen. Wer aber sicher gehen will, dass sein letzter Wille auch als solcher durchgeführt wird, sollte das testamentarisch aktiv regeln.“

Die Lösung für das deutsche Ehepaar liegt also in der Anordnung, das deutsche Erbrecht beim Vermögensübergang anzuwenden. Das wird durch die neue EU- Erbrechtsverordnung auch ausdrücklich erlaubt. „Das Merkmal des gewöhnlichen Aufenthalts ist ein unbestimmter Rechtsbegriff und wird in seiner Auslegung die Gerichte lange beschäftigen. Als Gestaltungsmittel ist das reine Abstellen auf den gewöhnlichen Aufenthalt geradezu gefährlich und führt nicht zur Rechtssicherheit“, sagt Steuerberater Thomas Terhaag, der zugleich auch Fachberater für Testamentsvollstreckung und Nachlassverwaltung ist.

Dies weist auf die Probleme der gesetzlichen Erbfolge hin. Diese lassen sich umgehen, indem man ein Testament macht. Man macht es aktiv und in vollem Bewusstsein. „Anders erben“ ist also keine Frage der Nationalität oder des gewöhnlichen Aufenthalts, sondern der Vorbereitung des Vermögensübergangs.

Kim Terhaag, 8b, Freie Christliche Schule, Gymnasium, Düsseldorf

Rafael Nadal bester Spanischer Sportler?! – Rafael Nadal

Am 3.Juni.1986 wurde ein Junge namens Rafael Nadal Panera in Manacor auf Mallorca geboren. Seine Profikarriere begann mit 14. Nadal besiegte den Wimbledon-Sieger von 1987.

Er gewann sechs weitere Titel. Am Jahresende war Nadal um 611 Plätze aufgestiegen nun auf Platz 200. Mit 17 erreichte er in Wimbledon als damals jüngster Spieler die dritte Runde. Nun stand er auf der 49. 2004 gelang es ihm, Roger Federer (damals 1.), zu besiegen. Eine Verletzung zwang ihn zu einer dreimonatigen Pause. Sein erster ATP-Sieg war im August. 2005 hatte Nadal seinen Durchbruch, mit 19 schaffte Nadal es der jüngste Sieger eines Grand-Slam Turniers zu werden. 2006 gewann er fünf Turniere. 2007 stellte er mit 81 Siegen hintereinander einen neuen Rekord auf. Der vorige betrug 75. Mit dem Sieg über Federer bekam Nadal in Monte Carlo seinen vierten Titel in Folge. Beim Turnier von Cincinnati verlor Nadal, Federer jedoch war jedoch bereits vorher ausgeschieden, so konnte Nadal ihn im August 2008 den 1. Platz auf der Weltrangliste abnehmen. Federer war bis zu dem Zeitpunkt 237 Wochen erster.
Danach musste er wegen einer Knieverletzung alle weiteren Turniere absagen. 2009 gewann Nadal seinen sechsten Grand-Slam-Titel. Durch eine Verletzung konnte Nadal nicht an Wimbledon teilnehmen, so wurde Federer wieder Erster. 2010 in Madrid bekam er nun seinen 18. Titel und brach damit Andre Agassi’s Rekord von 17.
Mit nur 24 Jahren war er erst der siebte und dazu der jüngste Tennisspieler, der alle Grand-Slam Turniere gewann. 2011 verlor er sechsmal gegen den Serben Novak Djokovic. 2012 musste er in Miami das Match gegen Andy Murray wegen einer Verletzung absagen. Im Juni 2012 verlor er zum ersten Mal seit 2005 bei einem Grand-Slam-Turnier, gegen Lukas Rosol 98 Plätze weiter hinten war. Im Juli gab Nadal bekannt, dass er wegen einer Knieverletzung nicht an Olympia teilnehmen würde. Nadal erklärte bald darauf, dass er länger aussetzen müsse.

