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Surfen in Südafrika

Pepe Usko, International School of Düsseldorf

Südafrika ist ein faszinierendes Land am südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, aber vor allem ist Südafrika für das Surfen bekannt. Dieser Reisebericht wird sich besonders auf das Surfen in Südafrika konzentrieren und Sie auf eine fantastische Reise zu den besten Surfspots und in die Surfkultur Kapstadts entführen.

Anreise

Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit, nach Südafrika zu kommen, und zwar mit dem Flugzeug. Wenn Sie in Düsseldorf leben, fliegen Sie am besten nach München, um dann nach Afrika zu gelangen, da es keinen Direktflug von Düsseldorf gibt. Direktflüge gibt es jedoch auch von Frankfurt, Berlin und anderen Städten. Ein Flug von Deutschland nach Südafrika dauert ungefähr 10-12 Stunden, abhängig davon, von wo man fliegt. Ein Flug in der Economy Class kostet zwischen 800 und 1000 €; ein Business-Class-Flug kostet ungefähr 2500 bis 3000 €.

Unterkünfte in Kapstadt

Es gibt viele Hotels in Kapstadt, in denen man übernachten kann. Die Preise können variieren; es gibt zum Beispiel Hotels, die nur 36 Euro pro Nacht kosten. Aber es gibt auch 5-Sterne-Hotels, die 1000 Euro oder mehr kosten. Die meisten Hotels verfügen über einen Pool und eine schöne Aussicht. Viele dieser Hotels befinden sich neben der Waterfront. Die Waterfront ist eine Touristenattraktion, quasi ein großes Einkaufsviertel, wo man viele Souvenirs kaufen kann, die mit der Kultur von Afrika zu tun haben.

Surfkultur und Hintergrund

Gesurft wird schon seit über 100 Jahren in Südafrika, genauer genommen, seit 1918. In den nächsten Jahren wurde Surfen in Südafrika immer beliebter, bis in den 1960er Jahren die Zeit der Hippies anbrach. Es war sozusagen ein „Trend“, am Strand Zeit zu verbringen. Und als es dann eine Dokumentation gab, in der die Strände von Muizenberg in Südafrika gezeigt wurden, ging es mit dem Hype richtig los. Kurze Zeit später wurde das Surfen leider verboten wegen Verletzungsrisiko, weil zu viele Menschen durch Surfbretter verletzt wurden, da diese noch nicht am Fuß befestigt waren. Aber als es viele dann trotzdem machten, wurde das Verbot aufgehoben. 1971 wurde der erste Surfshop eröffnet, wo man sich seine Ausrüstung besorgen konnte. Der Hype ums Surfen ging weiter bis heute, wo Surfen eine weit verbreitete Sportart ist.

Surfspots in Kapstadt und Umgebung

Südafrika ist ein sehr gutes Land zum Surfen. In Kapstadt und Umgebung gibt es einige sehr gute Spots zum Wellenreiten. Zum Beispiel Big Bay, das in Kapstadt liegt und ein sehr beliebter Surfspot ist, besonders für jüngere Surfanfänger. Die Wellen sind oft nicht so groß und daher leicht zu bewältigen. Big Bay befindet sich in einer Bucht, was bedeutet, dass dort kaum Wind weht, was gute Voraussetzungen sind, da Wind das Surfen sehr beeinträchtigen kann. Ein anderer beliebter Surfspot ist Muizenberg, wo das Surfen angefangen hat. Muizenberg ist besonders für das warme Wasser beliebt, weil Muizenberg zum Indischen Ozean gehört und im Rest von Südafrika ist oft eiskaltes Wasser, weil die anderen Spots zum Atlantischen Ozean gehören. Muizenberg hat meistens relativ große Wellen, die weit draußen brechen. Das bedeutet, dass es anspruchsvoller ist, diese Wellen zu surfen, aber sie sind oft ziemlich groß und sauber. Ein weiterer Spot, der etwas außerhalb von Kapstadt liegt, ist Kommetjie. Er ist bekannt für seine sehr langen „Lefts“, also langen Wellen, die nach links laufen. Der Spot ist bei vielen Surfern beliebt und wird sehr geschätzt. Die Wellen sind sehr lang, sodass man viele Tricks auf einer Welle machen kann, ohne sofort hinunterzufahren. Bei guten Bedingungen können die Wellen bis zu 3 Meter oder sogar größer werden. Es werden auch oft Wettbewerbe in Kommetjie ausgetragen. Ein Nachteil ist jedoch, dass das Wasser ziemlich kalt ist.