Im Februar 2013 war Nadal nach acht Monaten Pause wieder da. Sein „Comeback“ war erfolgreich. Bei einem Interview sagt Nadal, dass es seinem Knie immer besser gehe. Er sagt, er spiele gut, aber noch nicht in Bestform. Er sei jedoch in einer Form von der er nicht mal geträumt hätte. Nach der Verletzung haben ihm einige geraten, seine Spielweise zu ändern, sein Kommentar dazu, er könne seine Spieltechnik nicht einfach ändern. Seine Antwort auf die Frage, ob er es schaffen würde so ein hohes Niveau zu erreichen wie vor der Verletzung, lautete verkürzt so: Das ist mein Ziel, und wenn es mir mein Knie erlaubt, werde ich hart daran arbeiten. Ich glaube nicht das ich vergessen habe wie man Tennis spielt. Es erfordert harte Arbeit, aber das ist ja das Schöne am Sport: hohe Ziele zu haben, die man erreichen kann, durch harte Arbeit, Kampfgeist und, wenn man sich selbst übertrifft.
Nun wurde er von der spanischen Sportzeitschrift „Marca“ zum besten spanischen Athleten aller Zeiten gewählt.

Alina Storm, 8b, Freie Christliche Schule-Gymnasium

Was verbirgt sich hinter dem Beruf des Ingenieurs? – Spannender als man denkt!

Der Beruf Ingenieur ist ein sehr bedeutsamer Beruf, denn ein Ingenieur arbeitet auf technischem Gebiet und plant technische Anlagen mit hoher Energie-Effizienz in Gebäuden, jeglicher Nutzung und Art.

Im allgemeinen beschäftigt er sich mit den technischen Möglichkeiten verschiedener Fachbereiche. Diese Fachbereiche ergeben am Ende zusammen ein Projekt. Ein Projekt ist ein Bauvorhaben, wofür man die Planung der Gebäudeausrüstung übernimmt. Der Weg ein Projekt zu erhalten, erfordert Geduld, denn als erstes lernt man den Kunden kennen und macht sich ein Bild von dem, was er für ein Leistungsbild hat und ob man dieses mit seiner Zeit und dem vorhandenen Personal erfüllen kann.

Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, gibt es zwei Möglichkeiten sein Angebot abzugeben: Entweder schickt man sein Angebot an den Bauherrn oder man wird zu einem Wettbewerb mit seinen Zeichnungen, Kosten und technischen Konzepten eingeladen. Im besten Fall bekommt man eine Zusage und man kann sich dem Projekt mit voller Energie zuwenden. Hierzu stimmt man die Termine mit den beteiligten Personen ab und spricht die genauen Wünsche des Bauherren bei einer mehrstündigen Besprechung durch, damit auch nichts vergessen wird und man ganze Leistungen erbringen kann. Während einer Besprechung schreibt immer der Besprechungsführer das Protokoll, als Beleg, was alles besprochen wurde und keine Besprechungsinhalte verloren gehen. Wenn die Besprechung beendet ist, macht sich jeder an seine Arbeit.

Die Mitarbeiter die an dem Projekt beteiligt sind, arbeiten alle an einem eigenen Fachbereich, wie zum Beispiel die Elektro- oder die Heizungstechnik. Je nachdem, ob es ein großes oder eher ein kleines Projekt ist, sind bis zu 16 Mitarbeiter eingespannt. Die Planung erfolgt in verschiedenen Schritten; als erstes findet die Vorplanung statt, in welcher das Konzept festlegt wird. Danach werden die detaillierten Randbedingungen entworfen. Ist dieser Schritt fertiggestellt, ist die letzte und zeitaufwendigste Ausführungsplanung fällig, da dort jedes Detail des gesamten Projektes bearbeitet wird. Nach diesen Plänen wird die Leistung in den Gebäude auf der Baustelle durch die Handwerker ausgeführt.

Zur Findung der ausführenden Unternehmen werden von dem Ingenieur die Leistungsverzeichnisse erstellt, in welche die Firmen ihre Angebote eintragen können, um dadurch den entsprechenden Auftrag zu erhalten, um die Maßnahmen vor Ort umzusetzen und bauen zu können. Nach Fertigstellung der Bauphase wird geprüft und die Bauleistungen abgenommen. Nach Abschluss all dieser Arbeiten wird das Objekt an den Bauherrn zur Nutzung übergeben. Das Alter der Mitarbeiter des Büros liegt größtenteils zwischen 35- und 45 Jahren, erzählte uns Jo Tor-Westen, der Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft HTW, welches in Düsseldorf, Frankfurt am Main, Leipzig und Berlin eine Niederlassung hat.

Der Firmeninhaber ist mit seinem Beruf und seinen Kollegen sehr zufrieden und schwärmt in vollen Zügen von der Ingenieurbranche.

Anna Tor-Westen, 8b, Freie Christliche Schule, Gymnasium, Düsseldorf

Familienrecht, Kindschaftsrecht – Was tun, wenn Eltern sich nicht einigen können?

Das Familienrecht regelt unter anderem die Beziehungen zwischen verheirateten, getrennt lebenden und geschiedenen Eheleuten. Ein zentraler Teil des Familienrechtes ist das Kindschaftsrecht, welches das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern regelt. Die Regelungen finden sich im vierten Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Praktisch relevant in der Arbeit von Frau Denise Deges, Fachanwältin für Familienrecht, sind drei zentrale Themen: Das Aufenthaltsbestimmungsrecht, das Umgangsrecht und die elterliche Sorge. Ich befragte Frau Deges, welche Probleme es im Rahmen des Aufenthaltsbe-stimmungsrechtes nach Trennung der Eltern gibt. Sie erklärte mir, während intakter Ehe seien die Eltern meist einig über den Aufenthalt der Kinder, es gäbe keine Streitigkeiten im Hinblick auf Umzüge, Urlaubsaufenthalte und ähnliches. In der Regel ziehe die Familie gemeinsam um, Reisen würden gemeinsam oder mit Billigung des anderen Elternteils angetreten. Dies ändert sich, so Frau Deges, wenn die Eltern sich trennen. Oft erteilt der zurückbleibende Vater auf Grund der Streitigkeiten oder Zerwürfnissen mit der Mutter seine Zustimmung nicht, wenn die Mutter umziehen oder in Urlaub fahren will. Gelingt auch unter Zuhilfenahme des Jugendamtes eine Einigung nicht, oder zieht die Mutter gar ohne Ankündigung mit den Kindern weg, muss das Familiengericht entscheiden.

Frau Deges erklärte mir, dass das Familiengericht eine Abteilung beim Amtsgericht ist, welche sich ausschließlich mit Familiensachen befasst. Die Elternteile lassen sich meist durch Rechtsanwälte vertreten, die Kindesinteressen werden wahrgenommen und gestärkt durch die eigens hierfür geschaffene Rechtsfigur des Verfahrensbeistandes. Die Familienanwältin sagte, dass das Familiengericht seine Entscheidungen ausschließlich unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls trifft. Ist die Klärung einer Streitigkeit besonders eilbedürftig, gibt es hierfür Eilverfahren, die besonders schnell entschieden werden.

Frau Deges informierte mich über Schwierigkeiten beim Umgang mit dem anderen Elternteil nach der Trennung. Dieser leidet in der Regel darunter, seine Kinder nicht mehr im Alltag um sich haben zu können. Schaffen es die Eltern nicht, ihre Streitigkeiten untereinander hinten anzustellen und zum Wohle ihrer Kinder eine angemessene Umgangsregelung zu treffen, bedürfen sie der Hilfe der Rechtsanwälte und des Familiengerichts. Zum gerichtlichen Verfahren gilt das oben Beschriebene, so etwas passiert der Anwältin oft und es ist nicht immer einfach, eine richtige Lösung zu finden.