Herausforderungen beim Surfen in Südafrika

Es gibt ein paar Herausforderungen, die das Surfen in Südafrika erschweren können. Zum Beispiel das Wetter: Wenn das Wetter nicht mitspielt, kann es ziemlich schwer werden zu surfen. Wind ist besonders ungünstig, da die Wellen bei Wind nicht sauber sind. Oft gibt es im Winter kleinere Wellen, manchmal sogar zu klein, um überhaupt surfen zu können. Das bedeutet, dass man schon Glück haben muss, um gute Wellen zu erwischen. Die beste Zeit in Südafrika, um zu surfen ist im Sommer – also, wenn bei uns Sommer ist, denn dann ist in Südafrika Winter. Im Winter sind die Wellen dort oft größer und besser und es ist immer noch warm, im Gegensatz zu Deutschland. Das heißt, dass man den Winter dort kaum spürt.

Fazit

Südafrika ist ein faszinierendes  Land, wo man viele Abenteuer erleben kann. Insbesondere Surfen ist ein unvergessliches Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Es gibt viele coole Surfspots, und es macht Spaß die Kultur von Südafrika zu erkunden. Die Wellen und die Strände sorgen für ein unvergleichliches Surferlebnis. Also, auf nach Südafrika!

Generation Z und ihre Schuhe: Über die neue Ausstellung im NRW-Forum und vieles mehr

Valentin Meulendik , International School of Düsseldorf

Sind Sie bereit, mehrere hundert Euro für ein Paar Sneaker auszugeben? Willkommen in der Generation Z. Haben Sie schon einmal davon gehört, dass Reseller Schuhe für 120 € kaufen und für 1000 € weiterverkaufen? Das ist die Generation von heute. Die Schuhe werden meistens in Zusammenarbeit, sogenannte Kollaborationen, mit Travis Scott, J Balvin oder anderen Rappern herausgebracht, die diese dann auf Instagram posten und so den Hype um diese Schuhe entfachen. Die Reseller warten dann manchmal mehr als 3 bis 4 Tage auf diese Schuhe und schlafen auf der Straße, so zum Beispiel vor Snipes und Afew in Düsseldorf. Und es ist kein Hype, der nach einem Jahr vorbei geht; das geht jetzt schon seit mehreren Jahren und man sieht kein Ende. Die Hälfte der Leute verkauft diese Schuhe dann manchmal fast für das 20-Fache. Es gibt Schuhe, die kosten 120 €, und jetzt sind sie auf dem Markt für bis zu 80 000 €. Aber nicht nur Travis Scott und J Balvin legen nach, auch Donald Trump bringt seinen ersten vergoldeten Schuh heraus.

Nicht nur Nike bringt solche limitierten Schuhe heraus; Adidas und New Balance sind auch ziemlich gut dabei. Zum Beispiel bei Adidas: Der Campus oder die Gazelle kamen vor über 70 Jahren heraus und jetzt sind beide wieder voll im Trend. New Balance gewinnt mittlerweile auch an Beliebtheit, so mit seinem 550, aber auch dem 480 Numeric; Der 480 Numeric wird laut Social Media (Tik Tok) wahrscheinlich einer der beliebtesten Schuhe im Sommer sein und es ist deswegen fast unmöglich, ihn zum normalen Preis zu bekommen.

Wie bekommen normale Schuhe eigentlich ihre Beliebtheit zurück? Wir nehmen als Beispiel mal die Gazelle: Die Gazelle kam vor 70 Jahren heraus. Meistens sind es Leute, die sehr aktiv auf Social Media posten und dabei viele Aufrufe bekommen, dann versuchen viele Leute, diese Schuhe zu kaufen; meistens ist es aber schwer, den Schuh zu bekommen, weil Adidas auf diesen Ansturm nicht eingestellt ist.