Die Elterliche Sorge üben verheiratete Eltern gemeinsam aus. Die gemeinsame Elterliche Sorge bleibt auch nach der Scheidung bestehen.

Lea Deges, 8b, Freie Christliche Schule, Gymnasium, Düsseldorf

Hoffnung bei der Bekämpfung resistenter Keime – Hoffnung keimt auf

Die Zahl der Patienten, die sich mit resistenten Keimen (nosokomiale Infektion) in Krankenhäusern infizieren, ist in den letzten Jahren alarmierend angestiegen. Der Verlauf der Erkrankung ist in nahezu allen Fällen sehr schwer, und in einigen verläuft sie sogar tödlich.

Die Suche nach Heilungserfolgen muss Alternativen zur herkömmlichen Behandlungen mit Antibiotika finden, erste Versuche mit Zinkverbänden, intelligenten (diagnostischen) Verbänden oder Bakteriophagen versprechen völlig neue Perspektiven für die nächsten Jahre. Das Max Planck Institut arbeitet an verschiedenen Methoden, welche diese Bakterien erkennen und bekämpfen. Mittlerweile sind fast ein Drittel aller Bakterienstämme gegen herkömmliche Antibiotika resistent. Die bisherige Behandlung der bakteriellen Erreger war jedoch nur mit Antibiotika möglich. Immerhin 30.000 Patienten sterben jährlich in Deutschland an den nosokomialen Infektionen, da alle medikamentösen Behandlungsversuche versagen. Die Dringlichkeit der Erforschung einer alternativen Behandlung ist also von höchster Priorität.
Aus diesem Grund arbeitet das Max Planck Institut in Mainz an verschiedenen Projekten, die diese Verursacher bekämpfen sollen. Eines dieser Forschungsprojekte beschäftigt sich mit der Umsetzung eines intelligenten Verbandes, welcher sich bei der Berührung mit den Erregern verfärbt, und durch die gezielte Abgabe von Antibiotika die Vermehrung der Keime verhindert. Der Vorteil dieses Verbands liegt in der Früherkennung der Infektion durch die Verfärbung des Materials, wodurch eine schnelle, örtliche Behandlung ermöglicht wird. Eine der größten Schwierigkeiten dieses Projektes liegt in der enormen Anzahl der multiresistenten Erreger.
Eine weitere Lösung, an der das Max Plank Institut arbeitet, ist die Beschichtung von Implantaten mit antibakteriell wirksamen Substanzen, wie Zinkverbindungen, damit Infektionen gar nicht erst entstehen können. Auf Grund seiner antibakteriellen Eigenschaft eignet sich Zink hervorragend, aufflammende Infektionen sofort zu verhindern. Genaue Erkenntnisse der Wirksamkeit von Zink gegen alle Formen der Keime liegen jedoch noch nicht vor.
Ein weiteres Forschungsprojekt zur Bekämpfung der Krankenhauserreger ist der Einsatz von Phagen. Hierbei handelt es sich um Viren, die sich in den Zellen der Bakterienkeime einnisten, sie als Wirtszelle benutzen, und dabei die Erreger vernichten. Die Phagentherapie findet bereits seit langem Anwendung in den Regionen der ehemaligen Sowjetunion. Das größte Institut der Phagenforschung und Züchtung sitzt in Tiflis, Georgien, und ist bei der europäischen Entwicklung der Phagentherapie im Einsatz gegen Krankenhauserreger ein wichtiger Lieferant von Phagen. Diese werden nach genauer Bestimmung des Erregertyps gezüchtet und mit Hilfe von Verbänden oder Einlagen gezielt auf die befallenen Regionen aufgebracht. Trotz erstaunlicher Resultate bei der Heilung fehlt jedoch noch die Zulassung durch die europäischen Institutionen.

Lea Fried, 9.5, International School Of Düsseldorf

Wenn wir warten, wird es schon zu spät sein – Nur Hitze?

Warm, wärmer am wärmsten. Seit Jahren kämpfen wir mit Erderwärmung und es wurden schon viele Aktionen dagegen unternommen. Doch reichen unsere Bemühungen?

Das größte Problem liegt bei den enormen Co2-Mengen, die wir täglich in die Atmosphäre ablassen. Diese Abgase sammeln sich in einer dicken Schicht um die Welt und verhindern, dass die Sonnenstrahlen von der Erde reflektieren und danach wieder durch die Co2-Schicht ins All abstrahlen können. Früher blieb nur etwas Wärme in unserer Erde hängen; doch weil die Sonnenstrahlen nicht mehr entkommen können, wird es immer wärmer…

Tatsächlich soll laut einem Artikel in der Rheinischen Post vom 23. November 2013 im Jahr 2015 eine UN-Klimakonferenz stattfinden, um zu beschließen, wie der Co2-Ausstoß am besten minimiert werden kann. Wird diese Hilfe zu spät kommen? Schon seit Jahren wissen wir über Erderwärmung Bescheid. Doch immer wieder wurde diese wichtige Konferenz verschoben, da andere Probleme anscheinend wichtiger waren. Doch auf der anderen Seite der Welt beeinflusst die globale Erderwärmung das Leben von vielen Menschen dramatisch.

In den letzten Jahren stieg der Wasserspiegel stark an, da die Eiskappen durch die Hitze schmelzen. Auch starke Stürme sind eine Auswirkung der neuen Hitze und verursachen viele Schäden. In der Zeitung oder im Fernsehen erfahren wir darum immer wieder über die vielen Überschwemmungen, Hurrikane und Taifuns, die weltweit passieren. Wir versuchen zu helfen, indem wir Spenden sammeln und an den Ort schicken. Aber wenn wir nicht das wahre Problem identifizieren und es stoppen, wird nie etwas besser werden. Es gibt viele Beispiele dafür, wo diese Naturkatastrophen das Leben der Einwohner zerstörte.

Fast jährlich gibt es große Überschwemmungen in Bangladesch, die Häuser und Plantagen zerstören. Es dauert immer lange, bis die Schäden beseitigt werden. In der Zwischenzeit haben die Einwohner kein Essen, frisches Wasser oder einen Platz zum Schlafen. Selbst wenn die Menschen überleben, haben sie nichts mehr um zu leben. Erst im vorigen Jahr gab es auch in den Philippinen einen großen Taifun der fast 6.000 Menschen das Leben nahm. Laut der Rubrik „Naturwissen” vom „Stern“ haben Wissenschaftler bewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit für Stürme umso größer wird, je schlimmer die Erderwärmung wird. Wenn wir mehr wärmere Luft erzeugen (zum Beispiel durch Co2-Ausstöße) steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese warme Luft in die kalte Luft hoch steigt, sich mischt und dadurch einen Sturm bildet.

Immer wieder geschehen diese Katastrophen durch unsere Fehler, und immer wieder sehen wir mit an, was für schreckliche Ausmaße sie haben. Wir versuchen zu helfen, aber wir müssen effektiver helfen. Wir müssen die Ursachen dieser Probleme stoppen und der erste Schritt dazu ist, die Erderwärmung zu verlangsamen. Wir können sie nicht für immer stoppen, aber wir können sie verringern und so allen Menschen, die unter der Erderwärmung leiden, helfen.

Lisa Heine, 9.3, International School Of Düsseldorf

Frieren für einen guten Zweck – Einsatz auf dem Nikolausmarkt in Angermund

Jedes Jahr findet am Samstag vor dem ersten Advent in Angermund der Nikolausmarkt, veranstaltet von Handwerk und Handel, statt. Auf der historischen Graf-Engelbert-Straße stehen in der Regel mehr als 50 Stände, die Selbstgemachtes oder Köstlichkeiten anbieten. In diesem Jahr war dort auch der „Firmeninhaber“ der fiktiven Schülerfirma „Touch!“ der International School Düsseldorf mit einem Stand vertreten.