Wenn dieser Artikel Sie nun neugierig gemacht hat und sie tiefer in die Welt der Schuhe abtauchen wollen, können Sie gerne noch weiter lesen, da geht es nämlich um das NRW-Forum:

In NRW-Düsseldorf gibt es für die Jugend mal wieder etwas im Museum: Sneaker! Jeder besondere Schuh ist dort ausgestellt. Es handelt sich um alte Modelle, aber auch um neue Releases. Die Ausstellung wirkt wie ein Magnet, der junge Leute aus der Umgebung anzieht. Es ist das erste Mal, dass so viele besondere Schuhe an einem Ort gesichtet wurden. Die Ausstellung kann man wirklich nur empfehlen und sie ist einen Besuch wert.

Modeaccessoir des Jahres: Trendige Haargummis – die Kknekkis!

Von Sheila Faust, Internationale Schule Düsseldorf

Kennen sie schon Kknekkis? Kknekkis sind Haargummis, die man auch als stylisches Armband tragen kann. Sie sind momentan unter Jugendlichen sehr beliebt, sind aber für jedes Alter geeignet. Es gibt eine sehr große Auswahl an Farben und laut Trendset.com gibt es momentan 180 verschiedene Kknekkis. Die Kknekkis kann man für ungefähr 3€ pro Stück kaufen und man findet sie in mehreren Läden rund um Düsseldorf, sowie auf ihrer Website Kknekki.nl. Die bunten Kknekki Haargummis stammen aus dem norwegischen Hause Bon Dep, werden aber in Frankreich produziert, da dort die Webtechnik der Haargummis erfunden wurde.

Über 60 Polyester-Fäden werden für jedes Kknekki benötigt, um es zu produzieren. Sie werden so hergestellt, dass sie nicht verblassen oder ausfransen, wenn sie mit Salzwasser in Kontakt kommen. Zudem sind sie auch frei von Schadstoffen. Kknekki achtet sehr darauf, dass ihre Haargummis und deren Produktion nicht schädlich für die Umwelt sind, da ihnen diese sehr am Herzen liegt. Auf der Website mingokids.com, die die Haargummis vertreibt, liest man: “Kknekki liegt die Umwelt am Herzen. Die Haargummis werden mit Respekt für den Planeten hergestellt und sind frei von Schadstoffen.”

Mir persönlich gefallen Kknekkis sehr gut. Ich besitze selbst ein paar Kknekkis und kann nur Gutes darüber berichten. Sie sehen nicht nur stylisch aus, sondern sind auch qualitativ hochwertig. Außerdem lassen sie sich gut verschenken, da es eine große Auswahl an Farben gibt, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Viele Mädchen mit dicken oder lockigen Haaren suchen nach stabilen und trotzdem sehr elastischen Haargummis, die ihre Haare nicht ausreißen. Dafür sind Kknekkis perfekt geeignet. Bei diesem Produkt stimmt alles, Design, Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Und, werden Sie sich dem Trend auch anschließen?

Die wandelnde Welt der Schultaschen-Trends

Von Julia Pucklitzsch, Internationale Schule Düsseldorf

„The Timeless Classic”: Die Rückkehr der Longchamp „Le Pliage“ Tasche. Ein kleiner Abriss der stilvollen Schülerbegleiter über die Jahre.

Longchamp Schultertaschen. Derzeit sind sie überall in Düsseldorf zu sehen – sei es beim Einkaufen im Supermarkt oder beim Bummeln entlang der KÖ, die Taschen aus Nylon, verziert mit Griffen aus Rindsleder, tauchen immer wieder auf. In der Schule entkommt man ihnen nicht: Die 115 Euro teuren Schultertaschen sind hier der neue Trend.

Das ist jedoch nicht das erste Mal, dass die “Le Pliage” Taschen im Trend liegen; in den 2000er waren sie begehrt. Wer in Mamas Kleiderschrank schnuppert, findet vielleicht eine. Wie die Mutter, so die Tochter.

Die Funktion der Schultasche besteht nicht mehr nur darin, Schulmaterialien zu schleppen, sondern ist eine Art Statussymbol. Ob in “Marine”, “Salbei” oder “Ebenholz”, wer die Tasche hat, fühlt sich wie auf Wolke 7. Allerdings, das ganze Gewicht der Schulsachen nur auf einer Schulter zu tragen, erdet einen wahrscheinlich ziemlich. Ob durch diesen Trend eine Zunahme von Skoliosen-Fällen auftritt? Lieber das Mathebuch zu Hause lassen, als einen Rucksack zu tragen.