Die Schülerfirma „Touch!“ ist Teil eines Projektes der 9. und 10. Klassen der International School, in dem die Schüler nach einer fiktiven Firmengründung ein Produkt auswählen müssen, um es dann gewinnbringend zu vermarkten. Chef der oben genannten Firma ist Ron Autenrieb, 14 Jahre alt, der als Produkt einen Kaffeebecher ausgewählt hat, der die Skyline von Düsseldorf als spülmaschinenfeste Filzumrandung aufwies.
An seinem Stand unter dem Torbogen am Bürgerhaus bot er 60 Becher zum Verkauf an. Zu Beginn verlief der Verkauf schleppend, doch am späteren Nachmittag war ein deutliches Umsatzplus zu verzeichnen. Er konnte 29 Becher verkaufen. Der Erlös aus diesem Verkauf geht an das Philippinische Rote Kreuz zu Gunsten der Taifun-Opfer. Zwar hatte sich Ron Autenrieb einen größeren Umsatz versprochen, doch war er letzten Endes mit seinem Erfolg ganz zufrieden.
Eine willkommene Unterbrechung der Verkaufsgespräche stellten zwei Interviews regionaler Zeitungen dar, die sehr daran interessiert waren, Näheres über dieses interessante Projekt zu erfahren. Für sich persönlich nahm Ron die Erfahrung mit, dass das Einschätzen des Kaufverhaltens der Kunden sehr schwierig ist. Für die Kalkulation des Unternehmens stellt dies einen sehr großen Unsicherheitsfaktor dar, da Ware eingekauft werden muss, Unkosten also nötig sind, ohne die Gewissheit zu haben, dass diese wieder hereinkommen oder sogar ein Gewinn überbleibt. Gewinne müssen auf jeden Fall erzielt werden, da sonst das Unternehmen keine Zukunft hat.

Ron Autenrieb, 9.5, International School Of Düsseldorf

Das Sportparadies im Sommer für Jungs – Camp Deerwood

Du liebst Sport, möchtest nebenbei besser Englisch lernen und neue Freundschaften knüpfen? Dann ist Camp Deerwood der perfekte Ort für dich.

Camp Deerwood ist ein Camp in Amerika. Jedes Jahr kann man für vier oder sieben Wochen dorthingehen, je nachdem wie lange man Ferien hat. Dieses Camp ist nur für Jungen im Alter von 11 bis 15 Jahren. Dort kann man alle Sportarten machen, die man kennt: Bogenschiessen, Schmieden, Lernen mit der Natur zu arbeiten (Feuer machen), Kanu fahren, Keramik, Theater, Fischen, Kajak fahren, Lacrosse spielen, Mountain Bike fahren, Gewehr schießen, Klettern, Segeln, Fussball spielen, Schwimmen, Tennis spielen, Wasserski fahren, Windsurfing, mit Holz arbeiten. Dies sind alle Sportarten, die es gibt und von denen man jeden Tag vier machen kann. Man kann entscheiden, was man machen möchte, nichts ist vorgeschrieben.

Außerdem lernt man sehr schnell Englisch, denn normalerweise sind die überwiegende Mehrheit der Personen Amerikaner. Ab und zu sind auch Europäer dabei. Mein erstes Mal in Camp Deerwood war mir 12 Jahren im Jahr 2011, und mir hat das so gefallen, dass ich auch 2012 und 2013 dorthin gegangen bin. Nächstes Jahr wird es mein letztes Jahr sein, weil ich dann leider schon 15 sein werde.