Die Ära der Tornister und Schulranzen wurde eigentlich schon in der Grundschule beendet. Man könnte sagen, sie waren damals auch eine Art Statussymbol. Entweder war es Scout oder Ergobag; mit Marienkäfer gestaltet oder mit Rennautos geschmückt, es gab für jeden eine Tasche – mit passendem Federmäppchen. Erst beim Einstieg in die weiterführende Schule drückt man sich mit einem neuen Rucksack stylisch aus. Trotzdem sah man auf jedem Rücken dasselbe: Satch.

Wenn nicht Satch, ein Adidas- oder Nike-Rucksack, dann waren es vor wenigen Jahren die Fjällräven Kånken Rucksäcke; sie waren der heißeste Trend auf dem Pausenhof. Wenn man die Zeit noch weiter zurück spult, bis in die 60er Jahre, waren schwere rechteckige Lederranzen mit stolzen Holzrahmen beliebt. Gut für den Rücken und geräumig waren sie nicht, aber stabil. Tragekomfort scheint kein Kriterium für trendy Teenie “Tonis” zu sein.

Die Tornister haben ihren Ursprung eigentlich im militärischen Bereich. Segel-  und Kalbsfell wurden um einen Holzrahmen gespannt. Vielleicht wandern die Longchamp Taschen zur Armee. Zuerst wird der Korridor zum Catwalk, dann das Militärlager zur Modenschau.

Die Longchamp Taschen, obwohl modisch, sind ein gutes Beispiel dafür, dass ganz gleich, wie viele Auswahl an Produkten es gibt, wir irgendwie immer das Gleiche haben wollen. Wir führen ein “copy-paste” Leben. Dies muss nicht immer schlecht sein, aber oft hat es Nachteile, vor allem im Bereich Umwelt. Ein Jahr “in”, das kommende Jahr „out“. “Out” heißt meistens ‘Ab in die Tonne!’ Mal sehen, wie lange die Longchamp Schultertasche sich diesmal hält – auf dem Markt oder bis die Riemen reißen.

Welcher Trend kommt wohl als nächstes? ‘Louis Vuitton x Lamy’? Für die Lehrer: Tom Ford Tafelkreide? Oder erleben die ’vintage’ Militär-Tornister ein Comeback? Das bleibt abzuwarten…

Eine actiongeladene Darstellung der Wahl zwischen Moral, Macht und Liebe

Von Julia Pucklitzsch, Internationale Schule von Düsseldorf

Der neueste Teil aus der Jugend-Filmreihe “Die Tribute von Panem”: Tom Blyth verkörpert Corialanus Snow, den gleichzeitig Protagonisten und Antagonisten des Films.

Panem – ein dystopisches Land in 12 sogenannte ‘Distrikte’ unterteilt, bildet die Kulisse für “Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes”. Jedes Jahr werden ein Mädchen und ein Junge, ‘Tribute’ zwischen 12-18 Jahre, aus jedem Distrikt für die Hungerspiele gewählt. Spiele sind es vielleicht für die Bewohner des Kapitols, die Hauptstadt Panems und die Stadt der reichen und sorglosen Eliten. Doch für die Tribute geht es um Leben und Tod, denn sie müssen gegeneinander antreten. Am Ende: 23 Tote, ein Überlebender. 23 Verlierer, einen ‘Gewinner’. “Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes” von Regisseur Francis Lawrence ist die Vorgeschichte zur beliebten “Die Tribute von Panem”-Filmreihe, adaptiert von den Büchern von Suzanne Collins.

Jahre bevor er der tyrannische Präsident Panems wird, absolviert der 18-jährige Coriolanus Snow (Tom Blyth) seine Ausbildung an der Akademie des Kapitols. Snow, der seit seiner Kindheit durch den Bürgerkrieg in Armut lebt, hat hart gearbeitet, um der beste Schüler zu werden und das jährliche Stipendium zu gewinnen. Doch dieses Jahr hat sich was verändert. Dr. Volumnia Gaul (Viola Davis), die Organisatorin der Hungerspiele, beschließt, jedem Schüler einen Tribut zuzuteilen; der Schüler, der die beste ‘Show’ mit seinem Tribut für die Zuschauer im Kapitol bietet, erhält das begehrte Stipendium.

Snow wird mit Lucy Gray Baird (Rachel Zegler) aus Distrikt 12 gepaart. Lucy Gray ist eine leidenschaftliche Musikerin und Sängerin. Snow weiß, dass sie nicht die Spiele durch das Kämpfen gewinnen wird – dass er die Spiele nicht mit ihr durch Kämpfen gewinnen wird – deshalb hat er vor, die Herzen des Zuschauers durch Lucy Grays ansteckende Ausstrahlung und ihren fesselnden Gesang zu gewinnen. Lucy Gray Baird gewinnt auch das Herz von Coriolanus Snow und im Verlauf des Films beginnt er, sich in sie zu verlieben.

Die beiden stammen aus unterschiedlichen Welten und haben verschiedene Perspektiven, wie ein ideales Panem aussehen sollte. Lucy Gray findet die Hungerspiele und das System des Landes grausam und unmoralisch. Snow hingegen ist fest davon überzeugt, dass das Land eine stabile Struktur und Kontrolle über seine Menschen benötigt; die Spiele sollen die Bürger der Distrikte disziplinieren und Ausbrüche von Rebellen verhindern, die gegen das Kapitol sind. Der zielstrebige Snow muss entscheiden, was für ihn wichtiger ist: Liebe oder Macht.

Der Film taucht den Zuschauer komplett in die fiktive Welt von Panem ein. Vollgepackt mit Action, Verrat und an manchen Stellen gewalttätig. Er enthält ein ständiges Hin und Her zwischen Recht und Unrecht. Die Kinematographie und Filmsets sind zu loben. Die Größe der enormen Arena, in der die Hungerspiele stattfinden, ist auch auf der Leinwand spürbar. Die Intensität steigt umso höher und fesselt den Zuschauer.

Hauptdarsteller Tom Blyth repräsentiert seine Rolle als machthungriger Protagonist Coriolanus Snow lobenswert – insbesondere sein Abstieg in den Wahnsinn wird erstaunlich dargestellt. Er wechselt nahtlos zwischen den beiden Seiten Snows; man will auf seiner Seite sein, aber im Inneren weiß man, dass er in den späteren Filmen der Hauptantagonist ist. Rachel Zegler ist wunderbar, ihre Stimme bezaubernd und Szenen mit Zegler und Snow zusammen sind beeindruckend. Auch der Schauspieler von Sejanus Plinth (Josh Andrés Rivera), dem besten Freund von Snow, ist großartig und Viola Davis, die die etwas psychotische Dr. Volumnia Gaul spielt, ist fantastisch und ihre Einschüchterung geht über den Bildschirm hinaus. Dekan Casca Highbottom, gespielt von Peter Dinklage, ist brillant.

Falls die beeindruckende Besetzung nicht überzeugend genug ist, gibt es im Film ein Lied von der berühmten Pop-Sängerin Olivia Rodrigo, “Can’t Catch Me Now”, das speziell für den Film geschrieben wurde. Das Lied ging auf TikTok viral und passt gut in die Geschichte.

Wenn man die “Tribute von Panem” Filmreihe/Bücherreihe nie angeschaut/gelesen hat, egal wie viel man versteht oder nicht, ist dieser Film trotzdem zu empfehlen. Er sollte nicht nur als Jugendfilm betrachtet werden. “Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes” ist ein guter Einstieg für Jugendliche in die Themen der ungerechten Verteilung der Gesellschaftsklassen und ausbeuterische Regierungssysteme, aber es ist an manchen Stellen ziemlich brutal – wofür viele Jugendliche dankbar sein könnten, denn er behandelt seine jüngeren Zuschauer wie Erwachsene.

Wie weit würde man gehen, um die Macht zu erreichen?

“Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes”, 2023 – Regie: Francis Lawrence; mit Tom Blyth, Rachel Zegler, Hunter Schafer, Viola Davis, Peter Dinklage, Josh André Rivera, Jason Schwartzman; 157 Minuten

Eine Serie über einen Jungen, dessen IQ größer ist als er selbst

Von Mai Selbach, 9. Klasse, International School of Düsseldorf.

Eine Geschichte der Kindheit von Sheldon Cooper (Iain Armitage), einem Kinder-Genie, das immer wieder auf neue Ideen kommt und ein verrücktes Familienleben hat – am Ende haben sich trotzdem alle lieb.