Camp Deerwood wurde 1945 gegründet und wird immer noch von der gleichen Familie geleitet. Camp Deerwood liegt im Osten von Amerika im Bundesland New Hampshire, umgeben von Wäldern und dem wunderschönen „Squam Lake”. Nach Aufenthalt in dem Camp merkt man, dass man sehr viel gelernt hat, nicht nur Englisch, sondern auch wie man zum Beispiel segelt und man entdeckt neue Talente in sich. Ich zum Beispiel mochte segeln nie, und als ich das erste Mal dort gesegelt bin, habe ich es geliebt, und segeln ist seitdem die Aktivität, die ich am meisten mache. Wenn jemand Interesse hat und sich über Camp Deerwood informieren möchte, hier ist die Website:http://www.campdeerwood.com/html/deerwood/about.asp .

Nikolai Tcherepnine, 9.5, International School Of Düsseldorf

Die Herausforderungen der Energiewende – Zu windig für Windenergie?

Deutschland versucht, sein Energiesystem radikal zu ändern, um umweltfreundlicher zu werden, aber es soll gleichzeitig zahlbar für die Bürger des Landes sein. Dieses Problem belastet die Energieunternehmen, die die Kombination von erneuerbarem und konventionellem Strom meistern müssen.

Das größte Problem für die sogenannte Energiewende ist die Unvorhersehbarkeit der umweltfreundlichen Energiequellen wie Wind und Sonne. Viele glauben, dass mehr Energie produziert wird, wenn der Wind stärker ist, und wundern sich, weshalb viele Windräder bei starkem Wind still stehen. Die Antwort ist, dass die Räder bis zu einer maximalen Leistung gebaut worden sind. Wenn diese Leistung überschritten wird, muss das Rad abgeschaltet werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Turbine überfordert wird. Dies ist eine Ironie, denn bei starkem Wind kann kein Strom produziert werden. Das ist in Dänemark passiert, als Orkan Xaver am Ende letzten Jahres durch das Land blies. Laut E.ON verlor Dänemark an dem Tag 80 Prozent seiner Windkapazität.

Darüber hinaus wissen wir, das der Wind nicht konstant bläst und schwierig vorherzusagen ist. Dafür werden konventionelle Kraftwerke eingesetzt, die Strom flexibel erzeugen müssen, so dass die variablen Leistungen von Windrädern ausgeglichen werden.

Dies aber bringt zwei große Probleme mit sich. Erstens stehen eine Menge Kraftwerke still und warten auf die Chance Strom erzeugen zu dürfen, zum Beispiel wenn es nicht genügend Wind gibt oder wenn der Strombedarf besonders hoch ist. Einige dieser Kraftwerke produzieren zu wenig Strom um wirtschaftlich zu sein. Wenn sie aber geschlossen oder eingemottet werden, besteht die Gefahr, dass wir in manchen Situationen nicht genügend Energie haben werden. Zweitens gab es in Deutschland 2013 mehr CO2 Emissionen als im Vorjahr, obwohl das Hauptziel der Energiewende die Reduzierung von CO2 ist. Teilweise dank der Energiewende selbst, denn es gab mit mehr erneuerbaren Energien eine deutlich niedrige Nachfrage für Steinkohle. Damit sank der Preis von Kohle zu einem Punkt, wo es günstiger für die Energieunternehmen war, Kohle statt Gas zu nutzen.

„Um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien besser zu nutzen, brauchen wir die Stromspeicherung“, fordert RWE Chef Jürgen Großmann. Heute wird zum Beispiel Windenergie schon genutzt, um Wasser zu einem Speicherbecken hochzupumpen. Später kann dieses Wasser selbst als Erzeugungsmittel verwendet werden. Dafür gibt es einige natürliche Möglichkeiten wie beispielsweise in Dinorwig, Wales, jedoch gibt es insgesamt zu wenige davon. Die Energieunternehmen forschen weiter nach neuen Lösungen. Wie im Fall der Evonik, die die weltweit größte Lithiumionen-Batterie gebaut hat. Solche Beispiele müssen häufiger und wirtschaftlicher werden, um Deutschland zu ermöglichen, ihre Wende erfolgreich abzuschließen.

Rebecca Bunyan, 9.4, International School Of Düsseldorf