Die Netflix Serie ‘’Young Sheldon’’ handelt von einem kleinen, hochbegabten Jungen namens Sheldon Cooper, der schon mit neun Jahren auf einer Highschool in Texas zur Schule geht. In jeder Folge geht es um etwas Neues: Zum Beispiel über Sheldon’s Phobien vor dem Essen (Folge 4 Staffel 1) oder über Auseinandersetzungen in der Familie (das dann in fast jeder Folge!). Die Hauptcharaktere in ‘’Young Sheldon’’ sind: Sheldon Cooper, gespielt von Iain Armitage, Zoe Perry als Marry Copper Sheldon’s Mutter, Annie Potts als Meemaw Sheldon’s Oma, Raegan Revord als Missy Cooper Sheldon’s Schwester, Montana Jordan als George Cooper jr Sheldons Bruder und Lance Barber als George Cooper Sheldons Vater. Diese Serie ist eine unterhaltsame Komödie. Young Sheldon’’ ist sehr zu empfehlen, wenn man Komödien mag. Wer schon einmal die Serie ‘’The Big Bang Theory’’ gesehen hat, denen wird ‘’Young Sheldon’’ bestimmt auch gut gefallen: ‘’Young Sheldon’’ ist nämlich die Geschichte der Kindheit von Sheldon Cooper, gespielt von Jim Parsons, aus ‘’Big Bang Theory’’.

Die Serie ‘’Young Sheldon’’ kommt aus den USA. Die Schauspieler sprechen Englisch in einem texanischen Akzent, der am Anfang vielleicht etwas schwierig zu verstehen ist, wenn man die Serie im Original ansieht, aber der auch viel Spaß macht. Wer die Serie lieber in Deutsch ansehen möchte, ist selber Schuld und verpasst einen wichtigen Aspekt dieser Serie. Die erste Staffel wurde am 25. September 2017 veröffentlicht und 2024 wurde schon die sechste Staffel veröffentlicht. Jede Serie ist circa 20 Minuten lang und in jeder Staffel sind ungefähr 22 Serien. ‘’Young Sheldon“ ist verfügbar auf Netflix, Amazon Prime, Wow, YouTube, Apple TV und Google Play Movies und TV. Die Serie ist eher für jüngere Zuschauer im Alter von 10-15 Jahren zu empfehlen.

‘’Young Sheldon’’ ist ziemlich besonders, denn diese Serie ist nicht wie viele andere. Die meisten Serien handeln von einem Thema, das dann in jeder Folge weiterentwickelt wird. Bei ‘’Young Sheldon’’ ist es so, dass fast jede neue Folge eine ganz neue Geschichte enthält. Alles dreht sich fast immer um Sheldons Familienprobleme, die aber in jeder Folge neu beleuchtet werden. Durch Sheldon kommen immer wieder dieselben Familienprobleme auf, weil er sich schlauer und besser findet als seine Familie, die immer ihr Bestes tut, Sheldon alles recht zu machen. Nach spätestens drei Folgen geht wieder alles gut aus und ein neues Problem kommt auf.

Für alle, die gerne etwas Unterhaltsames, Witziges und ein bisschen Action hier und da gucken wollen, für sie ist die Serie perfekt und zu empfehlen.

Links außen: Nackt im Museum

Von Pepe Usko, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Auf so etwas habe ich gewartet. Am Wochenende sind in Münster etwa 100 Leute nackt in einem Museum herumspaziert, um eine Nackt-Ausstellung anzuschauen. Also Nackte beobachten Akte. Ich frage mich, was bei manchen Leuten falsch gelaufen ist. Ich meine, man kann sich entspannt einen Film auf Netflix angucken, oder man läuft halt nackt im Museum rum und guckt sich ,,Nudes” an. Wenigstens wurde das Museum für den Abend gesperrt. Es käme schon überraschend, wenn man im Museum vertieft in die Kunst der Aktmalerei wäre und auf einmal eine Gruppe von Nackten auf sich zulaufen sieht.

Wann kommt denn die Zeit, in der man in Düsseldorf, unserer Landeshauptstadt, nackt durchs Museum flitzen darf? Ich würde da auf jeden Fall mitmachen.

Links außen: Nackt im Museum, bald auch nackt im Kino?

Von Maya Mary Kühne, International school of Düsseldorf

Haben Sie sich mal vorgestellt, wie Sie sich nackt eine Ausstellung ansehen? Ich mir auch nicht, aber was sich manche Menschen so ausdenken: 100 Frauen und Männer haben tatsächlich ihr Geld dafür ausgegeben, um nackt andere Nackte zu sehen. Also, wenn man Rizz hat, muss man dafür kein Geld ausgeben. „Nachts im Museum“ ist mir da schon lieber, da sieht man zwar auch raue und faltige Haut, aber die versteinert zum Glück tagsüber. Außerdem, wenn man schon nackt in Museen gehen kann, soll man dann auch nackt in andere öffentliche Bereiche gehen? Ich plane nämlich schon den nackten Ausflug ins Kino mit meinen Freunden, und Sie? Vielleicht nackt in den Park, wie damals im englischen Garten? Oder doch lieber zum Na(ck)chtshopping in die Stadt? Wir sehen uns.

Leserbrief: Erhöhte Parkgebühren für SUVs in Paris

Von Allegra Begale, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Sehr geehrte Redaktion,

Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel über die geplanten erhöhten Parkgebühren für SUVs in Paris gelesen. Doch erlauben Sie mir, meine Meinung zu diesem Thema zu äußern: Was für ein schlechter Schachzug, der in eine Sackgasse führen muss!

Es scheint, als hätten die Verantwortlichen dieser Regelung ihr Gehirn im Leerlauf gelassen. Glauben sie ernsthaft, dass ein paar erhöhte Parkgebühren die Stadt von den vermeintlich verwerflichen SUVs befreien werden? Die Realität ist, dass diese Fahrzeuge oft als Statussymbole gekauft werden – ein Tribut an die Überheblichkeit, der manche erliegen. Diese Leute werden die erhöhten Gebühren ohne mit den Wimpern zu zucken bezahlen, vielleicht sogar als provokanten Akt des Widerstands.

Man könnte fast meinen, diese Regelung sei eine Art humoristisches Experiment: „Wie viele Euros braucht es, um einen SUV-Besitzer zu entmutigen?“ Spoiler-Alarm: Es werden viele Euros sein.

Autos sind für uns Düsseldorfer heilig – das verstehe ich nur zu gut. Besonders wenn die Rheinbahn mal wieder streikt und die Mobilität unserer Stadt auf die Probe stellt. Die Vorstellung, dass man während einer Messe, wenn Düsseldorf im internationalen Rampenlicht steht, auf die Auto-Alternative angewiesen ist, lässt einem den kalten Schweiß auf die Stirn treten.

Vielleicht sollte Paris ihre Energie lieber darauf verwenden, wirkliche Lösungen für Verkehrsprobleme zu finden, anstatt sich in einem absurden Tanz der Parkgebühren zu verlieren. Man merkt also, dass die ganze Sache nicht ganz zu Ende gedacht ist. Was ist mit den Großfamilien? Müssen sie sich nun zwei Autos kaufen, statt eines großen SUV? Ist dies nicht noch schädlicher für unsere Umwelt?

Viele Fragen, die noch offen sind. Aber bis dahin können wir uns wohl auf eine neue Art von SUV-Schauspiel in den Straßen von Paris freuen: „Die Mutigen, die trotz allem parken.“ Womöglich eine neue Touristenattraktion.

Hochachtungsvoll,

Allegra Begale

“Dieses Museum ist ein offener Ort” – aber war es ein bisschen zu offen?

Von Amelie Finzel, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Offenheit spielt eine wichtige Rolle in unserer Welt, jedoch hat diese in einem Museum in Münster ein Ausmaß angenommen, das doch recht ungewöhnlich ist. Besucher einer Führung durften sich unbekleidet die Ausstellung “Nudes” ansehen, eine Ausstellung über nackte Körper.

Da kommen also nackte Menschen in ein Museum, um Bilder von nackten Menschen anzusehen. Es war bestimmt eine befreiende Erfahrung für alle, die daran teilgenommen haben. Ich frage mich aber, wohin mehr geschaut wurde, auf die anderen Gäste oder die Bilder? Vielleicht hat der eine oder andere ja sogar gedacht, dass das Original manchmal besser aussieht als das Bild?

Die Teilnehmer der Führung haben sich wahrscheinlich nicht diese Gedanken gemacht, weil sie Nacktheit als Normalzustand ansehen. Kleidung ist nicht nur dazu da, um den Körper zu verstecken, sondern auch, um sich warm zu halten. Einige der nackten Teilnehmer haben dies sicherlich auch bemerkt. Fest steht aber: den Nackten auf den Bildern war die Temperatur egal!